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Simyala-Kampagne: Hilfe zu 2 Widersprüchen

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Ohrenbär
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Simyala-Kampagne: Hilfe zu 2 Widersprüchen

Beitrag von Ohrenbär » 15.02.2016 12:43

Ich bereite gerade die Simyala-Kampagne vor und bin dabei über zwei Stellen gestolpert, die einfach nicht zusammenpassen. Vielleicht habe ich ja was übersehen? Ansonsten würde ich mich, gerade für Problem Nr. 2, über Lösungsvorschläge freuen (denn ich weiß nicht, wie ich das meistern soll).

1. Namenlose Dämmerung
Offensichtlich lügt die Travia-Geweihte die Helden an - und ich verstehe nicht, wieso. Auf S. 11 steht:
Im Schatten Simyalas, S. 11 hat geschrieben:Traviane weiß keinen Grund dafür, warum der Namenlose ein Auge auf ihren Neffen geworfen hat.
Nachdem die Geweihte ermordet wurde, träumen die Helden von einem Gespräch zwischen ihrem Geist und dem des verstorbenen Vaters. Diesem erzählt Traviane:
Im Schatten Simyalas, S. 17f hat geschrieben:Deinen Nachlass habe ich noch auf der Burg verbergen können.
In diesem Nachlass, dessen Inhalt sie kennt (dies geht aus dem Traumgespräch hervor), wird ein ziemlich guter Grund dafür genannt, warum der Namenlose ein Auge auf Allerich geworfen haben könnte: Es geht um einen Feenpakt, der in Zusammenhang zu Simyala steht - einer Elfenstadt, die aufgrund von Namenlosem Wirken (!) unterging.

Warum hat sie den Helden nichts davon erzählt? Warum lügt sie die Helden über ihre Unwissenheit an? (Und warum wird er Spielleiter selbst angelogen? Das Zitat von S. 11 ist nämlich Meisterinformation und kein Vorlesetext.)

---> Ich würde die Travia-Geweihte ungerne als Lügnerin darstellen. Vor allem nicht, solange ich nicht verstehe, warum sie gelogen hat. Dass sie den Helden nicht vertraut, ist ausgeschlossen, denn dann hätte sie sie gar nicht erst "ins Vertrauen gezogen"... die ganze erste Szene mit ihr dreht sich ja darum, dass sie die Helden als "von Travia gesandt" betrachtet.
Hat da jemand 'ne Idee?


2. Stein der Mada
S. 22: Das Finale des Punin-Teils dreht sich darum, dass die Helden von allen möglichen Parteien durch die Stadt gejagt werden und fliehen müssen. (Etwas, das übrigens so knapp beschrieben wurde, dass ich keine Ahnung habe, wie man das spannend meistert; hierfür wurde einem überhaupt nichts an die Hand gegeben.)
Strippenzieherin dieser Jagd ist Baronin Yanis di Rastino. Sie möchte den Helden den Stein der Mada abnehmen. Ich verstehe allerdings nicht, wieso sie den Helden den Stein abnehmen will.
Zwei Ereignisse fanden vorher statt:
1. Yanis hat sich mit den Helden getroffen und mit ihnen einen Handel geschlossen: Sie "aktiviert" den Stein, will diesen aber dafür dann als Gegenleistung erhalten. Aber:
Im Schatten Simyalas, S. 72 hat geschrieben:Sie lässt sich allerdings darauf ein, dass die Helden ihn ihr erst übergeben, nachdem sie damit getan haben, was zu tun ist.
2. 74: Yanis hat in einer Zeremonie den Stein "aktiviert" und wurde dabei von Schergen des Namenlosen angegriffen. Die beiden Madasteine (ihr eigener und der der Helden) werden ihr dabei aus der Hand geschleudert.
Keinen der beiden Madasteine bekommen die Namenlosen dabei in die Hände. Den einen finden die Helden, den anderen der Zahori-Junge Ayano, der auf Yanis' Seite steht. Ich zitiere:
Im Schatten Simyalas, S. 74 hat geschrieben:Ayano wird sich wieselflink den Madamanten der Sha'ay Mada schnappen und auch versuchen, den zweiten zu erwischen. Er wird ihn jedoch nicht rechtzeitig finden, da da sich wenigstens einer der Helden um die Steine kümmern wird. [...]
In diesem Fall werden die Helden mit den Madakultisten aneinandergeraten, da die Sha'ay Mada von ihnen den Madamanten verlangt.
Der einzige, der sich aus diesem Streit heraushält, ist Ayano [...]. Er hat den Madamanten des Kultes Yanis übergeben und sich dann an den Rand des Geschehens zurückgezogen.
Ich verstehe das überhaupt nicht: Wieso will Yanis auf einmal den Stein von den Helden? Sie haben doch abgemacht, dass die Helden den erstmal behalten dürfen! Was ist hier passiert? Yanis wird doch nicht den Handel brechen, den sie mit den Helden abgeschlossen hat; das verbieten ihre Prinzipen als Phexgeweihte. Was geht ihr also vor sich?
Und: Ist das überhaupt wichtig? Ist es wichtig, dass die Helden am Ende gejagt werden? Ist es wichtig, dass die Namenlosen Schergen das Ritual angreifen (schließlich erbeuten sie dabei keinen der Steine)? (Woher wussten die Namenlosen überhaupt von dem Ritual?)
Das ganze Finale dieses Abenteuers ist mir völlig unerklärlich.
Auch den anschließende Teil, in dem die Helden noch einmal (!) das Haus von Azila durchsuchen, um diesmal endlich den Eingang ins Quartier der Namenlosen Diener zu finden, sehe ich noch nicht ganz passieren.
Das ist alles so knapp und inkohärent beschrieben, dass ich wirklich nicht weiß, wie ich daraus ein gutes Finale basteln soll. Hat da jemand Ideen? Oder Erfahrungsberichte?

