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[MI] Fragen/Disk. zu Träume von Tod

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>Helfried von Aras<
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[MI] Fragen/Disk. zu Träume von Tod

Beitrag von >Helfried von Aras< » 20.10.2014 09:17

Hallo

Der nachfolgende Text dient mir dazu eventuelle offene Punkte aus dem AB "Träume von Tod" abzuklären. Sollte ich die Lösung dazu übersehen haben, so tut es mir leid.
Der gesamte Text kann natürlich MI enthalten.
Meisterinformationen: 1) Beschwörung am Dämonenhügel: Da versuchen 4 verschiedene MagierInnen am Dämonenhügel der 3. DS eine Beschwörung zu machen und können dabei besiegt werden. Wenn man jetzt den Wall des Todes von "hinten" aufrollt wie angegeben, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass man diesen über den Weg läuft. Allerdings würde ich hier eine Bedeckung, Unterkünfte usw. hinzufügen oder lasst ihr die Episode weg?

2) Wenn die Helden die Tränenlose vor Lucardus bekommen, dann kann die Tränenlose ja jederzeit getötet werden dh die müssen doch gar nicht nach A´Zul reiten bzw. "nur" für die Konfrontation mit Lucardus.

3) Gernot von Mersingen tritt zum Schluß aus dem Orden aus und wird weltlicher Herrscher der Rabenmark.
a) Gernot lässt in der Rabenmark nach der Tränenlose und sammelt Kinder dazu ein. Ist das mit irgendeiner Rechtssprechung gedeckt oder können ihm da Helden ans "Zeug flicken"?
b) Wie ist die Argumentation, dass eine "12götterlose" Barbarin mit einem Lehen belohnt wird?

4) Nur 3 Totengötter streiten? Da gibt es doch noch viel mehr Totengötter, die dazu Potenzial haben. Da wäre eine "offenere" Ausarbeitung wünschenswert. Und Boron muss NICHT gewinnen (vor allem nicht während dem Kar.)

Nach der Diskussion bzw. (tw.) Klärung, werde ich dann meine Bewertung im H&H-Forum abgeben.

Danke
>Helfried von Aras<

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>Helfried von Aras<
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Re: [MI] Fragen/Disk. zu Träume von Tod

Beitrag von >Helfried von Aras< » 27.10.2014 12:31

Gibt zwar nicht viele Rückmeldungen :lol: aber eine hätte ich noch:

Meisterinformationen: Die Kraftlinie in Altzoll wird ja durch einen "Stein" im Thar.-Tempel blockiert. Wenn die Helden also den Stein vor der Erstürmung der Stand entwenden, dann trifft ja die verstärkte Kraftlinie schon zuvor auf Altzoll. Bei dem Hass des Humus auf den Untot... Aus meiner Sicht muss dann der Verlauf dieses Kapitels großteils umgeschrieben werden. Lasst ihr das zu?"

Manü
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Re: [MI] Fragen/Disk. zu Träume von Tod

Beitrag von Manü » 17.11.2014 16:49

Wie kommt eigentlich genau die Namensfindung "Pakt von Al´Zul" zu Stande. Ich verstehe es nicht so ganz. Ist das ein Offizieller Name des Bündnisses auch inneraventurisch? Und wenn ja wie kommen die Menschen auf den Namen? Verrät das nicht zu viel? Werden die Helden dort nicht hinterher fragen?

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Eranion
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Re: [MI] Fragen/Disk. zu Träume von Tod

Beitrag von Eranion » 23.11.2014 18:00

@Manu
Das ist der offizielle Name laut TvT - Al'Zul ist ja bereits eine Alhanische Bezeichnung, vll. verwendet man diese also einfach Traditionell und will damit super Altmodisch also classy klingen. Dass das Heiligtum Al#Zul eine Rolle spielt, wird ja recht schnell klar.
@Helfried
Das mit dem Stein ist interessant... ich denke ich könnte soetwas zulassen als Spielleiter - allerdings sehe ich die Elementarkraftlinie nicht als so mächtig an, als dass sie eine Stadt in der die Paktierer etc. noch vorhanden sind groß besiegen könnte, es wird dann also elementare Ausbrüche geben, die Paktierer werden nach dem Stein suchen und versuchen die Linie auf eine andere Art und Weise zu bändigen. Evt. kurzzeitig durch ein finsteres riesiges Opferritual (ist ja ne Humuslinie...) "Jeden Tag Menschenopfer, bis der Stein wieder da ist oder die Perversionen aufhören" scheinen mir nicht unpassend.
1) lass ich Weg
2) muss sie nicht am richtigen Ort sterben laut der Prophezeiung? Aber wenn nicht, ja... nur glaubst du die Helden kommen darauf, dass die Tränenlose wirklich sterben muss und töten sie dann? Ich denke in meiner Gruppe wird das eher später herausgefunden werden "alles hat geklappt... wtf... ja klar, macht Sinn..."
3.1) Gernot ist sowohl Landesherr der Region, als auch auf der Suche nach einer göttlichen Prophezeiung, als auch ein Retter dieser Kinder gegenüber Lucardus, als auch niemand der ihnen etwas antut außer sie ihren Familien wegzunehmen - ich sehe hier in der Tat keinerlei Probleme oder Zeugflickpotential. Außer man bekommt die öffentliche Meinung dazu zu glauben, Gernot mache das aus ganz anderen Gründen...
3.2) Seh ich auch als sehr problematisch an, andererseits ist die Dame eben verdammt mächtig und die Lage sehr chaotisch... besser als eine wirkliche Baronieerhebung könnte ich mir einen inoffiziellen und schweigenden Waffenstillstand und eine Duldung vorstellen... "pass auf dein Heiligtum auf, mach uns keinen Ärger, mach kein Aufsehen... dann meiden meine Truppen diese Wälder und Regionen"
4) Ich finde diesen Hintergrundplot auch sehr fragwürdig... die anderen Totengötter vergessen jetzt ihren Streit? Was ist mit evt. anderen Totengöttern ala Marbo, Golgari etc. (oder was es da gibt, hab mir das neue Buch dazu nicht angesehen)? Allerdings werden die Spieler diese Hintergründe vermutlich eh nie erfahren... demnach... die Prophezeiung ist an sich cool genug damit sie ohne echte Begründung/Nutzen stehen kann... Boron verhüllt seine Ziele eben vor den Sterblichen. Eine andere gute Begründung für diesen großen Aufwand fällt mir ansonsten auch nicht ein...

Gwydion
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Re: [MI] Fragen/Disk. zu Träume von Tod

Beitrag von Gwydion » 27.04.2015 15:41

Ich häng mich mal ganz frech hier mit rein...
...der Mitmeister meiner Gruppe hat mich gebeten Träume von Tod (und dann später sehr wahrscheinlich auch Seelenernte) zu leiten, damit er auch mal wieder zum Zocken kommt.

Ich hab mich noch nicht eingelesen bisher, muss ich gestehen.
Was mich aber im Vornherein gleich interessieren würde:

1. Wie viele AP sollten die Helden etwa eingesetzt haben? So weit ich weiß, ist der Band für "Experten" empfohlen, was bei Bahamuths Ruf etwa 10.000 AP sein sollten.

2. Welche Abenteuer könnt ihr in Vorbereitung empfehlen? Oder Szenarien aus dem AB? Ich weiß, in Pfade des Lichts ist ein Golgaritenabenteuer, das ich auch schon mal gemeister habe, aber das spielt bereits 1026.

Danke schon mal! :)

Brandolin
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Re: [MI] Fragen/Disk. zu Träume von Tod

Beitrag von Brandolin » 27.04.2015 17:09

Ich habe das Abenteuer noch nicht gemeistert, aber zumindest grob dafür vorbereitet. Die Feinheiten werden allerdings auf sich warten lassen, bis es losgeht.
Trotzdem möchte ich meine Gedanken zu einigen Fragen hier beisteuern :

@Helfried von Aras :
zu 1) wird definitiv weggelassen, weil es einfach keinen rechten Sinn ergibt. Selbst mit Bedeckung würde sich massiv die Frage stellen, warum sie wirklich zusammenarbeiten sollten und noch mehr, wie die Geister des Schlachtfeldes auf so etwas reagieren würden. Selbstmord geht eigentlich auch einfacherer (aus Sicht der Damen)

zu 2) Exakt dies. Es macht keinen Sinn mit der Dame dorthin zu reisen. Sie ist überall verwendbar - zumindest habe ich nichts gefunden, was hier widerspräche.

zu 3) Ein paar der größeren Ungereimtheiten des Abenteuers :
a) Von rechtlicher Seite mag es noch für Leibeigene, über die der Herr frei verfügen kann (solang sie keinem Lehensnehmer durch das Lehen mit überantwortet wurden), grenzwertig aber herbeiredbar sein, spätestens bei Freien wird es allerdings ein Verbrechen, welches nicht nur von den Kirchen mit Missbilligung aufgenommen werden dürfte. Dass ein frisch bestallter oder noch zu bestallender Markgraf sich solcher Unritterlichkeit vor einer ritterlichen Kaiserin erlaubt, ist politischer Selbstmord. Hierfür könnte die Traviakirche bei entsprechend einflussreichen Helden leicht eine Kirchenacht oder mindestens einen massiven Protest erwirken. Auch für das Verhältnis mit der verbündeten Rommilyser Mark dürfte das nicht förderlich sein. Und auf deren Lebensmittel-Unterstützung dürfte die Rabenmark noch eine ganze Weile angewiesen bleiben.
b)Hier gibt es keine rechtfertigende Argumentationslinie. Die Dame hat gegen das Reichsheer und die Kaiserin in der Rommilyser Mark geschritten. Sie ist eine Rechtlose Barbarin und Aufständische. Mag eine direkte Verfolgung ob ihrer Macht noch schwierig sein, wird die Anerkennung und Adelung der Person mit mittelreichischem Recht und Habitus nicht nur aufgrund ihres Glaubens schwierig.
Schon allein ein Bündnis ist grenzwertig und grenzt an Reichsverrat.

