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[Bornland] Zeichen der Vergänglichkeit

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Janko
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[Bornland] Zeichen der Vergänglichkeit

Beitrag von Janko » 09.05.2016 09:32

Düstere, vom Nordwind gebeugte Nadelwälder im Norden und schroffe, kahle Hügel bis hinauf in die Drachensteine im Süden, deren namensgebende Bewohner man hierzulande niemals ganz vergisst. Das ist die Hohemark.

Der Monat Efferd geht zur Neige und hat die Wälder und Wege mit Regen getränkt. Die Verkehrswege sind lediglich ausgetretene Karrenpfade, ohne jede steinerne Befestigung. Am Rand und auf den Wegen haben sich zahlreiche Pfützen gebildet. Die Räder haben deutliche Spuren in den Matsch gerissen und lassen die Kuhlen immer tiefer und unebener werden.
Für bornländische Verhältnisse ist das Klima durchaus noch als mild zu bezeichnen. Würde einem nur dieser beißende Wind aus nordöstlicher Richtung nicht stetig den Regen ins Gesicht peitschen ..
Die Praiosscheibe steht tief. Sie ist mehr zu erahnen, als zu sehen.

Im Norden von Larsach scheint eine Wagenkolonne im Matsch festzustecken.
Wulfen nähert sich aus dem östlichen Wald, als er im Augenwinkel eine Gestalt wahrnimmt, die wenige 100 Schritt vor dem Dorf zwischen den Bäumen liegt. Ein kräftiger Mann höheren Alters. Die Kleidung vom Matsch braun gefärbt und gänzlich vom Regen durchnässt.
Aus Nordosten nähert sich mit eiligen Schritten Isabella dem Dorf.

@ Baal Zephon & Lifthrasil
Sechs Karren rollen träge die Straße entlang. Zwei davon gleichen einem fahrenden Zelt. Planen spannen sich unter den Wassermengen, die schon den ganzen Tag herab prasseln. Immer wieder macht sich Mjesko, ein Junge von etwa zehn Götterläufen, daran die Plane hoch zu drücken, so dass das Regenwasser vom Wagen auf die matschige Straße schwappt.
Trotz des Wetters wirken die Reisenden gut gelaunt.

Auf dem Kutschbock des ersten Karrens sitzt ein Bär von einem Mann. Sein Schädel ist kahlrasiert, seine langherabhängenden Schnurrbartspitzen betonen das kantige Kinn. Olko ist der Geschichtenerzähler der Norbarden.
Seine Nase und seine Wangen haben stets eine leicht rote Färbung.

Dahinter sitzen zwei Frauen mit ausrasiertem Mittelscheitel und schnattern fröhlich über die Wagen hinweg miteinander, während zwei Halbwüchsige ab und an nebenher laufen und mal auf die mit Planen überspannten "Wohnkarren" klettern.

Allesamt haben schwarzes Haar und eine deutlich dunklere Hautfarbe als der ortsansässige Bornländer. Aus dem letzten Wagen erklingen leise Flöten- und Trommellaute. Man nutzt die Fahrt offenbar um sich für Auftritte zu üben oder aber schlicht um die Zeit zu überbrücken und die Laune zu heben.
Das macht Olko auf seine ganz persönliche Art und Weise.
Er stillt Layllans Wissensdurst an Drachengeschichten.
Mit kräftiger Stimme erzählt er die Geschichte, wie Festum einst zu seinem Namen kam: Ein Rittersmann mit Namen Festo von Arivor war es, der sich dem Wurm entgegen stellte. Ein Wurm, dreimal so groß, wie ein Mann! Das Tier schlich aus seiner Höhle und erschlug zuerst das Vieh, holte die Kinder und riss einen Krieger nach dem Anderen!

Der Rittersmann kam dem Unwesen nicht bei und verordnete so, dass man ihm täglich drei der üppigsten Tiere opfern solle, auf das der Hunger des Unwesens gestillt sei. So kam es auch, doch die Bauern und Züchter ächzten und hungerten unter diesen Bedingungen.

So erdachte der Rittersmann sich eine List.
Er lies die Opfertiere aufschneiden und Schwefel, Pech, Wachs und dergleichen hinein tun. Der Wurm schlang alles gierig hinunter. Mit den Tieren auch feurigen Zundel.
Plöööööötzlich ..
wird seine Stimme laut und leidenschaftlich,
begann der Wurm von innen heraus zu brennen! Flammen schlugen höher und höher und das Unwesen schrie verzweifelt und gequält auf!

Elendig zugrunde gegangen ist es und heute gar noch in jener Stadt zu sehen, die nach dem Rittersmann benannt wurde. Zumindest die Knochen ..
ergänzt Olko und treibt die Tiere weiter an, beiläufig einen Schluck Meskinnes nehmend.
Dann geht ein Ruck durch den Karren und er bleibt stehen. Die Anderen müssen sich mühen die Karren rechtzeitig abzubremsen. Olko brummt ungehalten und versucht erneut die Tiere anzutreiben. Schließlich erhebt er sich und begutachtet die Räder. Die vordere Achse liegt deutlich tiefer als die Hintere. Die Räder haben sich tief in den Matsch gewühlt und sind nicht mehr vorwärts zu bewegen.
Azhuli zevel! flucht Birgat, die Kutscherin hinter Olko und steigt ebenso im strömenden Regen ab.
Halt! Wir rasten! ruft Olko nach hinten.

Die Frauen und Kinder beginnen zum Rand der Straße zu steuern und Essen zuzubereiten, während die Männer beginnen den vorderen Karren zu entladen und Bretter vor die Räder zu schieben.

Während der Zwangspause schließt ein weiterer Reisender zu der Gruppe auf und geht den Norbarden zur Hand.
Habt Dank, guter Mann! Lasst uns einen Schluck Meskinnes zusammen nehmen, wenn wir diesem Regen entkommen sind. Mein Name ist Olko, das hier ist Birgat und das Layllan, stellt er eine der Norbardinnen und einen Elfen vor.
Der Karren kann mit viel Anstrengung aus dem Matsch gezogen werden.
Vorsichtig beginnen die Frauen den nächsten Karren über die gefährliche Stelle zu manövrieren, während Olko sich nach einem Handschlag mit dem Thorwaler daran macht, die Waren wieder aufzuladen.
Einige Kisten, tönerne Krüge und Fläschchen.

