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Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Jadoran
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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Jadoran » 04.06.2015 08:15

Ich finde deinen Haffax deutlich interessanter als den in der Splitterdämmerung gebrachten. Wenn man in seinem Aventurien die Fürstkomturei untergehen lassen und Haffax aus dem Spiel nehmen will, dann halte ich Deinen Weg für besser. Schliesslich ist Haffax in DSA bisher der Magnificent Bastard schlechthin gewesen, der sich um seine Truppen gekümmert hat und ihnen gegenüber so loyal war wie die zu ihm.
Gegen Paktierer in den eigenen Reihen ist er auch laut Reginonalspielhilfe, Klingentänzer und Akademienband vorgegangen. Unauffälliges Aussortieren ist tatsächlich seine Politik, er hat ja auch eine Paktlose zur Anführerin der Bluttempler gemacht, und sein Stellvertreter auf Maraskan hat auch keinen Vertrag.
Für mich ist die Fürstkomturei eigentlich ein viel zu reizvoller Antagonistenstaat um ihn untergehen zu lassen. Ähnlich wie Werwolfistan kann man recht (mit einigen wenigen und simplen Abmilderungen) einfach abbilden, wie die Herschaft dort für die Bevölkerung ziemlich erträglich oder sogar angenehm sein kann.
Haffax leitet schliesslich eine "Meritokratie" und ist einem Rechtsstaat ziemlich nahe - wer als Soldat was taugt, hat den Marschallsstab im Tornister, es geht vornehmlich nach Recht und Gesetz und nciht der Willkür von irgendwelchen Bonzen. Er fördert Wissenschaft und Technik, solange sie irgendeinen Bezug zum Militär hat. So ein Staat kann sich halten.
Ich würde ihm noch ein paar Jahre geben und ihm eine/n uneheliche/n oder adoptierte/n Sproß auf den Thron folgen lassen. Die Komturei gibt einen prima Kriegsgegner ab, stärker als jeder andere, aber mit allen verfeindet und nicht stärker als alle anderen zusammen.

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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Na'rat » 04.06.2015 13:22

Nun, Loyalität ist wirklich kein Merkmal von Haffax. Aus der Mittelmäßigkeit der NSC’s hat ihn ja erst sein Verrat an Göttern, Reich und Kameraden erhoben. Im weiteren Verlauf hat er auch regelmäßig die eigenen Verbündeten und oder Truppen verraten.

Aus einer Militärdiktatur in den Dämonenwunderlande eine Utopie zu machen ist nur vielleicht gelungen. Eine Dystrophie wäre eher was.
Da kann man auch prima beim GröFaz klauen. Ein Mutterkreuz für Soldatenmütter, keine Frauen im gebärfähigen Alter in der Armee oder erst nach Erfüllung einer Geburtenquote, (abseitige) Rüstungsprojekte für die Zwangsarbeiter schuften müssen, eine Verherrlichung von allem militärischen, ein umfassender Propaganda- und Bespitzelungsapparat, Kadavergehorsam und regelmäßige Gräueltaten durch die eigenen Truppen. Aber immerhin hat er neue (Heer)Straßen durchs ganze Land gebaut, Lohn und Brot hat auch jeder, zumindest etwas.
Lohnenswert und weniger brisant könnte auch sein, sich am absolutistischen Preußen zu orientieren und maßlos zu überzeichnen.

Schwäche von Haffax, da fallen mir mehrere ein:
Angst vor dem Alter und dem Tod, deswegen hat er sich überhaupt erst den Pakt aufschwatzen lassen.
Übersteigertes Geltungsbewusstsein, nicht weniger als Feldheer eines Gottes wollte er sein.
Die Nachteile durch den Pakt, er fängt ein Projekt nach dem anderen an ohne je eines zu Ende zu führen.
Angst um seine Seele, ohne den Einfluss von Borbarad wirkt ein Pakt nur noch halb so toll.
Selbstekel, manchmal erkennt er schon zu was er geworden ist, nämlich aller Welten Feind, meistens ist er aber stolz darauf (siehe Geltungsbewusstsein).

Ansätze welche sich daraus ergeben können:
- Angst vor dem Tod lässt Haffax nach jeden Strohhalm greifen und sich in Abhängigkeiten begeben.

- Übersteigertes Geltungsbewusstsein er will gar kein Ende, er will dass sich Sieg an Sieg reiht und so seinen Ruhm mehrt, quasi wie ein Süchtiger den nur der nächste Fix interessiert. Auch will er als wichtigster Jünger Borbarads anerkannt werden, gerät darüber mit der Borbaradkirche in Konflikt. Auch hat er schwer daran zu knabbern, dass sein Gott vernichtet ist.

- Paktnachteile führen dazu, dass Menschen und Material in Projekte investiert die nie zum Abschluss geführt werden können.

- Selbstekel, nach einem perfekten Zangenangriff bläst er diesen ab, provoziert Schwierigkeiten mit seiner Soldateska und lässt strategische Ziele unbeachtet

- Paktbruch, ein Standardmotiv, nur wie hält man derlei vor den eigenen Gefolgsleuten und dem Paktherren geheim?

Ein geringerer Mann wäre daran längst zerbrochen und seine Herrschaft zerschlagen. Bei Haffax schimmert aber immer wieder genug Genie und Charisma durch dass es doch irgendwie klappt.
Greift man jedoch in das fragile Gleichgewicht ein kann man Haffax zu Fall bringen ohne je in offener Feldschlacht gegen ihn bestanden zu haben.

