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Hilfe zur Findung des richtigen Charaktertypen

Von A wie Abenteuerpunkte bis Z wie Zwerg: Alles über Erstellung und Entwicklung von Charakteren.
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Berch
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Hilfe zur Findung des richtigen Charaktertypen

Beitrag von Berch » 13.06.2017 09:26

Guten Morgen und Travia zum Grüße

Vorweg erstmal, falls ich das Thema bezüglich des Unterforums falsch eingeordnet habe, bitte ich höflichst um Verzeihung und Korrektur.

Nun zu meinem Anliegen:
Ich habe in der Vergangenheit mehrfach versucht, meinen Freundeskreis an DSA heran zu führen, was auch gelegentlich von Erfolg gekrönt war. Allerdings haperte es dann meistens an dem selben Punkt: Und zwar der Wahl des richtigen Charakters.
Es ist ja verständlich, dass man als Neuling nicht unbedingt erstmal zwei Regelbände und 4 Regionalspielhilfen durchwälzen will, bevor man das erste mal spielt, aber dennoch sollte man es diesen neuen Spielern ermöglichen, eine Übersicht über "das Mögliche", was man alles als Charakter spielen könnte, zu erhalten.

Meine Idee dazu wäre eine Art Plan, auf dem man sich mit möglichst einfachen Fragen (Ja/Nein, Oder-Fragen) zu seinem Charaktertyp "entlanghangelt". Ich habe dies vor kurzem mit einer neuen Spielerin ausprobiert und es lief erstaunlich gut.
An diesen Post hänge ich mal einen groben (!) Entwurf an, wie ich mir das vorstellen würde, hoffe aber auf eure konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschläge.

Da ich persönlich DSA 4.1 spiele, würde ich mit den dort vertretenen Professionen (/Kulturen ?, Rassen ?) beginnen, aber falls dies hier auf mehr Interesse stößt, kann man ja auch andere Regeleditionen berücksichtigen.

In freudiger Erwartung
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Assaltaro
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Re: Hilfe zur Findung des richtigen Charaktertypen

Beitrag von Assaltaro » 13.06.2017 09:36

Es ist eine interessant Idee, aber ich denke, dass das in DSA immer viel zu aufgebläht wird.

Ich fange meist mit der Frage an: Was wärst du gerne in einer mittelalterlichen Fantasywelt mit aktivem Götterwirken?
Darauf wissen die meisten ein grobe Antwort und dann fange ich erst mit so Ja/Nein Fragen an.

Wenn du es weiter so als Konzept aufschreiben willst, würde ich eben die ersten Frage auf jeden Fall noch offener gestalten.

F: Was willst du sein?
A: Kämpfer, naturverbunden, Heiler, Priester, guter Redner, Zauberer, etc.
Du bildest am Anfang also Cluster und schaust wie sich Professionen sinnvoll zusammen fassen lassen. Unter Zauberer fasse ich z.b. alle magischen Chars mit Ausbildung zusammen. Viertelzauberer lässt sich ja auf fast alles draufklatschen. Dass sich von diesen Clustern noch Sachen zusammenfassen lassen ist erst mal egal.

Bei den Kulturen mach ichs dann, dass ich diese mit irdischen Vorbildern vergleiche oder Vergleiche aus bekannten Filmen/Büchern ziehe.
Almada = Spanien (Zorro)
Weiden = Rohal (HdR)
Zyklopeninseln = antikes Griechenland
etc.
Das ist zwar stark vereinfacht, reicht einem Anfänger aber.
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Re: Hilfe zur Findung des richtigen Charaktertypen

Beitrag von Hesindian Fuxfell » 13.06.2017 09:59

Das würde ich unterschreiben. Die meisten haben zumindest erstma ne grob-Vorstellung, ob sie lieber Kämpfer, Jäger, Dieb, Magier oder so spielen
wollen. Das kann man dann einfacher "feintunen".


