Ideensuche zur Charakterdarstellung

Von A wie Abenteuerpunkte bis Z wie Zwerg: Alles über Erstellung und Entwicklung von Charakteren.
Antworten
Benutzeravatar
Romin Aranthal
Posts in diesem Topic: 4
Beiträge: 1069
Registriert: 16.11.2014 20:00

Ideensuche zur Charakterdarstellung

Beitrag von Romin Aranthal » 07.02.2018 19:47

Wie manche im Forum issen werde ich ja eine Thorwaler Hexe spielen, die sich in einem Dorf als Heilari niederlassen wird.

Als charakterliche MErkmale zeichnet sie große Rachsucht und ein Aberglaube von 7 aus. Darüber hinaus ist sie nicht Erd- sondern "Ritual-"gebunden aufgrund ihres satuarischen Glaubens.
So benötigt sie etwa für einen Heilzauber eine Schwanenfeder, für den Rabenruf ne Rabenfeder, für den Krötensprung etwa "Hasenpfote Krötenbein biss hinein" :cookie: . Für den Armatrutz muss sie sich und andere mit Asche beschmieren oder Blut bespritzen. Knochen ,gemalte Steinaugen oder geschnitzte Symbole etc. sind die "Bedingungen" ihrer Gebundenheit und je unterschiedlicher Zauber.
Daraus ergibt sich für mich auch eine besondere Glaubensauslegung, die ich gerne u.a. mit dem Kreislauf aller Dinge und dem Schicksalsglauben verbinden würde. Da die Thorwaler ja sehr Schicksalsgläubig sind. Wie könnte man diesen Glauben gut auch außerhalb der Magie ausspielen? ICh hab ihr ne kleine Trommel verpasst mit der sie schön schamanische Tänze aufführen kann. Denn auch ihre Heilkunst soll an Rituale und an einen Geister und Ahnenglauben geknüpft sein. Hier kann man ja auch schön mit Aberglauben ansetzen. Sie muss solche Erscheinungen oder den Glauben an Geister und nachwirkende Ahnen auch fürchten, je nach Situation. (Mir fallen noch Räucherstäbchen für die Darstellung ein... und euch?)

Wie würdet ihr die Rachlust der Hexe gestalten?

Darüber hinaus ist sie Eigeboren, woraus sich für sie auch ein Glaubensbild ergibt. Die Thorwaler denken ja, dass sich ein Schicksal nicht verändern lässt, man an sein Schicksal gebunden ist und das Erkennen des Schicksals eine lebenslange Aufgabe ist, die Niemand je abschließen wird. Sie aber meint ihr Schicksal zu kennen, Levthan und der Umstand ihrer Geburt haben sie zu höherem bestimmt. Ihre Aufgabe ist es zu Herrschen und die Schicksale derer die da als bloße MEnschen ihr unterlegen sind nach ihrem Willen zu formen und an ihr Schicksal zu binden.
Des Weiteren ist sie in ihrer Vorgeschichte von ihrer Mutter fortgeschickt worden, da sie später noch eine wichtige Aufgabe hätte und in Sicherheit und weit weg wohnen müsse. Daher ihr Marsch in den tiefsten Norden Thorwals von der nostrischen Grenze aus. Die Aussage der Mutter hat sie in dem Glauben bestärkt, sowie ihr besonderer Empfang und die vielen extremen und auch gemischte Gefühle die ihr auf ihrem ersten Hexentreffen entgegen gebracht wurden.

Darüber hinaus schwebt mir eine Magietheorie vor, der die Veränderung der MAtrix kopelt an das Ergreifen oder Verbrauchen eines in einem Gegenstand verbliebenem Schicksalsmoments. Sozusagen mit einer Restessenz oder dem bloßen Schatten einer Essenz von Leben. Aber auch von Besitz, Leidenschaft und Emotion übertragen und Gefangen in den Gegenständen, die mit einem Zauberwirken auch verbraucht wird. Mit offizielen Spielwelt brauch man hier nicht zu widersprechen, es dreht sich um eine IT Theorie
Sex, Drugs `N Dsa

Benutzeravatar
Cherrie
Posts in diesem Topic: 1
Beiträge: 3454
Registriert: 04.02.2015 17:52

Ideensuche zur Charakterdarstellung

Beitrag von Cherrie » 07.02.2018 19:55

Nur kurz angemerkt: Eine "zu Höherem bestimmte Herrscherin" beißt sich in meinen Augen mit "Heilerin in einem Dorf". Und zwar sowohl mit "Dorf" als auch in der "Heil-Funktion". Also eigentlich überall ;)

Benutzeravatar
Romin Aranthal
Posts in diesem Topic: 4
Beiträge: 1069
Registriert: 16.11.2014 20:00

Ideensuche zur Charakterdarstellung

Beitrag von Romin Aranthal » 07.02.2018 20:09

Ach stimmt ja, hab ich vergessen zu erwähnen.