@Steinchen : Hier ist ggf. eine massive Überarbeitung notwendig. Altzoll erübrigt sich dann zwar als Problem quasi von allein, eine anschließende Besetzung und Nutzung durch (mehr oder minder) reichstreue Truppen wäre dann allerdings noch schwieriger bis undenkbar.

@Manü :
zur Namensfindung : Inneraventurisch dürfte der Namen mit dem AvB165 auftauchen, wo der Pakt erstmals mit einem Bericht auch inneraventurisch benannt wird.
Zur inneraventurischen Erklärung :
Aventurischer Bote 165 hat geschrieben:"Es war Al'Zul", so sprach Ihre Erlauchte Eminenz Gwidûhenna von Faldahon, "wo Jel-Horas den ersten großen Sieg im Osten errang. Von diesem geschichtsträchtigen Ort aus brach der Widerstand der Alhani und Barbaren im Osten."
usw.usf.

@Gwydion :
zu 1) Teile des Abenteuers sind bei 10kAP schon knackig. Hier könnte auch noch mit der doppelten AP-Zahl Herausforderung bestehen.
Andere Teile sind leicht mit 5kAP meisterbar. Die Überlegung das Abenteuer ggf. auf zwei Gruppen, die einander zuarbeiten, aufzuteilen, liegt fast nahe, auch wenn es nicht vom AB direkt vorgesehen ist.

zu 2) Das Golgariten-AB aus Pfade des Lichts ist zwar nett, wird aber quasi nicht groß aufgegriffen, auch wenn ein paar Meisterfiguren wieder auftreten.
Die Wildermark-Kampagne mit VeG und MwB könnte ein etwas umfangreicherer Auftakt sein.
Eichhornschweif und Schmiedeschürze kann ein anderer Einstieg sein, weißt aber wenig Anknüpfungspunkte mit TvT.
Mit Totenlichter könnte man sich der Geschichte aus Osten heraus annähern und darüber Anknüpfung zum Golgaritenorden aufbauen.

LG,
Brandolin

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Fantana Ratazara
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Re: [MI] Fragen/Disk. zu Träume von Tod

Beitrag von Fantana Ratazara » 27.04.2015 17:21

Valerio, Eboreus, Falkwald: HIER SPOILER ICH!!!

Da auch ich vor der Herausforderung stehe, "Träume von Tod" und "Seelenernte" zu meistern und schon etwas Zeit in die Vorbereitung gesteckt habe, antworte ich mal drauflos:
Gwydion hat geschrieben: 1. Wie viele AP sollten die Helden etwa eingesetzt haben? So weit ich weiß, ist der Band für "Experten" empfohlen, was bei Bahamuths Ruf etwa 10.000 AP sein sollten.
Es sollten meiner Meinung nach mindestens 5.000 bis 10.000 AP sein. Es werden insgesamt 3 Schlachten geschlagen! Bei SCs, die im Kampf kaum Chancen für Erfolgserlebnisse haben, würde ich als Meister vorab mit dem Spieler darüber reden, ob es wirklich sinnvoll ist diesen Charakter zu spielen.
Gwydion hat geschrieben: 2. Welche Abenteuer könnt ihr in Vorbereitung empfehlen? Oder Szenarien aus dem AB? Ich weiß, in Pfade des Lichts ist ein Golgaritenabenteuer, das ich auch schon mal gemeister habe, aber das spielt bereits 1026.
Ich meistere als Vorbereitung „Die Nacht der Krähen“, „Bunte Scherben“, „Totenlichter“, „Die Nacht der geifernden Mäuler“ und „Der Unersättliche“. Letzteres ist aber nur möglich, weil wir uns in der Gruppe einfach darauf einigen konnten, dass Haffax eben Mendena noch nicht erobert hat (alles, nur nicht Mendena: Xeraan ist halt ein krasser Japper :ijw: ). Wenn sowas bei euch problematisch ist, dann wird das halt nichts, wir biegen uns unser Aventurien eben manchmal ein wenig zurecht, damit es uns besser passt...

"Der Unersättliche" passt aber eben einfach perfekt als Vorbereitung auf das Heptarchensterben, zumal ein Protagonist später in "Seelenernte" wieder eine Hauptrolle spielt (der Diener des Lebens Leatmon Phraisob).

„Die Nacht der Krähen“ ist ein Szenario aus dem Aventurischen Boten, in dem ein SC mit einem von Lucardus von Kemets Anführern verwechselt wird. Die Golgariten (u.a. Gernot von Mersingen: der taucht in Träume von Tod wieder auf) schlagen vor, dass die übrigen Helden sich als Untote "verkleiden" und zusammen das Lager jenes Anführers auflösen. Ein schönes Doppelgänger-Szenario mit viel Humor.
„Bunte Scherben“ spielt in Beilunk und führt ein paar NSCs ein.
In „Totenlichter“ treffen die SCs zum ersten mal direkt auf Lucardus von Kemet.
„Die Nacht der geifernden Mäuler“ ist ein Super-Horror-Splatter-Abenteuer (Stichwort: "Zombie-Apokalypse", nur dass es hier Ghule sind) aus der Anthologie "Dämmerstunden". Auch mit viel Humor! :lol:

Ich hoffe, damit konnte ich helfen.
Zuletzt geändert von Fantana Ratazara am 27.05.2015 12:08, insgesamt 2-mal geändert.
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Gwydion
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Re: [MI] Fragen/Disk. zu Träume von Tod

Beitrag von Gwydion » 27.04.2015 19:36

Brandolin hat geschrieben: @Gwydion :
zu 1) Teile des Abenteuers sind bei 10kAP schon knackig. Hier könnte auch noch mit der doppelten AP-Zahl Herausforderung bestehen.
Andere Teile sind leicht mit 5kAP meisterbar. Die Überlegung das Abenteuer ggf. auf zwei Gruppen, die einander zuarbeiten, aufzuteilen, liegt fast nahe, auch wenn es nicht vom AB direkt vorgesehen ist.

zu 2) Das Golgariten-AB aus Pfade des Lichts ist zwar nett, wird aber quasi nicht groß aufgegriffen, auch wenn ein paar Meisterfiguren wieder auftreten.
Die Wildermark-Kampagne mit VeG und MwB könnte ein etwas umfangreicherer Auftakt sein.
Eichhornschweif und Schmiedeschürze kann ein anderer Einstieg sein, weißt aber wenig Anknüpfungspunkte mit TvT.
Mit Totenlichter könnte man sich der Geschichte aus Osten heraus annähern und darüber Anknüpfung zum Golgaritenorden aufbauen.

LG,
Brandolin
Das Aufteilen auf zwei Gruppen klingt irgendwie interessant. Da muss ich mal schauen, ob das nicht ne Option wäre.

Die Wildermark-Kampagne wäre natürlich klasse, um erst mal AP zu sammeln... tatsächlich hab ich jetzt Bock auf die Kampagne xD Aber damit wären wir mindestens ein halbes Jahr beschäftigt, bevor wir überhaupt TvT anfangen könnten... hmm...

Totenlichter merke ich mir auf jeden Fall.
Fantana Ratazara hat geschrieben: Es sollten meiner Meinung nach mindestens 5.000 bis 10.000 AP sein. Es werden insgesamt 3 Schlachten geschlagen! Bei SCs, die im Kampf kaum Chancen für Erfolgserlebnisse haben, würde ich als Meister vorab mit dem Spieler darüber reden, ob es wirklich sinnvoll ist diesen Charakter zu spielen.
Aber meinst du, mit 5.000 bis 10.000 isses dann machbar?
Klingt schon hart. Also einen Golgariten haben wir auf jeden Fall dabei, der kann kämpfen. Bei den anderen müsste man erst schauen... einen Ritter vielleicht noch.

Fantana Ratazara hat geschrieben: Ich meistere als Vorbereitung „Die Nacht der Krähen“, „Bunte Scherben“, „Totenlichter“, „Die Nacht der geifernden Mäuler“ und „Der Unersättliche“. Letzteres ist aber nur möglich, weil wir uns in der Gruppe einfach darauf einigen konnten, dass Haffax eben Mendena noch nicht erobert hat (alles, nur nicht Mendena: Xeraan ist halt ein krasser Japper :ijw: ). Wenn sowas bei euch problematisch ist, dann wird das halt nichts, wir biegen uns unser Aventurien eben manchmal ein wenig zurecht, damit es uns besser passt...

"Der Unersättliche" passt aber eben einfach perfekt als Vorbereitung auf das Heptarchensterben, zumal ein Protagonist später in "Seelenernte" wieder eine Hauptrolle spielt (der Diener des Lebens Leatmon Phraisob).

„Die Nacht der Krähen“ ist ein Szenario aus dem Aventurischen Boten, in dem ein SC mit einem von Lucardus von Kemets Anführern verwechselt wird. Die Golgariten (u.a. Gernot von Mersingen: der taucht in Träume von Tod wieder auf) schlagen vor, dass die übrigen Helden sich als Untote "verkleiden" und zusammen das Lager jenes Anführers auflösen. Ein schönes Doppelgänger-Szenario mit viel Humor.
„Bunte Scherben“ spielt in Beilunk und führt ein paar NSCs ein.
In „Totenlichter“ treffen die SCs zum ersten mal direkt auf Lucardus von Kemet.
„Die Nacht der geifernden Mäuler“ ist ein Super-Horror-Splatter-Abenteuer (Stichwort: "Zombie-Apokalypse", nur dass es hier Ghule sind) aus der Anthologie "Dämmerstunden". Auch mit viel Humor! :lol:

Ich hoffe, damit konnte ich helfen.
Ich sehe schon, also Totenlichter kommt auf jeden Fall auf die Liste.

