Firungeweihter Nivese

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Cumulus II
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Firungeweihter Nivese

Beitrag von Cumulus II » 04.07.2013 19:39

Wege der Götter, S. 170 hat geschrieben: Weltoffene Geweihte des Firun und der Hesinde zählen die Himmelswölfe zum Gefolge Firuns und sehen sie unter diesem Aspekt auch als Alveraniare an. Einige sesshafte Nivesen im Bornland verehren neben den Himmelfwölfen auch den Wintermann Firun - und vor allem seine Tochter Ifirn - als einzige der Zwölfgötter
Meint ihr, es ist vor diesem Passus stimmig, einen firun-geweihten Nivesen aus dem Bornland zu spielen? Oder hat das vielleicht schon mal jemand ausprobiert? (SuFu hat nichts ergeben, sollte ich was übersehen haben, mea culpa).

Ich würde diesen Geweihten gerne so spielen, dass er zwar sein Leben Firun widmet, trotzdem aber nicht vergisst, was er von seinen Eltern bezüglich der Himmelswölfe und des nivesischen Glaubens mitbekommen hat und die Wölfe somit auch immernoch verehrt, immerhin sieht er sie als Alveraniare (und damit auch Boten) von Firun an.

Welche Kultur würdet ihr empfehlen? Nivesen oder eher Bornland? Welche Konflikte seht ihr eventuell im Zusammentreffen mit anderen Geweihten oder offiziellen Lehrmeinungen? (wir spielen eine reine Geweihtengruppe)

Liebe Grüße und Vielen Dank für eure Antworten :)
Jonas

Thurak
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Re: Firungeweihter Nivese

Beitrag von Thurak » 04.07.2013 22:42

Also als Kultur eher nicht Nivese(nstamm). Schließlich soll es ja ein Firun-Geweihter werden und damit bekäme er als Stammesmitglied wohl nichts mit.

Auch wenn ich normalerweise so gar kein Fan davon bin, könnte ich es mir noch am ehesten vorstellen, wenn ein Nivese seine Eltern unter ungeklärten Umständen verliert und dann im Bornland zunächst von Pfelgeeltern aufgenommen wird. Es zieht den Guten aber immer wieder in die Wildnis ins Eis hinaus, seine Eltern zu suchen... auf diese Art könnte ein Firungeweihter auf den mutigen, zähen und willensstarken Burschen aufmerksam werden. Gemeinsam stellen sie sich von da an Firuns Aufgaben, Lehrer und Schüler bis schließlich der Schüler die Weihe empfängt.
Das das in einem sehr eigenen Firunglauben münden könnte, bei dem Wölfe eine große Rolle spielen wäre durchaus denkbar, wenn der nivesische Junge das, was er von seinen Eltern bzw. seinem Stamm gelernt und gehört hat versucht mit dem in Einklang zu bringen, was ihm der Firungeweihte beibringt.

Da Firunis tendenziell eher eigenbrödlerisch sind glaube ich kaum, dass es große Probleme gibt. Firungeweihte im Süden sind sowieso so anders als die im Norden, dass das das bißchen mehr an Wolfsglauben mMn kaum eine große Rolle spielen dürfte. Und die im Norden stellen sich v.a. ihrem Herren und nicht Ihren Glaubensbrüdern. Wer das jeden Winter überlebt steht in der Gunst des Eisigen. Das ist alles was zählt - zumindest so, wie ich mir Firungeweihte vorstelle.

tziktzal
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Re: Firungeweihter Nivese

Beitrag von tziktzal » 05.07.2013 02:24

Habe einen Charakter mit nem ähnlichen Konzept, er stammt aus Riva, wo zahlreiche (halb)sesshafte Nivesen mit Zwölfgöttergläubigen in der gleichen Stadt leben.

