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Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Andwari
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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Andwari » 24.05.2015 21:04

@Herr der Welt
Heute eine Änderung des Haffax-Plots zu basteln, die zudem rückwirkende Änderungen der letzten X Jahre benötigt, ist als Einstieg an diesem Punkt Null (ca. 1038BF) schwieriger, als ausgehend vom "jetzt" eine veränderte aventurische Geschichte zu entwickeln.

mMn betreiben viele Spielgruppen "ihr" Aventurien ähnlich wie das offizielle - nur anders. Das heißt, wenn bei denen Heldengruppe A etwas erlebt hat, gilt das Ergebnis auch für Heldengruppe B (derselben Spieler).

Dem Haffax der Jahre 960-1000 sind wohl die wenigsten Heldengruppen nahegekommen, der der Jahre 1000-1018 ist zumindest bei mir zwar Hoffnungsträger, aber auch ziemlich entrückt, halt ein Greis ganz oben in der Hierarchie. Meine Helden, die in der Zeit spielen, haben z.B. zu Dexter Nemrod viel mehr "Beziehung", auch Herzog Waldemar, Prinz Brin oder sogar einige Zauberer wie der Giftzwerg kommen aktiver rüber. Haffax tritt auf, wenn was dank seinem Umfeld schief läuft - da bleibt was hängen, selbst wenn er es nicht persönlich ist, steht er doch für die Reichsführung in all ihrem Versagen - keine Heiler nach dem beim Ogerangriff, nur fünf Pfeile für jeden Plänkler im nasskalten Hippodrom - was auch immer schief geht, es steht auch sein Name drauf - auch wenn der brave Wehrheimer ihn für irgendwelche Taten zu Retos Zeiten vergöttert.

Sein Verrat trifft halt auch deshalb hart, weil er vorher eine mittelreichische Bilderbuchkarriere hinlegt - welche dritte Ritterstochter träumt denn nicht davon, mal irgendwann durch tapfere Taten eine Vertraute des Kaisers/Prinzen zu sein und einen Grafentitel zu haben? Dass er sich trotzdem zurückgesetzt fühlt, geht nicht in den Kopf des Helden, der ständig selbst mit Hierarchieproblemen konfrontiert ist und trotzdem brav für Reich und Heimat kämpft - obwohl gelegentlich faire Belohnung ausbleibt.

Sumaro hat es da anscheinend leichter, weil er schon vorher stark "auf Haffax gesetzt" hat. Ich oute mich da einfach als jemand, der schon JdF so wenig abgewinnen kann, dass ich mich einfach nicht wirklich mit der Ausgestaltung der Schwarzen Lande nach der 3.Dämonenschlacht befasst habe - d.h dort auch weitgehend die große Politik verlasse. Wo der Halbgott noch eine Bedrohung sein konnte, wirken siebtel-Halbgott-Nachfolger in tobrischen Bauernhäusern, maraskanischen Fieberdschungeln und wiederholt kaputtgemachten Y-Städten ... zu klein.

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Cifer
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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Cifer » 25.05.2015 01:05

@Na'rat
Nur um es auch nochmal von Seiten des Threaderstellers gesagt zu haben: Die Möglichkeiten der Abänderung Aventuriens (sei das nun Gegenwart, nahe Vergangenheit, ferne Vergangenheit oder meinetwegen auch Zukunft), die dazu dienen, einer als respekteinlößend empfundenen Figur des Haffax' zu einem würdigen Abgang (oder meinetwegen auch Weiterleben) zu verhelfen, sind das Thema dieses Threads.

Hinweise darauf, dass der kanonische Plot schon gut so ist, dass Haffax keinen Respekt verdient oder dass das alles zu viel Aufwand ist, sind okay. Diskussionen über diese Thesen würde ich bitten, an dafür geeignetere Orte zu verlagern (wenn man mal von der Diskussion darüber absieht, was passieren muss, damit Haffax eben als respekteinflößend und eines würdigen Abgangs bedürftig empfunden wird).
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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Na'rat » 25.05.2015 10:39

Dann wäre es vielleicht mal sinnvoll, wenn du darstellen würdest womit sich Haffax, übrigens ein Massenmörder, Hochverräter, Kriegsverbrecher und sonstiger Schwerstverbrecher - bis auf den Kriegsverbrecher auch nach aventurischen Maßstäben, sich denn Respekt verdient haben kann und dies dann in den Kontext seiner letzten 20 Jahre setzen würdest.

Oder anders, was macht die Figur Haffax aus, außer sein angebliches militärisches Genie? Wenn es nur sein angebliches militärisches Genie ist, wie sieht dein alternativer Aventurienentwurf - auf nicht weniger läuft es hinaus - denn aus?
Cifer hat geschrieben: Hinweise darauf, dass der kanonische Plot schon gut so ist, dass Haffax keinen Respekt verdient oder dass das alles zu viel Aufwand ist, sind okay.
Zum vierten Mal, ich finde den Plot nicht gut, Angesichts der Umstände, wie eben einer Machtbasis von übersehbaren Dimensionen wie Schwäbisch Gmüd, ist er aber die beste unter lauter schlechten Möglichkeiten.

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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Sumaro » 25.05.2015 10:53

Na'rat dein Stilmittel der Profanisierung ist genau das, was bei der HA für so schlechte Kritiken gesorgt hat.^^ Es untergräbt ganz bewusst den Stil der Person und den Flair, den man verkörpern will, in dem du es ins lächerliche ziehst. Das ist in Argumentationen deswegen enorm ermüdend, weil es nicht zielführend ist, sondern lediglich als Element gedacht auch beim Gegenüber provokant die Vorstellung zu zerschlagen, die man hat. So wie wenn du Shafir oder Rhazzazzor "Wunderwürmer" nennst o.ä.. Das ist in gewisser Weise amüsant, nur leider nicht im geringsten konstruktiv. :)

Respekt verdienen geht ja schon alleine dadurch, dass er Ordnung schafft in einem absoluten Chaos. Das er die dämonischen Strukturen aufbricht und ausmerzt, soweit wie sie sich nicht instrumentalisieren lassen. Man muss Haffax dafür natürlich sinnvolle Erfolge zugestehen. Erfolge dabei den Einfluss der Skrechu auf Maraskan aufs Inselinnere zu begrenzen, die Truppen Dimionas nachhaltig zu schwächen, um so überhaupt erst einen Angriff trotz dämonischen Kräften zu ermöglichen, das Aufräumen mit Xeraan, der Piratenküste, dem "Untoten-Wunderland", das sind alles Dinge, die er angehen kann und bei denen er Erfolg haben konnte. Eine andere "Macht" als die der Guten, die sich eben für Struktur, Ordnung und ein brauchbares, soweit wie möglich undämonisches Zusammenleben stark macht, Gesellschaft aufbaut und Sicherheit gibt, vielleicht auch die Form von Gesellschaft fördert, die Borbarad gewollt hätte. Eine Herrschaft der (Willens-)Starken und Begabten.
Es soll ja ein ambivalentes Bild entstehen, eines bei dem man durchaus immer präsent hat, dass Haffax alles verraten hat, was man vielleicht selbst verteidigt und zugleich aber seine Leistung anerkennen muss und vielleicht sogar Respekt für das entwickelt, was er auf die Beine gestellt hat. Wie er den Splitter der Dämonenkrone bändigt, ohne dass dadurch katastrophale Zerstörungen entstehen, wie er nicht der persönlichen Machtgier verfällt, sondern eine größere Vision von einer anderen Menschheit o.ä. hat.

Haffax größter Pferdefuß wäre natürlich auch, dass er eigentlich als Mensch dennoch böse ist, denn im Gegensatz zu Borbarad unterliegt er menschlicher Moralvorstellung. Aber in einer Gesellschaft die er gestaltet hätte, wäre sein Weg ein notwendiges Übel, mit allen Opfern die dazu gehören. Der Zweck heiligt die Mittel, um die Menschheit und das Mittelreich in das neue Zeitalter zu führen.
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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Na'rat » 25.05.2015 15:02

Sumaro hat geschrieben: Respekt verdienen geht ja schon alleine dadurch, dass er Ordnung schafft in einem absoluten Chaos. Das er die dämonischen Strukturen aufbricht und ausmerzt, soweit wie sie sich nicht instrumentalisieren lassen.
Äh, als Paktier ist er ein Agent des Chaos. Oder soll das auch noch weg? Und warum geht er gegen seine Mitheptarchen vor? Warum wurde er überhaupt Heptarch? Warum stellt er sich erst auf die Seite des Chaos?
Sumaro hat geschrieben:
Es soll ja ein ambivalentes Bild entstehen, eines bei dem man durchaus immer präsent hat, dass Haffax alles verraten hat, was man vielleicht selbst verteidigt und zugleich aber seine Leistung anerkennen muss und vielleicht sogar Respekt für das entwickelt, was er auf die Beine gestellt hat.