Haffax ist eben der Kerl, der an einem Tag die Schlacht von Leuthen schlägt und an einem anderen die Ardennenoffensive startet. Oder eben auch solche Sachen macht:
http://www.welt.de/geschichte/zweiter-w ... uppen.html

Der Werdegang Hannibals wäre auch als Vorbild geeeignet, im Felde fast unbesiegt, verliert er strategisch auf ganzer Linie.


Edit:
Haffax ist ein Relikt. Seine Zeit war die der Gardetruppen, der Regimenter, stehenden Heere, eine Zeit in der schwerfällige Staaten mit ausgeklügelter Logistk gegeneinander Krieg führten. Darin ist Haffax brilliant.
Nur hat sich die Zeit geändert, man kann mit dem Kommandanten der gegnerischen Festung nicht über eine ehrenvolle Kapitulation verhandeln. Einfach weil der Kommandanten seinen Lebensmittelpunkt in der Festung, der Burg, hat und diesen nicht kampflos aufgeben wird.
Früher konnte man erwarten, dass, wenn man die feindlichen Regimenter in offener Feldschlacht zerschlagen hat, früher oder später Verhandlungen aufgenommen werden.
Profis sind halt berechenbar, Amateure sind es nicht. Zusammen mit einer guten Portion Selbstbetrug, von wegen dass er keine Paktierhorden sondern reguläre Regimenter führt, erschwert es dies ungemein Erfolg zu haben.

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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Sumaro » 04.06.2015 18:28

@ Na'rat

Und was für ein Ende kommt dabei heraus?

Wie wird man dem Ruf des "magnificent bastard" gerecht?

Weil das was du beschreibst klingt nach einem typischen mittelreichischen König oder Kaiser. Man kann nichts wirklich, wurschtelt bissel hier und bissel da, hat Glück, dass einem immer der Arsch von irgendwelcher Kompetenz nachgetragen wird und am Ende ist man Heldenkaiserin oder unbedeutend tot am Rande des Reiches, wo man von einem Orkschamanen vom Turm geschubst wird.

Wie gesagt, gelebte Unfähigkeit kombiniert mit dem Glück der Dummen und gelegentlichem Aufblitzen von Können (meistens in Form geskripteter Siege durch die SC) gibt es ja überall.
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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Na'rat » 04.06.2015 20:09

Ganz einfach, es macht die Figur nicht lediglich perfekt, sondern verleiht ihr Schwächen und Motivationen. Auch ist das Ende dieser Figur dann bereits in der Figur an sich verankert, vor allem solche die es ermöglichen Haffax, trotz völliger taktischer Überlegenheit, beizukommen.

Das Haffax dabei wie ein Kind seiner Zeit wirkt liegt schlicht daran, dass er ein Kind seiner Zeit ist. Anders als Borbarad ist er eben nicht vom Himmel gefallen und ist einfach nur herrlich. Er ist ein Mensch, mit allen Stärken und Schwächen welche dazugehören.

Magnificent Bastar? Was soll das denn sein?
http://de.urbandictionary.com/define.ph ... nt+Bastard

http://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/M ... entBastard

Bei Haffax wohl, ein Gott auf dem Schlachtfeld, eine Eigenschaft welche ich ihm an keiner Stelle abspreche oder abschwäche. Hannibal, Napoleon, Alexander, Mark Anton oder Antiochus III stehen Pate, die ja alle letztendlich gescheitert sind. Wenn man will auch Erwin Rommel, der gemeinhin als brillanter Taktiker gilt aber schlicht der falschen Sache diente.
Haffax kann etwas, aber er wird eben auch von seinen, Achtung Wortspiel, Dämonen getrieben, nur sein Genie und Charisma ermöglichen es ihm sich überhaupt zu halten.

Welche Eigenschaften zeichnen denn deinen Haffax aus, außer dass er schlicht alles kann, ihm alles gelingt? Diesen Eindruck habe ich nämlich von deinen Entwürfen. Feldherr, Politiker, Mini-Paktier, Genie, Philosoph, Universalgelehrter, Humanist, Revolutionär, Superkämpfer, Dämonenauskenner, Schauspieler, Meisterintrigant und Magieauskenner.
Bei mir ist er primär ein taktisch brillanter Feldherr, quasi unbesiegbarer Einzelkämpfer und manchmal auch (Innen)Politiker. Beim großen Rest ist er auf andere angewiesen.

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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Sumaro » 04.06.2015 22:41

@ Na'rat

Wie sieht denn sein Ende aus? Also wie tritt er ab? Was ist sein Plan? Und wie scheitert er bzw. was erreicht er?
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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Na'rat » 04.06.2015 23:34

Wie er Abtritt? Bei dir? Scheinbar gar nicht, Haffax macht und hat schließlich keine Fehler. Bei mir?
Greift man jedoch in das fragile Gleichgewicht ein kann man Haffax zu Fall bringen ohne je in offener Feldschlacht gegen ihn bestanden zu haben.

Man legt die Leute um auf die Haffax sich für die ein oder andere Sache stützt, man verweigert ihm die offene Feldschlacht, man ködert ihn mit seinen Zielen und stellt ihm eine Falle, man hetzt seine Soldateska gegen ihn auf, man betreibt strategische Kriegsführung alla Grant im Sezessionskrieg usw. Kurz, man nutzt seine Schwächen und die seines Staatsgebildes.

