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von Jewel Blue
14.05.2017 15:01
Forum: Rollenspiel & Spielwelten
Thema: DSA5 Verkaufszahlen: Mutmaßungen & Co
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Re: DSA5 Verkaufszahlen: Mutmaßungen & Co

Curthan Mercatio hat geschrieben:Für mich hinkt der Vergleich an ziemlich vielen Punkten:

-Autobahnbrücken werden von hochbezahlten Experten entworfen, DSA-Abenteuer von bescheiden bezahlten Enthusiasten.
-Um eine Autobahnbrücke zu bauen braucht man eine bestimmte Ausbildung, für Abenteuerautoren gibt es so etwas nicht. Es gibt keine formellen Kriterien, die man erfüllen muss, um Abenteuer zu schreiben.
-Für Autobahnbrücken gibt es objektive Kriterien, um die Qualität festzustellen, bei DSA-Abenteuern gibt es die nicht. Was eine "würdige Behandlung" eines Themas ist, unterscheidet sich je nach Geschmack des Lesers.
Ich glaueb, du ziehst den gegebenen Vergleich auf andere Punkte als ich in meiner Aussage.
Ja Autobahnbrücken werden von Experten entworfen. Vermutlich werden diese auch besser Bezahlt als der durchschnittliche Abenteuerautor. Sehr vermutlich. Darum geht es aber auch garnicht, denn an einem Abenteuer hängen (hoffentlich) keine Menschenleben in der Realwelt.
Das war aber auch garnicht der Vergleich. Der Vergleich war, dass wenn ich A (Niobara, Theaterritter, Autobahnbrücke)ankündige - und sei es nur durch die Benennung eines großen Themas - dann aber nur B ("Krät der Hahn früh auf dem Mist...", wackliger Holzsteg) liefere, was nur sehr entfernt an A erinnert, dann habe ich mit meiner Ankündigung zuviel versprochen. Dann sollte ich mich über auch weitergehende Kritik anstelle von erhofftem Lob nicht wundern.
Und wenn ich weiß, dass A etwas zuviel für mich ist und ich es nicht leisten kann, sollte ich lieber B ankündigen, was ich auch zu liefern fähig bin.
Ich bezeichne keinen Autoren als inkompetent. Ich denke nur, dass sich in den letzten Jahren immer mehr Autoren mit dem, was sie ankündigen und am Ende nicht liefern konnten, übernommen haben. Hätten sie etwas anderes angekündigt, hätten sie ihre Ankündigung sicher erfüllt. Vermutlich sogar sehr gut.

Ich bin auch der Ansicht, dass man eine gewisse Ausbildung oder extreme befähigung benötigt, um ein gutes Abenteuer zu schreiben. Ich bin leider auch der Ansicht, dass die Mehrheit der Autoren früherer Abenteuer (und da rede ich nicht von DSA1 und 2) durchaus eher eine entsprechende Vorbildung und Ausbildung mitbrachten oder in die Tätigkeit des Abenteuerschreibens eingeführt wurden. Aber wieviele der aktuellen Autoren haben etwas studiert oder gelernt, das mit professioneller Textarbeit, Geschichtenentwicklung und Co. zu tun hat ?

Und ich bin der Ansicht, dass es auch für Abenteuer durchaus objektive Kriterien für die Bewertung gibt. Sowohl die Einbindung und Beachtung vonm Hintergrund als auch die Plausibilität von verwendeten Charakteren können ohne probleme objektiv bewertet werden. Ebenso können diverse handwerkliche Faktoren recht objektiv gemessen werden.

Und einen NSC mit schwerer Kavallerie durch durchweichte Auen Flussschiffe im Sturmangriff angreifen zu lassen, ist objektiv betrachtet wenig durchdacht.
Einen auf dem Mist krähenden Hahn als inhaltliches Vermächtnis einer der größten Prophezeierinnen Aventuriens zu setzen, wird ganz objektiv dem NSC nicht gerecht.

Die strategische Brillianz eines NSCs allein damit zu begründen, dass er sicher darauf vertrauen kann, dass der Gegner immer und ohne nachzudenken auch aus sinnlosester Position heraus den Sturmangriff auf maximal befestigte Stellungen wählen wird, trägt da genauso wenig zu objektiver Qualität bei.
Curthan Mercatio hat geschrieben:Natürlich könnte man es besser machen. Das kann man immer. Dennoch ist es finde ich wichtig, realistische Erwartungen zu haben, bevor man Abenteuerautoren Unfähigkeit vorwirft.
Ich würde keinen der Autoren als inkompetent bezeichnen. Sie haben nur alle einen entscheidenden Fehler gemacht. Sie haben sich augenscheinlich mit der gewählten MAterie übernommen oder aber sich nicht ausreichend mit dieser zuvor beschäftigt. Und dagegen hätte es Abhilfe geben können. Und redaktionsseitig mpMn auch geben müssen.
Ist die Erwartung meiner Gruppe wirklich zu hoch, wenn sie sich auf die einfache Kernaussage "lasst NSCs nicht schwachsinnig agieren und nehmt Euch jenen NSCs an, die ihr auch umsetzen könnt" herunterbrechen lässt?
Ich habe nicht den Anspruch, dass die Redaktion oder die Autoren Strategie studieren, aber ich habe den Anspruch, dass sie keine Fehler machen, die jede Tabletop-Anfänger in Unglaube versetzen.
Ich habe nicht den Anspruch, dass die Redaktion oder Autoren eine Philosophische Abhandlung auf höchstem Niveau. Aber etwas mehr als "Alles kann sein, nichts ist gewiss." sollte es mpMn dann aber doch sein.
Wenn solche Ansprüche schon zu hoch sind, dann wüsste ich gern, welche Ansprüche ich an ein Abenteuer denn noch haben darf ?

Ich finde es erschreckend, dass inzwischen nicht nur schlchte Rechtschreibung oder Setzung sondern nun auch noch NSC-Handlungen, flache bis unsinnige Handlungsverläufe und dergleichen mehr damit entschuldigt werden, dass die Abenteuerautoren ja auch so schlecht bezahlt würden.
Denn inzwischen ist die Konsequenz ja, dass sie zumindest von mir und auch von so manch anderem überhaupt nicht mehr bezahlt werden.
von Jewel Blue
13.05.2017 18:09
Forum: Rollenspiel & Spielwelten
Thema: DSA5 Verkaufszahlen: Mutmaßungen & Co
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Re: DSA5 Verkaufszahlen: Mutmaßungen & Co

KlickKlack hat geschrieben:Du hast recht, wenn Du sagst, dass DSA immer dann ein Problem hat, wenn man sich der großen, über Jahrzehnte gewachsenen Mysterien in Abenteuer bedient. Ob nun Pardona, Theaterritter oder Niobara, die Erwartungshaltung der älteren Spieler wird sehr hoch sein und es bedarf schon eines wirklich guten Schreibers und sehr kreativer Ideen um da etwas abzuliefern, was nicht enttäuscht - weshalb dann überhaupt diese anspruchsvollen Themen angehen? Weshalb nicht Deichbauer Abenteuer schreiben?

