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Gibt es außerirdisches Leben?

Für alles, was uns sonst noch so interessiert.

Gibt es außerirdisches Leben?

Ja - wir sind im Universum nicht alleine
49
96%
Nein - Unsere Erde ist ein einzigartiger Fall
0
Keine Stimmen
Das ist mir eigentlich vollkommen egal - Daher habe ich dazu keine Meinung.
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Keine Stimmen
Andere Meinung (siehe Posting)
2
4%
 
Abstimmungen insgesamt: 51

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AngeliAter
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Gibt es außerirdisches Leben?

Beitrag von AngeliAter » 24.08.2017 20:40

Ein wichtiger Faktor ist noch eine stabile Umlaufbahn um die jeweilige Sonne.
Es nutzt einfach nichts wenn alle 400.000 Jahre oder so sich die Temperaturen komplett ändern weil entweder die Welt näher oder weiter weg wandert. Sprich, die Entwicklung von Leben braucht so seine Zeit und wenn die Welt nach 1-2 Millionen Jahren dann verdampft oder komplett schockgefrostet worden ist, ist das nicht gerade zielfördernd.. und dann wird es auf einmal doch schon wieder etwas enger mit der Anzahl der möglichen Kandidaten.

Ach, und natürlich muss das Sternensystem auch schon von möglichen Fremdkörpern gereinigt worden sein, man stelle sich vor, die Erde würde sich jährlich einmal durch einen Asteroidengürtel durch bewegen welchen wir zwischen Mars und Jupiter hätten. Wäre auch äußerst ungünstig.
"Was ohne Beleg behauptet werden kann, kann auch ohne Beleg verworfen werden."
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Leta
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Gibt es außerirdisches Leben?

Beitrag von Leta » 24.08.2017 21:58

Leben gibt es meiner Meinung nach mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit. An intelligentes Leben das Zeitgleich mit unserem existiert und mit dem wir in nicht allzu ferner Zukunft kommunizieren können glaube ich eher nicht.

Nach allem was wir wissen hat sich Leben ziemlich schnell nachdem die Temperaturen entsprechend waren auf der Erde entwickelt. Darum kann ich mir nicht vorstellen das es anderswo wirklich extrem selten ist. Solange es nicht wirklich komplex ist schützt auch eine Schicht Wasser recht gut vor starker Strahlung.

@AngeliAter in wenigen Millionen Jahren wäre ein solcher Asteroidengürtel von einem Erdgroßen Planeten aufgeräumt. Und für einfaches Leben denke ich sind Asteroiden Einschläge kein so großes Problem.

Eulenspiegel
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Gibt es außerirdisches Leben?

Beitrag von Eulenspiegel » 24.08.2017 22:17

AngeliAter hat geschrieben:
24.08.2017 20:40
Es nutzt einfach nichts wenn alle 400.000 Jahre oder so sich die Temperaturen komplett ändern weil entweder die Welt näher oder weiter weg wandert.
Das hat man fast automatisch. Die Masse von Sonnen ist so groß im Vergleich zu Planeten, dass diese ihre Bahn nur geringfügig beeinflussen. Und wenn, dann würden die beiden Planeten ineinanderfliegen und einen großen Planeten bilden. Zu einem sehr frühen Zeitpunkt bereits, wo die Planeten noch größtenteils flüssig sind.
Ach, und natürlich muss das Sternensystem auch schon von möglichen Fremdkörpern gereinigt worden sein, man stelle sich vor, die Erde würde sich jährlich einmal durch einen Asteroidengürtel durch bewegen welchen wir zwischen Mars und Jupiter hätten. Wäre auch äußerst ungünstig.
Auch das passiert nach aktuellen Entstehungsmodellen automatisch.

Entweder der Asteroidengürtel wäre ebenfalls im Sonnenorbit: Dann würde er sich mit der gleichen Geschwindigkeit wie der Planet bewegen. Das heißt, man hätte die ersten Jahrzehnte oder Jahrhunderte große Asteroideneinschläge. Danach wäre Ruhe.