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Re: Simyala-Kampagne: Hilfe zu 2 Widersprüchen

Beitrag von Jadoran » 15.02.2016 13:32

Zu 1) Ich würde das so darstellen, dass ihr Tragweite und Zusammenhänge des Ganzen erst im Angesichts des Todes klar werden, vielelicht auch, weil die NL-Schergen es ihr beim abmurksen vormonologisieren. Vielleicht ist sie nicht die hellste und etwas vergesslich. (Das würde ich dann aber vorher etablieren, dass sie ein wenig schusselig ist)

Zu 2) Da gab es einen langen Hassthread zu, wo aber unterschiedliche Herangehensweisen geschildert wurden, um genau diese Holperstelle anders abzubilden. Soweit ich mich erinnere, dient die ganze Episode nur dazu, den Helden etwas Beine zu machen, damit sie nicht in Punin festwachsen, was man auch anders und mit einer deutlich kooperativeren Yanis mühelos hinkriegt.

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Re: Simyala-Kampagne: Hilfe zu 2 Widersprüchen

Beitrag von Ohrenbär » 15.02.2016 14:55

1) Eine andere Alternative, als die Geweihte dumm darzustellen, gibt es nicht wirklich, oder? Finde ich sehr schade, wird aber wohl so geschehen müssen.

2) Ich hab diesen Thread nicht gefunden. Hast du zufällig einen Link?
Da kommt wohl viel Umarbeitung auf mich zu.
Ich glaube, mein größtes Fragezeichen ist, wie ich die Helden dazu bekomme, das Versteck der NL zu finden. Alles andere kann ich notfalls ersatzlos streichen, aber an die Harfe müssen sie irgendwie kommen.

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Re: Simyala-Kampagne: Hilfe zu 2 Widersprüchen

Beitrag von BenjaminK » 15.02.2016 15:25

1) Eine Traviageweihte hat vieles zu tun, denkt an viele Sachen und selbst eine pfiffige, logisch kombinierende Geweihte, kommt vielleicht nicht auf den Zusammenhang. Immerhin denkt sie an Familienzusammenhalt, Obdachlosenspeisung, Waisenbetreuung und ist vielleicht für einige auch noch Ansprechpartner für die Ständeordnung statt dem Praiosgeweihten, weil sie eben lieber angesprochen wird. Oder sie wird gefragt, wie Bauer Alrik und Belrike ihrer kleinen Familie im Schlafzimmer zu mehr Freude nachhelfen kann. Und vielleicht kann die Traviageweihte auch die ein oder andere Buchempfehlung geben, wie ein Haus aussehen müsste. Und dann irgendwann ganz hinten wird sie vielleicht auch danach gefragt, welche Elfenstädte dann in einstiger Vergangenheit der Sage nach durch den Namenlosen untergegangen ist. Die Frau muss nicht doof sein, nur weil sie nicht den gleichen abenteuerrelevanten Fokus hat, wie Spieler und Spielerhelfen. Immerhin hat sie 80% ihrer Gedanken bei ihrem Alltag, 19% bei Nebentätigkeiten und das letzte % kann auch mal was langsamer schalten als das unbelastete Spielerhirn, was nur die Infos verarbeiten muss, die der SL ihm gibt.
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Re: Simyala-Kampagne: Hilfe zu 2 Widersprüchen

Beitrag von Jadoran » 15.02.2016 15:37

Das dürfte dieser hier sein: Spielbericht

Das Traviageweihte nicht unbedingt die besten Politiker und Detektive sein müssen leuchtet sicher jedem Helden ein. Das ist ja auch eine Berufung, die zuweilen eher gutmütige und einfache Naturelle hören.
Wenn sie sonst noch viel um die Ohren hat macht sie das nicht zum Deppen, nur müssen die Spieler sie gleich als etwas simpel kennenlernen, um ihr das hinterher auch abzunehmen. Da man die NSC nur mit wenigen Worten beschreibt muss man meist etwas überzeichnen, damit der richtige Eindruck entsteht.
Wenn Du sie als "lieb zu kleinen Tieren und Waisenkindern" bringst, entsteht vielleicht schon der passende Eindruck. Oder gib ihr ein kleines Schwein als Haustier, das einen putzigen Namen hat.