Ihre Mutter war als "Swafnir"-Priesterin unterwegs. Swafnir als Geburt aus Sumus verstorbenem Leib und noch immer im Kampf mit Los in der jetzigen Gestalt von ?H´Rangar? - Sprich in dem Sandkastenspiel will die Heldin auch eine Rolle als Priesterin und somit als Herrscherin bzw. Mit-Herrscherin anstreben. Vielleicht bezieht sich das ganze auch nur auf eine spätere Herrschaft über den ehemaligen Zirkel, wer weiß das schon. Heilari ist auch nur ne Tarnidentiät, vielleicht macht sie die LEute auch absichtlich krank, um sie zu ihr in die Behandlung zu zwingen, wunderbare Sache um Rachsucht auszupielen.
Sex, Drugs `N Dsa

Benutzeravatar
Eadee
Moderator
Moderator
Posts in diesem Topic: 1
Beiträge: 1836
Registriert: 31.10.2016 15:51
Wohnort: München
Kontaktdaten:

Ideensuche zur Charakterdarstellung

Beitrag von Eadee » 07.02.2018 20:17

Ich denke die beste Erklärung für ihre Ausbildung als Heilari ist dass Lehrjahre eben keine Herrenjahre sind. Sie musste das lernen was ihre Lehrmeisterin verlangte um ihre Macht zu erlangen um irgendwann die Mittel zu haben die Macht zu ergreifen.

Alternativ könnte sie auch aus Forscherdrang Heilerin sein. Immerhin ist die größte Macht die man haben kann die Macht über Leben und Tod. Die Macht über die Lebenskraft von Sumu. Sie sucht also danach ihr wissen um diese Kraft zu perfektionieren um später mit Magie über die Lebenskraft gebieten zu können (Freizauberei Heilung/Schaden? klingt böse). Ob sie das je erreichen wird ist ja erstmal sekundär, aber das könnte ihre bisherige Ausbildung erklären.
Sads freindlich!
- Haindling "Bayern"

Benutzeravatar
Romin Aranthal
Posts in diesem Topic: 4
Beiträge: 1069
Registriert: 16.11.2014 20:00

Ideensuche zur Charakterdarstellung

Beitrag von Romin Aranthal » 07.02.2018 20:29

Danke, guter Vorschlag. ISt aber auch nicht mein Hauptanliegen.

Wichtiger sind Ideen zur schamanistischen Darstellung und weitere Ideen zu Aberglaube, Rachsucht und Glaubensbild
Sex, Drugs `N Dsa

Benutzeravatar
Laske Hjalkason
Posts in diesem Topic: 1
Beiträge: 541
Registriert: 10.08.2010 08:36
Wohnort: Lörrach (BW)

Ideensuche zur Charakterdarstellung

Beitrag von Laske Hjalkason » 08.02.2018 09:22

Ich spiele eine Rabenhexe. Da sie eigeboren ist glaubt sie eine Tochter Levthans zu sein und irgendwie sind ja alle Hexen Töchter Satuarias. Das bedeutet alle anderen Götter sind ihre Onkel und Tanten und sie selbst ist eine junge Göttin. Inzwischen wird sie von 3 Goblinstämmen als "die andere Mutter" verehrt und in einer Holzfällersiedlung als "die Gebenedeite". Ihre Aspekte sind Traum und (v.a.) Alptraum und man betet zu ihr, wenn man Strafe über jemanden bringen will, der es verdient hat (v.a. natürlich über Männer :censored: ). Es gibt auch einen Schrein im verfluchten Wald zwischen den 3 Goblindörfern und der Holzfällersiedlung. In dem verfluchten Wald, das "Tannenbühl" (wo die Tannen so hoch wachsen, das man auch am Tag kein Sonnenlicht sieht), streifen Karmanthi herum, die den Befehl haben erwachsene Männer zu vertreiben, deswegen ist der Wald verflucht. D.h. Kinder, Frauen und Goblins können ihn passieren. Die Funktion des Waldes ist eigentlich v.a. das Voranschreiten der menschlischen Zivilisation zu bremsen und die Goblins zu schützen.
In dem Schrein gibt es drei Priesterinnen, es handelt sich dabei um die 3 Paktiererhexen Fato, Diven und Skuld, die sich meiner Hexe angeschlossen haben, da sie hoffen durch meine Eigeborene eine Chance zu erhalten ihre Pakte zu brechen. Als Eigeborene sieht es meine Hexe auch als ihre Pflicht an sich um so etwas zu kümmern und ihren sterblichen Schwestern helfen und sie beschützen muß. Im Schrein gibt es eine Holzstatue meiner Hexe mit Rabenflügeln, "die Engelsmacherin". Frauen können zum Schrein pilgern um ein ungewolltes Kind (evtl. von einer Vergewaltigung) loszuwerden. Die Statue hat einen permanenten Unfruchtbarkeitsfluch auf sich. D.h. wenn man sie berührt verliert man das Kind und es wird zum "Engel". Die Föten werden von den 3 Paktiererinnen gesammelt, das sind hervorragende Paraphenalia.
Der Hauptfeind meiner Hexe ist der böse Onkel Boron, da er sie dabei behindert, den Sterblichen ihre Alpträume zu bringen. Im Spiel kommt es öfter vor, das ich einen Geweihten bei der Hand nehme um gemeinsam zu Onkel oder Tante (abhängig vom Geweihten) zu beten und ihm zu erklären, das ich seine Götter gesehen habe. Das ist schon ziemlich häretisch und sorgt immer wieder für Schwierigkeiten. So genug von meiner Hexe, das ist etwas lang geworden.

