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Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

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Cifer
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Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Cifer » 22.05.2015 22:35

Moin ihr!
Haffax' letzter Auftritt erscheint mir und einigen anderen als doch etwas... blutleer. Ein kompletter Heerzug nur für einen einzigen Paktbruch und einen Einbruchdiebstahl in ein paar schlechtbewachte Gebäude, um Ritualzubehör zu sammeln? Meh.

Die Art, wie er sich am Ende in den Karfunkel aus der Affäre zieht, finde ich tatsächlich ziemlich charmant, aber dass dieser komplette Schachzug, in der er die Kaiserin massiv ausmanövriert, sonst kein weiteres Ziel hat, wirkt doch etwas seltsam.


Was könnte er also stattdessen wollen? Was will ein Haffax mit seinem letzten Zug erreichen?

IMO wäre es ein denkbares Ziel, das Militär des Mittelreichs zu reformieren. Haffax ist ein Militarist der alten (Wehrheimer) Schule. Ihn stört es, dass Geburt bei der Postenvergabe wichtiger ist als Talent. Die Zerstörung Wehrheims, die Rückkehr zu den personengebundenen Heerzügen der Post-Ochsenblut-Zeit und damit der Zerfall des Reichsheeres muss sein persönlicher Alptraum gewesen sein.

Was wäre also, wenn Haffax gezielt die Schwächen eines solchen Heereswesens aufzeigen möchte? Er sorgt dafür, dass in der Organisation so viel schief geht wie nur möglich, dass sich Verbündete entzweien und Lehenstreue versagt wird (weil z.B. der Vasall gerade ein neugeschaffenes Problem im eigenen Vorgarten mit seinen Truppen bereinigen muss) und Hochadlige, die die Truppen zusammenhalten, ermordet werden. Und gleichzeitig stellt er sicher, dass die Getreuen Stäbe zu Wehrheim die sind, die letztlich die Erfolge gegen ihn einfahren. Die, die das Chimärenheer bei Gareth zerschlagen, die Stadt der Kaiser retten und dafür entsprechend in höhere Positionen aufrücken, von denen aus sie ihre Agenda weiterführen können.
Kurz: Haffax' letzter Feldzug ist ein einziges Argument gegen das neue Heereswesen und sein Monument für die Nachwelt wird der Beginn der Restauration des Reichsheeres (in das gegebenenfalls unter neuen Namen auch der eine oder andere seiner alten Gefährten aus der Fürstkomturei wechseln mag).

Ja, Kanon wird das vermutlich nicht, weil Heldenzeitalter und so weiter. Aber das soll mal hintenanstehen. Was haltet ihr von der Idee? Und was habt ihr für eigene Überlegungen zu einem würdigen Ende des GröHaZ?
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Sumaro
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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Sumaro » 23.05.2015 01:25

Hier kommt es vermutlich drauf an, welche Setzung zu Haffax man überhaupt weitertragen will. Ist sein Pakt mit Asfaloth eine relevante Größe? Ich würde ihn eher nicht so sehen und habe ihn in meinem Hintergrund schon beseitigt. Bei mir wäre das Thema dabei auch viel mehr das Topic des Krieges und des strategischen Genies. Dabei müsste man eben wirklich massiv den ganzen magischen Kram zurückfahren und fast den gesamten Schattenmarschall über den Haufen werfen.
Ich z.B. überlege die gesamte Kampagne umzustricken und bin mir nicht sicher, ob Haffax' Ableben dafür zwingend erforderlich ist. Zwar ist die Sache mit dem Karfunkel keine uninnovative Idee, allerdings eher mäßig aufbereitet. Wollte man sowas tatsächlich machen, wäre ich eher der Meinung, dass man keinen besetzten Drachenkarfunkel nehmen sollte, sondern eher a) einen künstlichen erschaffen, der quasi Haffax Seele aufnehmen kann oder b) einen besonderen finden, der sich eben durch eine gewisse "Seelenlosigkeit" auszeichnet und daher auch nicht einfach so ersetzt werden kann. Damit hätte man zumindest einen Grund, wieso selbst für einen Heptarchen nicht einfach irgendein Drache in Frage kommt, sondern es ein ganz spezieller sein muss.

Sucht man dagegen eher nach Bugfixes für die verschiedenen Logikbrüche, dann ist natürlich ein ganz anderes vorgehen angesagt.
Da mir schon verlorene Lande nicht wirklich gefallen, würde ich aber vermutlich eine komplette Überarbeitung vornehmen, auch um Helme Haffax an meine Vorstellungen anzupassen als NSC (sprich kein Paktierer, philosophischer Borbaradianer, strategisches und logistisches Genie, welcher die soldatischen Tugenden schätzt und fördert). Sein Ziel wäre vermutlich ein Militär-Staat, eine Ordnung mit klaren Strukturen, wo derjenige aufsteigt, der den Willen und die Kraft und das Wissen hat. Eine radikale Umstrukturierung der Gesellschaft des Mittelreichs. Oder zumindest seiner eigenen Herrschaft.

Für mich wäre der Karfunkel übrigens auch eher so ein ziemlich cooler "Fail-Safe", eine letzte Bastion, sollte er sterben, dass er ähnlich wie Rhazzazzor in Karfunkelschlaf fällt, anstatt seine Seele in den Kosmos zu verlieren.
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Brandolin
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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Brandolin » 23.05.2015 08:36

Moinsens,

ich habe mir etwas anderes erwartet und dies ja auch schon ein paar mal geschrieben. Ich sehem im Wesentlichen zwei gänzlich entgegen gerichtete Agenden.

1) Reformation des Heerwesen, Aushebelung und Einschränkung des Feudalsystems

Dafür zunächst eine kurz (sicherlich etwas oberflächliche) Betrachtung seines Feindbildes :
Die Geburt und nicht die Kompetenz dominiert wesentliche Ämter in der Verwaltung und im Heerwesen. Abstammung ist wichtiger als Kompetenz, was zu Stilblüten wie absolut inkompetenten Marschällen führt, welche gerade einmal ein Manöver beherrschen. Dazu kommen lange Befehlsketten von Kaiser/Reichsmarschall über Provinzherr/Marschall über Graf über Baron über Junker zum Ritter und schließlich über den Weibel zum Bauernhaufen. Keine einzige dieser Ebenen ist durch Kompetenz sondern nur durchs Blut, die Geburt ausgewählt und im gesamten System gibt es nur wenig wirklich ausgebildete Kämpfer.
Die Hauptkopfzahl des Systems besteht aus Bauern und Handwerkern, die in dieser Zeit nichts Ernten oder anbauen können und auch nichts herstellen. Die Aushebung und Bereitschaftsherstellung dauert vergleichsweise lang und ist mit großen wegen verbunden.
Am Ende glänzt ein solches Feudalheer durch Masse und nicht durch Klasse.

Und dies sind auch die Punkte, die ein militärisches Genie aufgreifen, ausnutzen und herausarbeiten sollte, möchte er es abschaffen.

Um die Bereitschaftszeit zu reduzieren oder unmöglich zu machen, sollte auf den unteren Ebenen Sabotage betrieben werden. Ein Baron, der in seiner Baronien mit Unruhen, Räuberbanden, marodierenden Söldnern alle Hände voll zu tun hat, folgt nicht dem Ruf seines Grafen während seine Baronie brennt. Ein Graf mit ein bis zwei brennenden Baronien oder wichtigen Eigengütern, kümmert sich um sein Haus und nicht einen Heerzug fern der Heimat.
Entsprechend fand ich die Idee einsickernder Truppen garnicht schlecht, sie war nur bescheiden umgesetzt. Etwa ein halbes Jahr vor dem anstehenden Angriff hätte ich Haffax überall im Reich, je weiter weg, desto besser kleine Einheiten (Ein Hand Elite sollte an den meisten Stellen reichen) marrodierend durchs Feindesland geschickt. Hier eine Mühle, dort ein Hof, ein paar tote Händler, eine Verschwundene Ritterlanze, ...
An anderer Stelle, wo noch stehende Truppen stationiert sind, hätte ich den Regimentern schnelle Erfolge und Ruhe gegönnt.

Die Kaiserin wäre also stark auf die eigene Haus-Feudalmacht und die stehenden Regimenter für ihren Kriegszug angewiesen. Dieser Kriegszug wäre noch immer von einer inkompetenten Führung ausgebremst worden. Gezielte Sabotage auf den Nachschubwegen, vorenthaltene Versorgung im Feindesland, Sabotage bei der unprofessionellen Befehlsweitergabe... All dies hätten störtrupps herausarbeiten können.
Dazu würde so ein Heer vor allem dadurch geschlagen, dass die vermeintliche Übermacht durch das gezielte Auflösen der Landwehreinheiten durch konzentrierte Angriffe (auch ohne Dämonen) in eine unterlegene Position gewendet worden wäre. Zerschlagen der Landwehr und daraus folgendes Umzingeln, dann aber auf den Todesstoß für das Heer verzichten und geordneten Rückzug. Etwas in der Richtung wäre mMn für ein stratgisches Genie angemessen und die Demütigung der Heeresspitze. Womit auch die Moral der Truppe und deren Gefolgschaft zu bröckeln begänne. Das Spiel ein paar Mal bis nach Mendena, gelehrt durch kleine Heimatverteidigungskräfte und die Lektion wäre hoffentlich angekommen.