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Re: Simyala-Kampagne: Hilfe zu 2 Widersprüchen

Beitrag von Ohrenbär » 15.02.2016 16:48

Danke für den Link. Ich werde die Helden wohl in Frieden mit Yanis abziehen lassen.
Nur wie sie an die Harfe kommen, muss ich mir noch überlegen. (Dass sie, wie es das Abenteuer vorsieht, ein zweites Mal dasselbe Haus durchsuchen, halte ich für ausgeschlossen.)

Dass die Traviageweihte sonst noch viel um die Ohren hat, ist allerdings eine Erklärung, mit der ich nicht viel anfangen kann. Es ist ja so, dass sie Visionen bekommen hat, die ihr verraten, dass der Namenlose hinter ihrem Neffen her ist. Deshalb kommt sie extra angereist. Es ist also schlicht nicht wahr, dass sie noch irgendetwas anderes um die Ohren hat und keine Gelegenheit hatte, über die Situation nachzudenken. Vermutlich tut sie seit Tagen nichts anderes mehr. So eine Vision der eigenen Göttin schiebt man nicht einfach auf und beschäftigt sich weiterhin zu 80% mit Alltag!

Sie wusste also alle drei wesentlichen Dinge:
1. Der NL ist hinter Allerich her.
2. Allerich soll einen Feenpakt eingehen, der irgendwas mit Simyala zu tun hat.
3. Der Untergang Simyalas hatte irgendwas mit dem NL zu tun.

Da ist keine besondere Detektivarbeit nötig, um zu dem Schluss zu kommen, dass alle drei Punkte irgendwas miteinander zu tun haben. Es kann einfach nicht sein, dass sie das alles wusste und dass sie trotzdem keinen Grund dafür kannte, warum der Namenlose ein Auge auf ihren Neffen geworfen hat.

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Re: Simyala-Kampagne: Hilfe zu 2 Widersprüchen

Beitrag von Jadoran » 15.02.2016 17:33

Ich hab das Abenteuer selbst nie geleitet, daher: Da hast Du wohl recht.

Vielleicht nimmst Du einfach die göttliche Vision raus? Woher soll Mama Gans wissen, was der Namenlose vorhat? Allerich hingegen könnte ihr was von einem wiederkehrenden "wirren Traum" geschrieben haben, was sie so beunruhigte, dass sie - ganz Familienmensch - anreiste, um sich um den armen Kerl zu kümmern. Und der erzählte halt so komisches Zeug. Feenpakt. Klingt irgendwie unanständig und nach Aberglauben. Und eine Stadt Simsalaya oder so. Hat sie noch nie von gehört. Aber dass irgendwie finstere Leute hinter ihm her waren konnten ihr Nachbarn bestätigen... da drückten sich so Typen vor seinem Haus rum...

Beim zweiten Mal durchsuchen braucht es nur neue Hinweise. Ich kenne jetzt den konkreten Block nicht, aber wenn die Helden zum Beispiel beim Belauschen/Verhören einer Schergin spitzkriegen, dass sie was nicht gefunden haben oder das deren Boss vermutet, dass die Harfe dort ist, wo sie gesucht haben... dann schauen sie sicher noch mal.

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Re: Simyala-Kampagne: Hilfe zu 2 Widersprüchen

Beitrag von elyan36 » 15.02.2016 17:46

Warum schreibst du den Dialog nicht einfach um? Allerichs Vater kann seiner Schwester sagen, dass nach ihrem Tod die einzige Hoffnung für Allerich darin besteht, dass jemand die versteckten Gegenstände findet. Es muss ja nicht zwingend ein Nachlaß sein, sondern er kann die Dinge auch versteckt haben, bevor er zur Schlacht an der Trollpforte aufgebrochen ist.
Ähem, zumindest glaube ich das, weil es echt schon lang her ist.

Auf der anderen Seite: Sollte die Geweihte ahnen, was hinter dem Pakt steckt, dann hat sie sicherlich ein großes moralisches/religiöses Problem damit. Auch das könnte ein Grund sein, weshalb sie dies den Helden nicht direkt sagt. Und ja, Geweihte lügen, um bestimmte Dinge zu erreichen.

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Re: Simyala-Kampagne: Hilfe zu 2 Widersprüchen

Beitrag von Ohrenbär » 15.02.2016 18:56

elyan36 hat geschrieben:Warum schreibst du den Dialog nicht einfach um? Allerichs Vater kann seiner Schwester sagen, dass nach ihrem Tod die einzige Hoffnung für Allerich darin besteht, dass jemand die versteckten Gegenstände findet. Es muss ja nicht zwingend ein Nachlaß sein, sondern er kann die Dinge auch versteckt haben, bevor er zur Schlacht an der Trollpforte aufgebrochen ist.
Ähem, zumindest glaube ich das, weil es echt schon lang her ist.
Hätt' ich auch selbst drauf kommen können. Oh man. -_-
Ja. Das ist genau die Idee, nach der ich gesucht habe.
Dankeschön! :)
Jadoran hat geschrieben:Beim zweiten Mal durchsuchen braucht es nur neue Hinweise. Ich kenne jetzt den konkreten Block nicht, aber wenn die Helden zum Beispiel beim Belauschen/Verhören einer Schergin spitzkriegen, dass sie was nicht gefunden haben oder das deren Boss vermutet, dass die Harfe dort ist, wo sie gesucht haben... dann schauen sie sicher noch mal.
Sowas werde ich wohl machen. Wird nicht sonderlich galant, aber ich lasse ihnen einfach irgendwo einen der Schergen in die Hände laufen, den sie dann auspressen können. Vielleicht den kleinen Al'Rik oder den zweiten Archivar aus der Akademie. Und den Kampf nach dem Ritual und die Flucht aus Punin streiche ich.