Larsach
Mikail hat die ersten Häuser Larsachs hinter sich gelassen. Die äußeren Höfe liegen weit voneinander entfernt. Weideflächen und Äcker trennen sie voneinander. Vor vielen Häusern finden sich Stelen und beschnitzte Pfähle, die dem Volksheiligen Ornald Drachenzwinger als Schutzpatron gegen Lindwürmer und allerlei Getier gewidmet sind.

Larsach wurde nach dem gleichnamigen Gebirgsbach benannt, der die örtliche Mühle antreibt. Dort herrscht auch jetzt noch fleißiges Treiben, trotz der späten Stunde. Über die Hügel und Weiden nähern sich vereinzelte Menschengruppen, die erschöpft ihre Häuser aufsuchen. Kräftige Leute, die wohl in den Steinbrüchen rund um Larsach tätig sind.
Auf den Feldern werden Kartoffeln und Rüben angebaut. Aus den Ställen sind Kühe und Rinder zu vernehmen.

Es gibt kein offensichtliches Gasthaus, doch ist aus einem größeren Haus fröhliches Treiben zu vernehmen. Auf einem hölzernen Schild über der Tür ist eine Flasche und ein Fass gemalt, beides schon recht verblasst.

Wer sich trotz des Regens näher umschaut, der erblickt in dem etwa 300 Seelenzählenden Dorf einen Firun- und einen Peraineschrein zwischen den Häusern. Beide liebevoll gepflegt und mit kleinen Opfergaben bedacht.

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Re: [Bornland] Zeichen der Vergänglichkeit

Beitrag von Lifthrasil » 09.05.2016 13:22

Hjartan ist trotz des Wetters gut gelaunt. Der scharfe, kalte Wind erinnert an Zuhause und vor dem Regen schützt ihn sein Regenumhang aus gutem, thowalschen Ölzeug. Darunter trägt er eine Krötenhaut, eine gute Lederhose und Kniestiefel, die natürlich Schlammbedeckt sind. Die Krötenhaut ist tiefblau gefärbt und auf der Brust prangt das weiße Walsymbol Swafnirs. Die Hose ist mit typisch thorwalschen Längsstreifen gemustert, blau und weiß, nur daß die Streifen gewellt sind. Um den Hals trägt er eine Kette aus Eisbärenklauen und -zähnen an der ein etwa Dukatengroßer linsenförmiger Bernstein hängt.
Hjartan hat ein freundliches Gesicht, das von weißblonden, zu vielen Zöpfen geflochtenen Haaren, die bis auf die Schulterblätter herabhängen, gerahmt wird. Sein Bart ist ordentlich zu einem Kinnbart gestutzt und sein Schnurrbart ist ebenfalls zu Zöpfchen geflochten. Seine Augenbrauen, von sich aus kaum sichtbar, da sie so hell sind, sind von jeweils einem Delfin-Tattoo betont und darunter blicken meeresgrüne Augen neugierig in die Welt.

An Ausrüstung trägt er einen Rucksack, an dem ein Rundschild angeschnallt ist. An der linken Seite des Rucksacks hängt eine wasserdicht verpackte Laute und rechts hängen ein paar Wurfspieße am Rucksack. Am Gürtel trägt er einen Brabakbengel auf der einen und ein großes, silberbeschlagenes Trinkhorn sowie einen Dolch auf der anderen Seite.

Als er sieht, dass vor ihm ein Karren feststeckt, zögert der lange, schlanke Mann nicht, sondern hilft gleich. "Hjartan Lofturson" stellt er sich mit einer angenehmen Baritonstimme vor. Doch weitere Konversation wird auf später verschoben, nachdem der Karren aus dem Dreck geholt ist. Nachdem die Waren wieder aufgeladen sind und die Reise weitergeht, schreitet Hjartan nebenher und unterhält sich angeregt mit Olko. Fahrendes Volk ist immer gute Reisegesellschaft und wenn man sich dabei mit einem anderen Geschichtensammler austauschen kann, um so besser. So setzt die bunte Reisegesellschaft in regem Gespräch ihre Reise bis zum Dorf fort.

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Re: [Bornland] Zeichen der Vergänglichkeit

Beitrag von Baal Zephon » 09.05.2016 16:29

Laryllan ist recht gut gelaunt und lauscht mit strengem, interessiertem Blick Olkos Ausführungen Entweder sind Drachen sehr dumm oder mit sehr schlechten Sinnen ausgestattet, wenn er den Schwefel nicht gerochen hat... Eventuell war es auch ein altes Exemplar oder das Fleisch schon Angefault überlegt er bei den Ausführungen des Geschichtenerzählers und will gerade nachfragen, als der Zwischenfall passiert.
Der Elf legt sofort den Jagdspieß mit dem breiten Knebel auf den Karren, auch seinen Lederköcher mit dem abgespannten Bogen legt er mit seinem kleinen Ledernen Tragebeutel auf das Gefährt.
Seine langen, hellblonden Haare kleben nass an seinem Gesicht und fallen bis auf seinen festen Lederharnisch, nach elfischer Art aus dichten Lederstreifen mit Blattförmigen Schulterteilen. Der Elf scheint das Wetter genau so zu ignorieren wie das durchnässte grüne Bauschhemd das sich an den sehnigen Körper legt.
An seinem breiten Ledergürtel, verziert mit Löwenzähnen und Klauen, der die ebenso helle lederne Hose hält, hängt neben einem Jagdmesser in der Scheide noch eine kleine hartlederne Tasche, aus der ein kleines Stück einer beinernen Flöte heraus lugt.
Der einzige Schmuck der Wahrnehmbar ist, ist eine Kette aus Wolfszähnen und Falkenfedern um den Hals.
Sofort hilft er mit den Wagen wieder flott zu bekommen, nach dem dies geschafft ist, bewegt er sich neugierig zu dem Neuankömmling auf dem weiteren Weg in Richtung Dorf, seine Sachen wieder gepackt "Sanja bha Tala Hjartan, du Musikant?" Meint er und deutet auf das Horn welches der seltsame Mensch dabei hat, spricht dabei in der typisch klangvollen und fast gesungenen Art seines Volkes, in recht angenehmer, hoher Stimme. "Kennst du Geschichten von Drachenkämpfern?" fragt er nach und wirkt dabei trotz aller Neugier etwas kühl. Solch einen Menschen mit derart kräftigen Hautbildern sah er selten, er fragte sich was sie wohl zu bedeuten mögen

