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Eire - Geschichten einer halbelfischen Ifirnnovizin

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Assaltaro
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Eire - Geschichten einer halbelfischen Ifirnnovizin

Beitrag von Assaltaro » 01.07.2017 23:43

1. Die Hilfseskorte

Meine erste Reise weg von Tobrien führte mich nach Almada. Für meinen Geschmack war es hier viel zu warm und auch wenn ich Städte nicht besonders mochte, so war ich doch neugierig auf Punin, der Hauptstadt Almadas. Wer weiß vielleicht waren hier die Städte sogar schön und angenehm. Das schön bestätigte sich schon einmal beim Anblick der Stadt, von weitem sah man die hohen Türme, die alles überragen. Wer die wohl erbaut hat, es erschien mir schier unmöglich. Die Stadt selbst war dann doch wie erwartet, laut und voller Menschen, aber hier wenigstens ohne diese frevlerischen Skelette. Neugierig machte mich aber ein Aushang den ich überall wiederfand. Ein Perainezug suchte nach Unterstützung, das könnte vielleicht eine Aufgabe für mich sein. In Tobrien habe ich viele Menschen durch die Wildnis geführt, häufig Krieger des Widerstandes, nur selbst mitgekämpft hatte ich nie. An dem angegebenen Treffpunkt traf ich einen alten Mann, vermutlich Händler, einen Krieger und einen Rondrageweihten. Der Krieger in einen blauen Wappenrock gekleidet, mit einem Anderthalbhänder, Schwert und Schild bewaffnet stellte sich als Cuano vor, der Rondrageweihte als Hagen Weigenbrün. Hagen hatte braune Augen und längere Haare zu einem Zopf geflochten, trägt ein Kettenhemd mit Wappenrock und führt den üblichen Rondrakamm mit sich, dazu noch ein Langschwert und eine Umhängetasche. Der Händler, dessen Namen ich leider vergessen habe, wollte Schutz für seinen letzten Warenzug, es galt hungernden Menschen Essen zu bringen. Bei der Stadt Punreth sind der Graf und der Baron in eine langanhaltende Familienfehde verstrickt und durch eine lange Belagerung der Stadt haben viele Menschen stark gelitten. Einige sind dadurch zu Banditen geworden, da sie sonst nichts mehr hatten. Mittlerweile haben sich dort auch stärkere Banden angesiedelt, die selbst vor dem Töten nicht zurückschrecken.
Wir willigten ein zu helfen und brachen am nächsten Morgen mit zwei Söldnertrupps und zwei Peraine-Geweihten auf. In dieser großen Gruppe befanden sich unter anderem eine Magierin aus Punin, zwei Schwertkämpfer und ein junges Mädchen mit einem Bogen. Ziemlich neugierig begab ich mich sofort zu dem Mädchen. Es hieß Elea und wurde von ihrer Oma Yasemine zur Jägerin ausgebildet. Ihre Oma fuhr ebenfalls mit und ich unterhielt mich während der Reise mit ihr. Von ihr erfuhr ich einiges über die näheren Begebenheiten. Der besagte Graf war ein Zwerg und der Baron ein Moha, den noch Kaiser Hal vor Jahren eingesetzt hat. Er soll tief aus dem Süden kommen und hat ganz braune Haut, was ich erst glaube, wenn ich es mit eigenen Augen gesehen habe. An diesem Abend erreichten wir Quiloth und am nächsten Tag stand Talanthir auf dem Plan. Wäre ich an diesem Abend aber doch eher zu Bett gegangen. Cuano bestand darauf uns etwas auf seiner Flöte vorzuspielen, was aber schrecklich klang. Beschämt gab er zu im Musikunterricht geschlafen zu haben. Hagen erzählt danach die Geschichte der heiligen Ardare, welche ich wirklich noch nicht kannte. In Tobrien war es gefährlich solche Geschichten zu erzählen.
Am nächsten Morgen war von Beginn an alle viel wachsamer, so auch ich, etwas Besonderes konnte ich allerdings nicht entdecken. Cuano wollte aber auf einer Hügelkuppe etwas gesehen haben und so gingen wir zusammen mit Elea und zwei Bogenschützen nachsehen. Oben standen aber nur ein paar Strohpuppen, dachte ich zumindest. Als wir schon recht nah waren rannte jemand lachend weg und löste sich dann in Luft auf. Ich traute meinen Augen nicht ganz und sah verblüfft auf die Stelle. Cuano schien das aber nicht sonderlich zu beeindrucken und er redete etwas von Feen. Nach einem ziemlich heftigen Schlag von einem unsichtbaren Wesen meinte er aber es sei ein Kobold. Da man sich nicht mit unsichtbaren und mächtigen Zauberwesen anlegen sollte, gingen wir wieder hinunter zu unseren Karren, die nun allerdings pink waren. Cuano wusste aber auch hier weiter und meinte sie ließen sich mit etwas Süßem beruhigen und er ließ sich etwas Honig von einer Händlerin geben. Damit schien er wirklich zufrieden und unsere Karren nahmen wieder ihre normale Farbe an.
