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Wie geht's Euch grad 2?

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Milan
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Wie geht's Euch grad 2?

Beitrag von Milan » 06.11.2017 15:25

Es war zwar bei den konstant schlechten Nachrichten aus Japan zu befürchten, trotzdem hat mich der Tod Deiner Frau zutiefst getroffen.
Auch wenn ich sie nur aus Deinen Worten kannte, hatte ich sie sehr liebgewonnen.
Mein tief empfundenes Beileid!

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Alecto
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Wie geht's Euch grad 2?

Beitrag von Alecto » 06.11.2017 18:17

Ich möchte mich nochmals ganz herzlich für de hiesige Anteilnahme bedanken - Das bedeutet mir wirklich viel.
Auch wenn es mir nach einer schlafarmen Nacht recht schwerfiel, so war die Entscheidung heute morgen ganz regulär zur Arbeit zu gehen wahrscheinlich das beste was ich tun konnte. Streß, Chaos und Trubel haben recht effektiv verhindert daß meine Gedanken immer um das selbe kreisen und befreien vorübergehend von Grübeln, Selbstvorwürfen und Was-wäre-wenn-Gedankenspielen. Vielleicht ist die Bewältigungsstrategie, die auch meine Holde die letzten Monate erfolgreich eingesetzt hat, auch das richtige für mich: Der Versuch möglichst schnell wieder eine gewisse Normalität herzustellen und zu erhalten.
Ich freue mich sehr über die Unterstützung die ich in dieser schmerzhaften Situation erhalte von Verwandten, Freunden und auch hier aus dem Forum. Dafür nochmals meinen herzlichen Dank!
Auch heute morgen habe ich nochmals kurz Japan kontaktiert. Ihre Eltern wirken nach außen hin sehr gefaßt, aber ich kenne beide mittlerweile zu gut um zu wissen wie tief getroffen beide jenseits der Fassade sind. Schwesterchen hat sich in ihrem Zimmer eingeschlossen und verweigert nach wie vor jegliche Kommunikation. Kaori und Suzu wirken beide sehr verstört, bemühen sich aber auch eine Fassade der Fassung aufrechtzuerhalten.
Im Augenblick versuche ich mich krampfhaft irgendwie zu beschäftigen.
Nochmals vielen Dank!

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Beitrag von Farmelon » 06.11.2017 23:15

Ach du Sch...

Alles Gute dir und der Verwandtschaft! Zu versuchen normale zu arbeiten kann helfen, zumindest zeitweise, ich hoffe ihr schafft es das alles gut zu verarbeiten und euer Leben irgendwann so gut es geht weiterzuführen.

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Frater Tiberius
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Beitrag von Frater Tiberius » 06.11.2017 23:23

Alecto hat geschrieben:
06.11.2017 18:17
...Grübeln, Selbstvorwürfen und Was-wäre-wenn-Gedankenspielen.
Ja, dieses Zeug nimmst du bitte, steckst es in einen imaginären Beutel, beschwerst es mit imaginären Steinen und wirfst es imaginär in den nächsten Fluss.
Du hast es selbst geschrieben, sie war in guten Händen, bei erstklassigen Spezialisten. Sie hat das Knötchen bei der nächsten ärztlichen Untersuchung nur einen guten Monat später dem Arzt gegenüber erwähnt, und es wurde direkt eine Biopsie gemacht. Ich sehe da nicht viel Spielraum für Hätte, Wäre, Wenn...
Du bist Arzt und weist deshalb viel besser als die meisten hier im Forum das der Krebs ein gottverdammter Bastard ist der nicht fair spielt. Du kennst sicher die 5a-Quote bei dieser Form von Krebs. Es ist nicht die Beste die man kriegen kann. Und eine so rapide Verschlechterung unter Chemo... Der Bastard hat ihr keine Chance gelassen.
Ich kann natürlich verstehen das du die Uhr zurückdrehen willst. Doch Selbstzweifel sind nicht gut für dich. Sie blockieren dich, lähmen dich und halten dich im Schockzustand. Sicher ist es viel zu einfach solche altklugen Ratschläge zu geben wenn man nicht direkt betroffen ist, und viel zu schwer sie in deiner Situation zu beherzigen. Ich kann nur hoffen das ich dir einen kleinen Schubs geben kann, der dir zusammen mit vielen Anderen die du sicher bekommen hast und noch bekommen wirst hilft die richtige Richtung zu finden. Du hast nicht nur hier im Forum, aber eben auch hier viele Freunde die in Gedanken bei dir sind und dir beistehen wollen so gut sie es eben können.

