Unser kleines Forenparlament BTW 2017

Für alles, was uns sonst noch so interessiert.

Wen / wie würdest du wählen, wenn heute Bundestagwahl wäre?

Umfrage endete am 05.10.2017 01:13

CDU / CSU
13
13%
SPD
18
19%
Die LINKE
19
20%
Die Grünen
22
23%
FDP
8
8%
AFD
2
2%
eine linke Kleinpartei (MLPD, DKP, etc.)
0
Keine Stimmen
eine rechte Kleinpartei (NPD, REP, etc.)
1
1%
eine andere Kleinpartei (Piraten, Tierschutzpartei, etc.)
10
10%
ungültig / Nichtwähler
4
4%
 
Abstimmungen insgesamt: 97

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Talron
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Beitrag von Talron » 29.12.2017 08:36

@Suilujian
Politische nicht persönliche. D.h. wie die die persönlichen Forderungen in Politische umgesetzt werden, ja.
Faktisch funktioniert das auch nicht, weil wir eben eine Demokratie sind. Du kannst ja schlecht Leuten sagen, dass dir ihre Bedürfnisse scheiß egal sind und dann erwarten, dass sie dich wählen. (Siehe Hillary und Arbeiter in den USA)
@Rhanaya
Na sollen wir es im neuen Jahr wieder angehen? Wenn SPD/CDU auf ihren Standpunkten bleiben werden wir nochmal an die Urnen müssen.
Ich glaube das kann man inzwischen beantworten: Wenn es keine Koalition mit SPD und CDU gibt wird wohl eher nochmal Jamika oder eine Minderheitsregierung versucht als Neuwahlen...
Bei Neuwahlen besteht die Gefahr, dass die AFD zweitstärkste Fraktion wird.

Gorbalad
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Beitrag von Gorbalad » 29.12.2017 11:37

Talron hat geschrieben:
29.12.2017 08:36
Du kannst ja schlecht Leuten sagen, dass dir ihre Bedürfnisse scheiß egal sind und dann erwarten, dass sie dich wählen. (Siehe Hillary und Arbeiter in den USA)
Interessanterweise macht es aber nix, wenn Dir deren Bedürfnisse egal sind, Du das aber so nicht sagst (Trump, Türkisblau in .at, ...)

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Beitrag von Talron » 29.12.2017 15:30

@@Gorbalad
Jep. Du musst das Produkt eben verkaufen. Ob es gut oder scheiße ist. Aber wenn du sagst, mein Produkt ist nichts für euch, dann kauft es eben keiner.

Wobei mir Trump so langsam richtig unheimlich wird. Entweder ist der Typ wirklich so intelligent wie er behauptet oder der hat einfach verdammtes Glück mit seiner Politik. Wenn das mit den investitionen welche allein deutsche Firmen in den USA tätigen wollen stimmt...
Und der IS in Syrien ist auch besiegt...Und auf Obamas Lybienvermächtnis kann er schön mit dem Finger zeigen.
Wenn das so weiter geht bekommt der echt noch eine zweite Amtszeit.

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Beitrag von Talasha » 29.12.2017 16:07

Naja, das Assad mit Putins und Irans Hilfe die Rebellen schlagen wird war klar, vor allem nachdem die Saudis im Yemen kräftigst Haue bekommen und deshalb nicht mehr aushelfen können.
Die Unternehmenssteuerreform dürfte auch eine Rolle spielen, es ist halt nur eine Frage ob die zusätzlichen Investitionen die gewaltigen Verluste durch die Steuersenkungen auffangen können, oder ob es noch kritischer wird. In Oregon sollen die Schulen nur noch 4 Tage die Woche geöffnet haben weil einfach kein Geld mehr für Lehrer da ist.
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Beitrag von Talron » 29.12.2017 16:26

@Talasha
Du meinst das?
https://www.brookings.edu/blog/brown-ce ... hool-week/
Das das Geld spart ist nicht so wirklich der Fall...
The idea has proved contagious because adults like it: Teachers have more free time, and stay-at-home parents like the convenience of taking kids to doctors and doing errands on Friday. Many district leaders who have recently adopted the idea say that it gives them an advantage in competing for teachers, who understandably like the idea of the same pay for 20 percent fewer days at work.
Jetzt wäre es echt interessant von wo du deine Infos hast... Womit wir wieder bei Fake News wären...

