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Unser kleines Forenparlament BTW 2017

Für alles, was uns sonst noch so interessiert.

Wen / wie würdest du wählen, wenn heute Bundestagwahl wäre?

Umfrage endete am 05.10.2017 01:13

CDU / CSU
13
13%
SPD
18
19%
Die LINKE
19
20%
Die Grünen
22
23%
FDP
8
8%
AFD
2
2%
eine linke Kleinpartei (MLPD, DKP, etc.)
0
Keine Stimmen
eine rechte Kleinpartei (NPD, REP, etc.)
1
1%
eine andere Kleinpartei (Piraten, Tierschutzpartei, etc.)
10
10%
ungültig / Nichtwähler
4
4%
 
Abstimmungen insgesamt: 97

Zornbold
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Beitrag von Zornbold » 25.09.2017 08:36

https://www.bundeswahlleiter.de/bundest ... nd-99.html

Nur das zählt imho, nichts aus der Presse :)

Andwari
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Beitrag von Andwari » 25.09.2017 08:46

Der Bundeswahlleiter schreibt aber gar nix über die Tegel-Abstimmung :( und um die geht es bei der Meldung "viele ungültige Stimmen".

Dass es eigentlich nur 2,2% ungültige sind, weiß der Berliner Landeswahlleiter und veröffentlicht das auch - aber andere waren schneller und haben viel schönere Grafiken und die Meldung über ein "Problem" schon um Mitternacht rausgeschickt.

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Beitrag von Zornbold » 25.09.2017 08:50

Wen zur Hölle interessiert Tegel? Schau wie der Thread heißt und bleib bei dem Thema. Wenn dich ein Regionalflughafen samt sinnloser Abstimmung interessiert, so haben wir die unfassbare geile Möglichkeit, dazu einen eigenen Thread zu eröffnen.

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Beitrag von Madalena » 25.09.2017 09:01

Ich finde auch, dass man der AfD sachlicher begegnen könnte. Wenn man als Moderator einer Diskussion Meuthen mit den Worten anspricht, ob seine Partei weiterhin Krach und Krawall (oder wie war die Formulierung?) oder konstruktive Politik machen wolle, finde ich das unprofessionell. Die AfD führt sich viel erfolgreicher selbst vor, als man es mit solchen platten Sprüchen macht.

Vor allem aber sollten sich mal wieder alle (besonders die Medien) darauf konzentrieren was sinnvolle Politik für Deutschland sein sollte. Das Universum dreht sich nicht um eine Partei, der fast 7 von 8 Wählern ihre Stimme verweigert haben.

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Beitrag von Zornbold » 25.09.2017 09:16

Petry hat gerade auf der Bundespressekonferenz bekannt gegeben, dass die nicht Teil der AfD Fraktion sein wird. Verbittet sich Nachfragen und verlässt die BPK...

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Beitrag von Talron » 25.09.2017 09:21

@Andwari
Das mit den ungültigen Stimmen ist wohl eine falsch gelesene Meldung: Bei 75% Auszählungsstand ... viele Ungültige
Die im verlinkten Artikel (Stand heute Nacht) erwähnten 27000 von 1,2 Millionen sind 2% und damit viel aber nicht völlig außergewöhnlich.
Ne, das meinte ich nicht. Ich glaube jetzt, dass jemand falsch von der Welt abgeschrieben hat. Kann den besagten Artikel nämlich nicht mehr finden.
https://www.welt.de/politik/deutschland ... swahl.html
Aber es wurde eine sehr ähnliche Grafik wie in diesem Weltartikel verwendet. (Wahrscheinlich die selbe, aber ich kann es nicht mehr nachprüfen...)


Petry hat gerade auf der Bundespressekonferenz bekannt gegeben, dass die nicht Teil der AfD Fraktion sein wird. Verbittet sich Nachfragen und verlässt die BPK...
Hat Petry nicht gestern Abend erst verkündet das sie Repräsentant des bzw. zumindest Teil des gemäßigten Flügels der AFD ist... Naja...