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Beitrag von Salix Lowanger » 07.11.2017 10:22

Ich kann Frater Tiberius nur zustimmen.

Ich bin zwar nur medizinischer Laie, aber für mich klingt das eigentlich nicht nach einer Verschlechterung während der Chemo, sondern danach, dass die übrigen Knoten erst viel später gefunden wurden, nämlich erst, als man danach explizit gesucht hat. So liest sich zumindest deine Beschreibung, Alecto (komplettes CT nach der Lungengeschichte). Insofern war der Knoten am Hals vielleicht eher der letzte, der gebildet wurde. Und daher sind Selbstzweifel völlig unangebracht. Sie hatte keine Chance, weil ihr bisheriger Zustand schmerzfrei war, und der Krebs deshalb erst zu spät entdeckt wurde.

Ich kann es nur wiederholen, es tut mir unendlich Leid für Dich, Alecto! Aber quäle dich nicht mit Selbstvorwürfen und Gedankenspielen!
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Beitrag von Dajin ibn sharif al'Alan » 07.11.2017 11:57

Alecto, Mein aufrichtiges Beileid für diese Tragödie. Obwohl ich ja Dich und Deine Holde nie in Persona kennen gelernt habe, hatte Ich das Gefühl sie über Deine Anekdoten und Geschichten mehr zu kennen als manch eine Person mit der Ich in der selben Firma bin.

Andwari
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Beitrag von Andwari » 07.11.2017 17:04

Herzliches Beileid.

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Der Wanderer
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Beitrag von Der Wanderer » 07.11.2017 18:13

Ich habe hier kaum mitgelesen ... Aber dennoch sitze ich hier und heule, weil ich ein bisschen (und das bisschen reicht) den Schmerz nachvollziehen kann. Es tut mir so unendlich leid. Ich wünsche Dir alle Kraft, die Du brauchst ... Und ja, auch wenn ich ein Freund des Nachdenkens bin, so suche nicht die Schuld bei Dir, denn Du hast keine. Ich wünsche Dir und den Eltern und der Schwester das Allerbeste.
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Beitrag von Olvir Albruch » 07.11.2017 21:20

Salix Lowanger hat geschrieben:
07.11.2017 10:22
Ich bin zwar nur medizinischer Laie, aber für mich klingt das eigentlich nicht nach einer Verschlechterung während der Chemo, sondern danach, dass die übrigen Knoten erst viel später gefunden wurden, nämlich erst, als man danach explizit gesucht hat.
Zum vollständigen Staging vor Therapie-Einleitung gehört immer auch die Suche nach weiteren Lymphom-Manifestationen; anders hätte man auch die Klassifikation als Stadium I nach Ann Arbor gar nicht stellen können. D.h. hier lag tatsächlich ein Progress unter Therapie vor.
Ich bin allerdings dafür, dass wir hier Rücksicht und deutlichen Abstand davon nehmen, uns nun auch noch in weitere Spekulationen zu ergehen.

MfG,
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Beitrag von Salix Lowanger » 07.11.2017 21:26

Olvir Albruch hat geschrieben:
07.11.2017 21:20
Salix Lowanger hat geschrieben:
07.11.2017 10:22
Ich bin zwar nur medizinischer Laie, aber für mich klingt das eigentlich nicht nach einer Verschlechterung während der Chemo, sondern danach, dass die übrigen Knoten erst viel später gefunden wurden, nämlich erst, als man danach explizit gesucht hat.
Zum vollständigen Staging vor Therapie-Einleitung gehört immer auch die Suche nach weiteren Lymphom-Manifestationen; anders hätte man auch die Klassifikation als Stadium I nach Ann Arbor gar nicht stellen können. D.h. hier lag tatsächlich ein Progress unter Therapie vor.
Ah ok, danke für die Aufklärung!
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Beitrag von Alecto » 07.11.2017 21:40