Aber:
Assaltaro hat geschrieben:Almada = Spanien (Zorro)
Weiden = Rohal (HdR)
Zorro ist Mexiko
die Region in HdR ist Rohan :P

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Re: Hilfe zur Findung des richtigen Charaktertypen

Beitrag von BenjaminK » 13.06.2017 10:00

Weiden = Wilder Westen mit Rittern :P Staubmäntel, Kuburschen, Rinderherden, hölzerne Bürgersteige *kicher*
Rohan ist Mgft Greifenfurt, finde ich :D

So, genug der Fachsimpelei, typisch DSA, typisch Neulingsschrecken :D

Die Roman- oder Filmvorlage ist auch das, was ich einem Neuling anbiete. Egal, ob es jetzt ein Zorro ist, ein Achilles aus Troja, oder ein Cesare Borgia aus der gleichnamigen Serie, ein Cromwell aus den Tudors, oder eine Lagertha Lothbrock aus den Vikings, all jene Vorlagen lassen sich dann als almadaner Caballero, zyklopäischer Krieger, horasischer Höfling und Stutzer, mittelreicher Hofkaplan oder thorwalsche Thinskari übersetzen und im Anschluss modifizieren.
Selbst die übernatürlichen Charakterkonzepte haben mit Merlin, Morgan le Fay, Miraculix (und Marshal Bravestar als Vorlage für einen Tierkrieger *GGG*) mögliche Vorbilder in Film, Fernsehen und Fiktion :)

Für die moderat erfahrenen Spieler finde ich diese Entscheidungshilfe aber recht gelungen. Man weiß im Groben, was es gibt, aber man kann sich nicht so recht entscheiden, wo man mit dem neuen Charakter hin will. Und dann die erste Frage: Übernatürlich ja/nein? Und weiter in dem Schema :)
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Re: Hilfe zur Findung des richtigen Charaktertypen

Beitrag von Assaltaro » 13.06.2017 10:07

Hesindian Fuxfell hat geschrieben:Das würde ich unterschreiben. Die meisten haben zumindest erstma ne grob-Vorstellung, ob sie lieber Kämpfer, Jäger, Dieb, Magier oder so spielen
wollen. Das kann man dann einfacher "feintunen".


Aber:
Assaltaro hat geschrieben:Almada = Spanien (Zorro)
Weiden = Rohal (HdR)
Ja da hatte ich mich vertippt.
Aber dachte wirklich dass manchr zorro Filme in Spanien gespielt hätten. Aber gut vermutlich ließ ich mich da von den spanischen Namen und so täuschen.

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Re: Hilfe zur Findung des richtigen Charaktertypen

Beitrag von BenjaminK » 13.06.2017 10:10

Ist doch egal, ob Zorro aus Mexiko kommt. Übersetzt nach Aventurien wäre es trotzdem ein Almadani :)
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Re: Hilfe zur Findung des richtigen Charaktertypen

Beitrag von Tütenclown » 13.06.2017 10:24

Hallo Berch,

habe mir den Bogen mal angeschaut und finde den für Anfänger soweit gut geeignet. Allerdings werden z.B. Elfen oder Zwerge gar nicht berücksichtigt, die ja durchaus auch ein Anfänger möchte, da er diese nun mal aus Vorlagen wie zB HdR kennt. Elfen lassen sich z.B. bei Naturverbunden (da ist ja bis jetzt nur der Bauer) oder auch Übernatürlich begabt -> Magie einbauen, Zwerge natürlich wie immer bei Kämpfer oder Handwerk.

Das waren meine 2 Cent.^^

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Re: Hilfe zur Findung des richtigen Charaktertypen

Beitrag von Nightcrawler » 13.06.2017 10:26

Zorro ist Mexiko
Wenn schon Haarspalterei, dann richtige: Kalifornien unter spanischer Herrschaft.
DAS *Avatar* ist ein Enduriumschwert. *g*

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Re: Hilfe zur Findung des richtigen Charaktertypen

Beitrag von Berch » 13.06.2017 10:44

Tütenclown hat geschrieben:Hallo Berch,

habe mir den Bogen mal angeschaut und finde den für Anfänger soweit gut geeignet. Allerdings werden z.B. Elfen oder Zwerge gar nicht berücksichtigt, die ja durchaus auch ein Anfänger möchte, da er diese nun mal aus Vorlagen wie zB HdR kennt. Elfen lassen sich z.B. bei Naturverbunden (da ist ja bis jetzt nur der Bauer) oder auch Übernatürlich begabt -> Magie einbauen, Zwerge natürlich wie immer bei Kämpfer oder Handwerk.