Ich kann nur erahnen, dass dies mit der völlig legitimen Begeisterung der Autoren zusammenhängt.
Ganz wie die "alten" Spieler begeistern sich die Autoren eben auch für das was DSA vor allem ausmacht, den detaillierten Hintergrund. Es ist schlicht reizvoller über Niobara zu schreiben als über Alrik den Deichbauer.
Wenn Klein-Achim sich für Brücken begeistert, phantastische Zeichnungen macht, die jeder erreichbaren Materialeigenschaft und Statik spotten, auf der anderen Seite aber schon Probleme mit den Grundrechenarten hat, möchte ich auch nicht, dass er die Autobahnbrücke konstruiert, über die ich jeden Tag zur Arbeit fahre.

So sehr ich die Begeisterung eines Autoren für ein Thema oder den Hintergrund schätze, so sehr diese die Voraussetzung für kreative und phantastische Abenteuer sind, wenn das Vermögen nicht ausreicht, diese Begeisterung dem Thema gerecht werdend auch umzusetzen, dann sollte das Thema besser nicht von diesem Autor angefasst oder umgesetzt werden. Das klingt hart, aber Autobahnbrücken werden auch nicht von Leuten entworfen und umgesetzt, die Probleme mit Grundrechenarten und Statik haben.

Und bei einem Abenteuer, das sich Niobaras Vermächtnis annimmt, ist ein "Krät der Hahn früh auf dem Mist, ändert sich das Wetter, oder es bleibt wie's ist." kein Niobaras würdiges Ende.
Und bei den Theaterrittern und der Umsetzung der Kampagne ist eine Bornlandrundreise auch keine würdige Behandlung des Themas.
Oder anders formuliert : Wer eine Autobahn verspricht, sollte keinen windschiefen Steg abliefern, der bei Betreten zusammenbricht, und dafür Jubel und Schulterklopfen erwarten.
von Jewel Blue
12.05.2017 17:47
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Thema: DSA5 Verkaufszahlen: Mutmaßungen & Co
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Re: DSA5 Verkaufszahlen: Mutmaßungen & Co

@GrisGris : Ich gehe nur auf den scheinbaren Widerspruch zwischen Kritik und zunehmender Gleichgültigkeit ein.

Es ist nur dann ein Widerspruch, wenn man die Schritte zwischen den beiden Punkten in der Betrachtung außenvor lässt. Nicht die Kritik führt zur Gleichgültigkeit, sondern die zunehmende Entfremdung, die durch die kritisierten Produkte gefördert und durch die Kommunikationspolitik seitens des Verlages ausgebaut wird.
Ich kann Entwicklungen, die mir eine Marke entfremden kritisieren und feststellen, dass diese Entfremdung zu einer gewissen Gleichgültigkeit für die Marke und die dazugehörenden Produkte führt.
Es ist kein "Es ist mir egal, aber ich meckere trotzdem." Es ist die zugegeben zunehmend resignierte Feststellung, dass bestimmte Entwicklungen dazu führen, dass mir aktuelle Publikationen sonstwo vorbei gehen und die Entwicklung inzwischen egal geworden ist. Und das geht nicht nur mir so. In meinem Umkreis gibt es erschreckend viele Leute die früher jeder Publikation entgegen gefiebert haben und heute auf ein Statement oder eine Publikation angesprochen nur noch die Schultern zucken und meinen, dass sie sich mit dem offiziellen Aventurien und den Produkten nicht mehr beschäftigen werden, bis die nächste Edition rauskommt - von ihnen bevorzugt unter anderer Redaktion und anderem Verlag. Bei diesen, meinen Bekannten ist die Entfremdung durch die letzten Verbrechen aus der DSA4 Zeit und durch DSA5 scheinbar fast unüberbrückbar geworden. Sowas finde ich bedauerlich. Und ja, auch resignierend. Vor allem, weil der Verlag Null Intension zeigt, daran irgendwas ändern zu wollen oder es auch nur einen Gedanken wert sei.
von Jewel Blue
12.05.2017 13:58
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Thema: DSA5 Verkaufszahlen: Mutmaßungen & Co
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Re: DSA5 Verkaufszahlen: Mutmaßungen & Co

@Sumaro : Danke, Sehr schön auf den Punkt gebracht.
von Jewel Blue
12.05.2017 12:47
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Thema: DSA5 Verkaufszahlen: Mutmaßungen & Co
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Re: DSA5 Verkaufszahlen: Mutmaßungen & Co