...

Haffax größter Pferdefuß wäre natürlich auch, dass er eigentlich als Mensch dennoch böse ist, denn im Gegensatz zu Borbarad unterliegt er menschlicher Moralvorstellung.
Das taten Pol Polt und Oskar Dirlewanger auch. Wie also Respekt vor einem Massenmörder, Verräter und Paktier entwickeln? Seine Fähigkeiten kann man ja noch irgendwo respektieren. Aber die Person? Und was nützt Respekt vor einer Person, wenn man mit dieser nie interagieren kann?

Noch wichtig, wenn Haffax nahezu perfekt in seinen Taten ist, wie fällt er letztendlich? Oder hat die Figur tatsächlich Schwächen? Wenn ja, welche?

Nebenher versuchst du Haffax noch als Menschen mit modernen westeuropäischen Ansichten zu gestalten. Wo bleiben da acht Jahrzehnte Leben in einer mittelalterlichen Welt?

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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Farmelon » 25.05.2015 15:07

Na'rat hat geschrieben:Äh, als Paktier ist er ein Agent des Chaos. Oder soll das auch noch weg? Und warum geht er gegen seine Mitheptarchen vor? Warum wurde er überhaupt Heptarch? Warum stellt er sich erst auf die Seite des Chaos?
Sumaro hat seine Sichtweise schon dargelegt. Und ja, der Pakt ist unnötig, die Frage wurde schon auf der ersten Seite von ihm beantwortet. Ein Minderpakt zur Verjüngung reicht, von wegen Last des Alters. da gibt es schon Möglichkeiten ohne das man Haffax einen Vollpakt geben muss, so kann man ihn auch besser als großer Böser aufziehen, der eben nicht durch seinen Vollpakt eingeschränkt wird und sich vor einem Erzdämonen verantworten muss. Aber das hat Sumaro schon dargelegt, eben das worum der Threadersteller gebeten hat, worum es hier geht.

Zum Beispiel hier:
Sumaro hat geschrieben: Sucht man dagegen eher nach Bugfixes für die verschiedenen Logikbrüche, dann ist natürlich ein ganz anderes vorgehen angesagt.
Da mir schon verlorene Lande nicht wirklich gefallen, würde ich aber vermutlich eine komplette Überarbeitung vornehmen, auch um Helme Haffax an meine Vorstellungen anzupassen als NSC (sprich kein Paktierer, philosophischer Borbaradianer, strategisches und logistisches Genie, welcher die soldatischen Tugenden schätzt und fördert). Sein Ziel wäre vermutlich ein Militär-Staat, eine Ordnung mit klaren Strukturen, wo derjenige aufsteigt, der den Willen und die Kraft und das Wissen hat. Eine radikale Umstrukturierung der Gesellschaft des Mittelreichs. Oder zumindest seiner eigenen Herrschaft.

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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Sumaro » 25.05.2015 15:19

@ Na'rat

Ein Teil wurde schon beantwortet.

Heptarch wurde er, weil er a) keinem anderen dienen wollte und b) weil er als einziger Ordnung in das Chaos bringen konnte (oder zumindest davon ausging).

Ich weiß allerdings nicht was du mit den 80 Jahren im Mittelalter meinst. Die hat niemand in Aventurien mitgemacht. Das ist ne ganz andere Gesellschaft als unser Mittelalter.^^
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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Na'rat » 25.05.2015 15:30

Haffax handelt, wenn es nach dir geht, scheinbar gänzlich losgelöst von seiner Umwelt und ist so etwas wie der Übermensch.

Was soll an einer Figur interessant sein, die nirgendwo eingehängt ist, von seiner Umwelt nicht beeinflusst wird, keine Fehler und keine Schwächen hat?

Aufzuzeigen wäre also:
- wie Haffax seine aufklärischen Ideen entwickelt hat.
- wie sich sein dämonisches Umfeld - allein das Power-Up, auf ihn auswirkt
- welche Fehler und Schwächen er hat

Dann könnte man sich daran machen die GröFaZ Haffax zu inszenieren, dessen Fall bereits in der Figur angelegt ist.

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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Farmelon » 25.05.2015 15:34

Haffax ohne Vollpakt, der Bobrards Philosphie lebt und sich selber zum Herrscher über sein Reich aufschwingt, ja das hat was. Der einzige Heptarch ohne Pakt, so dass er wie für sein Genie würdig schalten und walten kann. Paktierer als Untergeben bieten ihm alle nötigen Ressourcen ohne das er seine eigenen Seele opfern muss.

Ich kann mir sogar vorstellen, dass Haffax nach Außen hin glaubhaft macht, dass er einen Vollpakt hat. das verschafft ihm bei Seinesgleichen etwas mehr Achtung, macht ihn aber zugleich auch unvorhersehbarer da die Charaktereigenschaften die man mit ihm in Verbindung bringt nur gespielt sind.
Etwa der angebliche beginnende Wahnsinn, oder die Massaker welche er anrichtet wenn er die Kontrolle verliert, alles nur Teil eines großen Bluffs von ihm wo eben ein paar Leute dran glauben müssen um es glaubhaft zu machen. Ein Preis der gezahlt werden muss.

Minderpakt Borbaraidanismus, dazu ein paar passende Zauber, dann kann er auch Übernatürliches zeigen und mit gebundenen Dämonen kann er glaubhaft schwarze Gaben substituieren. Zumindest einige, was gut für sein gewolltes Bild nach außen ist. Und per Transmutare hat er dann eben sein Dämonenmal.

So kann man ein über Jahrzehnte falsches Bild nach Außen aufbauen, während man im Hintergrund alles zu seinen Gunsten dreht und an sich reißt. Der Minderpakt Borbaradianismus hat den Vorteil dass er seine Jugend weiter als paktgabe verkaufen kann, eventuell hat die erste Verjüngungskur ja auch Borbarad selber spendiert um ihn auf seine Seite zu bekommen.
Und wenn er den Minderpakt irgendwann nicht mehr braucht kann er ihn brechen. Dann hat er selbst das für sich arbeiten lassen.

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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Na'rat » 25.05.2015 15:46

Feldherr, Politiker, Mini-Paktier, Genie, Philosoph, Revolutionär, Superkämpfer, Dämonenauskenner, Schauspieler und Magieauskenner. Die Liste wird irgendwie immer länger.

Wie wäre es stattdessen damit, Abhängigkeiten zu schaffen? Also, dass Haffax auf einen Stab zurückgreifen muss um die Fassade aufrecht zu erhalten und ,seine' Zeile durchzusetzen. Im späteren Verlauf dann entwickelt der Stab seine eigene Dynamik bzw. über diesen ist Haffax dann zu beeinflussen.

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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Farmelon » 25.05.2015 15:49

Möglich, ist ja nur eine grobe Idee die man umsetzen könnte und das sind alles Dinge die man dabei mit in Betracht ziehen sollte. Kann ja gut sein dass er gerade deswegen einen Teil seiner Elite verheizt, oder bei den Massakern glaubt "versehentlich" auch ein vertrauter Haffax dran, der zu viel weiß oder zu viel wollte, oder weil da aus verschiedenen Gründen die damit zusammenhängen zu viel Ballast vorhanden ist.
Das passt dann sogar wieder gut zu diesem Teil, wo offiziell gesetzt ist wie Haffax einen teil seiner Leute als Lockvögel entsorgt.

Aber du kannst dich gerne konstruktiv beteiligen und ein paar Gegenszenarien entwickeln, wo deine Bedenken eintreten könnten, oder aufzeigen wie du aufziehen würdest worum es dem Threadersteller geht.

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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Na'rat » 25.05.2015 18:31

Farmelon hat geschrieben: Aber du kannst dich gerne konstruktiv beteiligen und ein paar Gegenszenarien entwickeln, wo deine Bedenken eintreten könnten, oder aufzeigen wie du aufziehen würdest worum es dem Threadersteller geht.
Dafür müsste man erst mal Rahmenbedingungen abstecken. Diese so zu gestalten, dass Haffax alles kann sind mMn denkbar ungeeignet dafür eine interessante Figur und Handlung zu entwickeln. Ein Übermensch, wie langweilig ist dass denn...

