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Alternativer Haffaxplot

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Albrecht Stirner
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Alternativer Haffaxplot

Beitrag von Albrecht Stirner » 28.04.2016 12:17

Moin zusammen

Wie so einige war ich auch mit dem Schattenmarschall nicht ganz zufrieden. Deshalb hab ich mir einen alternativen Plot überlegt, denn ich euch hier vorstellen würde.

Vorab: Ich hab das Abenteuer gerade nicht zur Verfügung, also vergeht mir mangelndes Detailwissen.

Meine Probleme mit dem Schattenmarschall waren zum einen die Schwächen bei der Motivation der Helden, zum anderen hatte ich gehofft, dass Maraskan mehr vorkommt.

Den Anfang des ABs würde ich so belassen, mit zwei Änderungen: Haffax tauscht den Belharhar-Splitter gegen ein Artefakt, das Beeinflussungen des Geistes verhindert (gibt es da nicht eine passende Rondra-Liturgie) und die "Rekrutierung" der Helden von Haffax erfolgt schon hier, allerdings nicht auf freiwilliger Basis, Haffax lässt zum Beispiel einen Freund/Geliebten entführen und erpresst die Helden. Dann wird den Helden sein Plan eröffnet, der gar nicht so sehr vom Original abweicht: Er will seinen Pakt brechen und gleichzeitig seine Seele den Göttern "anempfehlen". Dazu will er ein maraskanisches Tsa-Artefakt verwenden, einen Dolch, der einem mit ihm Getöteten zur sofortigen Wiedergeburt verhilft (ich weiß, eine Tsa-geweihte Waffe ist zweifelhaft, andererseits finde ich das Ding noch ok). Dieser Dolch befindet sich seit der Invasion Maraskans in Kaiser Retos Waffenkammer. Der Dolch muss jedoch dafür in einer heiligen Höhle in Maraskan aufgeladen werden, die mittlerweile von Asfaloth angegriffen wird. Haffax will die Höhle reinigen, sich dadurch vor Tsa empfehlen und wiedergeboren werden.

Warum sollten die Helden Haffax nun helfen? Das bleibt das größte Problem. Immerhin kann es sein, dass er eigentlich an einer noch größeren Schurkerei sitzt. Um die Helden von sich zu überzeugen, erzählt er ihnen von Asfaloths Plänen (das Unheiligtum bei Gareth) und vom "Chef-Asfalothianer" (da hatte ich mir früher schon eine Figur überlegt, den ich als Gegenspieler aufbauen wollte, ein maraskanischer Magier, der als Spion der Skrechu bei Haffax dient, mit Namen Oros von Amhas). Außerdem erzählt er ihnen, das er bei Gareth seinen Tod vortäuschen will und die Helden den Dolch bis dahin behalten können. 

Was ist sein Plan? Da er am Anfang das Rondra-Artefakt nur beschränkt nutzen kann, da es ihm wegen der verbliebenen belhalharischen Essenz in ihm höllisch weh tut, kann er zunächst immer nur für kurze Zeit seinen wahren Plan verfolgen und muss sich den Rest der Zeit Asfaloths Plänen widmen, da diese sonst seine Absicht erkennt. Nach Gareth hofft er dann, das Artefakt die ganze Zeit nutzen zu können, um sich abzuschirmen. Zudem will er mit einem Doppelgänger (hat ja schon mal geklappt), den die Helden in Gareth töten sollen, seinen Tod vortäuschen, um dann seinen Plan auszuführen.

Der erste Teil verläuft also ähnlich wie im Original: In der Waffenkammer müssen die Helden sich Haffax Korps' erwehren, das seinen asfalothischen Plänen dort ist, allerdings nicht den Dolch sucht, sondern das Schwert. In der Dämonenbrache müssen die Helden zuerst das Ritual stören und Oros töten, um dann "Haffax" zu töten.

Dann kommt der zweite, neue Teil: Die Helden reisen mit Haffax zurück nach Maraskan, müssen dort aufpassen, nicht allzu aufzufallen und eine Expedition zusammen stellen, um dann durch den Dschungel zum Ritualort zu kommen und dort das wachsende Unheiligtum zerstören.

Der zweite Teil wird von zwei Elementen geprägt: Der zerfallenden Ordnung auf der Insel und dem Kampf um Haffax Seele.

Iradon Kolenfeld weiß, dass Haffax einen weiter reichenden Plan hatte, aber nichts genaues. Er hat eine Nachrichtensperre verhängen lassen, um einen Aufstand der Bluttempler zu verhindern und sammelt seine Kräfte, um gegen diese vorzugehen (Iradon war doch kein Paktierer, oder?). Die Helden haben von Haffax gefälschte Offiziersdokumente bekommen und für Notfälle ein Autorisierungsschreiben von Iradon persönlich.