Oder die Asteroiden würden sich im Orbit um den Planeten anordnen. Dann hätte dieser Planet einen Ring wie der Saturn, was jetzt auch nicht schlimm sein muss.

Asteroiden mit extrem elliptischer Bahn sind Himmelskörper, die nicht im Sonnensystem entstanden sind, sondern die aus dem Weltall "eingefangen" wurden. Das sind dann immer Einzelereignisse: De meisten Asteroiden verglühen in der Atmosphäre. Manchmal rasen auch Asteroiden runter und töten alles in einigen 100 Metern Umkreis. Und in ganz seltenen Fällen kommt dann ein Meteorit runter und löscht den Großteil des Lebens aus, wie es bei den Dinosauriern passiert ist. Aber selbst das hat dem Leben auf der Erde nicht langfristig geschadet.

PS: Wer zum Thema "Wie häufig ist außerirdisches Leben? Wie sind die Umweltbedingungen auf fremden Welten?" eine interessante Lektüre lesen will, dem kann ich die Transport-Trilogie von Phillip P. Peterson empfehlen. Die Romane sind weder anspruchsvoll noch anspruchslos, sondern schwanken irgendwo dazwischen.

Gorbalad
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Gibt es außerirdisches Leben?

Beitrag von Gorbalad » 24.08.2017 22:31

So wie es aussieht sind ziemlich viele Sterne nicht allein in ihren Sonnensystemen, d.h. das Sonnensystem hat 2 oder mehr Sterne.
Das könnte zu deutlich unregelmäßigeren Tag/Nacht bzw. Jahreszeitenzyklen führen, was möglicherweise schlecht für die Entwicklung von Leben ist. Aber auch hier gilt wieder: Wir kennen es halt nur regelmäßig, aber wir kennen halt auch nur eine einzige Variante.

Eulenspiegel
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Gibt es außerirdisches Leben?

Beitrag von Eulenspiegel » 24.08.2017 23:09

Ich stelle mir gerade eine Diskussion unter Außerirdischen vor: Diese sitzen auf einem Planeten in einem Doppelsternsystem, aber dafür ohne Mond:
imaginärer Außerirdischer hat geschrieben:Damit sich auf einer Welt zivilisiertes Leben entwickeln kann, darf es keinen Mond geben. Sonst wird der Planet regelmäßig überschwemmt und die Strömungen sind auch viel zu heftig. Alle Meereshäuser würde weggeschwemmt werden.

Außerdem braucht man zwei Sonnen: Die Änderungen alle 1000 Jahre sind schließlich eine Triebfeder der Evolution. Und dadurch, dass die Änderungen alle 1000 Jahre nur langsam geschehen, kann sich das Leben auch daran anpassen. Nichts so plötzliches wie mit dieser Ebbe/Flut-Geschichte.
:lol:

Starkad
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Gibt es außerirdisches Leben?

Beitrag von Starkad » 25.08.2017 00:49

Ist eigentlich ganz einfach:

"The surest sign that intelligent life exists elsewhere in the universe is that none of it has tried to contact us."

(frei nach Calvin and Hobbes)

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hexe
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Gibt es außerirdisches Leben?

Beitrag von hexe » 25.08.2017 11:24

Oder frei nach Douglas: "Wir wissen ja, dass die Delphine recht intelligent sind, sich im Spiegel erkennen, soziale Strukturen haben und einander erkennen, eine Art Sprache haben und so Sachen, aber sie springen halt nur den ganzen Tag im Wasser herum und machen nichts sinnvolles. Aber dass die Delphine etwas ähnliche über uns denken könnten, kommt niemand."

Außerirdisches Leben, ja klar. Vielleicht muss man gar nichts so weit gehen? Mars? Das mit dem flüssigen Wasser scheint ja doch inzwischen recht gesichert, können wir ausschließen, dass es dort nie Leben gab? Ich gucke ja immer noch sehr gespannt nach Europa, dem Mond des Jupiters, da irgendwo zwischen zu heiß innen zu kalt draußen.