Wie gesagt, ich würde Haffax zu einem Getriebenen machen, von der Angst vor dem Tod, dem Alter, Ehrgeiz und Eitelkeit. Ein Haffax in dem seine dämonische Umgebung auf ihm einwirkt. Ein Haffax der ohne Zweifel ein militärisches Genie ist oder es zumindest immer geschafft sich als solches zu verkaufen. Ein Haffax der von seinen Paktiern, seinem Paktherren, seinem dämonischen Power-Ups manipulieren kann aber auch von diesen manipuliert wird.

Für die Spielercharaktere ergäben sich eine Reihe von Ansätzen, wenn sie Haffax mit Falschinformationen füttern, ihn zu einer Reaktion provozieren können, dass sorgfältig ausgeklügelte Gleichgewicht seines Stabes bzw. seiner Power-Ups stören oder eben auch einen Deal anbieten, bei dem er seine Seele retten kann. Zieht man es richtig groß auf, könnte man Haffax auch das Amt als Fürst, Graf, Herzog, König und Reichserzmarschall auf Lebenszeit anbieten und ihn dann auf dem königlichen Klo töten.
Farmelon hat geschrieben: Das passt dann sogar wieder gut zu diesem Teil, wo offiziell gesetzt ist wie Haffax einen teil seiner Leute als Lockvögel entsorgt.
Und auch dies ohne Probleme schafft.

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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Farmelon » 25.05.2015 18:51

Gut, das wären ja ein paar Ansätze. Nur schade das du danach schon wieder beginnst alles ins Negative zu ziehen. Ziemlich demotivierend zu überlegen wie er mit so etwas umgehen könnte, was für Möglichkeiten er hätte, wenn von dir dann immer diese negativen Seitenhieb kommen weil du nicht zufrieden bist.

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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Sumaro » 25.05.2015 19:12

@ Na'rat

Nun, ich brauche deine Hilfe nicht wirklich, um meinen Haffax zu kreieren, viel mehr finde ich deinen Stil eher enorm kontraproduktiv für meine persönliche Arbeit. :)

Aber ich will dir dennoch Antworten geben:

zu 1) Galotta und später Borbarad haben Haffax "aufklärerische Seite" bestärkt und ihm Zugang und Verständnis von Dingen ermöglicht, welche er vorher so nicht kannte.
zu 2) Das dämonische Umfeld wirkt sich auf ihn nicht mehr aus. Er hat bei mir einmal versucht den Splitter für eine strategische Überlegung zu nutzen, es endete in einem grausigen Blutbad, bei dem er selbst in absolut tödliche Raserei verfallen ist und dank überlegener Waffen und Rüstung alles um ihn herum abschlachtete. Seitdem hält er dämonisches Wirken auf Abstand, ansonsten eher eine tulamidische Einstellung, Dämonen sind Werkzeuge.
zu 3) Haffax hat eine Menge Schwächen, nicht zuletzt teilt er die Vision eines Wesens, welches weit größer war, als er selbst und scheiterte diese umzusetzen. Und er ist kein Staatsmann. Während seine strategischen und taktischen Züge extrem gut gelingen und von großer Weitsicht zeugen, ist er kein geborener Staatslenker. Er hat eine Vision, aber den Weg dorthin kann er im Endeffekt nicht gehen, da ihm zu viele Hindernisse im Weg liegen. Haffax ist, wenn man so will, ein Idealist der borbaradianischen Sache und damit vor allem in seiner eigenen Hybris gefangen. Das Ziel, das Reich zu reformieren, es zu überwältigen und dann neu zu gestalten kann er nicht erfüllen, weil er die Mittel dazu nicht hat. Selbst wenn er taktisch erfolgreich ist, gibt es viel zu viele Kräfte die gegen ihn wirken, viel zu viele Sympathien, die er verspielt hat, um das Bild der Masse zu ändern und die Lebensweise des Mittelreichs. Eigentlich will er die Ordnung zerschlagen, um eine neue, für ihn und alle seiner Schule, bessere Ordnung zu etablieren, nur wird ihm das niemals gelingen, weil er schlicht nicht die Mittel hat. Nur das will er vermutlich auch nicht sehen.
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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Na'rat » 25.05.2015 20:29

Farmelon hat geschrieben:Gut, das wären ja ein paar Ansätze. Nur schade das du danach schon wieder beginnst alles ins Negative zu ziehen.
Es geht doch darum, Haffax' Niedergang zu inszenieren? Da ist eine rundweg positive Darstellung, abgesehen von so Kleinigkeiten wie Verrat und gelegentlichen Massenmord, wohl nicht angebracht. Davon ausgehend, dass man Haffax in seiner militärischen Herrlichkeit nicht beikommt, müssen die Ursachen für dessen Niedergang auch und gerade in der Person Haffax und seinem Umfeld zu finden sein.
Sumaro hat geschrieben: Nun, ich brauche deine Hilfe nicht wirklich, um meinen Haffax zu kreieren, viel mehr finde ich deinen Stil eher enorm kontraproduktiv für meine persönliche Arbeit.
Haffax ist der Übermensch - na gut mit leichten Schwächen in der Politik, dass habe ich schon verstanden und halte es weiterhin für nicht gelungen.
Sumaro hat geschrieben: zu 1) Galotta und später Borbarad haben Haffax "aufklärerische Seite" bestärkt und ihm Zugang und Verständnis von Dingen ermöglicht, welche er vorher so nicht kannte.
Die beiden Superpaktier müssen aber extrem überzeugend gegen den Pakt argumentiert haben. Zu mal dann fraglich ist, warum einer von beiden den Haffax nicht schlicht beherrscht hat. Alle mögen schließlich den Verrat aber niemand den Verräter
Sumaro hat geschrieben:Das dämonische Umfeld wirkt sich auf ihn nicht mehr aus.
Keine dämonischen Power-Ups (auch kein Minderpakt) kein gar nichts? Worauf stützt er sich dann? Was dann direkt zur Politik führt. Wie führt er sein Militär-Utopia, wenn er keine politische Basis über nackte Gewalt hinaus hat? Wie trägt sich sein Utopia wirtschaftlich?

Und was bleibt dann von Haffax übrig, mit seinen geradezu horasichen Ideen?
Sumaro hat geschrieben: Er hat bei mir einmal versucht den Splitter für eine strategische Überlegung zu nutzen, es endete in einem grausigen Blutbad, bei dem er selbst in absolut tödliche Raserei verfallen ist und dank überlegener Waffen und Rüstung alles um ihn herum abschlachtete. Seitdem hält er dämonisches Wirken auf Abstand, ansonsten eher eine tulamidische Einstellung, Dämonen sind Werkzeuge.
Nach der Erfahrung, dass er und sein Ego es nicht schaffen ein dämonisches Power-Up zu kontrollieren liegt es natürlich nahe davon auszugehen, dass Dämonen kontrollierbar sind. Selbst wenn, wo kommen die Beschwörer her und warum bleiben sie bei ihm?
Sumaro hat geschrieben:Haffax hat eine Menge Schwächen, nicht zuletzt teilt er die Vision eines Wesens, welches weit größer war, als er selbst und scheiterte diese umzusetzen.
Nenne bitte drei konkrete, welche die Person Haffax hat und sich von SC's auch angehen lassen. Dann drei weitere welche konkret das haffaxsche Utopia hat und sich von SC's auch angehen lassen.

