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[Retogau] die Wirtschaft einer neu entstehenden Stadt

Eröffne ein Geschäft oder eine Schenke als Treffpunkt abenteuergeplagter Helden.
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[Retogau] die Wirtschaft einer neu entstehenden Stadt

Beitrag von Djembo » 12.01.2015 17:53

[OT: Hierbei handelt es sich um das Vorspiel zu dem Abenteuer "Leere Blicke". Ort ist ein Ausschank in Retogau. Natürlich ist jeder gerne eingeladen mitzumachen, aber Waldstadt liegt nicht an der Reichsstraße und ist auch weder bekannt noch groß. Es wäre arg seltsam wenn dort an einem Tisch 2 Achmad'Sunni, ein Eisgeode, 1 Svelttaler Rübenzüchter, eine Sphinx und 36 Goblinschamaninnen sitzen würden. Schon die Charaktere des Abenteuers stellen eine ziemliche Besonderheit dar. Es wäre schön, wenn eventuell dazu kommende Spieler eher lokale Bauern und sowas spielen würden.]

7.Peraine 1038 BF, Waldstadt in Retogau

Waldstadt eine Stadt zu nennen ist schon ein klein wenig übertrieben. "Ansiedlung aus besseren Zelten" wäre weit treffender. Am Rande des namenlosen Waldes im Osten der Baronie Retogau, wo der Gardel in den Wald hinein fließt, etwas mehr als dreißig Meilen südlich der Reichsstraße 3 und nur durch einige in letzter Zeit viel benutzte Karrenwege mit dem Rest der Welt verbunden liegt die neu gegründete Stadt. Doch noch ist von einer richtigen Stadt nicht allzu viel zu sehen. Erst einige wenige Häuser stehen hier, eine Schmiede, eine Schreinerwerkstatt, ein wassergetriebenes Sägewerk (das allerdings nicht viel Arbeit zu haben scheint), eine Weberei, eine große Schneiderei und zwei kleine Tempel, einer unter dem Zeichen der Gans, der andere unter dem der Ähre. Der Rest der begradigten und von Bewuchs befreiten Fläche wird von Hütten eingenommen, die scheinbar mit Geduld und Spucke aus Zelten entstanden sind, die immer weiter ausgebaut wurden. Es scheint als wurden hier in kurzer Zeit viele Menschen angesiedelt und man kommt mit dem Bauen einfach nicht hinterher.
Und was für Menschen hier leben! Die Bevölkerung wirkt reichlich seltsam, obwohl es nur schwer an etwas Konkretem festzumachen ist. Sie scheinen hart und erschöpft, von Leid geplagt und vom Leben gezeichnet. Viele haben alte Verletzungen und sogar Verstümmelungen. Die meisten sind sehr mager und bei denen, die es nicht sind, könnte man den Eindruck bekommen, dass sie es vor nicht allzu langer Zeit noch waren. Aber zugleich wirken sie irgendwie stolz, und in jedermanns Augen scheint ein neu erwachter Schimmer von Hoffnung zu liegen. Es gibt erstaunlich viele Kinder, doch die meisten sind sehr jung oder schon fast erwachsen, das Alter zwischen 5 und 14 ist kaum anzutreffen. Auch wirklich alte Leute scheint es, mit Ausnahme des alten Pedder, hier keine zu geben. Nur wer den Mut aufbringt nachzufragen, oder wer bereits im Vorfeld sich über Waldstadt erkundigt hat, weiß, dass es sich bei den Bewohnern größtenteils um Flüchtlinge aus den Schattenlanden, vor Allem der Warunkei, handelt, die der Baron Retogaus Jederzeit aufzunehmen bereit ist.
Wer weiter nachgefragt hat, dem wurde gesagt, dass die Stadt gerade erst in ihrem zweiten Jahr ist. Gegründet wurde sie vom Baron im Sommer des letzten Jahres, auch wenn schon länger eine Zeltsiedlung an dieser Stelle gelegen ist, für die es jedoch noch keinen Stadtrechtsbeschluss und noch keine Siedlungserlaubnis aus Gareth gegeben hatte.
Wenn man sich aber das Umland Waldstadts ansieht, dann mag man dies kaum glauben. Felder dehnen sich, nur von Knicks unterbrochen, so weit das Auge gen Westen, Norden und Süden reicht, auf denen schon jetzt, so kurz nach der Aussaat, bereits kräftige, grüne Pflänzchen sprießen als hätte Peraine selbst diesem Land ihren Segen überreichlich zugeteilt. Die Wiesen direkt um die Stadt herum sind saftig und werden von Schafen, Ziegen und Schweinen abgefressen. Der Wald im Osten trägt die Zeichen intensiver Nutzung und Wiederaufforstung, als wären dort hunderte von Bäumen gefällt worden und wieder nachgewachsen. Und wohl nur wer selber in der Waldwirtschaft zumindest ein wenig bewandert ist mag sich wundern, dass zwischen den hier doch recht untypischen Pappeln, aus denen auch die bereits bestehenden Häuser zu guten Teilen gebaut sind, kaum Unterholz ist, als hätte man es gerade vor wenigen Tagen gerodet.
Vor dem Tor in der Pallisade, die scheinbar mehr der Form halber denn um wirklichen Schutz zu bieten um die Siedlung herum errichtet worden ist, stehen zwei Karren mit Bauholz, das nach und nach entladen und verbaut wird und in der Stadt herrscht ein reges Treiben. Der Baron hat gerade heute einen Teil der monatlichen Bauholzlieferung geschickt und ein neues Haus wird errichtet, wobei viele Hände mit anpacken.
Allgemein ist die Stimmung heute gut, der Tag ist sonnig und angenehm warm nach dem harten Winter. Alle, die die Kälte überstanden haben (und das waren zwar viele aber eben nicht alle) sind auf den Beinen und gehen den Beschäftigungen nach, die es nach der Saat so gibt, überall werden Körbe geflochten, Schuhe gemacht, Wände ausgebessert, Seile gedrillt, es ertönt der klingende Hämmern der Schmiede und das Sägen der Schreinerei. Beim Hausbau packt ein Mann in orangenem Ornat eifrig an und vor der Stadt, bei den Schafen, hilft gerade ein Priester der Peraine einem Lamm in diese Welt.
Drinnen scheint es keine Herberge zu geben, nur vor einem ausgebauten und mit einigen Latten und Schindeln erweitertem Zelt stehen einige Bänke sowie ein Brett auf zwei Fässern, aus denen ein bärtiger Mann, dessen einer Arm in einem Stummel auf halbem Wege zwischen Ellenbogen und Hand endet scheinbar ausschenkt.

