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Unser kleines Forenparlament BTW 2017

Für alles, was uns sonst noch so interessiert.

Wen / wie würdest du wählen, wenn heute Bundestagwahl wäre?

Umfrage endete am 05.10.2017 01:13

CDU / CSU
13
13%
SPD
18
19%
Die LINKE
19
20%
Die Grünen
22
23%
FDP
8
8%
AFD
2
2%
eine linke Kleinpartei (MLPD, DKP, etc.)
0
Keine Stimmen
eine rechte Kleinpartei (NPD, REP, etc.)
1
1%
eine andere Kleinpartei (Piraten, Tierschutzpartei, etc.)
10
10%
ungültig / Nichtwähler
4
4%
 
Abstimmungen insgesamt: 97

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Talron
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Beitrag von Talron » 26.09.2017 16:50

Man sollte einfach das Wahlrecht nachträglich ändern. Weil ein so großer Bundestag natürlich viel zu teuer ist sollte man einfach die hälfte der Sitze über Direktmandate vergeben und die andere Hälfte dann über den Zweitstimmenanteil. (Es gibt ja ca. 600 Sitze und 300 Wahlkreise)
Das hat natürlich gar nichts damit zu tun, dass die AFD nur drei Direktmandate hätte (ohne Petry 2 :lol: ) und damit um die Hälfte ihrer Sitze geprellt würde. :oops: Das ist eine reine Kostenfrage...Es geht mir nur um die sinnvolle Nutzung von Steuergeldern zum Wohle aller Bürger...

PS: Gerade auf youtube ein Interview von Russia Today mit einem mitglied der Mitte für Deutschland gesehen.
Holla die Waldfee, und ich dachte die AFD wäre schlimm...
https://www.youtube.com/watch?v=FKpn6AVmPRo
Was der sagt widerspricht sich schon selbst. Ab mich gewundert was hinter den Plakten von denen stand, die ich doch schon recht oft gesehen habe... Ich glaube paranoid trifft es ganz gut.

Andwari
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Beitrag von Andwari » 26.09.2017 17:40

@Talron
Nehmen wir mal 299 Wahlkreise, die jeweiligen Gewinner und den Zweitstimmenanteil, ignorieren eine 5%-Hürde und haben bei insgesamt 598 Sitzen:

CDU (26,7%) = 185 + 80 = 265 (44,3%)
CSU (6,2%) = 46 + 18 = 64 (10,7%)
=> 329 Sitze, komfortable absolute Mehrheit mit (55%) im Parlament für die Union

SPD (20,5%) = 59 + 61 = 120 Sitze (20%)
Linke (9,2%) = 5 + 28 = 33 (5,5%)
Grüne (8,9%) = 1 + 27 = 28 (4,7%)
AfD (12,6%) = 3 + 38 = 41 (6,8%)
FDP (10,7%) = 0 + 32 = 32 (5,4%)
andere (5%) 1 + 15 = 16 (2,7%)

Es würden also alle kleinen Parteien außer der Regionalpartei CSU massiv schwächer, aus 33% würde eine absolute Mehrheit im Parlament, und wir hätten quasi einen mustergültiges Beispiel für Kritik an Mehrheitswahlrecht.

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Beitrag von Talron » 27.09.2017 08:43

@Andwari
Naja, du trägst auch nur das Verhältniss der Zweitstimmen auf. Fakt ist, dass die CDU teilweise in einigen Wahlkreisen in Sachsen zwar das direktmandat gewonnen hat, aber die AFD mehr Zweitstimmen hat (Die AFD hat übrigens nur 2 Direktmandate!) .
Sprich wenn du dort erst und Zweitstimme aufaddieren würdest, dann hätte die CDU mehr stimmen in den Wahlkreisen bekommt aber weniger Sitze als die AFD (durch diese Stimmen).
Die CDU+CSU +SPD stellen 95% der Direktkandidaten und bekommen im Parlament kaum über 50% der Sitze.

