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Winter is coming

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Ivar Solgison
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Re: Winter is coming

Beitrag von Ivar Solgison » 22.03.2015 23:27

Auf ARTE läuft gerade "Durch die Nacht mit...." George R.R. Martin. Bestimmt auch in der Mediathek nachzuholen.
Schließlich bin ich ein Thorwaler. Und wir Thorwaler können alles.

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sagista
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Re: Winter is coming

Beitrag von sagista » 25.07.2015 01:47

So, die fünfte Staffel ist auch durch, die Bücher ohnehin.
Da inzwischen Mr. Martin ja auch bei der Serie als Co-Producer aufgeführt ist muss man wohl die Geschehnisse im wesentlichen als korrekte Setzung annehmen.

Viele sind ja in der Tat nicht mehr übrig und ich zweifle immer mehr am Gesamtkonzept des Buches. Nicht dass ich es anfangs nicht originell gefunden habe, dass Charaktere, von denen man beim ersten Lesen denkt, "ah ok, das sind die Hauptprotagonisten, die werden die Serie überleben und dann vielleicht am Ende siegreich sein oder ruhmreich sterben" keinen Bestandsschutz genießen und wie Eddard Stark einfach stumpf hingerichtet werden.

Aber irgendwie hat sich das meiner Meinung nach inzwischen irgendwie totgelaufen. Was sich ja im Vorlauf angekündigt hatte und auch plausibel ist ist, dass Meisterinformationen zu: "Staffel 5 Folge 10": die Teile der Wache, die Jons Vorgehen mit den Wildlingen mißbilligen, immer stärker werden und nachdem auch die letzten Unterstützer Jons nicht mehr wahrnehmbar sondern irgendwann zu Mechelmördern werden bzw. in dieses Stadium zurückfallen. Ist zwar nicht schön, aber es ist eben konsequent durchgezogen und schon ein spannender Bruch mit gängigen Romanen, in denen sich der aufrechte Recke mit seinem toleranten Ansatz durchsetzt.

Aber was bitte soll Meisterinformationen zu: "Staffel 5 Folge 10": dieser erbärmliche Abtritt von Stannis Baratheon? Da baut man über Bücher im Grunde den letzten wirklichen, in Westeros weilenden Gegenkönig mühsam auf, um ihn dann durch Inkompetenz als Feldherr erst in den Winter rennen, dann seine Tochter opfern, um dann schmachvoll ohne Belagerungswaffen nur mit Infanterie die am stärksten befestigte Burg des Nordens anzurennen und sich von einer zahlenmäßig fast ebenbürtigen Kavallerie niedermähen zu lassen? Das finde ich wirklich storytechnisch einfach nur schwach.

Die offenen Enden der fünften Staffel sind ganz interessant und deswegen wird man auch ihr entgegenfiebern.
Meisterinformationen zu: "Cliffhanger für die nächste Staffel": Überleben Sansa und Theon den Sprung aus Winterfell?
Welche Konsequenzen hat der Mord an Myrcella? Wie blöd kann man eigentlich sein, Bron gehen zu lassen, nachdem man an ihm schon das ausprobiert hat und ihn hat überleben lassen, was man später Myrcella antun würde?
Wer sind die Leute, die Daenerys da umkreisen?
Wird Arya mit Blindheit geschlagen bleiben?
Wird Cersei Kings Landing auslöschen als Rache für die Demütigung und den untoten Berg da mal durchpflügen lassen?

Viele spannende Fragen und vor allem, wann stirbt endlich Ramsay Bolton einen grausamen Tod :devil:

Das Gesamtfazit zur fünften Staffel fällt gemischt aus. Positiv ist, dass sie wesentlich spannender ist als die Bücher, die inzwischen eine sehr lästige Langatmigkeit aufweisen und dazu immer wieder Charaktere einführen, die sich zwar spannend anhören, aber anscheinend keine Relevanz für die Haupthandlung haben, wie z.B. Meisterinformationen: der Greif. Negativ ist, und das kommt in dieser Staffel sehr deutlich zum Tragen, dass manche Handlungsstränge einfach schwach abgeschnitten werden und dadurch ein wirkliches Mitfiebern mit Charakteren irgendwann aufgegeben wird. Die Freude des Autors daran, immer wieder über Bücher aufgebaute Hauptpersonen mehr oder weniger sang- und klanglos verrecken zu lassen, mindert die Freude an der Reihe doch erheblich.

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Re: Winter is coming

Beitrag von Nepolemo ya Dolvaran » 25.07.2015 08:52

sagista hat geschrieben:
Aber was bitte soll Meisterinformationen zu: "Staffel 5 Folge 10": dieser erbärmliche Abtritt von Stannis Baratheon? Da baut man über Bücher im Grunde den letzten wirklichen, in Westeros weilenden Gegenkönig mühsam auf, um ihn dann durch Inkompetenz als Feldherr erst in den Winter rennen, dann seine Tochter opfern, um dann schmachvoll ohne Belagerungswaffen nur mit Infanterie die am stärksten befestigte Burg des Nordens anzurennen und sich von einer zahlenmäßig fast ebenbürtigen Kavallerie niedermähen zu lassen? Das finde ich wirklich storytechnisch einfach nur schwach.
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Re: Winter is coming

Beitrag von sagista » 25.07.2015 14:59

Hehe, das stimmt natürlich.
Allerdings wäre es natürlich schon merkwürdig, wenn es nicht durchgezogen worden wäre.
Aber selbst wenn, das Scheitern ist dennoch ziemlich unwürdig und, zumindest nach meinem Empfinden, dem Charakter nicht angemessen.

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Re: Winter is coming

Beitrag von Herr der Welt » 25.07.2015 16:30

Folgend Spoiler zu den bisherigen Büchern/Staffeln.

Meisterinformationen: In den Büchern wird Jons latente Warg-Fähigkeit stärker angedeutet, so dass ich es für nicht unwahrscheinlich halte, dass er in Ghost überlebt hat. Ansonsten hätte man einiges an Potential für das Überraschungsmoment verschenkt - man denke allein an die ganzen Andeutungen bzgl. der Targaryen-Abstammung Jons. Bei Eddard oder Robb sah das anders aus. Die haben zum Zeitpunkt ihres ihren dramaturgischen Höhepunkt erreicht oder überschritten.

Die Reiter, die Daenerys finden, gehören zu Khal Jhaqo, der einst dem Khalasar von Drogo angehörte und zuletzt (in AGoT!) nicht besonders gut auf Daenerys zu sprechen sein dürfte, wenn ich mich recht entsinne.

Den "Greif" halte ich für deutlich weniger unbedeutend als bspw. Quentin Martell (wenn er seinen Abgang nicht doch irgendwie schwer verbrannt überlebt hat). Vielleicht hat man ihn sich einfach für die nächste Staffel als Überraschung aufgespart. Oder aber die Serie soll sich noch mehr als zuvor von den Büchern unterscheiden bzw. der Targaryen-Spross wird sich auch in den Büchern als Luftblase erweisen - das wäre eine noch größere Enttäuschung als der Martell-Typ.
In der Hinsicht werden wir spätestens mit Bekanntwerden des Casts schlauer sein.