Konkret, kann es ganz ähnlich ablaufen wie ich es bereits geschildert ab. Was allerdings den Nachteil hat, dass man den Rotschwarzen wiedermal die Initiative überlassen hat.
Alternativ man ködert ihn, Haffax zieht los um das MacGuffin zu besorgen und während er unterwegs ist, man die Feldschlacht vermeidet, vernichtet man seine Machtbasis und schließlich den von allem Nachschub abgeschnittenen, von Pyrrhussieg zu Pyrrhussieg eilenden, Haffax selbst.
Die Aufgabe der SC's könnte dabei sein, erst mal ein entsprechendes MacGuffin aus irgendeinem Hort von Borbarad, ist schließlich Haffax' Idol, zu beschaffen, gerne auch mit Hilfe der Borbaradkirche.
Dann gilt es, Haffax mit genau der richtigen Menge an Informationen zu füttern und dann zur Abwechslung mal mit dem MacGuffin stiften zu gehen während der Bösewicht hinterher eilt.
Im Vorfeld könnten sich die SC's auch damit beschäftigen Haffax' Aufklärung auszuschalten oder noch besser durch Doppelageneten, die vermutlich Dreifachagenten sind, zu ersetzen. Alternativ inszeniert man erst mal den Tod von Haffax' Geheimdienstchef oder des entsprechenden Führungsoffiziers.
Je nachdem wie erfolgreich die SC's sind ist Haffax mehr oder weniger auf der Hut, hat mehr oder weniger Kräfte dabei.
Will man es militärischer, müssen die SC's dafür sorgen, dass der Heerbann des Mittelreichs gerade genug versagt damit Haffax die Lunte nicht riecht aber immer noch genug beieinander ist um die finalen Schlag zu führen.

Diverse Spionagethriller rund um die Weltkriege können hier Pate stehen. The Imitation Game z.B. wo man Tausende und Zehntausende opferte um letztendlich strategisch erfolgreich zu sein. Letzteres wäre z.B. etwas was Haffax bei seinen Gegnern nicht erwartet, auch wenn er selbst bei so etwas keine Skrupel kennt. Wenn eine solche Strategie später irgendwann den engsten Beraterkreis der Kaiserin verlässt wäre dies natürlich innenpolitisch hochbrisanter Sprengstoff. Die Heldenkaiserin hätte zwar gewonnen, aber zu welchem Preis...

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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Sumaro » 04.06.2015 23:49

@ Na'rat

Bei mir wird er vermutlich auch nicht abtreten, damit hast du recht.^^ Aber darüber will ich ja auch gar nicht sprechen. :)

Ich frage nach deinem Haffax und nach deiner Geschichte. Also im Endeffekt willst du ihn in einer Materialschlacht ausbluten lassen und strategisch überlisten.
Mit welchen Strukturen und welchen Leuten denn? Ich meine, bei Haffax ist die Sache ja schon problematisch, aber beim Mittelreich, woher nimmt man die tausenden und zehntausende, die man opfert, um Haffax zu stellen? Und wer steht hinter dieser Politik der gezielten Desinformation? Klingt für mich als müsste man da ebenso viel umschreiben am Hintergrund (auf Jahre hinweg rückwirkend), wie bei allen anderen Varianten auch.

Ich finde durchaus es hat einen gewissen Charme, aber ich weiß nicht welchen Flair man dem gibt. Es wirkt auf mich wie eine ziemlich langatmige und im Endeffekt reichlich unspannende Strategie, bei der es am kumulierenden Höhepunkt und am bemerkenswerten Endziel des "Bösewichts" fehlt.
Ob Haus Gareth neben Illegitimität, Hal-Geheimnis, Unfruchtbarkeitsfluch usw. noch weitere "Leichen im Keller" braucht, um mehr Skurrilität auf sich zu vereinen mit einem "geheimen Plan der Truppen-Massen-Vernichtung" weiß ich noch nicht.

Aber ich finde den Grundsatz interessant.
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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Na'rat » 05.06.2015 09:25

Wie gesagt, ein Kriegsszenario ist etwas was ich vermeiden würde. Einfach weil bei Gefechten mit ein paar hundert Teilnehmern auf beiden Seiten kaum ,Epik' aufkommt.
Das mit den tausenden und zehntausenden Toten bezog sich auf den 2. Weltkrieg.

Ein Geheimdienstszenario wäre zu bevorzugen, auch weil es dem SL erspart den Schlachtfeldgott Haffax darstellen zu müssen, ist die Darstellung von Genies in den Bereichen in denen sie Genie sein sollen naturgemäß schwierig.
Da Geheimdienste eh kein Aspekt sind der sonderlich Beleuchtet ist müsste man auch nicht viel hinzudichten.

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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Sumaro » 05.06.2015 09:34

Und wo liegt dann Haffax Plan? Was genau ist sein Abgang? Hat er irgendwelche (Teil)Ziele die er erreicht? Wenn ja, welche sind das? Wieso stellt man den größten Feldherren Aventuriens der aktuellen Zeit vollkommen ohne seine Stärken da (klingt für mich ein bisschen wie "Wir beenden Rhazzazzor, aber mit Untoten haben wir nichts zu tun")?