Oger

Der Weg Karinas führt sie aber noch nicht an diesen Ort. Noch tragen sie ihre Füße über die trockene, staubige Straße gen Norden. Vor einer Stunde hatte sie die Abzweigung nördlich von Rindsfurt nach Osten genommen, von der aus es angeblich noch etwas weniger als 10 Meilen nach Falkenruh sein sollten, dem Sitz des Barons von Retogau an den der Brief in ihrem schon arg geschrumpften Bündel adressiert war. Das Handgeld, das sie bei der Abreise als Soldanzahlung bekommen hatte ist schon ebenso dahin geschmolzen wie die Vorräte, die Mutter ihr eingepackt hatte. Die Strecke war weit gewesen, jedenfalls waren es zu Fuß 3 ganze Tagesreisen bis hier gewesen, und das Brot hier in Retogau ist teuer. Aber endlich kann sie vor sich die Burg sehen, genau wie sie ihr beschrieben wurde. Burg Falkenruh, der Sitz des Barons in dessen Dienste sie wohl jetzt treten "darf", wenn überhaupt. Hohe Mauern aus grauem Stein erheben sich vor ihr, darin einige dicke Wehrtürme sowie ein hoher Bergfried. Das Tor ist noch offen, doch die Sonne nähert sich langsam dem Horizont und Karina wird wohl einen festen Schritt halten müssen, will sie nicht die Nacht draussen verbringen.
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Re: [Retogau] die Wirtschaft einer neu entstehenden Stadt

Beitrag von Fenia_Winterkalt » 12.01.2015 21:18

Oger - Tor Burg Falkenruh.

Oger verfällt in Laufschritt als sie Burgtor und Sonnenstand eine Weile eingeschätzt hat.. das Torspielchen würde vermutlich schon so vergnüglich genug.. sie wollte auf keinen Fall das man ihr das Tor vor der Nase zuschlug.. hier draußen übernachten? Auf keinen Fall! Sie hatte ohnehin die Reise über kaum ein Auge zugebracht. Es war einfach furchtbar! Nachts war es so dunkel.. und leise.. furchtbar leise! Und wenns nicht leise war dann weil irgendwelche Tiere oder.. was auch immer.. furchtbare Geräusche machten.. schliefen die denn nicht? Andauernd war sie hochgeschreckt und hatte zur Waffe gegriffen weil es dann wieder verdächtig still gewesen war. Und das obwohl sie ihr Handgeld immer für eine Unterkunft aufgespart hatte.

Nun klapperte der gute Topf gegen die Axt an ihrem Gürtel, das hämmerte ihr beim laufen in den Rücken. Also nimmt sie die Axt lieber in die riesenhaften Hände und so stürmt die 2 Meter Frau mit den Muskeln wie einem Berg und dem wahrhaft abstoßenden Gesicht mit freudiger Erwartung auf das Tor zu.

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Re: [Retogau] die Wirtschaft einer neu entstehenden Stadt

Beitrag von flippah » 13.01.2015 01:53

Ayla Leaena von Galbenfurt

Das Frühlingsturnier auf Burg Gantersruh hatte sich Ayla Leaena ein wenig anders vorgestellt. Von den angepriesenen Rittern der garetischen Turnierbünde hatte sich kaum einer eingefunden gehabt und so konnte sie ihr leidlich gutes Abschneiden kaum genießen, war es doch eher auf einen Mangel an nahmhaften Teilnehmern denn auf ihr Waffengeschick zurückzuführen.
Aber immerhin war sie unverletzt und ihre Rüstung ebenfalls nicht beschädigt. Für das erste Turnier seit langem kein schlechter Anfang.

Jedenfalls macht so ein Ritt doch etwas müde und auch durstig, und so ist die kleine Ansiedlung am Rande der kleinen Straße, die hier entlangführt, und das Gedränge Gareths vermeiden lässt, nicht unwillkommen.

Ayla lenkt ihr Reitpferd auf die Palisade zu, das Packpferd, auf dem die Rüstung und auch ein kleines Zelt untergebracht sind, folgt hinterdrein.

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Re: [Retogau] die Wirtschaft einer neu entstehenden Stadt

Beitrag von Djembo » 13.01.2015 11:21

Burg Falkenruh - Wehrgang

He Merten, schau dir das mal an!"

Schallt eine Stimme vom Wehrgang herunter in den Burghof. Der junge Mann von etwa 18 Jahren, der den Ruf ausgestoßen hatte, trägt die Uniform der Wache von Burg Falkenruh - ein grüner Wappenrock mit dem Wappen des Barons, ein goldener Drache auf purpurnem Grund - und ist mit einer Hellebarde bewaffnet, die aber lässig neben ihm an den Zinnen lehnt. Von unten antwortet die rauhe Stimme des Stallmeisters, eines muskulösen Glatzkopfes von etwa 40 Jahren

"Was willst du? Wenn du mich wieder wegen irgendwelcher Rehe da hoch jagst..."

"Nee im Ernst, das musst du sehen! Da ist so'n häßlicher Kerl, der mit 'ner Axt inner Hand auf uns zugerannt kommt. Ich glaub' wir werden angegriffen"

"Und ich bin die Frau Maja, wer wäre so bekloppt Falkenruh alleine anzugreifen?"

