Projektile nach Schmiederegeln verbessern?

Von A wie Attacke bis Z wie Zeughaus: Alles über Schlachten, Scharmützel und den Waffengang.

Würdest du die Regel zulassen?

Ja. Wer so viel Arbeit oder Geld darin versenken möchte, hat den Bonus verdient.
25
29%
Ja. Ich vermisse die Waffenverbesserungen für Bögen und Armbrüste ohnehinn.
23
27%
Nein. Fernkampf ist auch so schon stark genug.
6
7%
Nein. Das wird mit den verschiedenen Projektiltypen schon abgedeckt.
32
37%
 
Abstimmungen insgesamt: 86

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Jost Perisen
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Projektile nach Schmiederegeln verbessern?

Beitrag von Jost Perisen » 04.02.2011 23:06

Nach "Feuer und Eisen" im WDS lassen sich Fernkampfwaffen mit außnahme von Wurfwaffen nicht (mehr) in den TP verbessern.
Das war mit 4.0 noch anders.

Jetzt ist die Frage ob es möglich (wenn auch teuer) sein sollte die Projektile im Schaden zu verbessern. (Bei Wurfwaffen geht dies ja auch.)

Ich würde analog zu den Schmiedeverbesserungen für Waffen davon ausgehen, dass:
-Der Herstellungsfaktor pro Punkt Verbesserung um 0,5 angehoben wird.
-Die Zeit pro Probe verdreifacht wird (also 1,5 Stunden)
-Jeder Punkt TP Verbesserung die Herstellungsprobe um 3 erschwert.

Zum Vergleich:
Ein Langbogenpfeil mit einer Basis von 1w+6

Gehärteter Kriegspfeil:
10 (Durchschnittsschaden) *0,33 (Herstellungsfaktor) = 3 benötigte TaP*
Herstellungsprobe:+4
Zeit pro Probe: 30 min (0,4 ZE)
Preisfaktor: 4 = 1,2 S

Verbesserter (+2) gehärteter Kriegspfeil:
12 (Durchscnittsschaden) *1,33 (Herstellungsfaktor) = 16 benötigte TaP*
Herstellungsprobe: +10
Zeit pro Probe: 1,5 Stunden (0,75 ZE)
Preisfaktor: 10 = 4 S

Also fast eine halbe Dukate.

Meine Frage an euch:
Würdet ihr diese Regelung zulassen wenn in eurer Runde der Wunsch hiernach bestehen würde?
Zuletzt geändert von Jost Perisen am 04.02.2011 23:21, insgesamt 2-mal geändert.

Schweigen
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Re: Projektile nach Schmiederegeln verbessern?

Beitrag von Schweigen » 04.02.2011 23:14

Ja aber nur für die Muniton. Bei den Zeiten und Preisen brauch ich mir keine Sorgen machen das meine Spieler auf Dummheiten kommen.

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Ifram
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Re: Projektile nach Schmiederegeln verbessern?

Beitrag von Ifram » 04.02.2011 23:17

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Re: Projektile nach Schmiederegeln verbessern?

Beitrag von Jost Perisen » 04.02.2011 23:27

Ich denke der Grund warumm es raus gefallen ist, ist eher, dass selbst normale gehärtete Kriegspfeile als so teuer gelten, dass ein Schütze sich 3 mal überlegt ihn abzufeuern.
4 S sind kein Pappenstiel.

Wie viele Pfeile eine verbesserte Waffe abgeben würden?
Hm...
1,5 Pfeile = 1 Knüppel mit +2 TP

Mit Nahkampfwaffen kann man schier unbegrenzt oft zuschlagen.
Ich gehe von Einweg-Projektilen aus.
Zuletzt geändert von Jost Perisen am 04.02.2011 23:29, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Projektile nach Schmiederegeln verbessern?

Beitrag von Ifram » 04.02.2011 23:33

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Re: Projektile nach Schmiederegeln verbessern?

Beitrag von Jost Perisen » 04.02.2011 23:40

Ich kann dir auch 3W+8 für 25s anbieten.
Ochsenherde mit KK 22.

Der Vergleich hinkt ein wenig.

Das Verhältniss der Preise von verbesserten Waffen und verbesserten Projektilen ist genau gleich in meinem Beispiel.

"Verhältnismäßigkeit" sagt dir was? ;)

Die Kosten von Waffen stehen nicht Proportional zum Schaden den sie machen.
Zuletzt geändert von Jost Perisen am 04.02.2011 23:43, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Projektile nach Schmiederegeln verbessern?