Mach mal eine einfache Überlegung: Jeder CDU und CSUler der ein Direktmandat hat sagt jetzt, ach wisst ihr was ich trete mal aus und gehe als Person ins Parlament. Damit käme die CDU/CSU fraktion auf 427 Sitze und da sich das Parlament nicht aufblähen durch Ausgleichsmandate (da Parteilos) würde, wäre das schon eine 2/3 Mehrheit durch einfaches Umetikettieren.

Fakt ist, dass die Erststimme so gut wie nichts wert ist. Und es gibt nicht wenige die glauben, dass die Erststimme wichtiger ist als die Zweitstimme. (Und für jeden der sagt man müsse sich halt informieren, sage ich das selbe was ich auf dieses Argument in DSA debatten erwiedere: Regeln sollten nicht antiintuitiv sein, vorallem wenn man sie ändert.)
Es würden also alle kleinen Parteien außer der Regionalpartei CSU massiv schwächer, aus 33% würde eine absolute Mehrheit im Parlament, und wir hätten quasi einen mustergültiges Beispiel für Kritik an Mehrheitswahlrecht.
Warum? Es macht doch genau das was Mehrheitswahlrecht machen soll: Es schafft stabile Verhältnisse.

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Beitrag von Gorbalad » 27.09.2017 09:09

Aber es macht die Stimmen unterschiedlich viel wert.
Und es ist halt auch sehr anfällig für Gerrymandering.

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Beitrag von Eadee » 27.09.2017 09:19

Talron hat geschrieben:
26.09.2017 16:50
zum Wohle aller
*zuck*
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Beitrag von Talron » 27.09.2017 12:07

@Gorbalad
Es ist nicht alles so ganz ernst gemeint. Aber faktisch sehe ich keinen Unterschied in einer Erststimme, wenn man damit im Prinzip nichts mehr entscheidet.
Wie man es genau regelt ist mir eigentlich nicht so wichtig. Nur sollte man sich wirklich fragen, ob Deutschland das zweitgrößte Parlament nach China braucht und haben sollte. Und man sollte sich hier auch über die Außenwirkung auf die Bevölkerung klar sein.

Man kann auch einfach sagen, dass die Direktmandate einer Partei gewährt werden als Sitze und wenn die Partei über die Zweitstimme mehr bekommen hat wird eben aufgefüllt. Sprich die Regelung die wir die ganze Zeit hatten.

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Beitrag von Gorbalad » 27.09.2017 12:20

Man kann auch die Direktmandate streichen und einfach ein Verhältniswahlrecht einführen.
Dann bekommt jede Partei für jeweils (gültige Gesamtstimmen/Sitze) Stimmen einen Sitz.

Wenn man die Formel auf (Wahlberechtigte/Sitze) ändert, gibt es vielleicht auch ernsthafte Initiativen, die Leute wieder zum Wählen zu bewegen :)

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Beitrag von Andwari » 27.09.2017 12:42

@Talron
Deine "427" verstehe ich nicht - soll das mit Gedankenexperiment oder nach aktuellen Regeln sein? Bei letzterem: falsch, weil auch für Petry rückt kein AfDler zusätzlich nach, die scheidet ja nicht aus dem Bundestag aus, sondern will hinten alleine Platz nehmen.

Was die Zahl der Mandate angeht - im Vergleich zu anderen europäischen Parlamenten ist die Zahl der Wahlberechtigten pro Abgeordnetem nicht sonderlich hoch oder niedrig - im chinesischen Parlament sitzen nach dem Maßstab aber einfach extrem wenige Personen. Die Idee hinter dem ganzen Aufwand mit Landeslisten usw. ist ja, dass auch von kleineren Parteien möglichst mal wer aus jeder Region mit Stimmenanteil kommen soll und dass z.B. der Görlitzer Grünenanhänger nicht nur von wem vertreten wird, der nur großstädtisches Berlin oder badisches Klima kennt.