"Jetzt komm schon hoch! Das sieht aus wie'n großer Ork nur nicht so haarig! Mann ist der Kerl riesig!"

Mit einem Seufzen legt Merten den Hufraspel beiseite und erhebt sich von seinem Schemel. Grummelig erklimmt er die schmale Treppe zum Wehrgang hinauf und macht darauf ganz, ganz große Augen.

"Scheiße, das meintest du ernst!"

"Du ich glaub das ist'n Mensch... oder?"

"Hrmpf..."

"Und 'ne Frau noch dazu! Sieh mal genau hin!"

"Die ist schon ganz schön nahe. Wenn wir das Tor noch schließen wollen..."

"Grinst die etwa?"

"Sieht irgendwie gut gelaunt aus, du solltest sie besser empfangen bevor sie rein kommt."

"Bist du irre? Ich stell mich dem Ding da nicht in den Weg!"

"Dann mach das verdammte Tor zu! Was wenn das...die hier wirklich Ärger machen will! Immerhin hat die 'ne Waffe gezogen... schau dir den Prügel mal an."

Noch einen kurzen Moment zögert der junge Soldat, dann nickt er, lässt seine Hellebarde wo sie ist und eilt nach unten zum Torhaus.


Vor dem Tor

Beinahe hätte Karina es geschafft. Der Atem geht ihr schon schwer und sie keucht und grunzt und steht im Schweiß, doch beinahe wäre sie rechtzeitig zum Tor gekommen. Aber gerade als sie den Anstieg zu dem kleinen Hügel, auf dem die Burg liegt, in Angriff genommen hat und sie nur noch 40 oder 50 Schritt von den dicken Mauern trennen, bewegen sich die Torflügel ziemlich schnell und unter dem Geklapper von Ketten aufeinander zu. Etwa 20 Schritt ist sie noch von dem Durchgang durch die Mauer entfernt, da dröhnt es ihr in den Ohren als die metallenen Beschläge der Torflügel aneinander schlagen. In gespannter Stille liegt das geschlossene Tor vor ihr, niemand ist zu sehen.


vor Waldstadt

Als sich die offensichtlich edle Dame der Pallisade nähert blicken die Menschen vor ihr zu ihr herüber. Nur der Geweihte konzentriert sich weiter auf das Mutterschaf und wirft nur einen kurzen Blick zu Ayla und ein paar, scheinbar beruhigende, Worte zu den Leuten bei ihm. Die meisten Menschen scheinen misstrauisch, einige fast ängstlich zu sein, einige aber scheinen sich auch regelrecht zu freuen und es setzt schnell ein Getuschel ein. Als Ayla schließlich die Pallisade fast erreicht hat richtet sich der Geweihte auf, im Arm ein schleimiges, blökendes Etwas, das er kurz untersucht und dann auf den Boden setzt wo das Mutterschaft sofort beginnt, es abzulecken. Indess wendet sich durchaus einige Leute Ayla zu und erweisen ihr mit leichten Verbeugungen (und vor Allem der kurzen Unterbrechung ihres Tagwerkes) ein wenig mehr als üblich der ihr als Ritterin zustehende Ehrbezeugung. Auch nähert sich eine Frau, von ihrer Kleidung her würde ein Garether sie als verheiratete Bäuerin (grüner Wollrock und Hornknöpfe an einer Leinenweste) identifizieren, Ayla und begrüßt sie mit einer Verbeugung in breitem, tobrischen Akzent

"Peraine zum Gruße, hohe Herrin. Willkommen in Waldstadt."
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Re: [Retogau] die Wirtschaft einer neu entstehenden Stadt

Beitrag von Fenia_Winterkalt » 13.01.2015 11:37

Vor dem Tor

Oh nein! Ich war zu langsam! Aber die Sonne ist doch noch gar nicht untergegangen.. das fängt ja gut an.. vielleicht lassen sie mich ja doch noch rein"

Oger verlangsamt den Schritt, jetzt wars auch fast egal und mit dem riesen rucksack und all ihrem Zeug wars auch wirklich zu anstrengend. Irgendwie war das laufen in der Stadt einfacher, der Boden war viel gefälliger, und es ging nicht so oft auf und ab.. sie hatte jetzt schon heimweh.
Oger lässt sie Arme hängen und schleift nun die Axt eher mit sich als sie erhoben zu tragen. Vor dem Tor steckt sie die wieder weg und wischt sich einmal den Schweiss aus dem Gesicht in die stumpfen blonden und kurzgeschnittenen Haare, damit sie auch ja ordentlich lagen, vermutlich war das bald auch ihr Tor und die Wächter ihre Kollegen, da wollte sie nicht gleich einen schlechten Eindruck machen. So hergerichtet klopft sie dreimal laut an das Tor.
"Ich habe eine Nachricht für den Baron" ruft sie mit einer Stimme die keinesfalls als lieblich durchgehen konnte.

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Re: [Retogau] die Wirtschaft einer neu entstehenden Stadt

Beitrag von Djembo » 13.01.2015 11:55

Vor dem Tor von Burg Falkenruh

Einen kurzen Moment herrscht Stille, doch wenn Oger gute Ohren hat, dann hört sie, dass hinter der Mannpforte im Tor leise getuschelt wird. Schließlich öffnet sich mit einem lauten Klappern ein Guckschlitz in der Mannpforte und zwei Augen starren hindurch auf Oger mit diesem ganz bestimmten Blick, den sie schon viel zu gut kennt. Die Stimme eines offensichtlich etwas nervösen jungen Mannes sagt

"Wer seid ihr?"
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Re: [Retogau] die Wirtschaft einer neu entstehenden Stadt

Beitrag von Fenia_Winterkalt » 13.01.2015 12:00

Vor dem Tor von Burg Falkenruh

"O.. Karina Dorfl, Gardistin aus Gareth" stellt sich die riesenhafte Frau vor und nimmt Haltung an.