Der Angriff auf das Mittelreich selbst während das Heer noch tief in Tobrien feststeckt, hätte ich mir anders gewünscht. Eine relativ kleine, zahlenmäßig weit unterlegene aber dafür elitäre Garde rückt an mehreren Stellen ins Reich vor. Die Elitetruppen sind fern und passiert diese Aktion während der Erntezeit, wird es entweder im Folgejahr zu Hungersnöten kommen oder aber keine Gegenwehr vorhanden sein. Eine absolut entdämonisierte Elite sichert einen oder mehrere Landstriche und "beendet" die Räuberplage. Qualität übertrifft Quantität und durch Effektivität.
((Man könnte sogar darüber nachdenken als Spitze der Demütigung der Unfähigen, dem Gegner den kompletten Schlachtplan im Vorffeld mitzuteilen und ihm so aufzuzeigen, dass er die Probleme nicht einmal mit Vorkenntnis beheben könne. Helden hätten aber damit die Möglichkeit die Niederlagen zumidnest an manchen Ort zu reduzieren oder aufzuheben. In der Masse bleibt aber die Vorführung erfolgreich.))
Zuletzt kann Haffax in Ruhe nach Gareth einrücken. Auf die Chimärenarmee würde ich komplett verzichten. Er lässt von seinen Leuten das Zeug, dass er braucht heranschaffen und bricht seinen Pakt in der Pampa, wo niemand zu schaden kommt. Hier decken ihn seine engsten Vertrauten, also militärische Elite und vielleicht ein paar Helden den Allerwertesten, womit der Welt demonstriert, dass ein Eliteheer auch mit soetwas fertig wird.
Danach wird der zurückeilenden Kaiserin ihr "Reich" also die besetzten/Kontrollierten Gebiete freundlich im Heerführertreffen vor der Schlacht überreicht (Wohl eher von den Erben als von Haffax selbst und mit dem Angebot versehen, das Reich künftig zu schützen und effizient zu bewachen.

2) Paktbruch durch Ersatz
Ob soetwas klappt ist eher die Frage, aber es haben ja auch schon Heptarchen vor ihm versucht. Ich kann mir hier mehrere Wege vorstellen :
a) Auslöschung der wichtigsten Zentren des Rondraglaubens und damit Erlangung von Belhalars Unterstützung ohne gleich einen Pakt mit ihm einzugehen. (Perricum, Baburin, Arivor,...)
b) Freikauf durch Opferung entsprechender Tsa-Heiligtümer.
Beides kann durch ein neu erschaffenes Reich auf dem Weg dorthin für seine Gefolgsleute ergänzt werden.
Hier habe ich aber weniger konkrete Vorstellungen.

LG,
Brandolin

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Markus76
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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Markus76 » 23.05.2015 10:29

Was genau bedeutet es denn, wenn die Seele in einem Karfunkel ist?
Ich kenne mich da regeltechnisch/hintergrundtechnisch leider nicht aus.

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Na'rat
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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Na'rat » 23.05.2015 12:02

Cifer hat geschrieben: Was könnte er also stattdessen wollen? Was will ein Haffax mit seinem letzten Zug erreichen?
Die Frage, welche am Anfang stehen sollte, sollte die danach sein, warum Haffax überhaupt erst zum Verräter, Paktierer usw. geworden ist.

Die gängige Deutung ist ja, dass der Mann der alles reicht hatte, mit knapp 60 aufs Altenteil abgeschoben wurde und aus gekränkter Eitelkeit alles verraten hat. GröFaZ und maximale Eitelkeit halte ich für keine sonderlich gelungene Motivation.
Cifer hat geschrieben:IMO wäre es ein denkbares Ziel, das Militär des Mittelreichs zu reformieren.
Deswegen beschäftigt man sich vorher gut 20 Jahre damit das mittelreichische Militär zu vernichten?

Unter dem Gesichtspunkt der haffaxschen Eitelkeit würde da eher passen, dass er das Mittelreich spielend leicht vernichten kann aber es vorzieht es nicht zu tun bzw. als Unsterblicher einfach abzuwarten bis wieder mal der Ork kommt und dann das Mittelreich rettet. Ohne die gesammelten dämonischen Einflüsse könnte das sogar klappen.
Die gesammelten dämonischen Einflüsse, auch und gerade in seinem unmittelbaren Umfeld, setzen Haffax aber unter Zugzwang, aus dem Plan das Mittelreich, erneut, zu demütigen wird der Plan es zu vernichten.
Den Standard-Heptarchenplan hingegen finde ich gänzlich arm.

Das große Problem dabei. Wie den GröFaZ dabei aufhalten und ihn dabei gleichzeitig als GröFaZ inszenieren. In einem größeren Maßstab, räumlich und zeitlich, könnte man sich prima am hannibalischen Krieg orientieren. In dem Hannibal den Gegner meist taktisch deklassierte aber startegisch am Ende nicht niederringen konnte.
Auf Aventurien übertragen, wo Haffax ist ist der Sieg, nur Haffax kann während seiner Kampagne schlicht nicht überall sein. Wenn ihm der Gegner die Entscheidungsschlacht verweigert, gewinnt Haffax zwar jede Schlacht aber verliert den Krieg.
Cifer hat geschrieben: Was wäre also, wenn Haffax gezielt die Schwächen eines solchen Heereswesens aufzeigen möchte? Er sorgt dafür, dass in der Organisation so viel schief geht wie nur möglich, dass sich Verbündete entzweien und Lehenstreue versagt wird (weil z.B. der Vasall gerade ein neugeschaffenes Problem im eigenen Vorgarten mit seinen Truppen bereinigen muss) und Hochadlige, die die Truppen zusammenhalten, ermordet werden.
Haffax hat ganz ähnliche Probleme. Seine Söldnerschwärme und Paktierer sind nur extrem schwer unter Kontrolle zu halten. Seine Truppen halten nicht aus Patriotismus zu ihm sondern aus Geld- und Blutgier, vielleicht auch aus falsch verstandener persönlicher Loyalität ihm gegenüber zu ihm.
Und diese Truppen müssen, ohne jeden strategischen Rückhalt, einen Angriff gegen einen vorbereiteten, verschanzten und zahlenmäßig weit überlegenden Gegner führen, der ihnen gegenüber keinerlei Gnade zeigen wird.

Was dann ein Ansatz sein könnte Haffax seinen Irrtum vor Augen zu führen, dass er die Verkörperung dessen ist was er zu vernichten angetreten ist. Ein Soldat ohne Land, ohne Loyalitäten, dessen einzige Daseinsberechtigung ständiger Krieg ist.
Am Ende dann, wenn Haffax sein Zama erfahren hat, begibt er sich, in einem letzten und ersten Anflug von Größe, Freiwillig in die Hände des Feindes.
Cifer hat geschrieben: Haffax' letzter Feldzug ist ein einziges Argument gegen das neue Heereswesen und sein Monument für die Nachwelt wird der Beginn der Restauration des Reichsheeres (in das gegebenenfalls unter neuen Namen auch der eine oder andere seiner alten Gefährten aus der Fürstkomturei wechseln mag).
Überflüssig, die Entscheider des Mittelreichs wissen was sie verloren haben und haben sich bewusst dafür entschieden. Warum auch immer. Aber damit stellst du die Frage nach der Sinnhaftigkeit so ziemlich aller Setzungen seit dem JdF.
In denen u.a. Weiden, Torbrien und Greifenfurt ganz bewusst auf die Unterstützung des Reiches und seiner Institutionen verzichten und dafür auf die Unterstützung durch Personen bauen.

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Herr der Welt
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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Herr der Welt » 23.05.2015 12:15

Haffax als Erzfeind des Reiches funktioniert nur, wenn er auch eine Bedrohung für das gesamte Reich sein kann und will. Beides ist im Schattenmarschall nicht der Fall: Dort wird (nach dem, was ich bisher davon erfahren habe) sein Bedrohungspotential auf unglaubwürdige Weise herbeigeschrieben und sein Plan ist auf die Rettung seiner Person beschränkt und hat mit irgendwelchen größeren Ideen und dem Mittelreich an sich überhaupt nichts zu tun. Läge der gesuchte Karfunkel in der Dracheneiakademie, wäre der Feldzug ohne Umschweife nach Khunchom gezogen. Die stets so wichtige Bindung Haffax-Mittelreich darf nicht beliebig sein, nicht nach seinem entscheidenden Verrat und der persönlichen Herausforderung Rohajas.