(Nicht die EU, da hoffe ich darauf, dass noch genügend intelligentes Leben vorhanden ist, dass wir die nächsten 70 Jahre genauso sorglos verleben können.)

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Der Wanderer
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Gibt es außerirdisches Leben?

Beitrag von Der Wanderer » 25.08.2017 11:28

Gorbalad hat geschrieben:
24.08.2017 22:31
Aber auch hier gilt wieder: Wir kennen es halt nur regelmäßig, aber wir kennen halt auch nur eine einzige Variante.
Ja, das ist wohl der Punkt. Noch wissen wir zu wenig darüber, inwieweit Leben auch unter anderen Rahmenbedingungen entstehen oder existieren kann. Die Erde zeigt jedenfalls, dass auch extremere Bedingungen durchaus Leben ermöglichen, wenn auch eher primitive Formen, diese wohl Ableger bereits woanders entstandenen Lebens sind und die irdischen extremen Bedinungen mit solchen im All meist nicht vergleichbar sind.

Allerdings halte ich solche Dinge wie Ebbe und Flut, Jahreszeiten, schnelle Planetenrotation und ähnliches nicht für echte Bedingungen. Sie haben dem Leben auf der Erde geholfen, ja, aber ich sehe erstmal kein grundlegendes Hindernis, wenn es diese nicht gibt.

@Hexe: Der Saturn-Mond Enceladus ist auch ein heißer (naja) Kandindat. Neben Wasser und zahlreichen organischen Chemikalien gibt es dort vermutlich auch Vulkanwärme.
Freinfair: freie und faire Heldengenerierung plus vereinfachte Steigerungsregeln

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Alecto
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Gibt es außerirdisches Leben?

Beitrag von Alecto » 25.08.2017 11:30

@hexe Zumindest ist der Mars momentan der einzige Planet unseres Sonnensystems der nur von Robotern bewohnt wird :wink:
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hexe
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Gibt es außerirdisches Leben?

Beitrag von hexe » 25.08.2017 11:39

Und die kommen da verdammt gut zurecht...

Andwari
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Gibt es außerirdisches Leben?

Beitrag von Andwari » 25.08.2017 13:17

Bei dem Thema hantieren wir mit der Kombination aus sehr großen Zahlen (Anzahl Sonnensysteme) mit sehr kleinen Einzelwahrscheinlichkeiten (dass alles erfolgreich läuft). Und wir sind dabei ziemlich blind.

=> Dass in unserer Galaxis (10 hoch 11 Sterne) eine ähnliche Situation für "Leben" mal vorkam, ist ziemlich wahrscheinlich. Bei uns hat Leben etwa 4 Milliarden Jahre gebraucht, um aus der Ursuppe bis zu einem Rollenspieler vor der Computertastatur zu kommen. Dabei ist die aktuelle Spezies (Mensch) seit etwa 10^4 Jahren so weltbeeinflussend, dass andere Arten auf derselben Welt begünstigt oder unterdrückt werden, seit 10^3 Jahren gibt es Schlackehalden, Steinhaufen usw. die man noch eine ganze Zeit als "Kultur" wird finden könnnen und seit 10^2 Jahren senden wir mit ein paar Watt sonderbare Signale nach außen bzw. hinterlassen Müll auf Nachbarplaneten.
Wenn man anderswo das Leben einfach ein paar Kleinigkeiten früher oder später anfangen lässt, sich bei 1 K niedrigerer Temperatur entwickeln oder vllt. die Dinos nicht mit dem Meteor bewirft, ... kommen wir zu locker in die Größenordnungen 10^7 bis 10^8 Jahre, die Kulturen auf unterschiedlichen Systemen unterschiedlich alt sein werden. Wer gibt der Menschheit noch tausend Jahre (10^3)?