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Beitrag von Talasha » 29.12.2017 17:19

@Talron
Ich bin gerade am googeln, finde den Artikel aber nicht mehr.
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Beitrag von Talron » 30.12.2017 08:55

@Talasha
War der Artikel in deutscher oder englischer Sparache?

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Beitrag von Talasha » 30.12.2017 11:44

Talron hat geschrieben:
30.12.2017 08:55
@Talasha
War der Artikel in deutscher oder englischer Sparache?
Auf Deutsch.
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Beitrag von Talron » 30.12.2017 12:41

I rest my case...

Rhanaya
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Beitrag von Rhanaya » 31.12.2017 10:14

Talron hat geschrieben:
29.12.2017 08:36
Ich glaube das kann man inzwischen beantworten: Wenn es keine Koalition mit SPD und CDU gibt wird wohl eher nochmal Jamika oder eine Minderheitsregierung versucht als Neuwahlen...
Bei Neuwahlen besteht die Gefahr, dass die AFD zweitstärkste Fraktion wird.

Gut möglich, eine Neuwahl macht ja auch nur Sinn wenn sich was entscheidendes verändert etwa wenn
Merkel & Schulz ihren Rücktritt verkünden. Ansonsten könnte die AfD tatsächlich noch ein paar Punkte mehr holen. Das Flüchtlingsproblem wird ja mit der anstehenden Entscheidung zum Familiennachzug schön am Köcheln gehalten.

Thargunitoth
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Beitrag von Thargunitoth » 02.01.2018 22:14

Es kommen bezüglich der Flüchtlingspolitik auch immer wieder ein paar Granaten. Eine 15-jährige wurde in Kandel abgestochen. Das arme Mädchen. Aber da ansonsten auch nicht über Beziehungstaten berichtet wird, wird sowas natürlich aufgebauscht. Beziehungstaten sollten meiner Meinungs nach öfters in die Zeitung kommen.
RIP: Katalonienthread :-(

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Beitrag von Talasha » 02.01.2018 22:54

Thargunitoth hat geschrieben:
02.01.2018 22:14
Es kommen bezüglich der Flüchtlingspolitik auch immer wieder ein paar Granaten. Eine 15-jährige wurde in Kandel abgestochen. Das arme Mädchen. Aber da ansonsten auch nicht über Beziehungstaten berichtet wird, wird sowas natürlich aufgebauscht. Beziehungstaten sollten meiner Meinungs nach öfters in die Zeitung kommen.
Ja, traurig das derartige Taten wenn überhaupt irgendwo mit ein paar Zeilen ala: "Manfred M. stach seine Ex nebst neuem Freund ab." Abgehandelt werden.
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Der Wanderer
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Beitrag von Der Wanderer » 03.01.2018 01:50

Thargunitoth hat geschrieben:
02.01.2018 22:14
Beziehungstaten sollten meiner Meinungs nach öfters in die Zeitung kommen.
Hm? Also in der örtlichen Zeitung steht ganz sicher drin, wenn mal wieder wer jemanden anders zusammengeschlagen, erstochen oder sonst was "Besonderes" getan hat.

Warum sich aber damit die "FAZ", "Spiegel" oder die "Tagesschau" beschäftigen sollen, wenn in irgendeinem Kaff sowas passiert, hätte ich nun gern dargelegt. So traurig das ist, es ist einfach Alltag und dementsprechend bundesweit (oder nur landesweit) kein besonderes und daher berichtenswertes Ereignis. Sonst müsstest Du die "Tagesschau" auf 3 Stunden ausdehnen und die "FAZ" in Buchform rausbringen.
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Mustafa ben Ali
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Beitrag von Mustafa ben Ali » 03.01.2018 07:49

Oder Brisant schauen. Dort werden auch öfters über Beziehungstaten berichtet.
Ludo Liubice Der Lübecker Spieleverein. Es werden auch Rollenspiele gespielt.