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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Sumaro » 25.05.2015 21:04

@ Na'rat

:lol: Wie gesagt, ich habe nicht vor mit dir hier über meine Ideen zu Haffax zu diskutieren. Ich spare mir lieber die Zeit und die Nerven und lasse dir dein Aventurien und mir meins. Wir werden ohnehin nicht überein kommen. :)
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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Herr der Welt » 26.05.2015 12:36

In meinem Aventurien - und ja, auch darum geht es hier (wem das nicht passt, der kann den Thread meiden) - hat Haffax aus verschiedenen Gründen in der G7 die Seiten gewechselt:
Er hat alles erreicht, was er erwarten konnte je zu erreichen, wahrscheinlich sogar mehr. Aber es ist vielen Menschen zu eigen, nie mit dem zufrieden zu sein, was sie haben. Auch sehr einflussreiche, unverschämt vermögende oder anderweitig mächtige Menschen geben sich nicht unbedingt mit dem ab was sie haben. Sie wollen mehr. Haffax kann man wohl mit Fug und Recht einen solchen Eifer unterstellen. Zudem kann auch jemand, der angeblich alles erreicht hat, wenn er kein für ihn relevantes Ziel mehr vor Augen hat, mit seinem Leben höchst unglücklich sein. Beim gealterten Haffax kann auch die Angst vorm Sterben und vor dem Vergessen-werden hinzukommen. Immerhin hat er nicht einmal Nachkommen. Auch ein übersteigertes Selbstbild kann angenommen werden, so dass er sich eher gekränkt als geehrt fühlt, auf Kommando König Brins nach Maraskan als Fürst-Marschall Fürst Herdin unterstellt zu werden. Vielleicht hält er beide für deutlich weniger kompetent als sich selbst.
Alles in allem gibt es genug Denkbares, das jemanden wie Haffax unzufrieden auf Maraskan zurücklässt. Darunter sind natürlich nicht nur Tugenden, eher schlechte Charaktereigenschaften wie Eitelkeit, Arroganz, übersteigertes Selbstbewusstsein (also mögliche Auswahl). Ich würde nicht behaupten, dass Haffax ein besonders netter Typ ist. Aber das sind viele beliebte Schurken nicht.
Und dann kommt ein göttliches Wesen und verspricht neue Jugend, eine Möglichkeit, sein Leben mit der bisherigen Erfahrung neu zu gestalten und endlich dem zu folgen, was man in Wahrheit immer wollte, aber erst im ALter, als es zu spät war erkannte. Und zudem präsentiert dieses Wesen auch noch eine Philosophie, die den eigenen Bedürfnissen entspricht und zur Selbsterkenntnis verhilft (Borbarad hat Haffax auch ausgewählt, weil er so gut zu ihm passt).
Haffax sieht, dass er von einem Gott direkt ausgewählt wurde. Nicht einmal der Kaiser des Mittelreich kann das von sich behaupten. Welche höhere Legitimität kann es schon geben? Und welchen Bestand hat die überkommene Lehre von menschlichen Kirchen und Kulten, von irdischen Gesetzen, die stets irren können, gegen das Wort eines leibhaftigen Gottes? Es ist einfach, Haffax als Massenmörder und Dämonenbündler hinzustellen. Bequemt man sich aber dazu, Überlegungen anzustellen, was eine derart transzendente Erfahrung bedeuten kann, mag sich die Betrachtung auf Haffax' Taten ändern. Schließlich kann man jeden Heerführer als Massenmörder bezeichnen, der sich nicht unter Einsatz seines Lebens weigert, Tötungen zu veranlassen. Das kann das Problem nicht sein. Und Haffax kämpft nun eben für die Seite, die er im Recht glaubt gegen die Partei, die Unrecht verkörpert. Das ist nun in der Geschichte des Krieges auch keine Neuheit (genauso wie Spaß an Gewalt, Vergewaltigung, Plündern und Brandschatzen u.ä. Exzesse). Der Einsatz von Dämonen ist lediglich nach zwölfgöttlicher Lehre und mittelreichischem Gesetz höchst verwerflich.

Schließlich muss Haffax erkennen, dass er nicht nur Borbarad folgen kann, sondern - nachdem dieser sein Schicksal im Rausch der Ewigkeit erfüllte - seine eigene Idee vollenden muss. Wenn Wille und Fähigkeit entscheidend sind, die eigenen Ziele zu erreichen und wenn durch den Konflikt im Streben nach Freiheit, die eigenen Interessen durchzusetzen, die Schöpfung sich selbst erhöht (niemand sagt, dass Borbarads Philosophie besonders nett ist), dann kann Haffax sich auch als Prüfstein für diejenige verstehen, die sich Heldenkaiserin nennt. In der Herausforderung Rohajas liegt die Formulierung der eigenen Ansprüche. Wenn er Rohaja und das Mittelreich besiegen kann, dann hat sich genommen, was er wollte, weil er es offenkundig konnte. Wenn er von Rohaja besiegt wird, dann hat sie es verdient, sich Kaiserin zu nennen. Auf dem Weg dahin nimmt er sich, was andere Heptarchen und Herrscher nicht verteidigen können und unterwirft, wer sich ihm ergibt und folgt. Das ist nach unseren Moralvorstellungen natürlich im höchsten Maße verbrecherisch. Aber das gilt auch, wenn der Master in Doctor Who plant, die Weltbevölkerung auszulöschen, weil er seinem Wahnsinn im Kopf folgt. Trotzdem ist er ein cooler Bösewicht. Und trotzdem wird ihn der Doctor nicht umbringen, sobald er die Gelegenheit dazu hat.

Als weitere Schwäche von Haffax ist zu berücksichtigen, dass er den Umgang mit dämonischen Kräften nicht kennt, wenngleich er auch nur diese Unberechenbarkeit für seine Ziele scheut (das gilt auch für Paktierer, die ihm dienen), nicht die Mittel an sich. Vor diesem Kontext finde ich auch die Idee gut, dass er sich am BLH-Splitter versuchte - immerhin nutzte Borbarad gleich sieben Dämonensplitter -, jedoch sehr bald die Grenzen seines Menschenmöglichen erkennt (ohne die Kontrolle zu verlieren). Ein mahnendes Blutbahn genügt ihm (was nicht heißt, dass er frei von Einflüsterungen bleibt; gerade BLH dürfte sehr interessiert an Haffax sein). Die Konsequenz ist, dass er sich von einem Seelenpakt fernhält. Jugend kann er - wie schon mehrfach geschildert - auch anderweitig (von Borbarad) erhalten haben. Geschenkte Jahre genügen bereits, Unsterblichkeit ist nicht von Nöten (und auch durch Borbarad nicht ohne Weiteres zu ermöglichen). Gleichsam kokettiert er natürlich mit den Möglichkeiten von Dämonen und Magie, die ihm trotz eigentlicher Unterlegenheit ggü. dem Mittelreich einen enormen Vorteil verschaffen können.
Nach meinen Vorstellungen erweckt er absichtlich den Eindruck, den massiven Einsatz von Dämonen und Magie gegen das Mittelreich zu nutzen, um seine Feinde zu täuschen. In der Zwischenzeit konnte sich das Reich auf solche Angriffe vorbereiten. Spätestens nach dem JdF, da die beiden (zauber-)mächtigsten Heptarchen kooperierten, hat man definitiv alles Erwartbare gesehen. Jede Konzentration auf die Verteidigung gegen überirdische Bedrohungen, schwächt jedoch die konventionelle Verteidigung. Haffax wird also vorzugsweise gerade dort hochmagische und dämonische Mittel zum Einsatz bringen, wo er die (natürlich erfolgreichen, da darauf abgestimmten) Verteidiger binden möchte. Dass das Mittelreich tatsächlich eher eine taktisch, operational und strategisch weniger kompetente Führung vorzuweisen hat (auch wenn ich Kriegskunst 10 des obersten Heerführers so nicht übernehmen werde), spielt Haffax natürlich in die Hände. Das würde ich auch so übernehmen, da es eine Folge der Reformen ist, die Rohaja veranlasste bzw. (in Form der Ochsenbluter Urkunde) mittrug - wobei sich das Reich als gesamtes durch die Fürsten als jeweils ehrgeizige Glieder selbst schwächte. Auch die Zerstörung Wehrheims und des dortigen Offizierskaders sollte do seine Spuren zeigen.

So viel erst einmal ganz allgemein zu meinen Vorstellungen von der Person Haffax' und dessen groben Zielen. Auf Einwände, dass dies nicht dem offiziellen Aventurier entspreche oder damit vereinbar wäre, werde ich im Rahmen dieses Threads nicht eingehen. Das ist nicht das Thema.

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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Sumaro » 26.05.2015 15:38

@ Herr der Welt

Sehr geil. Das gefällt mir sehr gut und lässt sich erstklassig in mein eigenes Bild einfügen. Damit werde ich meine G7 um eine weitere Facette bereichern und auch das zukünftige, daraus erwachsende Aventurien. Vielen Dank :)
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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Cifer » 26.05.2015 17:07

@Herr der Welt
Die Konsequenz ist, dass er sich von einem Seelenpakt fernhält. Jugend kann er - wie schon mehrfach geschildert - auch anderweitig (von Borbarad) erhalten haben. Geschenkte Jahre genügen bereits, Unsterblichkeit ist nicht von Nöten (und auch durch Borbarad nicht ohne Weiteres zu ermöglichen).
Sofern man die Idee mit dem Karfunkel weiterverfolgen möchte, könnte man auch die Konzepte kombinieren: Borbarad verhalf Haffax paktlos zu mehr Jahren. Die sind aber mittlerweile um. Haffax braucht für seine letzte Aktion nun all seine Kräfte. Er könnte prinzipiell auch auf Reversalis Last des Alters o.ä. zurückgreifen, wählt aber den Pakt, um Asfaloth auch später noch für seine Strategie einspannen zu können (angeblich im Schöpferwahn stattfindende Erzeugung eines Heeres zu ihren Ehren, das er für beliebige Zwecke verheizen kann), ohne dass der Sinneswandel der Erzdämonin seltsam vorkommt.