Das waren meine 2 Cent.^^
Moin Tütenclown,
natürlich fehlt bei dem Entwurf recht viel, da er bei weitem nicht vollständig ist (und in 4 Minuten in der Frühstückspause angefertigt wurde ^^)
Aber dafür, bin ich ja hier, mir die Ergänzungen einzuholen.
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Re: Hilfe zur Findung des richtigen Charaktertypen

Beitrag von Curthan Mercatio » 15.06.2017 21:26

Ich finde die Idee toll. Bin aber noch im Urlaub, also mehr dazu bald!
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Berch
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Re: Hilfe zur Findung des richtigen Charaktertypen

Beitrag von Berch » 16.06.2017 13:53

Bin selber momentan etwas "belegt", versuche aber an der ersten Version, unter Berücksichtigung des bereits hier zusammengetragenen, weiter zu arbeiten.

Ergebnis sollte so in spätestens 5 Tagen da sein
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Re: Hilfe zur Findung des richtigen Charaktertypen

Beitrag von Svalja » 18.06.2017 20:07

Vielleicht stelle ich mir ja die erste Generierung eines CHarakters bei euch falsch vor, aber für mich klingt das so:
"Willst du übernatürliche Fähigkeiten?"
"Nein!"
"Willst du kämpfen?"
"Ja!"
"Willst du einen Moralkodex?"
"Nein ..."
"Gut, dann bist du jetzt Söldner!"

Das hat überhaupt nichts damit zu tun, was ich an Pen and Paper schätze, und wenn mein erster Charakter so gebaut worden wäre, hätte ich vermutlich schnell das Interesse verloren. Aber vielleicht ist das ja nur bei mir so, wenn sowas für andere Gruppe funktioniert, dann ist das doch super!

Bei uns gibt es eine Hausregel für den ersten Charakter: Mensch, keine AsP, keine KaP.
Das schränkt die Charakterwahl erstmal ziemlich ein, gerade für jemanden wie mich, die Rollenspiele bisher hauptsächlich aus der Sicht einer LARP-Elfe kannte.
Aber man kann sich gerne 2, 3 Spielabende später was neues aussuchen. Und weil ich davon abgesehen ja alle Möglichkeiten hatte, mag ich meinen ersten Charakter sogar sehr und bespiele sie am meisten - obwohl ich sie mir sonst nie so erstellt hätte.

Dann haben wir uns 3 Stunden Zeit genommen. Ohne WdH, ohne Charakterbogen, nur für die Vorbesprechung. Und dann habe ich erstmal alles über Thorwaler, Gjalskerländer, Mittelländer, Andernost, das Horasreich, die Tulamidenlande, Nivesen und Nuanaä-Lie, eogentlich alle Kulturen (außer Norbarden und Novadis, weil erstere bei uns keiner mag und ich im zweiten Satz über Novadis 'nein, danke' sagte) und die Welt von Aventurien im Allgemeinen gehört.
Nachdem sich dann Albernierin (sag mir Irland, ich bin dabei) oder Nivesin herauskristallisiert hatte, war die Frage, was für eine Profession es denn werden sollte. Und da wissen die meisten Leute, die zumindest irgendwelche Berührungspunkte mit Fantasy hatte doch in der Regel durchaus sehr gut, was sie wollen.
Ich wollte kämpfen können. Und nachdem ich beschrieben hatte, wie ich kämpfen wollte, hat Meisterlein Jahrmarktskämpfer, Söldner und solche Dinge gleich ignoriert und mir die Unterschiede zwischen Kriegern, Rittern und Schwertgesellen erklärt.

Damit konnte ich in die erste Runde starten, und wusste zudem schon einmal, worauf ich mich eigentlich einlasse - klar hatte ich nicht am ersten Abend die Zwölfgötter & Halbgötter drauf, aber Rondra und Praios sagten mir was, ich wusste das Thorwaler groß und unhöflich, aber eigentlich nette Suffköpfe sind, Horasier arrogante Gecken und konnte den Magier der Gruppe auf die Palme bringen, indem ich Steif und fest behauptete, dieser einzeln stehende Baum müsse ein Feenbaum sein, und deshalb sollten wir ein Geschenk für die Feen dalassen ...

Das mag deutlich länger dauern, als ein Flussdiagramm durchzugehen, hat mich aber so fasziniert, dass ich in den nächsten zwei Wochen in mehrere Wege-Bände, Regionalspielhilfen, und natürlich die Schwertschulen-Spielhilfe reingeschmöckert hatte, und beim nächsten Spielabend einen Charakter mit richtiger Hintergrundgeschichte und einer völlig absurden
Feen-Macke hatte :D

Wenn ich jemandem DSA näher bringen will (was demnächst wohl der Fall sein wird) dann werde ich es jedenfalls so machen, wie es mit mir gemacht wurde - denn wie man sieht, bin ich infiziert.

