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Thorwalscher Adersin-Schwertgeselle

Von A wie Abenteuerpunkte bis Z wie Zwerg: Alles über Erstellung und Entwicklung von Charakteren.
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TrollsTime
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Thorwalscher Adersin-Schwertgeselle

Beitrag von TrollsTime » 16.02.2015 09:25

Dann stelle ich mal mein Konzept vor.
Und ja - es arbeitet auch mit dem "Thorwaler-Exploit uU -

Folgende Eckdaten:
Fakt: Schwertgeselle nach Adersin.
Kultur: Entweder Albernia oder Horasreich
Rasse: Mittelländer oder Thorwaler (wenn nicht Horasreich)
Ziel: Basiswerte von 9/9 zu Beginn, sowie SF Windmühle zu Beginn.

Albernisches Konzept
"Echin d.J. von Borga"
Die Burg "Borga" steht in einem Sumpf nördlich von Havena.
Der Stammbaum ist übersät mit Mördern, Irren und Toten.
Auf der Burg spukt's.
Baron ist der gebildete (38?) Azurion von Borga, der mütterlicherseits mit dem Handelshaus Mirxon (Tuche o.ä.).
Azurions Vater war ein irrer Magier, der seinen Onkel* umbrachte, weil der seinen Familienzweig umgebracht hatte.
*Dessen Sohn wiederum ist Vogt auf Borga und mit der hübschen Lechmine verheiratet.
Azurion wurde eine Affäre mit Lechmine nachgesagt.

Echin, d.J., soll ihr Sohn sein. Vater offiziell der Vogt, aber die Frage steht im Raum....

Logisch, dass Echin gerne ins Abenteuer zieht.
Mögliche Nachteile können sich aus der Vorgeschichte auch ergeben.
Z.B. Medium, Schlafstörungen oder Paranoia.

"Vollends irre" soll er aber nicht sein.

Anderthalbhänder soll er auf 10 haben, der Rest ist nicht so wichtig.
Paradelastig.

Irgendwelche Tips/Inspirationen?
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Cyrilean
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Re: Hilfe, die Nachteile brechen mir das Genick...

Beitrag von Cyrilean » 16.02.2015 09:42

Ich mag "Der Stammbaum ist übersät mit Toten" - das haben die meisten Stammbäume ja so an sich ;-)

Welches Regelkonstrukt hinter dem Konzept steht (ob Thorwaler oder nicht) ist beliebig, obwohl ich eher den Akademiekrieger sähe.

Das wirkt alles so "altmodisch" und "schwer", für mich ist das Schwertgesellentum zu "dynamisch".

Bei dem Themen der Vorgeschichte gehts (für mich) sehr um Tradition und die "Sünden der Vorväter", das Altmodische und Althergebrachte inklusive der dunklen Familiengeheimnisse - da passt eine althergebrachte Tradition, die langsam in Vergessenheit gerät - die klassische Kriegerakademie- besser als das neumodische Schwertgesellentum.
*Sämtliche in diesem Post befindliche Aussagen basieren auf der persönlichen Meinung des Autors.

Faras Damion
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Re: Hilfe, die Nachteile brechen mir das Genick...

Beitrag von Faras Damion » 16.02.2015 10:16

Windmühle am Anfang bei Anderthalbhänder 10? Da gibt es schweres Lehrmeistertrauma in der Vergangenheit, oder? ;)

Die Kombination Landadel und Schwertgeselle geht mWn eigentlich nicht. Eben weil Schwertgeselle etwas neumodisch ist. Vielleicht hat die Familie ein Winterhaus in Havena oder (eher) einer anderen Kleinstadt in der Gegend, wo man regelmässig ist und wo diese Ideen herkommen.

Und mit AT/PA 9/9 muss Du Kl, Ch und FF niedrig ansetzen. So ein Char wäre nicht mein Stil, da gesellschaftliche Talente bei uns sehr wichtig sind und auch Kämpfer eher wenig Hausdraufe als Anführertypen sind (denen mal eine Kriegskunstprobe gelingen soll :D), d.h. ich würde auf AT/PA 9/9 zugunsten von Ch und Kl verzichten. Desweiteren gibt es bei uns die High-End-Sonderfertigkeiten erst im späteren Heldenleben.
Auch hat man mit der Rasse Thorwal schon sehr viele prägende Nachteile. Ist auch nicht meins.

Aber jedem das seine... :)


Mein Vorschlag:

Rasse Thorwaler
Kultur Mittelländische Städte/Städtischer Adel (s.o.)
Profession Schwertgeselle nach Adersin

Mut 15
Klugheit 11
Intuition 14
Charisma 11
Fingerfertigkeit 10
Gewandtheit 14
Konstitution 13
Körperkraft 15
SO 9

Vorteile
Adlige Abstammung
Eisern

Nachteile
Arroganz: 6 (auto)
Eitelkeit: 6 (auto)
Jähzorn: 6 (auto)
Prinzipientreue: 10 (auto)
Schulden: 1500 (auto)
Aberglaube: 6
Neugier: 6
Schlafstörungen: 1 (Ist ein schöner Nachteil im Gegensatz zu Medium in einem Spukschloss. ^^')
Unfähigkeit für [Talentgruppe] Handwerk (reine GP-Schinderei)
Verwöhnt: 5 (immerhin SO9 ;))
Alternativ gerne auch eine Angst.

Zusätzliche SF:
Gegenhalten 2GP
Windmühle 2GP

Anderthalbhänder 10

Dann sind noch 332 AP verfügbar, die ich auf Körperliche Talente, Gesellschaftliche Talent und Staatskunst/Hauswirtschaft/Rechtskunde o.ä. verteilen würde.

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Re: Hilfe, die Nachteile brechen mir das Genick...

Beitrag von TrollsTime » 16.02.2015 10:30

@ Cyrelean
Nein, es soll unbedingt diese Schwertgesellenschule werden.
Und den Sohn, Bastard, Erben "möglichst weit weg zu schicken"
ist auch sehr naheliegend.
Besser auch eine "junge Schule" als was "althergebrachtes", weil das Haus Borga keinen allzu guten Ruf hat ("Alles nur Irre und Mörder!")

@ Faras
Verbilligte SF können laut Regelwerk auch zu Beginn schon erworben werden.
Heldensoftware unterstützt dies.
Wir halten das in unserer Gruppe ähnlich.
Auf "Gegenhalten" kommt es mir nicht an (mag ich nicht besonders, obgleich es sehr gut ist). "Windmühle" hingegen finde ich extrem stylish. Und ihre Einsatzmöglichkeiten sind eher begrenzt, so dass auch der SL damit kein Problem haben sollte.

Vielen lieben Dank für das Portfolio.
Wahrscheinlich werde ich noch einen Punkt von MUT oder KON auf CH verschieben.
Aber an sich gefällt der mir auch so schon.
Ein wenig schüchtern/zurückhaltend (CH 11).
Grundsätzlich todesverachtend ("Himmel, im obersten Stockwerk lauert ein Nachtalp, meine Tante war Borbaradianerin, meinen Onkel haben sie gehangen und Großvater hat die halbe Familie ausgelöscht. Da soll ich vor 5 Raufbolden Angst haben! Ha, besser im Kampf sterben als im Wahnsinn dahinsiechen!")
Totenangst böte sich an, Verwöhnt gerade hier nicht so sehr!
"Eisern" braucht er nicht.
Vielleicht "Kulturkunde Horasreich" (Nur wenn noch Punkte übrig sind).

Aber dein Beispiel ist schon super!
Erklärung:
Gamistisch und Power-Gamistisch kommt es mir nur auf die Windmühle an und die grundsätzliche Finanzierbarkeit.
Alles andere wird in den Fluff gesteckt.
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BenjaminK
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Re: Hilfe, die Nachteile brechen mir das Genick...

Beitrag von BenjaminK » 16.02.2015 10:57

Wäre für einen neuen Charakter, dem es nicht daran kränkt, dass die Nachteile ihn umbringen, weil die Nachteile noch nicht einmal festgelegt sind, ein neuer Thread sinnvoll gewesen? :)

Havena ist ganz schön weit weg von Gareth (Zentrum Mittelreich) oder Rommilys (östliche Grenze Mittelreich). Methumis als dritte Ausbildungsstelle ist als Thorwaler etwas....erklärungsbedürftig.
Ziel: Basiswerte von 9/9 zu Beginn, sowie SF Windmühle zu Beginn.[...]Anderthalbhänder soll er auf 10 haben, der Rest ist nicht so wichtig.
Paradelastig.
Die Windmühle zu Beginn ist schon ne Menge Holz. Voraussetzung ist SF Gegenhalten, die wiederum MU15 fordert. Also kommen wir um +1 MU aus Rasse oder Vorteilen nicht herum. Da aber Mut nicht zur PA beiträgt, muss also noch GE, IN oder KK per Rasse/Vorteil erhöht werden. Der Thorwaler würde natürlich die KK und den MU erhöhen und das für netto 5 GP, brutto kriegen wir noch niedrige MR, Jähzorn, Aberglaube, zusätzliche LE.