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Re: [Bornland] Zeichen der Vergänglichkeit

Beitrag von Lifthrasil » 09.05.2016 16:59

Den von Olko angebotenen Meskinnes schlägt Hjartan natürlich nicht aus. Nach einem guten Schluck antwortet er dem Elfen:

"Sei ebenfalls gegrüßt, Layllan. Die Antwort ist ja und ja. Ich bin unter anderem Musiker und Legendensänger. Mehr noch bin ich aber Sammler und Bewahrer von Geschichten und als solcher kenne ich durchaus auch Drachensagen und ich werde gerne die ein oder andere davon zum Besten geben. Was interessiert euch denn? Drachensagen werden von allen Völkern erzählt und ich hatte das Glück sowohl menschlichen als auch zwergischen und sogar elfischen Geschichten zu lauschen."

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Re: [Bornland] Zeichen der Vergänglichkeit

Beitrag von WeZwanzig » 09.05.2016 18:40

In den letzten zwei Tagen waren Wulfens Fallen leer geblieben. Ein paar Wurzeln, die er ausgegraben hatte, hatten ihn zwar gestärkt, aber doch brummte sein Magen seit Stunden. Er brauchte eine richtige Mahlzeit. "Dann muss es wohl sein...", murmelte er und bewegte sich auf die Lichter zu, auch wenn er sie kaum erkennen konnte. Es musste das Dorf sein, das er vor einigen Tagen von einer Anhöhe aus gesehen hatte, doch jetzt sah er nur helle Flecken im sonstigen Dunkel, während ihm die Regentropfen über sein Gesicht liefen. Hätte er nicht so einen Hunger, er wäre in dem hohlen Stamm geblieben, den er vor gut einer Woche entdeckte hatte und der ihm seit dem als Unterschlupf diente. Doch statdessen musst er sich nun durch den Regen kämpfen. Immerhin schützte ihn sein Umhang, dicht um den Körper geschlungen, einigermaßen gegen den Zorn Efferds, doch trotzdem triefte sein langer Bart, und er hoffte bald endlich ins Warme treten zu können.
Gerad hier im Wald war es sehr dunkel bei so einem Wetter, so dass er sich eher vorantastate, als das er den Weg sehen würde. Daher war er froh, als sich die Bäume etwas lichteten und er endlich nicht nur Schemen erkennen konnte. "Ja, es ist das Dorf... Hoffe die Taverne ist nicht zu voll und der Wirt nicht zu redselig..." Ein letztes Mal schweifte er mit seinem Auge die Landschaft ab, bevor er losgehen wollte. Doch was war das? Liegt da jemand zwischen den Bäumen? "Ja spinnt der denn, der holt sich da doch noch den Tod?", brach es aus ihm heraus. Warum liegt der Mann da einfach so im Dreck. Diese Verbundenheit der Urmutter gegenüber in allen Ehren, aber doch nicht bei so einem Wetter!?! Schnellen Schrittes eilte er zu der Gestallt und schaute sie sich genauer an.
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Re: [Bornland] Zeichen der Vergänglichkeit

Beitrag von Janko » 09.05.2016 19:00

@ WeZwanzig
Der Mann regt sich nicht.
Der linke Unterschenkel schaukelt unnatürlich hin und her, als Wulfen den Mann schüttelt. Mit einem Blick erkennt der heilkundige Wildnisläufer eine provisorische Schiene aus zwei Ästen, die mit Lederschnüren festgemacht wurden.
Das Gesicht des Mannes ist blass und leicht bläulich.
Vielleicht liegt er schon seit gestern hier.

Vom Dorf aus ist man hier schwer zu sehen.

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Re: [Bornland] Zeichen der Vergänglichkeit

Beitrag von WeZwanzig » 09.05.2016 19:24

"Heilige Mutter Sumu..." Wulfen bezweifelte, dass es für den Mann noch Rettung gab, aber keine sollte sagen, er hätte es nicht wenigstens versucht. Und selbst wenn er schon tot war, so sollte er wenigstens ein anständiges Begräbnis bekommen. Er packte den Mann unter der Armen und fing an ihn Richtung Dorf zu schleifen. "Wenn ich mal sterbe, dann bringt man mich hoffentlich auf eine schöne Lichtung, auf der ich wieder Eins mit der Urmutter werden kann...Aber ich vermute mal das der hier andere Wünsche bezüglich seiner Leiche hatte." So ging er langsam auf das Dorf zu. Dabei betrachtete er den Mann und versuchte anhand seines Äußeres darauf zu schliesen, um was für einen Menschen es sich hier wohl handelt.
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Re: [Bornland] Zeichen der Vergänglichkeit

Beitrag von Janko » 09.05.2016 20:34

@ WeZwanzig
Der Mann wirkt kräftig. Der Mantel ist gut gearbeitet, wirkt allerdings schon etwas älter. Der Kleidungsstil lässt eher auf eine Stadt als Herkunftsort schließen, weniger ein Dorf.
Kurz unterhalb des linken Knies wirkt die Hose verfärbt. Mehr als der Rest der matschigen Kleidung.
Am Gürtel befindet sich eine leere Schwertscheide, sowie einige Gürteltaschen.
Sein Kinn ist kantig und stoppelig, die Haare recht kurz gehalten.