Zordan von Bethanstrand hat geschrieben:Bringe ich zuerst den Götterband, weil X Spieler Geweihte spielen wollen, oder bringe ich erst die Torbien-RSH, weil Y spielen dort unterwegs sind? Egal wie man sich entscheidet, X oder Y Spieler sind erst einmal enttäuscht. Man kann versuchen zu kommunizieren, aber Ende entscheidet der Adressat, wie er die Information verarbeiten möchte.
Es geht nicht um eine umfangreiche Tobrien-RSH. Es geht darum, dass die letzte Information zu Tobrien lautet "Glückwunsch, ihr habt Mendena befreit." Bei MwB gab es einen Ausblick auf knapp 7 Seiten. 7 Seiten, die es dem Spielleiter und seiner Grupper erlauben, in der Region nach dem Abenteuer weiter zu spielen, selbst kreativ zu werden und die Region auch ohne RSH noch einige aenturische Jahre weiter zu benutzen. Mehr hätte es nach der ERoberung von Mendena für Tobrien nicht gebraucht. Ich beklage nicht, das Ausbleiben einer Tobrien-RSH. Ich beklage das Ausbleiben der rudimentärsten Information, was aus Tobrien nach der Befreiung werden soll. Und 5-7 Seiten Ausblick sind wohl keine Konkurrenz zu den Regelwerken Aventurische Magie oder Aventurisches Götterwirken.
Zordan von Bethanstrand hat geschrieben:Ich wollte aufzeigen, dass es zwar hätte passieren können, dass eine Entscheidung in deinem Sinne hätte ausfallen können und du sie gut gefunden hättest, dann hätte aber jemand anders sie kritisieren können.
Ich kritisiere doch garnicht, dass eine oder mehrere Entsheidungen nicht im Sinne von meiner Gruppe oder mir gefallen sind. An keiner einzigen Stelle. Ich kritisiere, wie auch andere hier, dass die augenscheinliche Entscheidung des Verlages lautet : "Wer nicht mit uns DSA5 und Sternenfall spielen möchte, der interessiert uns in keinster Weise."
Ich kritisiere, dass es keine Informationen zum Weiterspielen nach relativ aktuellen Abenteuern (Rabenmark-Kampagne, DvL) gibt. Ich kritisiere, dass es keine Alternatie zum willkürlich überall auftreten könnendem Sternenfall gibt - außer man ignoriert ihn. Ich kritisiere, dass die Redaktion keine Spielgruppenunterstützung für irgendwas prä-Sternenfall übernimmt/leistet.
Es geht mir nicht, darum, ob nun zuerst die Nostergast-, die Siebenwindküsten- die GroßeFluss- RSH kommt und nicht etwa eine zu Al'Afa, Tobrien oder den Kirchenmarken. Letzteres hat wohl nach Schattenlande niemand ernsthaft erwartet.
Zordan von Bethanstrand hat geschrieben:Es wird versucht, so viele Menschen wie möglich zu erreichen und es wird versucht, immer noch mehr zu erreichen, immer noch besser zu werden, aber es ist unmöglich, jeden einzelnen perfekt abzuholen.
Genau das ist aber der Punkt, den ich inzwischen bezweifel.
Wenn ich als Verlag eine Region umgestalte - wie bei Tobrien - dann sollte ich einen Ausblick geben, wo es hingehen kann oder soll. Das hat man bei Mit wehenden Bannern vorbildlich getan. Das hat man auch bei anderen Regionen zuvor immer wieder mit RSHs oder mit Anhängen zu Abenteuern gemacht. Dies hat man bei Tobrien komplett unterlassen.
Wenn ich als Verlag eine Kunden-Mail einrichte mit dem Versprechen, meinem Kunden Hilfe und Ohr zu bieten, dann sollte der "Support" für nicht DSA5 oder Sternenfall betreffende Fragen nicht standartmäßig lauten "Damit beschäftigen wir uns erst wieder, wenn wir konkret an einem entsprechenden Produkt arbeiten."
Da geht es nicht darum "jeden einzelnen perfekt abzuholen" sondern darum, dass eine Gruppe der Spielerschaft systematisch und vorsätzlich außenvor gelassen wird.
Zordan von Bethanstrand hat geschrieben:Wenn es einen größeren Markt gibt, ist es doch klug und umsichtig, gegen meine Vorliebe zu entscheiden und die Präferenz anderer zu bedienen.
Sicherlich. da widerspricht dir hier sicher niemand. Wer aber so handelt, darf sich mpMn dann aber nicht wundern, wenn er für diese Entscheidung und dieses Handeln Kritik erhält. Gerade wenn die Entscheidung nicht hätte "entweder oder" lauten müssen sondern mit einem Nachmittag Teambesprechung und 1-2 Manntagen Schreibarbeit, die Sache (im Falle Tobrien) gegessen wäre. Bei den NSc-Nachfragen hätte man im Team drüber sprechen können, was für die Figur in den zurückliegenden und damit auch in keinem Abenteuer mehr bespielt werdenden inneraventurischen Götterläufen relevant gewesen sein könnte oder sollte, und dann formuliert man 20-30 Mins eine Kurzfassung, die sowohl die fragenden Gruppen unterstützt, als auch abgeheftet werden kann und bei Behandlung des Themas in der Zukunft genutzt werden könnte.

Und diese Art der Kommunikation oder eben Nicht-Kommunikation, dieses vorsätzliche oder aber extrem fahrlässige Ignorieren und Nicht-Unterstützen von allem was nicht DSA5 und Sternenfall ist, legt sicher nicht unbedingt bösen Willen oder Dummheit nahe - ganz sicher legt es aber auch nicht Umsicht oder Taktgefühl nahe oder kommuniziert gar "Hey, auch wenn ihr nicht DSA5 und Sternenfall sondern andere Produkte, die unser Verlag verkauft(e), spielt seid ihr uns als Fan-Gemeinde und Rollenspieler dennoch wichtig."
von Jewel Blue
12.05.2017 10:24
Forum: Rollenspiel & Spielwelten
Thema: DSA5 Verkaufszahlen: Mutmaßungen & Co
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Re: DSA5 Verkaufszahlen: Mutmaßungen & Co