Meisterparade und Wuchtschlag gibt es beim SG Adersin auf Kosten der Profession. Gegenhalten und Windmühle jeweils verbilligt, also zusammen 200AP.
Der Talentwert für Anderthalbhänder startet bei 7 (8 mit Begabung) und du hast ca. 500 AP für Steigerungen. Damit kommst du dann auf einen 12er TaW, je nachdem wie viel du noch ausdefinieren willst in anderen Talenten, auch einen TaW von max 14. Mit Begabung sind es moderate 13, maximal 15.

Vorteile 154 GP für:
0 GP - Mittelländer
1 GP - Mittelländischer Stadtadel (Havena, Landadel wäre passender, erlaubt aber keine SG)
8 GP - Herausragend MU
8 GP - Herausragend IN/KK
102 GP - Eigenschaften
22 GP - SG Adersin
4 GP - Gegenhalten und Windmühle
7 GP - Adlige Abstammung (Baronsspross, anerkannt und rechtmäßig, aber nicht Erbe des Lehens)
2 GP - SO11 wegen Baronssohn
Optional 6 GP für Begabung Anderthalbhänder?
Optional 7 GP, SO10, für Eisern?

Nachteile 154:
110 GP - Grundvorrat
1 GP - Arroganz 6
1 GP - Eitelkeit 6
0 GP - Prinzipientreue
5 GP - Schulden (2000 D)
12 GP - Verpflichtungen (Gläubiger, Familie, Adlige sind immer in einem Geflecht von Verpflichtungen...)
7 GP - Neugier 7 (Echmin geht gerne auf Abenteuer, lieber auf Abenteuer als eitel und arrogant)
7 GP - Medium (Spukgeister aus der Burg...)
6 GP - Totenangst 6 (zu viele Spukgeister aus der Burg...)
3 GP - Streitsucht 6 (um Ehrenduelle zu provozieren...)
2 GP - Niedrige MR (Medium schwächt die Barriere für Beherrschungsmagie...)
Optional 6 GP für Aberglaube 6 (wirklich zu viele Spukgeister aus der Burg...)

Das ist schon ne ganze Stange an Vorteilen, die du von Start an haben willst. Die "einfachen" Nachteile wie Schulden und Prinzipientreue sind bereits durch Profession verwendet.

Das ganze wirkt aber irgendwie nicht rund auf mich "Thorwaler Landadliger aus Albernia als Plattenharnisch-Schwertgeselle". Auch, dass ich aus dem Thorwaler einen rechnerischen Mittelländer gemacht hab, um den jähzorn oder aberglauben zu umgehen, macht es nicht runder irgendwie.
Wie meine Vorposter allerdings schon eingeworfen haben passt der Landadelige Thorwaler aus Albernia von der Kriegerakademie Havena irgendwie besser ins Bild. Die P kostet zwar 2 GP mehr, die bekommst du aber bei der breit gefächerten Möglichkeit der Steigerung sehr schnell wieder herein. Zudem ist nur der Nachteil Prinzipientreue belegt, alle anderen (Schulden, Eitelkeit, Arroganz) kann man sich noch dazu kaufen. Es macht also irgendwie alles ein bisschen freier. Mit den gleichen ca. 500 Start-AP kann man AHH auf 12 bringen und hat knapp unter 50% der Start-AP noch für andere Zwecke frei, z.B. für Dolche, Raufen oder andere Seitenwaffen-Talente. Vom Fluff her müsste dein Wunsch mit der albernen ähh... albernischen Kultur sogar durch "albernisches Lokalkolorit" an der Akademie besser erfüllt werden, als eine Ausbildung irgendwo im Mittelreich.

PS: Mittlerweile haben 4 Leute gepostet, seit ich mit der Antwort begonnen hab :D
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Re: Hilfe, die Nachteile brechen mir das Genick...

Beitrag von TrollsTime » 16.02.2015 11:00

@ Thorgrimma:
Zu "Thorwalern":
Hier muss man drei Fälle unterscheiden
1.) Spezies Thorwaler, Kultur Thorwaler: Hier mögen deine Beispiel zutreffen.
2.) Spezies Thorwaler, andere Kulture mit einzwei thorwalschen Eigenarten bzw "Mischkultur" aka "Zugezogene: Hier kann ich dir nur eingeschränkt zustimmen.
3.) Spezies Thorwaler, vollständig assimiliert bzw eigene Kultur. Gerade in Albernia sehr häufig: Hier treffen die gängigen thorwalschen Klischees nicht bis gar nicht zu

Zu Adersin:
Hast du für mich auch einzwei Tips
(Witzig: Ich habe mir die von Borga eh immer recht großgewachsen bis grobschlächtig vorgestellt, da passt Thorwaler ganz gut)

@BenjaminK
Sehr gerne, wie koppeln wir den Unterthread am Besten aus?
Und doch, ich hatte ursprünglich das gleiche Problem.
Zu Thorwaler siehe oben.
Gerade ein "Thorwaler-Albernia" ist zu allererst Albernier und dort ist die Kombo sogar recht häufig.
Wir deckeln bei Generierung die Talente auf 10
Anderthalbhänder 10 reicht also wirklich.

Adersin ist gesetzt, sorry.
Streitsucht passt mir nicht.
Hingegen fällt mir Raumangst ein!
Vom älteren Bruder "zu den Geistern" gesperrt (wie bei Sixth Sense) passt ganz gut.

Edit:
Zu Schwertgeselle vs Kriegerakademie.
Mir gefällt gerade die Mischung zwischen beiden.
Da bietet sich Adersin geradezu an.
Nicht ganz Krieger/Ritter, aber immer noch nah genug dran.
Zuletzt geändert von TrollsTime am 16.02.2015 11:08, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Thorwalscher Adersin-Schwertgeselle

Beitrag von Thorgrimma » 16.02.2015 11:21

Leider wurde ja nicht geschrieben, ob das nun ein Thorwalerkind ist, das vollkommen in Albernia aufwuchs oder ob es erst mit 8 oder 9 Jahren zu ni Uinin gegeben wurde... und eigentlich habe ich doch nur den Jähzorn auf Thorwaler bezogen, der ganze Rest ergab sich eher aus dem Umherziehen mit ni Uinin und der Häßlichkeit.
Tips überlege ich mich für dich später, muss jetzt erst mal arbeiten :) Aber wenn du mehr zum Charakter schreibst, was er abgesehen von seiner Geschichte so für ein Typ ist, wird das leichter. Denn aus der Geschichte kann ja ein gestandenes Mannsbild genauso hervorgehen wie ein komplexbeladener, verunsicherter Typ.

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Re: Hilfe, die Nachteile brechen mir das Genick...

Beitrag von BenjaminK » 16.02.2015 11:22

Ich habe mit keinem Wort der Kombination von R Thorwal und K Albernia protestiert :)

Methumis, Gareth und Rommilys sind einfach geschätzt 600 Meilen Luftlinie von Havena weg. Bei einer durchschnittlichen Laufleistung von 30 Meilen am Tag sind es 20 Tage durchgängiges Marschieren zur Ausbildungsstätte. Das Abenteuer hat also eigentlich schon lange begonnen, bevor der Held überhaupt erst fertig generiert ist. Es ist also eher die Kombination Havena und Adersin.
Dazu kommt die Kombination von der Story Landadel, der so ein bisschen bodenständig dargestellt wird und die Entwicklungen immer erst eine oder zwei Generationen später mitbekommt, und dem fortschrittlichen Schwertgesellentum.

Wenn du Adersin als gesetzt deklarierst, dann kannst du das natürlich machen. Dann ergibt sich aber die Herkunft auch über die Profession und darüber dann auch die Rasse.
Folgende Überlegung; Die Burg ist eine Stadtvilla in Gareth, der Besitzer ein magisch begabter Adliger? Dann bleibt der Titulaturadel erhalten, du kannst den städtischen Adel als Kultur wählen und die Ausbildung in Gareth ist ja auch kein Problem. Und bei so einer Metropole gibt es genug Thorwaler, die die Stadt beherbergt :)

Wenn du Albernia und Adersin als gesetzte Kombination annimmst, dann ist es halt schwierig....
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Re: Thorwalscher Adersin-Schwertgeselle

Beitrag von TrollsTime » 16.02.2015 11:35

@ Thorgrimma
K.P.
Der Vollständigkeit halber:
Rasse: Thorwaler
Kultur: Albernia (ländlicher Adel)
Profession: Schwertgeselle (Adersin-Methumis)

Deckelung auf 10 bei Generierung.
Soll können:
-- Anderthalbhänder 10
-- Windmühle
-- Rest zweitrangig

Charakter"gefühl":
Typ "Ritter, der sich seiner Familie schämt", "Ich halte die Stellung", "Wacht schweißgebadet auf"

Brecht euch kein Bein, schon diverse Ideen dabei.