Ich bin kein humorloser Mensch, aber grad beim Umgang mit Golgariten, sonstigen Boronis, Untoten und Co. ... weiß nich, hab ich gerne weniger Humor, wenn ich ehrlich bin. Ich guck mir Nacht der Krähen und Nacht der geifernden Mäuler aber auf jeden Fall mal an.
Und Bunte Scherben.


Vielen Dank schon Mal :)

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Fantana Ratazara
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Re: [MI] Fragen/Disk. zu Träume von Tod

Beitrag von Fantana Ratazara » 28.04.2015 11:18

Valerio, Eboreus, Falkwald: HIER SPOILER ICH!!!
>Helfried von Aras< hat geschrieben: 3) Gernot von Mersingen tritt zum Schluß aus dem Orden aus und wird weltlicher Herrscher der Rabenmark.
a) Gernot lässt in der Rabenmark nach der Tränenlose und sammelt Kinder dazu ein. Ist das mit irgendeiner Rechtssprechung gedeckt oder können ihm da Helden ans "Zeug flicken"?
b) Wie ist die Argumentation, dass eine "12götterlose" Barbarin mit einem Lehen belohnt wird?
>Helfried von Aras<
zu 3a)
Ich kann mir vorstellen, dass manche SCs Gernot versuchen könnten zu erpressen oder ihn gar bei der Obrigkeit verpetzen. Aber bei wem kann man einen Markgrafen anschwärzen? Wer würde ihn anklagen und verurteilen? Wer würde überhaupt vor Gericht gegen ihn aussagen? Wäre es nicht direkt Kaiserin Rohaja, die ein Urteil fällen müsste? Wann hat die mal wieder Zeit dafür? Bevor ein solches Verfahren eröffnet würde, wären Monate vergangen und Lucardus hätte gewonnen, falls die Helden in der Zeit tatenlos blieben. Und falls sie Lucardus aufhalten, wären die potentiell wichtigsten Zeugen abwesend und Gernot würde freigesprochen werden? Würde Rohaja ihn überhaupt verurteilen oder reichte da nicht eine Rüge? Braucht sie ihn nicht noch dringend weiter als weltlichen Herrscher in der Rabenmark? Wer könnte ihn ersetzen? Immerhin versucht er mit den "Entführungen" ja auch nur dem Herrn Boron zu dienen. Das sind schwierige Konstellationen... :???:

zu 3b)
Wer ist die Alternative zu Chayka? Sie ist ohnen de facto Herrscherin der Region, da sie ihre Horde befehligt. Wer würde es schaffen ihre Horde zu besiegen? Sie hat sich in TvT als Verbündete gezeigt: Ohne die Barbarenhorde war die Schlacht um Al'Zul kaum zu gewinnen (zumindest habe ich es so verstanden). Will man sie nun wieder als Feindin? Ich finde es nur konsequent, in Ermangelung von Alternativen, Chayka zur Baronin zu ernennen und ihre "Fehler der Vergangenheit" zu amnestieren. Ich wäre auf jeden Fall gespannt auf Chaykas Auftritt beim nächsten großen Hoftag... :lol:
Zuletzt geändert von Fantana Ratazara am 27.05.2015 12:08, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: [MI] Fragen/Disk. zu Träume von Tod

Beitrag von Brandolin » 28.04.2015 13:34

Ich sehe es leider gänzlich anders als Fantana.
Fantana Ratazara hat geschrieben: zu 3a)
Ich kann mir vorstellen, dass manche SCs Gernot versuchen könnten zu erpressen oder ihn gar bei der Obrigkeit verpetzen. Aber bei wem kann man einen Markgrafen anschwärzen?
Beim Kaiserhof, beim Reichsgericht (beides wegen Hochverrat)
Fantana Ratazara hat geschrieben:Wer würde ihn anklagen und verurteilen? Wer würde überhaupt vor Gericht gegen ihn aussagen?
Die Klage kann von den Helden (bei den empfohlenen AP sicher nicht ganz unbekannt und ohne Einfluss. Dazu könnten Personen aus dem Orden kommen, die mit seinen Taten nicht ganz zufrieden sind, Ritter, die sein Benehmen unritterlich finden, konsequente Alliierte, die sich durch seine neuen Allianzen berechtigt vor den Kopf gestoßen fühlen bis hin zu Markgrafen und Fürst Illuminierten.
Fantana Ratazara hat geschrieben:Wäre es nicht direkt Kaiserin Rohaja, die ein Urteil fällen müsste? Wann hat die mal wieder Zeit dafür?
Wenn die Frau Zeit hat, Gernot als Markgrafen zu bestätigen, hat sie auch Zeit über ihn zu urteilen oder die Bestätigung zu unterlassen.
Fantana Ratazara hat geschrieben:Bevor ein solches Verfahren eröffnet würde, wären Monate vergangen und Lucardus hätte gewonnen, falls die Helden in der Zeit tatenlos blieben. Und falls sie Lucardus aufhalten, wären die potentiell wichtigsten Zeugen abwesend und Gernot würde freigesprochen werden?
Bis ein Verfahren beginnt, werden sicherlich einige Monde ins Land streichen, ein Freispruch, weil Zeugen temporär durch die Bekämpfung von Reichsfeinden verhindert sind, ist aber eher unwahrscheinlich. Dazu kommt, dass die Helden weder die einzigen Zeugen noch notwendiger Weise die einzigen Kläger sein müssen. Und die Klage allein kann schon ausreichen, die Bestätigung unbefristet und dauerhaft bis zur Klärung der Klagen aufzuschieben.
Fantana Ratazara hat geschrieben:Würde Rohaja ihn überhaupt verurteilen oder reichte da nicht eine Rüge? Braucht sie ihn nicht noch dringend weiter als weltlichen Herrscher in der Rabenmark? Wer könnte ihn ersetzen?
Ob sie oder das Reichsgericht ihn verurteilen würden, ist eine reine Frage des Willens und des politischen Kalküls.
Da auch andere sich bei der Befreihung hervortaten (und ggf. weniger Reichsverrat begingen) könnte auch einer von diesen (vielleicht gar ein entsprechend mächtiger und wichtiger Held) (temporär bzw. übergangsweise) den Posten besetzen oder vertreten. Auch andere Häuser sind mächtig und einflussreich und zur Not kann man auch einen Marschall oder Obristen einsetzen.

Und ist man ehrlich. Weder die Golgariten noch Gernot haben die Rabenmark wirklich befreit oder den Hauptanteil daran getragen. Sie sind nur die Nutznießer.
Fantana Ratazara hat geschrieben:Immerhin versucht er mit den "Entführungen" ja auch nur dem Herrn Boron zu dienen. Das sind schwierige Konstellationen... :???:
Er verhält sich unritterlich udn unehrenhaft. Und neben seinem Dienst am Herren Boron dient er vorallem damit eigenen Machtinteressen in Orden und Familie.
Dazu kommt der Hochverrat durch Allianzen mit Reichsverrätern und Feinden des Reiches.
Vielleicht verzichtet man auf ein strenges Urteil zur Absetzung bzw. Nichtbestätigung sollten die Klagepunkte allein aber allemal ausreichen.
Fantana Ratazara hat geschrieben:zu 3b)
Wer ist die Alternative zu Chayka? Sie ist ohnen de facto Herrscherin der Region, da sie ihre Horde befehligt. Wer würde es schaffen ihre Horde zu besiegen?
Die Alternative zu Chayka ist nicht gerade klein. Ein beliebiger Adliger oder Held, welcher an der Befreihung maßgeblich Anteil hatte, ein beliebiger anderer Adliger, der Druide - eigentlich so ziemlich jeder, der kein Feind des Reiches und von Mitgliedern des Paktes von Al'Zul war, wäre geeigneter. Ja sie kontrolliert mit ihrer Horde das Land. Aber bei entsprechendem Einsatz ihrer Horde lassen sich die 450 Leute in der einen oder anderen Schlacht deutlich reduzieren. Und schlägt man der Bande den Schädel ein - in diesem Falle Chayka - dürfte diese sich recht schnell in kleinere Gruppen auflösen - In erster Linie ist es Chaykas Stärke, welche die Truppen zusammenhält. Bei genügend Verlusten und ohne Kopf sollte die Bande besiegbar werden. Und mal ehrlich : Nach Todeswall und mehreren Hundert Untoten soll ausgerechet eine Bande Wilder ein unbesiegbares Problem darstellen ?
Und ich bin auch ziemlich sicher, dass sich mit ein paar Adligen aus der Rommilyser Mark und der Markgräfin leicht eine Strafexpedition zur Begleichung noch offener Rechnungen ausheben ließe - so man eine solche denn braucht und möchte.
Fantana Ratazara hat geschrieben:Sie hat sich in TvT als Verbündete gezeigt: Ohne die Barbarenhorde war die Schlacht um Al'Zul kaum zu gewinnen (zumindest habe ich es so verstanden).
Sie hat zuvor in VeG und vor allem in MwB gegen das Reich und die Kaiserlichen gekämpft. Und auch in TvT erscheint sie in erster Linie ihrer eigenen Agenda gegen Untote zu folgen und nur in zweiter ihre Verbündeten als solche ernstzunehmen. In TvT erscheint ein Bündnis mit ihr nur zweckmäßig aber nicht stabil. Und ihre plündernde Horde spricht auch nicht für ihre Verlässlichkeit. Die Schlacht um Al'Zul ist auch ohne sie schaffbar, wenn auch schwieriger. Dazu kommt, dass es zu dieser garnicht kommen muss.