Ich stimme daher grundlegenden dem Tenor hier zu, dass Haffax das Reich - zumindest kurzzeitig - dominieren muss, damit er seine Überlegenheit zeigen kann. Er folgte Borbarad schließlich auch, weil dieser Freiheit all jenen versprach, die willens und fähig sind, sie sich zu nehmen und die sich nicht fremden Idealen unterwerfen, die sie gar nicht vertreten. Kompetenz und Entschlossenheit gehören zu Haffax' wichtigsten Tugenden.
Man darf allerdings auch nicht die Tragik anbei vergessen, denn ihm ist auch unerbittliche Konsequenz zu eigen. Er weiß, dass er den von ihm eingeschlagenen Weg nicht zurückgehen kann, dass er womöglich nie davon abkommt. Wer Krieg um des Krieges willen führt, ist nah an den Idealen des Jenseitigen Mordbrenners. Und wer sich mit dessen Dienern umgibt und der Nähe seines Splitters ausgesetzt ist (und sei es, um Schwarze Amazonen und Bluttempler zu kontrollieren), der steht vor einem Abgrund, in den schwächere Menschen längst gefallen wären. Haffax ist nach meinen Vorstellungen niemals einen Pakt mit Asfaloth eingegangen. Unsterblichkeit, Langlebigkeit oder Verjüngung sind keine Gaben, die unbedingter dämonischer Hilfe bedürfen, sondern für den Marschall Borbarads auf anderen Wegen verfügbar sein können. Wenn überhaupt, dann droht Belhalhar ihn zu vereinnahmen, das größte Übel des Krieges. Ihm zu widerstehen ist seine zentrale persönliche Leistung. Womöglich hat sich wirklich einmal nicht unter Kontrolle gehabt, wurde von dunklen Gefühlen und Visionen zu einem Blutbad gedrängt (wie es in den Spielhilfen zu ihm auch beschrieben wird) - und nahm das zum Anlass intensiver Abwehrmaßnahmen gegen erzdämonische Einflüsse und Minderpakte (die man ja auch ohne Zustimmung abschließen kann). Doch der Erzdämon hat Gefallen an ihm und an der Aufgabe gefunden, den größten Feldherrn zum größten Schlächter zu machen.
Damit erklärt sich das Vorgehen Haffax', den Splitter der Rondrakirche auszuliefern - und dies gleichzeitig als Kriegslist in seinem finalen Feldzug zu nutzen. Sollen sich doch die Priester, die Krieg, Kampf und Schlacht anbeten, gegenseitig massakrieren und sich das Schicksal zufügen, dass sie insgeheim selbst gewählt haben. Ein wahrer Stratege weiß falschen Eifer im besten Fall richtig einzusetzen, darf ihm aber nicht verfallen.

Von Borbarad erhielt Haffax auch noch andere nützliche Gegenstände: Argul Vhor und Athai-Naq sind Waffen, die ihn unbesiegbar machen sollen, die Furcht in die Reihen seiner Feinde und Respekt in die eigenen tragen sollen. Doch trägt der Fürstkomtur diese nur öffentlich und wenn er weiß, dass ein mittelreichischer Spion die Nachricht an Paligans Ohr tragen kann. Sollen seine Feinde doch glauben, dass er sich auf dämonische Hilfe verlasst, dass er mit Erzdämonen im Bunde ist und bei einem Angriff ein dämonisch-magisches Feuerwerk entzündet, gegen das sie Geweihte und Magier aufstellen können. In Wahrheit dienen die agrimothischen Artefakte als Faustpfand für ein Bündnis mit Balphemor, der den Feldzug Haffax' nutzen kann, seine Suche nach dem Herzen des Kontinents und seine Feldstudie der Unelemente fortzuführen. Insofern mag die Dämonenbrache, die kaum jemand so gut kennt wie Balphemor, rumoren und die Garether mögen sich wappnen in der Annahme, dass Haffax - wie im Abenteuer vorgesehen - von dort zuschlägt. Aber wie zuvor sind dämonische Schrecken und Zauberkunst nur Finten, die seine konventionellen Möglichkeiten überdecken und v.a. als Erwartungen in den Köpfen der Feinde existieren.

Schließlich benötigt Haffax Raum zum Agieren. Selbst der größte Stratege muss unterfüttert werden, so dass seine Erfolge nicht herbeigeschrieben wirken, weil die Bösen alles und die Guten nichts können. Dieser Teil muss langfristig angelegt werden und bedarf einiger, mitunter beachtlicher Anpassungen des Hintergrunds/Metaplots. In diesem muss Haffax - nach dem Ableben von Galotta - als Nemesis des Reiches aufrechterhalten und gestärkt werden. Er darf nicht in der Versenkung der Erwähnungslosigkeit versinken, selbst wenn er seine Pläne - natürlich - im Verborgenen schmiedet. Als Vorbild kann das Vorgehen gegen Dimiona und Xeraan gelten. Doch auch das restliche Tobrien bzw. die Warunkei sind 1018/29 BF von der Führungslosigkeit geprägt, immerhin waren sowohl Transysilien als auch die Warunkei stark auf die Herrschaft des jeweiligen Heptarchen zugeschnitten.
Dem Nekromantenrat gelingt es zwar mit Ach und Krach die Macht des Dämonensplitters zu nutzen, um ein mittelreichisches Heer zurückzuschlagen, doch sie wissen auch, dass das nicht immer klappen wird, jedenfalls langfristig nicht tiefergreifende Verdammnis oder stärkere Abhängigkeit vom Nirraven, der den Rat dominieren will. Und Dämonen sind bekanntlich noch schlechtere Herren als untote Drachen. Es gibt gute Gründe, warum die Nekromanten in Haffax ein akzeptables Gegengewicht sehen, dem sie sich nominell unterwerfen. Metaplottechnisch ist das auch unproblematisch, da der Rat bald darauf sowieso relativ teilnahmslos in Eslamsbrück herumsitzt. Der Nirraven hat eigene Pläne und mit Haffax eher nichts zu tun. Der ist ihm genauso gleichgültig wie andere weltliche Herren. Umgekehrt wird Haffax sich nicht mit einem derart mächtigen Dämon einlassen.
Arngrimm von Ehrenstein teilt das Leid der falschen Geburt. Auch er musste sich erst nehmen, was ihm seiner Meinung nach zustand. Und er weiß, dass er allein sich nicht gegen Bernfried und das Reich wird stellen können. In Haffax mag er seine einzige Chance sehen. Und dieser erkennt einen ehrgeizigen Verbündeten, mit dessen Hilfe er zumindest Weißtobrien in seinem Sinne in Schach halten kann.
Mit Leonardo sieht es ähnlich aus. Haffax hat gelernt, Fanatismus und Wahnsinn für seine Zwecke zu lenken, wenn auch von sich persönlich fernzuhalten. Leonardos Maschinerien wiederum benötigen Praxistests. Damit hat Haffax ein weiteres Mittel, um seine Feinde zu verwirren. Je nachdem, was letztlich bei der Ersatz-Geschichte für den Träumeschmied rumkommt, kann man das in den finalen Feldzug einbinden oder entsprechend abändern.
Mit Maraskan - das er auch nicht verlieren sollte (die Ereignisse aus dem Lilienthron kann man ja nach dem Haffax-Finale stattfinden lassen) - und weiten Teilen Tobriens hinter sich, hat er schon mal eine bessere Ausgangslage und überall dort das Erbe der Heptarchen angetreten, wo sich das Mittelreich ansonsten in relativer Sicherheit hätte wiegen können. Er bleibt die zentrale Bedrohung und rückt vom fernen Maraskan immer näher an die Reichsgrenzen. Warunk kann als mittelreichische Bastion (auch weil die Rückeroberung ziemlich cool ist und die Rondrakirche dabei etwas reißen kann) verbleiben. Darum sieht es aber auch laut Schattenlande alles andere als sicher aus.

Parallel dazu würde ich es vermeiden, die inneren Konflikte des Mittelreichs allzu schnell - und d.h. so schnell wie offiziell geschehen - zu beheben. Ich hielt die Zwei-Kaiser-Problematik und den Krieg am Großen Fluss (auch wenn der letztlich ziemlich vor sich hin mäandert) für brauchbare Settings. Beides lässt sich meines Erachtens ohne größere Probleme erhalten. Und wenn Rohaja erst die Befriedung und Befreiung der Wildermark sowie die Sicherung der tobrischen Lande ins Auge fasst, was womöglich nicht politisch klügste Entscheidung sein dürfte, aber einer Heldenkaiserin zur Ehre gereicht, dann steht die Bedrohung durch Haffax auch ganz oben auf ihrer Agenda. Aber ein Fall Gareths bedeutet dann auch den ihren. Ihr Sieg würde dann sehr viel persönlicher: nicht der eines einigen Reiches, sondern der seiner Kaiserin, die keinen größeren Prüfstein überwinden kann. Die Überwindung des letzten Heptarchen im Osten schafft die Freiräume, um auch im Reich für Ordnung sorgen zu können. Man kann die Ereignisse des Mondenkaisers einigermaßen parallel laufen oder kurz vorher stattfinden lassen, um zu erklären, warum Almada noch gelähmt ist. Im Großen und Ganzen wäre die Allianz aus Garetien, Kosch, Rommilyser Mark, Weiden und Weißtobrien immer noch deutlich überlegen, aber für Haffax überwindbar.