Was ich oben gemacht habe, ist die Hälfte -299 - der Sitze per Erststimme besetzen (X) und die andere Hälfte exatk per Zweitstimmenverhältnis (Y), wollte man die 5%-Klausel da bei Y berücksichtigen, müsste man die letzten "16" Sitze noch aufteilen.
Ergibt z.B. für CDU
X= 185
Y = 80 = 26,7% * 299 (26,7% ist deutschlandweit was die CDU hat, zusammen mit den 6,2 der CSU kommen die 32,9% Union raus.
=> Das ist doch genau Dein Vorschlag von vorher, oder? Jeweils Hälfte der Sitze nach Mehrheit (X) und Verhältnis (Y)

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Beitrag von Suilujian » 27.09.2017 13:02

Gorbalad hat geschrieben:
27.09.2017 12:20
Man kann auch die Direktmandate streichen und einfach ein Verhältniswahlrecht einführen.
Dann bekommt jede Partei für jeweils (gültige Gesamtstimmen/Sitze) Stimmen einen Sitz.

Wenn man die Formel auf (Wahlberechtigte/Sitze) ändert, gibt es vielleicht auch ernsthafte Initiativen, die Leute wieder zum Wählen zu bewegen :)
Oder man macht die Bundesländer zu Wahlkreisen (mit dann unterschiedlich vielen Abgeordneten) in denen intern per Verhältniswahl gewählt wird. So kann dann die CSU als Lokalpartei überleben (an deren Widerstand scheitert das Gedankenexperiment im andern Fall nämlich).

@Talron Deinen Vorschlag hatten wir... bis 2013. Das BVG hat ihn für nicht grundgesetzverträglich erklärt. Wenigstens kann man mit dem momentanen Modell durch eine Stimme für eine Partei dieser nicht mehr schaden - das war vorher nämlich möglich

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Beitrag von Talron » 27.09.2017 13:40

@Andwari
Bei letzterem: falsch, weil auch für Petry rückt kein AfDler zusätzlich nach, die scheidet ja nicht aus dem Bundestag aus, sondern will hinten alleine Platz nehmen.
Jein. Es geht darum wenn die CDU einfach keine Direktkandidaten mehr aufstellt sondern einfach "unabhängige" unterstützt.
Du musst als Direktkandidat nicht einer Partei angehören.
Ich finde man sollte es einfach sauber trennen. Wie auch immer.

@Suilujian
Ich weiß, dennoch war die Regelung besser als die jetzige Regelung. Eine Regel, welche den Bundestag so massiv vergrößert ist einfach total daneben. Hätte kein Problem, wenn man einfach das Gehalt des Bundestages als solches Deckeln würde und es würde dann zwischen den Abgeordneten aufgeteilt.

Habe mir mal gestern (ich glaube es war im ZDFxxx (einer der vielen ZDF sender) eine Sendung über Befragungen von Wählern angehört. Gerade in Bezug auf die AFD, natürlich. Da kam eben das Argument, dass wenn du mit einem geringen Einkommen/Rente eine Wohnung suchst bekommst du zu hören die Stadt zahlt mir mehr wenn ich Flüchtlinge nehme. Dann natürlich noch üppige Gehälter für die Intendanten des ÖR den sie über Gebüren auch noch bezahlen und dann natürlich auch gleich einen zweistelligen Millionenbetrag mehr für den Bundestag. Das da der Schluz soviel von sozialer Gerichtigkeit faseln kann wie er will und die Leute eben dann AFD wählen muss echt niemanden überraschen. Und ganz ehrlich es kotzt mich an!

Und Merkels Satz "Ich sehe nicht, was wir anders machen sollten"...
Wow. Klar, CDU fast 10 Prozentpunkte runter, AFD fast 10 Prozentpunkte rauf... Alles auf dem besten Wege.

Klar, dass sind alles Kleinigkeiten. Aber sie summieren sich. Wir haben eben kein Mehrheitswahlrecht bei dem die Rechten sogar 20++ Prozent erreichen können und ihr Einfluss dennoch begrenzt ist.