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Re: [Retogau] die Wirtschaft einer neu entstehenden Stadt

Beitrag von Djembo » 13.01.2015 12:09

Vor dem Tor von Burg Falkenruh

Kurz blickt das Augenpaar Oger misstrauisch an, dann sagt eine Stimme hinter dem jungen Soldaten

"Lass sie rein, Kleiner. Wir haben hier schon seltsamere Leute im Hof stehen gehabt."

Na wie nett... Kurz zögert der junge Mann noch, dann wird die Klappe geschlossen und die Mannpforte öffnet sich. Dahinter steht ein junger Soldat von etwa 18 Jahren mit kurz geschorenem braunem Haar und schlankem Körperbau, nahe bei ein etwa 40 jähriger Mann von eher durchschnittlichem Bau mit Bart und Glatze. Der Ältere meint zu dem Jungen, nachdem er Oger kurz zugenickt hatte

"Ich hol den Herr Verwalter."

Eine Sekunde scheint der Junge protestieren zu wollen, dann gibt er nach und macht noch einen Schritt Platz um Oger herein zu lassen und begrüßt sie schüchtern - oder eingeschüchtert

"Rondra zum Gruße..."
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Re: [Retogau] die Wirtschaft einer neu entstehenden Stadt

Beitrag von Fenia_Winterkalt » 13.01.2015 12:14

Vor dem Tor von Burg Falkenruh

Das war sogar nett, Oger war da schlimmeres gewohnt. "Danke" sagt sie und nickt dem älteren Gardisten ebenfalls zu. "Äh ja Rondra zum Gruße.." begrüsst sie den jungen Gardisten, kommt herrein und stellt sich dann brav an die Seite. Etwas verlegen greift sie nach einem Augenblick in das innere ihrer Lederrüstung und zieht einen versiegelten und etwas zerknitterten Brief hervor den sie verlegen glatt streicht "Ein schönes Tor.." versucht sie die Wartezeit zu überbrücken..

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Re: [Retogau] die Wirtschaft einer neu entstehenden Stadt

Beitrag von Djembo » 13.01.2015 12:27

Vor dem Tor von Burg Falkenruh

Der Junge kann die Augen gar nicht von Oger lassen, wagt es aber scheinbar nicht, etwas zu sagen. Wobei das etwas ist, das Oger schon auf dem Weg hierher aufgefallen ist, die Leute auf dem Land sind so ganz anders. In der Stadt wird einem oft ein Würgegeräusch hinterher gerufen oder jemand lacht lauthals, der dann wenn sie sich umdreht schon in der nächsten Gasse verschwunden ist. Vor allem aber sind viele Leute in der Stadt Oger schon gewohnt. Hier aber... die Leute glotzen. Kaum jemand wagt es, auch nur einen Ton zu sagen, wen sie anspricht, der ist zumeist gezwungen freundlich (zumindest alle, die kleiner sind als sie und das sind eigentlich alle) oder eilt ohne ein Wort davon aber die städtische Frechheit fehlt hier völlig. Als Oger den Jungen so richtig anspricht zuckt er fast zusammen und dann kommt diese erzwungene Freundlichkeit bei der man genau merkt, dass das Gegenüber lieber etwas ganz Anderes tun und sagen würde.

"Äääh...ja... solide Eiche, eineinhalb Finger dicke Balken mit Stahlbändern, hält 'nem wütenden Ork ab."

Tatsächlich könnte Oger den Eindruck bekommen, dass der Junge sie für einen rasierten Ork hält denn bei den letzten Worten verstummt der junge Mann abrupt und sein Gesichtsausdruck wird regelrecht verängstigt.
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Re: [Retogau] die Wirtschaft einer neu entstehenden Stadt

Beitrag von Fenia_Winterkalt » 13.01.2015 12:34

Vor dem Tor von Burg Falkenruh

"Orks sind wohl starke Gegner? Hab noch nie einen gesehen.. also so richtig.." meint Oger nachdenklich und betrachtet die Mauerkonstruktion als verstünde sie etwas davon.. was eigentlich nicht der Fall war. Ihr war das genauso unangenehm wie dem Jungen Mann.

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Re: [Retogau] die Wirtschaft einer neu entstehenden Stadt

Beitrag von Djembo » 13.01.2015 12:47

Tor von Burg Falkenruh

Äääh... ich weiß nicht..."

sagt der Junge schwach und seufzt tatsächlich hörbar erleichtert, als aus dem Bergfried der ältere Stallmeister zusammen mit einem noch älteren Mann von etwa 60 Jahren kommt. Der neu dazu gekommene trägt über einer rot gefärbten leinenen Hose ein ebenso rotes leinenes Hemd mit dem Wappen des Barons über dem Herzen und einen ledernen Gürtel. Sein graues Haar ist kurz geschnitten und geht ihm oben auf dem Kopf schon kräftig aus. Er macht ein wenig den Eindruck eines Politikers, da er bei Ogers Anblick nicht einmal blinzelt und als er auf sie zu geht sogar ein leichtes Lächeln sich auf seine Lippen legt

"Phex zum Gruße. Jast Gerdelsaum, Verwalter von Haus, Hof und Ländereien des Barons Radulf von Adersin."

Nachdem Oger ihn begrüßt hat fährt er fort

"Leider ist der Herr Baron zur Zeit nicht anwesend und wann er zurück kehren wird, hat er nicht geruht mir zu sagen. Aber ich bin befugt seine Angelegenheiten in der Zeit seiner Abwesenheit zu bearbeiten, wenn ihr mir also dieses Schrieben überreichen würdet..."
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Beitrag von Fenia_Winterkalt » 13.01.2015 12:53

Tor von Burg Falkenruh

"Die zwölfe zum Gruße" begrüßt ihn die Riesin knapp. Sie schaut kurz zu den anderen Gardistin und reicht dem Mann dann zögerlich den Brief.

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Re: [Retogau] die Wirtschaft einer neu entstehenden Stadt

Beitrag von flippah » 13.01.2015 12:58

Ayla Leaena - vor Waldstadt

Gar so bedrohlich wirkt Ayla Leaena ja nun auch wieder nicht, obgleich sie sich gegen die Gefahren der Reise ins Kettenhemd gezwungen hat.