Ich möchte, dass die Helden ein Gefühl von den Vorzügen bekommen, die das Militär hat, aber gleichzeitig dürfen sie nicht zu auffällig sein. Wenn sie etwa das Autorisierungsschreiben nutzen, erfährt Belharion Menning auf jeden Fall davon und könnte misstrauisch werden. Sie sollen auch in Situationen kommen, in denen sie ihr Gewissen beißt: Beschützen sie die Kinder, die von zwei Bluttemplern misshandelt werden und lenken Aufmerksamkeit auf sich?

Das zweite Thema ist der Kampf um Haffax Seele. Abgeschirmt von dämonischen Einflüsterungen kann er nun richtig über sein Tun nachdenken und empfindet vielleicht Reue. Dies können die Helden durch Gespräche und Taten bekräftigen, etwa mit obigem Beispiel mit den Kindern: 
Wenn sie den Kindern helfen und damit die Mission gefährden, wird das Haffax stutzig machen. Ich würde ihn so darstellen, dass er alle moralischen Maßstäbe etc. ganz neu erlernen muss.

In der gereinigten Ritualhöhle erscheint dann ein Avatar Tsas. Dieser eröffnet Haffax, dass er zu viele Untaten begangen hat, seine Seele würde daher nicht sofort gereinigt werden, sondern würde in den Opal im Dolch fahren und den Dolch für lange Zeit, vielleicht für immer, unwirksam machen.

Dann kommt es zu einem von zwei Fällen:

Wenn die Helden genug guten Eindruck auf ihn gemacht haben, bereut Haffax sein Tun und will den Dolch nicht "blockieren". Er bricht in Tränen zusammen und wünscht sich, alles rückgängig machen zu können. Da tritt der Avatar vor und sticht ihm den Dolch ins Herz, denn er hat sich die Wiedergeburt verdient, da er wahrlich bereut.

Im anderen Fall bereut Haffax nicht wirklich, sondern stürzt vor und entreißt dem Avatar den Dolch. Da es ein Avatar Tsas ist, wehrt er sich natürlich nicht und Haffax stößt sich den Dolch selbst ins Herz.


Das faktische Ergebnis ist in beiden Fällen das gleiche und weicht auch kaum vom Original ab, da der Opal aus seiner Fassung fällt. Was sich jedoch unterscheidet, ist, wie die Helden (und Spieler) Haffax in Erinnerung behalten und das ist mMn sehr wichtig.

Hier könnte man jetzt das Ende setzen, ich würde aber noch ein Kapitel für ein richtig schönes Finale dranhängen:
Bei ihrer Rückkehr aus dem Dschungel ist die Fürstkomturei mehr oder weniger in Anarchie versunken, abhängig vom Grad, um den die Bluttempler alarmiert wurden. Das reicht von Ahnungslosigkeit bis zur "Order 66" bis zu Massakern in Jergan. Auf jeden Fall sollen die Helden in Hemandu eindringen und Belharion töten, ein vernünftiger Bossfight also. Wenn Haffax bereut, könnte er auch mit seinen letzten Worten die Helden bitten, dieses Ungeheuer zu vernichten.

So, das wäre meine Idee. Dazu hab ich jetzt mehrere Fragen an euch:

Erstmal natürlich, was haltet ihr davon

Zweitens die beiden Motivationslücken, zu Beginn und nach der Schlacht von Gareth, wie kann man die Helden da einbinden?

Drittens der Metaplot. Ich meine, das meine Version außer auf Maraskan kaum Änderungen des Metaplots nötig macht, falls doch, korrigiert mich bitte.

Viertens zu Maraskan. Ich war ein wenig enttäuscht, dass das im Schattenmarschall gar nicht behandelt wird und da die Splitterdämmerung ja durch ist, wird da wohl nicht mehr viel kommen. Dennoch werden Belharion Menning und Iradon Kolenfeld ja nicht einfach verschwinden. Weiß da jemand was dazu? Steht in Die verlorenen Lande vielleicht was dazu?
Oder kann ich ruhig die Bluttempler auftreiben und die Fürstkomturei fallen lassen?