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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Cifer » 23.05.2015 12:19

Markus76 hat geschrieben:Was genau bedeutet es denn, wenn die Seele in einem Karfunkel ist?
Ich kenne mich da regeltechnisch/hintergrundtechnisch leider nicht aus.
Im Prinzip genau das: Die Seele ist da drin und kommt auch nicht wieder raus, um in die Niederhöllen/Borons Hallen/die Paradiese/das nächste Spukhaus zu gehen. Es ist quasi Haffax' Privattotenreich, in dem seine Seele im Dämmerschlaf überdauert.
Brandolin hat geschrieben:2) Paktbruch durch Ersatz
Ob soetwas klappt ist eher die Frage, aber es haben ja auch schon Heptarchen vor ihm versucht. Ich kann mir hier mehrere Wege vorstellen :
a) Auslöschung der wichtigsten Zentren des Rondraglaubens und damit Erlangung von Belhalars Unterstützung ohne gleich einen Pakt mit ihm einzugehen. (Perricum, Baburin, Arivor,...)
b) Freikauf durch Opferung entsprechender Tsa-Heiligtümer.
Beides kann durch ein neu erschaffenes Reich auf dem Weg dorthin für seine Gefolgsleute ergänzt werden.
Hier habe ich aber weniger konkrete Vorstellungen.
Das hingegen fände ich eher entgegen Haffax' Charakter. Er hat ja bereits in der Fürstkomturei Einfluss der Zwölferkirchen zugelassen und sich recht gut mit einer Hesindegeweihten verstanden, eine Förderung der Dämonenkulte passt IMO nicht zu ihm.
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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Andwari » 23.05.2015 12:39

@Sumaro
Zum Punkt Heereswesen:

Haffax hat doch das "neue alte" Heer gar nicht von innen miterlebt. Er ist ein Jahr jünger als Reto - und selbst nicht von ganz unten gekommen, oder? Ich weiß nur, dass im DSA3-Heft seine Knappenzeit beschrieben ist - er also zu den 1% Privilegierten "Adel" gehört (oder speziell für ihn ein ihn begünstigender Stilbruch?).

Seine aktive Militär-Zeit für das Mittelreich war also etwa 960-1020 BF - also ganz überwiegend das modern anmutende Reichsheer mit Wehrheimer Strammstehen und Offizierskarriere, die erst durch Perval/Reto erfunden wurden. In dieser Zeit hat er eigentlich eine Bilderbuchkarriere gemacht - vom einfachen Adeligen zum Grafen Wehrheims - klar mag seine "Abschiebung" nach Maraskan übel gewesen sein, aber er war weithin geschätzt der Oberheld und seine Kinder - wenn das nicht zufällig übersehen worden wäre, dafür zu sorgen - hätten auf viel bessere Startposition schauen können. Wo wären denn Familienmitglieder "Haffax", geb. 970 BF bzw. 1000 BF heute - wenn er brav mit 80 gestorben wäre? Wahrscheinlich ganz nahe an "oben".

Mit den Randbedingungen Aventuriens lässt sich nun mal keine Kaserne voll kriegen - ein Adeliger kann seine fünf Freunde (Jäger, Scharlatan, Ex-Söldner, ...) mitnehmen, mit 40 Talern Monatssold und jahrelang strammstehen wird das nix. Wo sind denn die von Haffax geförderten begabten Militärs, wo haben sie sich ausgezeichnet? Der Kerl war zwei Generationen lang an wichtigen Positionen des Reto-Heeres. Wenn Kaiser Hal aus einer Laune heraus irgendeinen Moha oder Thorwaler adelt, hat er mehr für Leistungsdenken im Heer getan als Haffax.

Das Problem bei Haffax ist, dass er der einzige nominell kompetente Militär ist - die Adeligen sind inkompetent, die Handwerkertöchter aber genauso.

Selbst Kaiser Barbarossa hat gelernt, dass man im fernen Italien nix erreicht, wenn ständig nördlich der Alpen die Heimat abfackelt. Entsprechende Störaktionen würden dazu führen, dass irgendwer Kaiser wird, der zuerst seine Hausaufgaben macht und dann erst expandiert. Jast Gorsam hat alles richtig gemacht.

Solange kein gemeinsames Reichsgefühl existiert, sondern die Almadanis die Koscher belächeln und die Albernier die Nordmärker hassen, ist ein gemeinsames Reichsheer zum Scheitern verurteilt. Es gibt keinen gemeinsamen Feind ausreichender Stärke (die kompletten Schwarzen Lande waren doch personell ein Luftballon), also muss Schwäche von innen kommen.

Die Darstellung der Landwehr erfolgt doch immer durch ein schielendes Auge - dass das alles besitzende Bevölkerungsschicht (also aus dem oberen Viertel) ist, die nur nicht zu den oberen 1% gehört, fällt in der Betrachtung weg. Ein reines Berufsheer wäre elitär - und zahlenmäßig naturgemäß kleiner. Die Landwehr fehlt für 6 Wochen in der Werkstatt, den Soldaten muss ich 52 Wochen füttern. Die Option, sich "freizukaufen" besteht ja schon - und wurde im jetzt obsoleten Reichsheer praktiziert. Damit sich das für beide Seiten "lohnt" müssten 10 Handwerkerfamilien für einen Profi-Soldaten zusammenlegen. Daran denkt Haffax nicht - aber das wäre eine "neuzeitliche" Armee - siehe z.B. das schwedische "Einteilungswerk". Das Problem dabei ist, dass man nach einer schweren Niederlage völlig blank dasteht, während beim Handwerker-Auslosen noch 9 der 10 Landwehr-Kandidaten daheim hocken, die alle ihre Wehrübung abgeleistet haben.
Gerade in unruhigen Landstrichen müsste die Landwehr deutlich besser als ihr Ruf sein.

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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Sumaro » 23.05.2015 12:53

@ Herr der Welt

Also diese Ausführung gefällt mir bisher absolut am besten. Vor allem, weil man sich in der Tat nicht in den Zugzwang versetzen muss, denn das AB und die künstlich und hastig herbeigeführte Splitterdämmerung fordert. Haffax hat das Potential deutlich mehr zu sein, als nur der "nächste" auf der Abschussliste und man könnte ihn problemlos zu DEM Herrscher der Schattenlande aufbauen, der eben viele Dinge vereint, dessen taktisches und strategisches Genie, die Front offen hält und der selbst ein Prüfstein für die Kaiserin ist. Damit hätte man auch den Bogen zu Borbarad geschlagen. Der war ja auch der Überzeugung, dass wenn er erst einmal sein Reich erschaffen hat, seine Anhänger ihn mit ihrer neuen Macht und ihrem Willen beseitigen werden und das genau das auch der Punkt ist.

Haffax und Galotta sind ja beides Gestalten gewesen, die vor allem dem Reich gegenüber loyal waren, bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie quasi deklassiert, gedemütigt o.ä. wurden.
Bei Galotta habe ich bereits eine Motivation eingebaut, die deutlich mehr einem Magierphilosophen würdig war, als einem rachsüchtigem Heptarchen, ich denke, gleiches kann man mit Haffax sogar noch besser machen. Er ist der Amboss auf dem ein neues Reich geschmiedet wird. Entweder durch seine Hand oder durch die der Kaiserin, wenn sie sich bewähren sollte. Das gefällt mir richtig, richtig gut. Danke dafür :)
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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Cifer » 23.05.2015 15:12

@Andwari
Haffax hat doch das "neue alte" Heer gar nicht von innen miterlebt. Er ist ein Jahr jünger als Reto - und selbst nicht von ganz unten gekommen, oder? Ich weiß nur, dass im DSA3-Heft seine Knappenzeit beschrieben ist - er also zu den 1% Privilegierten "Adel" gehört (oder speziell für ihn ein ihn begünstigender Stilbruch?).
Richtig, Haffax war Sohn eines Ritters. Aber eben nichts höheres - kein Barons- oder Grafenspross, aus keinem bedeutenden Adelshaus.
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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Na'rat » 23.05.2015 16:17

Und war dennoch mit seinem Aufstieg in der Hochadel, in hohe und höchste Ämter nicht zufrieden... Wird gnatzig, als man ihn mit 60 in die Provinz, die einzige Provinz, versetzt in der er sein Feldherrengenie ausleben kann.

Herr der Welts Text ist nett, lässt aber die entscheidende Motivation von Haffax unberücksichtigt. Freiheit und Wille... An dem Typen sind wohl 40+ Jahre Militärdienst spurlos vorbeigegangen, so von wegen Befehl und Gehorsam. Als nächstes wird er zum Handlanger und Paktier, errichtet später eine Diktatur reinsten Wassers. So recht kann es also nicht seine Motivation sein.

Wissen von einem Weg nicht abzukommen und ihn trotzdem 20 Jahre zu beschreiten und schließlich genau versucht doch zu entkommen. Da stimmt auch irgendwas nicht. Haffax versucht seine kümmerliche Seele zu retten. Klar. Aber warum hat er diese überhaupt erst verpfändet?

Das größte Problem der Figur Haffax, neben der Tatsache, dass sich sein Feldherrengenie nie fassen lässt, dass er 20 Jahre in der Provinz saß und im wesentlichen nichts tat. Dies müsste man auch erklären. Was innerweltlich eher schwierig ist. Der dämonische Overkill von dem Haffax umgeben bietet aber Erklärungsansätze, indem Haffax zum Spielball höherer Mächte wird. Von denen er versucht zu befreien.
Ein weiteres Problem, ohne seine dämonischen Spielzeuge und noch mehr Schergen-Spawn-Punkten, hat er strategisch schlicht keine Chance, irgendwas zu reißen.
Das er sich darauf beschränkt seine Seele zu retten, ihm sonst alles egal ist, passt also ganz gut. Nur macht er damit dass, was gefühlt jeder Paktierer macht.