@ Benjamin K
"von Borga" ist eine Adelsfamilie, die ich seit Jahren aufbaue
Als Teenie habe ich den Magier "Xlagom von Borga" gespielt mit einer Kraut-und-Rüben-Geschicht und abstrusen Werten.
Ein Jahrzehnt später habe ich diesen als irren Magier (NSC)a la Don Quichotte verwurstet.
Im Endkampf konnte er sich als Ente in eine Minderglobule retten.
Wieder ein paar Jahre später hat eine andere Gruppe "Azurion von Borga" im Abenteuer "Silvanas Befreiung" befreit.
Dieser wurde Mäzen und Auftraggeber der Gruppe.
Die fanden auch den "verenteten Vater" von ihm.
Azurion tut aber einen Teufel, seinen Vater zurückzuverwandeln lassen, da er - zurecht - denkt, er wäre der bessere Herrscher.
Dann Affäre mit der Frau seines Onkels.
Da steckt soviel Story (das war die Kurzfassung) dahinter, dass "Borga" für den Charakter gesetzt ist.

Zu "Schwertgesellenschule 100e von Meilen weg".
Havena ist gleich nebenan und damit steht einer Schiffsreise nach Methumis nichts im Wege.
Und den Sohn in "Schutzexil" zu schicken, ist ein adäquates Mittel.
Gareth und Rommilys wären auch Alternativen. Aber in diesem Zsh noch unglaubwürdiger.
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Re: Thorwalscher Adersin-Schwertgeselle

Beitrag von BenjaminK » 16.02.2015 11:49

Wenn du so viel Setzungen selbst vor nimmst, warum machst du das dann nicht einfach ganz rund und lässt jemanden einfach eine Adersin-lizenzierte Schule in Havena eröffnen?
Irgendwie soll ja auch noch das thorwalsche Blut in die Magier-Linie hinein. Entweder scheint also da irgendein Magier schon Thorwaler zu sein oder eine eingeheiratete Frau war eine Thorwalerin.
Wenn du dir die Freiheit der eigenen Setzung zu Nutze machst, dann halte sie in sich nachvollziehbar....:)

Die andere Möglichkeit ist dein "Schutzexil". Aber auch das sollte irgendwie beschrieben sein. Das ist ein ganz massiver Teil der Charakterentwicklung, wenn die Eltern einen ansonsten gut situierten Sohn in ein Internat schicken, was sie nur 1-2 mal im Jahr besuchen können (wenn überhaupt!), dann prägt das das Kind. Eine Seereise dauert vielleicht keine 20 Tage am Stück, aber "mal kurz auf einen Kaffee von Havena nach Methumis" segeln ist auch nicht drin.
Was ist mit Geschwistern? Wenn der Charakter der erste/einzige Sohn ist, dann hat er wahrscheinlich auch eher ein adliges Erbe und nicht nur die adlige Abstammung. Titulaturadel wird ohnehin nicht vererbt und damit spielt in diesem Fall das "von Borga" keine Rolle mehr, weil der Charakter dann nur noch "Borga" ist. Wenn die anderen Geschwister magisch oder karmal unterwegs sind, dann kommt auch wieder das Erbe durch, nicht nur die Abstammung oder aber der ältere Magier-Bruder erbt und setzt den profanen Bruder als Vogt ein, womit wieder ein Titulaturadel gegeben ist. Dann kann der Held aber nicht mehr auf Abenteuer gehen....:)
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Re: Thorwalscher Adersin-Schwertgeselle

Beitrag von Faras Damion » 16.02.2015 11:51

Die Kombination Landadel - Schwertgeselle geht eigentlich nicht, aber damit hätte ich kein Problem. Auch die Entfernung zu Methumis/Gareth/Rommilys finde ich nicht problematisch. Ich würde auch einen selbstgestrickten Adersin-Lehrmeister zulassen. Da muss dein Meister halt mitmachen. :)

Was mir persönlich(!) nicht gefällt, ist erstens die Menge an Nachteilen, die man braucht um auf Mut 15 und Intuition/Körperkraft 15 zu kommen, egal ob man mit Rasse Thorwaler oder ohne arbeitet. Zweitens habe ich lieber ausgeglichenere Eigenschaften als dein Konzept vorschlägt. Aber jedem gefallen andere Dinge. :)

Als Vorschlag wollte ich noch anbringen, dass man eventuell die Eitelkeit austauschen könnte. Zu dem Bild dass ich nach deiner Beschreibung habe, passt das nicht 100%.

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Re: Thorwalscher Adersin-Schwertgeselle

Beitrag von TrollsTime » 16.02.2015 11:57

@BenjaminK
Thorwaler Blut gibt es schon seit hunderten von Jahren in den albernischen Linien laut offizieller Setzung
Gerade eine Adelslinie muss da nicht verwässert sein,
so dass die "von Borgas" schon seit Generationen recht "thorwalsch" sind.
Hinzukommt, dass auch in Albernia viel thorwalsches Blut in den Adern fließt.
Deshalb sehe ich da kein Problem (*hust* außer Minimaxing *hust*)*

Adlige Kinder in fremde Erziehung zu geben, ist gang und gäbe.

Magier muss es aktuell nicht geben.
Sein Onkel (Großvater?) reicht da vollkommen aus.
Über "Erbe" habe ich mir noch nicht viele Gedanken gemacht.

Derzeit sieht es so aus:
offziell ist er Sohn des (adligen) Vogts und seiner Frau.
Tatsächlich wohl Sohn/Bastard des Barons und der Frau des Vogts.

* Ich hatte aber auch schon überlegt, ihn nur mit "Herausragendem MUT" zu generieren. Aber irgendwie passen Thorwaler mit ihren Klischeenachteilen ganz gut zu dem Bild, was ich von diesem Adleshaus im Kopf habe.

@ Faras
Faras Damion hat geschrieben:Die Kombination Landadel - Schwertgeselle geht eigentlich nicht, .... Da muss dein Meister halt mitmachen. :)
Danke für den Hinweis.
Mist, zur Not muss ich "städtischen Adel" draus machen, ach herrjeh
Was mir persönlich(!) nicht gefällt, ist erstens die Menge an Nachteilen, die man braucht um auf Mut 15 und Intuition/Körperkraft 15 zu kommen, egal ob man mit Rasse Thorwaler oder ohne arbeitet.
Nur Mut=15 ist wichtig. Zur Not gehen auch 9/8, k.P.
Zweitens habe ich lieber ausgeglichenere Eigenschaften als dein Konzept vorschlägt. Aber jedem gefallen andere Dinge. :)
Ich mag weder 08/15-Charaktere mit krassen Dumpstats und per se gemaxten EG,
als auch 6x12+2x14er.
Beides finde ich gleichermaßen langweilig.
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Re: Thorwalscher Adersin-Schwertgeselle

Beitrag von BenjaminK » 16.02.2015 12:15

Fremde Erziehung? Ja. Die Amme auf der Burg, der Lehrer in der nächsten Stadt, vielleicht auch die Akademie in einigen Tagen Entfernung.
Die albernischen (Lokalpatrioten...) Eltern müssen trotzdem einen Beweggrund haben, warum Enzo Comante in Methumis besser geeignet ist als eine albernische Kriegerakademie oder warum ein Ort im lieblichen Feld für einen "seit Generationen recht thorwalschen" von Borga besser sein soll, als ein Ort im Mittelreich oder in Thorwal.

Ich bezweifel immer noch nicht den thorwalschen Anteil in Albernia :) ehrlich nicht :)
Die Rasse bildet den genetischen Code ab. Welche Rasse ist dominant? Wenn es die Rasse Thorwaler ist, dann sollte es auch sichtbar bei den Eltern sein. Wenn diese jetzt Magier sind ist das so eine Sache mit dem sichtbaren Thorwaler. Weiterhin; Wenn du setzen willst, dann setze. Das ist überhaupt kein Problem, aber bleib in der Setzung logisch.
Wenn du seit Äonen ein Adelsgeschlecht aufbaust, dann setz es auch so, wie du haben willst bzw. verändere deine eigene Setzung nicht, wenn dir gerade irgend etwas besser gefällt.
Sind die von Borgas bei dir seit Generationen sehr thorwalsch? Bisher klang es nicht danach. Denn WENN sie es wären, dann wäre es keine Diskussion wert, ob R Mittelländer oder R Thorwaler :) Aber von Generation zu Generation unterschiedlich? Das sieht komisch aus, wenn da nicht jemand einheiratet, der das Blut der einen R dicker macht. Wenn seit Generationen alle Mittelländer sind und dann "plötzlich" ein Thorwaler geboren wird, dann schreien erst einmal alle nach Kuckucksei :) Wenn allerdings der Mittelländer eine Thorwalerin zur Frau nahm und dann ein Thorwaler geboren wird....*abwink* völlig in Ordnung.