Am Abend kehrten wir wieder in einer Stadt ein und fuhren am dritten Tag wie geplant weiter. Doch dieser Tag sollte nicht so friedlich werden, schon nach kurzer Zeit lagen zwei Wagen quer auf der Strecke. In den Gebüschen am Rand konnte ich überall eher leidlich versteckte Personen ausmachen. Die ersten Söldner sprangen da bereits vom Wagen und ich machte meinen Bogen bereit. Die ersten der Banditen kamen dann auch schon aus ihrem Versteck, von einigen waren die Blicke dabei auf mich fixiert und da ahnte ich schon, was ihren Gefangenen passieren würde. Hinter uns tauchte noch ein Reiter auf einem schwarzen Ross auf, dem sich Hagen zum Kampf stellte.
Ich hatte selbst in Tobrien nie auf Menschen geschossen und mir war bewusst, dass es vermutlich jetzt so weit war. Ich stellte mich zitternd vor die Händler auf meinem Karren und hielt mit dem Bogen auf die Banditen. Ich zögerte lange bevor ich den ersten Pfeil losließ, erst als sie schon fast bei den Schutzlosen angekommen sind, schoss ich das erste Mal. Der Getroffene ging direkt zu Boden und blieb liegen. In diesem Moment erschien es gar nicht so schwer. Als nächste bemerkte ich, dass Cuano arg von zweien bedrängt wurde und ich half ihm mit einem gut gezielten Schuss.
Hagens Gegner hatte in der Zwischenzeit seine Waffe verloren und Hagen fixierte diese mit seinem Fuß. Der schwarze Ritter versucht Hagen noch mit einem versteckten Säbel zu treffen aber das schlug fehl. Im weitere Verlauf half ich weiterhin jenen die drohten in der Überzahl unterzugehen, bis die restlichen Räuber flohen.
Sofort eilte ich zu den Verletzten und begann zu helfen, wo ich nur konnte. Bei einem tödlich Verwundeten erkannte ich meinen Pfeil in der Brust und erst da wurde mir wirklich bewusst was ich getan hatte. Ich konnte ihn zum Glück stabilisieren, aber auch wenn er uns angegriffen hat, hätte ich fast ein Leben ausgelöscht. Die Herrin Ifirn möge es mir verzeihen. Nachdem alle versorgt waren ging ich schweigend zu meinem Karren zurück. Von dem Folgenden bekam ich nicht viel mit, zu versunken in meine Gedanken, bis Cuano mich anspricht. Ich solle mit ihnen ein paar Gefangene befreien und ich folgte ihnen schweigend.
Die anderen konnten einen der Räuber fangen und befragen. Dieser führte uns dann zu ihrem Lager im Wald und wir schlichen uns an. In dem Lager sahen wir schlimm zugerichtete Frauen, mit Peitschenhieben am Rücken und gefesselten Händen, sowie zwei Wachen. Hagen fordert sie auf sich zu ergeben und ich legte drohend auf einen an, geschossen hätte ich aber nicht. Einer der zwei greift nach seinem Schwert und der andere wollte zu einem der Mädchen. Zum Glück ließ dieser von seinem Vorhaben ab als ich ihm gedroht habe. Der andere ließ wegen einem Pfeil von Elea sein Schwert fallen. Während die anderen sich um die Wachen kümmerten eilte ich direkt zu den Gefangenen. Mit geschickten Händen löste ich die Fesseln, woraufhin sich die Mädchen vor Angst an mich geklammert haben. Beruhigend redete ich auf sie ein und brachte sie zurück zu den Karren, meine Schuld von vorhin war fast vergessen, bei dieser neuen Aufgabe.
Am Abend erreichten wir schließlich Punreth und versorgten dort die Leute. Ich ging mit den Mädchen baden und besorgte ihnen anständiges zum Anziehen. Sie schienen mich wirklich zu brauchen und ich sie. Am Heimweg fühlte ich mich schon deutlich leichter und hatte das Gefühl Ifirn ein Stück näher zu sein.
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