Herzlichen Dank für die Anteilnahme!
@Salix Lowanger & @Frater Tiberius :
Ich weiß daß diese Art des "Grübelns" schlecht bzw bisweilen sogar gefährlich für die Verarbeitung ist. Ich versuche das auch gerade nach Kräften zu vermeiden, auch wenn sich solche Gedanken sehr leicht und sehr schnell von selbst aufdrängen. Im Augenblick bin ich relativ froh daß mich die Arbeit gerade recht gut auslastet, das lenkt wenigstens ab. Da ich heute handchirurgischen Rufdienst habe bin ich gerade eben erst wieder zuhause angekommen. Der "Catch of the Day" war heute aber nicht hand- sondern unfallchirurgisch. Wenn der Chef schon die CT-Bilder mit "Ach Du Schei*e" kommentiert weiß man was die Stunde geschlagen hat.

Im Augenblick versuchen die Familie, die Mädels und ich uns gegenseitig etwas aufzubauen, was ich als durchaus effektiv empfinde. Die einzige die momentan noch jeden Kontakt zu anderen Menschen komplett vermeidet ist Schwesterchen. Seit meiner Abreise hat sie mit niemendem mehr gesprochen. Um sie mache ich mir gerade am meisten Sorgen, weswegen es mir ziemlich auf den Nägeln brennt sie ans Telefon zu bekommen. Mein gesamtes Gepäck steht auch noch bei ihr im Atelier - das habe ich tatsächlich im Rahmen der Ereignisse dort vergessen. Ich werde später nochmals versuchen sie zu kontaktieren, schon alleine weil morgen die Beisetzung stattfinden soll. Bei ihr habe ich derzeit ein ganz schlechtes Gefühl.

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Beitrag von Talasha » 07.11.2017 22:09

Alecto hat geschrieben:
07.11.2017 21:40
Da ich heute handchirurgischen Rufdienst habe bin ich gerade eben erst wieder zuhause angekommen. Der "Catch of the Day" war heute aber nicht hand- sondern unfallchirurgisch. Wenn der Chef schon die CT-Bilder mit "Ach Du Schei*e" kommentiert weiß man was die Stunde geschlagen hat.
Was durftest du denn zusammenpuzzeln?
Alecto hat geschrieben:
07.11.2017 21:40
Im Augenblick versuchen die Familie, die Mädels und ich uns gegenseitig etwas aufzubauen, was ich als durchaus effektiv empfinde. Die einzige die momentan noch jeden Kontakt zu anderen Menschen komplett vermeidet ist Schwesterchen. Seit meiner Abreise hat sie mit niemendem mehr gesprochen. Um sie mache ich mir gerade am meisten Sorgen, weswegen es mir ziemlich auf den Nägeln brennt sie ans Telefon zu bekommen. Mein gesamtes Gepäck steht auch noch bei ihr im Atelier - das habe ich tatsächlich im Rahmen der Ereignisse dort vergessen. Ich werde später nochmals versuchen sie zu kontaktieren, schon alleine weil morgen die Beisetzung stattfinden soll. Bei ihr habe ich derzeit ein ganz schlechtes Gefühl.
Ich hoffe sie fängt sich bald wieder.
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Beitrag von Alecto » 08.11.2017 19:06

Talasha hat geschrieben:
07.11.2017 22:09
Was durftest du denn zusammenpuzzeln?
Diese Operation ist glücklicherweise an mir vorbeigegangen. Ein paar Kollegen aus einem kleineren Haus aus der Umgebung hatten beim Einbau einer Hüft-TEP ziemlich Mist gebaut. Jetzt stand die Pfanne zentral luxiert bei einer Acetabulumfraktur - Und das alles noch bei einer schwerst dementen Patientin, die ohnehin nur noch mit einer Knochenqualität von feuchtem Knäckebrot aufwarten konnte.