So verkehrt ist es also nicht, wenn der Frührenter Haffax - der Golgari schon flattern hört, in seiner Eitelkeit gekränkt und dem übercoolem Borbarad erlegen, zum unsterblichen Paktier und Verräter wurde. Dann jahrelang versuchte sein Ding zu machen aber zwischen dem ganzen dämonischens Krams Stück für Stück weitgehend aufgerieben wurde.
Mit dem letzten Rest wirklicher Selbstbeherrschung lässt er sich dann auf den Plan ein, ein gutes Stück zu weit ein, aus Gareth die Chimärenhauptstadt der Welt zu machen und bastelt nebenbei aber an der Rettung seiner eigenen Seele.

Was eigentlich, wenn man den Karfunkel zerstört?

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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Sumaro » 23.05.2015 17:11

@ Na'rat

Sorry, aber wenn du Haffax doch so gut findest, wie er ist, wieso schreibst du dann hier was zu seinem Alternativ-Plan? Für dich scheint doch ein Wechsel zu gekränkter Eitelkeit ziemlich geil zu sein, damit hast du deinen Plot doch. Für mich hingegen ist es nicht genug, bzw. es kann sogar eine Facette sein, aber ich mag Haffax z.B. noch etwas besser verkaufen. Das du Haffax generell nicht ausstehen kannst, ist mittlerweile glaube ich auch zu jedem durchgedrungen.^^

Ansonsten sehe ich noch nicht so ganz wieso du es für schwierig hältst Haffax' Leben mit mehr Sinn und Tat zu erfüllen.

@ Topic

Ich habe zum Glück in meiner G7 eingebaut, dass meine Gezeichneten Haffax, obwohl sie wussten, dass er die Insel hasst und das sie ihn schon einmal an den Rande des Wahnsinns getrieben hat, dorthin haben versetzen lassen und zugleich die Beförderung von Leomar vom Berg zum Reichserzmarschall durchgewunken haben, weil der Posten ja nicht vakant bleiben durfte, allerdings jedem klar war, dass Haffax nun von Maraskan auch nicht mehr würde zurückkommen können und Leomar eine politisch viel leichter zu akzeptierende und auch zu spielende Wahl war.
Darauf aufbauend hat Haffax bei mir keineswegs nur aus gekränkter Eitelkeit sondern auch weil er der Meinung war, dass die alten Strukturen, die das Reich immer wieder in Richtung Dekadenz, Faulheit und Belohnung von Namen statt Taten getrieben hat, wegbrechen müssen, bevor man ein Reich errichten kann, welches nicht in alten Gefilden gefangen ist, sondern sich über den Verfall der letzten Jahrzehnte und Jahrhunderte erhebt. Er teilte damit die Vision eines Galotta, der ebenfalls das große Ganze im Blick hatte und die weiße Gilde von ihrer Rückständigkeit befreien wollte, um sie in den Dienst eines prosperierenden Mittelreichs zu stellen. Während Galotta in seinem Drang sich zu beweisen zu weit ging und mit dem Ogerzug und dem Einfluss der Mächte, die er gerufen hatte, aber nicht kontrollieren konnte, so wie dem letzten Stoß der Nahema in Richtung Abgrund, zu Fall kam und danach lange Zeit im dunkeln wandelte, bis er zu Borbarad fand, diente Haffax dem Reich treu, befolgte Befehle, selbst von jenen, bei denen er wusste, dass ihre Qualifikation nicht mehr als ein Name war, keineswegs aber eine Leistung.
Borbarad schließlich überzeugte ihn davon, dass es ein Reich geben könnte, dass weit über jede Vorstellung von Renaissance und Wandel hinausgehen könnte, als das was sich Haffax in seinen kühnsten Träumen ausgemalt hat. Ein Reich in dem der Wille und die Leistung des Einzelnen belohnt wird, in dem derjenige Macht und Einfluss hat, dem es nicht in den Schoß gelegt wurde, sondern in den Händen derer, die sich darum verdient machen. Ein Reich, das Fortschritt nicht hemmt, weil verkrustete Strukturen sich dagegen stemmen und das von Traditionen ebenso im eisernen Griff gehalten wird, wie von der Willkür der Götter, sondern ein Reich, dass die Menschen in das kommende Zeitalter führen kann, dass sie über die anderen Rassen und die Katastrophen des Kosmos erhebt.
Genau dies ist letztlich auch die Motivation meines Haffax. Er will eine bessere Welt schaffen, eine Welt in der man die Mittel als das sieht, was sie sind, Wege zum Fortschritt. In der Wille, Wissen, Ehrgeiz und Stärke wieder Tugenden werden, die zum Aufstieg führen und nicht wo man von launischen Göttern abhängig ist, die ihre Macht nur teilen, wenn man vor ihnen kriecht. Da wo Galotta scheiterte, weil er den Widerstand unterschätzte, will er siegreich sein. Dort wo Galotta glaubte, Gareth zuerst mit Feuer und Tod überziehen zu müssen, um die Kräfte der Ordnung auszuradieren, um auf den Ruinen ein neues Reich zu erbauen, will Haffax eine Reform von außen wie von innen. Er will seinen Weg als überlegen und als erstrebenswert beweisen, einen Wandel im Denken herbeiführen und eine Revolution bringen. Und er weiß, dass es keine bessere Triebfeder der Entwicklung gibt, als den Krieg und die Bedrohung. An dem Punkt, wo man mit dem Rücken zur Wand steht, am Rande der Vernichtung, versucht man alles, um zu überleben.

Vermutlich würde ich ihn mit Azaril Scharlachkraut zusammenarbeiten lassen und ebenfalls mit Arngrimm von Ehrenstein (weniger mit dämonischen Genies wie Leonardo und Balphemor, denn diese beiden haben Motive, die vermutlich wieder ein Stück weit zu destruktiv sind, für das Bild eines neuen, überdauernden Reiches).
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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Na'rat » 23.05.2015 18:40

Sumaro hat geschrieben: Sorry, aber wenn du Haffax doch so gut findest, wie er ist, wieso schreibst du dann hier was zu seinem Alternativ-Plan?
Ich finde den Plan nicht gut - schon allein wegen dem Standard-Paktierausweg. Aber angesichts der Umstände ist er der vielleicht beste mögliche Plan. Man kann Haffax schlicht nicht als GröFaZ inszenieren. Dafür stimmen die Rahmenbedingungen vorne und hinten nicht.
Um diese zu umschiffen versuche ich es mit dem Erklärungsansatz des von Dämonen und Angst getriebenen Haffax, bei dem vom GröFaZ nicht mehr viel übrig ist als mit magischer Überlegenheit *hier Kotzsimilie einfügen* und völliger *hier beliebig viele Kotzsimilie einfügen* Überraschung heraus ausgeführte Einzelaktionen.

Auch wurde bisher nicht wirklich eine Erklärung geliefert warum Haffax zum Verräter wurde und anschließend 20 Jahre lang praktisch gar nichts mehr tat was irgendwie mit seinem Verrat an Göttern und Reich zu tun hat.
Gekränkte Eitelkeit, schlicht Angst vor dem Tod und der coole Borbarad - der seinerseits die Coolness von Haffax reduziert, scheinen, ob der Umstände, die brauchbarste Erklärung für den Verrat. Sein extrem dämonisches Umfeld, welches Haffax zu einer inneren Auseinandersetzung um sich und mit sich selbst zwang, eine für seine Untätigkeit.

Irgendwelche Spec-Ops Aktionen, wie sie hier vorgeschlagen worden sind, sehe ich nicht. Dafür setzt sich Haffax' Soldateska zu sehr an Söldnern, die schließlich maximalen Gewinn für minimale Gefahr wollen, Paktiern, im wesentlichen unkalkulierbar, und denen zusammen die, warum auch immer, dem Massenmörder aus anderen Gründen die Stange halten.

Um aber einen alternativen Plan für Haffax zu entwerfen, muss man erst mal eine alternative Motivation haben. Dem Mittelreich zu zeigen wo der Hammer hängt ist zwar eine, lässt sich aber schwerlich mit zwei Jahrzehnten Untätigkeit zuvor vereinbaren.

Die Figur Haffax könnte ganz nett sein, wenn sie denn greifbare Fehler hätte, ihr Status als GröFaZ Hand und Fuß hätte, die Figur eine andere Motivation hätte als gefühlt jeder Heptarch vor ihr.
Sumaro hat geschrieben: Darauf aufbauend hat Haffax bei mir keineswegs nur aus gekränkter Eitelkeit sondern auch weil er der Meinung war, dass die alten Strukturen, die das Reich immer wieder in Richtung Dekadenz, Faulheit und Belohnung von Namen statt Taten getrieben hat, wegbrechen müssen, bevor man ein Reich errichten kann, welches nicht in alten Gefilden gefangen ist, sondern sich über den Verfall der letzten Jahrzehnte und Jahrhunderte erhebt.
Ob es die Lebenserfahrungen eines verbitterten alten Mannes, der einen jüngeren Mann den Erfolg neidet und seine Pflicht nicht tun will, eine bessere Motivation als Eitelkeit ist wage ich mal zu bezweifeln.
Sumaro hat geschrieben: Ein Reich in dem der Wille und die Leistung des Einzelnen belohnt wird, in dem derjenige Macht und Einfluss hat, dem es nicht in den Schoß gelegt wurde, sondern in den Händen derer, die sich darum verdient machen.
Du meinst, ein Reich, in dem sich ein - Achtung Sarkasmus - kleiner armer Ritter, bis zum Reichserzmarschall, Grafen und Fürsten hochdienen kann?

