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DSA 4 vs 5er System

Erfahrungen, Tipps, Vorlieben, Probleme, Fragen zu RPG-Systemen und RPG-Theorie.
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Mr.Niceguy
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DSA 4 vs 5er System

Beitrag von Mr.Niceguy » 29.07.2017 16:41

Hallo zusammen!
Nach sehr langer Pause lese ich mich gerade durch die neue Edition und leider überzeugt mich das alles nicht so richtig! Vieles kommt mir zu vereinfacht vor.
Also genau das Gegenteil zu dem, was ich bei dem Umstieg von den 3er zu den 4.0 Regeln erleben durfte.
Mir kommt es so vor, als ob die 5 Regeln eher was für Einsteiger sind oder spielen die sich besser, als wie die auf dem Papier rüber kommen?
Welche Edition Spielen die Veteranen?

Grüße Mr. Niceguy

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Cifer
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DSA 4 vs 5er System

Beitrag von Cifer » 29.07.2017 17:21

5 ist ... schwierig. Einerseits gab es ein paar Vereinfachungen, die sehr sinnvoll waren (zum Beispiel die Generierung rein mit AP, ohne Zwischenwährung GP mit maximal verkorksten Umrechnungsfaktoren). Andererseits wurden einige Sachen auch zu einfach und damit wünschenswerter Komplexität beraubt, zumal auch die Fähigkeiten der SCs ziemlich eingedampft wurden. Diese Komplexität wird jetzt Stück für Stück mit Erweiterungsbänden wieder nachgeliefert, aber durch die starke Versetzung habe ich das Gefühl, dass niemand mehr so recht den Überblick über das Gesamtregelwerk hat, was dann zu solchen Blüten wie den Zaubermelodien aus Aventurische Magie führt, die tatsächlich sowohl teurer als auch schwächer als profane Äquivalente im Kompendium sind. Ich vermute, DSA5 funktioniert dann noch am besten, wenn man möglichst nur die für den eigenen Spielstil dringend nötigen Ergänzungen verwendet.

Ich bin weiter mit einem leicht modifizierten DSA4.1 recht zufrieden.
Worauf kommt es dir denn bei einem Regelwerk allgemein an?
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Mr.Niceguy
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DSA 4 vs 5er System

Beitrag von Mr.Niceguy » 29.07.2017 20:09

Hm ok, sowas hab ich mir schon gedacht.
In erster Linie ist mir wichtig das eine Edition ausgeglichen ist und man Spielraum zum ausarbeiten und gestalten seines Charakters hat.
Komplexität ist erwünscht aber nur wenn das Spielfluss nicht darunter leidet.

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Suilujian
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DSA 4 vs 5er System

Beitrag von Suilujian » 29.07.2017 23:24

Wenn du mit DSA4 nicht so wirklich glücklich bist, aber DSA5 auch nicht magst, hab' ich da übrigens noch eine Idee... :Maske:

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Cifer
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DSA 4 vs 5er System

Beitrag von Cifer » 30.07.2017 09:51

Suilujian hat geschrieben:
29.07.2017 23:24
Wenn du mit DSA4 nicht so wirklich glücklich bist, aber DSA5 auch nicht magst, hab' ich da übrigens noch eine Idee... :Maske:
Jup, Ilaris wäre auch mein nächster Vorschlag gewesen (sofern man denn allgemein überhaupt wechseln will). Da würde ich allerdings noch ein paar Monate auf die zweite Auflage warten. Die erste ist zwar mechanisch größtenteils sehr solide und präsentiert sich als weit mehr aus einem Guss als es die offiziellen Regelsysteme je waren, ist aber nicht unbedingt einsteigerfreundlich - einige Regelabschnitte musste ich schon dreimal lesen, bevor sie ihren Sinn preisgaben. Wenn einem das nichts ausmacht, kann man aber sicherlich darauf umsteigen.
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DSA 4 vs 5er System