@topic: Heute war die Beisetzung. Meine Frau hat ihre letzte Ruhestätte unter einem namenlosen Stein auf dem Yanaka-Friedhof gefunden. Morbiderweise hatte sie das alles zu Lebzeiten noch selbst lückenlos organisiert und vollumfänglich im Voraus bezahlt. Eine religiöse Zeremonie jedweder Art fand deshalb auch nicht statt. Anwesend waren nur die Eltern, Schwesterchen und Kaori. Schwesterchen hat dazu ihr Zimmer kurz verlassen und sich gleich im Anschluß wieder eingeschlossen. Sie weigert sich immer noch mit irgendjemandem zu reden. Ich starte trotzdem später den nächsten Versuch sie zu erreichen. Langsam macht sie mir richtig Sorgen.

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Beitrag von Skyvaheri » 09.11.2017 11:03

@Alecto Bei allem gebotenen Respekt, versteh ich nicht, warum Du Dich hast in den Flieger setzen lassen, Alecto, statt Dich einfach krank zu melden, oder Urlaub einzureichen um bei der Beerdigung dabei zu sein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Arbeitgeber dafür nicht Verständnis hat und oft gibt es beim Tod naher Angehörigen auch Sonderurlaub.

Ein enger Freund und seine Frau haben vor drei Monaten ihr ungeborenes Kind (8. Monat) verloren. Er war fast vier Wochen nicht bei der Arbeit.

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Beitrag von Talasha » 09.11.2017 13:00

Alecto hat geschrieben:
08.11.2017 19:06
Talasha hat geschrieben:
07.11.2017 22:09
Was durftest du denn zusammenpuzzeln?
@topic: Heute war die Beisetzung. Meine Frau hat ihre letzte Ruhestätte unter einem namenlosen Stein auf dem Yanaka-Friedhof gefunden. Morbiderweise hatte sie das alles zu Lebzeiten noch selbst lückenlos organisiert und vollumfänglich im Voraus bezahlt. Eine religiöse Zeremonie jedweder Art fand deshalb auch nicht statt. Anwesend waren nur die Eltern, Schwesterchen und Kaori. Schwesterchen hat dazu ihr Zimmer kurz verlassen und sich gleich im Anschluß wieder eingeschlossen. Sie weigert sich immer noch mit irgendjemandem zu reden. Ich starte trotzdem später den nächsten Versuch sie zu erreichen. Langsam macht sie mir richtig Sorgen.
Ich hoffe du findest bald Gelegenheit deine Frau und deine Schwägerin zu besuchen, und letztere aus ihrem Loch heraus zu reißen.
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Beitrag von Tiger » 09.11.2017 13:03

Alecto hat geschrieben:
08.11.2017 19:06
Schwesterchen hat dazu ihr Zimmer kurz verlassen und sich gleich im Anschluß wieder eingeschlossen. Sie weigert sich immer noch mit irgendjemandem zu reden. Ich starte trotzdem später den nächsten Versuch sie zu erreichen. Langsam macht sie mir richtig Sorgen.
Vielleicht verarbeitet sie das ganze auf ihre Weise und arbeitet an einer neuen Puppe? Zu wünschen wäre es ihr jedenfalls.
Wir sind weiterhin in Gedanken bei euch und wünschen euch Kraft.
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Beitrag von Alecto » 09.11.2017 19:10