Eigentlich wollte ich mich nach dem Rückfall ausklinken, aber die Diskussion hat sich zumindest zum Teil ja wieder gefangen.
Zordan von Bethanstrand hat geschrieben:Davon ab passt die Geschichte von "Staub und Sterne" auf einen Bierdeckel
Das mag sein. Aber vergleiche ich dieses nicht gerade zur Spitze der Abenteuer gehörende Altwerk mit mit dem einen oder anderen aktuellen, muss ich sagen : Damals hat es wenigstens noch einen Bierdeckel gebraucht. Das ist ja das schlimme. Einige der neueren Abenteuer-Plots lassen sich in einem Satz zusammenfassen, wenn man die Plotlücken nicht mit ausführt. Das ist in meinen Augen ein deutlicher Rückschritt. Dann sind wir wieder beim Zug durchs Nebelmoor. Und ich habe das Gefühl, dass Ulisses da wieder hin will. Abenteuer, wo Helden und Spieler nicht nachdenken müssen und sollten sie vom Plot abweichen, gibts links und rechts Peitschenhiebe mit Regeln, die dafür geschaffen wurden, per Definition kleine Helden wieder zurück auf die Schienen zu treiben. Und die Runden, die man sich mit Alex als SL ansehen kann unterstreichen dieses Bild gleich zweimal.
Zordan von Bethanstrand hat geschrieben:Die Aussage von UIisses meint übrigens nicht, dass man keinen Plan hat. Es gibt diverse Pläne und für manche ist nicht jetzt die Zeit, sondern später.
Da sind explizit andere Aussagen von Alex und Eevie getroffen worden. Aussagen die sich auch mit
Zordan von Bethanstrand hat geschrieben:Es sollte gesagt werden, dass der Sternenfall ein Setting ist, kein 2-Jahres-Plot. Und wenn aus der Community oder von einem Autor eine geniale Idee kommt, kann sie eingebaut und umgesetzt werden.
auch wunderbar einhergeht. Es ist die Aussage gewesen, die bisher nie zurückgenommen oder auch nur eingeschränkt wurde : "Wir wissen nicht genau, wo es hingeht. Aber alles ist möglich und wenn uns was cooles einfällt, machen wir das." Das wurde so ähnlich sogar explizit gesagt. Und diese Aussage lässt sich auf zwei Kerne herunterbrechen : fehlender Plan/Vision vom Ende/Ziel des Ereignisses und Beliebigkeit.
Aber du hast recht, der Sternenfall und damit das gesamte Konzept der kommunizierten - ob realen oder nur vorgegebenen - Planlosigkeit ist kein 2-Jahres-Plot, sondern das Leitmotiv von DSA 5. Zumindest wurde der Sternenfall als solches verkündet.
Zordan von Bethanstrand hat geschrieben:Was auch immer getan wird: Wenn man es mögen möchte, kann man das tun. Wenn man es kritisieren will, geht es auch.
Auch wenn du es extra anders betonst, ist das ein wenig, als würdest du einem Vegetarier sagen "Wenn man es mögen möchte, kann man auch einen Leberwurst-Hack-Auflauf mögen. Tust du es nicht, bist du selber Schuld. Ja, es hat etwas mit persönlicher Einstellung zu tun. Es hat auch etwas mit persönlicher Erwartungshaltung zu tun. Gar keine Frage. Aber warum bin ich Schuld, wenn ich es nicht mag, dass beliebig und ohne Vorwarnung und ohne dass ich oder meine Helden etwas dagegen tun können Städte vernichtet werden ? Warum bin ich Schuld, wenn ich es garnicht so viele Tische gibt, auf die ich meinen Kopf schlagen möchte, wenn Autoren Flussschiffe mit schwerer Kavallerie angreifen lassen und dies als Heldenmut verkaufen wollen (um einen DSA4-Highlight zu nennen und nicht nur auf DSA5 zu schlagen)? Warum bin ich Schuld, wenn ich unzufrieden bin, dass ein NSC erst zum Antagonisten aufgebaut wird und dann per Plotschutz und offizieller Setzung zur Zwangsverbündeten wird ? Und da bin ich noch nicht einmal bei willkürlich und sinnbefreit handelnden NSCs aus der Theaterritter-Kampagne angelangt sondern schon weit früher bei einem Punkt ausgestiegen, an dem ich für mich sage, "Nein, das will ich mir und meinen Spielern nicht mehr antun."
Klar kann man sowas mögen. Aber warum bin ich Schuld, wenn mich solche Stilblüten nicht mag ? Warum werden mir keine durchdachten Alternativen mehr angeboten ?
Es ist korrekt, dass es ergleichbare Stilblüten - vereinzelt - auch unter DSA4 gab. Aber da gab es auch ausreichend Alternativen. Heute wird mehr rausgehauen. Aber Logiklöcher, durch die Elefantenherden schlüpfen können oder nach Face-Palm schreiende NSC-Glanzleistungen, gibt es in angehend jeder davon, soweit ich sie bisher las - nicht kaufte - oder aus REzensionen entnehmen konnte.
Zordan von Bethanstrand hat geschrieben:Wenn man einen Spieler begeistern kann, ist es eine schöne Sache für alle Beteiligten. Wenn es misslingt, kann es auch an Erwartungen und Haltungen liegen, die auf beiden Seiten vielleicht unterschiedlich sind.
Ja, daran mag es liegen. Aber die daraus gezogene Konsequenz kann sehr unterschiedlich ausfallen.
Zu erwarten, dass der Konsument seine Erwartungshaltung gefälligst anzupassen habe, ist mpMn unrealistisch und ausgesprochen kurzsichtig. Ja, ich empfinde es sogar als überheblich und dreist.
Da ich als Konsumentin weder bei Büchern, noch bei Serien meine Ansprüche runterschraube, mir keine zweitklassige Sport- oder Wanderausrüstung kaufe, die meinen Ansprüchen und Anwendungen nicht genügt und mich als aufgeklärte Verbraucherin schlau mache, ehe ich größere Anschaffungen durchführe, frage ich mich, warum ich bei meinem Hobby Rollenspiel andere Maßstäbe und ein anderes Konsumverhalten verfolgen sollte.
Gehen wir vom Konsumenten mit Ansprüchen aus - und davon scheint es in der DSA-Community mehr als nur Zohltan und mich zu geben - dann habe ich als Anbieter die Wahl, diese Konsumenten abzuholen, wo sie mit ihren Ansprüchen stehen und weiter an meine Marke und meine Produkte zu binden, oder sie abzuschreiben.
Dabei geht es mir nicht um Regelwerke welcher Edition auch immer, auch wenn sich damit wohl Geld verdienen lässt. Dabei geht es mir um Abenteuer, die diese Konsumenten spielen wollen würden, Kontent, der diese Konsumenten auch an meine umgestellte Marke weiterhin bindet,...
Spiele ich keine Abenteuer mehr, weil mich das Angebot nicht abuzuholen versteht, kaufe ich nicht nur keine Abenteuer, sondern auch keine Regionalspielhilfen.
Bekommt mein Freund von der Feedback-Addresse zu für unsere Rollenspielrunde wichtig gewordenen NSCs keine Rückmeldung, obwohl eigentlich vor Jahren dazu schon Information versprochen wurde, werden wir die Geschichte dieser NSCs weiterspinnen und nicht warten, bis in 2 oder 3 Jahren die entsprechende RSH kommt, zu welcher die Redaktion überhaupt erst wieder über den NSC nachzudenken ankündigt.
Es geht mir also garnicht allein darum, ob ein oder zwei Systeme supportet werden, ich werde auch mit dem restlichen Angebot ziemlich allein gelassen.

Würde Ulisses hier weniger eine "Friss oder Stirb"-Schiene fahren, vielleicht eine - bessere mehrere - Regionen setzen, die garantiert nie vom viel kritisierten Sternenfall betroffen werden, würden die von der REdaktion selbst (eher mäßig) zum Abschluss gebrachten Plots noch eine Schlusssetzung bekommen, würde mein Interesse an und meine Bindung zu DSA-Produkten vielleicht weniger gelitten haben und vielleicht nicht das Niveau von Gleichgültigkeit erreicht haben.
Wir sind jetzt in MwB. Die Zukunft einiger NSCs aus früheren Zeiten definieren wir inzwischen komplett selbst und ohne Rücksicht auf das was die Redaktion sich vielleicht noch denken wird. Die Kampagnen zur Befreiung der Schwarzen Lande wird nach der gelieferten Beleidigung bei uns komplett anders verlaufen. Da Ulisses es noch immer nicht hinbekommen hat, für das befreite Tobrien einen Stand für nach der Befreiung und einen Ausblick für die dann folgende Zukunft zu bieten, werden wir wohl auch das für unsere Gruppe selbst definieren und sehr wahrscheinlich auch danach nicht auf die offizielle Linie/Setzung, die da irgendwann kommen mag oder nicht, zurückfinden. Den Sternenfall werden wir, wie andere auch, komplett ignorieren und mit Klein-Helden-Spiel uns sehr wahrscheinlich nicht noch einmal anfreunden.
Resultat wird über lang oder kurz sein, dass wir uns immer mehr von dem Ulisses-Aventurien entfernen und immer weniger Bindung zu der Marke behalten werden.