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Beitrag von Madalena » 25.09.2017 09:27

Talron hat geschrieben:
25.09.2017 09:21
Ne, das meinte ich nicht. Ich glaube jetzt, dass jemand falsch von der Welt abgeschrieben hat. Kann den besagten Artikel nämlich nicht mehr finden.
https://www.welt.de/politik/deutschland ... swahl.html
Aber es wurde eine sehr ähnliche Grafik wie in diesem Weltartikel verwendet. (Wahrscheinlich die selbe, aber ich kann es nicht mehr nachprüfen...)

Immerhin kann Martin Schulz in diesem Artikel Zeitreisen, und hat bereits Wahlkampf im Oktober betrieben. :censored:

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Beitrag von Talron » 25.09.2017 09:33

Immerhin kann Martin Schulz in diesem Artikel Zeitreisen, und hat bereits Wahlkampf im Oktober betrieben.
Ich glaube die meinten letztes Jahr Oktober... :censored: :grübeln:

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Beitrag von Madalena » 25.09.2017 09:50

Talron hat geschrieben:
25.09.2017 09:33
Immerhin kann Martin Schulz in diesem Artikel Zeitreisen, und hat bereits Wahlkampf im Oktober betrieben.
Ich glaube die meinten letztes Jahr Oktober... :censored: :grübeln:
Da war er noch kein Kanzlerkandidat. ;)

Wie dem auch sei, jetzt stehen sehr komplizierte Jamaika-Verhandlungen ins Haus. Da CDU und CSU sich derzeit relativ uneins sind (und Seehofer nach dem schwachen Ergebnis erst recht versuchen wird, rechtes Territorium zu besetzen), und Grüne und FDP bekanntlich eh keine Liebesheirat sind, wird das nicht grade einfach.

Wenn das nicht klappt gerät die SPD ziemlich unter Druck. Auf der einen Seite brauchen sie dringend Zeit um sich selbst zu finden (hoffentlich um unter Schulz mal wirklich wieder das eigene Profil zu schärfen und ein ernsthaftes Gegenmodell zur Union heraus zu arbeiten), zumal sie ja bereits Hand an die Brücken in die neuerliche "große" Koalition gelegt haben. Andererseits droht ihnen, dass man ihnen fehlendes Verantwortungsbewusstsein vorwerfen kann wenn sich sonst keine tragfähige Regierung bilden kann.

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Beitrag von Talron » 25.09.2017 10:18

Ach, erstmal abwarten. Die Frontfrau der AFD ist schon weg. Wenn sich das forsetzt gibt es bald eine Menge heimatlose Abgeordnete im Bundestag... :lol: :devil:

Ich sehe schon den Slogan von Merkel für 2021 bzw. 2022: Wähle gleich Merkel, sie bekommt deine Stimme so oder so. :censored: :cookie:
Wenn das nicht klappt gerät die SPD ziemlich unter Druck. Auf der einen Seite brauchen sie dringend Zeit um sich selbst zu finden (hoffentlich um unter Schulz mal wirklich wieder das eigene Profil zu schärfen und ein ernsthaftes Gegenmodell zur Union heraus zu arbeiten), zumal sie ja bereits Hand an die Brücken in die neuerliche "große" Koalition gelegt haben. Andererseits droht ihnen, dass man ihnen fehlendes Verantwortungsbewusstsein vorwerfen kann wenn sich sonst keine tragfähige Regierung bilden kann.
Ich glaube nicht, dass es ein "unter Schulz" geben wird.

Wie dem auch sei. Ich bin ganz ehrlich der Meinung, dass eine Minderheitsregierung wohl für das politische Klima am besten wäre. Dann gäbe es endlich mal interressante Sachdebatten im Parlament.