Ist der Vogt echt adlig? Entweder ist der Vogt adlig ("Junker Peter von Frosta, Vogt auf Burg Bärenhatz") oder er ist Titulaturadlig ("Peter Frosta, Vogt auf Burg Bärenhatz"). Ist er blutsadelig, vererbt er das Geburtsrecht weiter. Ist er Titulaturadel, ist der Sohn ein "Von Nichts" :)
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Re: Thorwalscher Adersin-Schwertgeselle

Beitrag von TrollsTime » 16.02.2015 13:24

Zu Magier
Du versteifst dich zu sehr auf "Magier".
In dem ganzen Clan gibt es exakt einen Magier oder besser gab es (Jetzt ist er ne Ente). Das ist für den aktuellen Charakter vollkommen unwichtig.

Zu Albernia und Thorwal
Nach Thorwal (und Anhang) ist Albernia das Gebiet mit den Meisten R Thowalern.
Müssig sich darüber zuviel Gedanken zu machen.
Wahrscheinlich gibt es dort unzählige Mischformen zwischen Thorwalern und Mittelländern. Daher ist auch "sichtbar Thorwaler" so eine Sache. In Albernia ist da nichts "sichtbar(er) Thorwaler".
Die Frage ist also nicht, ob Charakter XY RThorwaler sein kann,
sondern ob dieses Minimaxing geduldet wird (in diesem Fall ja).

Welches "Blut" jetzt vorherrscht im Clan ist auch vollkommen zweitrangig, solange beides denkbar ist.

Zum Clan:
A verstirbt bei Reiterunfall
B1 würde den Titel erben
B2 bringt B1 und dessen Familie um, C1 (besagter späterer Magier) bekommt das mit und flieht. B2 schiebt C1 den Mord in die Schuhe.
Nach langer langer Zeit kommt C1 zurück und rächt sich an B2 und bringt ihn um. C1 flieht.
Die Kinder von B2 streiten sich um den Thron.
C2a, C2b und C2c. C2b ist Borbaradianerin.
C1 ist verschollen und wird für tot erklärt.
Die Frau von C1 (und ihr Handelshaus) präsentiert den versteckt gehaltenen D1 (Azurion von Borga) als Erben. Dubios, aber die Papiere beweisen es.
Außerdem wird der ursprüngliche Mordfall aufgeklärt.
C2a schreit auf, C2b ist bereits tot, C2c schlägt sich überraschend auf die Seite D1.
C2a baumelt am Galgen.
C2c wird Vogt auf Borga und defacto-Vertreter, Führer des Militärs etc.
während sich D1 um die Außenwirkung (Ruf rein waschen und Geschäftliches/Schulden) kümmert. Win/win-Situation
Zumal ein entfernter Verwandter Ritter X versucht das Haus Borga komplett unmöglich zu machen, um anschließend von Rechts Wegen den Thron zu kapern.

Ein paar Helden beenden den Fluch auf Borga (B2 spukte dort als Nachtalp).

Bessere Zeiten, der Ruf der von Borgas bessert sich.

Dumm nur dass C2c eine hübsche junge Frau hat und die eine Affäre mit dem jüngeren D1 anfängt.

Sie gebiert einen Sohn "Echin d.J.".
Böse Zungen fragen sich jetzt "Ist das D2cii oder E1?"
Echin hat einen älteren Bruder D2ci (der ihn in die Dachkammer gesperrt hat)

Und jetzt wird es kompliziert:
Wenn D1 verstirbt, fällt der Thron an D2ci, weil er ja offziell keinen Erben hat.
Erkennt er aber D2cii als Erben an, also als E1, kommt es zum Eklat
und das Hauen und Stechen geht von vorne los.
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Thorgrimma
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Re: Thorwalscher Adersin-Schwertgeselle

Beitrag von Thorgrimma » 16.02.2015 13:46

Mir ist noch nicht klar, wieso du diese Vorgeschichte eigentlich haben willst. Natürlich mag sie interessant und alles sein, aber du schreibst noch mit keinem Wort, was diese Vorgeschichte mit dem Charakter deines Helden gemacht hat. Ist er deswegen jemand, der nun seelisch fast schon gebrochen ist und erst einmal heilen muss? Ist er ein Scheiß-drauf-jetzt-erst-recht-Typ? Ist er vielleicht deswegen besonders harmoniebedürftig und auf der Suche nach Liebe und Sicherheit? oder wurde er zum Zyniker, der vermeidet, GEfühle und Nähe zuzulassen? Sieht er die Welt nur noch als übel und schrecklich an, oder gelingt es ihm nach maraskanischer Manier in all dem Schrecken die Schönheit der Welt trotzdem zu sehen? Ist er deswegen depressiv oder gerade im Gegenteil lebenslustig und süchtig nach Erlebnissen, um einen Kontrapunkt zu setzen? Will er sich ins intrigante und negative Erbe seiner Familie einreihen (im Sinne von "das ist eben mein Wesen") oder will er dem scheinbaren schrecklichen Schicksal auf jeden Fall entfliehen?

Wenn du das entschieden hast, kann man dem Charakter weitere Konturen geben, vorerst ist er für mich aber noch viel zu blass.

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Re: Thorwalscher Adersin-Schwertgeselle

Beitrag von BenjaminK » 16.02.2015 13:58

TrollsTime hat geschrieben:Zu Magier
Du versteifst dich zu sehr auf "Magier".
In dem ganzen Clan gibt es exakt einen Magier oder besser gab es (Jetzt ist er ne Ente). Das ist für den aktuellen Charakter vollkommen unwichtig.
Ich versteife mich nicht auf den Magier, das war eine Setzung von Dir. Den Buchstabensalat zu entschlüsseln ist etwas anstrengend, sieht aber nach typischer Game of Thrones / Die Borgias / Adelsverflechtung aus. Das was ich mache ist Klischees bedienen wollen.
Klischees sind toll, weil dadurch ein gemeinsames Verständnis und Planbarkeit erreicht wird. Der Zwerg ordert ein Bier? Das passt. Aber wenn der Zwerg kein Bier trinkt, dann wurde mit diesem Klischee gebrochen. Das wiederum ist ganz wichtig um mit Spielerhelden aufzufallen. Das sollen Spielerhelden! Ihr Job ist es nicht, einfach in den Klischees des Hintergrunds zu verschwinden. Das Problem: Wenn irgendwann so viel Exoten geschaffen wurden, dann ist irgendwann das Klischee wieder der Exot. Das passiert irgendwann, wenn man sich vor den Klischees fürchtet und sie notorisch nicht bedienen will. Bediente Klischees sorgen aber dafür, dass die aussergewöhnlichen Charaktere aussergewöhnlich bleiben :)
Zu Albernia und Thorwal
Nach Thorwal (und Anhang) ist Albernia das Gebiet mit den Meisten R Thowalern.
Müssig sich darüber zuviel Gedanken zu machen.
Wie gesagt, ich habe nichts gegen R Thorwaler in Albernia *G*
Wahrscheinlich gibt es dort unzählige Mischformen zwischen Thorwalern und Mittelländern. Daher ist auch "sichtbar Thorwaler" so eine Sache. In Albernia ist da nichts "sichtbar(er) Thorwaler".
... und genau daran störe ich mich. Es gibt keine 0,25 Bonuspunkte auf Mut, weil Opa1 R Thorwal, Opa2, Oma1 und Oma2 aber R Mittelländer sind. Es gibt nur das diskrete Merkmal R Thorwal ja oder nein. Es gibt keine Halb-Thorwaler und ebensowenig gibt es Halb-Zwerge. Entweder ein Char ist groß, stark, mutig, abergläubig und jähzornig - oder nicht. Und wenn bei den Eltern keiner stark, mutig, abergläubig und jähzornig ist, dann auf einmal aber ein eben solches Kind geboren wird, dann stellt es die Umwelt vor die Frage: Warum? Die Frage und die daraufhin sehr schnell sehr wissenschaftlich geartete Antwort (demografische Verteilung, statistische Normalverteilung von Eigenschaften, rezessive Gene....) kann man sich sparen, indem einfach wieder das Klischee bedient wird, dass eine Blutlinie dicker wurde durch Heirat oder eine andere verwässert wurde.
Die Frage ist also nicht, ob Charakter XY RThorwaler sein kann,
sondern ob dieses Minimaxing geduldet wird (in diesem Fall ja).

Welches "Blut" jetzt vorherrscht im Clan ist auch vollkommen zweitrangig, solange beides denkbar ist.
Und genau das ist es, was mich stutzen lässt. Natürlich ist es denkbar, dass mal ein R Thorwaler und mal ein R Mittelländer bei den selben Eltern (beide gleiche R) geboren wird. Sorgt aber für Erklärungsbedarf. Über die ganze Sippe kann diese Mischung ja sein, aber wenn der Held R Thorwal hat, macht es die Sache runder, wenn wenigstens einer der beiden Elternteile auch R Thorwal hat.