Was Stannis angeht, hätte man ihm schon etwas Besseres wünschen können. Immerhin war sein Comeback jenseits der Mauer schon eine Überraschung. Ich nehme nicht an, dass sein Schicksal im nächsten Buch sich von dem in der Serie unterscheiden wird (abgesehen davon, dass sehr wahrscheinlich nicht Brienne gerade in der Nähe sein wird, um ihn zu richten - in der Serie begegnen sich die ganzen Figuren ja sehr viel öfter rein zufällig). Spätestens mit der Opferung der Tochter war der Zug jedoch abgefahren. Denn so jemandem kauft man nicht mehr ab, dass er nur sein Recht einfordert und ein strenger, aber im Grunde gerechter Herrscher ist - bei Renly verhielt sich das insofern anders, als der tatsächlich in jeder Hinsicht illegitim gewesen ist.
Dass Stannis bald ausgespielt haben wird, hat sich den Büchern aber schon stärker angebahnt, als nämlich Maester Aemon in ihm nicht Azor Ahai erkannt hat, das Licht nicht spüren konnte. An der Stelle wird meiner Erinnerung nach angedeutet, dass viel eher Jon dieser Auserwählte ist, was wiederum an den ersten Punkt des Beitrags anknüpfen und dessen endgültiges Schicksal unwahrscheinlich machen würde.

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Re: Winter is coming

Beitrag von Taipan » 25.07.2015 19:33

Herr der Welt:
Meisterinformationen zu: "Wilde Spekulation mit MI zu Buch und Serie": Jon muss in der Serie nicht mal unbedingt als Ghost überleben. Soweit ich das mitbekommen hab (5. Staffel noch nicht gesehen) ist der "Red-Priest-Revival"-Plottwist ja nicht für Catelyn verbraucht worden. Und da ich eh davon ausgehe, dass Buch und Serie immer weiter eigene Wege gehen werden kann ich mir gut vorstellen das Melisandre Jon noch wiederbelebt, was auch zu der Jon = Azor Asahi-Idee passen würde (wobei ich immer noch glaube, dass das Dany ist).
Immerhin soll Gerüchten zu folge der Schauspieler von Jon an Drehorten der 6. Staffel gesehen worden sein...
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Re: Winter is coming

Beitrag von sagista » 26.07.2015 01:12

Meisterinformationen: Auch wenn ich nicht der Meinung bin, dass Robb bereits den Zenit seiner Handlung erreicht/überschritten hat, stimme ich dir zu, dass Jons Tod in der Tat wenig Sinn machen würde, weil da viel zu viel aufgebautes Potential verschleudert werden würde. Aber die Möglichkeit, dass Melisandre zumindest in der Serie Jon wiederbeleben könnte, hatte ich auch schon in Betracht gezogen, weil sonst würde ihr Erscheinen dort ja nun auch so garkeinen Sinn machen. Nur als Botin "Sry, ich hab den König voll in die Scheiße geritten" wäre wohl etwas billig.

Andererseits habe ich manchmal auch das Gefühl, als würde der Autor gezielt Erwartungen schüren, um diese dann abzusägen oder Geschichten aufzubauen, die anscheinend für die Handlung mehr oder weniger irrelevant sind. Ich denke da nur an die ganze Geschichte um die Eisenmänner und ihren Thing. War offenbar nicht wichtig genug, um auch nur Erwähnung zu finden. Nicht dass ich das im Buch jetzt sonderlich spannend fand, ich frage mich nur, warum man sich nicht auf bestimmte Handlungsstränge konzentriert, genug spannende gibts ja.

Die Geschichte um den Greifen war z.B. eine solche. Aber anscheinend ist es nur eine unbedeutende Nebenlinie, was ich sehr enttäuschend fände. Als ich das gelesen hatte, fand ich es cool, hey, ein Targaryen-Sprössling, das kann was werden. Naja, warten wir mal ab.

Und bei Stannis, naja, da hab ich wirklich keine Ahnung, wie es mit ihm im Buch weitergehen soll. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, ist ja der Status quo nach dem letzten (zehnten deutschen) Buch, dass er immer noch in einem Winterlager festhängt, Asha bei sich als Gefangene hat und Theon gemeinsam mit Jeyne zu ihm auf dem Weg ist. Von der Opferung der Tochter und den daraus folgenden Konsequenzen war da ja noch garnicht die Rede. Aber ich stimme dir zu, viel anders wird es wohl in der Quintessenz nicht sein und das finde ich, mit Verlaub, dramaturgisch einfach schlecht gemacht, eben weil er immer als streng aber gerecht dargestellt wurde. Aber gut, das ist halt so, man muss ja nicht alles gut finden.

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Re: Winter is coming

Beitrag von Grinder » 26.07.2015 13:38

sagista hat geschrieben:Andererseits habe ich manchmal auch das Gefühl, als würde der Autor gezielt Erwartungen schüren, um diese dann abzusägen oder Geschichten aufzubauen, die anscheinend für die Handlung mehr oder weniger irrelevant sind. Ich denke da nur an die ganze Geschichte um die Eisenmänner und ihren Thing. War offenbar nicht wichtig genug, um auch nur Erwähnung zu finden. Nicht dass ich das im Buch jetzt sonderlich spannend fand, ich frage mich nur, warum man sich nicht auf bestimmte Handlungsstränge konzentriert, genug spannende gibts ja.
Ich glaube, dass es eher daran liegt, dass der gute Mr. Martin schlicht den Überblick verloren hat und manche Handlungsstränge einfach vergisst.
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Re: Winter is coming

Beitrag von Herr der Welt » 26.07.2015 15:50

Oder dass er den Überblick darüber verloren hat, wie denn welche Handlungsstränge mit anderen zusammenhängen, zu Ende geführt werden sollen und ein Gesamtkonzept ergeben. Ja, das Gefühl habe ich seit Band 4. Aber das ist auch kein neues Problem bei Romanreihen mit mehr als drei Bänden, die nicht unbedingt besonders dicht erzählen.
Nach ASoS hat sich Martin meines Erachtens verschätzt mit seiner Fabula und liefert in den beiden Folgebänden zusammengenommen deutlich weniger Inhalt zugunsten von Banalitäten oder Längen.

Zwar kommt die aktuelle Staffel der Serie nicht ganz an die letzte heran, was wohl zu einem guten Teil an der Vorlage liegt, holt da aber das Beste heraus und fällt deutlich weniger ab. Mir gefallen nicht alle Änderungen, etwa die, die lediglich zusätzliche Action-Passagen generieren sollen, aber die meisten Aussparungen sind nicht nur für die Serie absolut notwendig, sie hätten auch den Büchern gut getan.

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Winter is coming

Beitrag von sagista » 08.09.2017 00:05

Nachdem ich heute endlich dazu gekommen bin, das Staffelfinale der siebten Staffel zu sehen, dachte ich mir, ich hole diesen Thread mal wieder nach oben und stelle überrascht fest, dass wir in diesem Thread die sechste, eigentlich sehr gute, Staffel irgendwie nicht andiskutiert haben.