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Talron
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Beitrag von Talron » 03.01.2018 10:33

@Der Wanderer
Warum sich aber damit die "FAZ", "Spiegel" oder die "Tagesschau" beschäftigen sollen, wenn in irgendeinem Kaff sowas passiert, hätte ich nun gern dargelegt.
Weil es das Potential zu einem massiven Politikum in Deutschland hat mit deutlichen Auswirkungen auf die Regierungsbildung... (Schau dir doch das Vorgeplänkel der Koalitionsverhandlungen an. Was glaubst du ist wohl los, wenn der "worst case" Eintritt und der Junge Ü18 ist.)
Aber wie heißt es so schön, wenn man Nachrichten will, wenn alles vorbei ist, kann man öffentlich rechtliches schauen. (Faz und Spiegel haben meines Wissens nach berichtet.)
Meine einfache Regel, wenn die Washington Post es berichtet, sollte es auch die ARD berichten so es um Deutschland geht.
https://www.washingtonpost.com/world/eu ... 4915da4cf1

Im Ernst: Das Problem der ARD ist, wie schon so oft und eigentlich immer, dass sie halt in der Vergangenheit über Zeug berichtet hat das weit weniger potentielle Auswirkungen auf Deutschland hatte bzw. deren maximal möglichen Auswirkungen auf die Bundespolitik geringer gewesen wären. Ich kann mich auf die Position stellen, dass ich darüber nicht berichten muss, weil noch zu klein und betrifft Deutschland nicht national (noch nicht). Aber dann kann ich halt auch nicht über z.B. jeden erschossenen Terroristen in Israel berichten...Die ARD (wobei das ZDF und der WDR wohl nicht besser oder noch schlimmer sind) hält sich halt nicht an die Standards, die sie für sich selbst in solchen Situationen stets proklammiert. Dieses Verhaltet gibt ja erst die Grundlage für die Annahme, dass gezielt manipuliert und gelogen wird.

Ich meine was war denn das Ergebniss des ganzen Popanz? Und kann irgendjemand behaupten, dass das nicht vorhersehbar war?

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sankt.klaus
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Beitrag von sankt.klaus » 03.01.2018 14:13

Bei Neuwahlen besteht die Gefahr, dass die AFD zweitstärkste Fraktion wird.
Ja kann schon sein und alle Politiker die davor warnen tun das nicht weil sie so sehr gegen
die AFD sind sondern weil mehr Pronzent für die AFD eben weniger Prozent für die anderen
bedeutet. Neuwahlen werden also sicher nie kommen. Eher geht der kümmerliche Versuch
einer Regierungsbildung noch ewig weiter. Ein Zeitlimit gibt es wohl nicht ?

Mir wäre es auch lieber wenn Politiker und Parteien nicht immer nur gegen was sind, oft plump
einfach gegen andere Parteien, gegen Sozis, gegen Rot-Grün, und jetzt gegen die AFD. Besser
wäre es doch wenn sie mal für was stehen würden.

Ich fänd Neuwahlen super bei denen die CSU dann an der 5%-Hürde hängen bleibt. Da das gar nicht
so unrealistisch ist wird man bei CDU/CSU allein deswegen schon nicht auf Neuwahlen setzen.

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Talasha
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Beitrag von Talasha » 03.01.2018 18:30

sankt.klaus hat geschrieben:
03.01.2018 14:13
Ich fänd Neuwahlen super bei denen die CSU dann an der 5%-Hürde hängen bleibt. Da das gar nicht
so unrealistisch ist wird man bei CDU/CSU allein deswegen schon nicht auf Neuwahlen setzen.
Die zieht nicht wenn man drei Direktmandate holt, was sie im Schlaf schaffen dürfte.
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Der Wanderer
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Beitrag von Der Wanderer » 03.01.2018 23:56

Talron hat geschrieben:
03.01.2018 10:33
Weil es das Potential zu einem massiven Politikum in Deutschland hat mit deutlichen Auswirkungen auf die Regierungsbildung... (Schau dir doch das Vorgeplänkel der Koalitionsverhandlungen an. Was glaubst du ist wohl los, wenn der "worst case" Eintritt und der Junge Ü18 ist.)
Ich finde, das ist nur sehr bedingt ein Argument. Alles, was mit Flüchtlingen zu tun hat - vor allem das Negative -, wird seit nun vielen Monaten gehypt, teils bar jeder Angemessenheit. Dass dadurch so manches Seelchen sich empört und/oder ängstigt, ist dann nicht verwunderlich - aber ich sehe da schon die Frage nach Ursache und Wirkung. Aber Respekt, haben AfD & Co. mit Hilfe der Medien sauber hinbekommen.