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Curthan Mercatio
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Re: Hilfe zur Findung des richtigen Charaktertypen

Beitrag von Curthan Mercatio » 19.06.2017 19:14

Ich finde das Flussdiagramm gut, wie gesagt. Nicht immer hat man erfahrene Mitspieler, die einen in die Welt einführen können. Und die vielen, vielen Optionen des WdH kann einen Neueinsteiger schnell überfluten. Da finde ich es gut, eine Entscheidung mit unübersehbar vielen Auswahlmöglichkeiten auf einige viel einfachere Entscheidungen herunterzubrechen.

Ich finde das Beispiel von Svalja treffend, aber überhaupt nicht negativ. Drei sehr einfache Entscheidungen führen einen Anfänger zu einer Profession, die seinen Bedürfnissen entspricht und gut spielbar ist. Der Charakter selbst kann dann ja immer noch liebevoll generiert werden. Wobei sich das für den ersten Charakter auch nicht unbedingt lohnt - meiner Erfahrung nach ist der erste Charakter eigentlich immer kompletter Mist und wird relativ schnell getauscht. Wobei wir auch kein Fließschema hatten...
:grübeln:


Nun zum Fließschema im Detail: Den Kämpferast finde ich sehr gut gelungen. Schade, dass der Schwertgeselle fehlt, aber das ist vermutlich besser so. Von den drei vorhandenen Professionen hat man auch als Anfänger sofort ein Bild im Kopf, vom Schwertgesellen wohl kaum (außer vllt. Fedorino.) Eventuell sollte man irgendwo am Anfang noch "Zwerg?" abfragen - so ein zwergischer Haudrauf ist meiner Erfahrung nach ein sehr beliebter Charakter.

Den Nicht-Kämpfer-Baum finde ich noch verbesserungsfähig. Da sind einige relativ wenig spieltaugliche und attraktive Professionen aufgelistet. Der Handwerker ist für mich kein sehr guter Einsteigercharakter. Denn wenn ein Einsteiger einen Handwerker wählt, will er handwerken. Das kann man im Abenteuer aber fast nie, also wird er wahrscheinlich von seinem Charakter enttäuscht sein. Und wirklich kein Anfänger will in einem Fantasy-Rollenspiel einen Bauern spielen. Stattdessen fehlen mir da der Jäger/Kundschafter als abenteuertaugliche, naturverbundene Professionen.

Ich würde den Nichtkämpfer-Baum stattdessen so gliedern -> Anhang profan2.
Dabei bin ich mir nicht ganz sicher, ob der Höfling wirklich notwendig ist. Aber bei allen anderen sind das Professionen, die im Abenteuer etwas nützliches beitragen können und von denen auch ein Anfänger sofort ein Bild im Kopf hat.

Nach den Kriterien habe ich auch einmal einen magischen Baum entworfen. Die Professionen sollen anfängerfreundlich sein (keine Artefakte, Beschwörungen, Alchemie) und einem relativ gängigen Klischee entsprechen, sodass der Anfänger leicht hineinfindet. Meiner Meinung nach sind zwar gerade Elfen keine Anfängercharaktere, aber sie werden nun einmal sehr gerne gespielt -> Anhang magisch.

Bei den Geweihten tue ich mir hingegen sehr schwer. Welche Geweihten kann man einem Anfänger anvertrauen? Wie soll man sie gliedern? Keine leichte Sache...
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Assaltaro
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Re: Hilfe zur Findung des richtigen Charaktertypen

Beitrag von Assaltaro » 19.06.2017 21:34

Bei dem magischen Baum würde ich bei der Hexe noch abfragen, ob Heilerin oder Verführerin und dementsprechend wählen, da ich gemerkt habe, dass auch die Tochter der Erde ein beliebter Einstiegschar ist. Unter der heilenden Kräuterhexe kann sich auch sofort jeder etwas vorstellen.

Geweihte würde ich zum Start immer weglassen. Sie benötigen einfach deutlich mehr Hintergrundwissen als jeder andere Profession, zudem ist es möglich auch später noch geweihte zu werden. Denn nicht jeder Anfangschar ist Mist und wird schnell ausgetauscht. Ich habe meinen ersten Char recht lange gespielt und jetzt auch wieder ausgegraben. Finde ihn immer noch recht gut. Der SL der ihn damals mit mir gebaut hatte, kannte mich aber auch recht gut und wusste was ich so mag.
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Re: Hilfe zur Findung des richtigen Charaktertypen

Beitrag von Berch » 23.06.2017 12:38

Moin,


ich habe die bisher geposteten Ideen mal in einem Entwurf zusammengeführt, habe den aber grade leider nicht zur Hand. Ich würde den heute abend hier hochladen.