Betreffs Geheimdiensten: Soweit ich weiß, wurde die KGIA mit am heftigsten getroffen im JdF und ist komplett auseinander gebrochen. Geheimdienst-Aktivitäten gibt es im Mittelreich immer nur noch sehr eingeschränkt, daher muss man faktisch alles was man an organisierter Spionage, Gegenspionage usw. hat neu erfinden. Klingt für mich auch danach als müsste man Jahre im Nachhinein alles neuschreiben.
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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Na'rat » 05.06.2015 10:37

Sumaro hat geschrieben:Und wo liegt dann Haffax Plan?
Das MacGuffin zu beschaffen.
Sumaro hat geschrieben: Was genau ist sein Abgang?
Kreichend und jammerend in die Hölle fahren. Wäre mal was neues für eienn Paktier und Heptarchen. Optional kann man natürlich auch die Standardlösung reinbasteln.
Sumaro hat geschrieben: Hat er irgendwelche (Teil)Ziele die er erreicht?
Diverse, eben Pyrrhussieg nach Pyrrhussieg. Bei denen Haffax jedesmal irgendein Kannichen aus dem Hut zieht. Um die Details habe ich mir noch keine Gedanken gemacht.

Sumaro hat geschrieben:Wieso stellt man den größten Feldherren Aventuriens der aktuellen Zeit vollkommen ohne seine Stärken da (klingt für mich ein bisschen wie "Wir beenden Rhazzazzor, aber mit Untoten haben wir nichts zu tun")?
Wie gesagt, ein Genie in seinem Bereich der Expertise als Genie darzustellen ist extrem schwierig. Dazu kommen eben die äußerst niedrigen Truppenzahlen, was der Glaubwürdigkeit weiter abträglich ist.
Haffax schlägt die Schlacht von Leuthen oder von Cannae eben nicht mit zehntausenden Beteiligten sondern bestenfalls mit wenigen tausend - auf beiden Seiten.
Sumaro hat geschrieben: Betreffs Geheimdiensten: Soweit ich weiß, wurde die KGIA mit am heftigsten getroffen im JdF und ist komplett auseinander gebrochen.
Neue Besen kehren gut. Jetzt wo Haffax' Weggefährte Nemrod weg vom Fenster ist, kann man auch leicht erklären, warum Haffax die mittelreichische Aufklärung unterschätzt.
Auch muss man nicht besser sein als Haffax, sondern eben nur besser als dessen Geheimdienstchef, bei dem man, im Rahmen der ganzen Paktierkabbala, auch dafür sorgen könnte, dass ein passender Kandidat auf den Posten kommt.
Sumaro hat geschrieben: Klingt für mich auch danach als müsste man Jahre im Nachhinein alles neuschreiben.
Sehe ich anders, aber mit alles umschreiben hast du doch kein Problem.

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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Sumaro » 05.06.2015 11:47

Das MacGuffin zu beschaffen.
Also so wie Xeraan oder Paligan z.B..
Kreichend und jammerend in die Hölle fahren. Wäre mal was neues für eienn Paktier und Heptarchen. Optional kann man natürlich auch die Standardlösung reinbasteln.
Also so wie Galotta, Xeraan, Paligan? Allesamt in die Niederhölle gefahren. Klingt für mich auch nach "Standard-Verfahren", immerhin 3 von 7.
Diverse, eben Pyrrhussieg nach Pyrrhussieg. Bei denen Haffax jedesmal irgendein Kannichen aus dem Hut zieht. Um die Details habe ich mir noch keine Gedanken gemacht.
Also keine Ziele, die er erreicht bzw. keine Teilsiege, sondern unbedeutender Kleinkram?
Wie gesagt, ein Genie in seinem Bereich der Expertise als Genie darzustellen ist extrem schwierig. Dazu kommen eben die äußerst niedrigen Truppenzahlen, was der Glaubwürdigkeit weiter abträglich ist.
Haffax schlägt die Schlacht von Leuthen oder von Cannae eben nicht mit zehntausenden Beteiligten sondern bestenfalls mit wenigen tausend - auf beiden Seiten.
Weil es schwierig ist, ein Genie darzustellen, stellt man es nicht dar? Okay, wäre für mich bissel unbefriedigend, wenn man gerade mit Haffax, Belhalhar-Splitter usw. nichts mit Krieg tut, sondern quasi Galotta-Reloaded startet, aber kann je nach Gruppe sicherlich auch Spaß machen.
Neue Besen kehren gut. Jetzt wo Haffax' Weggefährte Nemrod weg vom Fenster ist, kann man auch leicht erklären, warum Haffax die mittelreichische Aufklärung unterschätzt.
Auch muss man nicht besser sein als Haffax, sondern eben nur besser als dessen Geheimdienstchef, bei dem man, im Rahmen der ganzen Paktierkabbala, auch dafür sorgen könnte, dass ein passender Kandidat auf den Posten kommt.
Also doch massive Änderungen in Besetzung, Kompetenz, Reichweite und Mitteln des Geheimdienstes? Denn wie gesagt, die aktuelle KGIA ist totgeschrieben und behindert sich maximal gegenseitig, wenn man sich nicht mit wichtigen Artefakten und geheimen Burgen abgesetzt hat von Reich und Krone.