Das einzige, was Haffax am Pakt fürchten muss, ist die Veränderung seines Charakters und der Verlust von Kontrolle über seine Handlungen - und angesichts der Nutzung des BLH-Splitters sollte seine Selbstbeherrschung mittlerweile irgendwo um die 18 liegen, was für einen niedrigkreisigen Pakt ausreichen sollte. Der Seelenverlust kann ihm egal sein, denn Uthar wird ihn ohnehin nicht in Borons Hallen einlassen. Er braucht also so oder so eine Alternative. Und die höheren Kreise betritt er nicht, weil er ohnehin bereits seinen Abgang plant.
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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Sumaro » 26.05.2015 17:22

@ Cifer

Das Problem welches ich daran sehe ist, dass er sich a) dennoch in eine schwer kontrollierbare Position begibt und wieder eine Herrin über sich hat und b) dieser Pakt ihm wohl kaum wirklich weiterhilft. Zudem verwässert der Asfaloth-Pakt mMn das Thema von Haffax mehr als es zu bereichern. Man hat mit der Skrechu und ihrem Plot eigentlich nen ziemlich interessanten Plot um Asfaloth. Und man sollte die Erzdämonin auch nicht zu sehr deklassieren. Jemand wie Balphemor von Punin wurde in seiner Pflicht um den Arkhobal gefangen, selbst ein Galotta verfing sich (bei mir temporär) in den Fallstricken eines Paktes und abseits von alten Kaiserdrachen, beinahe unsterblichen Urechsen und einem Halbgott selbst, haben es nur wirklich wenige geschafft einen Pakt einfach als eine weitere Karte in ihrem Arsenal zu spielen.

Wenn der Seelenpakt etwas bedeutendes, etwas mächtiges und einschneidendes sein sollte (gerade weil man sich mit den dunklen Göttern einlässt), darf man ihn nicht zu einem Werkzeug der Massen degradieren. Selbst ein Borbarad unterschätzte die Gefahr der Pakte (oder spekulierte damit, das ihn der Rausch der Ewigkeit retten würde vor seinem eigenen Freiheitsdrang als auch vor den geschlossenen Verpfändungen seiner Seele).
So cool es auch sein mag einen Erzdämon zu narren, ich halte das für keine Leistung, die einem einzelnen Sterblichen, sei er auch noch so ein Genie, gelingen mag.
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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Cifer » 26.05.2015 19:21

@Sumaro
Ja, dass wir diesbezüglich unterschiedlicher Meinung sind, haben wir ja glaube ich schon ein paar mal festgestellt. :)

Aus meiner Sicht würde Haffax hier eben alles tun, was ihm möglich ist, um die Gefahren des Pakts zu minimieren: Kein "Ich kann mich arrangieren" oder "Ich kann es kontrollieren", sondern eine beinahe einmalige Nutzung der verliehenen Kräfte, der dann auch direkt der Abgang folgt - im Gegensatz zu den Langzeitpaktierern Galotta, Xeraan und co, deren eigenes Ableben nie Teil ihrer Pläne war.
Und aus dramaturgischer Sicht könnte es ganz reizvoll sein, mit dem Chimärenheer erst einen roten Hering zu angeln ("Ach, Haffax driftet doch ins Evil Overlord Klischee ab..."), um dann die Spieler mit dem tatsächlichen Plan zu überraschen ("Er stellt eine Armee auf, damit er sie verlieren kann.").
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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Sumaro » 26.05.2015 19:29

@ Cifer

Eine Armee um sie zu verlieren ist eine nette Idee, aber wieso dafür nicht seine Belhalhar-Gefolgsleute nehmen, die aussortieren, die sich ohnehin in der Nähe des Splitters sammeln wie Motten beim Licht? Wieso nicht diese in den Kampf werfen. Das spiel mit dem Pakt ist in der Tat ein gefährliches, es muss nur ein einziges Mal etwas schief gehen (eine Probe misslingen) und schon verliert er sich ein Stück an den Paktherren und das ohne Not. Denn Asfaloth ist ja nun mal nicht einmal eine berechenbare Größe, sondern eine Macht, die selbst sein Gott einmal per Hand eingedämmt hat, damit sie nicht wuchernd Überhand nimmt. Und die Chimären-Armee ist ja auch wieder so etwas, was dann plötzlich herbeigeschrieben wird. Nicht umsonst ist Chimärologie eine der verbotensten und machtvollsten Künste und es gibt nur noch eine Handvoll Persönlichkeiten, die sie wirklich in Vollendung beherrschen. Das Haffax mit einem ersten Kreis der Verdammnis dann gleich die Über-Armee der Chimären bekommt, groß und bedrohlich genug, um die Hauptstadt zu bedrohen, ist wieder ziemlich schwierig zu erklären. Denn diese Chimären-Armee hätte ja das Kaliber eines großen Schwarms.
Außerdem passt Asfaloth mit wimmelndem Chaos etc. nicht zum Style eines Haffax, finde ich. Wie gesagt, den Touch mit "Eine Armee, um sie zu verlieren" gefällt mir. Gerade die dämonischen Elemente des Belhalhar, die er gesammelt hat, auf diese Weise in einer epischen Schlacht zu verlieren (gegen Rondrianer, Korianer usw), bewusst kleine Fehler zu begehen, die ausgenutzt werden können, aber nur seinem Genie offensichtlich erscheinen, das fände ich sehr geil. Eine Chimärenarmee und einen Asfaloth-Pakt als Mittel zum Zweck... nicht so sehr.
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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Na'rat » 26.05.2015 23:08

@ Herr der Welt:

Auch bei dieser Darstellung hat Haffax irgendwie keine Schwächen. Wie, er scheut den Umgang mit dämonischen und setzt es gleichzeitig massiv ein. Er eifert Borbarad nach und macht nach dessen Fall einfach weiter wie bisher.

Den Aspekt, dass Haffax eigentlich ein Greis ist komplett auszuklammern halte ich auch für nicht sonderlich gelungen. Haffax ist ein Rudiment aus einer anderen Zeit. Welches zunehmend Schwierigkeiten hat mit der Realität klarzukommen.
Ganz dem GröFaZ nachempfunden könnte Haffax zum Beispiel dazu übergehen fiktive Regimenter durch die Gegend zu schieben. Für und gegen diese geniale Taktiken zu entwerfen, die so gar nicht auf den tatsächlichen Feind zugeschnitten sind.
Seine Unterlinge dann gänzlich überfordert sind, wenn sie, statt den bis ins Detail austüfelten Angriffsplan gegen eine lehrbuchhafte wehrheimer Verteidigung, mit Amateuren konfrontiert sind oder schlimmer noch Eigeninitiative entwickeln. Profis sind schließlich berechenbar, Amateure nicht.
Was gerade eine Stärke sein kann. Das Mittelreich hat, nachdem die Reichsarmee wiedermal verreckt ist, kein wirkliches Offizierskorps mehr, außer vielleicht bei den kaiserlichen Regimentern, Baron Alrik führt seine Truppen nun persönlich in die Schlacht und der hat nur vielleicht eine militärische Ausbildung genossen die es verdient so genannt zu werden.
Wo man mit Oberst Balrik, von Profi zu Profi, über die Übergabe der Festung verhandeln konnte wird Kommandant Alrik, für den ganz andere Dinge auf dem Spiel stehen als z.B. die nächste Beförderung, verbissen Widerstand leisten.
Wo Soldat Calrik sich ergibt, eh unwahrscheinlich gegen Paktierhorden, wird Landwehrmann Dalrik verbissen seine Heimat verteidigen.

Überhaupt Unterlinge, die halten warum Haffax die Stange?