Beitrag von Salaza Lautenspieler » 30.07.2017 13:56

@Mr.Niceguy
Beim Grundregelwerk von DSA5 ist es tatsächlich Absicht, dass dieses möglicht wenig komplex ist, um eben auch Neulingen einen Zugang zu bieten. Grundsätzlich wird mit den Folgebänden aber die Möglichkeit zu deutlich mehr Komplexität gegeben. Die Idee dahinter ist aber, dass man hinterher nicht mit allen neuen Regeln etc. spielt, sondern sich jeweils nur das raussucht, was für das eigene Spiel interessant ist. Dabei kann man einzelne Regeln sogar so nutzen, dass nur einzelne Charaktere, für die das das Spezialgebiet ist, diese in hoher Komplexität nutzen, andere dagegen weiter mit den Grundregeln spielen. Das geht aber auch nur deshalb, weil die Fokusregeln, wie diese absolut optionalen Zusatzregeln heißen, keine deutlich stärkeren Charaktere erzeugen, sondern nur ein detailliertes Ausspielen erlauben sollen.
Wer DSA4 kennt, muss sich also hier in der Hinsicht umstellen, dass nicht jede neue Fähigkeit zu einem deutlichen Stärkegewinn führt, sondern es häufig nur kleine Details sind, in denen der Charakter besser wird. Dazu sollte man als SL sich vermutlich auch davon frei machen, alle Fähigkeiten der Helden bis aufs letzte Detail auf dem Schirm zu haben.
Was DSA5 gegenüber DSA4 aktuell noch nicht hat, ist die umfassende Regeltiefe. Das liegt aber auch daran, dass diese erst nach und nach kommen kann, da diese Sachen ja auch erst einmal geschrieben werden müssen. Ziel ist es aber wohl, dass DSA5 in der möglichen Komplexität in nicht allzu ferner Zukunft DSA4 in nichts mehr nachsteht, andererseits es aber auch deutlich einfacher als bei DSA4 möglich ist, mit einem einfachen Regelgerüst dennoch praktisch alle Abenteuer ohne Probleme spielen zu können. Letzteres hat es in meinen Augen schon erreicht.
Wir haben in unserer Runde auf jeden Fall ohne Probleme auf DSA5 umgestellt, obwohl wir aktuell mit der Königsmacherkampagne und mit "Die Wandelbare" ältere Abenteuer spielen. Wir haben in der Gruppe aber auch kein Problem damit, noch fehlende aber gewünschte Elemente (wie Zauber, Liturgien, Waffen etc.) kurz und schmerzlos nach DSA5 zu importieren.
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DSA 4 vs 5er System

Beitrag von Faras Damion » 31.07.2017 10:18

DSA5 ist nur im Grundregelwerk einfach, mit den Erweiterung ist es jetzt schon fast so komplex wie DSA4 und wird die Detailtiefe bald erreichen. Für mich ist beides zu simulationistisch, aber es spricht viele Spieler an.

Letztendlich würde ich es davon abhängig machen, was deine Gruppe spielt. DSA5 ist sicher zukunftsträchtiger und ich würde kein DSA4-Buch mehr zum Neupreis kaufen, aber du bekommst vielleicht günstig gebrauchte Bücher.

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vanDyck
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Beitrag von vanDyck » 31.07.2017 12:31

Ich besitze keinerlei DSA -5 Publikationen und möchte daher zu Regeldetails mich nicht groß äußern, das was ich so gehört und mitbekommen habe sagt mir, bzw. unserer Runde nicht zu, auch wenn es sicherlich einige gute Ideen enthält.
Ich persönliche bezeichne es immer wieder gerne nicht als Rollen- sondern als Sammelbuchspiel aufgrund der (mir nicht zusagenden) Veröffentlichungsstrategie. Außerdem war man in meinen Augen was Vereinfachungen angeht nicht mutig genug.

Sicherlich hat DSA 4(.1) auch so seine (zahlreichen^^) Probleme. Überkompliziert beschriebene, wenig auf den Punkt formulierte, schwammige und sich wiedersprechende Regeln versteckt in langen Fließtexten etc etc. Aber man kennt viele der Probleme bereits und es gibt viele die sich über Hausregeln bzw. eigene Regelinterpretationen Abhilfe geschaffen haben. Ist man bereit etwas Zeit zu investieren findet man oftmals Hilfe und Lösungen für so manches Problem. In meinen Augen ein großer Vorteil eines alten gegenüber einem neuen System. Da wird sich das bei DSA 5 (wenn überhaupt) erst in den nächsten Jahren entwickeln.
Dazu kommt das viel DSA 4 Material nur noch gebraucht und deutlich über Neupreis bekommt. Da muss man oft und viel suchen um bestimmte Bücher zu vernüftigen Preisen zu bekommen, wenn man sie denn unbedingt gedruckt haben muss. Leider ist auch noch der Ulisses E-Book - Shop was die Auswahl der Bezahloptionen angeht sehr eingeschränkt.

