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Echte Münzen am Spieltisch

Erfahrungen, Tipps, Vorlieben, Probleme, Fragen zu RPG-Systemen und RPG-Theorie.
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Nuvi
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Echte Münzen am Spieltisch

Beitrag von Nuvi » 06.02.2017 16:49

Hallo liebe Gemeinde!

(vorab: ich bin mir nicht sicher, ob meine Frage hier richtig ist. Wenn nicht, bitte verschieben :oops: )

Meine Spielergruppe und ich (ich bin SL mit 4 Spielern) möchten bald in die Welt von DSA5 einsteigen. Ich bin schon fleißig dabei das GRW zu wälzen. Zuvor haben wir ein paar Abenteuer im System "Aborea" bestritten, was uns dann aber doch zu "grob gehauen" war und wir gerne ein umfangreicheres, detailgetreueres System spielen möchten. So.

Ich würde meinen Spielern gerne eine Art echte Währung in die Hände drücken. Einfach, weil ich sowas total atmosphärisch finde, RL Elemente, mit IT Elementen zu verbinden.

Nun gibt es ja dieses "offizielle" Münzset mit dem vergoldeten Dukat. Wenn ich mir aber so das Startguthaben von 750S, also 75D anschaue, muss ich sagen, dass das doch ein kleeeiiinwenig zu teuer ist.

Nun kam mir in den Sinn, einfach irgendwelche alten, "ausländische" Münzen im größeren Maße zu ersteigern (oder bei Bekannten zusammen zu klauben) und diese als Währung zu verwenden. Vorteil wäre, dass diese schon schön vergriffen und verwendet aussehen und nicht so aalglatt und poliert. Nachteil wäre, dass man kaum ein einheitliches Bild zusammen bekommt, es also schwierig werden könnte, ganz klar zwischen den Einheiten (Kreuzer, Heller, usw) zu trennen. Außerdem weiß ich nicht, wie reich die Charaktere im Verlaufe des Spiels werden könnten, und ob dann so ein voller Münzsack nicht irgendwann mehr stört, als Ambiente schafft.

Gibt es da Erfahrungen oder Ideen zu?

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Gubblinus
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Re: Echte Münzen am Spieltisch

Beitrag von Gubblinus » 06.02.2017 17:11

Wie teuer oder billig darfs denn sein?

Billiger als Euro-Cent oder ähnliches wirds glaube ich nicht wenn man was kauft (zum Beispiel finde ich geben die 1-5er Eurocent super Kupfermünzen ab, und die 10-50er super Goldmünzen.

Unter 25-40 cent pro Münze tut sich da auch bei anderen Münzen wenig (ist Plastik eine Option ? da könnts nochmal billiger werden).
Du kannst in Google mal nach "Larp Münzen" suchen, da findet man einige Shops die Münzen anbieten die auch sehr stimmig und nett aussehn, allerdings halt 25-40 cent das Stück kosten.
in Plastik kostets halt empfindlich weniger. 4 Euro für 80 Stück, da kann man sich dann wesentlich mehr leisten (einfach nach "Plastik Münzen" googeln).

Nuvi
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Re: Echte Münzen am Spieltisch

Beitrag von Nuvi » 06.02.2017 17:14

Die Kostenfrage hängt imho halt mit dem potenziellen Vermögen der SCs zusammen. Wenn das immer nur bei ein "paar" Dukaten (und kleineres) bleibt, dann wären deine Vorschläge sicherlich eine Option.

Wenn das aber schnell mal mehrere hundert Dukaten werden, muss ich mir was überlegen.

Ich hatte schon an farbige Plastik-Einkaufschips gedacht, allerdings finde ich das einfach nicht schön. Dann lieber ganz ohne.

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Skyvaheri
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Re: Echte Münzen am Spieltisch

Beitrag von Skyvaheri » 06.02.2017 17:54

@Nuvi: Ehrlich gesagt, würde ich mir das sparen... Du solltest als SL lieber Dein Engagement in die Vorbereitung und das Leiten von "für die Spieler spannenden" ABs stecken und nicht in Gimmicks... Investier die Zeit lieber dafür für die ABs passende Musik rauszusuchen, da habt ihr mehr von, als von ein paar Münzen auf dem Tisch - oder soll es eine Runde Texas Hold'em werden?! ;-)

Just my 2 cents... :devil:

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Alle Infos zu Sky's DC bzw. Ex-G7-Runde gibt es hier:

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Cherrie
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Re: Echte Münzen am Spieltisch

Beitrag von Cherrie » 06.02.2017 19:06

Man könnte ja auch den "Golddukaten" einführen (=10 oder 100 Dukaten). Offiziell ist es dann nicht mehr, aber hey, mit 750 Silbermünzen in einem Beutel rumzurennen ist so oder so Blödsinn, da biege ich gerne die Regeln :)

Andwari
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Re: Echte Münzen am Spieltisch

Beitrag von Andwari » 08.02.2017 19:13

Anders als bei D-Mark-Münzen darf man seine Euro- und Centstücke nach belieben verunstalten = ihr könntet da mit Hammer oder Lacksprühdose schnell zu viel "fälschungssicherem" Geld kommen.