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Re: [Bornland] Zeichen der Vergänglichkeit

Beitrag von Cherrie » 09.05.2016 21:42

Bald sollte sie Larsach erreichen. Endlich ein warmes Feuerchen und ein Dach über dem Kopf, dazu reichlich zu Essen und vielleicht sogar die ein oder andere gute Unterhaltung. Nicht, dass Isabella nicht alles davon schon die Tage gehabt hat, aber die komplette Kombination daraus war mehr als verlockend.

Die Kapuze des schweren Fuhrmannmantels tief ins Gesicht gezogen, trat sie von Pfütze zu Pfütze, der Wildwechselpfad war schon eine ganze Weile nicht mehr zu erkennen gewesen, vermutlich näherte sie sich also dem ersehnten Dorf.
Früher einmal hatte sie versucht dem Matsch auszuweichen, von Grasbüschel zu heruntergefallendem Ast zu springen, aber schon als Kind wurde ihr schnell klar, dass es überhaupt keinen Unterschied machte, am Ende war man komplett vermatscht. Nur der Weg dauerte länger und war anstrengender. Seitdem beließ sie es dabei den direkten, geraden Weg zu nehmen und am Ende die Sachen zu reinigen, fertig.

Ein Ruf riss sie aus den Gedanken, fast hätte sie ihn bei dem Regen gar nicht gehört. Die tiefe, wohlklingende Stimme eines Mannes, nicht weit entfernt.
Isabella hob das Kinn gerade so weit, die Szene schräg vor sich zu erkennen, ohne zu viel vom Regen in ihr Gesicht zu bekommen. Ja, da drüben lief ein Mann, gekleidet wie ein Wanderer, zu einer Stelle zwischen den Bäumen, wo eine weitere Gestalt lag.

Neugierig kam sie näher, sich dabei allerdings im Rücken des Wanderers haltend. Eine unbewusste, fast automatische Reaktion von ihr, als pirsche sie sich an Wild an. Nur wenige Schritte hinter ihm, vernahm sie noch seine Worte zu ´Sumu´ und der ´Urmutter´.
Ein Druide?

Sie hatte von den seltsamen, erdverbundenen Männern gehört, aber noch nie einen getroffen. Gerade als der Mann den anscheinend Besinnungslosen hochwuchtete und sich auf den Weg gen Dorf machen will, überbrückt sie die letzten Schritte und spricht ihn von der Seite aus an: "Die Zwölfe zum Gruße."

Sollte sich der Wanderer zu ihr umdrehen, so sieht er eigentlich nur eine kleine, vielleicht 168 Halbfinger große Gestalt, die kniehoch mit Straßenmatsch bedeckt ist und alles, wirklich alles andere unter einem großen, wetterfestem Mantel versteckt hält. Einzig ihr Gesicht ist zu erkennen: glatte, ebenmäßige Gesichtszüge einer jungen Frau Anfang oder Mitte 20 und große, dunkelbraune Rehaugen die große Sympathie ausstrahlen.

"Ich kam gerade dazu und sah, wie Du den Mann aufgefunden hast. Willst Du ihn zum Dorf bringen? Komm, ich helf´ Dir." Ohne groß die Reaktion des Mannes abzuwarten, geht sie um beide herum und stützt den Bewusstlosen auf der anderen Seite, auch wenn Wulfen sicherlich die größere Last tragen muss als sie, er auf ihrer Seite etwas runterhängt.

"Ich bin Isabella und Du? Kommst Du von hier?"

Dabei mustert sie auch den Verletzten und seine Wunde, um im Zweifel das Zum-Dorf-Gehen zu unterbrechen und ihn hier vor Ort zu behandeln, falls das notwendig war. Immerhin wollte sie keine gebrochenen Knochen noch weiter verschieben oder Blutungen aufreißen. AUch schaut sie kurz zu der Stelle wo er gelegen hat, vielleicht war etwas auf dem Boden liegengeblieben und könnte vergessen werden.

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Re: [Bornland] Zeichen der Vergänglichkeit

Beitrag von WeZwanzig » 09.05.2016 22:46

"Kannst mich Wulfen nennen. Und nein, ich komme nicht von hier. Ich würde eher sagen, dass ich auf der Durchreise bin. In dem Dorf war ich noch nie."

Das Gespräch musste kurz pausieren, da eine größere Pfütze die gesamte Aufmerksamkeit von der Frau und Wulfen verlangte. Vorsichtig hoben sie den Mann an, so weit es ging, um ihn möglichst wenig durch das Wasser zu ziehen. Nicht das es bei dem Regen einen Unterschied gemacht hätte.
Als sie die Pfütze durchschritten hatten drehte er sein Gesicht zu der Frau. Bisher hatte er sie im Grunde nur gehört, stand sie doch auf der Seite, auf der er nichts mehr sehen konnte. Jetzt nutzte er die Gelegenheit, um sich die Dame, die ihm zu Hilfe gekommen ist genauer anzuschauen.

"Man, sieht die hübsch aus!" Verdammt, habe ich das gerade laut gesagt? Ihr Blick verriet es ihm.
Im Wald sprach Wulfen oft laut aus, was er dachte. Nur zu leicht vergaß er, dass man das in Gesellschaft anderer Menschen lieber nicht machen sollte.

"Ähm, was ich sagen wollte war: Was macht eine so hübsche Dame bei so einem Wetter hier draußen. Ich bin natürlich sehr hilfbar für euren Dank...ähh...dankabr für eure Hilfe." Er dachte mehr zu reden würde helfen, aber das Gegenteil war der Fall. Er spürte wie Wärme in seine Backen stieg und hoffte, dass sie das verräterische Rot durch den Regen hindurch nicht sehen würde.

"Wer seid ihr, wenn ich fragen darf? Und wo kommt ihr her?", versuchte er das Gespräch wieder in normale Bahnen zu lenken.
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Re: [Bornland] Zeichen der Vergänglichkeit

Beitrag von Cherrie » 09.05.2016 23:06

Ihr leises Lachen war so spontan wie seine Worte, mit nach oben gezogenen Mundwinkeln lief sie nach einem kurzen Seitenblick auf ihren neuen Begleiter weiter.