Sie mag nach TvT keine direkte Feindin sein, in Seelenernte Meisterinformationen zu: "Seelenernte": sind es aber ihre Leute, die gegen die Ordnung, in die sie Just als Baronin eingebunden wurde, verstoßen und Land und Leute weiter terrorisieren.
Zudem sind noch Feindschaften aus der Rommilyser Mark offen und auch an den Grenzen der Warunker Markgrafschaft plündern und terrorisieren ihre Truppen (Schattenlande). Konsequent wäre allein ein ordentliches Kopfgeld und das Aufreiben der verbliebenen Reste ihres Haufens. Viel kann bei entsprechendem Einsatz bei Altzoll und in der Schlacht von Al'Zul da ja nicht mehr über sein. Es sei denn jemand opfert lieber Ritter und Ordenskrieger als ein paar plündernde Barbaren.

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Re: [MI] Fragen/Disk. zu Träume von Tod

Beitrag von Asacrion » 29.04.2015 15:32

Eine Frage: Das Abenteuer sieht im Grunde zwei Besuche des Todeswalls vor: einen zum Erkunden, den zweiten zum Erobern und Architekten entfernen. Nun hat meine Gruppe den Architekten bereits beim ersten Besuch weggebrezelt (bitte nicht nachfragen, lange Geschichte). Wird der zweite Besuch damit nicht zur Farce? Nach meiner Logik verschwinden mit dem Architekten alle Ranken (das Tor steht also sperrangelweit offen); Dämonen, Verteidigung und Reparaturen werden nicht mehr koordiniert, es herrscht heilloses Durcheinander. Im Grunde kann das Heer nun gemütlich durchreiten. Ist mir aber irgendwie zu einfach. Gibt es noch eine Möglichkeit für die Helden, sich zu beweisen, wenn der wirklich harte Gegner bereits weg ist? Habe ich etwas übersehen? Anregungen nehme ich dankbar entgegen!

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Re: [MI] Fragen/Disk. zu Träume von Tod

Beitrag von Brandolin » 29.04.2015 16:02

@Asacrion : Wenn der "Architekt" bzw. der Instandhalter vernichtet wurde, bricht ob seines Zusammenbruches das gesamte Bauwerk in sich zusammen. Nur seine Ranken und die Baudämonen und Golems halten es aufrecht.
Wenn die Helden also schon beim ersten Besuch das Herz des Walles vernichten, stürzt beim ersten Besuch der Wall in sich zusammen und der Sieg wurde errungen.
Und warum müssen sich die Helden, nachdem sie den Wall des Todes, an dem ein ganzer Orden mehrfach schon scheiterte, vernichteten, sich noch weiter beweisen ?

Der Wall brach in sich zusammen und so die Helden es hinaus geschafft haben, haben sie verdient diesen Abschnitt erfolgreich bestanden. Also ja - Das Heer kann an dieser Stelle "gemütlich" die Grenze überschreiten und vorrücken. Als einzige Herausforderung bleibt der bisher uneingesegnete und von jeder Menge Geistererscheinungen heimgesuchte östliche Teil des Schlachtfeldes der dritten Dämonenschlacht.
Aber eigentlich ist das Kapitel abgeschossen.

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Re: [MI] Fragen/Disk. zu Träume von Tod

Beitrag von Asacrion » 29.04.2015 16:41

@Brandolin: Vielen Dank! Ich hatte Seite 43 anfangs so verstanden, dass TEILE des Wall einstürzen und nicht alles. Beim zweiten Lesen (und nachdem ich mein Misstrauen gegenüber der Struktur des Abenteuers unterdrückt habe) wirkt Deine Lesart wollkommen einleuchtend. Danke nochmal!

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Re: [MI] Fragen/Disk. zu Träume von Tod

Beitrag von Sumaro » 30.04.2015 17:41

Ja, der Architekt, eine weitere fragwürdige Kreatur der DSA-Historie. :censored:

Bei mir waren unter dem Wall trollische Stelen, die durch Borbarads Einwirken nicht umgestaltet sondern quasi in ihrer Bedeutung verzerrt wurden (ähnlich wie Rhazzazzor es im JdF macht). Meine Helden musste in einem Ritual die Glyphe des Borbarad entfernen. Kein komischer Blutblatt-Daimonid, der mal eben zusammengebastelt wurde.
Sumaros kleine Schreibstube: Eure Ideen in Worte gefasst. Schaut rein!

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Re: [MI] Fragen/Disk. zu Träume von Tod

Beitrag von Fantana Ratazara » 18.08.2015 15:05

Moin moin zusammen,

ich wollte meinen Beitrag im Bewertungsthread zu „Träume von Tod“ platzieren. Da ich mir sicher bin, dass ihn dann ein Moderator sowieso hierher verschoben hätte, schreibe ich ihn gleich hier rein.

Ich nehme dabei Bezug auf Brandolins Bewertung:
http://dsaforum.de/viewtopic.php?f=36&t ... +#p1501200

Ich stimme in manchen Teilen mit Brandolins Einschätzung überein, komme in einzelnen Punkten aber zu differenten Bewertungen.
Brandolin hat geschrieben:Für die Vorderseite bietet der Band dann fast ein Dutzend Seiten teils kreative Anregungen zur Ausgestaltung, teils ewige Tabellen mit Analyseergebnissen. Hier merkt man schon, dass eine Gruppe ohne wenigstens einigermaßen kompetenten Analysemagier oder Geweihten mit entsprechenden Liturgien höchst aufgeschmissen ist und höchstens ein Drittel der Informationen zusammengetragen bekommt.
Stimmt Punkt
Hier müsste jeder Meister entweder einen Analysemagier in der Gruppe haben (hat halt nicht jeder), oder den Helden einen entsprechenden NSC mitgeben (blöde Lösung) oder mit entsprechenden Artefakten arbeiten (fauler Kompromiss) oder auf eine Menge Infos für die Helden verzichten.
Brandolin hat geschrieben:Nicht dass die Golgariten schon ein paar Jahre vor dem Wall und am Gebirge sitzen und schon das eine oder andere Mal letzteres überstiegen hätten und es entsprechend kennen sollten.
Das wäre tatsächlich anzunehmen, ist jedoch für einen kreativen Meister nur ein kleines Problem: Ich könnte z.B. einfach als Fakt vorgeben, dass die Golgariten die Gegend im Süden des Walls sehr gut kennen und eben keinen Weg drumherum gefunden haben. Die Helden sollen nun im Norden suchen. Oder Umgekehrt. Ist ja völlig beliebig.
Hinzu kommt, dass es unter den Golgariten zwar Boron-Geweihte gibt (es gab ja auch temporäre Teilerfolge bzgl. der Entdämonisierung des Walls), aber eben keine Analyse-Magier.
Auch hier gilt: Gernot von Mersingen ist (als Pragmat) schon lange dafür bekannt, dass er Spezialisten für Missionen anheuert, bei denen seine eigenen Ordens-Leute überfordert wären. So ein Ordens-Kodex hat auch Nachteile und Gernot kennt die Grenzen der Fähigkeiten von seinen Golgariten.
Nur weil jemandem diese Setzung missfällt, ist das Abenteuer deshalb nicht schlechter…
Brandolin hat geschrieben:Dann wenn alles um sie herum einstürzt und Quader über Quader in sich kollabieren, sollen sie es aber wiederhinaus schaffen und dies durch einen sich verändernden Todesparcours.
Jep, Zustimmung von mir. Wie kann man das als Meister lösen? Transversalis ist riskant, da hat Brandolin Recht. Kann auch nicht jeder Magier. Ich würde es auf jeden Fall als spannende Limbusreise und nur ganz knapp erfolgreich gestalten, wenn ich das meistern würde: Denn aufgrund eines einzelnen Würfelwurfs würde ich nicht die Gruppe killen…
Ein Luftdschinn, der die Helden rausträgt, sollte schnell genug sein können. Paralü oder Fortifex und dann einen Weg durch den Schutt wühlen? Leib des Erzes? Mehr Ideen habe ich gerade nicht dazu. Aber ohne Magie wird es echt schwierig…
Brandolin hat geschrieben:Dennoch wird im Abenteuer die Option mit einer alten Feindin der Rommilyser Mark (und sicherlich auch der Warunker Mark) anzubändeln, nicht nur möglich sondern auch offiziell gef[ö/o]rdert.
Meisterinformationen zu: "MwB/TvT": Am Ende wird Chayka Gramzahn sogar Baronin…
Und auch mit einem Reichsverräter darf ganz pragmatisch zusammengearbeitet werden.
[…]
Sicherlich eine Geschmacksfrage, aber mit den beiden Punkten ging der erste Stern endgültig verloren.
Gernot von Mersingen wird stets als Pragmat und der weltlichen Politik gegenüber offen dargestellt, das ist nicht neu und daher nicht diesem Abenteuer anzulasten. Da ist ein Bündnis mit früheren Feinden eben nicht undenkbar.
Das Prinzip „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“ kann man scheiße finden, dann findet man aber verdammt viele DSA-Abenteuer scheiße (z.B. müssen die 7G ebenfalls dem Prinzip folgen und viele Verfeindete einen)!