Ich muss gestehen, dass ich von der Entwicklung der Serie sehr angetan bin, auch wenn zu konstatieren ist, dass vieles, was man sich so überlegt hat, tatsächlich eingetreten ist, sprich viele Verläufe waren irgendwie vorhersehbar. Allerdings denke ich, dass es tatsächlich von Anfang an geplant war, dass Meisterinformationen zu: "Staffel 7 GoT": Daenerys und Jon zusammenkommen werden und dass Jon tatsächlich Aegon Targayen ist. Nur so macht der Untertitel "Das Lied von Eis und Feuer" wirklich Sinn und all dies war ja jahrelang Diskussionsstoff rund um Got.

Was ich toll finde ist, dass sich nun tatsächlich die vielen Handlungsstränge, die ja häufig, insbesondere in den Büchern, irgendwie ins Endlose und Banale zu mäandern drohten, nun in den tatsächlich von Anfang an gelegten Pfad zusammenfinden, mit allen Facetten, die das geschaffene Beziehungsgeflecht so in sich trägt.

Ich muss gestehen, nach der, aus meiner Sicht eher enttäuschenden Staffel 5 haben die Staffeln 6 und 7 echt für vieles entschädigt. Ich bin sehr zufrieden und bin sehr gespannt, wie es dann in der achten Staffel enden wird. Meisterinformationen zu: "Staffel 7 GoT": Dass es jetzt in Westeros auch noch einen Rhazzazor gibt, finde ich auch sehr cool. Irgendwie muss es ja etwas geben, was den Drachen gefährlich werden kann und irgendso ein billigen Skorpion aus Qyburns krankem Hirn als ultimative Waffe gegen die coolen Drachen hätte ich doch sehr enttäuschend gefunden. Ich fürchte nur, Cerseis zu erwartendes Ende wird wahrscheinlich beispiellos in der Fernsehgeschichte sein...
In der Staffel 7 sind ja überraschend wenig "bedeutende" Personen gestorben. Gut, die Sandschlangen, aber die waren ja jetzt keine Hauptpersonen im eigentlichen Sinne und ob Tyene schon tot ist, weiß man nicht. Olenna Tyrell ist natürlich ein herber Verlust und ich finde schon, dass das Ende des Hauses Tyrell ein deutlich würdevolleres hätte sein dürfen. Sehr gelungen hingegen fand ich den Prozess gegen Peter Baelish, auch wenn ich diesen Charakter sehr mochte. Aber dieser Prozess war aus meiner Sicht wirklich eine der stärksten Szenen dieser Staffel. Gleichwohl hätte ich schon mit dem Tod einer wirklich wichtigen Person gerechnet. Jon, Daenerys oder Cersei hätte mich sehr gewundert, aber z. B. Sansa, Jamie oder Tyrion hätte ich durchaus für möglich gehalten.

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Nagamasa
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Winter is coming

Beitrag von Nagamasa » 08.09.2017 08:08

Für mich als Liebhaber der Bücher ging es eigentlich seit dem Ende von Staffel 4 nur noch bergab mit der Serie. Das heißt nicht das ich sie nicht mehr sehe, aber ich hab für mich einfach akzeptiert das die Bücher und die Serie in verschiedene Richtungen gehen.
George R. R. Martin ist nicht länger so sehr mit der Serie involviert wie früher und das merkt man, besonders wenn man im Internet einige neue Kapitel von Winds of Winter nachlesen kann und sieht wie viel mehr durchdacht das ganze ist.
Aber bevor ich eine Abhandlung darüber schreibe, gibt im Internet schon genug davon, fasse ich mal das was ich gut und weniger gut in Staffel 7 fand zusammen. (Für jemanden der daran Interesse hat empfehle ich den Youtube Kanal von Preston Jacobs)

!Spoiler!
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Staffel 7 krankt daran weniger Episoden als die anderen Staffeln zu haben. Statt 10 sind es 7 Episoden die zwar länger sind aber trotzdem nicht genug um den Plot zu füllen, sodass Personen ständig in irrwitziger Geschwindigkeit durch die Welt reisen. Ein paar Szenen in denen die Leute reisen wie in anderen Staffeln hätten dabei geholfen vielen Szenen mehr Gewicht zu verleihen.
Zudem fühlt sich diese Staffel etwas wie Füllmaterial an. Das Ziel der Staffel ist es Cersei von der Bedrohung zu überzeugen und eine Allianz gegen die Toten zu schmieden und letztlich scheitert dieses Ziel. Die große Enthüllung das Jon Aegon ist kam eigentlich schon in der letzten Staffel und ist damit nicht wirklich neu. Das er der rechtmäßige Erbe des Eisernen Throns ist schockt einen dann nicht mehr so sehr.
Dazu kommen recht unsinnige Dinge wie gewaltige Ketten die aus dem Nirgendwo erscheinen und einen Drachen aus dem See ziehen in den er eingebrochen ist und das obwohl in der Folge danach gesagt wird die Toten könnten nicht schwimmen. :rolleyes:
Der Prozess gegen Littlefinger war eine Farce, da keines der Verbrechen wirklich beweisbar ist. Im besten Fall wäre seine Schuld zweifelhaft, aber um ehrlich zu sein bin ich froh das er Tot ist, da es in der Staffel klar wird das die Serie gar nicht weiß was sie mit dem größten Intriganten der Geschichte anfangen soll.

Was mir gefallen hat war mehr oder weniger alles im Bezug auf Haus Lannister, was daran liegen kann das Lena Headey, Peter Dinklage und Nikolaj Coster-Waldau verdammt gute Schauspieler sind und auch das im Gegensatz zu vielen anderen Ereignissen der Staffel, ich ihre Reaktion meistens nicht kommen gesehen habe.
Ich mochte Tirion sinnvollen als Gegenpol zu Daenerys. Zudem fand ich es nur folgerichtig das sein sehr undurchdachter militärstrategischer Plan gescheitert ist und er sogar bezichtigt wurde seine Geschwister schützen zu wollen. Etwas das sehr in seinem Charakter liegt. Auch sein Weg über das Schlachtfeld nach dem Feld des Feuers wo er den Niedergang seines Hauses lamentiert, den er selbst mitverschuldet hat, war wirklich gut.
Cersei hat es als Regentin geschafft hat an der Macht zu bleiben, obwohl sie sich eigentlich halb Westeros zum Feind gemacht hat und Daenerys ihr massiv überlegen war. Ihre Rolle als Außenseiterin die weder über Drachen noch über die größte Armee oder andere magische Hilfsmittel verfügt und trotzdem sich an die Macht klammert hat brachte ihr sehr viele Symphatiepunkte von mir ein.
Jaime ist für mich weiterhin der tragische Held der Geschichte, der die falsche Frau liebt und seine Momente in denen er sein Spotlight hatte waren großartig. Die Einnahme von Highgarden, das Feld des Feuers und sein Bruch mit Cersei. Es ist schon beinahe ironisch das er damals einen König ermordete der Menschen bei lebendigem Leib verbrannt hat und nun gezwungen ist Westeros erneut gegen die Targaryen zu verteidigen die sich der selben Mittel bedient.