Natürlich kann man das argumentativ mit "noch mehr Sternsysteme" erschlagen - aber so lange keine Kultur eine absolut entfernungsunabhängige Art zu Reisen erfindet, wird die eher heimatnah reisen, d.h. in der eigenen Galaxis usw. - denn nicht nur zwischen Sonnensystemen, auch zwischen Galaxien, Galaxiengruppen usw. ist anscheinend immer ziemlich viel "Nichts" = es macht Sinn, sich erst mal die nähere Umgebung anzuschauen.
Eine Zivilisation, die bei uns vorbeischaut/sich meldet usw. wäre also entweder ein extremer Zufall (in der Umgebung der nächsten 10000 Sterne zur ähnlichen Zeit entstanden) - oder hat schon wenigstens die halbe Galaxis kolonisiert und ist uns technologisch und größenmäßig echt weit voraus. Zum Nachbarsystem einzelne Lichtjahre zu überbrücken - O.K. (geht auch mit dem unterlichtschnellen Generationenschiff) aber warum und wie zigtausend Lichtjahre reisen? Es dürfte erst mal viel einfacher sein, 100 mal 5-100 Lichtjahre zu reisen als einmal 10000. Das bedeutet, eine Zivilisation hat die Umgebung ihres Startpunkts vmtl. vollständig erforscht, und die darin befindlichen, vmtl. vorhandenen "lebenswerten" Planeten kolonisiert, bevor man 2-3 Größenordnungen weiter weg reist.

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Gibt es außerirdisches Leben?

Beitrag von sankt.klaus » 25.08.2017 15:59

Holla, spannedes Thema. Ich denke aber das nicht die Frage ob, sondern wie, wo und wann die
interessanten Fragen sind. In der Regel gehen wir ja immer nur davon aus was wir wissen und
auch was wir kennen. Daher auch die Bedingungen die nötig sind um Leben (das unserem entspricht)
hervorzubringen. Ganz andere abgefahrene Dinge sind dabei aber möglich, (von uns) aber nicht denkbar.

Könnte es nicht sein dass wir schon mit anderem intelligentem Leben zusammenleben ohne es zu merken ?
Unsere Sinne und die Sinne der Andere haben keine gemeinsame Schnittmenge. Wir bemerken einander
einfach nicht.

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Na'rat
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Gibt es außerirdisches Leben?

Beitrag von Na'rat » 25.08.2017 19:41

Der Wanderer hat geschrieben:
24.08.2017 18:00
Roleplayer hat geschrieben:
24.08.2017 17:43
Ich denke da an die ganzen Zufälle, die auf der Erde Leben ermöglicht haben und die für sich genommen und erst recht in der Summe so kaum noch einmal vorkommen dürften (auch nicht mathematisch auf alle Planeten des Universums hochgerechnet).
Welche genau sollen das sein?
Ganz, ganz viele. Das fängt bei der Bildung des Planeten an und endet beim Prozess der Entstehung von ,Leben'. Die Drake-Gleichung ist zwar ziemlich überzeugend, versagt aber bei komplexeren ,Leben'. Warum Leben in Ausführungszeichen? Weil es nicht mal dafür eine einheitliche Definition gibt.
Der Wanderer hat geschrieben:
24.08.2017 18:00
Es wäre zwar interessant, wenn man auf einem Asteroiden Spuren von Leben entdecken würde, aber dass das nicht so ist, hat für die hier gestellte Frage keinerlei Bedeutung. Asteroiden stammen aus dem Sonnensystem, und da sieht es in der Tat eher finster für Leben außerhalb der Erde aus. Wobei: Würde man auf z. B. Enceladus Leben entdecken, wäre das eine Sensation. Das würde nämlich wohl bedeuten, dass Leben oft entsteht, wenn bestimmte Voraussetzungen gegeben sind.
Nicht wirklich, es gibt durchaus Theorien, dass auch Sonnensysteme Himmelskörper austauschen und nicht ,nur' Staub.
Roleplayer hat geschrieben:
24.08.2017 17:43
Selbst wenn es komplexeres Leben wie Eukaryoten geben sollte, werden wir ihm wahrscheinlich nicht einmal dann begegnen, wenn wir die weite Strecke in angemessener Zeit zurücklegen könnten. Denn die Zeiträume, in denen Leben möglich ist, scheinen ziemlich begrenzt. Die Erde ist wissenschaftlich gemessen ca. 4,6 Milliarden Jahre alt.
So und jetzt schaue man sich mal an wie alt auch nur die Milchstraße ist und man ist beim Fermi paradox.