Damit sind alle meine Fragen geklärt (außer natürlich die, wie man diese Dinge überhaupt erst so vermurksen konnte ^^).
Ich danke euch! :)

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Re: Simyala-Kampagne: Hilfe zu 2 Widersprüchen

Beitrag von BenjaminK » 15.02.2016 19:39

Ich sag auch nicht, dass die Traviageweihte business as usual macht, sondern dass das, was ihr an Ideen und Assoziationen durch den Kopf geht und das, was sie daraus kombinieren kann, deutlich belasteter ist, als das Spielerhirn.

Die Spieler bekommen (1) NL ist hinter Allerich her gesagt, und (2) Allerich hat was mit Simyala zu tun und auch (3) Simyala ging durch NL unter. Spieler kombinieren und sehen sofort den Zusammenhang. Die Geweihte (und eigentlich auch die Helden) bekommen diese Info aber nicht wunderbar aufbereitet und isoliert serviert, sondern gemischt mit anderen Dingen, mit denen sie tagtäglich konfrontiert sind. Die Aufgabe in der Welt ist nicht "Namenlose aufspüren" sondern Travias Güte unters Volk bringen.
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Re: Simyala-Kampagne: Hilfe zu 2 Widersprüchen

Beitrag von Ohrenbär » 15.02.2016 22:32

Wenn die Göttin ihr eine dementsprechende Vision schickt, dann ist es durchaus ihre Aufgabe, sich vorangig darum zu kümmern. Travias Güte unters Volk zu bringen kann sie immer noch nebenher oder hinterher, aber solange sie eine göttliche Queste hat, hat diese doch Priorität.
Und ich verstehe nicht, wie man den Zusammenhang zwischen (1), (2) und (3) nicht sehen kann. Klar ist man immer eingebettet in ein Netz aus Informationen, Wünschen, Bedürfnissen, etc. Aber manche Zusammenhänge liegen doch wirklich klar auf der Hand.
Spätestens wenn sie von den Helden explizit gefragt wird, warum (1) der Fall ist, wird sie doch über die Sache nachdenken. Wenn sie nicht an extremer Konzentrationsschwäche leidet, die sie daran hindert, darüber nachzudenken, wird sie sich doch fragen: "Weiß ich irgendetwas Besonderes von Allerich? Ja, klar. Es gibt diesen geheimen, uralten Feenpakt, von dem nur ich und mein toter Bruder wissen." Sowas übersieht man doch nicht einfach, nur weil man täglich auch mit anderen Dingen konfrontiert ist. Sonst würde ja kein Mensch jemals es schaffen, überhaupt bei einer Sache eins und eins zusammenzuzählen.

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Re: Simyala-Kampagne: Hilfe zu 2 Widersprüchen

Beitrag von Senex » 16.02.2016 10:13

Zu einem alternativen Finale in Punin gibt es im Netz ziemlich viel zu finden. Offensichtlich kann sich keum jemnad mit der Figur Yanis so anfreunden, wie Lena F. sie beschrieben hat. Das ist ja aber auch kein Problem, es gibt genügend Parteien, die den Helden ans Leder wollen; insbesondere Ector vom Berg könnte, wenn er Angst haben muß als Ilarist enttarnt zu werden, seinen Einfluß bei den Draconitern nutzen und die Helden "zur Fahndung ausschreiben." Yanis kann dann auf der Seite der Helden sein (immerhin hat sie zu diesem Zeitpunkt verstanden, daß es um eine Mega-Bedrohung durch den NL geht), anstatt als Volltrottel in die Geschichte einzugehen.

Zum Thema 2. Untersuchung von Azilas Haus:

Ich bin mir nicht sicher (ist 10 Jahre her :), aber ist Azila nicht bei dem Angriff auf das Erweckungsritual mit dabei? Dann wäre eine Untersuchung ihres Hauses ja wohl mehr als logisch. Wenn das Originalskript das nicht vorsieht, dann würde ich das auf jeden Fall so machen.

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Re: Simyala-Kampagne: Hilfe zu 2 Widersprüchen

Beitrag von BenjaminK » 16.02.2016 10:34

@Ohrenbär
Wenn du die Dame strunzblöd oder vorsätzlich lügend haben willst, ist das okay. Für die Beurteilung des NSC gehst du aber weiterhin davon aus, dass sie nur 1+1 zusammen zählen hätte müssen, weil 1 und 1 jeweils offen vor ihr liegen.