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Beitrag von Fenia_Winterkalt » 08.09.2017 08:28

Wer spoilert sollte auch das Spoilertag benutzen.

Ich hab zum Glück alle Folgen gehen und die Bücher alle gelesen.. aber wenn nicht wäre ich andernfalls doch recht ungehalten. Zu deinem Schutz habe ich das deshalb einfach mal in ein Spoiler-Tag gepackt. Bitte benutzt auch nicht mehr die alte MI-Tag, das ist Mobil ziemlich schwer zu händeln. Deswegen haben wir es aus der Leiste oben auch rausgenommen.

Danke :)

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Beitrag von Talasha » 08.09.2017 09:06

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Der Prozess gegen Littlefinger war eine Farce, da keines der Verbrechen wirklich beweisbar ist. Im besten Fall wäre seine Schuld zweifelhaft, aber um ehrlich zu sein bin ich froh das er Tot ist, da es in der Staffel klar wird das die Serie gar nicht weiß was sie mit dem größten Intriganten der Geschichte anfangen soll.
Willkommen in der Welt der feudalen Gerichtsbarkeit, die Richter waren ja Sansa, welche in hasste, Lord Reyne welcher ihn hasste, Bran welcher als Greenseer alles gesehen hatte, da braucht man keine Beweise. :wink: Das Littlefingers neuste Intrige zwischen Sansa und Arya so wie er sie voran getrieben hat nur mit Tod enden konnte war logisch, dennoch war es überraschend das es ihn jetzt erwischt hat.

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Winter is coming

Beitrag von Nagamasa » 08.09.2017 13:27

Sorry ich hatte eigentlich vor den Tag zu benutzen, war wohl noch etwas zu früh :)
Talasha hat geschrieben:
08.09.2017 09:06
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Der Prozess gegen Littlefinger war eine Farce, da keines der Verbrechen wirklich beweisbar ist. Im besten Fall wäre seine Schuld zweifelhaft, aber um ehrlich zu sein bin ich froh das er Tot ist, da es in der Staffel klar wird das die Serie gar nicht weiß was sie mit dem größten Intriganten der Geschichte anfangen soll.
Willkommen in der Welt der feudalen Gerichtsbarkeit, die Richter waren ja Sansa, welche in hasste, Lord Reyne welcher ihn hasste, Bran welcher als Greenseer alles gesehen hatte, da braucht man keine Beweise. :wink: Das Littlefingers neuste Intrige zwischen Sansa und Arya so wie er sie voran getrieben hat nur mit Tod enden konnte war logisch, dennoch war es überraschend das es ihn jetzt erwischt hat.

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Ich gebe dir vollkommen recht das die ganze Geschichte wie sie in der Serie präsentiert wurde feudaler Gerichtsbarkeit entspricht. Man könnte auch von Lynchjustiz reden, wenngleich beides in Game of Thrones noch harmlos verglichen mit anderen Abgründen der Geschichte ist. Sansa und Yohn Royce haben jeden Grund ihn zu hassen und sich deswegen an ihm zu rächen.
Ich glaube allerdings die Serienschöpfer wollten diesen Eindruck vermeiden und Sansa nicht als Verfechterin von Lynchjustiz sondern als clevere Anwältin präsentieren die mit ihrer lückenlosen Beweisführung den größten Intriganten mit einer eigenen Intrige zu Fall bringt.
Leider ist diese Szene voll mit so viel verschwendetem Potenzial. Zum Einen wollte ich das Sansa Littlefinger alleine ausmanövriert und damit zeigt das sie genug von ihm gelernt hat um ihm überlegen zu sein. Obwohl sie es nun geschafft hat war dies nicht aus eigener Kraft, sondern eigentlich hat ihr Bruder Bran sie gerettet indem er ihr erzählt hat was Littlefinger getan hat. Dazu gibt es auch noch einmal eine gelöschte Szene die vermutlich auf der DVD zu sehen ist in welcher Bran Sansa alles erzählt. Die wurde vermutlich rausgenommen um die Überraschung nicht zu verderben. Ich wollte das sie sich quasi als eigene Spielerin im Spiel um den Thron emanzipiert. So ist es eher eine Geschichte wie die Familie Stark trotz allem zusammenhält. Für die Geschichte ist das völlig ok, für den Charakter Sansa etwas schade.
Das Zweite das mich etwas gestört hat war der Umstand das Littlefinger keinen Backup Plan hatte wenn man ihn mit diesen Verbrechen konfrontiert. Manche von denen lagen Jahre zurück und er hätte genug Zeit gehabt um sich ausreden einfallen zu lassen. Naja vielleicht war es der Schock. :)

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Beitrag von Curthan Mercatio » 08.09.2017 17:13

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VIelleicht haben sie die Szene zusätzlich aus rausgenommen, um Sansas Rolle zu stärken - das wissen wir nicht. Ich würde jedenfalls nicht wegen einer entfernten Szene alles uminterpretieren.

Mir hat die Szene sehr gut gefallen, weil es einfach Sinn macht, das all das genau so passiert. Sie konnten Littlefinger nicht einfach um die Ecke bringen, dann hätten zumindest einige der Ritter aus dem Vale revoltiert und für das Ansehen ist so etwas auch nicht gut. Umgekehrt hatten sie auch keine Beweise gegen Littlefinger. Hätte dieser etwas von der Anklage gewusst, hätte er sich herauswinden können. Denn so richtig hieb- und stichfest war das ja alles nicht.
Damit bleibt nur noch eine Chance: Ihn überraschen und zu einem Geständnis bringen. Das hat funktioniert, auch weil Littlefinger bis zum Schluss dachte, dass es Arya treffen würde. Sansa war eben sein blinder Fleck, er hätte sich nicht gedacht, dass gerade sie ihn abserviert - obwohl er von allen anderen Leuten immer das Schlimmste annimmt.
Deswegen war das für mich eigentlich eine sehr sinnvolle Auflösung der ganzen Sache.
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Beitrag von Eulenspiegel » 08.09.2017 22:40

Kurze Frage: Wie lange benötigt man Spoilertags? Ich denke, wenn eine Folge über eine Woche alt ist, sollte man auf Spoilertags verzichten können.
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Nagamasa hat geschrieben:
08.09.2017 13:27
Sansa und Yohn Royce haben jeden Grund ihn zu hassen und sich deswegen an ihm zu rächen.
Ich glaube allerdings die Serienschöpfer wollten diesen Eindruck vermeiden und Sansa nicht als Verfechterin von Lynchjustiz sondern als clevere Anwältin präsentieren die mit ihrer lückenlosen Beweisführung den größten Intriganten mit einer eigenen Intrige zu Fall bringt.
Wie Sansa schonmal gesagt hat: Sie hat Grund, Baelish zu hassen, sie hat aber auch Grund, ihm dankbar zu sein. Diese beiden Gründe haben sich bisher in der Waage gehalten. Durch seine letzte Intrige überwiegen allerdings die Hass-Gründe.