Kurz, es gibt einen Haufen Gründe die dafür sprechen und eine Menge welche dagegen sprechen. Ich sage, einfaches Leben ja, komplexeres oder gar intelligentes Leben nur ganz vielleicht.

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Beitrag von Hesindian Fuxfell » 25.08.2017 23:52

Hier mal was zum Fermi-Paradox.

Auch komplexes Leben ist sehr wahrscheinlich, sogar intelligentes. Ob es jemals zu anderen Sternen reisen konnte oder wollte steht aber auf einem ganz anderen Blatt. Wir haben nicht den Hauch einer Ahnung, wie stabil Technik und Organismus auf einer Reise zwischen Sonnensystemen agiert. Selbst bei 0,1c wäre man zum nächsten Stern über 40 Jahre unterwegs. Eine größere Auswahl beginnt sich dann bei 100Jahren (einfache) Reisezeit zu erschliessen. Wer will zuerst? Wer finanziert das? Woher kommen die nötigen Rohstoffe? Klappt das mit dem Generationenschiff wirklich? Was machen die Siedler wirklich, die dann noch nie einen Planeten gesehen haben, weil alle die noch Leben im Schiff geboren wurden?
Und diese Fragen sind wichtige Knackpunkte, bei der Frage wie wahrscheinlich Kolonisierung auch nur der näheren Umgebung des Heimatsystems ist.
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Beitrag von Gorbalad » 25.08.2017 23:55

Oder auch überhaupt nicht, wenn die Aliens normalerweise 800 Jahre alt werden. Oder es ist noch viel schlimmer als für Menschen, weil sie nur 8 Jahre alt werden. Oder oder oder.

Wir haben einfach zu wenig Daten.

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AngeliAter
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Gibt es außerirdisches Leben?

Beitrag von AngeliAter » 26.08.2017 09:42

Und wir setzen selbstverständlich stillschweigend voraus das alle Alienspezies unbedingt die Galaxies erkunden und besiedeln wollen.
Vieleicht fehlt ihnen einfach der menschliche Drang, immer zum Horizont reisen zu wollen?

Oder vieleicht warten sie auch einfach nur darauf das die Besucher zu ihnen kommen? Den, wer das nicht schafft, ist scheinbar nicht intelligent genug für einen Kontakt.
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Gibt es außerirdisches Leben?

Beitrag von BenjaminK » 28.08.2017 09:50

Wir wissen, wie viele Zufälle es für unser Leben auf der Erde gebraucht hat. Gut, selbst das ist vielleicht nichtmal abgeschlossenes Wissen und wir haben noch so ein paar Zufälle nicht entdeckt, aber da ist noch keine Aussage über Notwendigkeit drin. So ein paar Dinge sind notwendig, grüne Zone zwischen "zu kalt" und "zu warm", bisserl Starter-Elemente und so weiter. Der Rest der Zufälle hat aber das Leben eher geprägt, als es überhaupt erst zu ermöglichen. Nimmt man jetzt noch die Prägungs-Zufälle aus der Betrachtung raus, bleibt ja nicht mehr viel Notwendiges, was aber bei drölfzigtausend Sternen, Planeten usw. wohl nicht ausgeschlossen sein dürfte.

