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DSA4 Wahrhaft legendäre Werte?

Von A wie Abenteuerpunkte bis Z wie Zwerg: Alles über Erstellung und Entwicklung von Charakteren.
Vasall
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Wahrhaft legendäre Werte?

Beitrag von Vasall » 20.09.2017 13:24

Nun, wo Regelwerk aufhört, fängt "Meisterwillkür" eben an. :censored:

Kein Regelwerk kann und will Probemodifikatoren für jede erdenkliche Situation bereitstellen und noch spielen wir P&P-Rollenspiel und nicht Computerrollenspiel.
In Computerspielen muss man das Potential von Fertigkeiten in der Spielwelt klar vordefinieren und das Möglichkeitenspektrum komplett durchprogrammieren.
Im P&P hingegen soll die Fantasie der Spieler die Limits vorgeben und das Regelwerk bildet den Rahmen.

Wir kommen also nicht drum rum mit eher schlanken Tabellen zu arbeiten, die Modifikatoren eher nach allgemeingültigen Prinzipien àlà "Routineaufgabe", oder "auch für ungeübte zu schaffen", etc. vergeben.
Und wir brauchen auch von den Autoren eine Angabe die uns grob sagt welche Werte in der Hintergrundwelt eher legendär sind und welche eher Gesellen-, oder Meisterniveau haben, wenn wir grob in der selben Spielwelt spielen wollen.

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BenjaminK
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Wahrhaft legendäre Werte?

Beitrag von BenjaminK » 20.09.2017 14:05

Wenn man die situative, willkürliche Probenerschwernis mit einbezieht, wird es halt nicht mehr vergleichbar. Wer für sich aussagt, dass die Tabelle so stimmt (gleichzeitig aber standardmäßig 4 erleichtert), der streitet sich effektiv eigentlich um "nichts" mit demjenigen, der die Tabelle um 4 Punkte nach oben korrigiert.

Es gibt Bereiche, die sind stark im Detail geregelt. Ein Befreiungsschlag wird um 4 pro Gegner erschwert, ein Niederwerfen mit +4 und jede weitere Erschwernis auf die Gegenprobe des Verteidigers aufgeschlagen etc. und ein Plumbum gegen mehrere Gegner ist um die höchste MR plus die Anzahl der Gegner erschwert, aber wenn man sich Zeit lässt, kann man 3(4) Punkte Erschwernis abbauen über die verdoppelte Zauberdauer usw.

Das Problem an den weichen Erleichterungen wie "alltägliche Aufgaben" oder soetwas ist doch, dass da dann ganz oft die eigentliche Probenerschwernis mit dem Können vermischt wird. Für den Lehrling in der ersten Woche ist das Herstellen eines Tisches sicherlich nicht eine "Routineaufgabe", für den Schreiner/Tischlergesellen womöglich schon. Egal ob Bauer, der zur Mistgabel (die sogar als Werkzeug eigene Werte für Erleichterung/Erschwernis in Form des WMs hat!) greift, Weibel der Garde oder Raidri Conchobair....der Befreiungsschlag ist trotzdem um 4 pro Gegner erschwert, ebenso ist es egal, ob der Adeptus Minor oder die Spektabilität zaubert... die SpoMo verdoppelte Zauberdauer bringt immer nur 3(4) erleichtert und der Zauber ist immer noch um die MR erschwert. Hier gilt nicht, dass es ja für den Fasarer Beherrscher eine Routineaufgabe ist, jemanden mit einem Imperavi zu zwingen oder dass der Wuchtschlag für den Adersingesellen eine so alltägliche Aufgabe ist, dass er eine Erleichterung bekommt.

Abseits vom Kampf gibt es auch explizite Erschwernisse und geforderte TaP* im Handwerk, wenn es um das Herstellen von Waffen geht. Auch hier ist die Frage, ob wir darauf großzügig Erleichterungen verteilen oder die Erschwernis, wie sie nach TP, Material und Schmiedetechnik errechnet wird, als abschließend ansehen.

Generell ist das Regelwerk eher bei den Erschwernissen unterwegs, als bei den Erleichterungen, was eigentlich wiederum die Betrachtung der Skala mit höheren TaW Unterstützt, genau so wie die sonst unvergleichbar machende Berücksichtigung von willkürlichen Erleichterungen je nach TaW.
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Wahrhaft legendäre Werte?