Nova
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Re: Firungeweihter Nivese

Beitrag von Nova » 05.07.2013 02:25

Thurak hat geschrieben: Auch wenn ich normalerweise so gar kein Fan davon bin, könnte ich es mir noch am ehesten vorstellen, wenn ein Nivese seine Eltern unter ungeklärten Umständen verliert und dann im Bornland zunächst von Pfelgeeltern aufgenommen wird.
Das ist doch gar nicht nötig. Cumulus hat doch eine Passage zitiert die zeigt, dass einige Nivesen in Bornland durchaus auch Firun anbeten. Man könnte sich überlegen ob für diese sesshaften Nivesen generierungstechnisch die Kultur Bornland oder Nivesen besser passt; so oder so ist aber kein Adoptionsszenario von Nöten.

Und den Göttern ist eigentlich relativ egal in welcher Form man sie verehrt; Boron z.B. gibt ja fleißig Karma an beide seine Kulte. Von daher sollte ein nivesischer Firungeweihte aus diesem Umfeld schon möglich sein. Allerdings ist es wichtig, dass er sich zu aller erst Firun zuwendet, und diesen für sich selbst die höchste Wichtigkeit einräumt. Er muss wirklich zu aller erst Firun anbeten, und vielleicht so daneben noch, eindeutig sekundär die Himmelswölfe. Das heißt ja "geweiht sein", bzw. ist unabänderliche Vorbedingung, dass man sich einem Gott verschreibt.

Was deine Fragen angeht, Cumulus: Da die nivesische Kultur wertetechnisch scheinbar eher auf die Nomadenstämme ausgerichtet ist, würde ich hier eher Kultur Bornland vorschlagen.

Firunis beteiligen sich nicht an Diskussionen. Die sind so wortkarg wie Boronis, und haben für Geschwätz nichts übrig. Lass die anderen über ihre Götter oder theologische Positionen oder was auch immer ruhig reden; das interessiert ihn doch nicht. Wobei man aber sagen muss, dass der Zwölfgötterglaube auch sehr flexibel ist, was Halbgötter und Alverianare angeht. Geschichtlich wurde nach der Eroberung Thorwals Swafnir als Halbgott anerkannt, und Norbarden bezeichnen Mokoscha als Tochter Ingerimms und Hesinde (manchmal Peraines), und keiner stört sich dran. Regionale Halbgötter und Alverianare sind im Zwölfgötterglauben also nichts ungewöhnliches, daher denke ich nicht dass die Anerkennung der Himmelswölfe als Alveraniare da viel Widerstand erregen sollte. Aber falls doch, würde es dem Firuni seiner Art gemääß am Allerwertesten vorbei gehen.

Saint Mike
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Re: Firungeweihter Nivese

Beitrag von Saint Mike » 05.07.2013 08:57

Wenn man davon ausgeht, dass der Nivese seine Lehre von einem anderen Firungeweihten erhalten hat, mit dem er einen Großteil seiner Zeit verbracht hat, dann wäre auch der Stammesnivese denkbar.
Bedingung hierfür ist, dass der Lehrmeister ebenfalls Teil der Stammesgemeinschaft war, evtl auch nur als zeitweiliges Stammesmitglied o.ä.

Insgesamt würde ich also eher dafür plädieren zu überlegen, welche Kultur der junge Geweihte mitsamt seinem Lehrmeister "bereist" hat, bevor er seine Weihe empfing. Es wäre z.B. auch möglich in meiner Runde, hier eine "untypische" Kultur zu wählen.
Insgesamt fallen mir spontan die Möglichkeiten Norbarden, Bornland (Wildnis), Mittelreich (Wildnis) oder halt Nivesenstämme ein.
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Salix
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Re: Firungeweihter Nivese

Beitrag von Salix » 05.07.2013 13:04

Der Nivese muss regeltechnisch die Kultur Bornland haben, da die Kultur Nivenstämme ausser Schamane keine klerikalen Professionen erlaubt.