Auch die Darstellung, dass sich das Reich selbst schwächte ist nicht wirklich gelungen. Die angeblich loyalen Provinzfürsten haben mehr Unabhängigkeit gefordert und bekommen, die Kaiserin hat ihre Macht wohl nicht freiwillig abgeben. Es wäre also an der Zeit den Provinzfürsten eine Lektion zu erteilen, was auch den Vorteil hätte, dass man der Konflikt nicht gleich eskalieren muss.
Wenn z.B. Weiden brennt wird Gareth vielleicht drauf pissen.

Mal abgesehen, dass die Überhöhung Borbarads nur vielleicht ein gutes Mittel ist. Die meisten seiner Jünger kommen nicht als Erleuchtete rüber sondern als Wahnsinnige.

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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Sumaro » 26.05.2015 23:46

Ich weiß nicht, ob ich damit alleine da stehe, aber ich möchte Haffax nicht im Geist von Hitler sondern eher als Fürsten und Kriegsführer nach Art des Machiavelli sehen.
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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Na'rat » 27.05.2015 00:02

Vielleicht sollst du mal eine List liefern, was Haffax alles nicht sein soll. Die wäre wohl kürzer als die was er alles ist.
Bei einer Figur mit dem Label größter Feldherr aller Zeiten oder so ähnlich und nur sehr beischeidenden strategischen Leistungen liegt es nahe beim Original zu klauen. Welches ja der Welt ohne Zweifel seinen Stempel aufgedrückt hat.
Der Kontext eines Machiavelli würde besser in das Horasreich passen, statt auf einen pseudo-mittelalterlichen Kasernenhof, bestimmt durch einen Geburtsadel.

Wobei ich die Idee mit der Borbaradfrömmigkeit mittlerweile gar nicht so schlecht finde, da könnte man prima SEINE Kirche reinbasteln. In der Petrus und Perta bzw. Paul und Paula darüber streiten wer von ihnen eigentlich Judas ist.

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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Herr der Welt » 27.05.2015 00:11

Auch bei dieser Darstellung hat Haffax irgendwie keine Schwächen. Wie, er scheut den Umgang mit dämonischen und setzt es gleichzeitig massiv ein. Er eifert Borbarad nach und macht nach dessen Fall einfach weiter wie bisher.
Eine denkbare Schwäche wäre die Aufmerksamkeit Belhalhars, die Haffax erregt. Nicht nur, dass er den Splitter behütet, ohne ihn an sich zu binden (nach meiner Vorstellung bedarf es dazu eines Paktes; aber auch sonst rückt man sich damit in bedenkliche Nähe zum Erzdämonen). Er behütet ihn so auch vor dem Zugriff hochrangiger Paktierer wie Belharion Menning oder Nakika Bärenfang. Außerdem plant er einen großen Kriegszug. Ich würde diesen Konflikt im finalen Abenteuer berücksichtigen. Wäre er denn letztlich doch bereit, einen Pakt einzugehen - sei es aus Not, weil er ansonsten verliert, weil es einem hochrangigen Paktierer gelingt, ihn in den Rücken zu fallen (immerhin sind Paktierer auch für einen Meisterstrategen schwer einschätzbar) oder weil er im entscheidenden Moment den Einflüsterungen erliegt.
Auch andere mögliche Verbündete können Mist bauen, ein anderes Angebot (z.B. Gnade durch das Reich, wenn die SC oder wichtige NSC ihnen die Pistole vor die Brust halten können) annehmen oder Haffax aus anderweitigen egoistischen Motiven die Treue im entscheidenden Moment versagen. Er hat nicht unbedingt die loyalsten Verbündeten. Auch dass Haffax nicht überall sein kann, selbst wenn er dort gewinnt, wo er sich befindet, ist eine Schwäche.
Wenn Haffax Überzeugungen, ist er den richtigen Argumenten ggü. nicht taub. Schaffen es die SC in einer Kommando-Aktion, ein von mehreren Geweihten mittels Objektweihe gebundenen und entsprechend mächtigen Ehrenhaften Zweikampf auf ihn zu wirken, kann es ein finales Duell geben. Allgemein dürfte er persönlich keinen großartigen Schutz gegen Liturgien haben, jedoch Geweihte aus diesem Grund von sich fern halten. Ich kann mir auch vorstellen, dass gerade SC für das Abenteuer einen sehr hohen Kriegskunst-Wert haben, um seine Finten zu durchschauen und sich ein Duell der Strategen und Taktiker zu liefern.
Sieht man die SC als die Speerspitze des Reiches, die sich im Stab des Heeres oder als Meisterspione, Gesandte der Kaiserin o.Ä. betätigen (auch schon in Verlorene Lande) und als Experten mit besonderen Fähigkeiten (das trifft auf SC oft zu), als Koordinatoren für den Kampf speziell gegen Haffax o.Ä., dann kann es viele Wege geben, Haffax aufzuhalten. Man sollte da schon bei Die Verlorenen Lande ansetzen, um die Möglichkeit zu gewähren, Haffax Meisterplan auf die eine oder andere Weise in der Wucht seiner Wirkung abzumildern. Schließlich sollte er verschiedene Möglichkeiten geben, ihn zu stellen oder anderweitig auszuschalten. Der Schlange den Kopf abschlagen, ist wohl das treffendste Sprichwort für das Vorgehen.
Überhaupt Unterlinge, die halten warum Haffax die Stange?
Weil er der einzige Mann ist, dem es abkauft, wenn er verspricht, das Mittelreich zu unterwerfen und die Beute des Lebens zu machen. Oder weil man unbedeutend genug ist, dass man im Mittelreich mit keiner Gnade zu rechnen hat. Die Söldnerfrage stellt sich seit der G7. Ich habe sie auf eine Art beantwortet, die hier wahrscheinlich nicht zur Debatte steht (nämlich mit riesländischen Söldnern, die Borbarad angeworben hat; drüben gibt es auch einige Kulte, die auf Borbarads Rückkehr hinarbeiteten bzw. die ihn kennen oder die er sich im Jahr seiner Körperlosigkeit bekannt gemacht hat; die Verbindung zwischen Aventurien und Rakshazar ist bei uns durchaus vorhanden, wenn auch seltenbefahren, da riskant). Ansonsten muss man eben schauen, wie man sich damit abfinden kann.

Wenn du von den Paktierern sprichst, so versprechen die sich den Splitter. Und die Aussicht darauf, den Rondrakult entscheidend zu schwächen bzw. im Herzen zu treffen, ist auch nicht ohne. Wenn ein großer Feldzug ansteht, werden die BLH-Paktierer wahrscheinlich nicht nein sagen, selbst wenn sie insgeheim eine günstige Gelegenheit suchen, sich von Haffax zu emanzipieren, ihn zu hintergehen oder zumindest stärker fokussiert eigenen Interessen zu folgen. Das geht im Schatten des Fürstkomturs besser.
Auch die Darstellung, dass sich das Reich selbst schwächte ist nicht wirklich gelungen. Die angeblich loyalen Provinzfürsten haben mehr Unabhängigkeit gefordert und bekommen, die Kaiserin hat ihre Macht wohl nicht freiwillig abgeben. Es wäre also an der Zeit den Provinzfürsten eine Lektion zu erteilen, was auch den Vorteil hätte, dass man der Konflikt nicht gleich eskalieren muss.
Wenn z.B. Weiden brennt wird Gareth vielleicht drauf pissen.
Da ich den Krieg am Großen Fluss und die Almada-Frage noch ein Weilchen länger laufen lasse, ist das für mich kein Problem, über das ich länger sinnieren muss. Am Großen Fluss und in Albernia geht man erst einmal nicht davon aus, dass es - und sei es selbst Haffax - jemandem gelingen kann, Gareth zu nehmen. Das haben schon zwei Heptarchen im Verbund nicht geschafft. Sind denn im offiziellen Abenteuer eigentlich nordmärkische/albernische Truppen im Heerbann oder übernimmt das Kaiserin größtenteils als Königin Garetiens selbst inkl. betroffener Anrainer und den besonders herzlich-loyalen?
Mal abgesehen, dass die Überhöhung Borbarads nur vielleicht ein gutes Mittel ist. Die meisten seiner Jünger kommen nicht als Erleuchtete rüber sondern als Wahnsinnige.
Dass bei mir bspw. Galotta keineswegs der Wahnsinnige war, als der er in SidW dargestellt wird, sei nur am Rande erwähnt. Um den geht es hier schließlich nicht. Eine göttliche Erleuchtung dieser Art oder Borbarad als persönlichen Lehrmeister bedeutet in meinem Aventurien mehr. Zumal er sich nicht ohne Grund Genies ausgesucht hat, die seine Denkweise teilen.
Sofern man die Idee mit dem Karfunkel weiterverfolgen möchte, könnte man auch die Konzepte kombinieren: Borbarad verhalf Haffax paktlos zu mehr Jahren. Die sind aber mittlerweile um. Haffax braucht für seine letzte Aktion nun all seine Kräfte. Er könnte prinzipiell auch auf Reversalis Last des Alters o.ä. zurückgreifen, wählt aber den Pakt, um Asfaloth auch später noch für seine Strategie einspannen zu können (angeblich im Schöpferwahn stattfindende Erzeugung eines Heeres zu ihren Ehren, das er für beliebige Zwecke verheizen kann), ohne dass der Sinneswandel der Erzdämonin seltsam vorkommt.
Ehrlich gesagt bin ich überhaupt kein Freund davon, Asfaloth eine Rolle spielen zu lassen - es sei denn, man arrangiert ein Bündnis Haffax' mit der Skrechu. Mir erscheint BLH mit seinem ganzen Wesen als idealer Kontrahent und Verführer für einen Haffax, die ultima ration ganz im negativen Sinne und - sollte Haffax nachgeben - das implizite Eigenständnis der eigenen Niederlage.
Höchstens der Versuch, zwei Erzdämonen gegeneinander auszuspielen, was schon großes Vabanque ist und Haffax einigermaßen als Hasardeur erscheinen lässt (aber vlt. sieht er keine andere Möglichkeit), würde mir da als Manöver einfallen. Es gibt durchaus einen Grund, warum ich gerade - und nur - Haffax gerne als Heptarchen ohne Pakt sehen würde. Den Drachenkarfunkel kann man, wenn man daran festhalten will, dass Haffax deshalb nach Gareth kommt, durch ein anderes MacGuffin austauschen oder eine andere Begründung für genau diesen Karfunkel anfügen.
Temporäre Nutzung von Paktgaben ist mittels Minderpakten möglich, von denen man sich leicht und zuverlässig befreien kann. Aber das ist nicht einfach berechenbar und weckt natürlich trotzdem die Aufmerksamkeit des Erzdämonen.