"Peraine zum Gruße, Gute Frau", antwortet sie in Hochgarethi, in dem nur ein leichter Hauch nordmärkischen Zungenschlags durchkommt. "Sei sie doch so gut und sage mir, wo es hier eine Taverne für eine kurze Mittagsrast gibt."

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Re: [Retogau] die Wirtschaft einer neu entstehenden Stadt

Beitrag von Djembo » 13.01.2015 13:41

vor Waldstadt

"Wir haben leider noch keine Herberge, hohe Dame. Aber der Balphemor hat einen Ausschank, nur leider draussen. Wünscht ihr, dass der Edle von Gareth zu Retogau von eurer Ankunft informiert wird?"

Burg Falkenruh

Jast scheint ein geübter Leser zu sein, so schnell wie er nach Erbrechen des Siegels die zwei Seiten aus dem billigen garether Papier durchliest. Seine Miene lässt dabei keine Schlüsse über den Inhalt zu, sie bleibt völlig unbewegt. Dann schaut er zu dem Stallmeister und sagt

"Merten bitte hol mir eine Kerze und mein Siegelwachs. Es liegt auf meinem Schreibtisch."

Der Stallmeister nickt und macht sich eiligen Schrittes auf den Weg. Wieder an Oger gewandt fährt der alte Mann fort

"Ihr müsst weiter zum Edlen von Waldstadt. Das liegt ein Stück weit südlich von hier. Aber heute macht es wohl keinen Sinn noch aufzubrechen, lasst euch in der Küche etwas zu essen und ein wenig Proviant für morgen geben. Man wird euch einen Schlafplatz im Stall herrichten oder ihr versucht im Dorf eine Unterkunft zu finden."
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Re: [Retogau] die Wirtschaft einer neu entstehenden Stadt

Beitrag von flippah » 13.01.2015 13:52

Ayla Leaena - vor Waldstadt

"Danke für die Auskunft, Gute Frau", bedankt sich Ayla Leaena und sitzt dann ab. "Ich denke, wenn er nicht allzu beschäftigt ist, wäre das wohl angebracht. Sollte er indes keine Zeit haben, wäre das nicht schlimm, ich will ihm nicht zur Last fallen", stellt sie klar. "Ayla Leaena von Galbenfurt ist mein Name. Ach ja, wo finde ich den Ausschank? Kann sie mir noch eben die Richtung weisen?"
Zuletzt geändert von flippah am 13.01.2015 15:59, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: [Retogau] die Wirtschaft einer neu entstehenden Stadt

Beitrag von Djembo » 13.01.2015 14:05

Vor Waldstadt

"Dann werde ich gleich jemanden schicken."

Nickt die Frau und hält mit geübten Griffen Ayla die Zügel während diese absteigt.

"Wenn ihr wünscht, dann werde ich euch Balphemors Ausschank zeigen."

Sofern diese zustimmt würde die Frau Ayla durch die Zelthütten führen zu einem ausgebauten und mit einigen Latten und Schindeln erweitertem Zelt wo einige Bänke sowie ein Brett auf zwei Fässern stehen, aus denen ein bärtiger Mann, dessen einer Arm in einem Stummel auf halbem Wege zwischen Ellenbogen und Hand endet gerade einem alten Mann von sicherlich 80 Jahren ein Bier ausschenkt.

"Dies ist er, edle Dame. Soll ich euer Pferd bei der Säge anbinden?"

Dabei deutet sie auf das Sägewerk am kleinen Fluss, vor dem einige Stämme liegen, an die man ein Pferd durchaus anbinden könnte
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Re: [Retogau] die Wirtschaft einer neu entstehenden Stadt

Beitrag von Fenia_Winterkalt » 13.01.2015 14:06

Burg Falkenruh

Oger versucht sich ihre entäuschung nicht anmerken zu lassen.. so ein nettes Tor hier.. Sie nickt "Jawohl.. Stall klingt gut, essen auch, danke" antwortet sie.. keinesfalls wollte sie jetzt noch an irgendeiner Tür abgewiesen werden. Sie schaut sich etwas unsicher um wo sie nun langmusste, aber vermutlich sollte sie ohnehin noch auf diesen Merten mit dem Wachs warten.

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Re: [Retogau] die Wirtschaft einer neu entstehenden Stadt

Beitrag von Djembo » 13.01.2015 14:25

Burg Falkenruh

"Die Küche ist dort drin."

Er deutet auf einen der beiden Wehrtürme an dem tatsächlich ein Ofenrohr aus dem es leicht qualmt angebracht ist

"Der Stall ist offensichtlich links neben euch."

Weit kann das Arbeitszimmer des alten Mannes nicht weg sein (vermutlich ist Treppen zu steigen für ihn eh keine leichte Übung mehr) denn Merten ist schon wieder da, in der Hand eine Kerze, die er beim Gehen vorsichtig mit der anderen Hand abschirmt, und zwischen die Finger geklemmt ein Stück Siegelwachs. Mit Hilfe des Stallmeisters versiegelt Jast Karinas Brief wieder mit seinem eigenen Siegelring direkt neben dem gebrochenen Siegel der garether Wache und gibt ihn, nach kurzem Schütteln, an Oger zurück.

"Habt ihr noch irgendwelche Fragen?"
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Re: [Retogau] die Wirtschaft einer neu entstehenden Stadt

Beitrag von Fenia_Winterkalt » 13.01.2015 14:37

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"Für wen ist der Brief?" fragt die Gardistin und nimmt ihn entgegen.

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Re: [Retogau] die Wirtschaft einer neu entstehenden Stadt

Beitrag von Djembo » 13.01.2015 15:32

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[ot] Ups, hab die Farben vertüddelt[/ot]

"Gebt ihn dem Edlen von Waldstadt. Er ist eigentlich an den Herren Baron gerichtet, doch da dieser nicht anwesend ist und ich die Sache nicht entscheiden kann übergebe ich sie an seinen engsten Vertrauten."