Die Verflechtung sagt aber rein gar nichts darüber aus, warum du diverse Sachen als gesetzt betrachtest. Du setzt den Familiennamen und die Kultur, was ja völlig unbestritten ist. Aber warum setzt du Schwertgeselle? Wieso schicken die Eltern ihren Sohn so weit weg? Wieso Methumis? Wieso Liebfeld? Und da ist das dann eben die Frage, was die Kindheit mit dem Kind anstellt. Fühlt es sich verlassen und hat deswegen.....?! Thorgrimma hat da einige Beispiele geliefert :)
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Re: Thorwalscher Adersin-Schwertgeselle

Beitrag von TrollsTime » 16.02.2015 14:07

Thorgrimma hat geschrieben:Mir ist noch nicht klar, wieso du diese Vorgeschichte eigentlich haben willst. ... Ist er deswegen depressiv oder gerade im Gegenteil lebenslustig und süchtig nach Erlebnissen, um einen Kontrapunkt zu setzen? ... oder will er dem scheinbaren schrecklichen Schicksal auf jeden Fall entfliehen?

Wenn du das entschieden hast, kann man dem Charakter weitere Konturen geben, vorerst ist er für mich aber noch viel zu blass.
Das trifft es ziemlich genau!
BenjaminK hat geschrieben:...
Wahrscheinlich gibt es dort unzählige Mischformen zwischen Thorwalern und Mittelländern. Daher ist auch "sichtbar Thorwaler" so eine Sache. In Albernia ist da nichts "sichtbar(er) Thorwaler".
... und genau daran störe ich mich. Es gibt keine 0,25 Bonuspunkte auf Mut, weil Opa1 R Thorwal, Opa2, Oma1 und Oma2 aber R Mittelländer sind. Es gibt nur das diskrete Merkmal R Thorwal ja oder nein.
Eben.
Es gibt keine Halb-Thorwaler ...
selbstverständlich gibt es die
Entweder ein Char ist groß, stark, mutig, abergläubig und jähzornig - oder nicht.
äh nein, auch nicht alle Thorwaler sind gleich groß... Im Grunde ist es einfach: Wenn die Stammlinie "verwaschen" ist, entscheide ich mich einfach zwischen den Angeboten "Mittelländer" und "Thorwaler"
Und wenn bei den Eltern keiner stark, mutig, abergläubig und jähzornig ist,
äh, doch, träfe auf die meisten zu, aber im Grunde spielt:
dann auf einmal aber ein eben solches Kind geboren wird, dann stellt es die Umwelt vor die Frage: Warum?
kaum eine Rolle, denn die Unterscheidung zwischen Mittelländern und Thorwalern ist nur in den Extremen möglich und in Albernia wahrscheinlich fast gar nicht!

Nächstes Thema:
Du setzt den Familiennamen und die Kultur, was ja völlig unbestritten ist. Aber warum setzt du Schwertgeselle? Wieso schicken die Eltern ihren Sohn so weit weg? Wieso Methumis? Wieso Liebfeld? Und da ist das dann eben die Frage, was die Kindheit mit dem Kind anstellt. Fühlt es sich verlassen und hat deswegen.....?! Thorgrimma hat da einige Beispiele geliefert :)
[/quote][/quote]
Das "Wegschicken" auch über weite Strecken ist in der Tat nicht unüblich. Und zwei Städte weiter die Westküste runter ist in der Tat ein Klacks.
Unkonventionell ist die Familie so oder so.
Aber dennoch ist die Frage ja nicht unberechtigt.

Wegschicken, warum und wohin?
-- Wie gesagt, das Adelshaus hat keinen guten Ruf nach Außen, damit verbieten sich Akademien/Schwertgesellen nahebei. Gareth ist auch ausgeschlossen, da "da sowieso jeder über jeden bescheid weiß" (muss ja nicht schlimmen). Albernischer Nationalstolz tut sein übriges ihn nicht gerade nach Rommilys oder Gareth zu schicken (Andere Familien mögen das anders sehen).
-- Generationenlange Paranoia führen auch dazu, dass man den Jungen ungern zu Verwandten schickt über einen längeren Zeitraum
-- Bleibt das Ausland. Nahebei sind nur Thorwal ("Barbaren" - ohja, das ist nicht widersprüchlich!)
-- Und Horasreich ("Bildung"). Damit fällt die Wahl auf letzteres. Und da sucht man sich eher was unpolitisches aus. Also einen befreundeten Adligen oder einen xbeliebigen Schwertgesellen.
-- FERTIG

Was macht das aus dem jungen Mann?
-- Jemanden, der sich nirgendwo richtig zu Hause fühlt
-- Nicht stolz ist auf sein Elternhaus, aber irgendwie doch wieder. Vielleicht kann er ja den Ruf reinwaschen
-- Jemand, der sich für die Leute, die ihm unvoreingenommen sind und/oder nahe stehen, jederzeit opfern würde
Zuletzt geändert von TrollsTime am 16.02.2015 14:24, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Thorwalscher Adersin-Schwertgeselle

Beitrag von Thorgrimma » 16.02.2015 14:16

Naja, dass Kinder weit weg ausgebildet werden, das ist im offiziellen DSA auch nicht so untypisch. Raidri kam von Winhall nach Baliho, sein Ferdoker Sohn reiste mit Scanlail in Alberna herum, die Schwester von Arvid von Geestwindskoje ließ sich zur Ferdoker Lanzenreiterin ausbilden...
Bei so einer Familie wie den Borgas gabs ja vielleicht doch wenigstens eine gute Seele, die sich dachte, dass es ganz gut sei, wenn das Kind eben nicht in dem Spukschloss bei Mördern und Borbaradianern aufwächst (falls es was anderes sein soll als "Wir schicken den aus Intrigengründen weg"). Rein theoretisch könnte der Held also schon seit er 7 ist (Anreise!) von zu Hause weg sein und von der Familiengeschichte nur aus Briefen gehört haben und also relativ unbelastet sein...

Mit der Rasse stimme ich BenjaminK zu. Entweder das ist wirklich eine Familie, die das Thorwalsche Erbe ganz stark in sich hat (oder halt bevorzugt Thorwalerblut heiratet) und daher per se mutiger, stärker und jähzorniger ist, oder du solltest gleich Mittelreicher wählen (und halt mit eigenen GP die Vor-und Nachteile nachbilden).
Die Familiengeschichte würde jedenfalls zu einer Familie mit thorwalschen Ausprägungen passen. Gerade jähzornige, impulsive, kräftige und tollkühne Leute könnten ja recht leicht in solche Abgründe gezogen werden... (sie haben nicht nur ihre Launen, sie trauen sich auch noch, ihnen nachzugehen!)

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Re: Thorwalscher Adersin-Schwertgeselle

Beitrag von TrollsTime » 16.02.2015 14:34

@ Thorgrimma
S.a.o. Habe noch ergänzt.

@ All
Wie Thorgrimma sagt
Sehr schöne Beispiele.

Zu Albernia und Thorwaler:
In Albernia schätze ich das etwa 1:4 ein. Was ausreicht, nach Belieben "Thorwaler" ja sogar "Bisschen mehr Thorwaler als Vater und Mutter" zu setzen.

Im Falle der von Borgas passt das perfekt zur Familie.
Teufelskreis: Wer Gewalt in der Familie gewohnt ist, sucht sich vielleicht auch eher "kampfkräftige" Partner.
Die Familie zieht also thorwalsches Blut auch eher an.

Aber das ist alles nicht so wichtig. Wenn sich "Thorwaler" nicht vereinbaren ließe, wäre das nicht so schlimm. Der Clan bleibt wie er ist und da war ich bis jetzt ja auch nie gezwungen, mich zwischen "Mittelländer" und "Thorwaler" zu entscheiden.
Auch stellen die Modifikatoren ja nur eine Interpretation dar ("Was ist ein Thorwaler?") und selbst, wenn das die Beste wäre,
ließe sich da noch nicht herleiten, dass jeder junge Thorwaler so ist (Abergläubisch, jähzornig, besonders stark), sondern nur die meisten oder vielleicht auch nur die größte Teilmenge.

Bei DSA4 kollidieren ganz schnell gamistische oder gar powergamistische Ansätze mit narrativistischen und Fluff.
Solange da was schönes bei raus kommt....