Es wäre an Ulisses gewesen, mit ein paar Seiten am Ende der Befreiungskampagne Tobriens einen Ausblick über den dann herrschenden Ist-Zustand und die weitere Entwicklung zu geben - ähnlich wie bei MwB. Es wäre wohl auch nicht zuviel verlangt gewesen, auch für einen NSC, der in keiner aktuelle bearbeiteten RSH eine Rolle spielt, zu entscheiden, welche Entwicklung er bis zum aktuell geschriebenen aventurischen Jahr durchlebt haben soll oder nicht.
Leider unterstützt Ulisses nicht nur DSA4 in keiner Weise mehr, sondern auch die Spielgruppen, die in dem Aventurien von vor dem Sternenfall noch spielen, werden allein gelassen.

Und das alles sendet zwar nicht das Signal, dass man all diese Spieler, die hinter der Sternenfallzeitlinie spielen, nicht gern haben/behalten würde, sehr wohl aber das Signal, dass man nicht bereit ist, diese in irgendeiner Art und Weise zu unterstützen oder etwas zu tun, um ihre Fragen ernst zu nehmen oder sie an sich weiterhin zu binden. Zumal es dabei ja um Fragen geht, um die man sich so oder so noch kümmern werden muss.

Ich ende mit einem Zitat, welches mich nicht zu Umsatzzahlen von DSA beitragen lässt:
KlickKlack hat geschrieben:Was wirklich fehlt ist eine erfahrene, kluge, um- und weitsichtige Redaktion.
von Jewel Blue
11.05.2017 15:44
Forum: Rollenspiel & Spielwelten
Thema: DSA5 Verkaufszahlen: Mutmaßungen & Co
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Re: DSA5 Verkaufszahlen: Mutmaßungen & Co

Klar... Und schon sind wir wieder beim Nostalgie-Vorwurf. -__-
von Jewel Blue
11.05.2017 14:45
Forum: Rollenspiel & Spielwelten
Thema: DSA5 Verkaufszahlen: Mutmaßungen & Co
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Re: DSA5 Verkaufszahlen: Mutmaßungen & Co

KlickKlack hat geschrieben:Heute wird man durch komplexe Plots und vielschichtige Charakterzeichnung verwöhnt, DSA kann da nicht mit halten. Es liest sich wie Hobby Schreiberei und das ist es ja auch!
Erschreckender Weise enthält diese Aussage wahrscheinlich mehr Wahrheit, als einem lieb ist. Und irgendwie trifft es die bei mir vorherrschenden Bauchschmerzen seit der Umstrukturierung der Redaktion auch ganz gut aus:
Es gab Zeiten, da haben Autoren für DSA geschrieben. Und damit meine ich Autoren, die schreiben gelernt haben, die sich mit Literatur auseinandersetzten, die wissen, was ein Handlungsbogen ist und wie man Höhe- und Wendepunkte erzählerisch sinnvoll setzt. Es sind Autoren gewesen, die den NSCs eine persönlichkeit, ein Leitmotiv, eine Motivation und dergleichen mehr mitgegeben haben.
Man konnte die gelieferten Handlungsstränge nun mögen oder nicht. Man konnte den Metaplot und die Geschichten in ihm lieben oder hassen. Aber man musste mpMn anerkennen, dass es Konzepte waren, die aufeinander aufbauten und einem gewissen professionellen Handwerk entsprangen.
Was mich persönlich in den neueren Publikationen immer wieder abschreckt oder enttäuscht, wenn ich sie doch einmal durchblättere oder auch nur die Rezensionen lese, sind fehlende Handlungsbögen, fehlende plausible Charaktere, eine insgesamt nach meiner Wahrnehmung fehlende Konzeption.
Das was ich aktuell an Abenteuern, deren Plots und Handlungen aus den Rezensionen mitbekomme, ist eben genau das, was das Zitat oben zusammenfasst : Hobby-Schreiberei.

Klar mussten die SLs auch früher die Abenteuer anpassen und teils massiv nacharbeiten, aber aus den Abenteuern heraus konnten sie zumindest viele Charaktere und ihre Motivationen und Ziele entnehmen und konnten erahnen, wo sich das Ganze hinentwickeln sollte.
Geute schreibt/sagt die Redaktion ja selbst, dass sie keine Ahnung hat, wohin die Reise mit dem Sternenfall gehen soll, und dass es kein Leitmotiv (abseits vom ziellosen Sternenfall) für die aktuellen und kommenden DSA-Publikationen gäbe.
Das schreckt u.a. zumindest mich deutlich ab.
Und dann bin ich bei Mithrandir
Mithrandir hat geschrieben:edith: Und um den Haken zum Thema zu schlagen...wenn man (hier natürlich "ich") eine Ahnung hätte, wie es "aussieht" mit DSA wirtschaftlich, planerisch und verlagsseitig würde es einem das einfacher zu machen, zu realisieren, ob man vielleicht einer von wenigen Geisterfahrern ist oder eben doch die Meinung geteilt wird. (in ersterem Fall liefe DSA großartig und man wäre in einer Filterblase ohne es zu merken, in zweiterem liefe es nicht so toll und "die Fans" wären die in der Filterblase)
von Jewel Blue
04.05.2017 12:16
Forum: Rollenspiel & Spielwelten
Thema: DSA5 Verkaufszahlen: Mutmaßungen & Co
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Re: DSA5 Verkaufszahlen: Mutmaßungen & Co