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Beitrag von Suilujian » 27.09.2017 14:10

Ich befürworte eher die Reformidee, die ich vorher erwähnt hatte - eben aus benanntem Grund, dass eine Zweitstimme für eine Partei diese Partei früher Sitze kosten konnte. Da ist die neue Regelung weniger problematisch. Oder man reduziert halt die Zahl der Wahlkreise entsprechend. Es gibt einfachere und fairere Wege, deinen Wunsch eines kleineren Parlaments zu erreichen, als zu einem nicht GG-konformen Status quo ante zurückzukehren. Selbst die Gehaltsdeckelung wäre eine Idee (ich würde aber erst einmal beim Lobbying anfangen - da fließt in Deutschland schon eine Unmenge an unsere Abgeordneten, und wenn man deren Diäten noch kürzt, wird diese Form von Korruption nur noch attraktiver.

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Beitrag von Talron » 27.09.2017 14:18

@Suilujian
Du schlägst schlicht vor die Erststimme abzuschaffen. Wie gesagt, wäre mir auch recht. Weiß nur ehrlich gesagt gerade nicht, ob das mit dem Grundgesetz so vereinbar ist.

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Beitrag von Andwari » 27.09.2017 15:18

@Talron
Dieser "Trick" ist anscheinend ein schon gelöstes Thema: Die Zweitstimme auf Wahlzetteln, die einen erfolgreichen (!) parteilosen Kandidaten per Erststimme unterstützen, wird nicht gewertet - das kam nur seit 1949 wohl nicht mehr vor.

Gegenüber einer bis zur letzten Wahlrechtsänderung ganz regulär möglichen Zweitstimmenkampagne bleibt da nur ein marginales Restrisiko für eine sonderbare Stimmenverteilung - die Schwäche des jetzt gültigen Variante ist ja, dass die die Parlamentsgröße massiv aufblähen kann.
Aktuell wird die Gesamt-Abgeordnetenzahl quasi durch die CSU-Direktmandate bestimmt: 46 Mandate müssen den bundesweit 6,17% Zweitstimmenanteil (= 38,8% in Bayern) geteilt durch 0,95 (die aktuelle Quote repräsentierter Stimmen, d.h. ohne alle an 5%-Klausel gescheiterte "Sonstige") entsprechen.
46 * 0,95 /0,0617 = 708 Sitze = Größe des Bundestags (709).
Hätte die CSU alle diese 46 Direktmandate bei nur bayernweit 32 % Zweitstimmen erreicht, so müsste das Parlament ca. 875 Abgeordnete kriegen = sie müssen irgendwo anbauen.

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Beitrag von Talron » 28.09.2017 08:59

Ach die arme CDU, die einen wollen sie jagen die anderen ihnen in die Fresse hauen.

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Beitrag von Talasha » 28.09.2017 12:28

Talron hat geschrieben:
27.09.2017 13:40

Und Merkels Satz "Ich sehe nicht, was wir anders machen sollten"...
Wow. Klar, CDU fast 10 Prozentpunkte runter, AFD fast 10 Prozentpunkte rauf... Alles auf dem besten Wege.
Nun, da müsste man weiter denken als von 12 bis Mittag wie man hier sagt. Wir wissen ja alle wie gut MErkel darin ist.
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Beitrag von sagista » 29.09.2017 06:54

Talron hat geschrieben:
28.09.2017 08:59
Ach die arme CDU, die einen wollen sie jagen die anderen ihnen in die Fresse hauen.
Ich bin ja der Meinung, sowohl Politiker als auch Medien, die jede verbale Zuspitzung gleich skandalisieren, sollten weniger empfindlich sein. Man muss sich schon entscheiden, ob man nun scharfe Debatten wünscht oder Politiker, die jedes Wort dreimal abwägen, um sicher zu gehen, dass sie damit nicht irgendeine Grenze überschreiten. Ich halte weder die Äußerung von Herrn Gauland noch von Frau Nahles für irgendwie dramatisch noch denke ich, dass das in Medien wer weiß wie breit getreten werden muss. Allerdings gilt das natürlich für alle, man kann nicht die Aussage des einen verurteilen und die die anderen dann tolerieren, das macht unglaubwürdig.