Problematisch daran finde ich ja, dass Falschinformationen mit aventurischen Mitteln unglaublich leicht zu identifizieren sind. Man schickt Aufklärungsdämonen, bemüht das Auge des Morgens usw. usf.. Wahrheits-Serum, Wahrheitszauber, Beherrschungsmagie u.ä. sei Dank kann man eigentlich, wenn man es will, seinen gesamten Stab durchleuchten. Hier sehe ich eben nur den Konflikt auf eine andere Ebene getragen, auf der man aber auf ebenso viel Inkonsistenz stößt, wie auf dem Schlachtfeld.
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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Xyxyx » 29.06.2016 05:04

Ich kann hier nicht auf alle Beiträge eingehen, insb. auf die verschiedenen Wahrnehmungen von Haffax Persönlichkeit. Und auf das Eingangsposting einzugehen: Den Gedanken, dass Haffax quasi eine Heerreform will finde ich durchaus sympathisch, allerdings muss er damit scheitern, weil man

a) mit dem aktuellen Metaplot konform gehen will

b) ich die Abschaffung der Institutionen (die man niemals hätte einführen sollen), um "Raum für Helden" zu schaffen, für durchaus intelligent fürs Rollenspiel halte.

Um Haffax dennoch eine Motivation zu geben und die Setzung um Heldenzeitalter und Karmakorthäon, samt Stühlerücken der Götter, erlebbar zu machen, würde ich vorschlagen hier Shinxir ins Spiel zu bringen. Man hat ja schon die merkwürdige Eingebung Kors, das könnte man vielleicht ändern. Shinxir, als Gott des Krieges, samt Strategie und Taktik und der Legionen, passt eigentlich sehr gut zu Haffax. Wie wäre es, wenn Shinxir Haffax nutzt, um sich angesichts des Karmakorthäons in Aventurien zu etablieren, Rondra zu schwächen und man den Helden und Spielern zumindest eine Andeutung auf das alveranische Stühlerücken gibt? (Gab es ja partiell mit den Aktivitäten von Göttern in Quanionsqueste, Donner & Sturm, Hinter dem Thron, den Aktionen von Leatmon Phraisop etc.)

Mein Gedanke zu Biographie und Persönlichkeit Haffax wäre daher folgende: Er hatte schon immer die Einstellung, dass es die Fähigkeit und nicht die Geburt ist die zählen soll. Während seiner Zeit im Heer war er von der nach Geburt bestimmten Hierachie (Praios) und der erzwungenen Ehrenhaftigkeit (Rondra) immer eher genervt. Insb. die Schlachten gegen "Ungläubige" (Maraskaner, Oger, Orks) haben ihm gezeigt, dass die Ideale im Krieg nicht funktionieren. Zwar hat er Rondra und Co. immer akzeptiert und respektiert, aber es muss da doch noch was anderes geben, auch im Götterhimmel? Als Haffax dann seine erste Schlacht verliert, auch noch gegen Orks, ist die Rasur nicht nur eine Reaktion wie die eines Sportlers ("Ich rasiere mich nicht, so lang ich weiter Rennen gewinne"), sondern gleichsam eine Art religiösen Erweckungserlebnis. Er hat, als Reicherzmarschall auch in der Position dazu, Hinweise auf den Glauben an eine Gottheit entdeckt, die nach ersten Andeutungen genau seinen Idealen entspricht: Shinxir. Doch weiß er, wie das restliche Aventurien, kaum etwas davon.

Als er dann, zwar in der Hierachie gestiegen, aber abgeschoben auf die eklige Giftinsel und mit dem Auftrag, sich erneut mit den nervigen Ungläubigen anzulegen und zwar nach möglichst nach klassischer & rondrianischer Manier, hält Haffax das Angebot des (halbgöttlichen) Borbarad fälschlicherweise für einen Fingerzeig der von ihm in Teilen erahnten Gottheit. "Willst du eine Armee führen, wie sie nie ein Mensch sah? Mit der Möglichkeit Menschen nach ihren Fähigkeiten einzusetzen, ohne Rücksicht auf die Geburt nehmen zu müssen? Mit dem Recht jede Schwäche des Gegners gnadenlos auszunutzen und der Möglichkeit Magie tatsächlich einzusetzen? Als erstes gegen die Ungläubigen auf der Giftinsel, dann gegen jene, die dich hierher versetzt haben und dein Genie nie zu schätzen wussten?"

Haffax tappt in Borbarads Falle, ihm ist bald klar, was los ist, aber er sitzt schon in der Zwickmühle. Und tut, was er tun kann, gleichzeitig lernt er noch mehr über den Einsatz von Magie im Krieg und ist auch irgendwie fasziniert. Er schnappt sich nach Borabards Fall den Belhalar-Spliter, um militärische Vorteile auf seiner Seite zu haben. Auf Maraskan ist er zu abgelegen, um direkt zu agieren, errichtet aber zunächst das, was ihm am logischsten erscheint: Eine Militärdiktatur. Harte Militaristen, die sich durch Einsatz und Fähigkeit auszeichnen, haben die Möglichkeit sich hoch zu dienen. Leider ist Haffax mit einer ganzen Horde durchgeknallter Belhalar-Paktierer geschlagen, die das ganze nicht kapieren. Er setzt bewusst so wenig Dämonologie und dämonischen Glauben wie möglich ein und lässt den Rur & Gror-Glauben der Maraskaner einigermaßen laufen, versucht den - mal in seinem Sinne und mal um seinen durchgeknallten Untertanen die Möglichkeit zu geben die nötigen Blutopfer abzuschlachten - zu modifizieren.

Sobald andere Heptarchen Schwäche zeigen (Xeeranien, Oron) nutzt er das gnadenlos aus. In den neu eroberten Gebieten etabliert er zwar keinen großen Göttergluaben, drängt aber die Dämonenanbetung an den Rand. Durch die entführte Hesinde-Geweihte lernt Haffax mehr über andere Götter, insb. auch über Shinxir.