Saint Mike
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Re: Firungeweihter Nivese

Beitrag von Saint Mike » 05.07.2013 13:36

Wenn die Erklärung des Spielers gut genug ist, dann bin ich bereit, darüber hinweg zu sehen. Die Professionsliste geben den "typischen" nivesischen Stamm wider, ein dort vorhandener Geweihter des Firun, der "über den Winter bleibt", würde in meinem Aventurien durchaus einen willigen Jünger akzeptieren. Der Junge wäre dann trotzdem in der Stammeskultur aufgewchsen, weshalb ich seine Kultur nicht nachträglich ändern würde.
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Thurak
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Re: Firungeweihter Nivese

Beitrag von Thurak » 05.07.2013 14:31

Wenn mich nicht alles täuscht ist es von den Regeln durchaus abgedeckt, dass man frei wählt ob die Kultur eines Helden die der Kindheit oder die der Jugend ist, so es dort Unterschiede gibt. Also auch ein Nivese mit Kultur Bornland könnte die ersten Jahre seines Lebens im Stamm gelebt haben.

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Cumulus II
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Re: Firungeweihter Nivese

Beitrag von Cumulus II » 08.07.2013 15:09

Ok, erstmal vielen Dank für eure Antworten :)

Wenn ich als Kultur Nivesenstämmen wähle, passt wahrscheinlich die Waldläufer-Variante des Firun-Geweihten besser, oder?

Andere Frage zum Hüter der Jagd: Er erhält als automatischen Nachteil Verpflichtungen (Firun-Kirche). Aus Wege der Götter geht aber relativ deutlich hervor, dass eigentlich keine organisierte Firun-Kirche existiert, allenfalls kleine Tempel, die aber meistens von einem einzelnen Geweihten unterhalten werden. Das könnet man ja fast als PowerGaming auffassen :censored:

Thurak
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Re: Firungeweihter Nivese

Beitrag von Thurak » 10.07.2013 12:46

Es liegt dann am Meister diese Verpflichtungen entsprechend umzusetzen.
Aber lieber im Professions-Paket, wo es kaum GP bringt, als komplette 12 GP für den frei gewählten (harmlosen) Nachteil: Powergaming ist da schon eher dem Waldläufer die Verpflichtung für volle 12GP mitzugeben ;).
Wobei man da durchaus eher auf Eigeninitiative und Eigenverantwortung des Firunis setzen sollte. Ein Firuni mit den Verpflichtungen wird mMn mehr Zeit, Mühe und Aufwand betreiben um Tempel, Schreine und Gläubige zu betreuen als einer ohne den Nachteil.

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myrkur
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Re: Firungeweihter Nivese

Beitrag von myrkur » 11.07.2013 21:01

Ja ich denke die Waldläufer-Variante ist da deutlich passender, wobei das auf den genauen Hintergrund ankommt. Dein Held könnte ja als Novize auch auf am Hofe eines (beispielsweise) sewerischen Adligen gewesen sein, wenn du das mit dem Hintergrund des reisenden Firuni als Lehrmeister vereinbaren kannst, wo dann der Hüter der Jagd nicht gänzlich ausgeschlossen ist und er durch die Kindheit/Jugend dennoch von der Kultur der Nivesenstämme geprägt ist.

Rintaro
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Re: Firungeweihter Nivese

Beitrag von Rintaro » 16.07.2013 09:21

Ich habe einen Firungeweihten Nivesen, der auch noch Wolfskind ist. (war zwar sau teuer, aber ist eine coole Kombo! :) )

Ich halte das als meister immer so:
Ausnahmen bestätigen die Regel. Wolfskind ist vererbbar also ist hier der Kulturelle Hintergrund irrelevant! Mein Nivese ist Weise und wurde von einem geweihten gefunden und in Norburg großgezogen worden. Also Bornländische Kultur.

Von daher sehe ich da keinerlei Probleme drin einen Firungeweihten Nivesen zu spielen! :)
Zuletzt geändert von Rintaro am 16.07.2013 09:23, insgesamt 3-mal geändert.

Boronjew
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Firungeweihter Nivese

Beitrag von Boronjew » 18.12.2017 23:32

Ich halte das ähnlich, klingt alles gut machbar.

Spiele selber ein nivesisches Wolfskind, der viel mit Thorwalern unterwegs ist. So lernt er langsam den Swafnir und Ifirn-Glauben kennen. Grade letzteres halte ich für eine noch bessere Option anstelle von Firun. Ifirn wird oft als Mittlerin angebetet und bietet rein von den Werten, Liturgien etc. auch ein besseres und spielbareres Paket.
Es ist normalerweise nicht meine Art, so viel zu schweigen...