Was ich bei Deiner Hexe auch sehe ist der Herrschaftsanspruch, der sich aus der göttlichen Abstammnug ableitet. Das war bei älterern Kulturen allerdings üblich. Später im Christentum war der Herrschaftsanspruch gottgewollt, in früheren Kulturen stammte man von den Göttern ab. Gute Beispiele sind Theseus bei den Griechen und Ragner Lothbrock bei den Dänen. Ich würde Dir tatsächlich die Serie Vikings empfehlen. Dort sieht man schön, wie Ragnar einerseits nie Herrscher werden will, andererseits das Gerücht am Leben hält er sei Odins Sohn. Auch wenn er nicht nach dem Thron strebt, dann hat er durch seine göttliche Abstammung einen Anspruch darauf und wird dadurch für alle Herrscher eine Gefahr.
Vielleicht begründest Du auch, ähnlich wie meine Hexe durch die göttliche Abstammung, einen Sonderstatus, der Dich über die Sterblichen erhebt, schließlich bist Du eine Unsterbliche. D.h. Du bist verantwortlich für sie im Guten wie im Schlechten. Du mußt ihnen helfen wo sie es brauchen und sie strafen wo sie zu weit gehen. Das bedeutet, Deine Rache ist göttliche Gerechtigkeit. Die Sterblichen werden Deinen Zorn nicht immer deuten können, denn Deine Wege sind für sie unergründlich. Für die Sterblichen bist Du so unbegreiflich wie der Mensch für das Vieh auf der Weide.

Du könntest Dir über die Zeit die Aspekte Deiner Göttlichkeit erarbeiten. Was ich bisher sehe ist die Macht über Leben und Tod. Vielleicht solltest Du Dir einen Fluch aussuchen, der Dich am ehesten prägt. Bei meiner Hexe ist es der Unfruchtbarkeitsfluch, der ihr Zugang zum Schicksal gibt. Bei Dir könnte es der Krankheitsfluch sein.
Für den Hintergrund meiner Hexe hab ich ihr eine Prophezeihung mitgegeben die lautete: "Ihre Jungfräulichkeit ist Levthan versprochen. Wenn ein anderer Mann ihre Jungfäulichkeit raubt, dann wird Levthan in grausam töten." Diese Prophezeihung war allerdings eine Lüge, die ihr von den anderen eigeborenen Rabenhexen mitgegeben wurde. Diese Lüge sollte sie grausam machen und das funktioniert. Denn sie konnte sich in keinen Mann verlieben, denn dadurch hätte sie ihm einen grausamen Tod gebracht. Wahlweise hätte sie auch mit einem Ekel ins Bett können um ihn zu vernichten, auch das hätte sie grausam werden lassen. Schlußendlich wurde sie dann als fast 50jährige tatsächlich in einem Alptraum von Levthan auf grausamste Art und Weise vergewaltigt. Auch das hat funktionert sie etwas grausam werden zu lassen.
Ich wollte damit anregen, das auch Du Deiner Hexe eine Art Fluch mitgibst. Ein Fluch durch die anderen Hexen um Dich in eine bestimmte Richtung zu formen. Denn diese falsche selbsterfüllende Prophezeihung die meine Hexe bekam war nichts anderes als ein Fluch der ihr Schicksal lenkt. Ich sehe die Hexenflüche selbst eher als eine Art der Kommunikation und wie Hexen miteinander umgehen. Die Flüche sind Teil ihrer Persöhnlichkeit. Alles kann man irgendwie als Fluch betrachten. Und es gibt vielleicht einen Fluch der ihre Person und ihre Aufgabe am ehesten beschreibt.
Ich rate Dir dazu da dies alles ein Zugang zum Schicksal ist. "Das Schicksal ist alles". Gerade in den nordischen Kulturen sieht man das so. Die höchste Aufgabe ist es sein Schicksal zu erkennen. Bei meiner Hexe war der Fluch den ich ihr mitgab eine falsche Prophezeihung, das war natürlich passend weil sie eine Seherin ist. Vielleicht nimmst Du Dir auch eine falsche Prophezeihung, da mir grad nix besseres einfällt. Noch schöner wäre natürlich etwas das zu einer Krötenhexe noch besser passt. Vielleicht hast Du diesen Fluch aber auch schon durch Deine Ritualgebundenheit und Du mußt nur noch erkennen was das für Deine Hexe bedeutet. Aber dazu hat sie ja ein paar Ewigkeiten Zeit. :wink:
Leben = Wahrheit + Gott
=>
Wahrheit = Leben - Gott

