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Die Splitterdämmerung in Aranien

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Mordekai
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Die Splitterdämmerung in Aranien

Beitrag von Mordekai » 26.05.2015 22:33

[MI für folgende Abenteuer und Szenarien: Schleiertanz, Schleierfall, Hochzeit wider Willen, Schriftenhatz (weitere ggf. im Verlauf gekennzeichnet)]

Moin und Shalom,

trotz anhaltender Kritik und dem allgemeinem Misstrauen gegenüber aranischen Aventuiren halte ich "Schleiertanz" und "Schleierfall" für veritable Abenteuer. Aber selbst JdF- und DC-Meister-Veteranen (wie ich) werden ihre Momente des Zweifelns haben.

Ich möchte diesesn Thread nutzen, um aus dieser z.T. großartigen, z.T. (sagen wir) unausgereiften Kampagne das zu machen, was es m.M.n. sein soll: Die ultimative Verführung der Helden und die fulminante Vernichtung der belkelelschen Heptarchin Dimiona.

Einige Aspekte der Schleierverschwörung kommen mir derart zu kurz, dass ich wie bei der "Red Wedding" kurz davor war, dass Buch (Song of Ice and Fire) in die Ecke zu werfen. Dann aber zeigen sich Perlen, die einem mutigen Meister mit einer offenen Heldengruppe (was bspw. Homosexualität, aber v.a. Sexualität im Allgemeinen im Rollenspiel angeht) einiges in die Hand gibt.

Die folgenden Kritikpunkte bzw. Optimierungsmöglichkeiten sollen ganz und gar nicht die Leistung der Autoren schmälern. Neben "Namenlose Nacht" sind die beiden Bände ein Glanzstück einer auch Erwachsene unterhaltenden Rollenspielerfahrung eines Hobbies für Jugendliche (bitte keine Diskussion dazu). Auch wenn es ohne Gruppenkodex/-vertrag nicht funktionieren mag, hier können erfahrenen Rollenspieler ihre Grenzen austesten. ... Gehen wir es an!

Mein Plan sieht wie folgt aus:

Vorabenteuer:
1. Hochzeit wider Willen (T-Abenteuer)
Ein willkommener Anlass, Aranien und seine Menschen kennenzulernen. Dieser Landstrich ist bei uns bisher ein weißer Fleck. Schöne Momente für Helden (aktuell in Weiden bei etwa 2k AP). Elburum und ihre Widersprüchlichkeiten lassen sich hier unverbindlich einbauen. Auch Taref ist als wiederkehrender NSC recht sympatisch.
Aber: Die Vorschläge zur Verbindung an die oronische Verschwörung sind zumindest halbgar. Wo ergibt es Sinn, diese einzuführen oder zumindest anzudeuten? Der Bräutigam als verwöhnter Frauenheld mit zweifelhaften Ansichten und Gelüsten erscheint mir am plausibelsten, zumal dann die romantische Seite mit dem Scharlatan an Reiz gewinnt.
Hat diesbezüglich jemand Erfahrungen gemacht?

2. Schriftenhatz (AB 146)
Ein kohärentes und stimmungsvolles Vorabenteuer (vgl. "Bis auf die Knochen" für das JdF), das Lust auf mehr macht. Besonders der Bandenkrieg in Llanka wird sicher großartig, zumal wir einen Olporter Magier mit Wurzeln in Llanka/Aranien haben.
Fragen tauchen natürlich dennoch auf:
a) Inwiefern tauchen die beiden maraskanischen Buchhändler als Antagonisten auf? Da sie auch in "Schleiertanz" dabei sind, stellt sich mir die Frage, ob sie die Ereignisse in Llanka nur delegieren (Keideran) oder auch selbst eingreifen. Beides hat seinen Reiz.
b) Wie wurde bei Euch der Diebstahl des Rahjasutras ausgespielt, v.a. der erste. Sprich: Wie verliert Aljiziber das Buch und wie verhält er sich danach? Das Szenario schweigt sich dahingehend etwas aus.
c) Siria Nehoban ist eine (wenn auch geschwächte) Lamijah. Wie können die Helden ihre Macht brechen, bzw. sie zur Strecke bringen, da sie ja unter den VISIBILI fällt? Ich halte sie für eine passende "Endgegnerin". Vielleicht ein Versenken im Hafen mit anschließndem Festmahl des Malmers...?
All das Hin und Her mit dem Buch sollte machbar sein und mystische Elemente sowieso, zumal das vermeintliche Vorblid (Film "Die Neun Pforten) großartig und präsent ist. Auch für "Gangs of New York"-Momente gibt es reichlich Potential.