"Eigentlich will ich mir nur ein wenig das Bornland anschauen", setzt sie in normalem Plauderton fort, als würden sie nicht gerade bei strömendem Regen eine bewusstlose Gestalt tragen. Einzig die Kurzatmigkeit ihrer Stimme trägt dem Gewicht auf ihrer Schulter Rechnung.
"Scheine nicht die beste Jahreszeit erwischt zu haben." Und mit einem Kopfnicken in Richtung des Dorfes: "Aber mehr dann wohl besser bei einem warmen Essen und einem Kaminfeuer. Und wenn wir diesen armen Schlucker hier abgeliefert haben, wo immer er auch hingehört."

Viel erkennen kann sie so nicht, weder vom Bewusstlosen noch von ihrem Begleiter, gehen sie doch alle parallel zueinander und obendrein hält sie den Kopf eh wegen des Regens leicht gesenkt.
"Er lag also einfach da zwischen den Bäumen? Schon merkwürdig. Er trägt eine Schwertscheide, vielleicht ist er ein Büttel aus dem Dorf oder ein Soldat? Naja, wir werden es gleich wissen."

Bei den Göttern, der Kerl hatte doch mehr Gewicht als gedacht, dazu die regennasse, schwere Kleidung... Jammern hilft nicht, weiter! Das hatte sie sich schon oft gesagt und das Beste daran war, oft genug stimmte es.

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Re: [Bornland] Zeichen der Vergänglichkeit

Beitrag von Lifthrasil » 10.05.2016 00:38

Als Isabella plötzlich der Stimme nachläuft, die auch Hjartan gehört, gleichwohl nicht verstanden, hat, folgt er ihr. "Lasst mich doch den Mann tragen." schlägt er vor als er zu den anderen aufschließt. "Und wenn wir ihn im trockenen haben, sehe ich mir mal seine Wunden an. Wir sollten ihn versorgen bevor wir ihn irgendwo abliefern."


Er greift zu und nimmt Isabella ihre Last ab. "Ich bin übrigens Hjartan." sagt er zu Wulfen, während sie den Verletzten ins Dorf tragen.

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Re: [Bornland] Zeichen der Vergänglichkeit

Beitrag von Baal Zephon » 10.05.2016 06:46

Laryllan hatte die Stimmen auch gehört und trat nun aus dem Schatten Hjartans. Mit seinem Spieß deutete er wage auf die getragene GestaltTot oder verwundet?
Fragt er als würde er sich nach dem Wetter erkundigen

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Re: [Bornland] Zeichen der Vergänglichkeit

Beitrag von WeZwanzig » 10.05.2016 07:15

"Ich fürchte tot, bin mir aber nicht sicher. Das wird ein Heiler im Dorf sicher besser beurteilen können", erklärte Wulfen den beiden Neuankömmlingen. "Habe ihn so da drüben zwischen den Bäumen entdeckt." nicht das die noch denken ich hätte was damit zu tun
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Re: [Bornland] Zeichen der Vergänglichkeit

Beitrag von Cherrie » 10.05.2016 09:01

Na das wird ja ein richtiger kleiner Menschenauflauf hier. Leicht irritiert von den vielen Neuankömmlingen lässt sie sich erst von Hjartan die Last abnehmen, dann mustert sie die beiden kurz. Ein Thorwaler und ein Elf? Die Feststellung war trotz aller Eindeutigkeit mit einem Fragezeichen versehen. Was um alles in der Zwölfe Namen machen die nun hier?
Aber auch das würde man bei einem heißen Getränk und im Trockenen Besprechen können. Zumindest scheint es der interessante Abend zu werden, den sie sich erhofft hatte. Isabella, was willst Du mehr?

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Janko
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Re: [Bornland] Zeichen der Vergänglichkeit

Beitrag von Janko » 10.05.2016 14:06

Isabellas Muskeln beginnen zu schmerzen, als sie allein mit Wulfen versucht den Mann in Richtung Dorf zu tragen. Die Haut des Mannes ist nass und kalt. Schlaff hängt der Körper zwischen den beiden. Die Füße schleifen über den Boden.
Unter dem Mann liegt nichts. Doch ein matschiger Klumpen Pergament, wohl einmal ein Notizbuch gewesen, fällt zu Boden, als die beiden den Mann aufgerichtet haben.
Es muss in einer Innentasche des Mantels oder unter seinem Arm gesteckt haben.
Isabella hat Schwierigkeiten danach zu angeln und den Mann gleichzeitig zu halten.

Doch da kommt auch schon ein Thorwaler und befreit sie von der Last.
Sie hat Gelegenheit nach dem Klumpen Pergament zu greifen.

Die kleine Gruppe verlässt den Wald und erreicht den äußeren Bereich des Dorfes.
Der Wagenzug der Norbarden ist inzwischen weiter vorgedrungen. Olko hatte zwar eine Stimme vernommen, doch sein Platz ist bei seinen Leuten.
Die Karren stehen am Rand des Dorfes.

Nur wenige Häuser werden von einem flackernden Licht im inneren erhellt.
Die Tür eines kleinen Bauernhauses öffnet sich und eine hagere Frau von etwa 50 Götterläufen schaut neugierig durch einen Spalt, als sie den kleinen Menschenauflauf sieht.
In einem Hemd, einer ledernen Hose und einer Schürze tritt sie in den Regen hinaus, als würde sie diesen garnicht wahrnehmen. Sorge liegt in ihrem warmen Blick.
Was bei Peraine .. - benötigt ihr Hilfe?
Sie nähert sich.
Ein überrascht und zugleich irritierter Blick wandert dann zu den Karren am Dorfrand.