Ist ungefähr so, wie wenn Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg zu den Taliban geht weil er nicht (mehr) Bundespräsident werden kann.
Sumaro hat geschrieben:Er will eine bessere Welt schaffen, eine Welt in der man die Mittel als das sieht, was sie sind, Wege zum Fortschritt.

...

Und er weiß, dass es keine bessere Triebfeder der Entwicklung gibt, als den Krieg und die Bedrohung.
Und wo sind seine Versuche ein Utopia zu erschaffen und Krieg zu machen?

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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Sumaro » 23.05.2015 18:54

Ob es die Lebenserfahrungen eines verbitterten alten Mannes, der einen jüngeren Mann den Erfolg neidet und seine Pflicht nicht tun will, eine bessere Motivation als Eitelkeit ist wage ich mal zu bezweifeln.
Vermutlich nicht. Aber das habe ich ja auch nicht geschrieben. xD
Du meinst, ein Reich, in dem sich ein - Achtung Sarkasmus - kleiner armer Ritter, bis zum Reichserzmarschall, Grafen und Fürsten hochdienen kann?

Ist ungefähr so, wie wenn Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg zu den Taliban geht weil er nicht (mehr) Bundespräsident werden kann.
Richtig, Haffax ist den Weg gegangen, er weiß wie hart es ist und wie viel leichter es jemand mit geringerer Qualifikation hat, der eben einen großen Namen trägt. Genau aus diesem Grund, weil er weiß, dass er nur aufgrund seines absoluten Willens und seiner Durchsetzungsfähigkeit UND seiner überragenden Leistung UND seines absolut aufopferungsvollen Einsatzes UND seiner absoluten Loyalität überhaupt eine Chance bekommen hat, während Leute wie Alrik vom Blautann die Leiter schon mit ihrem Namen hochfallen ohne jemals was besseres geleistet zu haben als ein Kavallerie-Angriff zu führen und Schwerter zu zerbrechen, macht doch genau den Punkt aus. Ein System das Leistung statt Status belohnt hätte ganz andere Optionen für einen Haffax aber auch für zigtausend andere gehabt.
Und wo sind seine Versuche ein Utopia zu erschaffen und Krieg zu machen?
Die muss man natürlich noch beschreiben, bzw. umdeuten. Dimiona absägen, Xeraan absägen, Piratenküste ruhigstellen, Nekromantenrat bändigen, maraskanischen Widerstand ausmerzen, neu strukturieren und vs. Skrechu als Bollwerk am Rand der Insel aufbauen etc. pp. sind durchaus Punkte, die man Haffax zuschreiben könnte.
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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Na'rat » 24.05.2015 12:29

Sumaro hat geschrieben:... während Leute wie Alrik vom Blautann die Leiter schon mit ihrem Namen hochfallen ohne jemals was besseres geleistet zu haben als ein Kavallerie-Angriff zu führen und Schwerter zu zerbrechen, macht doch genau den Punkt aus.
Bei genauer Betrachtung ist Haffax' größte Leistung, aus einer vorbereiteten Stellung, mit aller Unterstützung einen Gegner aufgehalten zu haben der keinerlei Taktik angewandt hat. Bei seinem anderem Kommando, auf Maraskan, hat er dann gründlich versagt. Den Borbaradfeldzug hat er auch nur wegen hemmungsloser Überlegenheit in allen Bereichen gegen einen überraschten, schlecht geführten und nicht vorbereiteten Gegner geführt.

Womit wir wieder dabei sind, dass Haffax' Feldherrengenie nicht fassbar ist. Von daher sollte man derlei besser ausklammern und sich auf die Person Haffax konzentrieren.

Aus Haffax dann aber einen Revolutionär zu machen... Kann man machen, wobei zu berücksichtigen ist, dass Haffax eben nicht mit Blakharaz oder Tasfarelel den Pakt eingegangen ist, um seine Vorstellungen durchzusetzen, sondern eben mit Asfaloth und Unsterblichkeit abgegriffen hat.
Als Vorbild für den Revolutionär Haffax möchte ich Pol Pot vorschlagen.
Sumaro hat geschrieben: Die muss man natürlich noch beschreiben, bzw. umdeuten. Dimiona absägen, Xeraan absägen, Piratenküste ruhigstellen, Nekromantenrat bändigen, maraskanischen Widerstand ausmerzen, neu strukturieren und vs. Skrechu als Bollwerk am Rand der Insel aufbauen etc. pp. sind durchaus Punkte, die man Haffax zuschreiben könnte.
Massive Veränderungen halte ich nicht für sonderlich zielführend. Dann kann man Aventurien ja auch gleich größer machen, damit ein GröFaZ eine Spielwiese bekommt. Wenn man Ereignisse oder die grob 20 Jahre weitgehender Inaktivität anders interpretiert bzw. mit Bedeutung versieht kommt man weiter.

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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Sumaro » 24.05.2015 12:36

@ Na'rat

Ich habe Aventurien bereits massiv größer gemacht und auch schon massive sonstige Anpassungen vorgenommen. Von daher sind auch meine Orks keine Gegner ohne Taktik gewesen sondern ganz im Gegenteil mit einer ziemlich verschlagenen Kriegsführung gesegnet gewesen, unter anderem durch Sadrak Whassoi, der sich ja mit menschlicher Kriegsführung über Jahre beschäftigt hat, bevor er seinen Angriff mit dem Aikar vorbrachte. Daher sind bei mir Haffax' Leistungen auch keineswegs Dinge, die jeder hätte tun können, sondern durchaus taktische Großtaten. Bei mir hat er auch Maraskan als einzige weitestgehend befrieden können (unter anderem durch einen recht modernen Ansatz der Kriegsführung, dass er die Maraskaner unterstützt hat und ihre Dörfer versorgte, anstatt der böse Besatzer zu sein).

Wenn man natürlich so wenig Änderungen wie möglich machen will, dann kann man deinen Weg ja gehen und sagen "Haffax ist ein eitler, alter Sack, dessen größte Leistung darin besteht überhaupt von seiner Mutti geboren zu sein, der letzte Trumpf seiner Eitelkeit ist in einen glitzernden Stein einzufahren, damit er für immer funkelnd schön bleibt". ;)

Ich befürchte nur, dass dies vielen Leuten zu wenig ist. Meinen Spielern und mir z.B. auf jeden Fall. Aber wenn es dich glücklich macht, ist das doch super. Ich halte es nur nicht für mehrheitstauglich.
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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Na'rat » 24.05.2015 12:56

Das jeweilige Privataventurien kann schwerlich Basis für eine Diskussion sein. Sinnvoller scheint es, von einer gemeinsamen Basis, eben dem publizierten Aventurien, auszugehen und die Ereignisse in diesem umzudeuten und wo nötig anzupassen.

Und nein, der verbitterte alte Mann Haffax, sieht nach 40+ Jahren Militärdienst das Ende der Fahnenstange erreicht, außer Kaiser werden hat er keine Aufstiegschancen mehr und durch die alten Knochen rieselt der Kalk. Dann wird er durch einen weit jüngeren Mann ersetzt, was seiner Eitelkeit nur noch mehr schadet.
Irgendwann bekommt er von Borbarad einen Pakt aufgeschwatzt oder hat die Sache mit dem Paktgeschenk, welches eben nicht Verjüngung sondern nur relative Unsterblichkeit bedeutet, falsch verstanden.

Die nächsten paar Jahre ist er wieder Handlanger für jemanden dessen Position er nie erreichen kann, bis er, nach 40+ Jahren als Berufssoldat, von dämonischen Zeug umzingelt, plötzlich allein Entscheidungen treffen muss. Zwischen diesen ganzen Einflüssen, militärischer Brillanz, massiven innen- und außenpolitischem Druck, dem Versuch ein militär-Utopia zu erreichten, Anfällen von Wahnsinn, diversen krassen dämonischen Dingen, vergehen dann so 20 Jahre, bis Haffax, angeblich oder tatsächlich, genug Schneid gefunden hat zumindest zu versuchen seine kümmerliche Seele zu retten.
Eben ein richtiger GröFaz, ganz wie das Original. Dem zum Schluss auch nur blieb sich seiner Strafe zu entziehen.

Beginn Schattenmarschall.

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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Sumaro » 24.05.2015 13:05

@ Na'rat

Hmmm, soweit ich weiß geht es hier nicht um Diskussionen sondern um alternative Verläufe und Ideen, wie man den Schattenmarschall als geiles Szenario aufziehen kann. Ich würde also eher soweit gehen zu sagen "Spiel den Schattenmarschall" ist kontraproduktiv und wenig hilfreich.