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DSA 4 vs 5er System

Beitrag von Mr.Niceguy » 31.07.2017 20:53

Hallo zusammen!!
Haha hier wird weiter fleisig diskutiert ohne das ich es mitbekommen hab :ijw:
Mich hat z.B den sehr geringen Unterschiede der verschiedenen Kieger Akadamien seher stutzig gemacht.
Naja ich werd mir einfach in nächster Zeit eine Spielgruppe suchen und das System zocken ,was die für am besten empfinden.
Grüße

Assaltaro
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Beitrag von Assaltaro » 31.07.2017 21:28

Was meinst du mit geringe Unterschiede? Die Unterschiede liegen doch in erster Linie im Fluff und nicht in den Regeln. Finde es jetzt sogar einfach den Char nach Fluff zu bauen als mit den starren Paketen in 4.1
75% Method Actor, 71% Storyteller, ..., 17% Power Gamer

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DSA 4 vs 5er System

Beitrag von Macchiato » 01.08.2017 12:04

DSA5 ist mir eindeutig zu kleinteilig. Während man im Grundregelwerk die Absicht, den Wildwuchs von DSA4 einzudämmen, noch tendentiell erkennen konnte, wird es mit jedem Erweiterungsband schlimmer. Unzählige kleinteilige SF, mit teils minimalen Vorteilen im Spiel, die dennoch bei recht vielen Situationen und Proben zu tragen kommen, machen das System für mich eigentlich noch schlimmer als DSA4. Es beschleicht mich zudem das Gefühl, dass auch die Autoren keinen Überblick mehr haben - siehe diverse Bugs, die in diesem Thread bereits angesprochen wurden. Einige Ideen gefallen mir zwar sehr gut (z.B. die "Ritualgegenstände" der Geweihten), aber das Negative überwiegt für mich eindeutig.

DSA4 ist altbekannt und viele der Unklarheiten wurden seitenlang in verschiedensten Foren durchdiskutiert. Es ist ein System mit einer Sonderregel zu jeder Sonderregel, das meiner Meinung nach nur durch Hausregeln halbwegs spielbar wird. D.h. aber nicht, dass wir nicht jahrelang Spaß damit hatten. Allerdings neigen wir sowieso mehr zu einem narrativen Spielstil, wollen aber schon ein brauchbares Regelgerüst. Es lief für uns im Endeffekt darauf hinaus, dass wir umfangreiche Hausregeln für Kampf, Beschwörungen, Reiterkampf etc. hatten und trotzdem einiges noch "handwedeln" mussten.

Ich möchte hier wie schon einige Vorposter eine Lanze für Ilaris brechen. Wir haben jetzt zwar erst 3 Abende damit gespielt, sind aber bisher sehr zufrieden. Es bietet meiner Meinung nach mehr Klarheit und systeminterne Logik als DSA4 und DSA5 - und das auf einem Bruchteil der Seitenanzahl. Allerdings braucht man eine gute Kenntnis des aventurischen Hintergrunds, denn das System beschränkt sich großteils auf die Regeln. Zudem fehlen einige Dinge noch, wie Tsa- oder Rahjageweihte, die werden aber bald nachgereicht laut den Entwicklern.

Märzhäsin
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Beitrag von Märzhäsin » 01.08.2017 15:35

Macchiato hat geschrieben:
01.08.2017 12:04
Allerdings braucht man eine gute Kenntnis des aventurischen Hintergrunds, denn das System beschränkt sich großteils auf die Regeln.
Das ist doch kein Problem, man kann sich doch einfach die jeweiligen Regionalbände kaufen die man benötigt und sie dann mit Ilaris bespielen. :wink:

Ich kenne zum Beispiel auch eine Gruppe die von DSA nur die Regionalbände für Aventurien besitzt und sie mit den Pathfinder-Regeln bespielt. Das funktioniert ganz fantastisch und reibungslos. :)

Das Konzept dahinter ist auch nicht neu. Zu den Zeiten von D&D 3.5 gab es nur ein einziges Regelwerk, welches mit ganz unterschiedlichen Hintergrundwelten bespielt wurde wie beispielsweise Greyhawk, Eberron, Ravenloft, Dragonlance oder die legendären Forgotten Realms. :grübeln:

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