Und Fermi ist so eine Sache... da stecken ja einige Annahmen drin, wieso und weshalb sich die Aliens wie genau Verhalten müssten, und dann müssten sie hier gewesen sein. Und der Umkehrschluss ist, dass wenn sie nicht hier sind, sie gar nicht existieren, der basiert immer noch auf den Annahmen. Eine zentrale Annahme und grundsätzlich auch die schnellste Ablehnungsmöglichkeit ist, dass die Aliens kolonisieren. Naja, ich finde, dass es da genügend Möglichkeiten gibt, wie das umschifft werden kann. Vielleicht sind wir nicht interessant, weil wir Wasser ohne Ende haben, sie aber Silizium brauchen. Vielleicht waren sie schon hier, haben kein Leben vorgefunden, sind wieder weiter gezogen. Vielleicht kolonisieren sie gar nicht, weil sie mit ihrem Planeten zufrieden sind. Vielleicht haben sie kolonisiert, sind auf eine andere kolonisierende Alienrasse gestoßen und haben so ein MAD-Ding mit denen gemacht, wonach eine Rasse zerstört wird, wenn sie weiter kolonisiert. Oder sie waren hier, haben ein paar Sporen hier gelassen, aus denen sich dann unsere Ursuppe entwickelt hat, wobei sie ihre Rückkehr für in 5 Milliarden Jahren planten. Wir haben halt gerade mal ein paar Augenblicke die Möglichkeit gehabt, ins All zu horchen und nur ein paar Augenblicke überhaupt einmal Kultur zu haben.

Andererseits haben wir Rätsel auf der Erde, die auch gerne mal für Aliensachen her halten. Inka/Maya-Tempel, -Kalender, -Technologien, die Pyramiden der Ägypter, die Errungenschaften der ersten Hochkulturen etc. Dazu kommen noch irdische Mythen, wie das versunkene Atlantis, was vielleicht auch so ein Fermi-Paradoxon entschärfen kann.
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Gibt es außerirdisches Leben?

Beitrag von Thargunitoth » 28.08.2017 10:42

Für Leben braucht es natürlich schon einige Voraussetzungen, dann kommen allerdings auch noch weitere Voraussetzungen für "intelligentes" oder "zivilisiertes" Leben und da sind die benötigen Voraussetzungen insgesamt eher unbekannt.

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Gibt es außerirdisches Leben?

Beitrag von AngeliAter » 28.08.2017 11:40

Was Fermi-Dings angeht, ich bin mir sicher, die Serie "Lexx - the dark zone", Staffel 2, hat sehr deutlich gezeigt wie schnell sowas außer Kontrolle gerät :lol:
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Beitrag von Na'rat » 28.08.2017 19:08

@ BenjaminK:
Ist das eine Aussage für oder gegen prä Astronautik?

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BenjaminK
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Beitrag von BenjaminK » 29.08.2017 09:01

Mit unserer Raumfahrtaktivität hatte das erst einmal gar nichts zu tun. Die Frage war, ob wir allein sind und daran würde eine verstärkte oder verringerte Raumfahrtaktivität gar nichts ändern.

Wir als Menschheit streben halt immer zu den neuen Ufern. Keine Ahnung, ob das ein Evolutionsbiologie-Dingsi ist, oder warum und woher dieser Drang kommt. Völkerwanderungen auf der Erde, Conquest of the new world, Mars500...der Mensch strebt ins Unbekannte.

Ich persönlich finde das toll. Ich finde, dass die Astronautik, insb. die bemannte Raumfahrt ein wichtiger Antrieb der Menschheit ist und vielleicht auch irgendwann über die lächerlichen Grenzen wie Nationalität hinweg hilft, weil es darum geht, als Menschheit einen anderen Stern zu besuchen.