Chayka wurde von Anfang an als Gegnerin von Lucardus von Kemet aufgebaut. Und auch die Tatsache, dass Gernot schon zuvor gute Kontakte zu Leomar vom Berg und den Waldlöwen unterhielt, ist als MI schon gesetzt gewesen. Letzteres ist für mich logisch, da sich beide als Veteranen und verdiente Kämpen des Mittelreichs kennen und schätzen und ja auch Leomar durchaus zur Befriedung der Wildermark beigetragen hat (Stichwort: Märkische Schlacht). Ich finde es schade, dass immer nur auf seinen Verrat hingewiesen wird (und nicht auf sein Verdienste, siehe Stichwort oben und z.B. Dritte Dämonenschlacht), verstehe aber auch sehr gut diejenigen, in deren Spielrunden er eben als Reichsverräter zur Hassfigur wurde (obwohl auch im Jahr des Feuers seine Entscheidungen aus seiner Perspektive nachvollziehbar waren).
Leomar ist und bleibt halt eine tragische Figur, da kommen nicht alle auf einen Nenner.
Dennoch kann dieses Abenteuer gerade aus dieser Konstellation ganz viel Reiz ziehen, wenn man solcherart Ambivalenz mag und graue Charaktere und graue Entscheidungen. Loyalitätskonflikte und „moralische Flexibilität“ werden bei uns sehr geschätzt. Alles und alle und für immer in gut/böse oder schwarz/weiß zu definieren empfinden sicher viele auch mal als langweilig.
Selbst die Kaiserin kann nicht immer nur die Entscheidungen treffen, die sie möchte, sondern muss Kompromisse eingehen: Chayka als Baronin ist in manchen Runden kniffelig, aber macht doch nur deutlich, dass zur Politik solche Kompromisse dazugehören. Aus Feinden so Verbündete zu machen, ist doch im Zweifel sogar das Sinnvollste, was man machen kann (siehe 7G).
Brandolin hat geschrieben:Danach wird in der Stadt und dann auch in der Umgebung aufgeräumt. Bei Ersterem gibt es zwar viel zu tun und einige Erfolge, dennoch müssen den Helden aber einige Bösewichter durch die Lappen gehen, werden sie unsäglich unter Plotschutz gestellt und für die Zukunft konserviert.
Von welchen relevanten Bösewichtern sprichst du? Ich kann diesen Punkt in keinster Weise verstehen. Ein untergetauchter Borbarad-Hohepriester und ein paar Gilden-/Zunftmeister aus Altzoll sind doch völlig irrelevant! Zumindest im Vergleich mit Arnhild, Tykran, Corina u.s.w. und später auch noch Lucardus. Da darf man als Meister mal aus dem Vollen schöpfen und fast sämtliche Köpfe abschlagen, und da meckerst du darüber, dass er nur fast alle sind??? Bei welcher Eroberung wurden/werden denn alle Besiegten hingerichtet? Für die Zeit danach braucht man immer auch Leute für den Wiederaufbau. Sogar Kollaborateure.
Brandolin hat geschrieben:Der zweite Plot führt die Helden auf Burg Mersingen, wo sie der Spaltung des Golgaritenordens zuschauen dürfen. Klar können sie verhandeln und zumindest temporär ein paar Fugen kitten, nachhaltig ist dies jedoch nicht und entscheidet höchstens über ihre Streitmacht bei der letzten Schlacht mit. Denn die Risse, die man für den Orden der Golgariten setzen möchte, sind eh nicht aufhaltbar, die anderen bügelt der Abenteuerausgang weg. Sodass das ganze Gerede eigentlich nur BlaBla und Heldenbeschäftigung wie Spielerverarsche darstellt.
Das immer gleiche Problem, wenn man ein Abenteuer spielt, das Auswirkungen auf das offizielle Aventurien hat. Durch die Handlungen der Helden kommt es deshalb ja in vielen Gruppen dazu, dass das offizielle Aventurien vom eigenen etwas abweicht. Das ist unvermeidbar. Wenn man nicht den Mut dazu hat, von offiziellen Setzungen abzuweichen, dann spielt man eben genau den Plot. Aber wer sich darüber beschwert, verkennt meiner Meinung nach die Realität und spielt das falsche System: Dann Finger weg von DSA, denn hier gibt es einen Metaplot. Ich finde es heuchlerisch, ein offizielles Abenteuer zu spielen und dann daran zu kritisieren, dass da drin ja Dinge passieren, die man offiziell nicht ändern kann.
Entweder akzeptiert man das so, oder man ändert es halt in seiner Spielrunde ab.
Ich finde Kritik am Metaplot selbst sehr wichtig, aber seine Existenz zu kritisieren gehört nicht in eine Abenteuerbewertung.
Brandolin hat geschrieben:Zudem führen beide Plots zum Erdheiligtum Al’Zul. […} Rein statistisch dürften die Helden nur unwesentlich größere Überlebenschancen bei diesem Unterfangen haben, als beim Magnus Opus des Weltenbrandes vor Wehrheim. Einzig fliegen oder teleportieren stellt hier eine realistische Chance dar, garantiert aber auch kein Überleben.
Auch hierzu: Wenn du eine Garantie für das Überleben deiner Helden haben willst, dann spielst du das falsche System. In Aventurien sterben auch mal Helden. Und wer sich an die Empfehlung hält („Ein Gruppenabenteuer für 3-5 EXPERTEN-Helden“), den kann das im Rahmen der Splitterdämmerung einerseits nicht überraschen, andererseits können es Experten-Helden aber eben auch schaffen, da diese ja normalerweise auch Experten-Fähigkeiten und Experten-Eigenschafts-/Zauber-/Talent-/Liturgiekenntnis-Werte haben. Ich halte Brandolins Kritik in diesem Punkt für ungerechtfertigt. Wem das zu schwierig erscheint, der kann es ja etwas vereinfachen.
Brandolin hat geschrieben:Und damit kommen wir zu der letzten großen Szene und die Helden dürfen zuschauen, wie Lucardus ein wenig heult und dann Borondria absticht. Damit die Rettung nicht zu leicht fällt, macht er dies wenigstens richtig und nutzt ein ordentliches Gift. Und Ablenkung durch Kämpfe kommen auch noch dazu. Besiegbar wird der Erzbösewicht aber erst, nachdem man die Tränenlose – zu deutsch eine kleines Zeit seines Lebens gemobbtes – Mädchen absticht und es damit seiner Bestimmung zuführt, beraubt ihn dies doch kurzer Hand seiner schwarzen Gaben, auch wenn dies nicht ganz nachvollziehbar ist.
Ich hätte mir sehr gewünscht, dass man für Borondria und Lucardus etwas mehr Vorschläge für deren Dialog bekommt.
Es wird im Abenteuer übrigens explizit ermöglicht Borondria zu retten. Die Opferung eines jungen Mädchens durch die Helden fällt für mich wiederum unter wundervoll graue Ambivalenz.
Brandolin hat geschrieben:Was wäre, hätten die Helden die Tränenlose entwendet und anderen Ortes ihrer Bestimmung zugeführt? Welche Auswirkungen hätte das auf den ganzen Al’Zul Teil?
Berechtigte und schwierige Frage: Ich denke, dass man als Meister ihr durchaus in dem Mund legen könnte, dass dies weder die richtige Zeit, noch der richtige Ort sei. Aber wenn ein Held sie vorher unbedingt meucheln muss, dann hätte das tatsächlich Plotsprengungs-Potential. Aber hat es das nicht in jedem Abenteuer mit essentiellen NSCs?
Brandolin hat geschrieben:Was wenn die Helden vor der notwendigen Sternenkonstellation mit ihren Verbündeten außerhalb von Al‘Zul gegen die Belagerer zuschlagen würden?
Da die Schlacht um Al’Zul offiziell gesetzt ist, siehe dazu meine Antwort zum Thema offizielle Setzungen weiter oben. Wenn die Helden zu schnell sind, dann ist das eben entweder so und die Schlacht findet trotzdem statt, nur beginnt sie eben außerhalb des Heiligtums und wird dann dort hinein getragen: Dann müsste Lucardus eben die Tränenlose während der Schlacht ins Heiligtum bringen um sie dort zu opfern. Als Meister fallen mir aber mehrere Möglichkeiten ein, die Helden notfalls auszubremsen, um den offiziellen Plot durchzuziehen, WENN ich das dann so wollen würde.
Brandolin hat geschrieben:Warum sollte ein NSC, der Helden (und dazu nicht ganz unbedeutenden) ständig wieder und wieder vor den Kopf schlägt, mit seinen Geheimnissen davon kommen und nicht bevorzugtes Ziel der Helden werden? Warum plant man einen solchen für offizielle Positionen und stellt ihn unter Plotschutz?
Ich habe das Abenteuer ein paar Mal gelesen, aber ich habe keine Ahnung, wen du meinst… (Falls es um Gernot geht: Siehe weiter unten.)
Brandolin hat geschrieben:Gleiche Frage für eine Kriegsherrin, die gegen Kaiserin und Verbündete des Markgrafen kämpfte und diesen sicherlich nicht wenige Verluste zuführte? Wie kann man so eine Person offiziell unter Plotschutz stellen und sogar in Amt und Würden hieven?
Weil es zu spannenden Situationen und reizvollem Rollenspiel führen KANN (siehe meine Ausführungen zu Chakya weiter oben). Man könnte auch hier als Meister einfach den Plot ändern, WENN man das lieber möchte. Oder man lässt die Helden entscheiden und lässt es zu, FALLS die Helden den Plot ändern.
Brandolin hat geschrieben:Wie kann jemand, dem man den Abzug von Streitkräften aus einem strategisch wichtigen Kriegsgebiet zum persönlichen Vorteil und Spaltungsversuche eines Ordens und einer Obrigkeit wie auch eine mögliche Zusammenarbeit mit einem Reichsverräter und einer Feindin/Kriegsgegnerin des Reiches leicht als Hochverrat auslegen kann, für den Posten eines Markgrafen vorsehen werden bzw. diese Person in dieser Position belassen?
Wie kann man eine Kaiserin, die Ritterin aus Überzeugung ist (zumindest mit laut ihrer Beschreibung), einen „Ritter“ in der Position eines Markgrafen belassen, wenn dieser aus eigensüchtigen Motiven die Wehrfähigkeit seiner ihm anvertrauten Markgrafschaft schwächt und sich obendrein auch noch unritterlich mit der Entführung von Kindern auch noch an Schwachen und Wehrlosen vergeht?
So ist Politik manchmal. Es erwischt nicht immer die Richtigen. Und FALLS die Helden es genau so sehen wie Brandolin, dann gibt es einen Markgrafen, den sie verachten und der evtl. zum Gegner/Antagonisten/Rivalen taugt.
Na: Also wenn DAS kein Potential für reizvolles Rollenspiel bietet!!!
Gernot habe ich als Meister bisher sympathisch dargestellt, anpackend und pragmatisch, meine Helden mögen ihn: Umso interessanter wird es später, wenn die Helden merken, was er noch so treibt…
Rohaja ist auf Leute angewiesen, die ihr Reich stabil regieren können. Oder er weiß um eine Leiche in ihrem Keller. Oder es gibt schlicht keine bessere Alternative. Oder aber man ändert es einfach und im eigenen (inoffiziellen) Aventurien ernennt Rohaja einen der Helden aus dem Jahr des Feuers oder einen Rabenmund oder sonstwen zum Markgrafen.