Das Bewusstsein, sowohl von Reich, wie auch von Borbarad, als auch von dem Zwölfgöttern und den Dämonen, nur ausgenutzt worden zu sein reift in Haffax. In dem Augenblick wird Shinxir auf Haffax aufmerksam. Das in verschiedenen Visionen und Offenbarungen übermittelte Angebot ist: "Zeige der Welt wie Krieg geführt wird, zeige der Welt, dass es den Gott Shinxir gibt. Sobald ich meinen Sitz in Alveran habe, werde ich dich in mein Paradies aufnehmen, die Bündelei mit Dämonen und der Pakt, den du mit meiner Unterstützung brechen musst, sein vergessen, wenn du mir den Weg bahnst."

Haffax wird ein Ausweg geboten. Seinen Pakt brechen, den Glauben, von dem er schon immer wusste, das es ihn gibt, durchzusetzen und einen letzten Krieg zu führen. Er indoktriniert die Stäbe von Wehrheim und findet in diversen Militärs einen Anhänger für den Glauben an den Kriegsgott, die ebenso wie Haffax von den Rondra- und Praios-Idelane genervt sind.

Während seines Feldzugs legt Haffax ein paar alte Shinxir-Heiligtümer frei, die zwar den Glauben an die Gottheit nicht wieder wecken, aber ihn immerhin präsent machen. Gleichzeitig nutzt er eines dieser Heiligtümer für seinen Paktbruch. Er flieht in den Karfunkelschlaf, bis die Gottheit genug Macht hat, ihn zu sich zu rufen. Den Belhalar-Splitter in Ayla von Schattengrund und im Rondra-Heiligtum zu platzieren, erfolgt auf den Wink Shinxirs, der damit die Kirche der Göttin entscheidend schwächen will, um selbst in Alveran einzuziehen.

Man hat am Ende: Einen (noch auszuarbeitenden) Kriegszug Haffax, eine Motivation und eine Aussicht für Haffax, hat das Stühlegeklapper in Alveran thematisiert und Shinxir gewinnt, durch die Stäbe von Wehrheim sowie die Aktionen Haffax, wieder Präsenz im Mittelreich, die sich in einer Minderheit zeigt, die nach dem Aufzeigen der taktischen Maßnahmen Haffax eine Heerreform will, sich aber (zunächst?) nicht durchsetzen kann.
"Um in dem Abenteuer [=SidW] von Anton Weste etwas Negatives zu finden, muss man schon recht genau hinsehen"

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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Jadoran » 29.06.2016 08:14

Den Ansatz fonde ich sehr interessant, Shinxir paßt auch besser zur Fürstkomturei als die Dämonen. Auf die Reitzants und kinderopfernde Bluttempler kann sicher nicht nur ich verzichten...

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Re: Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Sumaro » 29.06.2016 09:47

Shinxir habe ich auch bei meinem Haffax eingebracht, nur eher weniger "bewusst" (ich bin kein solcher Freund von Göttern, die "Deals" machen) sondern eher dadurch, dass Haffax aufgrund seiner Taten eine bestimmte Art und Weise hat die Dinge zu erledigen und die am meisten mit Shinxir in Resonanz stehen. Haffax will allerdings bei mir eher eine komplette "Befreiung" der Kultur des Mittelreichs, im Sinne einer Leistungsgesellschaft, innerhalb der diejenigen Aufsteigen, die sich durch Leistung auszeichnen und Geburt hinten angestellt wird. Das Problem an Haffax' Vorstellung ist dabei, dass er auch keine besonderen Werte anlegt und solche Dinge, wie Empathie, Mitgefühl, Solidarität etc. auf der Strecke bleiben, ja alle "schwachen" aussortiert würden und diese aber gar nicht "schwach" sind, nur unter eben seiner Prämisse.

So wie es sich aktuell herauskristallisiert in meiner Runde, wird der Konflikt Haffax vs. Mittelreich nach der Zuwendung eines SC (der mittlerweile Oberst der Reichsarmee ist) zu Kor (lange Geschichte), ein Stellvertreterkonflikt zwischen der Kriegsführung eines Schlachtengottes und dem eines Schwarmgottes. Mal sehen wie das ausgeht.^^
Sumaros kleine Schreibstube: Eure Ideen in Worte gefasst. Schaut rein!

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Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Orianna » 23.07.2017 09:17

Guten Morgen,

und erst einmal vielen Dank für die Informationen in diesem Thread, die mir bereits in der Vorbereitung auf "Die verlorenen Lande" und "Der Schattenmarschall" geholfen haben, da die Abenteuerbände bestenfalls 'mäßig' geschrieben sind (die einzelnen Autoren sind erträglich, aber die verschiedenen Stile und das fehlende Lektorat, gepaart mit der Zusammenhanglosigkeit, machen mir zu schaffen).

Beide Kampagnen starten bei mir in Kürze und ich wollte gerne eure Meinung hören zur Motivation/dem Plan, den 'MEIN' Haffax haben wird, da es im gewissen Grad mit euren Ideen konform geht (ich lese seit einigen Jahren hier mit, habe mich aber erst angemeldet :wink: ).

An meine Spieler Stefan, Uwe, Phil, Jan und Conny - RAUS!