Beitrag von LordShadowGizar » 20.09.2017 14:26

@Vasall Und das allgemeine Prinzip daran ist welches?
Was ist denn bitte eine Routinearbeit und wodurch deffiniert ich das man die Modifikationen aus der entsprechenden WdS stelle bekommt?
Ermist sie sich daran wie lange Mein Charakter TaW 15 hat oder wie oft ein Charakter etwas gemacht hat? Dazu habe ich nirgens was gefunden... und für eine verallgemeinerte 'TaW X= ?' Abstufung taugt das auch nichts... zumal es mich ehrlich verwundert, da das allgemeine 'an-einer-Aufgabe-Wachsen' ja mit dem 'Talentesteigern' dargestellt werden sollte... kann ich also mit TaW 22 so lange versuchen einfach ein Enduriumschwert nach den anderen rauszudrücken bis ich die Erleichterung von -7 erhalte? Also Fortschritt ohne Investition von AP? Ab dem wievielten Schwert wäre das? Geht das auch mit TaW15?
Ich bezweifle mal das diese der Sinn der übung ist.

Orientierung es sich an den TaW wann ich den Entsprechenden Modifikator bekomme? Nö... habe keine Auflistung gesehen (...bis auf Berufsgeheimnisse) die Aufgaben bestimmten TaW Schwellen zuordnet. Zu mal es irgend wie seltsam erscheinen würde erst proben einen bestimmten TaW mit diversen festen Modifikationen teilweise fast schon 'kaum schaffbar' zu machen... um diese dann mit einen 'Willkür-Modifikator' durch das gleiche TaW zu negieren... damit die schwierigkeit dann im Plausieblen Rahmen eines Fiktiven Ausbildungsstandes passt... warum dann überhaupt erst Modifizieren und nicht einfach festlegen "Ab TaW X kannst du Stühle machen"?

Du sagst :"Das ist doch kein Computerspiel..." damit hast du recht...
Aber man möchte ermitteln inwiefern man definieren kann ab welchen Talentwert ein Charakter einen Legandären Talentwert, oder anders gestufte Bezeichnung hat.
Also eine allgemeine Aussage für z.B.: "TaW 18 ist als Legendär einzustufen."
Würdest du da auch die Modifikationen Für absolute Dunkelheit beim Schmieden eines Enduriomsschwertes mit einbeziehen? Für knietief im Wasser? Nein? Warum würdest du also da bei sowas wie Routinearbeit einbeziehen? Und wie hilft uns das dabei eine allgemeine Aussage über den Wert einer TaW-Höhe zu treffen?... wenn wir dann nicht auch Modifikationen wie Dunkelheit mit einbeziehen.

Man kann mit mit der Tabelle zu den Situatonsmodifikationen allenfalls die schwierigkeit einer Aufgabe definieren (besonders wenn es an anderer Stelle im Regelwerk zu dieser Aufgabe keine Modifikationen festgelegt wurde). Man kann einzelne Aufgaben durch Stochastik der Proben mechanik an einen TaW orientieren.
Da aber die TaW-Höhenanforderungen der verschiedenen Talente bei ähnlichen Aufgabenniveau (irdisch, Arbeit für Gesellen, Meister... usw...) sehr unterschiedlich sein können (man vergleiche mal Alchemie mit Grobschmied...) kann man keine vernünfitge aussage treffen ab wann welche Werte allgemein als Lehrling, Geselle, usw... gilt.

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Beitrag von Shandrahel » 20.09.2017 14:47

LordShadowGizar hat geschrieben:
20.09.2017 14:26

"Ab TaW X kannst du Stühle machen"?
Aber so ist es ja eigentlich doch schon. Noch nicht mit TaW 7, also als Geselle, aber bereits mit TaW10 (also Altgeselle) sind nach der Zeitlassenregel (WdS S.14) keine Proben mehr nötig im Alltagsgeschäfft, nurnoch "unter Druck".

Das sollte eiegntlich die Ehre des aventurischen Handwerks retten können und erklähren warum recht niedrige Werte absolut OK sind.

Bedeutet aber auch wieder das die 10 Pkt. Schwelle für Handwerk und sowas eine viel höhere Bedeutung hat als für Magier. Also keine Vergleichbarkeit...