Zusätzlich weiss sie aber auch noch von dem einen Mal, als Allerich nicht gütig war und einem Bedürftigen keine Fürsorge zukommen ließ. Sie weiss auch von dem einen Mal, als Allerich von Kunigunde geschwärmt hat, vielleicht haben sie da was miteinander gehabt und daraus ist ein uneheliches Kind entstanden, denn von Kunigunde hat sie ja nichts mehr gehört. Sie erinnert sich vielleicht auch noch an das eine mal, als eine Gans schnatternd auf Allerich zugelaufen ist und er dann vor ihr weggelaufen ist. War es der Einfluss seines damaligen Freundes, der ihn jetzt in etwas verwickelt hat?

Göttliche Vision hin oder her. Ihr Kerngebiet ist das nicht. Nur weil die höhere Macht jetzt befiehlt, etwas zu tun, kann man es dadurch nicht. Sicherlich geht sie dem nach, hat aber als Ermittlerin einfach keine Erfahrung. Saloppe Analogie: Wenn mir Angela Merkel heute persönlich sagen würde, dass ich die Treibstoffmenge für die nächste bemannte Raumfahrtmission berechnen solle, dann würde ich vermutlich auch nicht sofort alle Eventualitäten auf dem Schirm haben, obwohl Ingenieure sowas tun.

Ansonsten wurde Simyala irgendwann ~4500 vBF gegründet, ging ~3000 vBF unter und die dafür verantwortliche namenlose Kreatur wurde ~1000 vBF erschlagen. Das Abenteuer spielt ~1000 nBF, also sind das Eriegnisse, die 4000 bzw. 2000 Jahre her sind. Da mag einiges überliefert sein, aber so klar wie für uns Abenteuerhintergund- und Wiki-Leser wird die Information wohl eher nicht sein.

Über den Feenpakt wird man auch nicht jedes dritte gemeinsame Essen drüber philosophieren, auch wenn sie darüber aufgeklärt ist.

Natürlich hätte sie alles zum Kombinieren gehabt. Aber eben noch viel mehr zum Kombinieren, als die Spieler haben. Und natürlich hätte sie mit noch mehr Nachfragen und Hilfe selbst drauf kommen können. Aber weil sie es (noch) nicht ist, ist sie weder strunzblöd oder belügt absichtlich Leute, die ihr helfen wollen. Wenn sie 100 vage Möglichkeiten im Kopf hat, warum der NL hinter Allerich hätte her sein sollen (von denen auch eine der Feenpakt ist), dann ist es nicht gelogen, wenn sie sagt, dass sie es nicht weiß.
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Re: Simyala-Kampagne: Hilfe zu 2 Widersprüchen

Beitrag von >Helfried von Aras< » 16.02.2016 14:46

Eventuell könnte der Travia-Geweihten ein Namensloses Vergessen angedeit worden sein und und im Moment der Aufnahme der Seele an Travias ewiger Tafel kann sie sich erinnern?

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Re: Simyala-Kampagne: Hilfe zu 2 Widersprüchen

Beitrag von Ohrenbär » 16.02.2016 15:30

Senex hat geschrieben:Ich bin mir nicht sicher (ist 10 Jahre her :), aber ist Azila nicht bei dem Angriff auf das Erweckungsritual mit dabei? Dann wäre eine Untersuchung ihres Hauses ja wohl mehr als logisch. Wenn das Originalskript das nicht vorsieht, dann würde ich das auf jeden Fall so machen.
Sie ist mit dabei. Das Problem ist nur, dass die Helden vermutlich vorher schon auf die Idee kommen, sie zu verdächtigen, und vorher schon ihr Haus durchsuchen. Das Abenteuer geht sogar von dieser Möglichkeit aus und schreibt explizit: In diesem Fall dürfen die Helden das Geheimversteck noch nicht finden. Das dürfen sie erst zum Finale hin finden und dazu müssen sie das Haus dann nochmal durchsuchen. Was das Abenteuer mir dabei nicht erklärt, ist, wie die Helden auf die Idee kommen sollen, nachdem sie das Haus bereits einmal durchkämmt haben, es einfach nochmal zu versuchen.

