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Memoria

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Beitrag von Thallion » 10.07.2017 09:38

Dieser Thread ist zur Diskussion des im August 2013 erschienenen Computer-Spiels Memoria vorgesehen.

Bild
Memoria

Vielleicht hast du Erfahrungen mit dem Spiel gemacht, die du mit anderen Usern teilen möchtest, hast Tipps, Fragen oder Meinungen zum Spiel. Dieser Thread ist zur Sammlung dieser Informationen und Themen gedacht.

Darüber hinaus kann man in diesem Thread das Spiel auch bewerten, um so eine grobe Orientierungshilfe für andere Nutzer zu bieten.

Bitte nur dann abstimmen, wenn du das Spiel kennst!

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Beitrag von Loirana » 10.07.2017 20:49

Vorwort
Als ich mit DSA angefangen habe, habe ich nur schlechtes von DSA Umsetzungen in Form von PC-Spielen gehört. Insofern hat mich dies davor abgeschreckt viele Spiele auch nur zu versuchen. Doch dann kamen Satinavs Ketten und Memoria, die es mir angetan haben. Es sind bis dato die einzigen DSA-PC-Spiele die ich gespielt habe und werden es eventuell auch bleiben.

TL;DR
Memoria ist ein liebevoll inszeniertes Point & Click Adventure mit sehr viel Liebe zum Detail was die grafische Darstellung angeht. Das Spiel ist zwischenzeitlich fordernd, ohne zu frustrieren, und hat mir sehr viel Spaß gemacht. Die Handlung brachte mich dazu das Spiel fast in einem Stück durchzuspielen, was bei 8 Spielstunden nicht all zu schwierig war. Dabei habe ich mich oftmals auch nicht sehr klug angestellt.

Die Handlung
5/5

Memoria schließt fast direkt an den Vorgänger, Satinavs Ketten an. Der Held der Geschichte, Geron der Vogelfänger, spielt in diesem Spiel jedoch nicht direkt die Hauptrolle. Die Geschichte wird erzählt als Geschichte im Spiel, als Rückblende zu Ereignissen die hunderte Jahre in der Vergangenheit liegen, ziemlich genau zur Zeit Rohals.

Geron sucht nach einer Möglichkeit seine Geliebte Nuri zu retten, die am Ende von Satinavs Ketten einen schweren Schicksalschlag erlitt. Ein fahrender Händler bietet als einziger eine Lösung, verspricht sie heilen zu können, doch verlangt er dafür eine Gegenleistung. Geron soll ein uraltes Rätsel lösen, das um die tulamidische Prinzessin Sadja handelt, die als größte Abenteurerin aller Zeiten in die Geschichte eingehen wollte - jedoch spurlos verschwand. Durch Rückblenden, die Geron erlebt, wird man in die Rolle der Sadja versetzt, die kurz vor der Schlacht in der Wüste Gor ihr Abenteuer erlebt. Dabei gelangt sie an ein Relikt großer Macht, welches die Geschichte überhaupt erst anstößt.

Als bekennender High-Fantasy DSA-Fan, der Alles was mit Göttern, Dämonen, Drachen und Feen zu tun hat liebt, war ich von Anfang an sehr angetan von der Handlung von Memoria. Im Gegensatz zum Vorgänger Satinavs Ketten nimmt man hier Teil an einer der größten Ereignisse der Geschichte von Aventurien, die Schlacht in der Wüste Gor, in der Rohal's Armee gegen Borbarad's Truppen aufmarschierte. Auch wenn die Figur Sadja keinen direkten Einfluss auf die Geschichte nimmt, so erlebt man die Geschichte aus nächster Nähe, auch wenn sie nicht zentrales Thema der Handlung ist.

Viele Elemente würden in einer P&P-Runde von DSA auf Empörung stoßen und auch wenn die Autoren sich viel Mühe gemacht haben, so gibt es einige Unstimmigkeiten zu gesetztem Kanon rund um Satinav, den Hüter der Zeit. Dies fällt jedoch meiner Meinung nach nicht stark ins Gewicht.

Die Story rund um Sadja UND Geron, die trotz großen Zeitlichen Abstand enger umwoben ist als man anfangs denkt, ist vollgespickt mit Plottwists und großartigen Rätseln, die wie schon bei Satinavs Ketten in sehr atmosphärischer Stimmung dargeboten werden. Das Finale war für mich das Highlight, da das Rätsel um das es die ganze Zeit ging auf unvorhersehbare Weise gelöst wird.

Die Spielmechanik
4/5

Im Vergleich zu Satinavs Ketten hat sich nicht viel getan. Die Spielmechanik ist im Prinzip dieselbe, mit einigen Ergänzungen. Wie in bekannter Point&Click Manier spricht man mit NSCs, sammelt Gegenstände ein, benutzt Gegenstände aus dem Inventar um diese zu Kombinieren oder mit der Umwelt interagieren zu lassen. Als Geron, der Magiedilletant ist, kann man zerbrechliche Sachen zerbrechen lassen und dank Feenmagie diese auch wieder zusammensetzen. Sadja hingegen erhält eine Reihe anderer Fähigkeiten, wie zum Beispiel einer Art "Zauberzwang", mit dem sie NSCs gewisse Handlungen suggerieren kann. Alles in allem gut umgesetzt, nicht komplex und gleichzeitig nichts herausragendes. Es spielt sich wie jedes andere Point&Click Adventure.

Die Grafik
5/5

Memoria ist wie schon sein Vorgänger komplett in 2D gehalten. Die einzelnen Szenen sind mit Liebe zum Detail gezeichnet. Wer noch nicht weiß, wieso Andergast als "rückständig" gilt, sollte einmal einen Spaziergang durch die verschlammten Straßen unternehmen, die wunderschön gezeichnet sind. Die Animationen wirken manchmal etwas unnatürlich, doch die Stärke des Spiels liegt eh nicht in den Bewegungen der Figuren sondern den hübschen Kulissen und den netten Dialogen.

Fazit
5/5

Ich hatte ungeheuer viel Spaß mit diesem Spiel und sehe es als sehr mühevoll inszenierte DSA-PC-Umsetzung. Die Welt von Aventurien ist gut dargestellt, es gibt keine massiven Ungereimtheiten (die Sache mit Satinav mal außen vor gelassen) und das Leben in einer aventurischen Großstadt ist gut dargestellt. Man hat wirklich das Gefühl in Aventurien einzutauchen.

Für DSA-Einsteiger würde ich das Werk nur bedingt empfehlen, da auf viele Handlungspunkte der Geschichte eingegangen wird, die für Neulinge als Flut von Hintergrundinfos wirken können. Andererseits kann es auch eine gute Heranführung an die Materie "DSA" sein. Die Handlung rund um Geron und seine geliebte Nuri sowie das Fazit zu Prinzessin Sadja sind derart gut inszeniert, dass man als Spieler schon gerne mal eine Träne vergießen könnte.

Ich hoffe auf eine weitere Fortsetzung!
Die alte Welt ist längst verloren, in die Neue trägt uns der Wind

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