Vasall
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Beitrag von Vasall » 20.09.2017 16:43

LordShadowGizar hat geschrieben:
20.09.2017 14:26
Da aber die TaW-Höhenanforderungen der verschiedenen Talente bei ähnlichen Aufgabenniveau (irdisch, Arbeit für Gesellen, Meister... usw...) sehr unterschiedlich sein können (man vergleiche mal Alchemie mit Grobschmied...) kann man keine vernünfitge aussage treffen ab wann welche Werte allgemein als Lehrling, Geselle, usw... gilt.
Doch genau das muss man sogar festlegen, weil die Dimensionierung einer Fertigkeit anders nicht abzustecken ist.
Ich kann die Talentbeschreibung nicht endlos aufblasen um Anwendungsraum und Wirkungspotential der Fertigkeit bis ins Letzte zu beschreiben, daher muss ich das abstrahieren. Die Hintergrundwelt gibt mir dann die Hinweise was ein Alchemist und was ein Grobschmied auf Gesellenniveau so können sollte und danach kann ich meine Probenschwierigkeit einstellen. "Routiniert" bezieht sich eben nicht auf den individuellen Schmied, sondern auf die Gesamtheit aller Schmiede mit ähnlichem Erfahrungsniveau und Position in der Gesellschaft des Aventuriens der jeweiligen Spielrunde. Gleiches gilt dann für eine Legendäre Tat. Ich bin ein Legendärer Held wenn mir signifikant oft eine Tat mit legendär seltener Schwierigkeit, gemessen am Durchschnitt der Gesellschaft, gelingt.
Das Abstraktionen interpretierbar sind und damit vage bleiben ist dabei eben nicht zu verhindern und eher erwünscht.

Und deswegen könnten wir auch über die Einzelbeispiele ewig diskutieren und drehen uns hier wohl im Kreis.

Also mal anders gefragt:
Welches Werkzeug würdet ihr empfehlen, um das Potential von Talentwerten mit den Gegebenheiten der Hintergrundwelt zu verbinden?

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Beitrag von Jeordam » 20.09.2017 20:09

Eigentlich ist genau das recht einfach:

Hintergrundbeschreibung: Geselle produziert bei 20 Stühlen y mal Ausschuss.

Probenmechanismus f(x) ist definiert als 3W20.

x ist Werteset des Gesellen.

Damit f(x)=y gilt kann man an drei Sachen drehen:
f von 3W20 wegändern - will niemand.
y auf 95% Ausschuss ändern - macht den Hintergrund lächerlich.
Bleibt x, also das Werteset aus TaW und Attributen. Ausser der Tabelle im WDS steht dem nichts im Weg.
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Beitrag von Satinavian » 20.09.2017 20:34

Oder man benutzt die WdS Tabelle und legt die Schwierigkeit, Stühle zu erschaffen, so fest, dass es passt.

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Beitrag von Jeordam » 20.09.2017 20:44

Wieso oder? Genau das ist eine Änderung an f.
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Beitrag von Satinavian » 20.09.2017 20:51

Nö, ich muss gar nicht an der 3W20-Probe schrauben. Ich muss nur Erschwernisse/Erleichterungen und ggf. TaP* richtig setzen - alles Dinge, die der SL sowieso festlegen muss, da nirgendwo in den Regeln Vorgaben für "Stuhl" zu finden sind.

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Beitrag von Jeordam » 20.09.2017 21:40

Dann nimm von mir aus das Schmieden eines Standardschwerts. Das ist eindeutig definiert.
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Beitrag von Eadee » 20.09.2017 22:05

Vernünftige Waffen schmieden ist aber auch keine einfache Aufgabe. Ein echter Waffenschmied ist idR ein deutlich besserer Schmied als ein Hufschmied. Hatten wir aber auch alles schon mal.
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Beitrag von Jeordam » 20.09.2017 23:18

Dann änderst du eben y.

Das ist ja gerade der Punkt. Entweder du passt die Erwartungen (y) an die Stochastik an, oder du passt den Regelmechanismus (f) an, explizit inklusive Erleichterungen bzw. Erschwernissen, oder das Werteset (x).