Den Hintergrund werde ich anpassen, der Helme Haffax in meiner Kampagne wird kein Paktierer sein. Seine Verjüngung/das lange Leben hat er einem Zauber von Borbarad zu verdanken als Gefälligkeit für seine Hilfe. Er hält nicht unendlich lange an, zu seinem 100. TSAtag müsste man den Zauber auffrischen - da der Magier nicht mehr zugegen ist, schwerlich durchzuführen. Das macht ihn zu einem getriebenen, der nicht alt und schwach in seinem Bett abtreten möchte, sondern mit einem letzten, großen Knall.

Den Verrat am Mittelreich, um noch einmal auszuholen, hat er durch mehrere Faktoren begangen. Nach seinen Erfolgen in immer höhere Positionen befördert, wurde der große Stratege nach seiner gefühlten 'Ausmusterung' und die Ablösung durch Leomar vom Berg genau dorthin geschickt, wo er alles hasst: Nach Maraskan. Dies kommt ihm selbst (und dem gekränkten Stolz) wie Verrat an ihm selbst vor.

Gleichzeitig konnte er nie etwas anfangen mit Rondra (zu ehrenhaft, denn das ist keine Schlacht) und Kor (zu blutig), was eine Voraussetzung für sein offenes Ohr für Borbarad war. Dieser hat ihm versprochen, was er wollte: Einen militärischen Staat, wo jeder nach seinen Fähigkeiten gefördert wird, gleich der Geburt. Hier greife ich eine Idee auf, dass er zudem von der (vorhandenen) Göttlichkeit vereinnahmt wurde und den Halbgott als Alveraniar von Shinxir (fälschlicher Weise) angesehen hat. Ein Fehler, der ihm später bewusst geworden ist, der aber nicht mehr ungeschehen gemacht werden konnte.

Shinxir hat er als junger Stratege das erste Mal in Berichten kennen gelernt, welche ihm durch Leomar vom Berg nach dessen Reise nach Keft 1009 BF überreicht wurden. Danach ist der Gott immer wieder präsent gewesen, auch wenn Haffax sich noch nicht viel Wissen angeeignet hat.

Nach dem Fall von Borbarad hat er den Splitter der Belhalhar an sich genommen, um ihn vor noch schlechterem Einfluss zu schützen und sich in Maraskan einen eigenen Staat errichtet, der etwas anders ist als von Borbarad gewünscht. Nach außen wirkt er durch die dämonische Rüstung, das Schwert und den Splitter wie ein Paktierer, was durch gebundene Dämonen noch verstärkt wird, mit welchen er schwarze Gaben simmuliert. Im Laufe der Zeit erlässt er einige Gesetze, zum Beispiel sind die Schändungen der Tempel (gleich welcher) unter Strafe gestellt, ebenso wie das mutwillige Töten der Bevölkerung. Man lebt zwar unruhig, aber nicht in ständiger Panik, ein falsches Wort zu sprechen.

Den Gott der Legionen sucht er heimlich unter vielen Scharaden weiter, nach dem Schachzug gegen Dimiona und die Eroberung der Elburumer Tafeln und der Hesindegeweihten, der er sich nach einiger Zeit öffnet, hat er in den Tafeln Hinweise entdeckt. Er hofft, schon bald die Primärliturgie wiedererlangen zu können. Er ist gehetzt, da ihm nicht mehr viel Zeit bleibt.

Nach dem Sturz von Xeeran kann er auch die Peraine-Kirche für sich gewinnen, da er ihnen freies Geleit gibt und zustimmt, die Felder der Tobimora zu reinigen. Er ist kein Heiliger, aber weiß auch das Soldaten gute Nahrung benötigen. Von diesen erhält er unter anderen Vorwänden ebenso Informationen.

Er zieht bei seinen Getreuern Stäbe schon lange Zeit die Fäden, um weitere benötigte Gegenstände zu erhalten und diese Leute in günstige Positionen für einen Krieg zu bekommen. Seine loyalsten Truppen, die ebenso wie er Dämonen nur für Werkzeuge halten auf die man auch verzichten kann, lässt er über lange Zeit in kleinen Gruppen ins Mittelreich einsickern.

Den Krieg (der fast schon zu spät von Rohaja gestartet wird für seine Pläne) nutzt er, um sich der Paktierer und Beschwörer zu entledigen. Ebenso wird er so auch seinen Doppelgänger los. Die Instruktionen zu den Kämpfen lassen diese als stark, aber überwindbar stehen. Es soll ja nicht leicht werden für die Heldenkaiserin, auf deren Schultern das neue Reich entstehen wird.

Mit seinen besten Leuten (Wiederholung: Keine Beschwörer und Paktierer) macht er sich auf nach Perricum, entsorgt den Splitter (und Ayla von Schattengrund, um Rondra zu schwächen und Shinxir zu stärken). Anschließend will er in Kaiser Retos Waffenkammer einige Shinxirheilige Gegenstände besorgen lassen (Standarte, Marschallstab).

Durch die Geweihte der Hesinde weiß er, zu welchem Datum er wo sein muss (Gareth, natürlich), um eine Chance zu haben. Er hat also einen meisterlichen Kriegsplan, Disziplin und Durchhaltevermögen, viele Gegenstände (zum Teil noch geweiht) und Rondra geschwächt. Fehlt ein letzter Part, ein ehrenhafter Zweikampf.