Zudem wollte ich mich mittlerweile mal für die Unterstützung und hilfreichen Ideen, aber auch für die konstruktiv formulierte Kritik bedanken.
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Re: Hilfe zur Findung des richtigen Charaktertypen

Beitrag von Darjin » 23.06.2017 13:02

Als Einsteiger merkt man selbst eh erst relativ spät, ob ein Charakter Mist ist, weil man einfach noch keine Vorstellung davon entwickelt hat, wie etwas funktionieren könnte. Klar, man merkt wenn das eigene Kerngebiet von jemand anderem mit abgedeckt wird und der das alles besser kann. Aber so erkennt man dann auch schneller im Vergleich die eigenen Vorteile und ist eher bereit sich auf diese zu fokussieren und die anderen schwächeren Bereiche als Nachteile in Kauf zu nehmen. Dass etwas "unfair" (bzw. mit anderen chars/mitteln viel leichter zu erreichen) ist oder einfach scheiße funktioniert, lernt man erst später durch andere Mitspieler.
Ich würde deshalb immer vorsichtig sein, Einstiegschars vorschnell als "Müll" zu verurteilen und die Leidensfähigkeit von Neueinsteigern zu unterschätzen. Selbst wenn irgendwann die Erkenntnis reift, dass der Charakter viel Optimierungspotential verschenkt hat, hängt man an seinen ersten Char oft deutlich mehr als an späteren, optimierteren Charaktären.
Mein erster DSA4 Charakter war ein almadanischer Schwertgeselle nach Adersin mit "gutem Gedächtnis", seine Lieblingswaffe ein Bastardschwert (statt dem modernen Anderthalbhänder - aber damals gabs da afaik noch keine Unterscheidung) - und der Familienname begann mit einem horasischen "ya" ... und ich liebe ihn immer noch, auch wenn ich ihn heute wohl eher als Krieger aus Eslamsgrund (oder Standardkrieger) bauen würde, mit Anderthalbhänder statt Bastardschwert, und "Eisern" statt "gutem Gedächtnis"...
Amen ich sage euch, packt sie an den Eiern und knetet sie gut durch, diese Säcke!
[Predigt im RAHja-Tempel]

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Re: Hilfe zur Findung des richtigen Charaktertypen

Beitrag von Berch » 23.06.2017 19:22

Hier soweit der Entwurf
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DSA FLießdiagramm Charakterwahl (Anfänger).pdf
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Re: Hilfe zur Findung des richtigen Charaktertypen

Beitrag von Darjin » 23.06.2017 21:52

Bin da ehrlich gesagt ein wenig unglücklich mit - zum einen nennst du konkrete Magierakademien, bleibst bei den Kämpfern aber sehr unspezifisch - ich würde mich da bei den Magiern auch erst mal nur grob nach weiß, grau und schwarz festlegen.

Zum anderen würde ich statt Gelehrten eher den Forscher als 0815-wissenschafts-char nehmen, einfach weil er doch etwas pragmatischer angelegt ist.

Aber die wirkliche Grütze ist für mich jedes mal die Frage "Adelig" und ihre Konsequenzen. Bei dir gibt es einfach keine adeligen Krieger, adeligen Schwertgesellen oder adelige Stutzer/Taugenichtse. Und das sind irgendwie Profs wo das "adelig" eigentlich einprogrammiert ist. Wäre alles weniger wild, wenn man es "Standesbewusst" o.ä. genannt hätte.
Amen ich sage euch, packt sie an den Eiern und knetet sie gut durch, diese Säcke!
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Re: Hilfe zur Findung des richtigen Charaktertypen

Beitrag von Curthan Mercatio » 24.06.2017 23:19

Gerade bei den Magiern sollte man aber einen speziellen Vorschlag machen: Erstens gibt es eine unüberschaubare Menge an Akademien und Lehrmeistern. Zweitens ist bei weitem nicht jeder Magier anfängerfreundlich. Ich würde keinem DSA-Anfänger einen Khunchomer Elementaristen und Artefakterschaffer als ersten Charakter erstellen. Da würde ich im Zweifelsfall eher den umgekehrten Weg gehen: Auch bei Kriegern und Söldnern gleich eine typische Profession vorschlagen.