Was du anpasst ist prinzipiell egal. Es sollte nur klar sein, was. Eine zweite Kompetenzskala im Regelmechanismus zu verstecken hilft nicht.
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Beitrag von Gorbalad » 20.09.2017 23:27

@Eadee
Dann schmieden wir halt einen Vorschlaghammer oder eine Holzfälleraxt...

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Beitrag von Eadee » 20.09.2017 23:47

Gorbalad hat geschrieben:
20.09.2017 23:27
@Eadee
Dann schmieden wir halt einen Vorschlaghammer oder eine Holzfälleraxt...
Wunderbar, für diese improvisierten Sachen sollten halt die normalen waffen-schmiede-Regeln nicht greifen, denn wenn sie für improvisierte Waffen Gültigkeit hätten, dann wäre es eine ganz schön aufwendige (und stundenlange) Arbeit bei einer Flasche den Boden wegzuschlagen um sie als improvisierte Waffe nutzen zu können. Ganz zu schweigen davon wie Einfach die Herstellung von einem Vinsalter Ei würde, wenn man es nach Waffenregeln herstellt weil man es ja als improvisiertes Wurfgeschoss verwenden könnte (Richtet ja sicher nur 1w TP an, also 12 TaP* pro Ei).
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Beitrag von BenjaminK » 21.09.2017 08:17

Wie gut, dass der Schmied nicht für die Glasbearbeitung herangezogen wird :)

Der Punkt ist, das für das Schmieden explizite Regeln bestehen (die übrigens stark auf dem Gebiet der Erschwernis wildern und so gut wie gar nicht bei den Erleichterungen). Gleichzeitig soll diese murksige Skala über alles und jeden und überhaupt Gültigkeit behalten. Ein Waffenschmiedegeselle sollte von seinem Handwerk leben können, wenn er nur Standard-Schwerter (Äxte, Speere, Vinsalter Eier....) produziert. Die ganzen Erschwernisse und geforderten TaP* damit zu erschlagen, dass man dem normalen Waffenschmiedegesellen dann herausragendes Werkzeug, routinierte Aufgaben und top ausgestattete Werkstätten andichtet, damit der normale Geselle von seinem Handwerk leben kann (und sich die Frage stellt, wie er da überhaupt ran gekommen ist, bevor er dank der Boni von seinem Handwerk leben konnte), damit die Skala Gültigkeit behält, sorgt eigentlich dafür, dass man eine interne zweite Skala hat.

Und die Herstellung einer filigranen Uhr über Grobschmied abzubilden, um etwas an den Regeln und Werten zu kritisieren, bringt auch nicht weiter.
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Beitrag von Zyrrashijn » 21.09.2017 08:21

Ein Geselle (und erst recht ein eher mittelmäßiger bis amateurhafter) hat selten eine eigene Werkstatt. Er arbeitet entweder für einen ortsansässigen erfahrenen Handwerker (und sammelt Erfahrung) oder geht auf die Walz (um Erfahrung zu sammeln). Er wird also viel zuarbeiten (einfache Aufgaben). Ein gerade fertiger Geselle muss also keinesfalls Schwerter am laufenden Band erzeugen können.
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Beitrag von Eadee » 21.09.2017 08:53

Ich sehe das wie @Zyrrashijn, ein Geselle (TaW 7) arbeitet vornehmlich unterstützend. Ein Geselle bei einem einfachen Hufschmied hat keine gute Werkstatt, aber eben auch keine schweren Aufgaben. Ein Geselle bei einem Waffenschmied hat idR zugriff auf eine hochwertige Werkstatt (ja ich behaubte dreist dass ein Waffenschmied locker das dreifache von einem Hufschmied einnimmt und deswegen sich auch die dreimal so teure Werkstatt leisten kann) für mich ist eine kleine Esse, Hand-blasebalg, Hammer, Metallfeile und ein Amboss, wie man sie in einer Dorfschmiede findet einfaches Schmiedewerkzeug. Eine richtige Waffenschmiede mit fest montiertem Blasebalg, einem Sortiment an Zangen, hämmern, Ambossen, einem drehbar montiertem Schleifstein etc ist nunmal imho hochwertiges Arbeitsgerät. Und da die Herstellung von Waffen anspruchsvoller ist als die von Hufeisen lässt man da eben erst den Altgesellen mit TaW 10 alleine ran, der hat dann etwa 13er Eigenschaften, 10 TaW und -3 Erleichterung (eventuell sogar noch einen Lehrling der ihm zuarbeitet) und hat damit eine Chance von 98,1% eine Standardwaffe zu fertigen. Im Mittel sammelt er pro Probe 8 TaP* an, braucht also drei Talentproben/Arbeitstage pro Schwert.
Klingt irgendwie nicht nach den 50% Ausschuss die hier von mancher Seite angeprangert werden, sondern eher nach gerade mal 5,6% in denen nicht alle drei Proben auf Anhieb gelingen. Und eine einzelne misslungene Probe ist kein Weltuntergang.
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Beitrag von Ardor » 21.09.2017 10:05