(Ich zitiere da gern Pispers mit seinem Ärztepfusch. Er meinte sinngemäß und natürlich satirisch überspitzt, dass die Hölle in Deutschland los wäre, wenn man wochenlang sich täglich breit den Opfern von Behandlungsfehlern widmen würde.)
Ich kann mich auf die Position stellen, dass ich darüber nicht berichten muss, weil noch zu klein und betrifft Deutschland nicht national (noch nicht). Aber dann kann ich halt auch nicht über z.B. jeden erschossenen Terroristen in Israel berichten...Die ARD (wobei das ZDF und der WDR wohl nicht besser oder noch schlimmer sind) hält sich halt nicht an die Standards, die sie für sich selbst in solchen Situationen stets proklammiert.
Das wiederum ist ein deutlich besseres Argument. Denn ja, stimmt: Dass in Israel/Palästina irgendwer irgendwen attackiert und umbringt, ist auch ziemlich alltäglich und hat daher wenig Nachrichtenwert. Man kann den betreffenden Nachrichtenanstalten in der Tat vorwerfen, da sie da eine seltsame Perspektive einnehmen. Da sollte man sich also eher auf "relevantere" Nachrichten stürzen, auch wenn die Relevanz natürlich nicht so leicht zu beurteilen ist. Aber nein: Wenn irgendeine Person irgendeiner anderen was antut, ist das ganz üblicherweise nicht relevant (völlig wurscht, welchen Hintergrund die haben, etwa Ausländer sind).
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sagista
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Beitrag von sagista » 04.01.2018 07:41

Der Wanderer hat geschrieben:
03.01.2018 23:56
Aber nein: Wenn irgendeine Person irgendeiner anderen was antut, ist das ganz üblicherweise nicht relevant (völlig wurscht, welchen Hintergrund die haben, etwa Ausländer sind).
Gilt das auch, wenn das Opfer ein Ausländer ist und der (mutmaßliche) Täter ein Rechtsradikaler?

Aber ich kann nachvollziehen, wenn es zumindest kritisch hinterfragt wird, wo die überregionale Relevanz liegt, wenn ein (wahrscheinlicher) Jugendlicher seine 15-jährige Exfreundin tötet. Zwar denke ich, dass ein solcher Fall, der ja zum Glück nicht die Regel ist, auch dann in überregionalen Zeitungen auftauchen würde, aber wahrscheinlich würde er kein so breites Echo finden wie der nun aktuell diskutierte. Die überregionalen Medien wie ARD, ZDF, Spiegel etc. stehen vor einem Dilemma: Berichten sie nicht über solche Fälle, wird ihnen Vertuschung vorgeworfen, berichten sie darüber, wird ihnen Panikmache unterstellt. Beides ist nicht von der Hand zu weisen. Da jedoch solche Verbrechen früher oder später eh die Runde machen, ist der Ansatz vielleicht garnicht verkehrt, direkt in die Berichterstattung miteinzusteigen.