Ich stehe auf Konstruktivität und mache mal einen Aufschlag:

In eine Boron/Targunitoth-Kampagne gehören schicke Prophezeiungen und es sollte angemessen mystisch zugehen. Ich fand die Visionen aus dem Abenteuerband teilweise recht gut (Orakel der Nacht), andere unpassend oder wenig hilfreich (eigentlich alle anderen). Daher habe ich eine eigene Prophezeiung geschrieben und mich dabei von der "Prophezeiung der letzten Tage" aus dem AB162 inspirieren lassen. Dabei hatte ich das Ziel, "Träume von Tod" und "Seelenernte" miteinander zu verbinden, da wir die Kampagne direkt zusammen spielen.

Deshalb ist in meiner Prophezeiung die Handlung aus "Seelenernte" mit enthalten und sie endet mit dem Schicksal des Dämonensplitters. Besagte Prophezeiung ist aus Niobara von Anchopals Feder und ich habe im Rahmen unserer Vorabenteuer ("Tag der Jagd", "Geisterjahrmarkt" und "Nacht der Krähen") das Mystische sehr stark in den Vordergrund gestellt (im Hesindetempel gab es Infos über Nemekath und den Streit der Totengötter in den Dunklen Zeiten sowie über die Gebeinhöhlen des Nirraven und danch einen Besuch der Helden in Sancta Boronia mit den berühmten 3 Prüfungen).

Hier geht es zu meiner Prophezeiung:
http://dsaforum.de/viewtopic.php?f=5&t=40878

Dabei fällt mir ein:

Wie konnte man bloß in einer Boron/Targunitoth-Kampagne SANCTA BORONIA vergessen?!?!?!?

Jedenfalls habe ich einen der Helden aus meiner Gruppe direkt in die Prophezeiung eingearbeitet, damit eine persönliche Note reinkommt. Er wurde von Bishdariel ausgewählt, um im Streit der Totengötter die Tränenlose zu finden und zu erlösen und auch um sich um den Dämonensplitter zu kümmern.
Zuletzt geändert von Fantana Ratazara am 19.08.2015 10:44, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: [MI] Fragen/Disk. zu Träume von Tod

Beitrag von Pack_master » 18.08.2015 16:04

Da muss ich in weiten Teilen zustimmen. Gernot von Mersingen ist durch und durch Politiker, der strebt ja eigentlich schon die "offizielle" Markgrafschaft an während er noch Großkomtur ist. Und sich mit dem Nicht-ganz-so-Feind gegen den Erzfeind verbünden ist auch irdisch seit unzähligen Jahrtausenden so Gang und Gebe, und wird sich ach in zukünftigen Jahrtausenden nicht ändern. Die Sieger teilen sich die Beute und ignorieren sich danach wieder. Dass von mersingen ein Arsch ist, ja so ist das nunmal. Aber der Mann ist erst Großkomtur und dann Markgraf, das ist nunmal eine Liga der man nicht an den Karren fahren kann ohne danach ein Stockwerk höher zu hängen.

Brandolin
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Re: [MI] Fragen/Disk. zu Träume von Tod

Beitrag von Brandolin » 18.08.2015 18:31

Moin,

ich fange mal an, weiß aber nicht, ob ich jetzt alles zu kommentieren bzw. klarer zu stellen schaffe. Richtig ist, dass manches in meiner Abenteuerbewertung auch ob des eh schon sehr ausufernden Textes zusammengekürzt wurde.
Vielleicht bietet es sich hier an, ein paar Sachen etwas zu konkretisieren oder zu fokussieren.
Die Zitate bitte ich jetzt schon zu entschuldigen, doch ersparen sie viel indirektes Geschreibe und sollen nicht den Beitrag auseinandernehmen oder sizieren.

Los gehts :

@Auskundschaftung des Gebirges :

Es ist korrekt, dass die Golgariten nicht unbedingt mit Analysemagiern und echten Heldengruppen reich bestückt sind und ihre Mitgliederzahl doch auch überschaubar ist. Beides spricht dafür, dass der Orden noch nicht jeden Schleichpfad kennt. Dies ist aber eigentlich nicht meine Kritik.
Hinzu kommt ein Punkt, den du selbst gut herausarbeitest :
Fantana Ratazara hat geschrieben:Auch hier gilt: Gernot von Mersingen ist (als Pragmat) schon lange dafür bekannt, dass er Spezialisten für Missionen anheuert, bei denen seine eigenen Ordens-Leute überfordert wären. So ein Ordens-Kodex hat auch Nachteile und Gernot kennt die Grenzen der Fähigkeiten von seinen Golgariten.
Nur weil jemandem diese Setzung missfällt, ist das Abenteuer deshalb nicht schlechter…
Und gerade, WEIL der gute (räusper hust) Gernot ein seit langem als pragmatisch und Spezialisten anheuernd bekannt ist, komme ich überhaupt erst zu meiner Kritik.
Die Golgariten hocken seit fast oder gar gut nem Jahrzehnt am Wall. Seit 1029BF sogar als Herrschaft. Seit damals ist Gernot "Chef" und seit damals ist er pragmatisch und nutzt Spezialisten. Es gab (temporäre) Erfolge, zu denen sicherlich auch Spezialisten beigetragen haben. Aber 10 Jahre Nutzung von Spezialisten und man steht quasi bei Null ? Ernsthaft ? Und genau das ist meine Kritik.
Der Auftrag "Geht mal nen Weg für ne Armee suchen." ist in meinen Augen einfach schwachsinnig und unglaubwürdig. Die hatten 10 Jahre zu suchen, die hatten vielleicht auch nur die Hälfte davon Spezialisten dazugezogen um sowas zu finden.
Dass das Abenteuer diesen Auftrag bzw. Aufhänger trotzdem bringt, ist nach meinem Dafürhalten ein handwerklicher Makel und schlicht unglaubwürdig oder aber vorsätzlich und dann die einen NSC unfähig schreibend.
Was hätte gegen "Es gibt, wie wir ziemlich sicher wissen keine für größere Truppenverbände nutzbare Wege durch die Gebirge. Wir können euch durchschleusen oder Euch Routen weisen. Euer Auftrag ist es, auf der Rückseite des Walls Schwachstellen zu finden, über die wir bzw. Ihr ihn von hinten überwinden können. Außerdem brauchen wir Informationen über die Feindesbewegungen und Abwehrmaßnahmen hinter dem Wall. Nicht dass wir gleich mit einem Gegenangriff konfrontiert werden." Gleicher Plotweg, gleiche Herausfoderungen, aber kompetente und weitsichtige NSCs.

@Flucht aus dem einstürzenden Wall :
Fantana Ratazara hat geschrieben:Ich würde es auf jeden Fall als spannende Limbusreise und nur ganz knapp erfolgreich gestalten, wenn ich das meistern würde: Denn aufgrund eines einzelnen Würfelwurfs würde ich nicht die Gruppe killen…
Ein Luftdschinn, der die Helden rausträgt, sollte schnell genug sein können. Paralü oder Fortifex und dann einen Weg durch den Schutt wühlen? Leib des Erzes? Mehr Ideen habe ich gerade nicht dazu. Aber ohne Magie wird es echt schwierig…
Ein Transversalis halte ich für bestenfalls Selbstmord. Eine Limbusreise, die ein eigenes Abenteuer in dem Bereich darstellen dürfte, ist sicherlich eine der besseren Herangehensweisen.Leib des Erzes dürfte wegen der dämonischen Pervertierung und den UnHumusanteilen schwierig bis erfolglos werden. Ein Luftdschinn mag zwar schnell genug sein, doch ob der Weg noch existiert oder ob überhaupt ein Weg nach draußen existiert ? Das wird schon weit spannender. Wir erinnern uns, es wird ständig und bösartig umgebaut und manches stürzt schneller und manches langsamer ein. Der Paralysis mag vor etwas herabstürzenden retten, aber nicht vor dem Druck und den Massen nach dem entsteinern. Und der Fortifex hält bestenfalls für Minuten.
Eine Musterlösung habe ich also selbst noch nicht. Mein NSC/SC-Magier wird eine Kombo aus Paralysis, Transversalis und Gardianum überlegen. Sein Leben aber wohl eher ungern darauf verwetten. Vielleicht gibt es noch ein One-Time-Artefakt mit einer Art Schwarzen Pforte im Handtaschenformat.