Und ich denke, das könnte hier gelingen.
Wenn der Spielleiter querschießt oder wir ne "Thorwaler-Bremse" ziehen (könnte mir sogar selbst passieren, ich bin da sehr ambivalent) generiere ich ihn halt als Mittelländer und mit "Herausragendem Mut".
"Thorwaler ja/nein" ist die kleinste und unwichtigste Frage in Sachen Hintergrund.
(Und wer mich kennt, weiß, dass mir der "Thorwaler-Sog" keineswegs geheuer ist)
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Re: Thorwalscher Adersin-Schwertgeselle

Beitrag von BenjaminK » 16.02.2015 15:11

Freunde, es besteht ein Unterschied zwischen den Aussage: "Weit weg schicken geht nicht!!!1111einseinseinselfelf" und der Aussage: "Warum wird er weit weg geschickt?" :)

Es gibt kein Halb-Thorwaler. Es gibt Mittelländer und Thorwaler. Dazwischen existiert im Wege der Helden exakt: Nichts. Damit gibt es keine 2,5 GP teure Rasse mit 0,5 MU und 2,5 jähzorn. Die gibt es einfach nicht. Entweder das Blut ist thorwalsch oder mittelländisch. Entweder bekommt der Held den Auto-Nachteil jähzornig oder nicht.

Der gleiche albernische Nationalstolz, den auch die albernische Mutter der Regentin des Mittelreichs inne hatte? Also sind die Horasier, mit denen man im Krieg war, sympathischer als die Mittelreicher, denen man die Königin gestellt hat? Aus den Fetzen der Geschichte ergibt sich für mich immer noch nicht, wieso Schwertgeselle und Methumis gesetzt sind oder auch überhaupt die weit entferne Ausbildung. Es gibt bisher nur 100 Spektulationen wieso etwas passiert sein könnte. Aber Spekulationen passieren nicht und gehen nicht in die Geschichte ein.

Da das Ereignisse sind, die aber vor 10-20 Jahren statt gefunden haben, sind sie passiert. Sogar ganz konkret und damit reichen Spekulationen über theoretische Möglichkeiten nicht mehr aus. Da muss ein bisschen mehr von dem "wie war es wirklich?" in den Hintergrund. Ob der Char davon Kenntnis besitzt oder nicht.
Die Bezugspersonen machen etwas mit einem Kind. Das Kind entwickelt sich dadurch. Kenne ich das Verhalten der Bezugspersonen, kann ich den Charakter des Kindes erklären. Ist das Verhalten der Bezugspersonen exotisch, kann ich mir das Verhalten der nächsten Bezugspersonen ansehen.

Ist Enzo Comante ein alter Bekannter von irgend einem der Von Borgas, weil auf Abenteuer hat jemand die Schwester von Comante aus den Klauen des Drachen gerettet? Ja, natürlich ist das wieder eine Spekulation, aber letztendliche Antworten kann ich nicht liefern, weil ich die Familienchronik nicht habe :)
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Re: Thorwalscher Adersin-Schwertgeselle

Beitrag von TrollsTime » 16.02.2015 15:20

BenjaminK hat geschrieben:Freunde, es besteht ein Unterschied zwischen den Aussage: "Weit weg schicken geht nicht!!!1111einseinseinselfelf" und der Aussage: "Warum wird er weit weg geschickt?" :)

Es gibt kein Halb-Thorwaler. Es gibt Mittelländer und Thorwaler. Dazwischen existiert im Wege der Helden exakt: Nichts. Damit gibt es keine 2,5 GP teure Rasse mit 0,5 MU und 2,5 jähzorn. Die gibt es einfach nicht. Entweder das Blut ist thorwalsch oder mittelländisch. Entweder bekommt der Held den Auto-Nachteil jähzornig oder nicht.
Falsch! Entweder es "zählt" als "thorwalsch" oder es "zählt" als mittelländisch.
Bei "gemischtem Blut" habe ich ergo die Wahl!
...GEKÜRZT Ja, natürlich ist das wieder eine Spekulation, aber letztendliche Antworten kann ich nicht liefern, weil ich die Familienchronik nicht habe :)
Ich verstehe nicht, warum du dermaßen ins Detail gehen willst, ich will hier kein Epos schreiben, ja nicht mal eine Novelle,
sondern lediglich A+B kombinieren. Und da mache ich mir im ersten Schritt nur Gedanken über "Gibt es eine nicht allzuweit hergeholte Erklärung dafür?"
Die Antwort lautet "Ja, diverse!"

Ob die Familie der Mutter jetzt ein Kontor in Methumis hat
oder die Familie des Vaters (1 oder 2) dort eine Villa für den Winter hat oder der Vogt die Klingen mit XY freundschaftlich gekreuzt hat und deshalb seinen Sohn dorthin schickt oder die Familie panische Angst hatte, dass er das Zeitliche segnet vor seiner Zeit und deshalb solange mit den mittlerweile gedeckten Schuldscheinen gewedelt hat, bis irgendwer "hier" schrie, ist erst ein Mal zweitrangig.

Das ist alles Sache für das Feintuning, sobald die Eckdaten feststehen.
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Re: Thorwalscher Adersin-Schwertgeselle

Beitrag von X76 » 16.02.2015 15:22

BenjaminK hat geschrieben:Es gibt kein Halb-Thorwaler. Es gibt Mittelländer und Thorwaler. Dazwischen existiert im Wege der Helden exakt: Nichts.
Solche Mischlinge gibt es sowohl in Aventurien, als auch im WDH (S. 301 Kinder zweier Welten). Dort findet man auch zwei Möglichkeiten wie man diese in Regeln umsetzen kann. Man wollte nur nicht am Anfang für jeden möglichen Mischling eine eigene Rasse vorstellen. Das wäre ja auch zu viel des Guten.

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Re: Thorwalscher Adersin-Schwertgeselle

Beitrag von TrollsTime » 16.02.2015 15:27

Eben.
Und Albernia ist nunmal DAS Beispiel für RThorwaler außerhalb von HThorwal.
Wäre vollkommen sinnlos, wenn man da nur "reinrassige" Thorwaler oder Mittelländer spielen könnte, was im Ergebnis dazu führen würde, dass man 95% der Albernier NICHT spielen könnte, weil sie "gemischtrassig" wären.

Allein sich über sowas Gedanken zu machen und solche Begriffe zu wählen, dreht mir schon fast den Magen um
(wofür BenjaminK aber nichts kann!)

Kurzum: Ich würde in allen relevanten "Mischungen", die Wahl der "Rasse" dem Spieler freistellen.
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Re: Thorwalscher Adersin-Schwertgeselle

Beitrag von BenjaminK » 16.02.2015 15:49

TrollsTime hat geschrieben:
BenjaminK hat geschrieben: Es gibt kein Halb-Thorwaler. Es gibt Mittelländer und Thorwaler. Dazwischen existiert im Wege der Helden exakt: Nichts. Damit gibt es keine 2,5 GP teure Rasse mit 0,5 MU und 2,5 jähzorn. Die gibt es einfach nicht. Entweder das Blut ist thorwalsch oder mittelländisch. Entweder bekommt der Held den Auto-Nachteil jähzornig oder nicht.
Falsch! Entweder es "zählt" als "thorwalsch" oder es "zählt" als mittelländisch.
Bei "gemischtem Blut" habe ich ergo die Wahl!
Komm bitte ein wenig runter. Wenn es so falsch ist, dann zeige mir die Stelle in WdH, in der für den Halb-Thorwaler Werte angegeben sind.
Die Wahl habe ich dir im Übrigen nicht abspenstig gemacht. Im Gegenteil, diese Wahl habe ich sogar mit dem diskreten Ja/Nein-Kriterium untermauert.

Nachträglich wg. X76; Ja, Kinder zweier Welten sagt zwar, dass es (fluff)-Mischungen gibt und man sich extra noch entsprechende Rassen/Kulturen selbst bauen kann, aber gleichzeitig kommt eine Seite später am Beispiel von Viertelelfen heraus, dass man sich für eine der beiden Rassen entscheiden soll und dann einfach einen Einschlag feinjustieren soll. Das ist immernoch weit entfernt von einer RAW Halb-Thorwalerrasse.