Letztendlich haben Fälle dieser Art, wie auch der Fall des ehemals 17- nun 33-jährigen angeklagten Afghanen in Freiburg oder der Fall des verurteilten Vergewaltigers aus Ghana, Einfluss auf die öffentliche Debatte. Klar gibt es einige, die der Meinung sind, dass da eh nur "vergewaltigende Männerhorden" kommen, aber wenn selbst eine Studie des Herrn Pfeiffer zu dem Schluss kommt, wie gestern veröffentlicht, dass durch die massive Flüchtlingszuwanderung die Gewaltkriminalität erheblich gestiegen ist, ist das nicht so einfach von der Hand zu weisen. Gut, dass durch die Zuwanderung junger Männer die Gewaltkriminalität steigt, kann nun wirklich niemanden überraschen, da die in Rede stehende Alterskohorte fast überall auf der Welt am ehesten zur Gewalt neigt. Das ist allerdings nicht die Schuld der AfD oder der Medien; durch die massenhafte Einwanderung junger Männer ist es natürlich unsicherer geworden in Deutschland. Das wollte man vielleicht vor zwei Jahren nicht wahrhaben, heute ist es allerdings schwer, das abzustreiten, auch wenn man sich bemüht, das mit der fragwürdigen These, Ausländer würden eher angezeigt werden als Deutsche, zu relativieren.

Ich kann auch nicht nachvollziehen, warum angesichts der immer offensichtlicher werdenen Problematik rund um das Thema "minderjährige unbegleitete Flüchtlinge" die SPD so vehement gegen eine grundsätzliche Altersfeststellung der Leute zu Felde zieht, die behaupten, minderjährig zu sein. Klar ist auch das kein Allheilmittel, zumal man in diesen Verfahren ja auch nur eine gewisse Spanne ermitteln kann, aber ich finde es ziemlich unverantwortlich, wenn man Leute, die zwischen 15 und 25 Jahre alt sind, wahrscheinlich aus verschiedenen Gründen verhaltensauffällig sind, die aber zumindest in der Heimat und auf der Flucht eine gewisse Härte entwickelt haben, auf gut behütete Jugendliche treffen, die damit auch ziemlich allein gelassen werden. Das mag gut gehen, wenn es sich tatsächlich um jugendliche Flüchtlinge handelt, aber bei erwachsenen Flüchtlingen, die vorgeben, noch jugendlich zu sein, finde ich das sehr problematisch. Es ist nicht die Aufgabe der Jugendlichen, Integrationsleistungen in diesem Ausmaße zu erbringen. Probleme würde es wahrscheinlich auch bei einer grundsätzlichen Altersfeststellung geben. Die Tötung des Mädchens in Kandel wäre wahrscheinlich dadurch auch nicht verhindert worden. Das ändert aber nichts daran, dass die Behörden wissen müssen, wie alt die Leute sind, die hierher kommen. Das nur abzulehnen, weil es eine CSU-Forderung ist, finde ich eher albern. Zumindest halte ich die Gegenargumente der SPD für wenig valide.

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Beitrag von Rhanaya » 04.01.2018 13:49

sagista hat geschrieben:
04.01.2018 07:41
Gut, dass durch die Zuwanderung junger Männer die Gewaltkriminalität steigt, kann nun wirklich niemanden überraschen, da die in Rede stehende Alterskohorte fast überall auf der Welt am ehesten zur Gewalt neigt

Genau das hat man aber im Zusammenhang mit Flüchtlingen verneint und das fällt nun der Ex-Regierung auf die Füße. Man hat aus einer Betriebsblindheit nicht sehen wollen, das ein Million Menschen mehr eben auch den entsprechenden statistischen Niederschlag finden werden.
Auf Grund der kulturellen Abnormitäten (Abnormität als von unserer Vorstellung negativen abweichendem Verhalten), hat man nun eben einen Anstieg in den Bereichen den man auf gar keinen Fall wollte. Sexuelle Selbstbestimmung, Frauenrechte und so.

Nun müssen also Silvesterfeiern und Weihnachtsmärkte als Risikoveranstalltungen behandelt werden. Der Karnevall wird vermutlich auch wie ein Bundesliga Rotspiel behandelt werden, denn als Volksfest.