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Firungeweihter Nivese

Beitrag von Ugo Baersgarjew » 21.12.2017 18:18

Ich bin mir zwas nicht sicher ob es vor der entstehung des Wüstenei's war oder danach. Jedenfalls bin ich sicher das es in der Geschicht sogar eine Rondrageweihte Nivesin gab die in den Nordlanden oder dem Bornland lebte und starb.

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Beitrag von Rhonda Eilwind » 22.12.2017 00:02


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Beitrag von B.O.B. » 22.12.2017 01:44

Cumulus II hat geschrieben:
04.07.2013 19:39
Wege der Götter, S. 170 hat geschrieben: Weltoffene Geweihte des Firun und der Hesinde zählen die Himmelswölfe zum Gefolge Firuns und sehen sie unter diesem Aspekt auch als Alveraniare an. Einige sesshafte Nivesen im Bornland verehren neben den Himmelfwölfen auch den Wintermann Firun - und vor allem seine Tochter Ifirn - als einzige der Zwölfgötter
Meint ihr, es ist vor diesem Passus stimmig, einen firun-geweihten Nivesen aus dem Bornland zu spielen? Oder hat das vielleicht schon mal jemand ausprobiert? (SuFu hat nichts ergeben, sollte ich was übersehen haben, mea culpa).

Ich würde diesen Geweihten gerne so spielen, dass er zwar sein Leben Firun widmet, trotzdem aber nicht vergisst, was er von seinen Eltern bezüglich der Himmelswölfe und des nivesischen Glaubens mitbekommen hat und die Wölfe somit auch immernoch verehrt, immerhin sieht er sie als Alveraniare (und damit auch Boten) von Firun an.

Welche Kultur würdet ihr empfehlen? Nivesen oder eher Bornland? Welche Konflikte seht ihr eventuell im Zusammentreffen mit anderen Geweihten oder offiziellen Lehrmeinungen? (wir spielen eine reine Geweihtengruppe)
Stimmig ist es auf jedenfall. Daß inzwischen im Bornland sesshafte Nivesen die dortige Kultur angenommen aber sich einen Teil ihres ursprünglichen Volksglaubens bewahrt und diesen in ihr neues Glaubensbild integriert haben, ist genauso eine vollkommen natürliche Entwicklung wie die im obigen Zitat beschriebene Integrierung von Glaubensaspekten der benachbarten Nivesen in den eigenen Glauben bei 12-Göttergläubigen.

Angesicht der kurzen aventurischen Entfernungen sollten "Fremdrassen" in einer Kultur eigentlich sowieso viel häufiger auftreten. Wären da nur nicht diese unsäglichen regeltechnischen Rassenpakete, die jedesmal dazu führen, daß Spieler sich genötigt fühlen, sich zu rechtfertigen, wenn z.B. ihr im aventurischen Nordwesten aufgewachsener Held nivesen- oder thorwalerstämmig statt Mittelländer ist... :rolleyes:

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Advocatus Diaboli
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Beitrag von Advocatus Diaboli » 22.12.2017 18:28

Euch ist schon klar, dass dieser Thread bis vor vier Posts seit vier Jahren tot war und es keinen Grund gab, ihn wieder zu beleben? :)
( o _
/ / \
V_/_

~ Boronskuttentaucher sind toll <3 ~

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Beitrag von Ugo Baersgarjew » 23.12.2017 07:21

Advocatus Diaboli hat geschrieben:
22.12.2017 18:28
Euch ist schon klar, dass dieser Thread bis vor vier Posts seit vier Jahren tot war und es keinen Grund gab, ihn wieder zu beleben? :)
Das ist wie mit der Forensic. Irgenwann kommen neue Methoden auf den Markt, die man anwenden möchte. Das, gepaart mit lange weile, und lust zum schlaumeiern, ergibt das man sich auch themen widmet die längst nicht mehr aktuell sind. :lol:

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