Kurz schweigt er, dann aber fällt ihm noch etwas ein

"Ich sollte euch vielleicht vorwarnen damit es keine Missverständnisse gibt. Der Edle ist der Magie kundig und setzt diese ein, um die Menschen Waldstadts mit Nahrung zu versorgen. Ihr werdet, wenn ihr ihn in seinem Heim aufsucht, einige... Seltsamkeiten sehen. Zum Beispiel Bäume, denen man beim Wachsen zusehen kann oder Beerensträucher, die sich selber abernten. Lasst euch davon nicht beunruhigen, die Magie des Edlen ist harmlos. Wenn euch das aber zu viel ist, dann findet sich in Waldstadt sicher jemand, der für euch bereit ist, den Edlen zu euch zu bitten."
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Re: [Retogau] die Wirtschaft einer neu entstehenden Stadt

Beitrag von Fenia_Winterkalt » 13.01.2015 15:38

Burg Falkenruh

Oger überlegt.. war sowas gegen irgendein Gesetz? Wieso ernteten die Leute die Sträucher nicht selbst ab? Ganz schön faul.. nicht das sie jemals in ihrem Leben einen Beerenstrauch selbst abgepflückt hätte.. sowas gab es in Meilersgrund nicht.. aber sie machte sich schliesslich auch eigene Gedanken. Vielleicht wurden ja mehr Beeren magisch geerntet als sie bislang gedacht hatte, nicht das sie je an sowas gedacht hatte.. aus Beeren konnte man wunderbare Sachen kochen.. mhmm..
Es sieht aus als würde die Gardistin eine ganze Weile ins leere starren, dann schaut sie den Verwalter wieder an "Äh ja, gut.. macht mir nix" antwortet sie und steckte den Brief unter ihre Rüstung. "Danke, ich hol mir dann was zu essen" fügt sie hinzu und trottet dann auf die Küche zu.

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Re: [Retogau] die Wirtschaft einer neu entstehenden Stadt

Beitrag von Djembo » 13.01.2015 15:48

Burg Falkenruh

Mit einem gar nicht mal unfreundlichen Nicken verabschiedet Jast Oger und wendet sich dann auch ab. Merten schaut ihr kurz nach und wendet sich dann auch ab um wieder zu seinem Stall zu gehen und dem Pferd weiter die Hufe zu raspeln.
Die Küche nimmt das ganze Erdgeschoss des Wehrturmes ein, wobei das nicht gerade viel ist. Darin ist eine dicke Frau gerade an einem großen Tisch dabei, einige Hühner auseinander zu nehmen und nach Innereien, Brustfleisch, Keulen und so weiter zu sortieren. Ihr zur Hand geht ein Junge von etwa 12 Jahren, der ihr ähnlich genug ist, dass ziemlich leicht klar wird, dass er ihr Sohn ist. Die Frau steht mit dem Rücken zu Oger, aber der Junge blickt auf, als sie eintritt, und erstarrt, das Messer fällt ihm aus der Hand. Mit offenem Mund starrt er Oger an und das macht auch die dicke Frau darauf aufmerksam, dass da etwas ist. Sie dreht sich um und stößt einen leisen Schreckenslaut aus, reagiert dann aber ziemlich schnell und hält das große Fleischermesser, mit dem sie gerade gearbeitet hat, zwischen sich und Oger

"Wer seid ihr, was wollt ihr in meiner Küche?"

Fragt sie mit einem leichten Anflug von Panik als da eine bewaffnete und gerüstete Gestalt mit einem Gesicht wie ein Alptraum vor ihr steht
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Re: [Retogau] die Wirtschaft einer neu entstehenden Stadt

Beitrag von Fenia_Winterkalt » 13.01.2015 15:56

Burg Falkenruh

Oger schaut bewundernd in die gut ausgestattete Küche. Sie kochte für ihr leben gerne aber von sowas hatte sie bislang nur träumen können. Als die Frau und ihr Kind so erschreckt wirkend schaut sie betreten zu Boden "Man nennt mich Oger, ich... wollte euch nicht erschrecken gute Frau, ich soll mir etwas zu Essen holen weil ich eine Nacht hierbleibe... ich bin Gardistin" fügt sie hinzu in der hoffnung das das die Frau etwas beruhigte "Ist das eine schöne Küche, ich helfe auch gerne wenn ich darf" fügt sie dann hoffnungsvoll hinzu.

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Re: [Retogau] die Wirtschaft einer neu entstehenden Stadt

Beitrag von flippah » 13.01.2015 15:57

Ayla Leaena - am Essensverschlag in Waldstadt

"Das wäre eine große Hilfe, Gute Frau", antwortet Ayla Leaena dankbar auf das Angebot, die Pferde anzubinden.

"Travia zum Gruße, Guter Mann", grüßt sie den Wirt. "Ich hätte gerne ein Bier, wenn das möglich wäre." Sie wartet, bis ihr Wunsch erfüllt wurde, und setzt sich dann so, dass die Waffen nicht allzusehr im Wege sind. Von dort aus betrachtet sie die anderen Gäste.

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Re: [Retogau] die Wirtschaft einer neu entstehenden Stadt

Beitrag von Djembo » 13.01.2015 16:34

in Waldstadt

"Stets zu Diensten, edle Dame."

Antwortet die Bäurin mit den ungewöhnlichen Manieren und führt das Pferd am Zügel davon. Der Wirt indess hatte schon mit finsterer Miene dreigeschaut, als Ayla sich genähert hatte, als sie dann um ein Bier bittet murmelt er

"Wenn ihr's denn bezahlen könnt. Macht 1 Heller."