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Beitrag von Andwari » 25.09.2017 10:22

@Wahlbeteiligung
Der von Talron verlinkte Welt-Artikel macht mMn einiges falsch, sonderbar bzw. missverständlich:

- Nichtwähler kommentarlos als homogene Gruppierung mit politischer Aussage darstellen
- aus einer marginal erhöhten Wahlbeteiligung auf irgendwas schließen ohne Daten zu Wählerwanderung zu liefern.
- Zahlen zu erhöhten Wahlbeteiligungen von Landtagswahlen in Grafiken packen, ohne dazuzusagen dass die z.T. eher eine Normalisierung sind, weil die direkt vorhergehenden Wahlen z.T. kläglich niedrige Wahlbeteiligungen hatten.
- kurzfristige Trends proklamieren ("seit 2016 steigt die Wahlbeteiligung wieder") bei sowieso nur längerfristig beobachtbaren Fakten (alle x Jahre Wahl)
- sonderbare Worthülsen generieren wie "Einfluss der Nichtwähler" oder "ein 'ehrliches' Wahlergebnis" (die ansonsten unkommentierte Auszeichnung von "ehrlich" im Text wirkt nur als Hervorhebung, nicht wirklich als Einschränkung des als positiv untergeschobenen Begriffs
- Gedankenspiele wie eine 5%-Hürde der Wahlberechtigten ohne Bewertung einbauen.
- einen Exkurs zur NRW-Landtagswahl einbauen um doch noch irgendwen an 5% scheitern lassen zu können, was bei dieser Bundestagswahl nicht funktioniert hätte, weil doch alle über der Schwelle gewesen wären.

Wirklich ehrlich wäre hingegen: "die AfD ist trotz hoher Wahlbeteiligung stark, sie hat viele bisherige Nichtwähler motiviert zur Wahl zu gehen und insgesamt mehr Stimmen als befürchtet".
13% bei 76% Wahlbeteiligung sind absolut mehr als 13% bei 70% Wahlbeteiligung. Wer hohe Wahlbeteiligung gut findet, kommt mMn nicht umhin, diese positive Tendenz auch der AfD zuzuschreiben - die frustrierten Protestwähler sind dieses mal eben weniger zu Hause geblieben.
Die Daten für eine Analyse sind ja da - siehe z.B. bei der Süddeutschen. Da kann man anscheinend auch etwas besser zwischen parteibezogenen Themen und allgemeiner Wählerwanderungs-Analyse o.ä. trennen.

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Beitrag von BenjaminK » 25.09.2017 11:21

Und generell sind die Wähler nicht das Problem, nicht die Ursache, sondern nur Symptom. Die großen, etablierten Parteien haben es nicht geschafft, 13% derjenigen, die zur Wahl gegangen sind, abzuholen. Stattdessen hat eine Partei es geschafft, diese 13% anzusprechen mit ihren Themen und ihren Aussagen.

Das Belächeln oder Abseitsstellen der Wähler, das Dummheitsattest für die AfD-Wähler und auch die nicht-sachliche Begegnung der AfD haben nicht dafür gesorgt, dass die Wähler sich doch bei den Etablierten gut aufgehoben gefühlt haben. Vielleicht wäre es an der Zeit, sich mit der Partei auseinander zu setzen, der 5,9 Millionen Wahlberechtigte ihre Stimme geliehen haben, anstatt diese einfach als Geschmacksverirrung abzutun.

Neben der AfD gibt es auch ähnliche Phänomene in den anderen Flügeln. Auch die Linke hat Zulauf und gehört auch in ein Extrem. Und auch die Piraten haben (damals) die extremere Version der B90/Grüne dargestellt. Solange SPD und CDU ihr profilloses Miteinander weiter treiben, so lange bekommen die Extreme Zulauf, also Linke und AfD. Das sollte als Zeichen gesehen werden und nicht die Wähler verdammt werden, die sich von den gemäßigten Parteien nicht mehr gut vertreten fühlen.
Leitet gerade;
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Beitrag von Talasha » 25.09.2017 13:00

Poggenburg meint Frauke "von Papen" Petry solle die Partei verlassen.