Nein, Sansa ist keine Verfechterin der Lynchjustiz. Sie hat ein rechtmäßiges Gerichtsverfahren, wie es in einem feudalen System üblich ist, durchgeführt.

Ich denke nicht, dass sie als clevere Anwältin dargestellt werden sollte. Ich denke, sie sollte einfach als Frau dargestellt werden, die ihrer Familie vertraut. Und nein, das ist jetzt keine überraschende Charakterentwicklung. Das ist einfach eine konsequente Darstellung von Sansas Charakter der letzten Folgen. Sie hatte immer Baelish misstraut. Man muss nicht clever sein, um Baelish zu misstrauen. Man muss einfach nur ein paar Mal schlechte Erfahrung mit ihm gesammelt haben, um ihn zu misstrauen. Sansa misstraut Baelish nicht, weil sie clever ist. Sansa misstraut Baelish, weil er sowohl sie als auch ihren Vater hintergangen hat. Bran und Arya gehören jedoch zur Familie. Es gibt keinen Grund, den beiden zu misstrauen. Es ist nicht clever, sondern naheliegend, dass sich die drei treffen und miteinander reden.

Sansa hat auch nie eine eigene Intrige gestartet: Sie ist eine typische Stark: Ehrlich und gerade hinaus.
Ja, es sah für ein paar Minuten so aus, als ob sie Arya verhaften wollte. Das würde ich aber nicht als Intrige ansehen, sondern eher als schelmischen Spaß, den sich die beiden (Sansa und Arya) erlauben.
Zum Einen wollte ich das Sansa Littlefinger alleine ausmanövriert und damit zeigt das sie genug von ihm gelernt hat um ihm überlegen zu sein.
Hat sie aber nicht. Sansa ist Baelish auf dem Gebiet der Intrige nicht überlegen.
Das, was sie von Baelish gelernt hat: Vertraue nicht jedem. Und wähle dir deine Vertrauten mit bedacht.
Das hat sie von Baelish gelernt. Und das hat sie auch vernünftig eingesetzt.

Mit Intrigen hat Sansa nichts am Hut. Das kann sie nicht und das will sie auch nicht können. Für diese Sachen verachtet sie Baelish. Wieso sollte sie etwas anwenden, was sie selber so verachtet?
Manche von denen lagen Jahre zurück und er hätte genug Zeit gehabt um sich ausreden einfallen zu lassen. Naja vielleicht war es der Schock. :)
Selbst wenn er Ausreden hätte:
Bran kennt die Wahrheit. Arya will Baelish tot sehen, egal was er sagt. Und Sansa hat eines gelernt: Vertraue keinem Baelish, egal was er sagt.

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Der Wanderer
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Winter is coming

Beitrag von Der Wanderer » 09.09.2017 02:27

Eulenspiegel hat geschrieben:
08.09.2017 22:40
Kurze Frage: Wie lange benötigt man Spoilertags? Ich denke, wenn eine Folge über eine Woche alt ist, sollte man auf Spoilertags verzichten können.
Hallo?! Ich warte brav auf Buch 6. :lol:
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Winter is coming

Beitrag von Herr der Welt » 09.09.2017 07:44

Bei aller Kritik, die ich für die letzten beiden Bücher der SoIaF-Reihe übrig habe, so sieht man anhand von Staffel 6 doch, was man an Martin als Autor (sowohl der literarischen Vorlage als auch einzelner Episoden) hat(te). Jedenfalls kann ich mir bei vielen Entwicklungen der Erzählung nicht vorstellen, dass sie sich im Buch auch nur in ähnlicher Weise darstellen wird (ich lese keine Informationen zu kommenden Büchern). Das soll nicht heißen, dass ich mit der Serie - insbesondere der jüngsten Staffel - gänzlich unzufrieden wäre. Es gab durchaus positive Höhepunkte. Nur fügen sie sich z.T. in billige Erzählmuster oder werden von ihnen überlagert in der Gesamtwahrnehmung.

Dabei würde ich nicht einmal beim Verhältnis Erzählzeit und erzählter Zeit anfangen. Die erhöhte Geschwindigkeit, mit der erzählt wird, zeigte sich am störendsten, wo Erzählstränge schnell abgehandelt wurden. Es ist häufig leicht ersichtlich, dass gewisse Eckpunkte in ein seichtes Konzept gepresst werden. Auch die Entwicklung mancher Figuren lässt sehr zu wünschen übrig. Schließlich missfällt mir auch die Schwerpunktverlagerung von einem facettenreichen politischen Geschehen hin zum bunten Effektgewitter, auch wenn das zweifelsohne in seiner Disziplin auch über bloße Serienformate hinaus wegweisend ist. Es wird wohl kaum jemanden geben, der hierin nicht eine klare Stärke der Serie sieht, die zu Beginn noch (aus Budget-Gründen) Schlachten einfach überspult hat (was aber funktionierte). Blackwater, Hardhome oder Battle of the Bastards will ich als Filmerfahrung dennoch nicht missen.
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Richtig gut gefiel mir die Schlacht in Spoils of War, inszenatorisch sicherlich ein Meisterwerk, in welcher der Drache als Massenvernichtungswaffe gezeigt und Daenerys (was ja zuvor aufgebaut wurde) in ein ambivalenteres Licht gerückt wurde, nicht mehr nur Sklavenbefreierin und tatkräftige Kämpferin für eine gerechtere Welt. Die Einstellung auf brennende oder bereits verkohlte Soldaten waren sehr eindrücklich; ebenso das Urteil in Tyrions Blick.
Der Kriegsverlauf bis dahin ist in seinen Eckpunkten ganz gut erzählt. Es fehlt nur eben - wie in vielen - an weiteren Darstellungen. Die Lannister-Tyrell-Rochade ist zwar ganz nett. Wäre es aber nicht auch noch netter gewesen, die Konsequenzen zu zeigen? Was bleibt den Unsullied, nachdem sie eine leere Burg erobert und ihren Nachschub verloren haben, anderes übrig als das Umland zu plündern, wenn sie ohne herbe Verluste quer über den Kontinent ziehen wollen (und am Ende vor Kings Landing stehen)? So etwas passt in die kontrastreiche Welt, wie sie über große Strecken gezeichnet wurde.

Gerade gegen Ende hin wurde auf Biegen und Brechen zusammengefügt, was schwerlich organisch erzählt werden hätte können. Da sollte der Nachtkönig einen Drachen bekommen. Ich vermute, das war der Ausgangspunkt der Überlegungen. Und zu dem Ergebnis wollte man dann noch beliebte Figuren als glorreiche Sieben mit Rothemdenschild zusammenpacken. Und als Grund musste ein extrem vager Plan herhalten. Als sollte nicht wenigstens Varys (auch nur noch ein Schwätzer) eins und eins zusammenzählen können oder Tyrion seine Schwester nicht besser kennen. Gründe, um ein Tag-Team hinter die Mauer zu schicken, kann man sich leicht erdenken. Über die ganze Gefrorene-See-Sequenz schweige ich mich lieber aus.