Behemoth
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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Behemoth » 27.05.2015 12:48

Also ich muss sagen für mich ist Haffax der letzte große Endgegner den es gibt und als solcher wird er auch ein entsprechendes Ende erhalten.

Ich werde das mit dem Pakt mit Asfaloth annehmen und voll ausspielen. Er mag ein großer Kriegsherr und Mann mit Tugenden gewesen sein, doch sind wir mal ehrlich: Er hat das alles verraten. Falsche Entscheidungen haben ihn dahin gebracht, wo er heute ist. Die Erinnerung an seine Größe haben auch sein Ego derart anschwellen lassen, dass er eine zweite Jugend brauchte, um sich noch mehr zu beweisen, als er dies ohnehin schon getan hat. Es reichte ihm nicht, in der Vergangenheit großes bewirkt zu haben. Ein Mittelreich ohne ihn konnte er nicht ertragen.

Nun hat er sich tatsächlich viel Zeit gelassen. Aber warum auch nicht? Das Mittelreich hat sich vielleicht mehr oder weniger verausgabt die Schwarzen Lande zurückzuerobern, sodass sie seinen Dolchstoß in Richtung Gareth gar nicht kommen sehen. Ich würde das auch sehr militärisch aufziehen. Seine brillante Kriegsführung (die ich unterstellen würde, um ihn zu dem Superschurken zu machen, den ich für eine Endkampagne haben will)sollte ihm tatsächlich Sieg um Sieg bescheren´.

Auch wenn ich das noch nicht ausgeplant habe, so sehe ich ihn eigentlich in seinem schwarzen Plattenpanzer im Kaiserpalast stehen, die brennende Stadt unter ihm. Kaiserin Rohaja mit geborstener Klinge und die Kaiserkrone zum greifen nahe (denn warum soll er die Kaiserwürde nicht beanspruchen? Es gibt keinen, der ihm das Wasser reichen kann?).

Und jetzt kommen meine Helden: Warum sollen sie es nicht sein, die ihn gejagt und bekämpft haben und vielleicht über Jahre Informationen über ihn zusammengetragen haben, die zu ihm durchdringen? Warum sollen sie ihn nicht erst darauf hinweisen, dass er alles zerstört, was er zu beschützen geschworen hat? Sie können ihn nicht militärisch besiegen, aber sie können ihn an sein wahres Ich erinnern. In diesem Moment will er sich von dem Pakt befreien und Asfaloth wirft alle Chimären gegen den Kaiserpalast in dem nicht nur Haffax sondern auch Rohaja in einem epischen Finale mit den Helden kämpfen. Klar muss man das jetzt noch ausschmücken. Vielleicht hat Haffax im Verlauf die Macht erlangt Asfaloths Pläne umzusetzen, sodass nur er sie (mit Artefakte, Rituale, etc.) auch verhindern kann. So denke ich, wird das ein rollenspielerisches Finale, dass es in sich hat.

Haffax am Ende als den Guten darzustellen, der von Anfang an nur dem Mittelreich, wenn auch schmerzvoll, helfen will - das sehe ich nicht.

Meine Meinung...

Taui
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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Taui » 03.06.2015 20:59

Mein erster Post in diesem Forum, obwohl ich jetzt schon lange Jahre mitlese, seit bitte sanft. ;)

Ich schließe mich der Mehrheit an, die Bände so wie sie gedrucht wurden, sind kaum spielbar, zu groß sind die Logiklücken, die Sprünge in Story und den Charakteren.
Habe einiges an Motivation für Haffax aus den vorhergehenden Posts geklaut, hoffe das nimmt mir niemand übel.

Für mich ist Haffax ein genialer aber auch getriebener Mann, ein Meister der Finte und Ablenkung, auch abseits der Schlachtfelder. Ein Planer der sich immer die Werkzeuge nicht nur für einen Plan B sondern auch für C, D und E zurechtlegt und dessen offensichtlichen Motive sich fast nie mit seinen (langfristigen) Plänen decken. Er hat die Motivation von hunderten wichtigen Menschen mit seinen Plänen verwoben, einige handeln auf seinen Befehl, andere weil er die Anreize setzt die sie handeln lassen. Dabei wird sein Handeln wegen seines Alters aber von Jahr zu Jahr härter und getriebener weil ihm die Zeit im Nacken sitzt.

Bei mir hat Haffax das Mittelreich nicht aus vollkommen freien Willen verraten. So wie Borbarad auch andere Persönlichkeiten beeinflusste und auf seine Seite zog, so ging es auch Haffax. Ihn packte die Gier, nach Macht, nach Bedeutung, nach Demonstration seiner Fähigkeiten. Er gerrätin einen Machtrausch aus dem er erst wieder zur Besinnung kommt als Borbarad vergangen ist. Nun ist er der Erzverräter, hat einen Pakt am Hals und zu allem Überfluss war ist von anderen Splitterbesitzern eingekreist.

Bei mir hat er es geschafft sich sämtlicher Pakte zu entledigen, um sich selbst als schwächer darzustellen als er eigentlich ist spielt er weiterhin den unbeherrschten Paktierer.

Danach wird er von drei Elementen angetrieben:
- Absolution: Sowohl für seine Soldaten die ihm blind gefolgt sind, als auch für seine Seele. Sein Überleben plant er nicht ein.
- Eingrenzung des Schadens und damit letztlich nicht weniger als die Vernichtung der Heptarchien und den Tot möglichst vieler Paktierer.
- Konsolidierung des Mittelreichs unter einem starken Kaiser.

Was geschichte ist: Durch seinen Verrat im 35-Tage-Krieg sichert er nicht nur seine Position sondern sorgt auch für den Fall von Oron. Gegen Xerran geht er direkt vor. Auch auf Warunk marschieren seine Truppen, werden aber von Alpträumen derart geschwächt das sie sich zurückziehen müssen (Bote 120). Er hat nun sein Reich stabilisiert, erweitert und dabei zwei Heptarchen beseitigt ohne das es ihm direkt angerechnet wird. Da er nach dem gescheiterten Versuch auf Warunk vorzurücken einsieht das er gegen die Nekromanten nicht ankommmt lehnt er sich erst einmal zurück und sichert seine Position. Als Warunk schlussendlich gestürmt wird rührt er nicht nur keinen Finger sondern besetzt einige vorher der Warunkerrei zugehörigen Gegenden die er für nützlich hält.