(Übrigens: Ich verstehe gar nicht, was es an der Figur Yanis di Rastino auszusetzen gibt. Die gibt für mich als Spielleiter viel her. Dass die Autorin die einzelnen Ereignisse des Abenteuers nicht aufeinander abgestimmt hat, sodass sie nicht zusammenpassen, hat ja mit der Figur nichts zu tun.)
BenjaminK hat geschrieben:@Ohrenbär
Wenn du die Dame strunzblöd oder vorsätzlich lügend haben willst, ist das okay. Für die Beurteilung des NSC gehst du aber weiterhin davon aus, dass sie nur 1+1 zusammen zählen hätte müssen, weil 1 und 1 jeweils offen vor ihr liegen.
Ich will nicht, dass sie strunzblöd oder lügend ist, ich sehe nur keine andere Erklärung. Wobei ich sogar strunzblöd ausschließen kann, denn es geht hier nicht darum, etwas zusammenzuzählen und irgendwelche logischen Schlüsse zu vollbringen. Die gedankliche Leistung, um zu erkennen, dass (1), (2) und (3) irgendwie miteinander zu tun haben, ist viel geringer als das. So gering sogar, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass es jemanden gibt, der tatsächlich so strunzblöd ist, das nicht zu sehen.
Die Erklärung, die du mir anbietest, um das Handeln der Traviageweihten zu verteidigen (ein nobles Anliegen, für das ich dir prinzipiell dankbar bin, weil ich selbst es lieber hätte, wenn sie eine tadellose Respektsperson wäre), überzeugt mich aus folgenden Gründen überhaupt nicht:
  • Die Beispiele, die du anführst, sind zu schwach. Das meine ich so: Diese Beispiele sollen doch andere mögliche Ursachen für (1) sein (=warum hat der NL es auf meinen Neffen abgesehen?), die ihr in so zahlreicher Form durch den Kopf gehen, dass die Sache mit Feenpakt und Simyala, also ihr Wissen über (2) und (3), untergehen. Das würde aber nur funktionieren, wenn diese Beispiele ungefähr gleich schwer wiegen würden wie (2) und (3). Tun sie aber nicht. Bei weitem nicht. Das sind alles viel zu schwache Erklärungen, im Vergleich zu (2) und (3).
  • Angenommen, die Beispiele wären stärker und würden tatsächlich (2) und (3) aufwiegen, dann wäre damit zuviel gezeigt. Das müssten dann schon wirklich krasse Dinge sein. Sagen wir, Allerich wäre in den Namenlosen Tagen geboren. Oder er hätte in seiner Jugend irgendein Wunder vollbracht. (Oder eine Fee wäre bei seiner Geburt dabei gewesen.) Oder sonstetwas wirklich sehr Ungewöhnliches. Das wären dann tatsächlich gute Hinweise, warum der NL etwas von ihm will... aber dann hätte Traviane eben gute Hinweise und dann wäre es immer noch falsch zu sagen, dass sie keine Idee hätte, wieso der NL ein Auge auf Allerich geworfen hätte.
  • Letztlich finde ich auch, dass deine Strategie, ihr Handeln zu erklären, wenn sie funktionieren würde, viel zu viel erklären würde: Du könntest keiner fiktiven Figur jemals Dummheit oder Lüge unterstellen. Egal wie blöd Rohaja oder Jast Gorsam im Jahr des Feuers gehandelt haben, egal wie fehlerhaft der schiefgelaufene Plan des fiesen Erzschurken war, man darf das diesen Personen nicht vorwerfen, denn sie haben nicht den Blick von Außen, den wir Spielende haben, sondern sie stecken immer in ihrem Alltag und haben sehr viel mehr Fakten, die sie verarbeiten müssen, als wir. Egal wie sehr sich das, was eine Person sagt mit dem, was sie tut, widerspricht, man könnte ihr niemals eine Lüge nachweisen, weil man immer in Betracht ziehen muss, dass sie gar nicht gemerkt hat, dass das nicht zusammenpasst, schließlich gingen ihr noch tausend andere Dinge durch den Kopf. Kritik am Handeln von Meisterpersonen wäre damit unmöglich.
Nebenbei:
BenjaminK hat geschrieben:Ansonsten wurde Simyala irgendwann ~4500 vBF gegründet, ging ~3000 vBF unter und die dafür verantwortliche namenlose Kreatur wurde ~1000 vBF erschlagen. Das Abenteuer spielt ~1000 nBF, also sind das Eriegnisse, die 4000 bzw. 2000 Jahre her sind. Da mag einiges überliefert sein, aber so klar wie für uns Abenteuerhintergund- und Wiki-Leser wird die Information wohl eher nicht sein.
Die Taten Gerons des Einhändigen sind im Mittelreich Allgemeinwissen. Jedes Kind kennt seine Heldentaten. Eine seiner Heldentaten war es, den Basiliskenkönig in Simyala zu töten, einer vom Namenlosen erschaffenen Kreatur, die er schuf, weil er die Elfenstadt untergehen sehen wollte. Letzteres ist kein Geheimwissen, sondern ein bekanntes Detail der Gerons-Sage. Dies wird ausdrücklich so geschildert in: "Annalen des Götteralters: Aventursiche Götter und Heldensagen vom Anbeginn der Zeiten".
Dieses Buch hatte Traviane in ihrem Besitz. Es ist Teil des Nachlasses ihres Bruders (er hat ihr das, die Kenntnis über den Feenpakt und einige weitere ebenteuerrelevante Quellen am Sterbebett vermacht und sie hat es, weil sie wusste, wie wichtig diese Quellen sind, vor ihrem Tod versteckt, damit der NL den Nachlass nicht findet). Man kann also davon ausgehen, dass ihr das alles bekannt ist, obwohl es so lange her ist.

>Helfried von Aras< hat geschrieben:Eventuell könnte der Travia-Geweihten ein Namensloses Vergessen angedeit worden sein und und im Moment der Aufnahme der Seele an Travias ewiger Tafel kann sie sich erinnern?
Passt leider nicht. Es gibt keinen Moment, in dem das hätte geschehen können. Außerdem wäre es seltsam, dass sie sich ausgerechnet an diese eine Sache nicht, an alle anderen aber schon erinnert.