LordPaladin
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Re: [Bornland] Zeichen der Vergänglichkeit

Beitrag von LordPaladin » 10.05.2016 14:48

Na endlich, denkt sich Mikail. Er war zwar an kalten Regen gewöhnt, aber ein schönes Gefühl ist es trotzdem nie und so freut er sich innerlich, endlich wieder in einer warmen Stube bei einem ordentlichen Essen zu sitzen und mal für eine Weile diesem dauerndem Regen zu entgehen. Der Mantel hatte eine Weile gehalten, aber die Armeeausrüstung war im Punkto Regen bestenfalls schlecht. Kein Wunder also, dass er bis auf die Knochen durchnässt ist. Der Wappenrock über dem Kettenhemd ist triefnass und fühlt sich mindestens genauso schwer an, wie das Kettenhemd selbst. Das Schild hatte er an seinen Rucksack befestigt, um beim Marschieren nicht dauernd behindert zu werden. Hier war ohnehin nicht mit einem Angriff zu rechnen. Falls doch hatte er immer noch sein Kriegsbeil am Gürtel. So hellt sich seine Miene auf, als er noch einmal auf das bereits verblasste Schild über der Tür blickt und stapft durch den Schlamm darauf zu.

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Janko
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Re: [Bornland] Zeichen der Vergänglichkeit

Beitrag von Janko » 10.05.2016 15:21

@ LordPaladin/das Haus mit dem verblassten Schild
So Mikail nicht aufgehalten wird, sondern seinen Weg fortsetzt, so öffnet er die Tür zu einem dunklen Vorraum. Ein Windfang, würde man fast meinen, der verhindert, dass der kalte Wind ins Innere pfeift.
Dicke Felle hängen einen halben Schritt hinter der stabilen Tür, die gegen eine kleine Glocke prallt.
Der Geruch von Tabak liegt in der Luft und Stimmgewirr ist zu vernehmen.
Eine kleine flackernde Lampe erhellt den Vorraum, in dem ein Schuhregal mit einem halben Dutzend Stiefeln, ein Fettnapf und ein Eimer mit Wasser steht. Neben dem Eimer liegen einige Lappen und eine Bürste.
Auf der gegenüberliegenden Seite hängen einige Mäntel an der Wand und tropfen in eine scheinbar eigens dafür vorgesehene Rinne, die das abtropfende Wasser durch ein Loch im Boden verschwinden lässt. Zwei Haken sind noch frei.

Hinter dem Vorhang erleuchten zwei Laternen und das prasselnde Feuer im Kamin einen kleinen Raum mit drei Tischen. Gegenüber vom Eingang ist ein wandfüllendes Regal, gefüllt mit tönernden Flaschen auf denen verschiedene Obstsorten gemalt sind. Einige tragen auch das Symbol einer Biene, eine Kartoffel- zumindest liegt es nahe, dass es eine Kartoffel sein soll - oder es fehlt gänzlich an Symbolen.
Ein kaum zwei Schritt Breite messender, massiver Holztresen domniniert den Raum.
Doch dahinter steht niemand.

Stattdessen hat man einige Stühle an einem der Tische zusammen gerückt und sitzt dort in gemütlicher Runde. Ein älteres Pärchen um die 60 Götterläufe sitzt dort zusammen mit drei Frauen, die sicherlich 20 Winter weniger erlebt haben.
Auf dem Tisch liegen einige Brotkrumen, Harte Wurst und Käse. In der Mitte stehen zwei tönerne Flaschen und jeder hat vor sich einen kleinen tönernen Becher zu stehen.
Die Zwölfe zum Gruße! Willkommen in meinem bescheidenen Geschäft. Ich bin Travjescha!
Einen Tropfen Larsacher Klarwasser zum warm werden?
grüßt eine der jüngeren Frauen. Ihre langen brauen Haare sind zu einem dicken Pferdeschwanz geflochten, der weit über die Schulterblätter hinaus ragt.
Ihre Gesichtszüge sind die eines lebensfrohen Menschen.

Das alte Pärchen mustert Mikail mit offener Neugierde.
Von welcher Einheit seid ihr? Treiben die Goblins wieder ihr Unwesen? erkundigt sich der ältere Herr, dessen kräftige Statur durchaus vermuten lässt, dass er ebenso einst gedient hat.
Gerrit, nun lass den Herren doch ersteinmal ankommen! schimpft die ältere Frau mit ihrem Mann und winkt Mikail näher.

Die kleine Gruppe sitzt dort ohne Schuhe.
Dicke Felle und das wärmende Feuer erlauben das.
Zuletzt geändert von Janko am 10.05.2016 16:48, insgesamt 1-mal geändert.

Baal Zephon
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Re: [Bornland] Zeichen der Vergänglichkeit

Beitrag von Baal Zephon » 10.05.2016 16:18

Laryllan folgt den Anderen erst einmal mit etwas Abstand Interessant, was wohl mit diesem Menschen passiert ist... scheint ein Kämpfer zu sein... aber seine Waffe fehlt. Wer die wohl genommen hat? fragte er sich.
Als das komische stück Blätterwerk zu Boden fällt und die für eine Menschenfrau recht ansehnliche Dame danach Angeln möchte bückt er sich geschwind und reicht ihr das Ding Hier sagte er kurz und mit einem unnahbaren Lächeln dass seine Bernsteinaugen umspielt.
Als sie in das Dorf kommen bleibt er kurz stehen und blickt sich interessiert um Interessant... so sieht also eine Menschliche Siedlung aus... wie viele hier wohl leben? versuchte er es zu erfassen und bekam ein leicht klammes Gefühl im Magen.

Als sich die wohl ältere Menschenfrau an die kleine Gruppe wendet fragt er einfach mal während er mit dem Spieß auf den Getragenen weist Heiler?

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Re: [Bornland] Zeichen der Vergänglichkeit

Beitrag von Cherrie » 10.05.2016 20:53

Überrascht und höflich lächelt sie den Elfen an, als dieser sich geschwind nach dem Notizbuch bückt und es ihr reicht. "Danke." Solche Höflichkeiten war sie die letzten Wochen nicht mehr gewohnt gewesen und hier, mittem im Regen und Schlamm, hätte sie damit auch nicht gerechnet. Kurz erwidert die den Blick des Spitzohres, dann wendet sie sich erneut ihrem Weg zu, das Stück gebundenes Pergament unter den Mantel führend und dort vor weiterem Wassereinfluss schützend.