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Beitrag von Talasha » 29.09.2017 13:07

sagista hat geschrieben:
29.09.2017 06:54
Allerdings gilt das natürlich für alle, man kann nicht die Aussage des einen verurteilen und die die anderen dann tolerieren, das macht unglaubwürdig.
Um mal Matt Easton zu zitieren: "Context, Context always Context." Der ist bei einem frustrierten alten Mann wie Gauland eben ein anderer als bei Frau Nahles.
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Beitrag von Talron » 29.09.2017 13:32

@Talasha
Also Freedom of Opinion for me but not for thee....
Kontext ist der Zusammenhang, meißt in einem längeren Text können aber auch historische Hintergründe sein, nicht die Person die es sagt.

Beispiel: Die NPD hat auf ein Plakat geschrieben, dass Martin Luther NPD wählen würde. Große Aufregung.
Person die es geschrieben haben: Naja, sagen wir mal keine netten Gesellen.
Kontext der Aussage: Martin Luther war ein autoritärer, eliminatorischer Antisemit zumindest nach seine Schrift "Von den Juden und ihren Lügen". Das er und seine Theologie gerade von den Nationalsozialisten als Untermauerung für ihren Judenhass genutzt wurde und sich dafür auch nutzen ließ (anders als im Vergleich z.B. zu den Werken von Friedrich Nietzsche, welche erst von seiner Schwester verfälscht werden mussten...) kommt erschwerend hinzu.

Was ich erschreckend fand war, dass es zwar eine große Aufregung über das Plakat gab, aber kaum einer sich mal wirklich Gedanken macht über Martin Luther und sein Verehrung in diesem unseren Lande.

Meine Meinung: Sich über das Plakat der NPD aufzuregen ist heuchlerisch. Richtig ekelerregend wird es, wenn man dann noch Martin Luther kritiklos gegenüber steht.
(Meine Persönliche Meinung: Ähnlich wie die Statuen von einigen Generälen des Amerikanischen Bürgerkrieges sollten auch Statuen von Luther zum Altmetall.)

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Beitrag von Talasha » 29.09.2017 14:43

Talron hat geschrieben:
29.09.2017 13:32
@Talasha
Also Freedom of Opinion for me but not for thee....
Nein, das bedeutet wenn zum eigenen Markenkern das herumpöbeln gehört, dann darf man nicht anfangen zu weinen wenn man als Pöbel gesehen wird.
Wenn man glauben darf haben diverse CSU/CDU-Kollegen den Spruch von Frau Nahles auch eher mit Humor genommen.
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Beitrag von Der Wanderer » 29.09.2017 14:49

Talron hat geschrieben:
29.09.2017 13:32
@Talasha
Also Freedom of Opinion for me but not for thee....
Kontext ist der Zusammenhang, meißt in einem längeren Text können aber auch historische Hintergründe sein, nicht die Person die es sagt.
Naja, Nahles ist eine bislang nicht durch brachiale Rhetorik aufgefallene Politikerin, die zudem jetzt jahrelang mit der CDU zusammengearbeitet hat, und die ihren Spruch mit Gelächter umrahmte.

Gauland fällt seit vielen Monaten durch permanente Hetze, fremdenfeindliche Sprüche und generell derber Rhetorik auf, steht einer Partei vor, die sich unter anderem dem Kampf gegen das "Etablishment" auf die Fahnen geschrieben hat und deren Mitglieder und Anhänger dabei auch nicht vor Gewaltfantasien zurückschrecken ...

Also wer da keinen unterschiedlichen Kontext sieht ... ähja.
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Beitrag von Madalena » 29.09.2017 15:40

Andrea Nahles hat das offenbar als Scherz gemeint, da eine Eklat reinzudichten finde ich überzogen.

Bei Gauland hatte ich auch nicht den Eindruck, dass er sich gleich Gewehr und ne Pulle Hochsitzcola schnappt um Merkel im nächsten Wald aufzulauern. Allerdings schwingt bei der AfD allgemein eine ziemliche Hassrhetorik der Bundeskanzlerin persönlich gegenüber mit - da finde ich das eindeutig grenzwertiger.