3. Der mordende Rotmantel (Schleiertanz, S. 29)
Ich habe mich entschlossen, dieses Szenario vorzuziehen, um einerseits früher die oronischen Vermächtnisse präsenter und (z.T.) unabhängiger zu machen und andererseits, da die bisherigen Spielberichte von schnellen Erfolgen beim Durchsuchen des Brunnens sprachen. Daher erschien es mir plausibler, dass die Helden das Haus erhalten, nachdem sie mehrere Erfolge auch in Zorgan feiern durften und nach der Entdeckung des geheimen Raums der Villa schnell losziehen können.
Das Szenario ist klasse beschrieben und passt klasse in die Kampagne.

Danach kommt der nächste Meister und präsentiert uns "Der Unersättliche". Danach kriege ich die Gruppe irgendwie zurück nach Aranien und beginne den Schleiertanz.

Weitere Ideen und Planungen folgen. Ich würde mich über Erfahrungen bzw. Ideen und Verbesserungen sehr freuen.

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berry
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Re: Die Splitterdämmerung in Aranien

Beitrag von berry » 28.05.2015 23:21

Also, da ich mit meiner Gruppe auch momentan am Anfang der Kampagnenreihe bin äußere ich mich mal ein bisschen dazu.
Meine Gruppe ist eher mittelreichischen Ursprungs, und ich hab die laufende Runde jetzt einfach mit den gleichen Charakteren übernommen. Daher musste ich den Aufbau ein bisschen deichseln und drehen.
Angefangen mit Ansätzen der Thematik habe ich aber schon vorweg in Namenlose Nacht. (Da hab ich der Gruppe mal ein stink normales Rahjasutra durch die Hände gehen lassen. Wurde nicht wirklich drauf eingegangen. War halt für sie stink normal und uninteressant. War okay.)