Petyr Baelish hat man nicht mehr als verheizt. Selbst wenn man außer Acht lässt, dass auf der Gegenseite Super-Assassinen und Alles-Seher stehen, muss man sich fragen, was die Figur eigentlich erreichen wollte. Vordergründig wollte er einen Keil zwischen die Schwestern treiben. Da die eine überraschend auftauchte, kann das kaum der langfristige Plan gewesen sein. Dass Sansa wenig für ihn übrig hat, sollte er längst bemerkt haben. Zumal sie die einzige ist, die um wirklich delikate Details weiß. Wenn er sie hätte heiraten wollen, dann hatte er ein entsprechendes Druckmittel, bevor er Jon unterstützte und als Preis dafür. Einfach auf Sansas Gunst zu hoffen, diskreditiert die Figur bei weitem.
Offensichtlich hat er für faktisch gar nichts (ich erkenne jedenfalls kein klares und entsprechend wertvolles Ziel) alles riskiert. Ich wartete seit der Entscheidungsschlacht Ende der letzten Staffel darauf, eine gerissene Strategie hinter seiner Unterstützung für den Norden präsentiert zu bekommen. Jetzt habe ich wenigstens Gewissheit, dass da nichts mehr kommen wird - außer sehr wahrscheinlich eine bessere Geschichte in den Büchern.

Das Lob an Nikolaj Coster-Waldau und mehr noch Lena Headey kann ich nur unterschreiben. Ich hätte nie erwartet, dass Cercei einmal zu einer der interessantesten Figuren der Serie avancieren würde. Das liegt sicher auch an der doch sehr anderen Buch-Cercei. Aber die Serien-Version muss ja - und da ist sie nicht die einzige - manch andere weggelassene Figur kompensieren. Dabei gelingt es meines Erachtens sehr gut, sie als Gegenspielerin aufrecht zu erhalten. So misslungen auch der Plan der Gegenpartei war, so überzeugend war ihr Schauspiel (quasi das Schauspiel eines Schauspiels) in der Szene Tyrion-Cercei. Jaimes Tragik als zwischen den Stühlen Stehender wurde sinnig ausgebaut.

Die Beziehung zwischen Neffe Jon und Tante Dany wurde nicht ohne Geschick verwirklicht. Dass sich die Titel gebenden Elemente Feuer und Eis in den beiden Figuren verkörpert finden, war bereits klar. Hier kommt es sehr darauf an, wie das weiter erzählt wird. Gerade in Bezug auf das, was der einstige Azor Ahai tun musste, gibt es ja gewisse Spekulationen. Da bin ich gespannt, ob ich gespannt bleiben darf.

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sagista
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Winter is coming

Beitrag von sagista » 10.09.2017 00:03

Ich muss gestehen, der Aspekt, dass Reisezeiten anscheinend garkeine Rolle mehr spielen, fand ich auch merkwürdig und auch ein wenig störend.
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Zum ersten Mal wirklich negativ aufgefallen ist mir das, als zum einen plötzlich die Unbefleckten in Windeseile von Dragonstone nach Casterly Rock kamen und vor allem, dass Euron erst die Dornesche Flotte killen kann und dann auch noch nebenbei bei Casterly Rock die Schiffe der Unbefleckten zerstört und zwischendurch noch Ellaria und Tyene eben in King's Landing abliefert. Da habe ich mir gedacht, wow, das ist ein richtiger Meisterkapitän. Anscheinend ist das Meer rund um Westeros ein außerordentlich dankbares Gewässer, um es zügig befahren zu können, wenn man bedenkt, dass man von Dragonstone bzw. King's Landing einmal ganz um den Kontinent drumherum muss, um nach Casterly Rock zu kommen. Was in vorherigen Staffeln vielleicht etwas langatmig war, kam einem jetzt schon deutlich gehetzter vor.
Gleichwohl mag dieses Tempo auch dem Umstand geschuldet sein, dass es halt nur sieben und nicht zehn Episoden in dieser Staffel gab. Das zwingt schon zu einer gewissen Straffung der Ereignisse, wobei man dem Kritikpunkt des "bunten Effektgewitters" argumentativ wenig entgegensetzen kann. Andererseits, so schlecht finde ich das auch nicht, muss aber auch gestehen, dass für mich der Reiz der Serie eher von den Gesprächen und Intrigen und weniger von den epischen Schlachten ausgeht. Epische Schlachten bieten schöne Bilder und gehören dazu, hat man aber mehr oder weniger schon häufiger in der Serie und an anderer Stelle gesehen. Das feine Personengeflecht, die vielen Grausamkeiten, die sich die einzelnen Personen mal mehr mal weniger schon gegenseitig zugefügt haben, wer hat noch eine Rechnung mit wem offen und warum, das finde ich wirklich toll, vor allem, wenn Charakteren die Rechnung für eine Tat aus früheren Staffeln präsentiert wird oder wenn einfach nur von zwei Personen über eine dritte Person geredet wird, die beide in unterschiedlichen Zeiten getroffen haben und man sich an die Szenen erinnert, z. B.
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Tormund und Clegane über Brienne oder Brienne und Clegane über Arya.
Zur Charakterentwicklung bzw. Tötung von Charakteren:
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Die Frage nach dem eigentlichen Ziel von Peter Baelish habe ich mir tatsächlich auch mehrfach gestellt. Was auch immer er für einen Meisterplan für sich und Sansa gehabt haben mag, erschlossen hat er sich mir nicht. Aber ich hab auch schon nicht wirklich geschnallt, warum er sie Ramsey quasi zum Fraß vorgeworfen hat. Dass Ramsey ein völlig gestörter Psychopath war, wird auch er gewusst haben, also Zuneigung zu Sansa kann es nicht gewesen sein. Der Plan, eine Art Königsmacher für die Königin des Nordens zu werden, erscheint mir auch nicht so ganz gelungen. Ich hatte irgendwie den Eindruck, man wüsste nicht so recht, in welche Richtung diese entwickeln soll, insofern war diese Lösung jetzt durchaus naheliegend. Aber den Prozess gegen ihn fand ich eine sehr stimmungsvolle Szene. Das hatte jetzt auch nichts mit Lynchjustiz zu tun. Sansa ist die Lady von Winterfell. Wer wenn nicht sie sollte das Recht haben, Recht zu sprechen?