Die Wahl der Rasse habe ich doch nirgends aus der Hand des Spielers nehmen wollen? *blöd guck* Ich sag lediglich, dass wenn die Eltern beide R Thorwaler sind, dann sieht ein R Mittelländer komisch aus. Wenn es eine Mischung gibt, dann sind Mutter oder Vater daran beteiligt, ansonsten sieht es komisch aus.
Ich verstehe nicht, warum du dermaßen ins Detail gehen willst, ich will hier kein Epos schreiben, ja nicht mal eine Novelle,
sondern lediglich A+B kombinieren. Und da mache ich mir im ersten Schritt nur Gedanken über "Gibt es eine nicht allzuweit hergeholte Erklärung dafür?"
Die Antwort lautet "Ja, diverse!"
Man kann jede Schlechte Eigenschaft einbauen. Natürlich gibt es Kombinationen, die Rechnerisch alles kombinieren. Du willst aber gleichzeitig stimmungsvolle Nachteile kombinieren und machst dabei strikte Festlegungen, die durch Setzungen in der Vergangenheit unumstösslich sind.
Ob die Familie der Mutter jetzt ein Kontor in Methumis hat
oder die Familie des Vaters (1 oder 2) dort eine Villa für den Winter hat oder der Vogt die Klingen mit XY freundschaftlich gekreuzt hat und deshalb seinen Sohn dorthin schickt oder die Familie panische Angst hatte, dass er das Zeitliche segnet vor seiner Zeit und deshalb solange mit den mittlerweile gedeckten Schuldscheinen gewedelt hat, bis irgendwer "hier" schrie, ist erst ein Mal zweitrangig.
Es macht einen deutlichen Unterschied in dem Verhalten des Helden begründet in der Entwicklung in der Kindheit. Das wiederum legt stimmungsvolle Nachteile nahe, die dann ohnehin ausgespielt werden oder verbietet andere Nachteile, weil sie unpassend, unrund wirken. Aufwachsen in der Wintervilla der Familie, behütet von der persönlichen Amme, die seit der Geburt als Leibdienerin zur Verfügung stand, und dazu noch mit jeder Menge Komfort? SE Verwöhnt wirkt stimmig.
Wegen einem fehlgeschlagenen Attentat von der Familie in Sicherheit gebracht. Bei Nacht und Nebel von der Burgzinne gesprungen mit dem Wildhüter, eilig irgend ein dreckiges Schiff im Hafen bestiegen und dann in Methumis gelandet, Schulden für eine anständige Ausbildung aufgenommen? Da passt SE verwöhnt gar nicht! Dafür passt dann Schulden und Wahnvorstellungen besser.
Das ist alles Sache für das Feintuning, sobald die Eckdaten feststehen.
Und genau da widerspreche ich eben. Das ist kein Feintuning sondern ganz zum Anfang, bevor irgend ein Wert steht bzw. mindestens als Iteration, bei der Machbarkeit im Wechselspiel mit Wunschgeschichte den Charakterbogen füllt.
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Re: Thorwalscher Adersin-Schwertgeselle

Beitrag von Thorgrimma » 16.02.2015 16:06

Also, ein Kerl mit einer schrecklichen Familie, allerdings in Methumis aufgewachsen, seit er in die Schwertschule kam. (Ich persönlich würde übrigens immer die Kultur der Ausbildungsstätte übernehmen, in dem Fall Horasisch. Ich finde, die prägt in den entscheidenden und langen 10 Pubertätsjahren viel mehr als eine Familie in den ersten 7-9 Lebensjahren.)

Von der Rasse her, wenn sie denn unbedingt sein muss, lässt sich neben jähzornig auch impulsiv oder streitsüchtig ableiten. Er ist halt von seinen Genen einfach der Pöbler, er kann sich da einfach nicht helfen, auch wenn er es vielleicht schrecklich findet...

Größten Einfluss wird die Truppe in Methumis haben, wahrscheinlich sind das viele adlige und Patrizierkinder. Hier bietet sich an:
- Arroganz und Eitelkeit mehr ausprägen als nur 5
- krankhafte Reinlichkeit oder verwöhnt - passt bei Adelskindern aus dem Horasreich immer gut
- Verschwendungssucht: Er muss einfach bei den ganzen reichen Mitschülern mithalten und sie beeindrucken. Da braucht er die neueste Mode, tolle Geschenke, Einladungen mit dem besten Essen, den angesagten Schmuck... Die Verschwendungssucht muss sich nicht auf ihn selbst beziehen, sondern dass er einfach jemanden Reicheren zur Schau stellen will/muss, als er ist.
- das Gegenteil - Geiz - ist ebenso denkbar. Wie in der 12eNamen soll er die ganzen Schulden abarbeiten? Da muss jeder Pfennig zusammengehalten werden. Und überhaupt findet er den zur Schau gestellten Reichtum der Mitzöglinge gar nicht toll, sowas dekadentes... Außerdem braucht er Gold, um von der Familie unabhängig zu werden und nicht in deren Sumpf reingezogen zu werden!
- Goldgier: ließe sich mit Geiz oder Verschwendungssucht gut kombinieren.
- Neid: Da gibt es für deinen Helden viele potentielle Gründe. Neid auf das gute FAmilienleben anderer, Neid auf deren Reichtum... wenn sie erst mal sehen, wie scheiße die Welt wirklich ist, werden ihnen aber die Augen aufgehen!
- Spielsucht/Alkoholsucht: Da wurde er von den Kameraden beim Lotterleben in Methumis (lauter Studenten der Universität, die feiern, gibts da auch noch!) angefixt und merkte, wie sehr ihn das seine Probleme vergessen lässt...

Bleiben mögliche schlechte Eigenschaften, die aus seiner Familiengeschichte resultieren könnten:
- Pechmagnet: Also, wie kann einer, der in eine solche Familie reingeboren wurde, eigentlich nicht ein Pechmagnet sein?!
- schlechter Ruf (würde ich dann aber auf die Gegend um Havena begrenzen und weniger GP dafür hergeben): Wo auch immer du hinkommst in deiner Heimat, da glauben alle, du seist ebenso wie deine Familie ein jähzorniger, gefährlicher Typ, der auch alsbald morden oder dem Borbaradianismus anheim fallen wird. Lieber von dem Kerl fernhalten! Der spielt seine Freundlichkeit nur, aber hinterrücks wird er einem was antun!
- Rachsucht/Größenwahn/Goldgier: könnten irgendwie vererbte oder anerzogene Eigenschaften deiner Familie sein... denn wieso sollte man so erbittert um ein Gut in einem Sumpf(!) kämpfen oder sich von Borbarad verführen lassen. Und vielleicht geben die ganzen Vorfälle deinem Helden ja einen Grund, dass er sich bei der Familie rächt.
- Gerechtigkeitswahn: Er will sich nicht rächen, nein, er will mit dem ganzen Gezücht von Familie aufräumen. Und überhaupt, auch bei anderen sollte man es nicht einreißen lassen, dass die so verderbt werden. Wehret den Anfängen! Bloß nicht zu nachsichtig sein, man sieht ja, wo das hinführen kann!
- Harmoniesüchtig (habe ich mir selber ausgedacht, müsste dann der Meister die GPhöhe bestimmen): Er will einen Kontrapunkt setzen zur Familie und allen Streit schlichten. Er kann es überhaupt nicht vertragen, wenn ihm jemand böse ist. Das kann auch soweit gehen, dass er es sich nicht mit den Kontrahenten verscherzen will, sondern die unbedingt eine gute Meinung von ihm haben sollen...
- Einbildungen: Er ist sich sicher, dass die anderen hinter seinem Rücken gegen ihn intrigieren. Die anderen, das ist nicht nur seine Familie, das sind auch seine Freunde. Er kann niemandem trauen, denn eigentlich wollen ihm sicher nur alle ans Leder.
- Ängste: Ach, da kann man aus einem ganzen Reservoir schöpfen. Er hat Angst vor Berührungen oder vor Nähe (gestörtes Bindungsverhalten), er hat Angst vor Magie (böser Magieronkel), er hat Angst vor Sümpfen oder Nebel (dass er da verloren geht), er hat Angst vor Geistern (der spukende Alp) usw. usf.
- Vorurteile: gegen Magier, Borbaradianern, gegenüber Traviageweihten (alles Mumpitz was die erzählen!) usw. usf.
- Schlafstörungen eklärt sich von selbst.

Sowas wie Medium wäre mir zu viel, das ist das Quentchen, das es übertreibt.

@BenjaminK: "Wegen einem fehlgeschlagenen Attentat von der Familie in Sicherheit gebracht. Bei Nacht und Nebel von der Burgzinne gesprungen mit dem Wildhüter, eilig irgend ein dreckiges Schiff im Hafen bestiegen und dann in Methumis gelandet," und dort bekommt man plötzlich den Arsch gepudert mit weichem Bett, tollen Kleidern, immer frischem Wasser... dann passt verwöhnt plötzlich wieder ziemlich gut - der Held hat dann nämlich einfach auch ziemliche Ängste, je wieder sowas mitmachen zu müssen, wo ihm es doch jetzt jahrelang super gut ging.

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Re: Thorwalscher Adersin-Schwertgeselle

Beitrag von BenjaminK » 16.02.2015 16:11

Thorgrimma hat geschrieben:@BenjaminK: "Wegen einem fehlgeschlagenen Attentat von der Familie in Sicherheit gebracht. Bei Nacht und Nebel von der Burgzinne gesprungen mit dem Wildhüter, eilig irgend ein dreckiges Schiff im Hafen bestiegen und dann in Methumis gelandet," und dort bekommt man plötzlich den Arsch gepudert mit weichem Bett, tollen Kleidern, immer frischem Wasser... dann passt verwöhnt plötzlich wieder ziemlich gut - der Held hat dann nämlich einfach auch ziemliche Ängste, je wieder sowas mitmachen zu müssen, wo ihm es doch jetzt jahrelang super gut ging.
Ja, exakt das! :) Je farbiger ich den Hergang vor dem Heldenleben auskleiden kann, desto eher kann ich mir stimmige Nachteile kombinieren. Vielleicht ist er so traumatisiert, weil der Anschlag statt fand, als er in einem Bett lag, dass er fortan immer UNTER dem noch so weichen Bett schläft. Dadurch entwickelt man auch irgendwie Schlafstörungen, wenn man mal nicht UNTER das Bett kann....