@ Leomar :
Das Gernot pragmatisch genug für einen solchen Zug zum Bündnis mit Leomarist - geschenkt.
Dass Leomar wieder nur helfen, sich aber nicht reinwaschen darf - bedauerlich.
Hierfür können die Autorinnen wohl weniger als jene, die ihnen diese Vorgaben machten.
Der Schritt Leomar nach seiner zweiten Hilfestellung für das Reich wenigstens als Sternchen frei zu geben, so dass er die Begnadigung nach einem Bußgang zugestanden bekommen hätte, wäre doch durchaus möglich gewesen. Aber stattdessen Meisterinformationen zu: "DvL": wird er unwürdig erwischt, gefangen genommen und entwürdigt nach Gareth geschleift, um einmal mehr Meisterinformationen zu: "SM": die Mittelreichische Metropole irgendwie zu retten. Das ist einfach ausgesprochen mäßiger Erzählstil. Vor allem so gähn, dass wohl jede Spielrunde was besseres und für die eigene Gruppe passenderes daraus hätte selbst bauen können. Das ist keine Schwäche des Abenteuers, sondern der Metaplotvorgaben. Aber diese wirken sich eben auf das Abenteuer aus, so dass es besser gewesen wäre, hätte man die Figur einfach beflissentlich ignoriert oder aber wirklich den Spielgruppen freigegeben.

@Chayka :
Meine Kritik geht weniger darum, dass ein NSC auf die Idee kommt. Meine Kritik zielt darauf ab, dass die Autorinnen scheinbar nicht einmal darüber nachgedacht haben, was passiert, wenn Helden (vor allem nicht ganz machtlose) Chayka "allein" erwischen. Und dass es kaum einen echten Weg um diesen leidlichen NSC herum gibt. Da geht es mir auch weniger um das Prinzip "Der Feind meines Feindes ist mein Freund." als um die Basis einer jeden echten Allianz, eines echten Paktes : "Der Feind meines Freundes kann nicht mein Freund sein." Und spätestens, wenn die Wahl zwischen der Freundschaft zweiter reichstreuer Markgrafschaften und einer unzuverlässigen Barbarenprinzessin, die die Feindin meiner Herrin (Kaiserin) und meiner Alliierten (Rommilys und Warunk) ist, sollte ein pragmatisch veranlagter im Grundsatz angeblich ritterlicher Befehlshaber klar seinen Standpunkt kennen. Pragmatismus hin oder her.

Hätte es nach dem Abenteuer oder im Ausblick entsprechende Konsequenzen im Pakt von Al'Zul gegeben, wäre meine Kritik weit schwächer an diesem Punkt ausgefallen. Aber die Feindin der Kaiserin, die Feindin der Rommilyser Mark, die Feindin der Warunker Mark, wird Baronin in der Rabenmark. Wie soll das zusammenpassen ? Und selbst ist der Markgraf prgamatisch, seine ritterliche Alliierte und seine ritterliche Kaiserin sind dies weit weniger. Und eine Barbarenprinzessin und ihre 50 Muskelpakete sind durchaus ein (auf)lösbares Problem.

Wenn die Chars kein Problem haben, mit Chayka nun plötzlich zusammen zu arbeiten, ist doch alles gut. Wenn der pragmatische Gernot, kein Problem damit hat, ist dies auch ok. Aber spätestens bei Swantje und der Kaiserin oder bei Helden, die in MwB Teile ihrer Gefolgsleute und vielleicht auch einige ihrer Liebsten durch Chayka und ihre Barbaren haben sterben sehen, könnten vielleicht weniger pragmatisch sein. Und darauf geht das Buch eben mit keiner Silbe ein. Dies empfinde ich inkonsequent und vor allem als Verrat an den gerade neu aufgebauten Gesichtern der Provinzen.
Fantana Ratazara hat geschrieben:Selbst die Kaiserin kann nicht immer nur die Entscheidungen treffen, die sie möchte, sondern muss Kompromisse eingehen: Chayka als Baronin ist in manchen Runden kniffelig, aber macht doch nur deutlich, dass zur Politik solche Kompromisse dazugehören. Aus Feinden so Verbündete zu machen, ist doch im Zweifel sogar das Sinnvollste, was man machen kann (siehe 7G).
Kompromiss oder Sinnvoll hätte ich es empfunden, hätte die Kaiserin (vielleicht auf Bestreben der Helden hin) Gernot gesagt "Ich werde Euch als Markgraf trotz all Eurer Defizite bestätigen. Aber kümmert Euch um ein für alle Male um die Barbarin, Sie ist ein Dorn Fleische des Reiches und wird die Region nicht zur Ruhe kommen lassen. Zwingt mich nicht, selbst Weisung zu geben." Und bei sowas hätte sie sicherlich nicht nur die beiden Marken und den geschlossenen Altadel des Reiches hinter sich stehen.

@Altzoll :
Fantana Ratazara hat geschrieben:Von welchen relevanten Bösewichtern sprichst du?
Da werde ich die Tage noch einmal reinschauen müssen, da dies zulange her ist. In meiner Erinnerung sind aber einige wesentliche Personen entkommen bzw. unglaubwürdig untergetaucht.
Die Hinrichtung aller Leute oder auch nur aller Kollaborateure halte ich auch für ausgesprochen übertrieben und würde dies auch niemals fordern. Dass aber konsequent und entschieden auch mit möglichem Aufwand jedem Paktierer und Diener des Namenlosen nachgestöbert wird, halte ich für das Minimum. Und eine gründliche Befragung aka. Verhör mit Prüfung aller Einwohner erwarte ich schon als Minimum, und eher ein an die Persilscheine orientiertes Verfahren als eine Generalamnestie.

@Golgariten-Plot :

Du verkennst meinen Kritikpunkt und vielleicht habe ich ihn auch nicht sauber herausgearbeitet.
Wenn man die Golgariten von A nach B entwickeln möchte, dann kann man dies relativ kompakt mit einem Bericht im Boten, mit einer Kurzgeschichte oder mit einer Information eines Zeugen an die Helden abhandeln und vollziehen.
All dies geht ohne Einbeziehung der Charaktere und der Spieler. Dies sind saubere Verfahren, die teilweise sogar in einem Abenteuer Einfluss haben können.

Wenn ich aber Spielercharaktere, die noch nicht einmal alle Ordensmitglieder sind, in den Prozess der inneraventurischen Entwicklung einbinde, muss ich deren Ausgang frei gestalten oder zumindest so frei gestalten, dass die Bemühungen der Charaktere und deren Spieler einen erkennbaren Nachklang und eine deutliche Auswirkung haben können. Charaktere und über diese die Spieler einzubinden und alles von diesen Erkämpfte und erreichte dann mal beflissentlich ohne weiteren Einfluss umzugestalten, halte ich hingegen für eine Missachtung der Spielerbemühungen und für eine inakzeptable Unart.

Es wäre besser gewesen, dass das Ergebnis entweder vor dem Eintreffen der Helden schon feststeht oder die Helden an den Gesprächen nicht häten teilnehmen dürfen.
So aber wird etwas thematisiert, wo der SL noch sehr viel Arbeit zur Aufbereitung hineinstecken muss, nur um am Ende seinen Spielern zu erklären "Eure Bemühungen waren ja schön und gut, aber am Ende kam was anderes heraus. Aber seid froh, ihr habt ein paar mehr Kämpfer dabei gehabt..."

Und das ist meine Kritik am Handwerklichen und deshalb am Abenteuer.

Es wurde dafür relativ viel Platz anberaumt und auch genutzt, den man deutlich hätte straffen können. Die golgariten tagen hinter verschlossenen Türen, ein NSC kommt immer mal wieder heraus, die Helden können die sie betreffenden belange mit den NSCs behandeln, aber was im Orden abgeht, bleibt bis zum letzten Spruch im Orden. (Nur um mal eine Variante aufzuzeigen, wo Spielern weniger als Dank für ihre Bemühungen vor den Kopf gestoßen wird.) Und dies hat auch garnichts mit Metaplot, offiziellen Aventurien oder mit dem Abweichen von diesem zu tun. Die gesamte Episode ist einfach nur zu kurz gedacht.

Überleben bei Al'Zul :
Fantana Ratazara hat geschrieben: Auch hierzu: Wenn du eine Garantie für das Überleben deiner Helden haben willst, dann spielst du das falsche System. In Aventurien sterben auch mal Helden. Und wer sich an die Empfehlung hält („Ein Gruppenabenteuer für 3-5 EXPERTEN-Helden“), den kann das im Rahmen der Splitterdämmerung einerseits nicht überraschen, andererseits können es Experten-Helden aber eben auch schaffen, da diese ja normalerweise auch Experten-Fähigkeiten und Experten-Eigenschafts-/Zauber-/Talent-/Liturgiekenntnis-Werte haben. Ich halte Brandolins Kritik in diesem Punkt für ungerechtfertigt. Wem das zu schwierig erscheint, der kann es ja etwas vereinfachen.
Wieder verkennst du den eigentlichen Punkt meiner Kritik. Mir geht es nicht darum, dass Helden sterben können. Das kommt in meinen Runden auf jedem Niveau immer mal wieder vor. Es geht auch nicht darum, dass keiner der Helden steben soll. Es geht um den Aufbau der Szene. Und der ist in meinen Augen genauso unbefriedigend, wie damals das Magnusopus des Weltenbrandes vor Wehrheim.

Wenn bei einem Spieler das Gefühl aufkommt, dass sein Charakter trotz Expertenfähigkeiten und vielleicht gar maximaler Vorbereitung nur überlebt, weil der SL seine Würfel dreht oder eben extrem einfacher macht, dann läuft an der Szene etwas falsch. Dann hätte es mehrere Möglichkeiten gegeben, das besser, richtiger zu machen. Einmal die Variante Helden stehen nicht im Zentrum des Sturmes, oder aber für sie gilt aus einem plausiblen Grund eine andere Auswirkung.
Sicher gibt es noch mehr Möglichkeiten, aber dies seien mal zwei ganz einfache als Beispiel.
Variante A) Die Helden werden vom Heiligtum nicht so hart und höchstens versehentlich mit erwischt --> Die Bösen bekommen deutlich übler aufs Maul (Grund : Die Helden sind erkennbare Feinde des Angreifers, Haben bereits Fürsprecher/Vermittler/...
Variante B) Es gibt einen Weg, dass die Helden da nicht rein müssen.