Ich finde auch, dass man der AfD sachlicher begegnen könnte. Wenn man als Moderator einer Diskussion Meuthen mit den Worten anspricht, ob seine Partei weiterhin Krach und Krawall (oder wie war die Formulierung?) oder konstruktive Politik machen wolle, finde ich das unprofessionell.
Ich finde diese Frage durchaus berechtigt, wenn man es denn dabei belassen und sich dann auf Sachfragen konzentrieren würde, passiert aber nicht. Das genüßliche Ausschlachten der depperten Äußerungen der "Nazischlampe" usw. sollte man eher den Satirikern von Heute Show, Anstalt und Extra 3 überlassen.
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Beitrag von Talron » 25.09.2017 16:37

Ich glaube mit dem Abschied von Petry hat sich die AFD jetzt auf lange Sicht erledigt.

Entweder sie reißt noch die letzten rationalen/Bürgerlichen aus der AFD und macht die lücke Rechts der CDU dicht oder die CSU kandidiert jetzt Bundesweit und macht den Sack zu...

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Beitrag von Andwari » 25.09.2017 20:48

@Talron
"CSU bundesweit" ist seit Jahrzehnten aus gutem Grund kein Thema: Die CSU kann damit ihre innerbayerische Vormachtstellung riskieren - denn natürlich würde dann die CDU auch in Bayern antreten und über die 5%-Hürde kommen. Das heißt, es gäbe plötzlich reale Regierungsalternativen ohne CSU (die aktuell heißen würden, dass Freie Wähler und FDP mit Linken zusammengehen müssen = unrealistisch, die sind ggf. näher an der CSU). Die sicheren Wahlkreismandate im Bund wären auch weg/riskiert Die Überhangmandate im aktuellen Bundestag hängen genau daran, ohne die Kombination schlechtes Zweitstimmenergebnis CSU + 46 Wahlkreise wären es deutlich weniger Abgeordnete - nämlich statt jetzt 709 nur 656, dann bestimmt durch die 185 CDU-Direktmandate.

Eine "CSU" in einem anderen Bundesland hätte mehrere Probleme:
- man ist vmtl. näher an CDU als an anderen parlamentarischen Parteien, d.h. zur Opposition oder doch wieder Regierung mit CDU verdammt.
- die Rest-CDU im jeweiligen Land wird "befreit", sich bei Koalitionspartnern eben nicht an ihr jeweiliges konservatives Klientel halten zu müssen.
- niemand dort will sich aus Bayern regieren lassen
- das aktuelle bayerische CSU-Politiker-Spitzenpersonal wird nicht mal in Bayern als die beste Mannschaft aller Zeiten wahrgenommen.

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Beitrag von Talasha » 25.09.2017 22:22

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Leta
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Beitrag von Leta » 25.09.2017 22:28

Andwari hat geschrieben:
25.09.2017 20:48
Eine "CSU" in einem anderen Bundesland hätte mehrere Probleme:
- man ist vmtl. näher an CDU als an anderen parlamentarischen Parteien, d.h. zur Opposition oder doch wieder Regierung mit CDU verdammt.
- die Rest-CDU im jeweiligen Land wird "befreit", sich bei Koalitionspartnern eben nicht an ihr jeweiliges konservatives Klientel halten zu müssen.
- niemand dort will sich aus Bayern regieren lassen
- das aktuelle bayerische CSU-Politiker-Spitzenpersonal wird nicht mal in Bayern als die beste Mannschaft aller Zeiten wahrgenommen.
Irgendwo hab ich mal die lustige Statistik gesehen nach der 68%(?) aller AfD Wähler die CSU wählen würden, wenn sie es könnten...