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Beitrag von Talron » 04.01.2018 17:17

@Der Wanderer
Aber Respekt, haben AfD & Co. mit Hilfe der Medien sauber hinbekommen.
Das würde ich der AFD wirklich nicht zu hoch anrechnen. Da sehe ich eher die selbstgerechte Arroganz der öffentlich/rechtlichen als Hauptursache.
"Der dessen Name nicht genannte werden darf" kennt jeder, das wissen selbst Harry Potter-Leser... Offensives Verschweigen und voreiliges relativieren hat immer den gegenteiligen Effekt, so exzessiv betrieben wird. Ebenso wie über-thematisieren und ständiges Wolf rufen nicht gerade die Aufmerksamkeit erhöht.
Klar klappt das ganz gut im kleinen oder wenn die Leute es nicht nachprüfen können. Die besten Opfer davon sind wohl die Gentechnik und allgemein immer wieder die biologische und medizinische Forschung. Klar, ich kann die Meinung so beeinflussen und vor allem darf eben für die Leute nicht das Gegenteil sichtbar werden. Und das lässt sich bei gesellschaftspolitischen Gegebenheiten eben in der heutigen Zeit nicht mehr vermeiden.
(Ich zitiere da gern Pispers mit seinem Ärztepfusch. Er meinte sinngemäß und natürlich satirisch überspitzt, dass die Hölle in Deutschland los wäre, wenn man wochenlang sich täglich breit den Opfern von Behandlungsfehlern widmen würde.)
Ja und nein. Wenn ich eine gezielte Desinformation betreibe sicherlich (so ich die Glaubwürdigkeit und Mittel hätte). Wenn ich aber eben wirklich fundiert journalistisch berichte wird es schwer, weil eben die Nachweisbarkeit verdammt schwer ist. Und wenn der Erzengel der Wahrheit auf dem Markplatz steht, dann ist die Gesundheitspolitik ein Feld unter vielen, welches in Flammen aufgeht.

Da sollte man sich also eher auf "relevantere" Nachrichten stürzen, auch wenn die Relevanz natürlich nicht so leicht zu beurteilen ist. Aber nein: Wenn irgendeine Person irgendeiner anderen was antut, ist das ganz üblicherweise nicht relevant (völlig wurscht, welchen Hintergrund die haben, etwa Ausländer sind).
Naja, es gibt schon recht einfache Kriterien um Relevanz zu bewerten:
Hat es direkte Auswirkungen auf viele meiner Hörer/Zuschauer?
Könnte es indirekte Auswirkungen auf viele meiner Hörer/Zuschauer haben?
Sind global extrem viele Menschen davon betroffen?


Meine Aussage ist ganz einfach: Wenn gerade die öffentlich rechtlichen nicht in der Vergangenheit jede Sau die ihnen ideologisch ins Weltbild gepasst hat (Wahrheit und Relevanz irrelevant) durchs Dorf getrieben hätten, dann stünden sie jetzt nicht so bescheuert da und es wäre für alle inklusive der AFD nicht so verdammt einfach sie vor sich her zu treiben.

Das leuchtende Gegenbeispiel ist hier in meinen Augen die Washington Post. Und die leben in Trumps Amerika, bei dem keiner Seite ein Mittel oder eine Lüge zu dreckig scheint und dennoch behalten sie ihre Glaubwürdigkeit bei Angriffen von allen Seiten.

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Beitrag von Rhanaya » 04.01.2018 18:43

Talron hat geschrieben:
04.01.2018 17:17
bei Angriffen von allen Seiten.

Scheint der Schlüssel zu sein. Dann hat man wohl was richtig gemacht. Unsere öffentlich rechtlichen verneinen es zwar immer aber sie stehen der Politik einfach zu nahe.
Ich will schon einen Rundfunk mit ARD & ZDF aber keine Politiker egal welcher Farbe in den Rundfunkräten, Gremien etc.
Das färbt automatisch ab und macht die Nachrichten eben unglaubwürdig.

Erinnert ihr euch noch an die WDR Moderatorin die kaltgestellt wurde wegen eines Radio Interview das nicht im Sinne der Oberen ausfiel.
Hier ihre Sicht der Dinge vom Aug 2017.
Ein sehr schönes Beispiel und ja die Russen haben die schönsten Moderatorinnen als Augenfänger und RT ist auch nicht neutral.

https://www.youtube.com/watch?v=cj11eI30n3E

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Beitrag von Der Wanderer » 05.01.2018 00:55

sagista hat geschrieben:
04.01.2018 07:41
Gilt das auch, wenn das Opfer ein Ausländer ist und der (mutmaßliche) Täter ein Rechtsradikaler?
Natürlich.