Es dauert nicht lange bis sie die ersten Hütten erreichen und prompt auf Hilfe stoßen. "Ja, ein Heiler wäre gut, wenn es so einen in dem Dorf gibt", verstärkt sie die Worte von Laryllan, der bisher sehr einsilbig auftrat, was ihr nicht entgangen ist. "Wir haben diesen Mann hier kurz vor eurem Dorf gefunden", fügt sie noch als Erklärung an. "Kennst Du ihn? Ist er von hier?" Dabei hebt sie das Gesicht des Bewusstlosen leicht an, damit die Frau ihn anschauen kann.

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Re: [Bornland] Zeichen der Vergänglichkeit

Beitrag von WeZwanzig » 10.05.2016 21:13

Langsam vergrößerte sich die kleine Truppe um Wulfen. Nach der hübschen Frau mit den Rehaugen war jetzt noch ein Thorwaler sowie ein Elf dazu gestoßen. Was man hier doch für Menschen trifft. "Ach stimmt, Elfen sind ja keine Menschen..." Mist, schon wieder laut gesprochen. Wenigstens konnte er es diesmal zu einem Flüstern unterdrücken. Falls die Geschichten über die Sinne der Elfen stimmen, muss er es aber wohl gehört haben. Doch was machen all diese Fremden hier? Wulfen hätte nie damit gerechnet im bornischen Herbst so viele Fremde hier zu sehen. Oh Sumu, was hast du nur vor?

Jetzt sprachen die schöne Frau und der Elf mit einer älteren Dame. Na toll, die wird bestimmt in Windeseile das ganze Dorf mit ihrem Klatsch unterhalten haben. Und dann würden sie alle kommen, um sich den Mann anzuschauen. Das Dorf wirkte nicht gerade groß, aber wenn erstmal der Großteil der Bevölkerung an einem Fleck versammelt wäre... Wulfen schauderte. Aber jetzt zu gehen wäre auch nicht gut. Zwar war er sicher, dass die anderen drei das auch ohne ihn regeln könnten, aber dann würde es so aussehen als wäre er Schuld am Zustand des Mannes und würde sich verstecken. Außerdem hatte er immer noch Hunger. Nein, egal was jetzt kommen würde, er musste es erdulden und hoffen, das es nicht zu lange dauern würde...
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Re: [Bornland] Zeichen der Vergänglichkeit

Beitrag von Lifthrasil » 10.05.2016 23:20

"Da schon genug Leute reden und sich ja jemand um den verletzten Mann kümmert, hält Hjartan sich zurück und beobachtet. Und wartet auf Oklo und seine Truppe, von denen er sich ja abgesetzt hatte um dem Geräusch nachzugehen.

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Re: [Bornland] Zeichen der Vergänglichkeit

Beitrag von Janko » 11.05.2016 07:16

Die ältere Frau tritt besorgt näher um den schlaffen Körper zwischen Wulen und Hjartan zu mustern.
Einen Zahnreißer und eine Kräuterfrau haben wir hier im Ort.
Sie wendet sich zum Eingang ihres Hauses hin um.
Ilmin! Hol die alte Nagragski! Sie ist bei Mascha.
Und sieh auch nach Woltan. Er soll herkommen, wenn er nüchtern ist.

Ein fülliger Junge von 7-10 Jahren blickt ebenso durch den Türspalt hindurch.
Der Anblick eines Elfen fesselt seinen Blick kurz, dann besinnt er sich auf die Worte der Frau und verschwindet zwischen einigen Häusern.

Die alte Frau winkt die Fremden zu ihrem Haus.
Legt ihn drinnen ab. Sie werden sicherlich gleich hier sein. Zumindest bei der Kräuterfrau scheint sie sicher zu sein.
Auf Isabellas Frage hin schüttelt sie nachdenklich den Kopf.
Ich glaube nicht. Nein, er ist nicht aus unserem Dorf.

Der Eingangsbereich der Hütte ist sehr eng für diese Masse an Menschen.
Eine Leiter führt nach oben in den Schlafbereich. Unten wird die eine Hälfte als Küche und die andere Hälfte als Sitzecke genutzt. Die Einrichtung ist rustikal und einfach.
Liebevolle Schnitzereien an den Möbeln macht sie dennoch gemütlich.
Mein Name ist Dorlin, wirft die spontane Gastgeberin peinlich berührt ein und beginnt eilig den Tisch leer zu räumen, so dass man den Mann darauf ablegen kann.

Olko macht derweil noch keine Anstalten sich zu nähern. Die Norbarden sind noch bei den Karren beschäftigt.

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Re: [Bornland] Zeichen der Vergänglichkeit

Beitrag von Cherrie » 11.05.2016 09:13

Ohne zu zögern tritt Isabella in die kleine Hütte und hält die Tür für die anderen offen, schiebt dann ein paar Möbelstücke aus dem Weg um die Passage für Wulfen, Hjartan und den bewusstlosen Fremden zu räumen.
"legt ihn am Besten dort drüben ab", meint sie nach einem kurzen Rundumblick und deutet auf die Sitzecke des Raumes bzw. auf den freien Platz auf dem Boden davor.

"Ich heiße Isabella. Und vielen Dank, Dorlin." Wer so spontan einer Gruppe völlig Fremder hilft, muss einfach ein guter und göttergefälliger Mensch sein, daran hatte sie vom ersten Moment an keinen Zweifel. Immerhin sahen ein paar von ihnen recht abenteuerlich aus und waren bewaffnet, sie hätte auch verstanden, wenn man die Türe fest verschlossen hätte und sie vorbeiwandern ließ, als ob keiner zu hause war.