Hotzenplotz hat geschrieben:Und weiter: Warum wird hier der Unternehmenserfolg der Firma Ulisses erstens in Frage gestellt und zweitens detailliert hinterfragt (Gewinnmutmaßung, Bezahlung der Mitarbeiter)?
Meine Meinung dazu ist: Als Unternehmer gebe ich bereitwillig darüber Auskunft, dass das Unternehmen gut läuft. Aber ich werde einen Teufel tun und Zahlen oder Indikatoren herauszugeben, an denen sich Genaueres ermittelt lässt. Das ist natürlich nur meine Meinung das Unternehmen betreffend, dessen (Mit)Eigentümer ich bin, jedes Unternehmen mag das anders sehen. Aber wenn da eben wenig transparent kommuniziert wird, dann ist das doch schon die Antwort: Wollen die eben nicht, fertig. Wo ist das Problem?
Ich kann diese Frage, auch wenn die indirekte Uterstellung auf mich nicht zutrifft nur für mich beantworten.
Ich hinterfrage nicht, ob oder dass es Ulisses gut geht. Ich gönne es dem Verlag und Vertrieb. Ich hinterfrage aber Behauptungen, die meinen Beobachtungen komplett entgegen laufen. Nicht nur bei Ulisses. Auch bei anderen Firmen, die entweder etwas von mir wollen, oder von denen/für die ich etwas möchte.
Wird wie hier im Forum irgendwo festgestellt, dass es schwer ist, Leute für Fan-Projekte zu begeistern, springt jemand hervor und erklärt, dass es nicht an DSA liegen kann sondern an den Projekten liegen muss, weil DSA5 ja so super liefe. Fragt man nach, warum DSA5-Produkte in den Rollenspielläden um die Ecke Ladenhüter sind, bekommt man darauf keine Antwort. Ein offiziell geäußertes Statement ala "Der Verkauf über Zwischenhändler hat in der Tat abgenommen, wird aber über den Direktverkauf des firmeneigenen Shops und die PDF-Verkäufe mehr als aufgewogen" hätte hier eine saubere, gut erklärende Antwort geliefert. Eine solche kam bisher aber nicht.
Die Antwort eines Beilunker Reiters - ob in dieser Funktion getätigt oder nicht - war sinngemäß "DSA5 verkauft sich bestens - was wollt ihr überhaupt."
Und eine so plakativ anmutende - nicht zwingend so gemeinte - Äußerung hinterfrage ich. DSA5 ist mehr als das Regelwerk, dessen Verkaufszahlen hier niemand anzweifelt. Aber auch nach Aufforderung seine plakativ anmutende Antwort zu DSA5 mit mehr als Verkaufszahlen zum Regelwerk zu unterlegen, kam leider nichts mehr zu dem Thema.

Verkauft sich denn nun DSA5 gut ?
Oder verkaufte sich (nur) das Regelwerk von DSA5 gut?
Die Aussage zum Regelwerk und dessen Verkaufszahlen steht jedenfalls in keinem Zusammenhang zu meiner Frage/Feststellung zu den DSA5-Ladenhütern.

Ob und wie Ulisses seine Autoren, Zeichner und Co. entlohnt ist mir vornehmlich minder wichtig. (Natürlich wird es relevanter, wenn wegen unzureichender Entlohnung sämtliche von mir geschätzte Autoren sich von DSA abwenden oder DSA deshalb als Produktlinie eingestellt würde.)

Aber muss ich, die früher keinen Aventurische Boten mehr im Laden kaufen und bestellen musste, wenn sie drei oder vier Tage zu spät kam, nun, da sie den Aventurischen Boten auch nach Wochen noch quasi nachgetragen bekommt, befürchten, dass DSA-Produkte nach dem unbestritten gut verkauften 5er Regelwerk keine#/zu wenig Abnehmer finden, wenn schon die kostenlosen Produkte kaum mehr genommen werden ? (Hier übertreibe ich ganz bewusst ein wenig, um zu verdeutlichen, warum ich mir zumindest ungefähre Aussagen zu nicht strittigen Verkaufs-/Auflagezahlen wünsche.)

Denn wenn man kaum noch wen kennt oder auch nur von jemanden weiß, der die Produkte der aktuellen Produktlinie kauft und eben diese als Ladenhüter bezeichnet werden, dann mache zumindest ich mir schon ein paar Sorgen um die Zukunft der von mir geschätzten Produktlinie. Nicht weil ich etwas heraufbeschwören möchte, sondern weil schon mehr als ein Produkt mangels Absatz eingestellt wurde.
Eine (ehrliche) Mitteilung ala "Auch die DSA5-Folgeprodukte zum Regelwerk finden einen guten Absatz. Allerdings weniger über die konventionellen Vertriebswege über Zwischenhändler." würde da schon weit mehr helfen, als der Verweis auf zur Frage aussagelose angestaubte Zahlen.
von Jewel Blue
03.05.2017 15:10
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Re: [AB] Spezial-Auswertungen der Abenteuer-Bewertungen

StipenTreublatt hat geschrieben:@Jewel Blue: (Link statt Vollzitat: http://www.dsaforum.de/viewtopic.php?p=1674471#p1674471 )
Danke für deinen Beitrag, sehr interessant!
Wobei man dazusagen muss, dass man ja mittlerweile DSA-Produkte auch als pdf kaufen kann, und damit die Erfahrungen von Rollenspielläden vielleicht nicht unbedingt die ganze Wahrheit sind.
Gar keine Frage. Die PDF-Käufe, die Amazonbestellungen, den Bezug über andere Buchläden oder direkt bei Ulisses,... kann man da sicher nicht von ableiten.
Was mich an der Beobachtung im Rollenspielladen und von der Aussage des Besitzers aber so irritiert, ist, dass all diese Punkte auch auf Warhhammer, Pathfinder, Splittermond, 7te See, usw. usf. auch zutreffen. Da ist aber zumindest für mich als regelmäßiger Gast des Ladens ein Durchsatz von Produkten klar erkennbar. Da stehen eben bei Neuerscheinung 5+ Exemplare und nach ein oder zwei Wochen weniger oder gar mehr, wenn die nächste Lieferung nachkam. Bei den neueren DSA-Sachen ist das halt nicht der Fall. Und ja, PDFs sind eine bequeme, für manche inzwischen die einzige Art des Rollenspielbuch-Konsums. Wenn ich dann aber die einzige bin, die den kostenlosen Aventurischen Boten mitnimmt und sogar an diesen erinnert werde, wenn ich von selbst mal nicht dran denke, "damit er überhaupt raus geht". Dann irritiert es mich eben doch. Darum hätte ich ja so furchtbar gern ein paar nicht Grundregelwerk-bezogene Zahlen, die meine Beobachtungen Lügen strafen. ^^
von Jewel Blue
03.05.2017 10:31
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Re: DSA5 Verkaufszahlen: Mutmaßungen & Co

@Assaltaro : Dafür muss man die neuen Abenteuer aber spielenswert finden. Und zu mindest meine Mitmeister und mich überzeugen die Stories und die Erzählweise eben nicht. Es fühlt sich irgendwie wie ein anderes Aventurien an. Also spielen wir erst einmal die noch vorhandenen und eigene Sachen zu Ende (was noch Jahre dauern kann).
von Jewel Blue
03.05.2017 10:16
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Re: DSA5 Verkaufszahlen: Mutmaßungen & Co

Lieber TeichDragon,

leider bin ich auch nach deiner nicht gegebenen Antwort so schlau als wie zuvor.
Niemand in diesem Forum hat je bestritten, dass sich das Grundregelwerk - in welcher Sprache auch immer - schlecht verkauft habe. Wie geschrieben dürfte es in fast jeder Rollenspielrunde mindestens einmal, wahrscheinlich wie bei den meinen deutlich öfter vorliegen.