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Beitrag von Talasha » 25.09.2017 22:32

Leta hat geschrieben:
25.09.2017 22:28
Andwari hat geschrieben:
25.09.2017 20:48
Eine "CSU" in einem anderen Bundesland hätte mehrere Probleme:
- man ist vmtl. näher an CDU als an anderen parlamentarischen Parteien, d.h. zur Opposition oder doch wieder Regierung mit CDU verdammt.
- die Rest-CDU im jeweiligen Land wird "befreit", sich bei Koalitionspartnern eben nicht an ihr jeweiliges konservatives Klientel halten zu müssen.
- niemand dort will sich aus Bayern regieren lassen
- das aktuelle bayerische CSU-Politiker-Spitzenpersonal wird nicht mal in Bayern als die beste Mannschaft aller Zeiten wahrgenommen.
Irgendwo hab ich mal die lustige Statistik gesehen nach der 68%(?) aller AfD Wähler die CSU wählen würden, wenn sie es könnten...
Bei dem Abschneiden der AfD in Bayern darf man das bezweifeln.
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Andwari
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Beitrag von Andwari » 25.09.2017 22:50

@Leta
Dabei wird gerne übersehen, dass die CSU nur bundespolitisch als quasi die rechte Flanke der CDU auftreten kann - innerhalb Bayerns muss sie auch die Themen bedienen, für die bei Nichtbeachtung ein Wähler sonst zu Grünen, FDP, Linken, SPD (+Freie Wähler, ÖDP usw.) abwandern könnte.

Viele AfD-Wähler haben vmtl. auch schon mal CDU, SPD, Linke, Piraten o.ä. gewählt - oder in Bayern CSU. Das widerlegt die These mit den 68% fast schon - denn in Bayern mit CSU-Wahlmöglichkeit gibt es aktuell nicht signifikant weniger AfD-Wähler als anderswo und anzunehmen, in Bayern würden eigentlich >30% AfD wählen, gäbe es nicht die CSU ... ist doch etwas verwegen.

Interessant für die Aufarbeitung des Wahlergebnisses dürfte sein, warum die AfD gerade im ländlichen Raum Bayerns so stark ist bzw. warum in Großstädten (München) weniger.

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Beitrag von Eulenspiegel » 26.09.2017 00:30

Umfrage zeigt auf: Jeder zweite AfD-Wähler würde für die CSU stimmen, wenn diese bundesweit anträte (Focus)

Es wurden dabei 1001 Bürger bundesweit befragt. - Wie aussagekräftig das ist, darf jeder selbst entscheiden.

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Beitrag von Talron » 26.09.2017 10:01

Wer glaubt es werden binnen eines Jahres Neuwahlen angesetzt?

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Beitrag von Andwari » 26.09.2017 11:48

Halte ich für unwahrscheinlich.
- Merkel ist klug genug, den möglichen Koaltionspartnern erst mal ihre Profilierungs-Spielwiesen zu lassen (und anscheinend ziemlich schmerzbefreit was hart formulierte eigene Prinzipien angeht)
- weder Grüne noch FDP wollen als regierungunfähige Spalter dastehen,
- die SPD kann von einer Regierungsverweigerung kurzfristig auch wenig gewinnen, denn auf Themen wo sich z.B. FDP + Grüne verstreiten können, kann sie wenig gewinnen.
- die CSU muss erst mal feststellen, woran es denn lag (*). Da steht mit den Landtagswahlen in einem Jahr sowieso der Test an.

(*) wegen oder trotz Kritik am merkelschen Aussitzen und Nicht-festlegen? wegen oder trotz pro Automobilindustrie, = immer mit der Einschränkung, dass man das nicht einfach so voll gegen CDU durchsetzen kann und auch nie können wird. Und wie viel ist interner Denkzettel an Seehofer (u.a. wegen seiner recht einsamen Entscheidung, doch selbst 2018 wieder für den Ministerpräsidenten-Posten antreten zu wollen)?