Reverse-Engineering bedeutet dann aber, dass man schon irgendwelche spannenden Ansätze braucht, bevor man beurteilen kann, ob ein Nachteil stimmig ist oder eindeutig nur Punktelieferant sein sollte :)
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Re: Thorwalscher Adersin-Schwertgeselle

Beitrag von Thorgrimma » 16.02.2015 16:18

*lacht* also diese Idee würde mir persönlich ja super gefallen, dass mein Held nur unter dem Bett schlafen kann... oh gott, das führt ja zu endlosen Problemen und Verwicklungen, vor allem, wenn er mal eine Geliebte hat...

Aber ansonsten ist das doch ein Wechselspiel: Eine gute Hintergrundgeschichte kann immens viele stimmige Nachteile ableiten, aber genauso gut können doch bestimmte Nachteile plötzlich die Hintergrundgeschichte generieren. Das würde ich jetzt nicht so eng sehen. Ich finde, man darf sowohl die Familiengeschichte als auch die Ausbildung in Methumis setzen. Bei der Thorwalerrasse hingegen wäre ich mir nicht so sicher, ob die nicht einfach nur wegen der Vorteile genommen wird(vielleicht nicht unbedingt bei Trollstime, weil der sonst keinen Powergamereindruck macht, aber bei anderen schon) - denn sie ist, wenn man den Thorwaler in andere Kulturen verpflanzt, meistens unnötig wie ein Kropf.

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Re: Thorwalscher Adersin-Schwertgeselle

Beitrag von TrollsTime » 16.02.2015 16:21

BenjaminK hat geschrieben:...Komm bitte ein wenig runter.
Sorry, der TE hat den Nachteil "Wetterfühlig", führt zu Kopfschmerzen und Jähzorn +3. Der TE entschuldigt sich,
zumal wir wohl aneinander vorbeigeredet haben:

Die Wahl der Rasse habe ich doch nirgends aus der Hand des Spielers nehmen wollen? *blöd guck* Ich sag lediglich, dass wenn die Eltern beide R Thorwaler sind, dann sieht ein R Mittelländer komisch aus. Wenn es eine Mischung gibt, dann sind Mutter oder Vater daran beteiligt, ansonsten sieht es komisch aus.
Da sind wir nämlich einer Meinung. So, wie ich mir die Borgas vorstelle, passt "thorwalsches Blut" sehr gut hinein, was dann hieße, dass die meisten wohl "eher Thorwaler sind", was unschlüssige Mischungen unwahrscheinlich macht.
...
Es macht einen deutlichen Unterschied in dem Verhalten des Helden begründet in der Entwicklung in der Kindheit. Das wiederum legt stimmungsvolle Nachteile nahe, die dann ohnehin ausgespielt werden oder verbietet andere Nachteile, weil sie unpassend, unrund wirken. Aufwachsen in der Wintervilla der Familie, behütet von der persönlichen Amme, die seit der Geburt als Leibdienerin zur Verfügung stand, und dazu noch mit jeder Menge Komfort? SE Verwöhnt wirkt stimmig.
Wegen einem fehlgeschlagenen Attentat von der Familie in Sicherheit gebracht. Bei Nacht und Nebel von der Burgzinne gesprungen mit dem Wildhüter, eilig irgend ein dreckiges Schiff im Hafen bestiegen und dann in Methumis gelandet, Schulden für eine anständige Ausbildung aufgenommen? Da passt SE verwöhnt gar nicht! Dafür passt dann Schulden und Wahnvorstellungen besser.
Das ist alles Sache für das Feintuning, sobald die Eckdaten feststehen.
Und genau da widerspreche ich eben. Das ist kein Feintuning sondern ganz zum Anfang, bevor irgend ein Wert steht bzw. mindestens als Iteration, bei der Machbarkeit im Wechselspiel mit Wunschgeschichte den Charakterbogen füllt.
Jetzt verstehe ich dich besser!
Ich mache das folgendermaßen:
1.) a) Narrativen (1/3) oder b)(power)gamistischen Ansatz (2/3) wählen.
2.) Anschließend kommt ein Drall in die Gegenrichtung (bei mir zu 95%, hatte erst einen Char, der "rein narrativistisch" ausgewählt war)
3.) Kombo wählen, die den Kern-Wünschen (a: Story; b: Fähigkeiten) am ehesten entspricht.
4.) Der narrativistische Ansatz endet oft hier.
5.) Der gamistische Ansatz schwenkt JETZT um und schaut, wie die gewählten Fähigkeiten in eine schöne Story eingebettet werden können bzw wie allzu exotische Kombos erklärt werden können (Rechtfertigungsphase)
6.) Kurzes Innehalten
7.) ggfs Fähigkeiten umstoßen, Kombo abändern
8.) Steht der Großteil des Konzepts?
9.) Falls ja, noch mal über "kleine Vor- und Nachteile" Gedanken machen. Wie erklären sich diese? Muss ich noch einmal umstoßen?

Bei mir ist das immer ein Wechselspiel.
Für manche Werte suche ich erst ganz am Ende eine Mini-Story

Edit:
An Thorgrimma ein dickes Dankeschön für die schönen Tips in Sachen Nachteile. Wahrscheinlich kriegt er so oder so beide Kulturkunden. Ich mag "Doppel-Kultis"
Danke auch an BenjaminK für das Dachzinnenszenario.
Was mir daran nicht passt, ist nur, dass ich in der jüngeren Generation keine Attentate vorgesehen hatte,
aber vielleicht ist ja auch noch ein Nachkomme von C2a (der Gehenkte) da, der sich an C2c (Vogt) rächen will, indem er dessen Sohn umbringt. Oder Freunde von C2b (die Borbaradianerin) führen aus Grund X einen Anschlag durch.

Der kleine wird verschifft und als der "unten" ist, entschließt man sich, aus der Not ne Tugend zu machen und ihn hier auszubilden.

Mit Onkel Azurion hat man ja im Grunde auch nichts anderes gemacht.

Ich wollte halt eher ein tragisches oder depressives Konzept. Da passte mir "Verwöhnt" nicht so in den Kram.

OFF
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Re: Thorwalscher Adersin-Schwertgeselle

Beitrag von BenjaminK » 16.02.2015 16:30

BenjaminK hat geschrieben:Das ist kein Feintuning sondern ganz zum Anfang, bevor irgend ein Wert steht bzw. mindestens als Iteration, bei der Machbarkeit im Wechselspiel mit Wunschgeschichte den Charakterbogen füllt.
Thorgrimma hat geschrieben:Aber ansonsten ist das doch ein Wechselspiel: Eine gute Hintergrundgeschichte kann immens viele stimmige Nachteile ableiten, aber genauso gut können doch bestimmte Nachteile plötzlich die Hintergrundgeschichte generieren
Sehe keinen Widerspruch. Konsens? :)

Im Übrigen gefällt mir gerade diese Dreckflucht-Methumispuder-Unterbettschläfer-Story gerade ziemlich gut! Sowas sind halt tolle Assoziationsketten und je mehr da die Farbe ins Detail geht, umso schöner werden sie. Und irgendwann hat man die Erklärung, warum man einen Psychopathen oder Soziopathen spielt, der trotz Ausbildung im lieblichen Feld Psychosen hat, die für Sigmund Freud der Stoff für wahre Legenden wäre :D

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Re: Thorwalscher Adersin-Schwertgeselle

Beitrag von Thorgrimma » 16.02.2015 16:35

Zuletzt noch was ganz persönliches, eine reine Geschmackssache:
- wieso muss die Familie eigentlich unbedingt Borga heißen? Das erinnert so stark an die Borgias und ist damit wenig einfallsreich...
- die schöne vom Magier verführte Mutter. Args, Klischee! Kann sie nicht eher schlau oder stark oder sonstwas sein, was ihn antörnte? Wenn die Rede von der schönen Lechmine ist, dann sehe ich sofort wieder das hilflose, junge, dumme aber schöne Geschöpf von mir, das vom Bösen verführt oder noch schlimmer geschändet wurde... Das drängt die Dame schon wieder in so eine abwertende und passive Opferrolle. Besser würde mir gefallen, dass sie ihn verführte, weil sie ebenfalls machtgeil ist, oder dass sie das Gerücht in die Welt setzte, damit der Sohn mehr Anspruch aufs Erbe hat, oder dass sie nicht unbedingt hübsch, aber klug und witzig war, usw.

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