Aber was hat denn bitte der Erfolg einer einzigen Publikation mit dem Erfolg einer ganzen Publikationsreihe oder mehrerer Publikationsflöten zu tun ?

Nach den Zahlen, die du hier verlinkt hast, die alle schon ein klein wenig Staub angesetzt haben, war das Grundregelwerk von DSA5 erfolgreich. Das ist aber eine andere Aussage als
TeichDragon hat geschrieben:Kleiner Tip:
DSA5 hat die besten Verkaufszahlen seit DSA1.
Wie sieht es denn nun bei den anderen Publikationen von DSA5 und damit bei DSA5 ingesamt betrachtet aus ?
Finden die Produkte, die NACH dem Grundregelwerk rauskamen ebenso reißenden Absatz ?
Denn die von mir und auch anderen festgestellte Diskrepanz zur eigenenen Wahrnehmung bezieht sich auf die DSA5-Produkte, die NACH dem Grundregelwerk rauskamen. Hierzu finde ich in deinen Quellenlinks leider keine Aussagen.

Darum, lieber TeichDragon, wäre ich dir noch immer verbunden, würdest du mir - und vielleicht auch anderen - beim Verstehen und Überwinden der wahrgenommenen Diskrepanz helfen. Und wenn du hier nicht mehr öffentlich posten möchtest, dann vielleicht per PN ?





@smarrthrinn:
smarrthrinn hat geschrieben: Leute, Euch ist aber schon klar, dass DSA4.x am absteigenden Ast ist. Denn die Neulinge werden sich natürlich die aktuellen Regelwerke kaufen und DSA4 wird den gleichen Weg gehen wie DSA3. Es wird sicher noch einige Gruppen geben, die es spielen, aber nach über 10 Jahren wird es nicht mehr viele davon geben. Entweder haben sich die Prioritäten geändert und somit die Gruppen aufgelöst, oder sie spielen was anderes, oder ...

Und genau das Gleiche wird DSA 4.x passieren.
Natürlich ist DSA4.x auf dem absteigenden Ast. Es gibt ja keine entsprechenden neuen Produkte mehr. Man spielt entweder seinen Vorrat an Abenteuern und dazu selbstgeschriebene, oder man wird irgendwann wechseln müssen. Die Frage ist nur, ob dies dann DSA5 sein wird.
Mit meinen Gruppen sind wir bei Mit wehenden Bannern und der Quanionsqueste. Die Splitterdämmerung werden wir so, wie sie publiziert wurde, nicht oder nur in sehr geringer Auswahl spielen. Und so schauen wir inzwischen schon über den Tellerrand vom DSA-Universum, was danach kommen könnte. Denn was aktuell unter "DSA" publiziert wird, gefällt uns weder von den Regelmechanismen noch von der Publikationspolitik noch von den Stories noch von der Erzählweise her. Aber das ist Geschmackssache.
Trotzdem hoffe ich, dass DSA sich auch jenseits des Regelwerks irgendwie gut verkauft, einfach weil zumindest ich gern irgendwann zu DSA wieder zurückkehren möchte, wenn wir es dann mal verlassen oder nur noch sporadisch spielen werden.
von Jewel Blue
02.05.2017 13:10
Forum: Rollenspiel & Spielwelten
Thema: DSA5 Verkaufszahlen: Mutmaßungen & Co
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Re: DSA5 Verkaufszahlen: Mutmaßungen & Co

Zordan von Bethanstrand hat geschrieben:Ich würde da ja ähnlich wie Wellenreiter auch noch einmal auf die Blasentheorie hinweisen wollen. Ich habe hier früher regelmäßig gelesen, inzwischen ist es deutlich weniger geworden. Das liegt nicht an mangelndem Interesse an DSA, sondern eher an der hier latent mitschwingenden Stimmung: Ulisses = böse, neue Redaktion = böse, DSA5 = böse. Und in dieser Blase zementiert sich dann diese Meinung halt und die Blase wird immer blasiger. Wer traut sich denn noch hier zu schreiben, dass er DSA5 so richtig toll findet? Es gab mal eine Zeit, da haben das Einzelne gewagt, aber die Antworten darauf waren oft so vehement missionarisch in die Gegenrichtung, dass sich eine Stimmung in Richtung Anti-DSA5-Forum entwickelt hat. [...]Wenn du DSA5 gut findest, schreibe lieber bei Ulisses. Wenn du es doof findest, kriegst du die Bestätigung dieser Meinung im DSA-Forum.
Ich möchte das garnicht abstreiten. Das war hier lange Zeit wirklich ein Problem. Was die Blasentheorie angeht, fürchte ich nur irgendwie, dass das kein für dieses Forum spezifisches Problem ist. In meinen Gruppen bin ich aktuell die einzige, die überhaupt noch in Foren schaut. Und dieses hier ist das einzige, in welchem ich zuweilen schreibe, so ich die Zeit habe.
Früher haben mehrere aus meinen Gruppen vor allem im Verlagsforum geschrieben. Rezensionen, Vorschläge für Regelabänderungen, im Vorfeld von DSA5 in der Beta-Phase, ... name it. Mit der Zeit wurden alle von ihnen dort gesperrt. Ausfällig geworden war von ihnen niemand, sie hatten nur teils von "DSA5 ist das Beste, was es geben kann." abweichende Meinungen. Es ist ja ok, wenn ein Verlag keinen kritischen Meinungen zu seinen Produkten eine Platform bieten möchte. Aber man sollte sich dann nicht wundern, wenn eine Abwanderung zu anderen Foren oder in die Inaktivität zu beobachten ist und man in seinem Hausforum eine kleine heile Welt - oder mit anderen Worten eine oder mehrere Blasen schafft.

Ich würde gern über die Blasen hinaus schauen. Darum lese ich sowohl hier als auch im Hausforum des Verlages. Hier bekommt man zugegeben eine eher DSA5kritischere Meinung, im Ullisses-Forum sogut wie überhaupt keine solche.
Und darum finde ich den Vorwurf
Zordan von Bethanstrand hat geschrieben:Eine Person sagt, dass sich DSA5 gut verkauft, woraufhin mehrere Postings mit dem Hinweis kommen, dass im eigenen Umfeld alle DSA5 doof finden. So verstärkt sich die Blase weiter.
absolut unpassend.
JA, ein Beilunker Reiter schreibt, dass sich DSA5 gut verkaufen würde. Ich schreibe, dass ich ihm das gern glauben würde und ihn um zusätzliche Daten bitte, weil es eben nicht mit meiner unrepräsentativen Beobachtung zusammen geht. Anderen scheint es hier ähnlich zu gehen.
Ich halte es falsch, Zweifel und Nachfragen zu kritisieren oder als Blasenverstärkung abzutun, den Nachfragenden damit gar indirekt einen Vorwurf zu machen. Ich hielte es für richtiger und vor allem auch für Vertrauen förderlicher, würde mit Fakten und einer gewissen minimalen Offenheit auf die Nachfrage reagiert werden.