Einzige weitere halbwegs billige Alternative wären "Feng Shui Münzen" - da taucht immer mal auf Ebay ein größerer Posten auf, die gibt es in unterschiedlichen Größen und z.T. auch silberfarben.

Die goldfarbenen Faschings-Piratenschätze können meist optisch nicht überzeugen, wenn man schon so was macht, sollte mMn auch die gefühlte Wertigkeit stimmen, man also nicht 10 ordentliche Silbermünzen für ein goldfarbenes Stück Plastik-Bäh hergeben müssen.

Thorgrimma
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Re: Echte Münzen am Spieltisch

Beitrag von Thorgrimma » 09.02.2017 13:25

Ich würde abraten, einfach aus dem Grund, weil man nicht ganz genau jeden Tag ausspielt. Und selbst wenn man die Tage ausspielt, dann ist es nervig, sich den Preis jedes Zuckergebäcks zu überlegen, das die Held*innen sich mal gönnen wollen. Letztlich läuft es meist doch darauf hinaus, dass man sich die Kosten eines Lebensstils überlegt und dann nur noch Sonderausgaben, die darüber hinausgehen, abrechnet. Dazu dann aber Spielgeld zu nehmen und jeden Heller abzurechnen, obwohl die nicht gespielten Tage nur so im Ungefähren bleiben, ist aber zumeist unbefriedigend.

Wie Skyvaheri schreibt, ich glaube auch, dass die Energie dafür woanders besser investiert ist, zum Beispiel im Überlegen von tollen NSCs, die den Held*innen nahe stehen.

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Re: Echte Münzen am Spieltisch

Beitrag von Zyrrashijn » 10.02.2017 10:06

Ganz zu schweigen vom Plündern eines Drachenhortes! Gimmicks sind nett. Ich selbst verwende Runensteine, Inrah-Karten und so weiter, um gewisse Spielaspekte ein bisschen zu unterfüttern, allerdings nicht ständig. In dubio pro Inhalt, contra Gimmicks!
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Re: Echte Münzen am Spieltisch

Beitrag von Grinder » 10.02.2017 17:34

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These things are romanticized, but in the end they're only colorful lies.

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Re: Echte Münzen am Spieltisch

Beitrag von Ivar Solgison » 16.02.2017 20:05

Just my 5 cents (pun intended):

Disclaimer:
Folgendes macht man besser nicht zu Hause, sondern mit befreundeten Alchymisten, Chemielehrern oder ähnlichem Gelichter. Schutzbrille ist unumgänglich und ein Abzug wärmstens empfohlen.

Ziel:
Kupfer-, Silber-, und Goldmünzen herstellen.

Material:
-Ein Beutel 1-, 2- und 5-Cent-Münzen* möglichst exotischer Provinienz (Irland, Finnland, Potugal, whatever)
-NaOH Natronlauge (Entsorgungshinweise beachten)
-Feines Zinkpulver (keine Späne)
-Tigelzange
-Brenner (logischerweise mit Gas)
-Topf, der nicht für Nahrungsmittel vorgesehen ist

Vorgehen:
a) Exotische Seite nach oben, bämm da habt ihr eure Heller.
b) Nicht als Heller vorgesehene Münzen gründlich säubern (am besten neue entfetten, als alte Münzen in Salzsäure zu legen)
c) Münzen in Natronlauge kochen und Zinkpulver beigeben**
d) Weiterkochen bis die Münzen silbern sind
e) Münzen rausfischen, abwischen, abtrocknen, überschüssiges Zinkpulver entfernen
f) Jetzt habt ihr Silbermünzen. Eigentlich verzinktes Kupfer, sieht aber 100% nach Silber aus.
g) Jetzt mit der Tigelzange eine Münze in die rauschende, blaue Flamme des Brenners halten, bis sie golden ist (nicht länger, sonst sieht das wie angegimmelte Bronze aus). Wiederholen. Stark bleiben, damit nicht zu wenige silberne übrigbleiben. Aus Zinn und Kupfer entsteht Messing als homogenes Stoffgemisch, das sehr, sehr nach Gold aussieht.
h) Labor aufräumen, Natronlauge fachgerecht entsorgen

*Andere Vollkupfer-Münzen gehen auch. Aber niemals US-Münzen Prägedatum 1982 oder jünger benutzen, die sind aus Zink und verbiegen sich!
**Ab hier sollte definitiv jemand mit Laborerfahrung anwesend sein und ALLE Anwesenden sollten lange Kleidung und Schutzbrillen tragen. Hautkontakt mit kochender Lauge ist unbedingt zu vermeiden!