Denn wie gesagt, wenn dir der offizielle Haffax-Plot doch gut gefällt, dann musst du dich hier ja nicht beteiligen. Das ist für die Leute, die Alternativen wollen und bereit sind, dafür Arbeit zu investieren. Wenn du das nicht tun möchtest und alles für dich so passt, wie es ist, dann ist das doch super. Nur brauchst du mich jetzt nicht die ganze Zeit daran zu erinnern, dass du es doch super findest, dass Haffax eigentlich nichts erreicht hat, eigentlich gar keinen Grund hat ne coole Figur zu sein und das man doch auch die Versager-Schiene, ähnlich wie bei Galotta gut einfach durchziehen kann. Wie gesagt, dass wird meiner Meinung nach der Figur Haffax, so wie sie gedacht war, nicht gerecht (und das schließt die Leistungen der vorherigen Autoren ein, denn offenbar verstehen die meisten einfach gar nichts von Strategie und Taktik und sind nicht in der Lage daher einen herausragenden Feldherren darzustellen; dennoch werde ich die Unfähigkeit der Autoren, um Gegensatz zu deinem Ansatz, nicht auf die Figur Haffax übertragen).

tl;dr: Wenn du Schattenmarschall so spielen willst, wie es ist, ist das toll für dich, nur wenig hilfreich für alle anderen, die das nicht wollen. :)
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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Na'rat » 24.05.2015 13:18

Noch mal, ich finde den Plan nicht gut - schon allein wegen dem Standard-Paktierausweg.

Ich bezweifle aber, dass es ein gangbarer Weg ist Aventurien komplett umzuschreiben. Für große Feldschlachten z.B. müsste man ja schon mal damit anfangen die Bevölkerungszahl Aventuriens massiv hochzudrehen.

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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Sumaro » 24.05.2015 13:23

Man muss nicht Aventurien komplett umschreiben. Man muss nur ein paar Ereignisse anpassen, die sonst ohnehin vermutlich von den meisten Spielern nicht bemerkt wurden. Man setzt sie anders und gibt ihnen einen andern Flair und Spin und schon kann man diverse Dinge durchziehen, die vorher nicht möglich waren.

Beschreibe doch lieber dann deinen Haffax Plan und deinen Schattenmarschall, als dir darüber den Kopf zu zerbrechen, dass andere Leute vielleicht viel zu viel anpassen müssten in ihrem Aventurien. Die offizielle Linie ist ja ohnehin schon da. Hier wird besprochen, wie es inoffiziell gelaufen sein könnte. Und da kann es gewaltige Abweichungen geben (es soll auch Mittelreiche geben, in denen Answin herrscht) oder auch nur kleine Änderungen.
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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Andwari » 24.05.2015 13:29

@Sumaro
Der offizielle Plot ist wenig inspirierend - den aber durch einen Plot zu ersetzen, für den man quasi 40 Jahre Vorgeschichte mit dem pro-Haffax-Pinsel übermalen muss, ist aber auch nicht unproblematisch.

Haffax' Genie ist aus heutiger Sicht wenig gerechtfertigt - solange man die Bedrohungen durch Ogerzug, Orkensturm usw. nicht massiv erhöht, hat er lediglich weniger katastrophale Inkompetenz gezeigt als sein Umfeld.

Auch wird die aventurische öffentliche Meinung halt irgendwann zur Realität - wenn die Helden nicht miterlebt haben, wie sich Haffax gegen seine allergöttlichste Inkompetenz nicht durchsetzen kann, dabei von Speichelleckern evtl. noch blöd angemacht wird, der kaiserliche Höchstselbst-Plan ohne Haffax' Notfallmaßnahmen wohl direkt in den Untergang geführt hätte - und sich Hal dann hinterher feiern lässt ... - und das entsprechend wiederholt vorkommt, dann ist man im Wesentlichen auf "Geschichte und Geschichten" angewiesen - die zumindest im offiziellen Aventurien eben nicht den geprügelten Reichserzmarschall thematisieren, sondern ihn zum Winken neben seinen Kaiser stellen.

Haffax hat im offiziellen Aventurien mehrere Schlachten/Feldzüge/Kriege geführt, die das MR trotz massiver personeller Überlegenheit nur knapp, wenn überhaupt gewonnen hat. Da stand nicht jedesmal im Boten "Der Marschall hätte es besser gemacht, wurde aber durch .. behindert."

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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Na'rat » 24.05.2015 13:46

Sumaro hat geschrieben:Man muss nicht Aventurien komplett umschreiben.
Damit sich nicht wenige Tausend treffen und es riesige Schlacht nennen sondern zehntausende müsste man es umschreiben. Um strategisch manövrieren zu können müsste es größer, weniger gut erschlossen und weniger eng vernetzt sein. Um mal zwei Punkte zu nennen.
Sumaro hat geschrieben: Beschreibe doch lieber dann deinen Haffax Plan und deinen Schattenmarschall, als dir darüber den Kopf zu zerbrechen, dass andere Leute vielleicht viel zu viel anpassen müssten in ihrem Aventurien.
Ich würde aus Haffax einen Hannibal machen. Aus Rohaja einen Fabius Cunctator. Aus den Provinzfürsten renitente Foederati beider Seiten. Wo Haffax, in seiner Verblendung, einen Krieg alter Schule will, so mit Friedensvertrag und allem, verweigert ihn Rohaja diese Legitimierung eines Paktierherrschaft und auch die Entscheidungsschlacht.

Alternativ, Haffax, in seiner Verblendung, will sich ein Denkmal setzen indem er den Ork ausrottet. Seine Söldnerschwärme und Paktiererhorden tragen es mit Orks und Ogern aus. Das nördliche Mittelreich, v.a. Greifenfurt und Weiden, wird zum Schlachtfeld. Die Fürsten von Weiden und Greifenfurt kriechen in Gareth zu Kreuze, flehen um Unterstützung durch das Reich. Während die Kaiserin, nicht das Reich, Krieg in Tobrien führt, Haffax Nachschub abschneidet und eigentlich kein Interesse daran hat den beiden abtrünnigen Provinzfürsten beizuspringen. Das Reich, also der Teil der sich bequemt den Heerbann der Kaiserin zu folgen, hingegen darauf wartet das Vakuum nach der Gegenseitigen Vernichtung von Ork und Haffax füllen zu können.

Eine andere Alternative, Haffax expandiert ins Bornland und das völlig erschöpfte Mittelreich beschränkt sich darauf, Haffax' Nachhut das Leben schwer zu machen, Militärberater ins Bornland zu schicken und die Grenzen zu befestigen.

Für alles fehlen aber die Voraussetzungen völlig.

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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Sumaro » 24.05.2015 13:57

@ Andwari

Gut, wenn man bisher überhaupt gar keine Vorarbeit geleistet hat UND gerne logisch den Haffax' Plot irgendwie begründbar halten möchte, dann sind das ganz andere Prämissen. Dann müsste man im Endeffekt Haffax eher ein Kommando-Unternehmen machen lassen, bei dem er in aller Stille seinen Karfunkel-Kram durchzieht. Dann war das mit dem Salvunker Kreis eigentlich eine Finte, damit er untertauchen kann und sich den Karfunkel besorgen kann und man umschreibt dann lediglich, dass er verschwunden ist und bleibt, während das Heer der Kaiserin Richtung Mendena spaziert.

Denn wenn man Regeln, die Auslegung des Plots, den gesamten bisherigen Hintergrund und dann nur ein bisschen Semi-Kompetenz in Haffax legen möchte, dann ist das einfach die beste Herangehensweise. Man erobert die Schattenlande zurück (oder schließt mit Parteien darin Frieden), Haffax macht währenddessen im Untergrund seine Seelenwanderung mit einem Karfunkel, den er in den Drachensteinen oder von Maraskan oder von irgendwelchen Zwergenkriegern aus den Beilunker Bergen oder oder oder her hat und man kann am Ende vielleicht noch deine Fährte verfolgen und, wenn es klassisch laufen soll, Haffax irgendwo auf einer Klein-Insel zwischen Maraskan und Mittelreich aufspüren wo er sein Ritual in alle Abgeschiedenheit durchführen will. Dort kann man auch die Dämonenkaskade zünden, weil Asfaloth paar Viecher von der Skrechu abzieht, während Haffax ebenso abtritt, wie er gelebt hat, relativ belanglos und ein bisschen weniger inkompetent als der Rest. Das braucht dann nicht viel Umschreiben, nicht viel Aufwand, lässt sich problemlos einfügen und beleuchtet einen Paktierer-Ausweg, der ein bisschen innovativ ist und mit der Kor-Propaganda zusammen passt. Wenn man will setzt man vorher noch die Episode in Perricum, während der Haffax sich dann in Richtung Meer absetzt, während seine Getreuen plündern was geht und dann auch schön Richtung Maraskan zurückschippern, wo bereits in Vorausplanung ein Vorposten für die Exil-Fürstkomturaten aufgebaut wurde und nur darauf wartet in den Ereignissen um die Skrechu erlegt zu werden.
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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Na'rat » 24.05.2015 17:58

Sumaro hat geschrieben:@Dann müsste man im Endeffekt Haffax eher ein Kommando-Unternehmen machen lassen, bei dem er in aller Stille seinen Karfunkel-Kram durchzieht.
...

Denn wenn man Regeln, die Auslegung des Plots, den gesamten bisherigen Hintergrund und dann nur ein bisschen Semi-Kompetenz in Haffax legen möchte, dann ist das einfach die beste Herangehensweise.
Nur unter der Voraussetzung, dass Haffax gänzlich rational denken und handeln kann - bei dem sich dann die Frage stellt, warum er 20 Jahre für die Aktion braucht. 20 Jahre Pakt sollten schon irgendwelche Spuren hinterlassen oder jedenfalls mehr als nicht mehr Paktier sein zu wollen.