Wenn ich in Wehrheim damals für mehrere IT Stunden alle paar KR einen TP-Wurf würfel, der leicht viele Rüstungen knackt, glaubt mir kaum ein Spieler, dass sein Held das realistisch überlebt. Latschen die Helden durch einen Quasi Pandaemonium in dem noch mehrere Wesenheiten rumspringen und viel Schaden verteilen, glauben sie mir auch in schwerer Rüstung mit Armatrutz drauf nicht, dass sie das überleben. Zumal Zauber oder Wunder gegen den Spaß ja auch nicht wirklich helfen.
Das ist meiner persönlichen Auffassung nach sehr schwache handwerkliche Umsetzung. Und dies kritisiere ich. Nicht dass Helden mal sterben können oder es schwer wäre, sie eben nicht sterben zu lassen.

@Das Ende :
Fantana Ratazara hat geschrieben: Ich hätte mir sehr gewünscht, dass man für Borondria und Lucardus etwas mehr Vorschläge für deren Dialog bekommt.
Diesen Wunsch teile ich.
Fantana Ratazara hat geschrieben:Es wird im Abenteuer übrigens explizit ermöglicht Borondria zu retten.
Ja, aber dies hat null komma keine Auswirkung. Weder auf den Orden, noch auf sonst was. Man hat eine zu nichts zugebrauchende Alt-Ordensgroßmeisterin. Da ist der Mehrwert zu nicht gerettet tot in meinen Augen vernachlässigbar.
Und wie ich schon schrieb, wenigstens kann sie sterben, weil jemand mal nachgedacht und nicht den Standardfehler wiederholt hat.
Fantana Ratazara hat geschrieben:Die Opferung eines jungen Mädchens durch die Helden fällt für mich wiederum unter wundervoll graue Ambivalenz.
Für mich fällt sie in die Kategorie unnachvollziehbarer Mist. Wenn die Bestimmung des Mädchens ihr Tod ist, dann wird sie sterben und sicher nicht erst in Al'Zul. Dass nicht darauf eingegangen wird, warum sie ausgerechnet da so wirklich sterben muss,... Nunja.
Am schlimmsten finde ich aber die Art, wie es passiert. Ein Ambivalenter oder auch nur pragmatischer oder einfach nur gläubiger Charakter, wird nicht zögern. Theoretisch könnten sich die Helden den ganzen Schlamassel mit dem Eindringen in das Humusheiligtun mit nem guten Schuss oder Zauber sparen...
Das Moralische Dilemma, jemand "unschuldigen" töten zu müssen, zieht doch eigentlich nur bei einer ganz kleinen überschaubaren Anzahl von Charakteren auf hohem Erfahrungsgrad. In einem Einsteigerabenteuer - Klaro. In einem Abenteuer für "Gutmenschen" gerne. Aber in so einem Abenteuer ? Nach all den Zweckhandlungen und all dem Pragmatismus ? Überflüssig wie ein Gropf.
Zumal ich die Auflösung des Plots um die ringenden Toten- und Traumgötter eher mau ja enttäuschend trivial finde.
Fantana Ratazara hat geschrieben:
Brandolin hat geschrieben:Was wäre, hätten die Helden die Tränenlose entwendet und anderen Ortes ihrer Bestimmung zugeführt? Welche Auswirkungen hätte das auf den ganzen Al’Zul Teil?
Berechtigte und schwierige Frage: Ich denke, dass man als Meister ihr durchaus in dem Mund legen könnte, dass dies weder die richtige Zeit, noch der richtige Ort sei. Aber wenn ein Held sie vorher unbedingt meucheln muss, dann hätte das tatsächlich Plotsprengungs-Potential. Aber hat es das nicht in jedem Abenteuer mit essentiellen NSCs?
Klar gehen solche Worte. Doch machen sie für den Plot und den Metaplot überhaupt keinen Sinn. Und das ist das Problem dabei.
Fantana Ratazara hat geschrieben:Als Meister fallen mir aber mehrere Möglichkeiten ein, die Helden notfalls auszubremsen, um den offiziellen Plot durchzuziehen, WENN ich das dann so wollen würde.
An diesen Ideen mangelt es bei mir im Zweifelsfall sicherlich auch nicht. Mit der Frage habe ich eher kritisiert, dass im Abenteuer zwingend zwei Dinge zusammen gebracht werden, die miteinander eigentlich nicht wirklich was zu tun haben. Und es schmeckt eben wieder nach zurecht geschriebener Dramatik der Rettung/des Eintreffens in letzter Sekunde. und irgendwann ist sowas einfach ausgelutscht. Zumal es auch vollkommen überflüssig ist.

Fantana Ratazara hat geschrieben:
Brandolin hat geschrieben:Warum sollte ein NSC, der Helden (und dazu nicht ganz unbedeutenden) ständig wieder und wieder vor den Kopf schlägt, mit seinen Geheimnissen davon kommen und nicht bevorzugtes Ziel der Helden werden? Warum plant man einen solchen für offizielle Positionen und stellt ihn unter Plotschutz?
Ich habe das Abenteuer ein paar Mal gelesen, aber ich habe keine Ahnung, wen du meinst…
Welfert von Mersingen
Fantana Ratazara hat geschrieben:Weil es zu spannenden Situationen und reizvollem Rollenspiel führen KANN (siehe meine Ausführungen zu Chakya weiter oben). Man könnte auch hier als Meister einfach den Plot ändern, WENN man das lieber möchte. Oder man lässt die Helden entscheiden und lässt es zu, FALLS die Helden den Plot ändern.
Natürlich KANN ich das. Und das schlimmere daran ist, dass ich es tun MUSS. Eben weil im Abenteuer nicht konsistent gedacht wird. Lieber verbiegt man bis dato interessant gradlinige und aufrechte NSCs. Und das ist aus meiner Sicht heraus bedauerlich und überflüssig.
Fantana Ratazara hat geschrieben:So ist Politik manchmal. Es erwischt nicht immer die Richtigen. Und FALLS die Helden es genau so sehen wie Brandolin, dann gibt es einen Markgrafen, den sie verachten und der evtl. zum Gegner/Antagonisten/Rivalen taugt.
Wenn die (bisher angedachten) Helden das so sehen, wie ich, gibt es einen unbekannt verstorbenen Markgrafen.
Aber darum geht es nicht. Ich sehe es nicht als reizvolles Rollenspielpotential, wenn NSCs wieder und wieder und wieder verbogen werden, um (andere) Lieblingschars von Autoren oder Redakteuren in Ämter zu hieven und dort wieder jeder Glaubwürdigkeit zum Trotze zu halten.

Gernot war der richtige Mann zur Eroberung der Rabenmark - keine Frage. Aber er ist in meinen Augen nach seinen Handlungen und Vorgehen nicht der richtige Markgraf zum Aufbau einer Göttergefälligen Ordnung oder auch nur um für diese Aufgabe in nähere Überlegungen einbezogen zu werden. Viele andere des Hauses sind da weit geeigneter und haben weniger Missgunst erregt.
Fantana Ratazara hat geschrieben:Rohaja ist auf Leute angewiesen, die ihr Reich stabil regieren können.
Sie ist aber auch darauf angewiesen, dass solche Leute ihr die Stange halten. Und warum sollte a) der Pakt von Al'Zul weiter bestehen, wenn Mitglieder Feinde in den Hochadel erheben, b) eine Kaiserin dafür geschätzt werden, solche Leute, die jeder ritterlichen Tugend spotten, fördert (weit kann es dann um ihre eigene Ritterlichkeit ja nicht mehr her sein, und c) der Altadel einmal mehr vor den Kopf gestoßen wird, weil der Markgraf nichts besseres zu tun hat, als seine Sippschaft und Barbaren in Baronswürden zu protegieren.
Fantana Ratazara hat geschrieben:Oder aber man ändert es einfach und im eigenen (inoffiziellen) Aventurien ernennt Rohaja einen der Helden aus dem Jahr des Feuers oder einen Rabenmund oder sonstwen zum Markgrafen.
Hätte man auf Redaktions-(nicht Autoren-)seite den Mut gehabt, die Markgrafschaft zum Wiederaufbau auf X Jahre in Spieler- bzw. SLhand zu geben, wäre das ein echter Gewinn gewesen. Hätte die Kaiserin nach Aufhebung der Traviamark nun auch die Rabenmark aufgehoben und Darpatien als Fürstentum neu begrpündet, hätte sie sich sicherlich eine deutlich dankbarere und loyalere Gefolgsfrau geschaffen. Zumal zu dem Zeitpunkt der Orden von sich aus aus der Politik zurück tritt. Hätte...

LG,
Brandolin

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sagista
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Re: [MI] Fragen/Disk. zu Träume von Tod

Beitrag von sagista » 14.06.2016 00:22

Ich stecke gerade auch in den Vorbereitungen für TvT und ich muss sagen, dass ich deine Ausführungen sehr hilfreich finde, Brandolin.

Ich überlege gerade, wohin die Truppen des Paktes von Al'Zul nach der Erstürmung des Todeswall gehen. Die Golgariten wollen ja weiter nach Altzoll, was ja durchaus Sinn macht. Haben die anderen keine Lust oder was besseres zu tun? Leider habe ich dazu keine weiteren Erklärungen im Band gefunden, ich weiß nur, dass sie sich am Sturm auf Altzoll wenn dann nur sehr begrenzt beteiligen. Das finde ich irgendwie merkwürdig. Denken Bunsenhold, Gilborn und Co, dass den Vorbereitungen des Feldzugs der Kaiserin Genüge getan ist, wenn man den Todeswall abgeräumt hat; den Rest können dann die unfähigen Golgariten erledigen?

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