Ein ziemlich stolzer Preis für ein Bier, allerdings hatte Ayla schon mitbekommen, dass hier in Retogau die Preise zur Zeit allgemein ziemlich hoch sind.
Der einzige andere Gast ist der alte Mann, der bei Balphemor an dem improvisierten Thresen steht. Aus der Nähe wirkt der Mann noch älter, vielleicht hat er sogar die 90 schon erreicht. Er ist klein und gebeugt, dürr und klapprig aber er macht dennoch den Eindruck, als hätte er einst große Kraft gehabt, vor vielen, vielen Jahren. Haare hat er schon lange keine mehr bis auf ein paar dünne, graue Strähnchen und sein Gesicht ist so faltig wie ein verschrumpelter Apfel. Seine Stimme ist dünn als er spricht

"Na lasst euch von meinem Enkel nicht ärgern gnä'Frau. Hat'n schlecht'n Tag, der Junge. Aber er ist'n Guter, hat mich auf seinen Schultern von der Trollpforte, wo sie mir die Beine gebrochen haben, bis hier her getragen. Jaja, sowas hatter gemacht, kein Kleiner."

Das kommentiert der Wirt nur mit einem missbilligenden Schnauben. Währenddessen beginnt der alte Mann zu... plappern. Er füllt die Luft mit vielen, vielen Worten, zu Anfang noch darüber, dass früher alles besser war, später dann darüber, dass seine müden Knochen auch nicht mehr so wollen und so weiter und so fort. Der Wirt scheint keinerlei Anstalten zu machen, ihn zu stoppen und wer ein wenig in Menschen lesen kann, der könnte auf die Idee kommen, dass er es ganz gut fände, wenn der alte Mann Ayla so lange bequatschen würde, bis sie genervt geht.


Burg Falkenruh

Als Oger zu sprechen beginnt senkt sich die Messerspitze ein klein wenig, doch mit dem Angebot zu helfen hat sie scheinbar etwas geschafft, was Oger nicht oft gelingt: Sie hat genau die richtigen Worte gefunden um jemanden für sich einzunehmen. Eine Sekunde noch blickt die Köchin etwas verwirrt, dann senkt sie das Messer, streicht sich die Schürze glatt und beruhigt sich so schnell wie sie aufgebraust war.

"So, helfen willst du also. Na gibt genug zu tun. Trautmann mach mal Platz und hol noch ein Messer."

Der angesprochene Junge starrt Oger immer noch an, geht aber sofort zu einem Messerblock und holt ein Filetiermesser heraus. Ohne den Blick von Oger zu nehmen reicht er ihr das Messer und hört kurz danach auf zu starren, als seine Mutter ihm einen leichten Klaps an den Hinterkopf gibt und ihn kurz böse ansieht. Von da an wirft er aber immer wieder verstohlene Blicke zu Oger hinauf

"Oger heißt du also? Na soll mir recht sein, ich bin Tralinde, das ist mein Sohn Trautmann. Sag Oger guten Tag, Trautmann."

Gehörsam sagt der Junge

"Guten Tag, Oger."

"Na geht doch. Also Oger, wir machen hier ein leichtes Mahl zur Rückkehr des Barons. Es gibt Hühnchenfleisch in weißer Sauce mit Nudeln und einen Hühereintopf. Der Baron hat verfügt, dass jeden Tag wenn er weg ist ein leichtes Mahl für ihn und seine Freunde gemacht wird falls er zurück kommt. Aber wenn er nicht kommt dürfen wir und die anderen hier auf der Burg das essen. Ist'n ganz feiner Herr der Herr Baron. Darum schneiden wir das gute Fleisch jetzt schön gleichmäßig, alle Stücke sollen gleich groß sein und dafür muss es erstmal vom Huhn runter. Die Reste wirfst du auf den Haufen, der kommt in den Eintopf."

Während sie spricht deutet Tralinde auf die verschiedenen Küchengeräte
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Re: [Retogau] die Wirtschaft einer neu entstehenden Stadt

Beitrag von flippah » 13.01.2015 17:39

Ayla Leaena - in Waldstadt

"Daran soll es nicht scheitern, Guter Mann." Ayla Leaena holt 2 Heller heraus und gibt sie ihm "und trink er noch eines selbst". Schließlich soll sie hier niemand für geizig halten dürfen.

"Das ist allerdings eine beachtliche Leistung." Die weiteren Erzählungen des Alten quittiert sie mit Kopfnicken, eingeschobenen "Wahrlich?!" und dergleichen. Es wirkt nicht so, als seien ihre Nerven irgendwie in der Gefahr, sich aufgrund der Erzählungen anzuspannen, ganz im Gegenteil.

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Re: [Retogau] die Wirtschaft einer neu entstehenden Stadt