Zu Beginn von Splitterdämmerung 7 ist er in einer guten Position, wenn er Medena mit allem verteidigen würde was er hätte könnte er locker gewinnen. Das ist aber garnicht sein Ziel, ganz im Gegenteil. Alle Paktierer und sonst schwer vorbelasteten bzw. unsicheren Personen werden mit der Verteidigung von Medena und anderen Orten beauftragt, dabei werden besonders üble Exemplare so dünn gestreut das sie überwindbar sind (z.B. wie in Eslamsbrück), dabei nutzt er die Eigenwilligkeit der Paktierer und Magier gegen sie aus.
Letztlich wird Rohaja durch ihren Sieg in Medena nicht nur einen guten Schritt in der Konsolidierung ihrer Herrschaft näher bringen sondern innerhalb von einem Monat sterben fast alle Paktierer des Belhalhar und viele anderer Erzdämonen.
Durch diese Finte bekommt er genug Zeit und Ablenkung um sich mit seinen getreusten Truppen (und keinen Neuaushebungen) nach Perricum abzusetzen. Die Stadt nimmt er bis auf einige wenige Ausnahmen (z.B. die Löwenburg), ohne einen einzigen Schwerthieb geführt zu haben, ein. Er übergibt den Splitter an Ayla. Ein Unbekannter sorgt für erstes Blutvergießen bei der Übergabe. Kurzzeitig kämpfen Ayla und Haffax sogar Seite an Seite im Chaos das wegen der Splitterübergabe ausbricht.

Nach der Übergabe versucht sich Haffax abzusetzen und will die Stadt den Rondrianern überlassen, einige seiner Truppen verweigern sich seinem Befehl und wollen die Stadt erobern. Wissend das die Zeit drängt zieht er mit seinen verbliebenen Getreuen aus der Stadt ab.

Bei der Schlacht in Gauslsfurt zeigt er zwar Stärke, die hohen Verluste verdanken aber die Mittelreichischen Heerführer sich selbst - in überfluteten Gelände gegen eine Flotte mit Pferden zu kämpfen... Mittelreich... *seufz*

Haffax erreicht Gareth und lässt sämtliche noch verbliebenen Paktierer der Charyptoroth töten, seinem Admiral gibt er die Order sich zurückzuziehen. Dann fintet er sich durch das Mittelreich (wie auf Seite 51 beschrieben), spielt hier und da noch ein doppeltes Spiel usw.

Finale dann wie gehabt in Gareth, böse Bedrohung wird von den Garethern und den eingesickerten Truppen von Haffax (unter Leomars Kommando!) zurückgeschlagen, die Kaiserin oder ein Held töten (offiziell) Haffax, der für seinen "Tod" (Karfunkelschlaf) die Garantie der Kaiserin bekommt das seine Truppen die keine Paktierer sind und sich keiner offensichtlichen Schändungen (von Tempeln usw.) strafbar gemacht haben mit dem Kaiserheil bedacht werden.

Am Ende hat er seine drei Ziele erreicht, die treusten Anhänger erhalten Amestie und seine Seele geht nicht in die Seelenmühle, die Heptarchien sind geschichte und fast alle Paktierer gefallen, Rohaja ist durch ihren Sieg nicht schwächer sondern ganz im Gegenteil: stärker geworden. Letztlich haben somit sowohl Rohaja als auch Haffax ihre jeweiligen Ziele erreicht.

Aber er wäre doch so ein guter Kaiser gewesen! Haffax ist Realist. Ohne Pakt oder Magie, bei beidem macht er sich über Gebühr beeinflussbar, ist er viel zu alt um über das Mittelreich lange herrschen zu können. Selbst wenn er Gareth erobert hätte, wäre das eine Provinz gewesen. Es hätte weitere 20 Jahre gedauert alle Provinzen anzugliedern und die Provinzfürsten einem nach den anderen zu besiegen. Haffax weiss das er Gareth hätte erobern können, Rohaja weiss das auch. Die Helden werden es am Ende auch wissen. Was das restliche Aventurien über Haffax denkt ist Haffax ziemlich egal.

Gerade für die Kaiserin war Haffax damit ein riesiger Prüfstein der sich letztlich nur hat zerschlagen lassen weil er es wollte und seinen Zielen diente. Dabei finde ich sie aber keineswegs unfähig und auch andere Meisterpersonen nicht - sie bewegt sich innerhalb ihrer Möglichkeiten realistisch und kann aus dem vollen schöpfen. Durch die persönliche Einbindung zumindest des "Führungshelden" (siehe unten) kann ich die Helden an allen wichtigen Punkten teilnehmen lassen ohne das sie reine Zuschauer sind.

Ich habe mir die Mühe gemacht zumindest Band 1 stark zu ändern und ganze Kapitel umzuschreiben. Da meine Gruppe online spielt habe ich mitlerweile 6 Schlachtkarten gezeichnet. Je ein Spieler bekommt das Kommando über einen der drei Heerhaufen und jede Schlacht wird nach den Scharmüzelregeln in einzelnen Spielterminen (1 Spieler 1 Meister) abgearbeitet. Eine Besonderheit hat das ganze noch (und spätestens hier solltest du aufhören zu lesen Twiggels). Einer der Spieler spielt schon sehr lange einen Charakter bei dem die Vaterschaft zweifelhaft ist und der Charakter heißt auch Helme, Helme junior wäre passender, den das wird ein Bastardsohn von Haffax sein. Ich bin schon sehr gespannt ob sich dieser Teil der Gruppe (nachdem dem NSC gewahr wird wer sein Erzeuger ist) auf die Seite von Haffax stellt oder ihn tief zu hassen beginnt.
Solche Totalausfälle wie Traumgespinste habe ich gestrichen, die Kampagne bietet als Feldzugssimulator mit allem drum und dran viel mehr.

Was den Rückblick zu Helme Haffax angeht habe ich in eine erzählerische Trickkiste gegriffen. Meine Gruppe spielt gerade Wildermark II und SC habe ich mir einen Veteranen der Maulwürfe erstellt der als Söldner (zusammen mit einem angemieteten Banner) den Helden von Zweimühlen dient. Ein Veteran der sich seine Sporen bereits in der Ogerschlacht verdient hat und sich immer wieder anerkennend über die Strategien von Haffax äußert und immer wieder von ihm angewendete Taktiken (ich weiss, die Taktiken die in DSA Abenteuern beschrieben wird sind grausig, erzählerische Freiheit an der Stelle), vorschlägt und ab und an anfängt über Aventurische Militärgeschichte zu referieren.

Beste Grüße

Tau

P.S.: Meine schludrige Schreibweise zeigt es ja (außerdem hatte ich es geschrieben), das sind Vorüberlegungen wie es in meinem Aventurien funktionieren könnte. Das dies nicht bei allen auf Gegenliebe stößt ist klar. Ich bin für Tipps und Ideen, gerade wie das Finale funktioniert (am besten ohne den Monsterschwarm über Gareth), dankbar.

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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Na'rat » 03.06.2015 22:23

@ Herr der Welt:

Auch deinem Haffax fehlt eine Schwäche die in der Person verankert ist, nicht in den Umständen. Im Paktierwunderland, mit haufenweise dämonischen Kram behängt und obendrein noch einem Pakt an der Backe hätte jeder, der nicht supercool und damit superlangweilig ist, Probleme.

@ Taui:

Absolution für die Soldaten die gleichfalls allesamt Hochverräter, Fahenflüchtige, Mörder und Dämonenfreunde sind, die 10 Jahre lange blind waren. Okay, in einem Aventurien in dem Hochgeweihte und Paktier gemeinsame Sache machen und Seite an Seite kämpfen...
Eingrenzung des Schadens, auch hier müsste man massiv die Geschichte umschreiben, bis auf seinen Ausflug nach Oron und die Geschichte mit Xeeran hat Haffax im wesentlichen gar nichts gemacht.
Starker Kaiser, auch hier, fortgesetzte Untätigkeit.

Wirklich gelungen finde ich nur, dass Haffax seine Soldateska nicht gänzlich unter Kontrolle hat. Was aber scheinbar auch gänzlich folgenlos bleibt, danach klappt wieder alles problemlos.
Ganz nett, ist dass Haffax ohne Pakt antritt, nur wie hält der Greis sich am Leben, wie sorgt er dafür, dass seine Mitpaktier nichts davon merken?

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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Herr der Welt » 04.06.2015 08:09

@Na'rat: Was für in der Person verankerte Schwächen stellst du dir denn vor?

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