So, das wars erstmal, vielen Dank an jeden, der sich diese Wall of Text bis hierhin angetan hat und freundliche Grüße 
Wenn mir noch was einfällt, füge ich es ein

PS: Ich hab diesen Vorschlag Anfang April schon mal im Ulisses-Forum gepostet, nachdem dort niemand geantwortet hat, dachte ich, ich probier es hier mal ;).
Aber denkt nicht, ihr wärt nur zweite Wahl, ich bin nur erst kürzlich von Ulisses umgestiegen, da es dort fast nur noch DSA5 gibt und wir noch 4 spielen.
Zuletzt geändert von Albrecht Stirner am 28.04.2016 16:41, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Alternativer Haffaxplot

Beitrag von Keideran Labharion » 28.04.2016 13:58

Moin!
Albrecht Stirner hat geschrieben:Viertens zu Maraskan. Ich war ein wenig enttäuscht, dass das im Schattenmarschall gar nicht behandelt wird und da die Splitterdämmerung ja durch ist, wird da wohl nicht mehr viel kommen. Dennoch werden Belharion Menning und Iradon Kolenfeld ja nicht einfach verschwinden. Weiß da jemand was dazu? Steht in Die verlorenen Lande vielleicht was dazu?
Oder kann ich ruhig die Bluttempler auftreiben und die Fürstkomturei fallen lassen?
Auf die Schnelle dazu: Wenn du generell im engeren Kontakt mit der offiziellen Geschichte bleiben willst, lautet die Antwort auf die letzte Frage: Nein. :wink:

Oder anders herum: Meisterinformationen zu: "Maraskan nach der Splitterdämmerung": Die Fürstkomturei bleibt unter Haffax’ Nachfolgern auf der Insel bestehen. Und dort wird sie mit ihren Protagonisten ebenso wie die Insel selbst und das freie Maraskan entsprechend der Setzungen aus Schattenlande durchaus noch eine Rolle spielen.

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Re: Alternativer Haffaxplot

Beitrag von Albrecht Stirner » 28.04.2016 14:06

Okay, danke für die Rückmeldung.

Aber wird die Auflösung der Fürstkomturei wirklich wichtig in ganz Aventurien oder betrifft sie vor allem Maraskan? Da die Splitterdämmerung ja offiziell abgeschlossen ist, war ich eher von letzterem ausgegangen und hatte die Idee, dass ich es ja vielleicht so lösen könnte, dass die Bluttempler zwar zerschlagen werden, aber die Komturei weiter besteht, quasi als "profane" Militärdiktatur ohne die dämonischen Einflüsse (die im Hintergrund natürlich noch aktiv sind). Kurz gesagt: Ich wäre bereit ein "Zweite-Riege-Maraskan" Abenteuer zu ignorieren / umzuschreiben, aber nicht den ganzen Metaplot

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Re: Alternativer Haffaxplot

Beitrag von Keideran Labharion » 28.04.2016 15:06

Auch wieder nur knapp, vielleicht später etwas detaillierter:
Meisterinformationen zu: "Maraskan nach der Splitterdämmerung": Kommt drauf an, wie du zweite Riege definierst. Auch nach dem Zyklus liegt ja immer noch ein Splitter auf Maraskan herum und der sollte noch eine Rolle spielen. In diesem Sinne kann es durchaus mehr Konsquenzen haben als ›nur‹ für Maraskan. Anders herum: Abenteuer wie Schleiertanz/Schleierfall, Seelenernte oder Der verlorenen Lande sind irgendwie ja auch ›nur‹ für Aranien bzw. Tobrien wichtig. :wink:

Iradon Kolenfeld und Sarastro Dorkstein spielen eine wichtige Rolle in der Fürstkomturei nach Haffax. Und die Bluttempler existieren in ihrer aktuellen Form und Leitung mindestens bis 1040 BF. Dabei fungieren sie weiterhin als eine Art Relikt der Fürstkomturei ihrer Anfangszeit, während Haffax’ Nachfolger als Fürsten sein späteres Herrschaftskonzept fortführen.


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Re: Alternativer Haffaxplot

Beitrag von Albrecht Stirner » 28.04.2016 16:43

Nunja, ich würde sagen, zumindest Die verlorenen Lande betrifft doch das ganze Mittelreich; )

Aber auf jeden Fall danke für die Rückmeldung, ich werde einfach mal schauen was kommt. Wenn wir im derzeitigen Tempo weiterspielen ist der Metaplot sowieso schon im Jahre 1060 bis wir beim Schattenmarschall ankommen :D

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Re: Alternativer Haffaxplot

Beitrag von Keideran Labharion » 29.04.2016 12:22

Albrecht Stirner hat geschrieben:Nunja, ich würde sagen, zumindest Die verlorenen Lande betrifft doch das ganze Mittelreich; )
Ach, das Mittelreich ist doch auch nur eine Region unter vielen. :wink: Und garantiert nicht der Ort, auf den Grors Blick fällt, wenn er das Geschenk erhält. So gesehen ist das Schicksal Maraskan für Aventurien und die ganze Welt entscheidender als dieses selbstgefällige Garethjadad. :lol:
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Re: Alternativer Haffaxplot

Beitrag von Albrecht Stirner » 29.04.2016 15:38

Wo du Recht hast, hast du Recht :)

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