Eadee hat geschrieben:
21.09.2017 08:53
Im Mittel sammelt er pro Probe 8 TaP* an, braucht also drei Talentproben/Arbeitstage pro Schwert.
Weiß eigentlich jemand, wie lange ein mittelalterlicher Waffenschmied tatsächlich gebraucht hat um ein Schwert zu schmieden (oder ein Tischler für einen Tisch etc.).

Denn natürlich müssten man die benötigte Zeit pro Probe für die unterschiedlichen Handwerke auch anders gestalten.

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Beitrag von Tjorse » 21.09.2017 10:27

Ardor hat geschrieben:
21.09.2017 10:05
Weiß eigentlich jemand, wie lange ein mittelalterlicher Waffenschmied tatsächlich gebraucht hat um ein Schwert zu schmieden (oder ein Tischler für einen Tisch etc.).

Denn natürlich müssten man die benötigte Zeit pro Probe für die unterschiedlichen Handwerke auch anders gestalten.
Das kommt sehr auf die Qualität der Waffe an und welche Materialien verwendet wurden.

Ein einfaches Milizschwert aus Eisen wurde gegossen und kaum nachbehandelt und konnte daher notfalls in Massenfertigung hergestellt werden.
Ein gehärtetes Stahlschwert benötigt schon mindestens einen vollen Arbeitstag für das Schwert an sich, ohne die Einpassung des Griffs, Parierstangen, Schleifarbeit.
Eine Ritterwaffe kann man dann locker bei einer Woche ansetzen, weil die Waffe nicht nur gut funktionieren soll, sondern auch noch gut aussehen.
Und wenn wir dann noch Falttechniken wie bei japanischer oder damascener Schwertschmiedekunst einbeziehen, sind wir bei mehreren Wochen bis Monaten.

Das bezieht sich dann jeweils auf ein Langschwert, wobei das einfache gegossene natürlich fast schon bricht, wenn man einen schweren Hieb anbringt und es auch kaum zum schneiden geeignet ist, sondern Schaden durch Wucht (oder Stich) verursacht.

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Beitrag von BenjaminK » 21.09.2017 10:31

Und sobald bei einem Schwert auch nur der Bruchfaktor um 1 (von maximal 7....) gesenkt werden soll, braucht es den Meister mit TaW 15? Was braucht es dann erst, wenn der Bruchfaktor um 1 und die TP um 1 (von 3...) verbessert werden sollen? Laut WdS funktioniert das ab TaW 10. Effektiv braucht es dann aber den "Meister" mit TaW 15, der von 2 Altgesellen mit max. 5 Punkten unterstützt wird. D.h. dann, die TP+1, BF-1, INI+1 Waffe muss vom legendären Schmied mit TaW 18 und seinen vielen Helfern in der bestmöglichen Schmiede hergestellt werden. Also ist alles darüber unmöglich zu fertigen, es sei denn, es sind Große Wunder der Handwerkskirchen?

Mal davon abgesehen, dass ich gerade die Standard-Waffen eher von den Gesellen gefertigt sehen würde, weil es da wohl eher auf Stückzahl ankommt (Die Kaiserlichen heben ein neues Regiment aus, baut Schwerter!), wobei Meister und Altgesellen da eher überwachend tätig werden oder eine Endabnahme machen.

Allein die -3 für eine x-beliebige Schmiede ist halt schon streitbar, genau wie die 10er Altgesellen für alles :) und eben die pauschale Erleichterung, "weil ein Hufeisen eben eine einfache -7 Aufgabe ist".
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Beitrag von Satinavian » 21.09.2017 10:59

Ja, dass sind dann besondere Waffen aus berühmten Werkstätten. Was den WdS Einträgen von TaW18+ bzw. TaW21+ entspricht. Passt also.