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Beitrag von sankt.klaus » 29.09.2017 17:15

Die AFD hat 13%, zu anderen europäischen Ländern ist das doch nichts. Trotzdem geben sich alle gegenseitig die
Schuld dafür. Zum Schluß stellt man fest, alles ist gut, 87% haben die ja nicht gewählt. Wir werden auch eine Kanzlerin
bekommen deren Partei von 74% nicht gewählt wurde. Sowas ist schönreden und sonst nichts. Die AFD ist das Symptom
und die Ursache an die man ran muss ist das Leute kaum Geld für essen haben und wenn die Schuhe mal kaputt sind
können sie sich nicht schnell mal neue kaufen. Hierzu die Maslowsche Bedürfnispyramide, von der ich in der Politik noch
nie gehört habe.

Bild

Nach der Wahl konnte man ja sehr detailiert sehen wo wie gewählt wurde. In Stadtteil A mit den Einfamilienhäusern und
Zweifamilienhäusern schnitt die AFD deutlich schlechter ab wie in Stadtteil B wo nur so Mietbunker mit zwanzig und mehr
Wohnungen stehen. Ich vermute mal dass es überall so sein dürfte.

Vielleicht ändert sich in der Politik was wenn die AFD zweitstärkste Partei wird, knapp hinter der CDU, da die CSU ja die
5%-Hürde nicht geschafft hat. Bis dahin sind alle erstmal zufrieden mit den 87%.

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Beitrag von Eadee » 29.09.2017 20:26

Das ist die veraltete Maslowsche Bedürfnispyramide. Im 21. Jahrhundert gilt die korrigierte Version ( man danke Smartphones und Social Media)

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Beitrag von Talron » 29.09.2017 21:57

Der Wanderer hat geschrieben:
29.09.2017 14:49
es einen verurteilen und die die anderen dann tolerieren, das macht unglaubwürdig.

Um mal Matt Easton zu zitieren: "Context, Context always Context." Der ist bei einem frustrierten alten Mann wie
Ich wollte nicht bezweifeln, dass es einen Unterschied zwischen Gauland und Nahles gibt. Das Problem ist eben, dass Regeln allgemein gelten.
Das ist eben genau das Problem mit der Meinungsfreiheit. Für jemanden der immer an der Grenze der Meinungsfreiheit läuft, verschiebt sich die Grenze nicht. Natürlich kann ich mir dann über ihn oder sie auch eine Meinung Bilden. Sprich jemand der ständig provoziert und Teils auf ein Kindergartenniveau an Besserwisserei herabsackt, den muss man nicht mögen. Nur man sollte eben ehrlich sein.

In Begzug auf die AFD denke ich, dass dies einer der größten Fehler ist. Vorallem da es nicht nur die AFD ist, die ständig provoziert hat. Gerade beim Thema Vergangenheitsbewältigung/Verharmlosung des Nationalsozialismus gibt es schon seit Jahr(zehnt)en wirklich üble Beispiele.

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Beitrag von sagista » 29.09.2017 23:45

Natürlich ist der Kontext zu beachten. In diesem Kontext finde ich es jetzt nicht verwerflich, wenn ein Spitzenkandidat einer designierten Oppositionspartei davon spricht, die Amtsinhaberin zu jagen. Eine Opposition muss die Regierung nicht mit Wattebäuschchen angreifen, das gilt für SPD und die Linke, muss aber auch für die AfD gelten.

Die AfD-Gegner drohen in die typische ad-hominem-Fall zu laufen. Versucht euch vorzustellen, wie die öffentliche Reaktion wäre, würde man den Nahles-Spruch und den Gauland-Spruch vertauschen. Mir ist auch klar, dass Nahles mehr oder weniger einen Scherz gemacht hat, allerdings ist sie seit vielen Jahren ganz vorne in der Politik dabei. Sie weiß ganz genau, wie was aufgefasst wird, insbesondere von mißgünstigen Journalisten. Gut, wobei bei Gauland schwerlich Unerfahrenheit angeführt werden kann, das ist mir auch klar.