Skyvaheri hat geschrieben:
09.11.2017 11:03
@Alecto Bei allem gebotenen Respekt, versteh ich nicht, warum Du Dich hast in den Flieger setzen lassen, Alecto, statt Dich einfach krank zu melden, oder Urlaub einzureichen um bei der Beerdigung dabei zu sein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Arbeitgeber dafür nicht Verständnis hat und oft gibt es beim Tod naher Angehörigen auch Sonderurlaub.
Da spielen leider viele verschiedene Faktoren mit:
- Zwar haben wir unserer Papiere eingereicht, aber unsere Heirat war bisher weder in Japan noch in Deutschland offiziell anerkannt (und höchstwahrscheinlich wird sie das mit ihrem Tod wohl auch nicht mehr). Auf einen Sterbefall in der Familie konnte ich mich damit nicht offiziell berufen.
- An meinem Abreisetag war noch überhapt nicht klar wann die Beisetzung stattfinden würde - Hätte sich meine Frau nicht schon zu Lebzeiten um alles gekümmert (schnelle Kremation, KEINE religiöse Zeremonie, Beisetzung nur im allerkleinsten Kreis gewünscht, Papierkram mit Friedhof/Bestattungsunternehmen/etc bereits erledigt), dann wäre das nie so schnell gegangen. Das hätte erst nächste, wahrscheinlich sogar erst übernächste Woche stattgefunden.
- In meiner neuen Stelle bin ich erst seit knapp zwei Monaten tätig. Offiziell habe ich noch Urlaubssperre und dürfte derzeit auch noch keine Überstunden abfeiern. Daß mich mein Chef für ein paar Tage ad hoc weggelassen hat war pure Kulanz seinerseits unter Bruch diverser Regeln. Das wollte ich nicht weiter strapazieren, wobei auch der folgende Punkt mitspielt:
- Krank "feiern" obwohl man nicht wirklich krank ist hat mir schon immer sehr widerstrebt. Allen dürfte klar sein daß ich nicht wirklich krank bin.
- Mir war weit wichtiger sie noch einmal lebend anzutreffen als bei ihrer Beerdigung dabeizusein

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Beitrag von Velym » 09.11.2017 19:37

Ohoh, in etwas mehr als 20 Stunden werde ich offiziell 29. Kommt mir unreal viel und wenig zugleich vor.
Meine Eindrücke aus Japan: akinashi.org

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Beitrag von Frater Tiberius » 09.11.2017 19:46

Alecto hat geschrieben:
09.11.2017 19:10
- Krank "feiern" obwohl man nicht wirklich krank ist hat mir schon immer sehr widerstrebt. Allen dürfte klar sein daß ich nicht wirklich krank bin.
Verständlich, es wäre schon sehr offensichtlich. Und es gibt leider hin und wieder auch Arschlochkollegen die sowas als Hebel einsetzen würden.
Alecto hat geschrieben:
09.11.2017 19:10
- Mir war weit wichtiger sie noch einmal lebend anzutreffen als bei ihrer Beerdigung dabeizusein
Man sollte die psychologische Bedeutung von solchen Abschiedsritualen aber nicht unterschätzen.
Velym hat geschrieben:
09.11.2017 19:37
Ohoh, in etwas mehr als 20 Stunden werde ich offiziell 29. Kommt mir unreal viel und wenig zugleich vor.
Sei froh, dir passiert das nur einmal. Frauen werden ab diesem Punkt immer wieder 29. :lol:

WTF? Warum bietet die Rechtschreibprüfung mir hier als Alternative zum Wort "Arschlochkollegen" das Wort "Korallenschlangen" an?

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Beitrag von Skyvaheri » 09.11.2017 20:22

@Alecto Bei dem Mangel an guten Fachärzten in DE ... musst Du Dir da wirklich um Deine Stelle Sorgen machen? - Insbesondere, wenn Du eigentlich ganz andere Sorgen hast?
Mein Freund (und auch seine Frau) mit dem toten ungeborenen Kind wurden jeweils wegen psychischer Probleme krank geschrieben, nachdem der Sonderurlaub zu Ende war. (Da gab es auch einen Begriff für, aber der fällt mir gerade nicht mehr ein. Sowas wie "Zurechtkommen mit dem Alltag" oder so ähnlich.) Krank sein heißt ja nicht, dass man eine Erkältung braucht oder ein gebrochenes Bein vortäuschen muss.

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Beitrag von Feuer! » 09.11.2017 20:29

Frater Tiberius hat geschrieben:
09.11.2017 19:46
Velym hat geschrieben:
09.11.2017 19:37
Ohoh, in etwas mehr als 20 Stunden werde ich offiziell 29. Kommt mir unreal viel und wenig zugleich vor.
Sei froh, dir passiert das nur einmal. Frauen werden ab diesem Punkt immer wieder 29. :lol:
Ich hab mich lieber dazu entschlossen, dieses Jahr nochmal 13 statt 30 zu werden ...