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Beitrag von BenjaminK » 21.09.2017 11:21

Bei -1 BF, +1 TP und +1 INI ist das eine besondere Waffe aus berühmter Werkstatt? Okay... Und was ist dann -2 BF, +2 TP, +1 INI, +1 AT? Das ist immer noch nicht ausgereizt.
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Beitrag von Zyrrashijn » 21.09.2017 11:36

Ist das jetzt wirklich zielführend?
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Beitrag von Ardor » 21.09.2017 11:36

BenjaminK hat geschrieben:
21.09.2017 11:21
Bei -1 BF, +1 TP und +1 INI ist das eine besondere Waffe aus berühmter Werkstatt? Okay... Und was ist dann -2 BF, +2 TP, +1 INI, +1 AT? Das ist immer noch nicht ausgereizt.
Ist die Frage, ob es überhaupt berühmte Werkstätten braucht um Waffen zu produzieren die (im positiven) vom Standard abweichen, oder ob das der durchschnittliche Waffenschmiede-Meister im von Dir beschriebenen kleinen Umfang gegen entsprechend bares auch schon hinkriegen sollte.

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Beitrag von BenjaminK » 21.09.2017 11:56

Ardor hat geschrieben:
21.09.2017 11:36
[...]oder ob das der durchschnittliche Waffenschmiede-Meister im von Dir beschriebenen kleinen Umfang gegen entsprechend bares auch schon hinkriegen sollte[...]
That's the Point. Wenn es der durchschnittliche Waffenschmiede-Meister hinbekommen sollte, weil es nur ein kleiner Umfang ist, dann kommt er mit einem TaW 15 eben nicht aus. Wenn aber selbst der "kleine Umfang" der Verbesserung schon einen skalenmäßig kontintentweit bekannten, legendären Ausnahmeschmied braucht, weil das die Beschreibung des notwendigen TaW sind, um eine 10er Erschwernis verlässlich zu schaffen, dann stimmt irgendwo die Skala nicht.
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Beitrag von Tjorse » 21.09.2017 11:56

Besonders stabile (BF-), Scharf oder wuchtige Waffen (TP+) oder besonders gut in der Hand liegende Waffen (INI- / AT+) sind prinzipiell auch von dem Schmied und mit der gleichen Ausrüstung möglich, der auch das normale Schwert hergestellt hat, es dauert halt entsprechend länger, weil sorgfältiger gearbeitet werden muss. Es kommen auch eigentlich keine neuen Schmiedetechniken zur Anwendung.

Den Meisterschmied in der legendären Schmiede benötigt man erst, wenn andere Materialien zum Einsatz kommen. Im RL wäre das eine Esse, die überhaupt in der Lage ist, die nötige Hitze für bestimmten Stahl mit entsprechenden Legierungen zu erzeugen. Bei DSA müsste der Schmied erstmal die Kenntnisse haben, die entsprechenden Materialien zu verarbeiten und die Schmiede müsste das auch rein physikalisch umsetzen können.

Somit könnte in meiner Vorstellung ein wirklich guter Schmied eine wirklich gute (optimierte) Stahlwaffe herstellen, aber für die hochwertigeren Erze oder gar die magischen Metalle wird dann eben auch ein legendärer Schmied benötigt, bei dem die 20+ TaW eher dafür da sind, das er überhaupt das Grundwissen hat, die notwendig für den Fertigungsprozess sind, als das der Prozess selbst dann wirklich so unglaublich schwer ist.

Wir sind aber grade irgendwie meilenweit vom Thema abgekommen.. wir reden mehr darüber, was man damit machen kann, als welche Werte denn nun eigentlich als Legendär zählen.

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Beitrag von Ardor » 21.09.2017 12:04

Tjorse hat geschrieben:
21.09.2017 11:56

Wir sind aber grade irgendwie meilenweit vom Thema abgekommen.. wir reden mehr darüber, was man damit machen kann, als welche Werte denn nun eigentlich als Legendär zählen.
Eigentlich diskutieren wir gerade darüber, in welchen Bereich sich "passabel, normal, besser" bei TAW bewegen sollte und ob die Angaben aus WDS das abbilden, wenn man zum Vergleich die Schmiederegeln hernimmt. Ohne diesen Bereich abzustecken kommen wir auch nicht auf den Punkt, ab wann "legendär" anfängt, sondern wissen nur, bis wohin es maximal gehen kann, weil das der Regelmechanismus abdeckt.