Benutzeravatar
Ugo Baersgarjew
Posts in diesem Topic: 1
Beiträge: 153
Registriert: 03.07.2016 16:26
Geschlecht:

Ideensuche zur Charakterdarstellung

Beitrag von Ugo Baersgarjew » 10.02.2018 15:53

@Laske Hjalkason
Wahnsinns Storry :6F:

Als fluch über leben und tot währe auch der OPFERFLUCH interessant da das Opfer mit genügend Stärke, Konstitution und Durchhaltevermögen eine Schanze hat das "GÖTTERURTEIL" zu überleben. Das würde die Anlmalische, ursprüngliche und schamistische Magie in meinen augen noch besser widerspiegeln.

Edit: @Romin Aranthal
Wenn du deine Hexe so Stark beschneides das du quasi die Spruch Zauberei einbüßt (so verstehe ich es jedenfalls), kannst du auch erdgebunden bleiben da du durch deine Ritualmagie sowiso nich vom Besen aus zauben kannst. Oder hast du hierfür bereits eine gute lösung ersonnen, die dir dein Meister auch genehmigt? Das ein Vollzauberer der eigentlich Spruchzauberei beherrtsch, zum reinen Ritualzauberer zu machen, finde ich schon eine extreme Behinderung. Aber das ist geschmackssache und wenn du dir darüber im klaren bist wie sehr du deine Hexe hier in ihren möglichkeiten einschränkst, ist daa auch in Ordnung.
Hierzu könntet ihr die Magie (Regeltechnisch) ja tatsächlich auch so gestallten wie Schaman und Geweihte ihre Rituale und liturgien anwenden.
Sozusagen nur über die Ritualkentnis arbeiten und und die Zauber in Ritualgrade Einstufen und damit wie auch ein Geweither mit Liturgiegrad 5 Liturgien bis Grad 3 oder 4 auf Gegenatände übertragen kann, was Hexen zumindest mit ihren flüche sowieso tun können. Warum nicht auch mit z.B. einem Attributo, als Ritual, ein Mut Amulett zur 1-,2 oder 3 maligen Anwendung je nach Ritulgrad erstellen.
Das würde die einschränkung zu Spruchzauberei evtl ausgleichen.
Gekoppelt mit BLUTMAGIE würde das gut in eine Altertümliche Hexenküche passen finde ich.

Dealson
Posts in diesem Topic: 1
Beiträge: 90
Registriert: 19.02.2014 22:11

Ideensuche zur Charakterdarstellung

Beitrag von Dealson » 10.02.2018 19:39

Eine Möglichkeit wäre, dass deine Hexe ein absolut egozentrisches Weltbild besitzt und auf die Außenwelt projiziert. Alles positive geschieht natürlich, um sie zu erfreuen und wegen ihrer Präsenz. Negative Ereignisse hingegen stellen Dissonanzen in der natürlichen Ordnung dar und gehören bereinigt. Ihre "Rachsucht" ist dann lediglich das Anliegen, die natürliche Ordnung wiederherzustellen.
Angenehm für die Party wäre das zwar nicht, aber bei dem Konzept scheint das generell kein großes Anliegen zu sein :P

Benutzeravatar
Romin Aranthal
Posts in diesem Topic: 4
Beiträge: 1069
Registriert: 16.11.2014 20:00

Ideensuche zur Charakterdarstellung

Beitrag von Romin Aranthal » 16.02.2018 06:52

Danke für die großartigen Anregungen
Sex, Drugs `N Dsa

Antworten