Haltbarkeit:
Die Münzen sollten nicht im Portmonaie in der Arsc... Gesäßtasche herumgetragen oder permanent vollgeschwitzt werden (jeder hat bei der Kletternprobe +7 schwitzige Hände und fummelt an irgendwas rum von wegen Übersprungashandlung).
Irgendwann greift sich die Beschichtung sicher ab, aber bei pfleglichem Umgang hat man lange Spaß an der selbstgemachten Ingame-Währung.
Meine Schwester macht das Zeug immer mit Fünftklässlern, wenn die erste Chemiestunde kommt und sie die Bande motivieren will.
Ich denke, für den Spielbetrieb reichen die Dinger dicke, die ungewohnte Rückseite mit ebenfalls ungewohnter Farbe dürfte der Immersion zuträglich sein.

Edit:
Meine Schwester hat mir gerade nochmal einen Link geschickt. Ein 19 Jahre alter Link. Wie barock! Here it comes:
http://www.chemieunterricht.de/dc2/tip/11_98.htm
Schließlich bin ich ein Thorwaler. Und wir Thorwaler können alles.

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Gubblinus
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Re: Echte Münzen am Spieltisch

Beitrag von Gubblinus » 16.02.2017 21:16

Funktioniert das mit EuroCent ? (das sind ja keine massiven Kupfermünzen, sondern mit Kupfer beschichtete Eisenmünzen).

Ich wills auf keinen Fall jemand ausreden das zu probieren, nur als jemand der die Sicherheitseinschulungen in einem Labor macht ein Sicherheitsaufruf :) : Bitte aufpassen, Lauge ist kein Spaß, führt zu extrem hässlichen Verletzungen auch in kürzester Zeit, und ist im Fall der Fälle nicht gut von der Haut abzuwaschen. Das ganze zu kochen macht die Sache natürlich nicht ungefährlicher (vor allem weil normale Latex-Handschuhe nicht wirklich hitzebeständig sind, und natürlich irgendwas spritzen kann). Natronlauge nicht kochen ohne dass irgendetwas mit rauer Oberfläche drinnen ist (ansonsten kanns zum Siedeverzug kommen und das Zeug fährt aus sobald irgendwas reinkommt, weiß nicht wie groß die Tendenz von Natronlauge dazu ist, wir hatten das schon bei anderen wässrigen Säuren/Laugen).
Also Obacht geben, Schutzbrille, adäquate Handschuhe, Labormantel (oder Baumwollgewand das kaputt werden kann und lange Ärmel hat), am besten Hose die bis zu den Schuhen geht, geschlossene Schuhe. Und am besten irgendeinen Spritzschutz (entweder geschlossener Abzug, es gibt so Plexiglasscheiben, wenn man sich nicht sicher ist kann man auch ein FaceShield verwenden).

Klingt vielleicht jetzt paranoid und übertrieben, aber wenn was passieren kann, dann passierts auch, solang mans nur oft genug macht, oder genug Leute es machen :)

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Ivar Solgison
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Re: Echte Münzen am Spieltisch

Beitrag von Ivar Solgison » 16.02.2017 21:24

Funktioniert gut, die Dinger liegen in Schwesters altem Zimmer überall rum ;)
Dass jemand mit entsprechender Ausbildung die Leitung übernehmen sollte ging hoffentlich aus meinem Beitrag hervor, falls nicht: Das was Gubblinus sagt!
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Salix
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Re: Echte Münzen am Spieltisch

Beitrag von Salix » 14.04.2017 12:43

Wir haben in der Weihnachtszeit einfach Schoko-Goldtaler gekauft und zwei Spielabende damit gespielt....danach war unser Barvermögen irgendwie aufgebraucht. :cry:
Ansonsten finde ich das mit dem Spielgeld etwas übertrieben und halte es mit Skyvaheri. Konzentirer dich lieber aufs Abenteuer als auf solche Gimmicks die man vermutlich eh nicht lange nutzt.

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