Für eine schönere Optik würde ich vorschlagen, in der Mitte ein Startfeld mit der Frage: "Welchen Charakter will ich?" zu machen und dann von dort nach oben (profan) und unten (magisch) zu gehen. Ich denke das würde die Übersicht erhöhen und ein etwas gleichmäßigeres Bild ergeben.
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Beitrag von Berch » 18.07.2017 09:37

Abschließend möchte ich mich nochmal für alle Anregungen bedanken. Ich werde das alles wenn ich die Zeit dafür finde mal zusammenschustern und dann eventuell nochmal hier im Forum präsentieren.

Auch stimme ich Curthan zu, dass man speziellere Vorschläge machen sollte, da die Möglichkeiten grade für Anfänger sonst sehr erschlagend sind.
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Hilfe zur Findung des richtigen Charaktertypen

Beitrag von Gandresch Sohn des Gandrim » 18.07.2017 12:55

Also erstmal finde ich die Überlegung ganz gut. Dadurch, dass dein Entwurf so grob ist kann man danach bei der Charaktererstellung auch noch sehr viele Weichen stellen.

Insgesamt bin ich aber total bei Svalja. Wobei ich der Meinung bin, dass man von Anfang an auch Magiebegabte Charaktere spielen können sollte. (Geweihte eher später aber kann ja eine Spätweihe anstehen). Ich glaube als neuer Spieler mit DSA anzufangen und erstmal ein "Nein" zu kassieren, wenn man z.B. eine Hexe, einen Elfen, einen Zwerg oder einen Magus spielen will ist schnell frustrierend oder abschreckend. Auch mit der Info, dass man ja in 2-3 Abenden einen neuen Char machen kann könnte ich nichts anfangen. Ich mache mir ja Chars die ich spielen will. Nach 3 Abenden kennt man ja seinen Char in der Regel überhaut erst, bei einem Anfänger vermutlich erst später. Denkt mal nicht so analytisch, we es bei DSA´lern nach einigen Jahren der Fall ist, sondern versetzt euch in einen neuen DSA Spieler.

Jeder Auftrag in für ihn unbekanntes Gebiet (jedes Gebiet) ist pures Abenteuer, jeder Kampf, jede Begegnung ist fantastisch und man erfasst nicht mal schnell den Plot sondern entdeckt ihn Schritt für Schritt und fragt sich ob der Meister das tatsächlich alles so geplant haben kann.
Das ist auch der Grund dafür, dass bei unseren Runden (Berliner Raum) in unserem Freundeskreis so ziemlich jeder Spieler ganz besonders an seinem ersten Char hängt. Das Entdecken von DSA findet immerhin mit ihm statt.

Unabhängig von dem ersten Char ist es daher bei uns üblich, dass sich der Spielmeister mit einem oder mehreren Spielern zusammensetzt, wenn es zu Char Entwicklung geht und mit den guten alten Bänden aus DSA 3 (Mit Mantel, Schwert und Zauberstab) als Gerüst den Kompletten Hintergrund in kurzen Szenarien von Kindheit bis Jugend etc ausspielen. Dabei bekommt man ein erstes Gefühl für den Char und auch der unentschiedenen Mitspieler, der den Char evtl einfach den Würfeln überlässt wird nach dem 3. oder 4. kurz Szenario wissen was aus dem Char wird. Teilweise kann man so sogar Intime nochmal vom Konzept abweichen und es wachsen lassen.

Neue Spieler können so also zB nachdem dein Plan verwendet wurde, ohne ewig viel zu lesen direkt die Umgebung des Chars kennen lernen. Sie werden sich so auch durch die emotionale Nähe im Vergleich zum Lesen von irgendwelchen abstrakten Fantasy Texten in denen ständig Namen stehen die einem nichts sagen und sich kein Anfänger merken kann, deutlich mehr merken.

Riesen Vorteil ist natürlich auch, dass der SL die Chars genau kennt und sehr schöne Char bezogene Nebenplots mit Familie etc im Spiel mitlaufen lassen kann.
"Lasst uns Orks jagen"

Horasio
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Hilfe zur Findung des richtigen Charaktertypen

Beitrag von Horasio » 18.07.2017 13:47

Man könnte am Ende eine Art wahlomat draus machen.
Keine Haffaxen mehr...Hach, ich werde ihn vermissen!

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