In einem Moment relativer Klarheit ,bietet' er dann seinem Paktherren an, aus Gareth die Chimärenhauptstadt zu machen. Der findet es toll, die ganzen anderen dämonischen Einflüsse finden zumindest den Weg dahin toll.
Haffax eigentlicher Plan ist es aber im letzten Moment die Abzweigung zu nehmen welche nicht in die Niederhöllen führt. Nur kommt er überhaupt erst auf die Autobahn, wenn er das Lied seines Paktherren, seiner dämonischen Umgebung und seiner Söldner singt.
Haffax eigentliche Leistung besteht dann nicht in taktischen Geschick sondern in dem politischen Geschachere all diese Einflüsse gegeneinander auszuspielen.

Mal ganz abgesehen von der offenkundigen Schwäche des Plans, die ja darin liegt, dass ja auch der Karfunkel zerstört werden kann.

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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Sumaro » 24.05.2015 18:42

@ Na'rat

Wie gesagt, der Pakt zum Erhalt der Jugend wäre das aller erste, was ich weg-patchen würde. Das braucht es nicht. Lieber Borbaradianer und dann eben die Nutzung des Splitters nur ganz minimal, sowie dämonisches Feuerwerk das letzte Mal in Perricum, wenn man das Drecksding loswerden will.
Daher kann man den Dämonenkram in Haffax direktem Umfeld auch auf ein Minimum reduzieren und es tatsächlich als reine Finte benutzen. Abseits davon, dass er Dämonen als Werkzeuge sicherlich zu schätzen weiß, immerhin habe sie da einen ziemlich großen strategischen Nutzen.

Wie gesagt, dass was du für die beste Geschichte hältst ist wohl der Schattenmarschall, so wie er abläuft. Zumindest verstehe ich dich so. Ich denke, man sollte allerdings vorher ein paar Dinge umsetzen, den Paktbruch vorverlegen oder rauspatchen (niemand braucht den Paktbruch, wenn man auf verhüllte Meister und deren Gefälligkeiten zurückgreifen kann) und dann die Sache sehr viel kriegerischer aufziehen, weniger als Seelenschacher bei dem wieder mal ein Paktierer die Erzdämonen austrickst sondern viel mehr als eine sogar ziemlich profane Kriegsführung.
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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Na'rat » 24.05.2015 19:10

Sumaro hat geschrieben: Wie gesagt, der Pakt zum Erhalt der Jugend wäre das aller erste, was ich weg-patchen würde.
Das jeweilige Privataventurien kann nicht Basis für eine Diskussion hier im Forum sein. Mit der Vergangenheitsbewältigung Jahrzehnte in der irdischen Vergangenheit Aventuriens anzufangen ist schlicht ein Ding der Unmöglichkeit.
Du willst nicht patchen, du willst ein neues Spiel oder zumindest eine tiefgreifende Mod.
Sumaro hat geschrieben: Wie gesagt, dass was du für die beste Geschichte hältst ist wohl der Schattenmarschall, so wie er abläuft.
Zum dritten Mal, nein, was ich bisher von Schattenmarschall kenne halte ich für alles andere als gelungen. Die G7 im Mittelreich endet ebenso Panne wie sie angefangen hat, aber wenigstens endet sie. Mit ein paar Änderungen kann man aber etwas daraus machen, vor allem was die Motivation und Möglichkeiten von Haffax angeht.
Mit anderen Vorzeichen macht es durchaus Sinn, wenn der GröFaZ nicht als GröFaZ auftritt sondern ein Kommandounternehmen durchzieht. Dafür muss man sich aber von der Vorstellung von Haffax als Überfeldherren verabschieden, einfach weil in Aventurien dafür, in Wortsinne, kein Platz ist.
Wir reden hier von einer Ausgangsbasis so groß wie der Moloch Rosenheim oder die Metropole Schwäbisch Gmünd. Die Supermacht Luxemburg hat gleich 10x so viele Einwohner.

Mehr profane Kriegsführung wäre wünschenswert, nur dafür müsste man Aventurien und besonders die Dämonenwunderlande neu aufsetzen.

So viel dazu von mir.

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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Farmelon » 24.05.2015 19:20

Na'rat hat geschrieben:Das jeweilige Privataventurien kann nicht Basis für eine Diskussion hier im Forum sein. Mit der Vergangenheitsbewältigung Jahrzehnte in der irdischen Vergangenheit Aventuriens anzufangen ist schlicht ein Ding der Unmöglichkeit.
Du willst nicht patchen, du willst ein neues Spiel oder zumindest eine tiefgreifende Mod.
Entschuldige bitte, aber genau darum geht es doch hier. Es anders zu machen als es offiziell ist. Und da habe ich hier von Cifer, dem Herrn der Welt, Brandolin, Sumaro und den anderen einige wirklich sehr gute Ansätze und Möglichkeiten gelesen, die ich niemals so hätte ausformulieren können. einige eben weitgreifender als andere, manche schreiben eben auch gewisse teile der Vergangenheit um oder dichten sie so zusammen das es vorteilhafter für Haffax ist.
Das heißt, dass es völlig im Thema drinnen ist, da es eben nicht darum geht wie es ist, sondern wie es sein könnte. :)

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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Herr der Welt » 24.05.2015 19:54

Das jeweilige Privataventurien kann nicht Basis für eine Diskussion hier im Forum sein.
Jahrzehnte in der irdischen Vergangenheit Aventuriens anzufangen ist schlicht ein Ding der Unmöglichkeit.
Du willst nicht patchen, du willst ein neues Spiel oder zumindest eine tiefgreifende Mod.
Die Frage, wie Haffax' finaler Plan abweichend von der offiziellen Setzung aussehen kann, ist ausdrücklich Gegenstand dieser Diskussion.
Niemand hier kann das offizielle Aventurien umschreiben, schon gar nicht rückwirkend. Aber jeder kann die hier geäußerten Ideen zur Gestaltung seines eigenen Aventuriens nutzen.
Wenn man gerade das JdF beendet hat, sind alle von mir weiter oben genannten Punkte umsetzbar, ich will nicht sagen: problemlos (damit ist durchaus Arbeit verbunden, da man Vorgaben ändern muss), aber keineswegs "ein Ding der Unmöglichkeit". So tiefgreifend sind die Änderungen auch nicht. Haffax' Pakt lässt sich bspw. sehr leicht negieren. Bislang war diese Setzung nämlich ohne Konsequenzen. Die Neugestaltung der Schattenlande bzw. alles nach dem JdF, was ich weiter oben geschildert habe, ist nur dann ein Problem, wenn man über diese Ereignisse schon hinaus ist. Ich bin es nicht und ich bin froh darum.
Haffax' Genie ist aus heutiger Sicht wenig gerechtfertigt - solange man die Bedrohungen durch Ogerzug, Orkensturm usw. nicht massiv erhöht, hat er lediglich weniger katastrophale Inkompetenz gezeigt als sein Umfeld.
Das sind Abenteuer-Settings z.T. aus Prä-DSA3-Zeiten. Die Ereignisse (die für die jeweiligen Abenteuer von erstaunlich marginaler Bedeutung waren) kann man problemlos rückwirkend ändern. Was sollte einen daran hindern, sich darauf zu einigen, dass die Ogerbedrohung anno 1003 BF tatsächlich durch Haffax' Genie auf dem Schlachtfeld zugunsten des Mittelreichs bzw. günstiger, als es jeder andere Befehlshaber bewirkt hätte, entschieden werden konnte? Wer fragt denn da nach Schlachtdetails, damit das auch belegt werden kann?

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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Na'rat » 24.05.2015 20:21

Ich sehe im Grad der Abweichung durchaus einen Unterschied, nämlich dem zwischen alles neu machen, wie Sumaro und Du es vorschlagen - bei dem wenig mehr als ein grober Umriss des bisherigen Aventuriens übrig bleibt, und mit dem vorhandenen arbeiten.
Und vorhanden ist nun mal lediglich Schwäbisch Gmünd als Machtbasis für Haffax.

Unter gewissen Umständen, die man eben aufgreifen und erklären muss, macht Haffax' handeln nämlich durchaus Sinn. Nur lassen diese Umstände nicht endcool rüberkommen sondern mehr nach dem wirklichen GröFaZ geraten.

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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Sumaro » 24.05.2015 20:43

@ Na'rat

Entschuldige wenn ich in Zukunft auf diese Argumentation von dir nicht mehr eingehe. Das ist nichts persönliches, aber es ist für mich leider überhaupt nicht zielführend mit dir erst einmal die Methodik zu diskutieren, vor allem weil selbst die Fakten, die vorliegen schon mit unterschiedlicher Sichtweise interpretiert werden.
Es ist einfach müßig zu diskutieren, dass Haffax mit dem was er tut auch dargestellt werden kann. Das wird er ja offiziell. Nur das ist ja eben nicht gewünscht. Darum spare ich mir die Arbeit und mache es dir auch ein wenig leichter, da du dahingehend nicht mehr mit mir diskutieren musst.
Sumaros kleine Schreibstube: Eure Ideen in Worte gefasst. Schaut rein!

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