Sobald der Verletzte abgelegt war, würde sie sich um ihn kümmern, als erstes versucht sie festzustellen, ob er nun tot oder bewusstlos ist.

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Re: [Bornland] Zeichen der Vergänglichkeit

Beitrag von Lifthrasil » 11.05.2016 11:24

"Ich heiße Hjartan." stellt Hjartan sich vor. "Aber da der Mann jetzt ja in guten Händen ist, braucht ihr meine Hilfe im Moment wohl nicht mehr - und hier drin ist es doch sehr voll. Ich gehe lieber mal nach meinen Reisegefährten sehen. Ich schaue später noch mal vorbei und vielleicht gibt es ja eine Taverne in der wir uns alle treffen können um Geschichten auszutauschen."

Er nickt der Hausherrin zu: "Danke für eure Hilfe und bis später."

Dann geht er zurück zu Olko, hilft die Waren aufladen und erzählt dabei von dem Verletzten, der dort im Wald gefunden wurde.

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Re: [Bornland] Zeichen der Vergänglichkeit

Beitrag von Baal Zephon » 11.05.2016 12:21

Laryllan ist draußen geblieben und beobachtet interessiert die Szene "Mein Name.. Laryllan Blutgruß" stellt er sich vor da das anscheinend alle hier machen und lässt Hjartan an sich vorbei ziehen. Er deutet auf den leblosen Körper "Sieht aus wie Kämpfer, aber keine Waffe." stellt er fest und wendet sich an die Beiden die vor ihm am Fundort waren. "Tala Einauge, Isabella habt ihr irgendwo seine Klinge gesehen?" fragt er interessiert Richtung Wulfen und Isabellas

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Re: [Bornland] Zeichen der Vergänglichkeit

Beitrag von WeZwanzig » 11.05.2016 13:17

"Meinst du mich?", fragt Wulfen irritiert während er den Mann auf den ihm gewiesenen Platz bettet. "Nen mich einfach Wulfen. Und nein, seine Klinge habe ich nicht gesehen. Hab aber auch nicht wirklich nach ihr gesucht. Mir war es erstmal wichtig ihn ins Trockene zu bringen."
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Re: [Bornland] Zeichen der Vergänglichkeit

Beitrag von Janko » 11.05.2016 17:49

In/Vor Dorlins Haus
Dorlin wirkt kurz irritiert, als man den Mann trotz ihrer Bemühungen den Tisch leer zu machen, auf den Boden legt. Sicherlich ist der kalte Boden nicht gut vor jemanden, der so aussieht. Sie hält inne und lässt den Rest stehen.
Offenbar war sie dabei einige Kleidungsstücke auszubessern.

Dorlins Hände sind offenbar harte Arbeit gewohnt. Sie wirken für ihr Alter kräftig, die Fingerkuppen sind etwas dunkler als der Handrücken, von der Arbeit auf den Feldern.
Sie bleibt am Tisch stehen und schaut gebannt auf den Mann herab.
Was hat er?
Isabella überprüft die Atmung und kann Wulfen nur recht geben.
Dieser Mann lebt nicht mehr.

Als Hjartan sich verabschiedet, nickt Dorlin knapp und deutet weiter dorfeinwärts.
Taverne? Wir haben Travjeschas Schnapsladen, dort vorn.
Das gezeigte Haus ist deutlich kleiner als eine übliche Taverne.
Gerade hat ein Soldat das Haus betreten.

Am Dorfrand, bei den Norbarden
Der stämmige Norbarde ist mitnichten damit beschäftigt aufzuladen.
Dann hätten sie ihre Fahrt in Richtung Dorf noch nicht fortsetzen können.

Sie beginnen die beiden Karren fertig zu machen, so dass die Jüngeren nach dem Essen zu Bett gehen können. Als Hjartan sich dem Wagenzug nähert, blickt ihm Olko neugierig entgegen.
Ein Holzfäller, wie? nimmt er an und pfeift vor sich hin.
Nach einigen Handgriffen und Hilfestellungen für seine Begleiter schaut er sich in Richtung Dorf um. Na dann wollen wir doch mal sehen ob man hier einen guten Schluck Meskinnes bekommt.

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Re: [Bornland] Zeichen der Vergänglichkeit

Beitrag von Lifthrasil » 11.05.2016 19:59

Am Dorfrand, bei den Norbarden

"Da würde ich Travjeschas Schnapsladen empfehlen." sagt Hjartan grinsend. "Da gibt es bestimmt Meskinnes. Ist wohl das einzige im Dorf, was einer Taverne nahekommt - und damit auch die beste Taverne im Ort."

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Re: [Bornland] Zeichen der Vergänglichkeit

Beitrag von Cherrie » 11.05.2016 20:04

"Er ist tot", stellt sie fest und ihre Stimme bebt leicht dabei. Dann murmelt sie ein kurzes Gebet zu Boron, dem Herrn des ewigen Schlafs, dem Unbekannten vor sich eine sichere Reise über das Nirgendmeer wünschend.

Sie überlegt aufzustehen und zurückzutreten, schließlich hat sie auch nicht mehr mit dem Toten zu tun als alle anderen hier im Raum. Doch gerade dieser Gedanke lässt sie in der Hocke verharren.
Keiner hier steht ihm nahe. Aber irgendwer muss mehr über ihn herausfinden. Langsam und gründlich beginnt sie, die Leiche zu untersuchen. Ersteinmal rein äußerlich, das geschiente Bein, die Kleidung. Sie achtet auf Blutspuren, auf weitere Verletzungen, auf Hautverfärbungen, auf zerrissene Kleidung oder andere Auffälligkeiten. Dann durchsucht sie die Taschen des Toten, achtet auch auf Schmuck, Ketten, Ringe. Was immer sie aus den Taschen zieht, legt sie offen sichtbar für alle andere neben sich ab, es soll nicht der Eindruck entstehen, sie würde etwas stehlen wollen.

Dann blickt sie in die Runde: "Wollen wir ihn entkleiden? Vielleicht erhalten wir so einen Hinweis auf ihn, seine Identität oder seinen Tod."

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