Natürlich ist es auch eine Nachricht von gewisser Relevanz, wenn z. B. Gewaltdelikte signifikant zunehmen. Gerade auch, wenn sie sich in irgendeiner Gruppe häufen. Aber da muss man dann eben sehr genau sein. Denn es sind beispielsweise (!) nicht "die Flüchtlinge", die die Statistik nach oben treiben begehen, sondern die jungen männlichen Flüchtlinge. Oder genauer, wenn man einer aktuellen Meldung glauben will, die jungen männlichen Asylsuchenden, die keine Bleibeperspektive haben. Bitte jetzt nicht allzu sehr darauf stürzen, es dient erstmal nur der Veranschaulichung, dass es sich lohnt, auf die Details zu achten. Denn auch wenn das natürlich eine Teilmenge der Obermenge "Flüchtlinge" ist, wäre die sehr allgemeine Aussage quasi irreführend. Das ist so, als wenn man sagt, dass "die Männer" für die meiste körperliche Gewalt verantwortlich sind. Stimmt irgendwie, aber sinnvoll ist die Aussage meist nicht. (Wenn nicht gerade jemand Anti-Männer-Propaganda machen will.)

Wobei wir bei "AfD & die Medien" wären. Ich sehe da schon einen Zusammenhang. Viele große Zeitungen und Nachrichtenportale berichten schlampig bis irreführend, und AfD und Co. stürzen sich darauf und nehmen die Berichte und sagen "seht her!" - auch wenn so viel eigentlich gar nicht zu sehen ist. Also: Ja, da sehe ich viel Verantwortung bei den Medien, aber die *zensiert* Rattenfänger von AfD und noch üblerer Coleur sind da alles andere als raus.

Und sorry, nein, RT schaue ich grundsätzlich nicht.
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Beitrag von sagista » 05.01.2018 07:43

Die Fokussierung auf junge männliche Flüchtlinge findet ja auch schon spätestens seit Silvester 2015/16 statt. Die Frage ist, warum die Problematik erst sehr viel später als erforderlich auch als solche anerkannt wurde, obwohl sie auch vorher schon erkennbar war. Das müssen sich halt viele Akteure fragen lassen, insbesondere die Parteien, die Medien und auch Organisationen wie die Kirchen. Aber das Nachkarten und die "Ich hab es damals schon gewusst-Attitüde" - und glaube mir, es ist nicht schön, wenn die Probleme, die man bereits befürchtet hat, tatsächlich eintreten - bringt ja nicht weiter. Was mich aber wirklich ärgert ist z. B. die Haltung der SPD zur Altersfeststellung von jungen Flüchtlingen. Offenbar ist die SPD nicht lernfähig oder lernwillig.

Aber es werden sicher lustige Sonderiungsgespräche, so wie da schon wieder rumgekeilt wird. Wobei ich hinzufügen möchte, dass ich die CSU-Forderung zur Altersfeststellung teile, das Gebahren insbesondere gegenüber der SPD jedoch ziemlich daneben finde. So wird das wahrscheinlich nichts.

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Beitrag von Talasha » 06.01.2018 13:22

sagista hat geschrieben:
05.01.2018 07:43
Aber es werden sicher lustige Sonderiungsgespräche, so wie da schon wieder rumgekeilt wird. Wobei ich hinzufügen möchte, dass ich die CSU-Forderung zur Altersfeststellung teile, das Gebahren insbesondere gegenüber der SPD jedoch ziemlich daneben finde. So wird das wahrscheinlich nichts.
Zu nett zur SPD sein kostet in Bayern Wählerstimmen.

Laut PKS wird ein gutes drittel der Fälle von Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen von einem Familienmitglied ausgeführt, ein weiters knappes fünftel von einem Freund/Freundin.
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Beitrag von sagista » 06.01.2018 18:45

Talasha hat geschrieben:
06.01.2018 13:22
Zu nett zur SPD sein kostet in Bayern Wählerstimmen.
Auch die CSU wird der SPD entgegenkommen müssen, wenn es eine Neuauflage der schwarz-roten Koalition - Große Koalition kann man das ja nicht mehr nennen - geben soll. Ich denke nicht, dass sich die SPD damit abspeisen lassen wird, dass ihr Einfluss auf die kommende Regierung dem desatrösen Wahlergebnis entsprechen wird, sondern dass sie als gleichberechtigter Partner akzeptiert werden muss.
Talasha hat geschrieben:
06.01.2018 13:22
Laut PKS wird ein gutes drittel der Fälle von Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen von einem Familienmitglied ausgeführt, ein weiters knappes fünftel von einem Freund/Freundin.
Mag sein.
Aber was hat das mit dem zu tun, was ich schrieb?