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Re: Simyala-Kampagne: Hilfe zu 2 Widersprüchen

Beitrag von Jadoran » 16.02.2016 15:46

In solchen Fällen muss man halt einfach umschreiben.

Wie wäre es, wenn Du die Person der Traviageweihten aufteilst in Tante und Cousine, die jeweils nur Bruchstücke wissen? Die eine weiss vom Feenpakt, die andere weiss von den Nachstellungen des Namenlosen - aber aus einem vernünftigen Grund haben sie bisher nicht miteinander reden können? Oder die Geweihte redet seit Ewigkeiten nicht mehr mit der Cousine, weil die eine Kurtisane ist... wenn sie sich zusammensetzen würden, dann wird auf einmal alles klar...

Auch möglich ist, dass die Helden das Ding nicht finden, weil sie nicht genau wissen wie es aussieht... Sie suchen meinetwegen nach einer Harfe, es handelt sich aber um einer Zither... was durch die Übersetzung verloren gegangen ist. Oder sie stellen später fest, dass die gute Azila noch ein Landhaus hat... wo dann die olle Zupfe steht.

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Re: Simyala-Kampagne: Hilfe zu 2 Widersprüchen

Beitrag von BenjaminK » 16.02.2016 16:09

Ehrlich gesagt mag ich nicht mehr mitreden.

Bei über 2000 Jahren vornehmlich mündlicher Geschichtsüberlieferung, mit Sagen und Legenden, die über Lieder, Gedichte und Erzählungen der nächsten Generation beigebracht werden, ist die Frage ob das "Allgemeinwissen" wirklich immer und zu jeder Zeit bis ins letzte Detail genau ist. Mit 30 Leuten 'stille Post' spielen erzeugt kuriose Abweichungen von der ursprünglichen Sache.

Fakt ist, dass wir heute zum einen wenige Quellen haben, weil wir ein paar Jahre Romane und Hintergrundbände zu lesen haben. Im vergleich mit unzähligen Varianten von Geschichten sind das wenige Quellen. Wir haben sogar soetwas wie ein Echtheitszertifikat. Wir können kanonisches Wissen von ungültigen Abwandlungen problemlos trennen. Wir bekommen in einem Abenteuer (hoffentlich) alle Verwicklungen und Zusammenhänge (hoffentlich) gut aufbereitet serviert mit feiner Übersicht.

Das hat 'der Aventurier' nicht. Wenn man also eine gutmütige Frau, die einen Zusammenhang nicht sieht, immer noch gutmütig haben will, dann ist es kein Problem, dass sie einfach eingeschränkter auf Wissen zugreifen kann, als es für uns heute möglich ist.

Das hat wenig damit zu tun, eine Rohaja unangreifbar zu machen oder ihr Versagen in manchen Belangen auszuschließen. Die gute Dame möchte ich gar nicht fehlerfrei haben. Aber wenn sie eine schlechte Entscheidung getroffen hat, dann kann sie entweder aus Dummheit oder aus schlechterer Informationslage getan haben. Da kommt es dann vornehmlich drauf an, wie ich den NSC im Gesamtzusammenhang bewerte und was ich ihr andichten will. Denn wenn ich will, dass sie doof rüberkommt, dann sage ich ihr eine gute Informationslage nach. Will ich sie Kompetent darstellen, wird sie danach um bessere Informationen bitten oder sonstwas.

In jedem Fall bleibt für mich, dass ein NSC, dem man mit aufgeklärter Informationslage aus unserem 2015, einen Ausspruch, etwas nicht zu wissen, als Lüge auslegt, genau so gewollt ist. Und daher ist meine Überlegung, wie man den NSC als gutmütigen nicht-Lügner erklären kann trotz der heutigen Informationslage, unnötig und ich damit auch raus aus der Diskussion :)
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Re: Simyala-Kampagne: Hilfe zu 2 Widersprüchen

Beitrag von Senex » 17.02.2016 10:03

Hallo Ohrenbär,

mein Rat an Dich (wenn Du überhaupt einen willst) ist: halte Dich nicht an das Originalskript, wenn es Dir nicht gefällt. Logikfehler, dramaturgische Schwächen, unglaubwürdige Rollenführung kommen in fast jedem Abenteuer vor. Verzeihliche Fehler, wenn die Gesamtgeschichte Potential für ein tolles Erlebnis am Spieltisch hat.

Du willst daß Traviane weder lügt noch dumm ist? Dann weiß sie halt von dem Feenpakt nichts. Dieses Wissen wird nur vom Vater auf den Sohn übergeben; und wie wir wissen kam Allerichs Vater nicht dazu. Die Helden müssen das anders rausfinden, z.B. durch Greifberts Geist.

Du willst daß die Helden erst Azila enttarnen wenn es Dir dramaturgisch passt? Dann gib Ihnen keine Anhaltspunkte. Die Dame ist schlau genug, um den Helden ihre Identität lange genug geheim zu halten. Bei Ideen zur konkreten Ausarbeitung von Abweichungen ist Dir die Community hier sicherlich behilflich. Seitenlang zu beweisen, daß dies oder jenes im AB unlogisch ist, ist sicher eine schöne Geistesübung, aber es wird Dich nicht weiterbringen.