Die positive Einschätzung der weiteren Entwicklung der Lannisters teile ich. Der immer wieder zweifelnde Blick Tyrions bei Daenerys' teilweise doch sehr emotionalen Entscheidungen ist schon cool. Das zeigt immer sehr schon die Gegensätzlichkeit dieser beiden Charaktere. Dass sich Jamie irgendwann wirklich von Cersei abwenden würde, hat man ja schon länger erwartet. Nachvollziehbar, dass es nun endlich geschehen ist. Cersei als durch und durch durchtriebendes Biest finde ich einfach überragend. Aber selbst bei Cersei gibt es logische und nachvollziehbare Gründe, warum sie so agiert wie sie agiert. Eine Frau, die zwei Kinder durch Mord und eins durch Selbstmord verloren hat, hat nunmal einen richtigen Schlag weg, insbesondere, wenn ein Vater wie Tywin die Grundlagen zur Charakterbildung gelegt hat.
Ich würde auch gern ein wenig spekulieren, wie es weitergehen könnte. Im Freundeskreis haben wir bereits einige interessante Dinge andiskutiert, die man natürlich auch in unzähligen Foren bereits lesen kann.
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  • Ich habe davon gelesen, dass Cersei möglicherweise zur Night Queen wird. Das wäre schon ein unfassbar starkes Bild, wenn sie dann im großen Finale auf Viserion gegen Daenerys auf Drogon antritt. Dass Cersei am Ende der Serie noch am Leben sein wird, halte ich für extrem unwahrscheinlich.
  • Die junge Liebe zwischen Daenerys und Jon/Aegon wird sicherlich schwer belastet werden. Interessant wird sein, wie Daenerys darauf reagieren wird, dass da jemand plötzlich erscheint, der einen besseren Thronanspruch hat. Dem Umstand, dass da Tante mit Neffe verkehrt, messe ich jetzt kein übertriebenes Eskalationspotential zu, zumal ja Inzest jetzt bei den Targaryens nichts dramatisches ist und der nun zwischen Tante und Neffe jetzt auch nicht so gravierend ist. Aber dass Daenerys Samwells Vater und Bruder exekutiert hat, könnte sicher noch Konfliktstoff bergen. Ich glaube auch nicht, dass dieses Paar am Ende vereint triumphieren wird. Ich rechne damit, dass mindestens einer von beiden sterben wird.
  • Interessant wird sein, wer am Ende auf dem Eisernen Thron sitzt wird. Oder besser gefragt, wird es am Ende überhaupt noch einen Eisernen Thron geben? Ich könnte mir tatsächlich vorstellen, dass der Thron zerstört werden wird oder garnicht mehr besetzt werden wird. Daenerys möchte das Rad brechen und ich halte es für durchaus vorstellbar, dass ihr und auch Jon der Eiserne Thron nach dem Sieg über den Night King zu banal erscheinen könnte. Ich halte es auch durchaus für möglich, in Bezug auf Punkt 1 dieser Liste, dass King#S Landing vom Night King auf Viserion sehr früh in Staffel 8 angegriffen und zerstört werden wird. Dann gäbe es keinen Eisernen Thron mehr. Angesichts des Umstandes, wie beiläufig mühsam aufgebaute Häuser wie die Tyrells oder die Freys mit einem Federstrich vom Feld gefegt werden, erscheint mir ein solches Szenario nicht undenkbar.
  • Selbstverständlich wird Daenerys schwanger werden.
  • Cersei scheint wirklich schwanger zu sein. Nur von wem ist die Frage. Ich schätze, nicht Jaime sondern Euron wird der Vater sein. Das würde passen, da sie bereits angekündigt, hat, Jaime als den Vater zu benennen. Wenn man bedenkt, dass sie für die ersten drei Kinder Robert als Vater benannt hat, wäre das nur passend. Zum anderen muss überlegt werden, ob ein mögliches Kind überhaupt geboren werden wird, da wir ja wissen, dass ihr lediglich drei, nicht aber vier Kinder prophezeit wurden. Prophezeiungen haben die unangenehme Eigenschaft, in Geschichten dieser Art meistens wahr zu werden. Ich befürchte so ein wenig, dass wir es da mit einer extrem ekeligen Entwicklung Qyburns zu tun bekommen könnten. Ich meine, der Mann hat den untoten Berg "erschaffen", war aber seitdem jetzt was abnormale Schöpfungen betrifft, eher zurückhaltend. Ich glaube, da haben wir noch was zu erwarten.
Die Frage, wie lange noch die Spoiler zu verwenden sind, stelle ich mir auch. Dass nach Ausstrahlung der siebten Staffel Diskussionen um Inhalte der siebten Staffel stattfinden werden dürfte in einem GoT-Thread jetzt nicht völlig überraschend sein. Ich persönlich habe zumindest alles im Internet, wo GoT dranstand, gemieden, bis ich die Staffel zu Ende gesehen hatte.

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Madalena
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Beitrag von Madalena » 10.09.2017 12:24

Kleinfinger:
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Für mich war es schon plausibel, ihn so im Gerichtsverfahren dran zu kriegen. Er war überrascht, und so gewieft er auch sein mag, hat er eine große Schwäche für Sansa. Er war völlig auf dem falschen Fuß erwischt dass sie sich gegen ihn wendet, und hatte wohl bis zuletzt gehofft sie für sich einnehmen zu können. Deshalb hat er sich auch dazu hinreißen lassen, ein Geständnis (implizit) abzulegen: Es war alles nur aus Liebe etc. Lieber versuchen sie so zu überzeugen, als es abzustreiten und sie dadurch sicher zu verlieren (und vermutlich ebenfalls zu sterben).

Trotzdem fand ich seine vorangegangenen Intrigen etwas lasch. Für einen Intriganten seines Kalibers schien mir das zu wenig "Mastermind", und sein Plan konnte fast nur schief gehen wenn Arya und Sansa die offene Aussprache miteinander suchen und bekannt wird, woher Arya den Brief hatte.

Also ja: Kleinfinger hatte man etwas verzettelt, und so hat man ihn entsorgt um immerhin noch was draus zu machen.
Reisezeiten:
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Ja, es ging auf einmal alles verdammt schnell. Auch die Szene wie Oleanna aus ihrem Turmfenster schaut und die Lannister-Armee erblickt wirkte, als hätte Jamie mal eben einen Nachbarschaftsbesuch unternommen, und nicht als hätte er einen längeren Marsch durch die Weite hinter sich, von dem Oleanna schon längst hätte erfahren können.

Merkwürdig war auch der Zufall, dass Euron quasi zeitgleich mit dem Angriff auf Casterly Rock mit seinen Schiffen eintraf. Bei den langen Reisezeiten sehr unwahrscheinlich. Es sei denn natürlich er war vor ihnen da und hat ihnen aufgelauert. Aber warum dann erst angreifen, nachdem alle Soldaten in Ruhe von Bord gehen und sich in Stellung bringen konnten, statt sie auf See vernichten?

Eulenspiegel
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Beitrag von Eulenspiegel » 10.09.2017 14:16

Spoiler zu Euron:Anzeigen
In Westeros gibt es noch keine Kanonen. Ohne Kanonen werden Schiffe bekämpft, indem man sie entert. Die Männer von den Eiseninseln mögen gute Piraten abgeben. Und gegen einfache Seeleute gewinnen sie locker. Wenn sie jedoch versuchen ein Schiff zu entern, das mit Soldaten gefüllt ist, würden sie verlieren.

Das heißt, selbst wenn Euron vorher da war, wäre es sinnvoll für ihn, mit dem Entern zu warten bis die Soldaten von Bord sind.