Aber eine Aussage zu kritisieren, nur weil sie jemand bestimmtes getätigt hat, der vorher schon anderweitig verhaltensauffällig geworden ist, finde ich schwierig. Ich sehe das ähnlich wie Talron, die Meinungsfreiheit muss für alle gelten.

Eulenspiegel
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Beitrag von Eulenspiegel » 30.09.2017 02:03

sankt.klaus hat geschrieben:
29.09.2017 17:15
Nach der Wahl konnte man ja sehr detailiert sehen wo wie gewählt wurde. In Stadtteil A mit den Einfamilienhäusern und
Zweifamilienhäusern schnitt die AFD deutlich schlechter ab wie in Stadtteil B wo nur so Mietbunker mit zwanzig und mehr
Wohnungen stehen. Ich vermute mal dass es überall so sein dürfte.
In Stadtteil B, wo überwiegend Mietbunker stehen, schnitt die LInke deutlich besser ab. Das macht auch Sinn: Schließlich ist die Linke die Partei, die für die Grundbedürfnisse (um mal bei der Maslowschen Bedürfnispyramide zu bleiben) eintritt.

Die AFD wurde verstärkt in Gegenden mit einem sehr geringen Ausländeranteil gewählt.

bzgl. Gauland und Nahles:
Ja, es zählt Meinungsfreiheit: Sowohl Gauland als auch Nahles hatten das Recht, ihre Meinung* zu sagen. Aber ich habe ebenfalls das Recht, meine Meinung zu äußern. Und meine Meinung ist: Nahles Aussage war witzig und Gaulands Aussage war vollkommen unangemessen.

*Wobei Nahles keine Meinung, sondern einen WItz geäußert hat.

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Beitrag von Madalena » 30.09.2017 10:45

Die Meinungsfreiheit wird hier doch gar nicht tangiert, von daher läuft das Argument in meinen Augen ins Leere.

Niemand verbietet Gauland das Wort - aber für die Worte die seinen Mund verlassen muss er sich ggf. auch kritisieren lassen. Und natürlich bezieht man bei der Bewertung den Kontext mit ein.

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Beitrag von Andwari » 30.09.2017 11:18

@Partei xx wurde gewählt von
Vorsicht bei diesen wunderschönen Auswertungen, die man stets nach Wahlen kriegt - und die immer darauf rauslaufen, dass nicht-linke Wähler alt, ungebildet und unproduktiv sind. Das war schon bei den letzten Wahlen so und hilft absolut nicht, Veränderungen im Wahlverhalten zu erklären - außer man schafft Wahlrecht für Arbeitslose, für Ü55 oder für Leute ohne Hochschulabschluss ab.

Was die erstellenden Journalisten bzw. Wahlforscher gerne übersehen, sind Korrelationen:
- junge Leute haben automatisch höhere Bildungsabschlüsse, weil seit Jahrzehnten die Quote formal höherer Bildung steigt.
- das Pro-Kopf-Einkommen von Rentnern ist bei gleicher (vorheriger) Arbeit/Entlohnung ebenso massiv geringer als das junger Singles, das von Familien mit Kindern ebenso. Ganz viele 2-Personenhaushalte von 30+-jährigen mit sehr ordentlichem Einkommen (60k/a) sinken damit von "pro Kopf etwas überdurchschnittlich" auf "pro Kopf etwas unterdurchschnittlich", einfach weil 2 Kinder dazukommen und die nächsten 20+ Jahre mitgezählt werden.
- in den "Neuen Bundesländern" wohnen sehr viel weniger Ausländer, die dort seit Jahrzehnten gut integriert leben, weil die ganzen italienischen, spanischen, jugoslawischen Gastarbeiter da nie waren - die entsprechende Mini-Gruppe dort sind die paar verbliebenen Vietnamesen.
- Stadt/Umland ist in manchen Gebieten schon ziemlich nach Lebensphase sortiert: Die Studis sind nahe an den großstädtischen Unis - und stellen später irgendwann fest, dass zwar 18 Quadratmeter in der teuren Großstadt billiger sind als draußen+pendeln, das aber für die 80 Quadratmeter mit Hausmann, Kindern und Hund nicht mehr gilt.