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Suilujian
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Beitrag von Suilujian » 06.01.2018 19:05

Ich hätte der SPD ja immer noch empfohlen, Merkel auszurichten, dass sie nur zu einer Schwarz-rot-grünen Koalition ohne die CSU bereit sei. Oder halt generell die Gespräche platzen zu lassen. Aber das wird nicht passieren. Die Tröge wollen ja geleert werden. :censored:

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Talron
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Beitrag von Talron » 07.01.2018 11:08

@Suilujian
Warum sollte die SPD nicht gleich eine Wahlempfehlung an die Arbeiter rausgeben: Wählt halt AFD wenn ihr jemanden wollt der eure Intressen vertritt...

Im Ernst: Du solltest als Politiker schon regieren wollen, dafür haben dir die Leute ja die Stimme gegeben. Klar, nicht um jeden Preis, aber man kann die Interessen der eigenen Wähler eben besser in der Regierung umsetzen als in der Opposition.
Die SPD ist in einer scheiß Situation: Die Oberen müssen auf die Parteibasis und die Wählerbasis achten nur leider scheint die Parteibasis diametral der Wählerbasis entgegen zu stehen. Klar kann man sich da ideologisch positionieren und sagen ist mir egal. Aber dann kann man eben auch nicht herumheulen wenn die AFD dann zweitstärkste Fraktion ist.
Klar spielt bei der Angst vor Neuwahlen auch mit rein, dass man seinen Posten gerne behalten würde und nicht ein Jahr (bis 4Jahre) "arbeitslos" machen will. Aber wenn man meint man könne einfach mal Neuwahlen fordern, passiert ja nichts, dann sollte man schon einen Plan haben wie man mit einer AFD mit 15+% dann umgehen soll.

Rhanaya
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Beitrag von Rhanaya » 15.01.2018 12:05

Bin ja mal gespannt ob Schulze das Sondierungsergebnis an der Basis durchbringt und dann in Verhandlungen kann.
Die Union ist wohl der Meinung, dass ist schon das Endergebnis.

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sagista
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Beitrag von sagista » 16.01.2018 00:03

Das Bild, das die SPD derzeit abgibt, ist ein sehr beklagenswertes.

Ja, man hat eine weitere schwarz-rote Regierung nicht gewollt. Kann ich verstehen. Aber was die SPD jetzt darstellt ist im Grunde ein Hund, den man zur Jagd tragen muss. Ich hatte eigentlich gedacht, dass man bei den Sondierungen etwas mehr rausholen würde, aber so schlecht ist das Ergebnis jetzt nicht. Ich finde zwar Augsteins Bild, die SPD sei Bettvorleger gestartet und als Küchenlappen gelandet ganz lustig, halte es aber für nicht ganz fair.

Aber trotzdem macht die SPD auf mich den Eindruck, dass sie eigentlich nicht wollen, sich zum Regieren genötigt fühlen. Ganz ehrlich, von solchen Trauerklößen will ich nicht regiert werden. Wie gesagt, sie wollten eine Neuauflage der Regierung nicht, ok, aber jetzt haben sie diesen Pfad eingeschlagen, also erwarte ich auch eine Begeisterung fürs Regieren. Warum tritt man nochmal bei Wahlen an? Ach ja, um zu regieren. Also bitte dann jetzt auch machen und nicht den Eindruck erwecken, als sei man dazu gezwungen worden. Wenn sie nicht wollen, sollen sie es sagen, sich auf Neuwahlen einlassen und dann richtig eins auf die Mütze bekommen. Aber dann gehen sie wenigstens mit Würde unter und nicht so.

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