@@Alecto Tut mir leid, dass ihr es nicht mehr offiziell machen konntet (bzw. die Behörden in Japan nicht schnell genug waren), aber was viel mehr zählt (in meiner bescheidenen Meinung) ist, dass ihr es für euch entschieden hattet und wusstet.
Carpe diem!

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Beitrag von Fenia_Winterkalt » 09.11.2017 20:30

Jeder trauert unterschiedlich.. und jeder muss das auf seine Weise irgendwie hinbekommen.

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Beitrag von Nimmerland » 09.11.2017 22:15

Die letzte Woche war für mich die Woche der Ersten Male:
- Habe zum ersten Mal komplett selbst eine Ausgrabung in Brandenburg geleitet und den Abschlussbericht abgegeben.
- Bin zum ersten Mal in eine komplett eigene Wohnung ohne Mitbewohner gezogen.
- Bin zum ersten Mal beim Autofahren geblitzt worden.
- Habe zum ersten Mal einem Baby die Windeln gewechselt.
Kann also ein paar Häkchen machen:)

@Alecto: hier ein bisschen potentielle Ablenkung die ich empfehlen kann:
Ein neues Computerspiel
Neue schöne Musik
Ein neues Buch
Nimmerland

a.k.a.: Liam Kornblum von Donnerbach, Irabella Zornbold, Quin Buchweiz der Kurbelnde, Sajalan ben Cherek

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Beitrag von Alecto » 10.11.2017 18:10

Skyvaheri hat geschrieben:
09.11.2017 20:22
Bei dem Mangel an guten Fachärzten in DE ... musst Du Dir da wirklich um Deine Stelle Sorgen machen? - Insbesondere, wenn Du eigentlich ganz andere Sorgen hast?
JA, damit hätte ich mir noch ganz neue Sorgen neuer Qualität eingehandelt. Nachdem sich mein Chef für mich schon extrem weit aus dem Fenster gelehnt hat und durch einige offene Regelbrüche seinerseits es überhaupt erst möglich gemacht hat, dass ich nach Japan reise, hätte dieser Vertrauensbruch mit sehr großer Sicherheit zur fristlosen Kündigung geführt (ich befinde mich derzeit noch in der Probezeit). Auch wäre ich mir extrem schäbig vorgekommen sein Vertrauen derart zu missbrauchen. Aufgegeben hätte ich damit eine Weiterbildungsstelle zum Handchirurgen die extrem schwer zu bekommen ist. Zudem hätte mich das ganze noch in gewaltige finanzielle Schwierigkeiten gebracht, da ich durch den letzten Umzug und insbesondere die jetzige abrupte Reise nach Japan meine finanziellen Rücklagen fast vollständig aufgebraucht habe. Ich stünde damit dann vor dem Problem, mir nahezu mittellos eine neue Arbeitsstelle und einen neuen Wohnort suchen zu müssen, um an einer Bestattung teilzunehmen, bei der ich zum damaligen Zeitpunkt nicht einmal wusste wann sie überhaupt stattfindet.
Wie schon einmal geschrieben: Hätte ich meine Frau nicht noch einmal zu Lebzeiten angetroffen, das hätte ich mir nie verziehen. Ich bin sehr glücklich darüber dass ich sie in ihren letzten Stunden begleiten konnte. Und ich bin zutiefst dankbar dass ich mich adäquat von ihr verabschieden konnte. Zwar wäre ich sehr gerne zur Beisetzung gegangen, aber das wäre etwas gewesen, was ich in erster Linie für mich selbst getan hätte und nicht für sie. Auf Verdacht einfach in Japan zu bleiben und abzuwarten wann die Bestattung stattfindet, das hätte keinen Sinn gemacht. Dafür meine Existenzgrundlage und meinen derzeitigen Hauptkompensationsmechanismus für die Trauer über Bord zu werfen wäre meiner Meinung nach eine sehr schlechte Idee gewesen. Hinzu kommt: Ich bin genau wie sie Atheist. Ich glaube weder eine unsterbliche Seele, noch an ein Leben nach dem Tod, noch an eine Wiedergeburt. Rituale nahmen bei keinem von uns beiden einen wirklichen Stellenwert ein, wie man auch in unserer Heirat gesehen hat. Für sie im Leben da zu sein war mir extremst wichtig. Die Beisetzung wäre noch ein Abschluss für mich gewesen, ihr tue ich damit keinen Gefallen mehr.
Nimmerland hat geschrieben:
09.11.2017 22:15
hier ein bisschen potentielle Ablenkung die ich empfehlen kann:
Vielen Dank für die Anregungen. Ich versuche mich momentan hiermit abzulenken (Wobei der Spieler in dem Video nicht besonders geschickt agiert)