Um die Gruppe dann nach Aranien zu befördern habe ich unseren S&S Magier einfach den Auftrag von seiner Gilde gegeben in Schriftenhatz mal zu ermitteln. Um genauer zu sein hat sich bei mir die Hesindekirche an die Gilde gewandt, da man sich nicht so ganz auf die Grauen Illusionisten vor Ort verlassen wollte. (Wenn die Gruppe ohnehin schon Vorurteile gegen die hat, dann kann man das ja auch mal anspielen und nutzen^^)
Ich hab folglich dieses AB genutzt um die Kultur und die Landschaft zu beschreiben und unterschiede zum Mittelreich zu verdeutlichen. Weiterhin nutze ich das Abenteuer um für Schleiertanz selbst das Figurengeflecht zu konstruieren. (Diese Ansätze setzte ich dann in Hochzeit Wider Willen fort)
Die Bücherhändler hab ich bei mir als Strippenzieher fungieren lassen. Das lag aber auch teils daran, dass meine Gruppe den Auftrag sofort damit begann ausnahmslos alle, die mit dem eingestürzten Keller und den Büchern kontakt hatten via Respondami zu verhören, um eine Spur zu erzwingen und dabei sind die auf die Buchhändler schon negativ aufmerksam geworden. Da ich die aber noch verwenden wollte habe ich sie nicht direkt auftreten lassen. (Außerdem müssen die in ihrer Tarnrolle geschickter vorgehen. Sie müssen ihre Feinde erst kennenlernen, bevor sie zuschlagen, also halten sie sich ihre Freunde nah, aber ihre Feinde noch näher)
Dafür habe ich dann noch ein paar Zusatzinfos über den Background in alten Notitzen über die Geschichte des Vorbesitzers des Hauses in alten Tagebüchern eingebunden. (wurde glaube ich bisher nur als interessant aufgefasst)
Weiterhin habe ich ihnen hier schon das erste Schnipsel (Neben dem Rahjasutra) der Spurensuche zukommen lassen. Halt das erste der zwei Bücher, über die zwei brüder, welche man ohne den Buchrücken des jeweils anderen Buches nichts mit anfangen kann. Aber so kann ich ihnen, sollten sie sich irgendwann mal total verhauen und die Spur verlieren wieder einen neuen Ansatz geben. (Quasi mein Backup für später)
Meine Runde wollte das Exemplar aber gleich wieder los werden. Die haben das als Köder nutzen wollen um die Bücherdiebe erneut anzulocken^^ kommt davon wenn man erst handelt ohne zu ermitteln, dass die Übeltäter eig. die Stadt verlassen haben.
Später in Llanka war es dann auch zugegeben nicht ganz so wie geplant und ich musste viel improvisieren. Die Helden haben es geschafft sich mit Stirbjörn zu verbünden, was ich auch positiv aufgenommen habe, da dieser ja ohnehin in Schleierfall mit den Helden kooperieren soll. Da kann etwas Reputation nicht schaden. Meinem Endkampf haben die dann auch etwas umschifft. Ich wollte das Buch am Ende in die Hand der Humerier befördern und nen Showdown im Hafen abhalten. Leider kamen meine Helden aber eher an das Buch. (Man muss kreative Vorschläge ja auch mal belohnen)
Die Laminja hab ich auch mal noch nicht verheitzt. Die versucht in meinem Aventurien eher unauffällig zu bleiben und krallt sich lieber mal einen Bürger, um noch mehr Leute verschwinden zu lassen. Die Stadt des Chaos war bei mir ein seehr passender Arbeitstitel für diesen Ort. Der blieb auch gut im Gedächniss^^ (Man werden die mich hassen, wenn die später versuchen sollen Ordnung in diesen Ort zu bringen... Wie mal eben ein neuer Wesir benötigt wird und dass das da häufiger zu passieren scheint haben die ja mit bekommen^^)
Und ja, mein Ziel war halt eig den Plot auf einen Konflikt mit dem Malmerkult noch hinaus laufen zulassen, was dann halt nicht so ganz klappte. Für meine Gruppe wäre halt so ein Kampf gegen paar Humerier jetzt eher was neues gewesen als ein Laminja, direkt nach einem Vampirplot. Das wäre zu viel gewesen (Und die haben schon den letzten Blutsauger einfach entkommen lassen...)

Die Helden haben dann auf jeden Fall das Rahjasutra zurück gebracht (mehr oder minder heil. Das Buch wurde ganz schön in Mitleidenschaft gezogen) und dann im weiteren die Untersuchungen des Buchkellers mit überwacht, weshalb sie vor Ort blieben. Taref hat darüber von deren Vertrauenswürdigkeit erfahren und es ging über zum Hochzeitsplot.
Auch hier habe ich versucht den Helden in so ner Art Sideplots Nebenquests anzubieten, wodurch sie dann noch mehr über das Land und deren Bewohner erfahren hätten. Das wäre zwar extraarbeit gewesen, aber ich hab dann schon an Infos gedacht, die irgendwann in der Kampagne relevant würden, aber meine Gruppe zog stur dran vorbei, was auch okay war. War halt was optionales.
Die kompletten Hintergründe wurden dann auch nicht aufgedeckt und Tarefs Neffe (wie hieß er noch gleich?) wurde dann einfach, als er zugestehen musste, dass sie gut aussah einfach direkt in die Ehe geschubst und damit war die Geschichte für die Gruppe gegessen. Die Andeutungen, welche ich machte, dass die Familie bisl oronischen Einfluss hatten wurden von den Spielern übersehen und nun werd ich mal gucken. Vllt kommt irgendwann dann ein umgedrehter Neffe Tarefs um die Ecke, oder sonst was. Ich hab mir da noch keine Gedanken zu gemacht.

Jetzt macht meine Gruppe dann erstmal ne Pause, und unser S&S Magier ein Zweitstudium, und dann starten wir wieder mit Schleierfall weiter.

Mordekai
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Re: Die Splitterdämmerung in Aranien

Beitrag von Mordekai » 27.08.2015 23:40

Danke, Berry!