@Wählerwanderung
Der jetztige AfD-Wähler aus Deggendorf hat mit hoher Wahrscheinlichkeit beim letzten Mal CSU gewählt, der in Oberhausen SPD und der in Magdeburg Die Linke - da nur bundesweit die Wählerwanderung auszuwerten mittelt da einige Dinge raus - insbesondere die Veränderung der anderen Parteien, wenn ihnen eine bestimmte Klientel wegbricht - und die Frage, ob diejenigen die wieder holen können oder ob der Rest sich neue Felder sucht (z.B. die Linke "gesamtdeutscher" wird, weil der Markt "enttäuschter Ossis" halt klein und hart umkämpft ist)

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Beitrag von Der Wanderer » 30.09.2017 14:59

Der Punkt ist aber der: Die AfD wird eben nicht nur von "Abgehängten" gewählt, die sich durch die Politik komplett vernachlässigt fühlen. Sicher, die gibt es auch (auch wenn man sich dann fragt, ob sie das AfD-Programm gelesen haben), aber ebenso gibt es jene AfD-Wähler, denen es ziemlich gut geht, die aber schlicht Angst haben, dass sich was ändert und ihnen was weggenommen wird. Geld, Werte, irgendwas. Das ist natürlich grundsätzlich legitim und generell ja genau das, was Konservative bedienen wollen, aber manche der Ängste sind ziemlich irrational bis völlig absurd. Aber diese Klaviatur der Gefühle, das muss man lassen, beherrscht die AfD (wenn auch mit großzügiger Unterstützung der Medienlandschaft und auch anderer Parteien).

Das Problem nun: Einfach "dem Volk zuhören" und "seine Ängste ernst nehmen" und "mit guter Politik Lösungen zu finden" - das funktioniert so nicht wirklich. Sicherlich, gute Politik ist ein Element, aber die hat es sehr, sehr schwer, wenn es der anderen Seite gar nicht darum geht, halbwegs konstruktiv irgendwas zu ändern.

Achso: Und natürlich gibt es einfach auch schlicht Rassisten, Fremdenfeinde und Rechtsradikale, die die AfD genau deswegen wählen. Ich fürchte, das sind auch gar nicht so wenige.
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Beitrag von Talron » 30.09.2017 19:16

Naja, man muss aber eben auch zugeben, dass dieses "die Welt geht unter"-Geschrei seit Jahrzehnten von Medien und interessengruppen Betrieben wird. Das ist mir schon in der Schule bei Lehrern begegnet. "So ist das doch gar nicht" "Na und, wir können ja dennoch darüber Diskutieren"...
Wo früher Umweltbewegungen/Presse/Politik bei jeder Überschwemmung eines Neubaugebietes wo vorher mal Hochwasserschutzmaßnahmen standen, Klimawandel geschrien hat, schreit die AFD bei Kriminalität eben Flüchtlinge. Die Hysterisierung der deutschen Bevölkerung hat eine wirklich lange Geschichte.
Das Problem nun: Einfach "dem Volk zuhören" und "seine Ängste ernst nehmen" und "mit guter Politik Lösungen zu finden" - das funktioniert so nicht wirklich. Sicherlich, gute Politik ist ein Element, aber die hat es sehr, sehr schwer, wenn es der anderen Seite gar nicht darum geht, halbwegs konstruktiv irgendwas zu ändern.
Naja, das ist so nicht ganz richtig. Wenn du Vollbeschäftigung schaffst, keiner weniger rente oder Lohn als 1000 Euro im Monat hat, die Verbrechenrate (vorallem Sexualverbrechen) sich auf 20% des durchschnittwertes der letzten 10 Jahre verringert etc. pp. Dann wäre die AFD kaum noch eine Bedrohung. Die AFD ist eben gerade durch die teils irrationale und teils schlicht schlechte und dumme Politik der letzten 20 Jahre aufgetaucht.

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