@topic: Wir haben einen neuen "Spezialpatienten": Wenn aus dem Zimmer aus einem Ghettoblaster in Maximallautstärke die Internationale über den Flur schallt, dann ist das schon etwas befremdlich. Auch wenn man mit ihm über garnichts reden kann, ohne daß er gleich "rot sieht" macht die Sache auch nicht einfacher. Bei einer OP-Aufklärung haben IMHO Kapitalismuskritik und Diskussionen über das Proletariat nicht unbedingt etwas verloren.

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Beitrag von Velym » 10.11.2017 18:52

Während es in Deutschland noch etwas dauert, habe ich hier schon mal mit Sake mein letztes Jahr mit 2 vorne eingeläutet.
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Beitrag von Alecto » 10.11.2017 19:08

Velym hat geschrieben:
10.11.2017 18:52
Während es in Deutschland noch etwas dauert, habe ich hier schon mal mit Sake mein letztes Jahr mit 2 vorne eingeläutet.
Dann schon einmal herzlichen Glückwunsch!
Lass Dir versichert sein, daß auch die 3 oder die 4 vorne nicht weh tut.

@topic: Zumindest ein Teilerfolg - Jetzt weiß ich wenigstens daß Schwesterchen ihre Mails ansieht. Zwar weigert sie sich nach wie vor mit irgendjemandem zu sprechen und schließt sich weiterhin in ihrem Zimmer ein, aber wenigstens kam auf meine letzte Mail eine Reaktion: Das Bild einer traurigen Katze.

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Beitrag von Arigata » 10.11.2017 20:04

Leicht erschöpft. Insgesamt fast sieben Stunden Auto gefahren, nur um ins Museum zu gehen. Aber die „Terry Pratchett: HisWorld“ Ausstellung hat sich doch gelohnt.
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[x] DSA 4.1 mit Optionalregeln - All die Regeln, all der Schmerz!

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Beitrag von Feuer! » 10.11.2017 20:34

@Alecto Schön zu hören, dass Schwesterchen zumindest auf deine Mail reagiert hat.

@Velym Auch von mir herzlichen Glückwunsch!
Carpe diem!

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Wie geht's Euch grad 2?

Beitrag von Sarafin » 11.11.2017 02:20

@Alecto Ich kann mich nur Milan vollumfänglich anschließen. Die Signalworte und -sätze, die du in den letzten Wochen und Monaten fallen gelassen hast, haben mich das Schlimmste befürchten lassen. Ich hätte euch von Herzen so viel mehr Zeit gegönnt.
Ich wünsche dir und deiner Familie Kraft, ganz viel Kraft. Gut zu sehen, dass du deinen Alltag bewältigen kannst.
„Nimm niemals Böswilligkeit an, wenn Dummheit hinreichend ist.“
~ Hanlon’s Razor

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Wie geht's Euch grad 2?

Beitrag von Talasha » 11.11.2017 03:35

Alecto hat geschrieben:
10.11.2017 19:08

@topic: Zumindest ein Teilerfolg - Jetzt weiß ich wenigstens daß Schwesterchen ihre Mails ansieht. Zwar weigert sie sich nach wie vor mit irgendjemandem zu sprechen und schließt sich weiterhin in ihrem Zimmer ein, aber wenigstens kam auf meine letzte Mail eine Reaktion: Das Bild einer traurigen Katze.
Das ist gut, das du sie erreichen konntest.
Sir Isaac Newton ist der tödlichste Bastard im ganzen Weltraum!

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