Ich fürchte aber, das wir hier sowieso auf keinen grünen Zweig kommen werden, weil die Regelmacher wohl kaum die Handwerksregeln ausprobiert und dann die Tabelle mit den Wertegrenzen erstellt haben.

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Beitrag von Eadee » 21.09.2017 12:09

BenjaminK hat geschrieben:
21.09.2017 10:31
Und sobald bei einem Schwert auch nur der Bruchfaktor um 1 (von maximal 7....) gesenkt werden soll, braucht es den Meister mit TaW 15?
Das ist der Unterschied zwischen Massenware und besonderen Waffen. Ja auch ein Bruchfaktor von 1 weniger ist schon besonders.
Wäre es nichts besonderes und jeder Geselle könnte das am Fließband produzieren wäre der Eintrag der Waffe im WdS mit einem Bruchfaktor geringer. Alles was sich ohne signifikanten Mehraufwand/Risiko produzieren lässt ist Massenware und damit genau das was die Werte im WdS/Arsenal angeben.

Das man es ab TaW 10 versuchen darf besondere Waffen herzustellen ist mehr als angemessen, dass es einem aber weit öfter misslingt als eine Standardwaffe ist ebenso angemessen.

Wenn man natürlich ignoriert dass jede Abweichung von den Grundwerten einer Waffe eine "besondere Waffe" ist (Ja, rein RAW ist das so), dann ist man bei einem weiteren Punkt wo man argumentiert die TaW-Tabelle müsse ignoriert werden und dies begründet mit einer anderen RAW-Setzung die man auch ignoriert. Top! :6F:
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Satinavian
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Wahrhaft legendäre Werte?

Beitrag von Satinavian » 21.09.2017 13:36

BenjaminK hat geschrieben:
21.09.2017 11:56
Ardor hat geschrieben:
21.09.2017 11:36
[...]oder ob das der durchschnittliche Waffenschmiede-Meister im von Dir beschriebenen kleinen Umfang gegen entsprechend bares auch schon hinkriegen sollte[...]
That's the Point. Wenn es der durchschnittliche Waffenschmiede-Meister hinbekommen sollte, weil es nur ein kleiner Umfang ist, dann kommt er mit einem TaW 15 eben nicht aus. Wenn aber selbst der "kleine Umfang" der Verbesserung schon einen skalenmäßig kontintentweit bekannten, legendären Ausnahmeschmied braucht, weil das die Beschreibung des notwendigen TaW sind, um eine 10er Erschwernis verlässlich zu schaffen, dann stimmt irgendwo die Skala nicht.
Ich sagte "berühmte Werkstatt", nicht "kontinentweit bekannter, legendärer Ausnahmeschmied". Es wird in Aventurien eine ganze Reihe solcher Werkstätten geben. Sogar Zwerge außen vor gelassen, haben wir berühmte Schmiedezentren in Khunchom, Gareth, mehrere auf Maraskan, und in Arivor. Und mit Sichereheit noch eine ganze Reihe mehr, die ich gerade nicht auf dem Schirm habe.

Und ja, wer +1T, +1 Ini, -1 BF haben will, wird in unseren Runden typischerweise entweder eine Provinzhauptstatt oder zumindest eine Stadt, die für besondere Schmiedekunst bekannt ist, aufsuchen, um bei einem der bestangesehensten Schmiedemeister so einen Auftrag zu geben. Natürlich kann sich auch ein 08/15-Waffenschmied daran versuchen, aber bei dem ist nicht sicher das es klappt oder wie viele Versuche er braucht. Typischerweise wird dieser zu viel Zeit brauchen als dass sich dies lohnt. Weswegen er nicht verbesserte Waffen produziert.

Ich meine, die überwältigende Mehrheit im Umlauf befindlicher Waffen ist nicht verbessert, stellt aber offensichtlich das Niveau dar, auf dem typische Waffenschmiede Waffen produzieren.

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Wahrhaft legendäre Werte?

Beitrag von Gorbalad » 21.09.2017 14:00


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