Den Angriff auf die Stadt Gareth durch die Horden von ASF würde ich gerne weglassen, möchte aber im offiziellen Aventurien nicht weiter rühren als ich es bereits tue. Daher fällt Balphemor von Punin durch einen fähigen Beschwörer (nicht er selbst) über die Stadt her, auf Befehl seiner unheiligen Herrin und als Rache an Haffax, den sie nicht haben konnte, der ihr dafür mehr als ein Schnippchen geschlagen hat.

Die Truppen, welche Haffax mitgebracht hat, schlagen die Finte bei Rommilys. Ein Teil, der bereits im Mittelreich ist, wartet auf ihn in Gareth (als Söldner getarnt). Dort kann alles wie gehabt ablaufen, statt dem Ritual der Seelenwanderung im Kortempel wird es davor zu dem für Shinxir kommen, die Korgeweihte hilft aus. Ein Held muss gegen ihn im Zweikampf antreten (oder Leomar vom Berg) und der alte Mann kann seelig lächelnd sterben, um als einer der ersten nach langer Zeit in die Hallen der Legion einzugehen.

Theoretisch kann er einen anderen, den er auserwählt hat, noch mit dem letzten Atemzug weihen, aber ich glaube, diesen Fluff lasse ich weg. Mal sehen. Ein neuer Geheimbund, wäre auch nett.

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Offiziell ist sein Plan, die Kaiserin zu stürzen und das Mittelreich einzunehmen. Zweiter Plan (eine Finte), die Rettung der eigenen Seele durch einen Karfunkel (charmant, aber... neee). Dritter Plan, das Reich erstarken lassen und die Paktierer/Beschwörer in Tobrien loswerden. Vierter Plan, die Primärliturgie seines Gottes und vielleicht Weihe eines ersten Geweihten (als Bonussternchen).

Fazit: Leomar kann Retter bleiben, Haffax sein Genie beweisen, die Helden ihn 'besiegen' und von der Kaiserin geadelt werden, wir haben Horden von ASF bei Gareth und Ayla ist tot. Soweit, so offiziell.

Was haltet ihr davon? Und habt ihr Ideen, wie man noch mehr rausholen kann, was aus Haffax den GröHaZ macht? Vielleicht ein weiterer Plan im Plan?

Liebe Grüße
Wir standen am Abgrund, jetzt sind wir einen Schritt weiter!

Jadoran
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Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Jadoran » 24.07.2017 08:09

Wenn Du Haffax als Verehrer Shinxirs nimmt (was in meinen Augen sehr gut paßt), dann sollte er allerdings nicht sein Heer und seine vorbildliche Militärörganisation seinem persönlichen Paradieswunsch opfern. Ein echter magnificent bastard schmeißt seine Leute nicht weg.
Eine Möglichkeit, das zu lösen, wäre eine Art Oron-Gambit, das Lady D ja schon mal abgezgen hat, nur eben diesmal ohne ihn: Sein designierter Nachfolger erscheint mit den Kerntruppen als "Retter Gareths" gegen die sauber eingefädelte "dritte Bedrohung"der Unförmigen, und wird so rehablitiert wie einst Iphemia von Elburum. Wenn die Helden den designierten Nachfolger schon von vorneherin als Nicht-Paktierer kennen und diese Rettung dann als "nützliche Idioten" einfädeln, gestalten sie das auch. (Das ganze würde ich allerdings nur machen, wenn die Spieler Haffax im Grunde ihres Herzens eigentlich nachtrauern und gerne einen kleine Militär-Meritokratie in Aventurien haben)
Da Haffax ja als neue "Königin" der Schwarzen Amazonen einen Nicht-Paktiererin eingesetzt hat, könnte diese eine Revolte der Paktiererinnen niederschlagen und den Orden dann "säubern". (Bei mir reiten die Scharzen Amazonnen allerdings nicht auf Zants sondern auf mit magischer Hilfe abgerichteten Reitechsen... immer noch high fantasy genug, die Zants waren mir einfach viel zu heftig)

Orianna
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Der Schattenmarschall: Haffax letzter Plan (MI)

Beitrag von Orianna » 24.07.2017 09:20

Hallo Jadoran,

danke für deine Hilfe. Die Idee mit dem Nachfolger, den er dadurch noch rehabilitiert und gleichzeitig sich selbst auf Maraskan ein wesentlich längerfristigeres Denkmal setzt finde ich gelungen. Das werde ich so übernehmen. Zudem hat die Kaiserin nach der langen Schlacht einige Leute verloren - und fügt durch diesen 'Gnadenakt' eine schlagkräftige Truppe zu ihrer eigenen Heeresführung hinzu. Eine Win-Win-Situation.

Meine Spieler sind fast komplett Pro-Haffax eingestellt und freuen sich auf diese Kampagne bereits seit deren Ankündigung. Die schlimmsten Befürchtungen der Truppe sind, dass sie ihn nur schnell entsorgen wollen, um in DSA5 keine Altlasten zu haben, sowie ihm und seinem Genie nicht gerecht zu werden.

Das mit der Königin der Schwarzamazonen ist mir ebenso aufgefallen wie die Reitzantim. Diese sind mir bereits in der G7 sauer aufgestoßen. Ich werde die Heerführerin auf einer solchen Katze sitzen lassen, der Rest erhält Daimonide Pferde, welche als einzige Vorteile keine Angst vor Dämonen und bedingungslose Treue zu den Reiterinnen haben. Die Schwarzamazone den Orden, auch im Schlachtzug durch geschickte Anordnung der Truppen, säubern zu lassen finde ich gut.
Wir standen am Abgrund, jetzt sind wir einen Schritt weiter!

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