Ich werde es nun ähnlich machen und zunächst Schriftenhatz meistern, um danach mit Hochzeit wider Willen auch Elburum die nötige Prominenz zu verleihen.

Als erste Quelle der aranischen Geschichte (das Land wurde bei uns bisher eher stiefmüterlich behandelt) dient ein reisender Haimamud, der verschiedene inneraventurische Quellen zum Besten gibt.

Muss mir noch überlegen, wie ich das oronische Element in HwW einbringe, da sich das Abentuer doch eher schwach positioniert und es doch als Teil der Schleierverschwörung gehandhabt wird (etwas SCHLEIERhaft *hüstel*). Entweder der Neffe Tarefs (keine Lust nachzuschauen) oder die Familie in Elburum tragen den Makel BLKs. Mal schauen. Trotz des Low Level-Feelings könnte es nicht nur aranische Kultur rüberbringen, sondern auch das eigentliche Problem der Verschwörung näher erleuchten, nämlich alte und neue Oronier sind weiter unter uns.

Weitere Frage: Assad in Merkan ist ja ein recht kompetenter Verschwörer und taucht mehrfach in der Verschwörung auf. Ich werde daher wahrscheinlich Schleierspiel (AB-Jahrbuch 1035 BF, Hochzeit und Intrigen in Baburin) leiten. Ich habe nirgendwo Spielberichte oder sonstige Hinweise gefunden. Hat ein Meister Erfahrung mit dem Szenario, dem ich viel Potential zutraue?

Jadoran
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Re: Die Splitterdämmerung in Aranien

Beitrag von Jadoran » 28.08.2015 09:12

So wie Assad in Schleierfall agiert, ist er kein kompetenter Verschwörer... er agiert viel zu offen und überhastet. Gerade so Knaller wie den Überfall auf seine "Schwester" mit im Dutzend angeheuerten und von jetzt auf gleich ins Land geschleusten Ferkinakriegern muss man stark überarbeiten, damit seine Verwicklung nicht dem letzten Bauern offensichtlich wird. (Im Abenteuer findet der Überfall in seinem Beritt statt, damit ist er ohnehin dafür "verantwortlich". Auch da muss man dran schrauben.)
Für ihn muss man mindesens ein paar wiederkehrende und dann auch entsorgbare Zwischenmänner ausarbeiten, sonst ist es für die Helden einfach schnell offensichtlich, was seine Agenda ist.

Brynjar
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Re: Die Splitterdämmerung in Aranien

Beitrag von Brynjar » 29.08.2015 14:20

Ich habe heute das erste Mal hinein gesehen und bin gespannt, wie sich das bei Euch entwickelt. Bei mir liegen zwischen der Kampagne und dem Jetzt noch 10 inneraventurische Jahre.

Die Heldin im Zentrum der Kampagne hat bei mir zum Glück bereits Verbindungen zu Sybia und hat ein halbes Jahr in Zorgan verbracht (gerade als die schwarze Hecke entstand). Ohne die Hintergründe zu kennen, habe ich sie auch mit Assaban zusammengebracht und die beiden haben sich prächtig verstanden. Als Rahjaanhängerin hatte sie viel mit ihm zu tun.

Im Moment plane ich, dass sie das besagte Rahjasutra recht früh als Geschenk in die Hände bekommt, so kann es bereits ein paar Jahre und ein dutzend Abenteuer, bei ihr zuhause herumliegen, bis es auf einma gestohlen wird.

Zudem ist schon ein Abenteuer geplant, was sie in das Rahjakloster führen wird, dass Assaban dereinst leiten wird. Mein Plan ist, wie ich es auch bei anderen Abenteuern mache, früh Verknüpfungen einzubauen und alles was ich vorziehen kann vorzuziehen, damit nicht alles so gedrängt wirkt im eigentlichen Abenteuer. Insbesondere Sagen und Geschichten will ich früh einbringen. Das füllt das aktuelle Abenteuer und die Charakter/Spielerinnen merken nicht sofort wohin es führt. :-D
Wird also Zeit, dass sie mal von einer Freundin aus Aranien von einer Stadt hört, die die Götter versenkt haben. ;-)

gruß
Brynjar

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