Ich glaube aber nicht, dass "die Aliens" nur darauf warten, dass wir eine bemannte Mission zu einem anderen Planeten machen, um dann zu sagen "ha! endlich sind sie dazu fähig, jetzt können wir uns offenbaren!". "Die Aliens" sind meiner Meinung nach, zu weit weg oder schon wieder weg, oder wie auch immer nicht an uns intressiert. Falls sie doch interessiert sind und die Technologie haben, von dort hierher zu reisen, wo wir noch nicht einmal hinschauen/-horchen können, dann haben wir eh verloren :D
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Gibt es außerirdisches Leben?

Beitrag von Firnblut » 29.08.2017 11:40

Cifer hat geschrieben:
24.08.2017 16:05
Zudem wäre es selbst mit Antrieben, die nicht die Gesetze der Physik sprengen, eben durchaus möglich, binnen ein paar Millionen Jahren die Galaxis zu durchqueren und mittels Von-Neumann-Sonden das ganze auch relativ flächendeckend zu machen. Die Frage wäre also: In all der Zeit, in der unsere Galaxis existiert, weshalb hat das noch niemand so gemacht, dass wir es beobachten können?
Vielleicht ist die Lebensspanne ähnlich begrenzt wie unsere und der Aufwand hoch.
Warum sollten wir die Ressourcen aufbringen, um flächendeckend unsere Galaxis zu durchqueren, wenn die Resultate erst in einigen Millionen Jahren zu erwarten sind? Klar, wir machen sowas einzeln, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass jemals entsprechende Anstrengungen unternommen werden, die uns und vielen Generationen gar nichts bringen - dafür gibt es einfach genug anderes zu tun.

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Beitrag von Hesindian Fuxfell » 29.08.2017 12:24

Von-Neumann-Sonde:
Ich weiß ja nicht, was ihr euch darunter vorstellt, aber das wäre keine Kleinigkeit. Eine sich selbst replizierende Sonde, welche die hierfür notwendigen Ressourcen selbstständig finden, veredeln und verarbeiten muss bis hin zu Halbleiterfertigung. Selbst wenn auch dies irgendwann im 3D-Drucker ginge, man bräuchte vergleichsweise gigantische Schiffe, alles müsste mind. einfach redundant ausgelegt sein und man hätte immer noch keine Ahnung, wie hoch die Ausfallquote ist.
Sagen wir mal nur ganz theoretisch, die würden 100 Jahre halten und dann 2 Nachfolger bauen. Wir hätten nach kosmisch geringen 10000 Jahren bereits ca. 10^30 Sonden und alsbald keine Ressourcen mehr.
Wenn wir nicht regelmäßig verdoppeln kommen wir aber auch nicht auf eine sinnvolle Abdeckung.
Wenn jemand also wirklich so intelligent ist, sowas praktisch umzusetzen, könnte man meinen, dass der diesen Automatismus doch für ne schlechte Idee hält. Weil eingegangen bekommst du den nicht...


Ps: oder die ersten Sonden verenden jeweils nach max 50 Jahren und deshalb kommt es zu quasi 0-Ausbreitung. (beinhaltet die Option, das einfach nur keine Kopien mehr erschaffen werden können aufgrund Fehler)
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Beitrag von Skyvaheri » 31.08.2017 11:33

Man könnte natürlich auch (mit einem Augenzwinkern :wink: ) sagen: Der sicherste Beweis für außerirdisches, intelligentes Leben ist, dass die Aliens jeglichen Kontakt zur Erde (absichtlich) vermieden haben. :)

Ernsthaft: ich glaube auch, dass es sehr sicher irgendwo anders im Universum noch "Leben" gibt. Ob es irgendwo "intelligentes" Leben gibt: Das sehe ich ähnlich wie Eulenspiegel: Wenn man überlegt, wie "schnell" sich auf der Erde intelligentes Leben entwickelt hat, dann wäre es schon sehr zufällig, wenn sich zwei intelligente Zivilisationen bei den galaktischen Entfernungen mal treffen. ;-)

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Beitrag von Märzhäsin » 01.09.2017 02:48

Ich denke dass die Wahrscheinlichkeit für die Existenz von außerirdischem Leben ziemlich hoch ist wenn man die Größe unseres Universums bedenkt.