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Beitrag von Suilujian » 26.09.2017 12:11

Ich halte eine CDU/CSU- Minderheitsregierung mit Duldung durch die SPD für wahrscheinlicher, wenn Jamaica nicht zustande kommen sollte. Eine Neuwahl kann in niemandes Interesse sein, die AfD ausgenommen.

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Beitrag von Zornbold » 26.09.2017 12:34

Petry verlässt nun die AfD. Nur wann will sie noch nicht sagen :D

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Beitrag von Talasha » 26.09.2017 12:50

Zornbold hat geschrieben:
26.09.2017 12:34
Petry verlässt nun die AfD. Nur wann will sie noch nicht sagen :D
Mist, da war ich zu langsam.
Die Geister die sie rief....
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Beitrag von Frater Tiberius » 26.09.2017 12:54

Ob sie schon mit dem Lucke Kontakt aufgenommen hat? :lol:

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Beitrag von Zornbold » 26.09.2017 12:54

Der Gatte wird wohl folgen.
Dazu: Der Parlamentarische Geschäftsführer Uwe Wurlitzer und die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Kirsten Muster legen ihre Ämter in der Fraktion nieder.
In MeckPomm hats ja auch gekracht und da hat sie die Fraktion gesplittet.

Bin mal gespannt wo die Petry sich nun anbiedert. CSU? :D

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Beitrag von Andwari » 26.09.2017 13:09

@Suilujian
Halte ich bei der aktuellen Konstellation für sehr unwahrscheinlich - denn selbst wenn Merkel nach längerem Gedöns nur mit einfacher Mehrheit zur Kanzlerin gewählt wird - von den 246 Sitzen der Union bis zu einer Mehrheit für Gesetzesverabschiedungen fehlen 109 Stimmen - d.h. da müssten jedes mal richtig viele Abgeordnete aus anderen Parteien überzeugt werden (und ein paar eigene, die dagegen sind nicht vergessen). Die Union hat knapp 35% der Sitze - d.h. eine Vertrauensfrage kann man ganz vergessen und für ein konstruktives Misstrauensvotum gibt es zu viel Platz wenn da ein paar Irrläufer zu viel drin sind, die heute diesen Kanzler und in einem viertel Jahr seinen nervigen Nachfolger entsorgen wollen.

Für die SPD, die nur 153 Sitze hat, wäre das oft ein selbstzerstörerischer Akt, doch ganz überwiegend als Merkel-Anhängsel zu gelten. Ohne die Möglichkeit, vorher verabredet dann beim nächsten Gesetz was für die Klientel der jeweils anderen zu machen, würde man FDP und Grüne nicht motivieren, mal ein gutes/notwendiges Gesetz der Konkurrenz auch zu unterstützen.

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Beitrag von Talron » 26.09.2017 13:53

@Andwari
Das Problem ist aber auch, dass es eben vorallem bei den Grünen erhebliche Flügelkämpfe gibt. Das BaWü Duo Kretschmann + Özdemir sind teilweise näher an der CDU als am linken Flügel der Grünen. Und Kretschmann ist schon verdammt mächtig. Und das er wohl Özdemir unterstützen wird ist abzusehen. Wenn man rein nach dem Klientel geht ist da nicht wirklich viel zischen Schwarz und Grün. Das ist in so etwa das selbe. Sprich: CDU Politik grün formuliert würde wohl bei vielen Wählern und Wählerinnen der Grünen sehr gut ankommen.

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Beitrag von Andwari » 26.09.2017 14:24

@Grüne
Ja, auf deren linken Flügel kommen schwere Zeiten zu:
- rot-rot-grün + Piraten und alles was man dazurechnen will ist aktuell unter 40% - da fehlen einfach noch mal 5% bzw. 8% zu den zwei vorhergehenden Wahlen und die linke Mehrheit ist einfach weit weg.
- das Jamaika-Vorbild in Schleswig-Holstein und grün-schwarz in BW sind je über 2% Zuwachs bei den Grünen (Hessen +-nix), im rot-grünen Bremen hingegen merkliche Verluste gegenüber 2013

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