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Madalena
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Beitrag von Madalena » 10.09.2017 14:52

Seeschlachten
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Irgendeine Form von Brandgeschossen verwenden die Schiffe schon, sowohl in der Sklavenbucht als auch bei Casterly Rock. An die Möglichkeit von Entergefechten hatte ich aber auch schon gedacht - Beschießen und Kapern lässt sich ja nicht immer komplett getrennt halten, somit war die Flotte nach dem Landen sicher ein leichteres Ziel. Allerdings kommt die Stärke der Unbefleckten zur See sicherlich deutlich weniger zum Tragen, und ich hätte es an Cerseis Stelle sinnvoller gefunden, die feindliche Armee zu schlagen, als ihre Flotte zu versenken. Zumal sie Daenerys Transportkapazitäten damit ja anscheinend eh keinen signifikanten Schaden zufügen konnten, sie konnte ja dennoch alle Truppen unbehelligt in Stellung bringen. Der strategische Nutzen dieser Aktion war also - inexistent.

Was ich um Übrigen auch merkwürdig fand, immerhin hatte sie ja vorher zwei Flotten verloren... Mir wurde da in dieser Staffel einfach insgesamt zu viel handgewedelt, um möglichst schnell das gewünschte Ergebnis zu erhalten.
EDIT

Nennt mich kleinlich, aber noch so eine Frage die ich mir stelle: Bietet die Eiserne Bank wohl Telebanking an?
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Oder wie hat das Tyrell-Gold seinen Weg von Kings Landing nach Braavos gefunden? Der Seeweg führt nämlich direkt an Drachenstein vorbei, und Daenerys wird wohl kaum tatenlos zusehen wie eine feindliche Schatzflotte vor ihrer Nase entlang schippert...

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Beitrag von Eulenspiegel » 10.09.2017 20:42

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Als Euron von Königsmund nach Casterlystein gefahren ist, hat er noch einen kurzen Abstecher nach Braavos gemacht. :lol:

Alternativ: Das Gold war nie in Königsmund: Als das Gold erbeutet wurde, haben sie es per Schiff direkt nach Braavos geschickt. Ohne den Umweg über Königsmund.

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Beitrag von sagista » 10.09.2017 23:25

Eiserne BankAnzeigen
Das habe ich mich auch gefragt. Vor allem, wie ist das Tyrell-Gold abtransportiert worden, obwohl die Armee mit dem Rest der Beute erstmal auf dem Weg ist und dann von Drogon gegrillt wird? Vor allem, der Weg von Highgarden nach King's Landing bzw. nach Bravoos ist auch wirklich keine Kleinigkeit. Vor allem hätte man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Dothraki getroffen, die ja auf dem Weg waren, die Lannister-Armee auf ihrem Rückweg abzufangen. Jaja, je mehr man sich damit beschäftigt, desto mehr Unstimmigkeiten fallen auf, wobei ich mich das schon direkt beim Schauen gefragt habe. Wahrscheinlich wurde das Gold wirklich per Schiff verschickt. Ist ja auch kein Problem und geht sehr schnell in Westeros, dieses Schifffahren.

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Beitrag von Talasha » 11.09.2017 09:05

Eiserne Bank
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Das Gold war halt in den vorderen Wagen die schon in Kings Landing angekommen sind. Außerdem, mit der Eisernen Bank legt man sich nicht an. In den Büchern gibt es da eine schöne Stelle: "Wenn Fürsten ihre Schulden bei anderen Banken nicht bezahlen verkaufen diese ihre Kinder in die Sklaverei und hängen sich auf, bei der Eisernen Bank tauchen dagegen neue Fürsten auf die die Schulden bezahlen." Sprich, mit der Eisernen Bank legt man sich nicht an, wenn man vorhat zu Überleben.
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Beitrag von Eulenspiegel » 11.09.2017 18:27

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Danny halte ich für emotional und ungestüm genug, dass sie sich sogar mit der Eisernen Bank anlegen würde. - Selbst wenn sie verlieren würde.

Aber ich denke, dass das Gold nie in Königsmund war, sondern direkt per Schiff nach Braavos geschickt wurde.

Zu den Reisegeschwindigkeiten: Im irdischen Mittelalter waren Schiffe etwa 5mal so schnell wie Armeen zu Fuß. Bei günstigen Winden sogar bis zu 10mal so schnell. Eine Reise, die zu Fuß 1 Monat dauert, kann man per Schiff in 3-6 Tagen überbrücken.

In vielen Strategiespielen ist es übrigens auch üblich, dass Einheiten, die man mit Schiffen transportiert, wesentlich schneller sind. - Zum Beispiel auch im Strategiespiel "Game of Thrones". ;)

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Beitrag von sagista » 12.09.2017 22:52

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Naja, zunächst einmal stand auf dem ehemaligen Tyrell-Gold "Lannister" und nicht "Eiserne Bank", schließlich hat es die Lannister-Armee aus Highgarden abtransportiert. Nicht zuletzt deshalb macht es eigentlich auch wenig Sinn, dass das Gold unabhängig von der Armee transportiert wurde, denn egal ob nun auf dem Schiff oder in einem kleinen Stoßtrupp, sicherer wird der Transport dadurch nicht. Gleichwohl kann man diese, ich nenne es mal Unstimmigkeit, durchaus akzeptieren, denn wäre das ganze Gold auch weg gewesen, bzw. in Daenerys' Truhe, dann wäre das Kräfteverhältnis zu unausgeglichen geworden, ob ernsthaft noch für Spannung sorgen zu können.

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Beitrag von Eulenspiegel » 12.09.2017 23:38

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Auf dem Meer ist das Gold wesentlich sicherer vor Daenerys:
Auf dem Land besitzt Daenerys die Übermacht.
Im Meer jedoch besitzt jedoch Cersei dank Euron die Überlegenheit.

Man könnte sagen:
Landüberlegenheit: Daenerys
Seeüberlegnheit: Cersei
Luftüberlegenheit: Daenerys

Und klar, Daenerys Drachen könnten jetzt versuchen, Eurons Schiffe anzugreifen. Aber Daenerys dachte, das Gold sei bei der Armee. Deswegen hat sie mit ihrem Drachen die Armee angegriffen. Und als sie feststellte, dass bei der Armee kein Gold ist, waren die Schiffe längst über alle Berge.

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Beitrag von Madalena » 13.09.2017 08:59

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Ich bin mir relativ sicher dass in der Episode ausdrücklich gesagt wurde, dass das Gold nach KL gebracht wurde.

Kann natürlich sein, dass die Eiserne Bank es dann unter eigener Flagge abtransportiert hat, und Daenerys nicht wagte Drachenklaue an die Schiffe zu legen. Aber so sicher konnte man sich da auch nicht sein, und so ein Risiko ist kaufmännisch nicht sinnvoll.

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Beitrag von Fenia_Winterkalt » 13.09.2017 09:01

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Ich meine auch, kurz bevor der Drache auftaucht berichtet ein Reiter Jamie das das Gold sicher in Kinds Landing angekommen ist

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