Leta
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Gibt es außerirdisches Leben?

Beitrag von Leta » 01.09.2017 07:05

Märzhäsin hat geschrieben:
01.09.2017 02:48
Ich denke dass die Wahrscheinlichkeit für die Existenz von außerirdischem Leben ziemlich hoch ist wenn man die Größe unseres Universums bedenkt.
Da man die Wahrscheinlichkeit nicht kennt kann man das so nicht sagen. Immerhin haben wir nur einen Datenpunkt.

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Beitrag von BenjaminK » 01.09.2017 10:31

gnihihi, kann das nicht für Mathematiker und Infinitesimalrechnung lösbar sein? *g* Ich meine, die Wahrscheinlichkeit tendiert gegen 0, ist es aber nicht weil mindestens ein bewohnter Planet existiert. Gleichzeitig tendiert die Größe des Universums gegen unendlich....
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Beitrag von Salix Lowanger » 01.09.2017 10:41

Skyvaheri hat geschrieben:
31.08.2017 11:33
Man könnte natürlich auch (mit einem Augenzwinkern :wink: ) sagen: Der sicherste Beweis für außerirdisches, intelligentes Leben ist, dass die Aliens jeglichen Kontakt zur Erde (absichtlich) vermieden haben. :)
Womit wir dann wieder bei Meat Planet wären. Wer will schon mit Fleisch reden? Und was soll man da sagen? "Hallo Fleisch, wie geht's denn so?" :wink:
BenjaminK hat geschrieben:
01.09.2017 10:31
gnihihi, kann das nicht für Mathematiker und Infinitesimalrechnung lösbar sein? *g* Ich meine, die Wahrscheinlichkeit tendiert gegen 0, ist es aber nicht weil mindestens ein bewohnter Planet existiert. Gleichzeitig tendiert die Größe des Universums gegen unendlich
Was das Ganze auf die Regel von de l’Hospital herauslaufen lässt. Und da wir die Funktionen nicht kennen, können wir sie nicht ableiten. :censored:
Terroristen sind NIEMALS Gläubige.Terroristen sind IMMER kranke Arschlöcher!
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Beitrag von Märzhäsin » 01.09.2017 18:47

Leta hat geschrieben:
01.09.2017 07:05
Da man die Wahrscheinlichkeit nicht kennt kann man das so nicht sagen. Immerhin haben wir nur einen Datenpunkt.
Und was ist dann mit der berühmten Drake-Gleichung? Die Mehrzahl der Wissenschaftler auf der ganzen Welt sieht das ähnlich wie ich.

Ich halte es für gut möglich dass sie irgendwo da draußen sind und uns eines Tages finden.

Hoffentlich bin ich dann nicht mehr auf der Welt.

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AngeliAter
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Gibt es außerirdisches Leben?

Beitrag von AngeliAter » 02.09.2017 08:49

Das Problem ist eigentlich, wir haben genau 2 Zahlen. Die eine ist: 1 = eine Welt mit intelligenten Leben und ein: fast unendlich für mögliche Welten.
Da kann man jetzt schöne Gleichungen daraus machen aber die sind alle absolut nicht aussagekräftig. Selbst wenn wir alle Planeten der Milchstraße gezählt haben und dann mit der Anzahl der intelligenten Lebensformen abgleichen kann man damit keinen Rückschluß auf die Verhältnisse in anderen Galaxien ziehen. Da braucht es einfach noch viel mehr Daten.. würde sagen, sobald wir die ersten 1000 Galaxien ausgewertet haben, könnten wir etwas annähernd zutreffendes errechnen.

Oder ganz kurz gesagt: Wahrscheinlichkeiten sind das Gesetz der hohen Zahlen. Wer die bei sehr geringen Zahlen anwenden möchte hat da etwas nicht verstanden.
"Was ohne Beleg behauptet werden kann, kann auch ohne Beleg verworfen werden."
Christopher Hitchens

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