Beitrag von Djembo » 13.01.2015 18:13

Waldstadt

Und der Alte redet und redet und redet während der Wirt das Bier zapft und darüber hinaus. Im Großen und Ganzen ist es mehr das übliche Gerede alter Leute, früher war alles besser, der Körper will nicht mehr, der Geist auch nicht, die Kinder und die Kindeskinder, alte Freunde, wie es damals war und so weiter und so fort. Doch nach gut dem Viertel einer Stunde wird das Ganze tatsächlich interessant. Denn was der alte Mann zu sagen hat kann Ayla viel über das Grenzgebiet zwischen Transisylien und der Warunkei sagen und zwar aus einer Zeit vor Borbarad, darüber wie die Menschen waren, wie das Leben war und dann was sich geändert hat und wie. Das Leben des alten Mannes ist im Grunde profan, er war ein Bauer, Sohn eines Bauern, Vater eines Bauern, hat sein Feld bestellt, seine Gebete gesprochen, seine Frau geliebt, seinen Fürsten und dessen Steuern gehasst und sein Leben gelebt. Doch irgendwann wurde alles anders. Zuerst war es gar nicht richtig zu merken, der Steuereintreiber hatte ein anderes Wappen und der Dorfpriester war nach einem Jahr immer noch nicht von seiner Reise in die Stadt zurück. Aber sonst blieb erstmal alles genau wie früher. Irgendwann kam auch der Dorfpriester wieder zurück und predigte wieder, doch auch wenn er, damals schon ein älterer Mann, es nicht hatte verstehen und wahrhaben wollen, seinem Sohn war aufgefallen, dass die Gebete etwas anders geworden waren. Nicht einmal zwei Jahre nachdem der Sohn von Gutsherren sein teures Kettenhemd angelegt hatte und mit einigen der Jungen Leute des Dorfes in den Krieg gezogen war, betete man nicht mehr um Peraines Segen sondern um Peraines Gnade. Zwei weitere Jahre später gab es einen anderen Namen für die Göttin der Felder und noch später war es nur noch der Herr der Felder der das Essen gibt und nimmt. Und dann waren da die Einberufungen. Immer wieder wurden junge Leute von diesem komischen neuen Steuereintreiber in seinem schwarzen Kleid und seinem langen Prügel mitgenommen um im endlosen Heer zu kämpfen.
Während der alte Mann von seiner Tochter erzählt, die eines Tages "zum Kampfe für die Herrin der heulenden Abgründe" eingezogen worden war stehlen sich langsam Tränen in seine Augen. Der Wirt stellt ein neues Bier und einen kleinen Becher eines scharfen Schnapses vor Ayla und dem Mann hin ohne ein Wort zu sagen und zieht sich, ohne Bezahlung zu verlangen, wieder zurück, scheinbar völlig unbemerkt.
Die Geschichte des alten Mannes geht weiter, nach und nach verstand auch er, spät, wie er jetzt zugibt, was geschah und unendliche Scham leuchtet in seinen Augen, als er bekennt, dass es ihm egal war. An diesem Punkt hatte er schon so viel Schlimmes gesehen, dass es ihn nicht mehr kümmerte, er hatte zwei Söhne und eine Tochter hergeben müssen, ebenso 7 Enkel und den Leichnahm seiner Frau hatte er auch abgeben müssen, das Korn war schimmelig und schlecht und obwohl es wiederlich faulig schmeckte machte es mehr satt als jeh zuvor, er hatte Untote gesehen, die durch die Lande zogen und niemand traute sich nachts mehr heraus. Und dennoch redeten sich die meisten ein, dass das alles normal sei, dass es ja früher auch nicht besser war und dass es schon richtig sei, den Herrn Wirdha... den ANDEREN anzubeten.
Alles änderte sich erst, als sein Enkel Balphemor wieder kehrte. Er war einer derer, die als Tribut hatten hergegeben werden müssen doch er kehrte zurück, mehr noch, er kehrte lebendig zurück. Kurz wenden sich die wässrigen Augen des Alten zu dem Wirt, der scheinbar teilnahmslos seinen Krug putzt und überrascht muss Ayla feststellen, dass sie, der Alte und der Wirt nicht mehr alleine sind. Mehrere Anwohner stehen in der Nähe und lauschen, einige mit zornigen Gesichtern, andere traurig und betroffen, andere ohne Regung.
Die Geschichte geht noch weiter, Balphemor war im Wiederstand und bekämpfte die neuen Herren. Er und seine Freunde nutzten das Dorf als Basis, bis sie durch Verrat aufflogen. Nur Balphemor selbst kam davon, seinen greisen Großvater auf den Schultern und wie durch Wunder schafften sie es in ein Land, das so fremd war. So grün und... schön. Die erste Nacht hinter dem Wall des Todes schliefen Enkel und Großvater bis in den Mittag hinein und als er erwachte waren sie verwirrt denn sie hatten seltsame Dinge geträumt. Nicht von Heulen, klappernden Knochen, schreienden Schatten und Finsternis sondern... andere Dinge, die sie nciht kannten.
An dieser Stelle bricht die Erzählung des alten Mannes ab und er starrt nur noch in seinen Bierkrug und so unbemerkt wie sie gekommen war zerstreut sich die Ansammlung an Menschen wieder.
Balphemor tritt an den alten Mann heran und sagt mit sanfter Stimme

"Komm Opa, ich bring dich ins Bett"

und der alte Mann murmelt

"Ja, ins Bett, zu den Träumen."

und kurz danach sind die beiden verschwunden und Ayla ist alleine
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Re: [Retogau] die Wirtschaft einer neu entstehenden Stadt

Beitrag von flippah » 13.01.2015 18:35

Ayla Leaena - Waldstadt am Ausschank

Ayla Leaena hört sich alles sehr interessiert an - irgendwann werden sogar ihre Einwürfe weniger, so gebannt ist sie von der Erzählung.

Als sie gegangen sind sitzt sie noch eine Weile da, um das gehörte zu verdauen. Dann steht sie auf, legt noch ein paar Münzen hin, um für den Getränkenachschub zu zahlen, und schaut schließlich nach ihren Pferden.

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Re: [Retogau] die Wirtschaft einer neu entstehenden Stadt

Beitrag von Fenia_Winterkalt » 13.01.2015 21:32

Burg Falkenruh

“Dir auch einen guten Tag Trautmann, und vielen Dank Frau Tralinde“ bemüht sich Oger um gute Manieren und legt ihren Rucksack in eine Ecke von der sie hoffte das er dort nicht im Weg stand. Laut klappert der Kupferkessel den sie dabei hat. Dann sucht sie sich eine Gelegenheit die Hände zu waschen und bückt sich dann um das Hühnchen zu bearbeiten, das war nicht so ganz ihre Arbeitshöhe. “Für einen Baron habe ich noch nie gekocht, und mit so feinen Sachen auch selten, da kann ich sicher noch viel lernen. An meinem freien Tag koche ich immer in der Armenküche des Peraineschreines in Meilersgrund, und für meine Truppe an den anderen Tagen... also ich meine, habe ich als ich noch in Gareth war.. “ wird Oger richtiggehend gesprächig. Das Messer wirkt klein in ihren Händen, aber sie weiß offensichtlich ganz gut damit umzugehen, und die bemüht sich keinen Krümmel Fleisch am Knochen zu lassen um ja nichts zu verschwenden.

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