P.S.:
Zordan von Bethanstrand hat geschrieben:Aber auch die alte Redaktion hättte irgendwann angefangen Kloschüssel zu beschreiben, weil alle Regionen durch waren.
Aber muss den bei der neuen Edition gleich nahtlos damit weitergemacht werden ? Ich erinnere mich an Behauptungen, dass auch die Verwendung von Papier oder einem Beil oder einem Stemmeisen auf jeweils eine gute Seite ausgewalzt worden sei. ;)
von Jewel Blue
02.05.2017 10:00
Forum: Rollenspiel & Spielwelten
Thema: DSA5 Verkaufszahlen: Mutmaßungen & Co
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Re: DSA5 Verkaufszahlen: Mutmaßungen & Co

Der mit dem Post des Beilunker Reiters abgekoppelte Diskussionsteil ist für mich von daher interessant, weil ich in meinem Umfeld (nicht nur dem näheren) zwei komplett gegenläufige Beobachtungen zu DSA bzw. genauer DSA5 mache.

Auf der einen Seite gab Ulisses vor längerer Zeit mal ein Statement zu den Verkaufszahlen des Grundregelwerkes, welches sich besser verkauft haben soll, als alle DSA-Produkte jemals zuvor. Das würde ich noch nicht einmal in Frage stellen, weil sich wohl viele Alt-DSAler mindestens ein Exemplar je Gruppe gekauft haben - in meinen beiden Gruppen ist das Grundregelwerk insgesamt glaube ich 5 Mal in irgendeiner Form vorhanden. Und damit häufiger Vertreten, als irgendeine andere DSA-Publikation.
Seit dem, wird immer seitens des Verlages betont und kommuniziert, dass sich DSA5 besser verkaufe als alles seit DSA1.

Nun zu der anderen in sich sicher nicht repräsentativen aber in sich konsistenten Beobachtungslage:
In meinen Gruppen und auch von meinen Bekannten aus früheren Gruppen hat niemand nach dem DSA5-Grundregelwerk ein weiteres kostenpflichtiges DSA5-Produkt mehr gekauft.
Im Rollenspiel-Laden bei mir um die Ecke ist DSA5 laut Aussage des Besitzers im Gegensatz zu früheren DSA-Produkten ein echter Ladenhüter. Das glaube ich ihm auch, weil er von den nicht verkauften Grundregelbüchern einmal abgesehen, jede DSA5-Publikation nur höchstens einmal -wenn überhaupt noch- ordert und jedesmal wenn ich schaue, die gleichen Publikationen an der gleichen Stelle stehen und höchstens mal ein neues dazu kommt.
Bei dem Rollenspiel-Laden in der nächsten Großstadt sieht es irgendwie ähnlich aus. Da komme ich zwar etwas seltener hin, aber auch der Verkäufer da, nennt DSA5 einen Ladenhüter seit dem Grundregelwerk.
Interessant ist hierbei auch, dass in der komplett entgegen gesetzten Ecke von Deutschland mein früherer Mitspieler genau die gleichen Erfahrungen gemacht hat.

Und als ich DSA5 einfach mal praktisch ausprobieren wollte, was mit meinen Gruppen nicht geht, musste ich feststellen, dass die nächstgelegene DSA5-Gruppe, die ich überhaupt finden konnte, etwa 80 Kilometer Fahrt je Strecke bedeuten würde (und es gibt Hochschul- und Großstädte, die näher sind). So viele neue Gruppen, die online nach mitspielern suchen würden, scheint es also auch nicht in meiner Ecke zu geben. Weitere DSA4-Gruppen sind hingegen im Umkreis leicht zu finden.

Mich interessiert an der Aussage des Beilunker Reiters TeichDragon also eigentlich viel weniger, was er wie für dieses oder andere Foren impliziert, als viel mehr ein paar Fakten, die mir vielleicht helfen, diese wahrgenommene Diskrepanz aus den Erfahrungen von mir selbst und von guten Freunden mit der Darstellung von Ulisses unter einen Hut zu bekommen.
Vielleicht ist meine Gegend (und auch meine frühere) ja ein Ausnahmephänomen, was DSA5 angeht. Aber mich irritieren halt solche Aussagen immer ein wenig und wirken auf mich etwas aus der Luft gegriffen. Darum bitte ich einfach um ein paar harte Zahlen, die sich nicht nur auf das unbestritten gut verkaufte Grundregelwerk beziehen.
von Jewel Blue
01.05.2017 22:26
Forum: Rollenspiel & Spielwelten
Thema: DSA5 Verkaufszahlen: Mutmaßungen & Co
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Re: [AB] Spezial-Auswertungen der Abenteuer-Bewertungen

Das sich das REgelwerk gut verkauft hat, bestreitet glaube ich niemand. In meiner Gruppen liegt es in unterschiedlichen Formen mehr als einmal vor. Gelesen hat es in der Gruppe, glaube ich, auch jeder. Seit dem nutzt es bei uns aber keiner mehr und es hat sich in unserer kleinen übersichtlichen Welt danach niemand ein zweites DSA5-Produkt gekauft.
Das ist sicher nicht repräsentativ - keine Frage.

Aber seit den Zahlen vom Regelwerk, das weg ging wie warme Semmeln habe ich keine Zahlen mehr gelesen oder gehört. Wäre also wirklich sehr schön und hilfreich, wenn du da aktuelle Zahlen hättest oder wenigstens aktuellere Quellen nennen könntest. :)
von Jewel Blue
01.05.2017 21:49
Forum: Rollenspiel & Spielwelten
Thema: DSA5 Verkaufszahlen: Mutmaßungen & Co
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Re: [AB] Spezial-Auswertungen der Abenteuer-Bewertungen

Zordan von Bethanstrand hat geschrieben:Tatsächlich sind aber eben auch Verkaufszahlen interessant und da gibt es eben DSA5-Abenteuer, die nach anderthalb Jahren bereits in der dritten Auflage unterwegs sind, obwohl die Bewertung hier nicht gerade TOP-5 sagt.
Die Frage nach den Verkaufszahlen ist soweit ich weiß aber bisher nicht beantwortet. Die Antwort wäre wirklich interessant.
Und die Anzahl der Auflagen ist erst mit der Größe der Auflagezahlen aussagekräftig. ;)