Viele Grüße
Senex

Ohrenbär
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Re: Simyala-Kampagne: Hilfe zu 2 Widersprüchen

Beitrag von Ohrenbär » 17.02.2016 11:39

Senex hat geschrieben:Bei Ideen zur konkreten Ausarbeitung von Abweichungen ist Dir die Community hier sicherlich behilflich. Seitenlang zu beweisen, daß dies oder jenes im AB unlogisch ist, ist sicher eine schöne Geistesübung, aber es wird Dich nicht weiterbringen.
Also schön. Ich bräuchte Hilfe bei folgender Sache: Die Helden müssen einen (oder mehrere) Hinweise darauf bekommen können, wo das Versteck der Namenlosen in Punin ist.

Azila beim Überfall auf das Ritual zu identifizieren, reicht mir als Hinweis nicht aus. Wenn sie sehr paranoid sind und die richtigen Fragen stellen, können sie Azila bereits vorher im Verdacht haben, egal wie schlau sie ist. (Ich könnte ausführen, wieso ich davon ausgehe, aber das führt vielleicht ab vom Thema und hin zu einer Diskussion, und ich habe den Eindruck, dass solche hier eher unerwünscht sind.) Ich suche nach einer Möglichkeit, auf das Versteck zu kommen, die unabhängig davon ist, ob sie Azila identifiziert haben oder nicht.

Ich könnte den Helden zufällig in Punin einen der NL über den Weg laufen lassen, sodass sie ihn verfolgen oder ausfragen können. Aber nur durch Kommissar Zufall, oder wie die Aventurier sagen: Phex, voranzukommen, ist nicht der galanteste Weg, eine Geschichte zu erzählen. Ich hätte lieber etwas weniger willkürliches.

Das Problem mit der doppelten Hausdurchsuchung kann ich einfach dadurch entgehen, dass ich den Zugang zum Versteck der Namenlosen nicht in Azilas Haus anlege, sondern irgendwo anders. Aber dann stellt sich das Problem um so mehr:
Wie finden die Helden das Versteck der Namenlosen zu einem ungefähren Zeitpunkt meiner Wahl, ohne dass ich ihnen den Aufenthaltsort zu sehr durch "glücklichen Zufall" in die Hände Spiele?
Über Tipps und Ideen wäre ich dankbar.

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Re: Simyala-Kampagne: Hilfe zu 2 Widersprüchen

Beitrag von Senex » 17.02.2016 14:26

OK, ich verstehe. Als erstes mal mein Erfahrungsbericht:

meine Helden waren auch paranoid und haben gespürt, daß Azila etwas verbirgt. Ich habe sie dann Dokumente vorfinden lassen, daß sie eine Spionin des Emirs von Amhallah Al Tergaui ist, die die Helden für die novadische Sache anwerben soll, um in Punin Stimmung gegen die Reconquista zu machen. Ein Ablenkungsmanöver / doppelter Boden, einer NL Priesterin durchaus zuzutrauen. Den Helden hat das gereicht, ihr Verdacht wurde bestätigt und sie haben es als irrelevant abgetan. Die wahre Identität Azilas kam erst nach dem Überfall der Kultisten zu Tage.

Wenn Dir das nicht weiterhilft, könnte der "Trigger" zu Beorns Versteck in Form des Botens von Shaya auftauchen. Ich fand es damals zwar etwas blöd, daß sich jemand zu Fuß von Thorwal nach Punin macht, aber gut... evtl. geht so etwas auch mit göttlicher Verständigung. Wenn ich mich recht erinnere, ist der Name Beorn davor noch nicht gefallen. Jetzt können sich die Helden mit klassischen Detektivmethoden auf die Suche nach einem einäugigen Thorwaler machen. Vielleicht hat ihn jemand gesehen: ein Zahori, ein Bettler...? Schließlich findet man das Versteck unter der Kanalisation auch ohne Azilas Haus.

Zweite Idee: Azila hat den Zugang zum Versteck mit einem Widerwille-Ungemach-Artefakt verborgen. Sie trägt bei dem Überfall den deaktivierenden Schlüssel bei sich. Durch magische Analyse (mittlerweile sollten die Helden in der Akademie jemanden kennen, der ihnen da hilft) kommen die Helden auf die Idee, daß ihren Augen in Azilas Haus etwas entgangen sein muß.

Eine weitere Variante: es ist meiner Meinung nach nicht wichtig, Beorn in Punin aufzustöbern. Er holt sich die Harfe spätestens bei seinem Überfall auf Silz wieder. Damit entfällt ggf. ein für die Helden frustrierendes Erlebnis, aber auch die in meinen Augen stylische Szene im verfluchten Schloss Silz.

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Re: Simyala-Kampagne: Hilfe zu 2 Widersprüchen

Beitrag von Ohrenbär » 20.02.2016 13:13

Die Idee mit dem Widerwille-Artefakt finde ich gut. Ist ein guter Grund, das Haus nochmal zu durchsuchen. (Hoffe nur, dass die Helden das Artefakt auch als solches identifizieren und analysieren.)

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