Beitrag von Torben Bierwirth » 04.02.2011 23:44

Ich würde eine entsprechende Regelung nicht zulassen, da gehärtete Kriegspfeile, Kettenbrecher etc. meiner Ansicht nach schon ausreichend verbesserte, wenn auch spezialisiertere Varianten der normalen Pfeile darstellen. Im Gegenzug müsste man Nahkampfwaffen auch um entsprechende Attribute wie "kettenbrechend" o.ä. aufrüstbar machen- was dem ohnehin sperrigen Kampfsystem den Rest geben würde.

Als allgemeinen Ersatz für das breit gefächerte Geschossarsenal durchaus denkbar, auch wenn der Preis deutlich angehoben werden müsste.
Das Projekt zum DSA 4.1 Reiterkampf ohne Sonderregeln:

Initiative zur Rettung der Kavallerie

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Re: Projektile nach Schmiederegeln verbessern?

Beitrag von Jost Perisen » 04.02.2011 23:52

@Torben Ich sag nur Panzerstecher.

Aber gut über den Preis lässt sich verhandeln. Was hieltet ihr denn für angemessener?

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Re: Projektile nach Schmiederegeln verbessern?

Beitrag von Ifram » 04.02.2011 23:59

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Re: Projektile nach Schmiederegeln verbessern?

Beitrag von Jost Perisen » 05.02.2011 00:15

@Ifram

Ich empfinde die Möglichkeiten für den Bogenbau einfach im Verhältniss deutlich eingeschränkter als die Möglichkeiten Nahkampfwaffen zu Verbessern.

Besondere Matherialien, Faltkunst, TP Verbesserungen etc.
Theoretisch sind hier Modifikationen möglich mit denen sich ein einfacher Dolch auf 1w+10 bringen lässt.
Dabei sind zwar Proben von bis weit über 30 Punkte Erschwerniss nötig aber selbst mit Liturgieen und Meisterhandwerk gibt es immer noch Ziele auf die man hin arbeiten kann.

Für einen Bogenbauer ist das Ende der Fahnenstange erreicht sobald er eine Waffe mit 2 Punkten FK Erleichterung und geringerer KK Vorraussetung bauen kann.
Ob Projektile vom Praktikanten oder vom Meisterbogenbauer gefertigt werden, spielt bei der Qualität leider auch keine Rolle.

Das finde ich ehrlich gesagt schade.
Mir gehts auch weniger um "mehr Power" als um die kleinen Unterschiede durch besondere Handwerkskunst.

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Re: Projektile nach Schmiederegeln verbessern?

Beitrag von Gial » 05.02.2011 00:29

Ich finde die Wirkung der Schusswaffen nach Zonenmodell (also ohne FK+) ganz ok. Rüstungen (auch welche ohne Platte) helfen in Wirklichkeit sehr gut gegen Pfeile und die Verwundungen sind auch eher durch die Wunden als direkt problematisch. Da man in Aventurien schon zu schnell schießt und zu gut bewegliche Ziele trifft (und Schilde praktisch nicht gegen Pfeilhagel helfen) braucht man nicht nachzuhelfen.

Eher würde ich zulassen, dass etwas mehr bei den Rüstungen herausgeschmiedet werden kann.

Aso - wenn man was verbessern will sollten es nicht die TP sein, sondern die FK-Probe. Gute Pfeile sind solche, die gleich (ein Satz Pfeile) fliegen und nicht jeder unterschiedlich, deren Biegsamkeit zum Bogen passt und deren Befiederung sie in einen für den Bogen geeigneten Drall bringt (optional, aber bei Blankbögen [und nur solche gibts in Aventurien] sinnvoll).

Und den Panzerbrecher würde ich nicht als Argument anführen, sondern eher über Hausregeln für Panzerstecher (z.B. seine Sonderwirkung ersatzlos streichen) reden...
Zuletzt geändert von Gial am 05.02.2011 00:36, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Projektile nach Schmiederegeln verbessern?

Beitrag von Ifram » 05.02.2011 00:31

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Re: Projektile nach Schmiederegeln verbessern?

Beitrag von Jost Perisen » 05.02.2011 01:06

Ich denke das DSA Regelwerk hat wenn es um Unantastbarkeit geht, ganz andere Baustellen.
Ich finde die Schieflage im Regelwerk was die Balance angeht aber auch nicht schlimm.
Im Gegenteil.
DSA ist kein MMO PVP Spiel.
Ubd ehrlich gesagt hat sich denke ich zu DSA 3 Zeiten kaum jemand Gedanken darüber gemacht ob ein Gildenmagier "stärker" ist als ein Krieger.
"Damals" war die Charakterwahl noch nach Rollenspiel (TM) gerichtet und ein Streuner kann/konnte nun mal nicht zaubern.
Diese ganze rein auf Zahlen basierende rumbalancerei hat mit den Rollen innerhalb der Spielwelt nichts mehr zu schaffen.

Wenn ich die "imbaste Klasse" spielen mollte, dann wäre das aber gewiss kein Schütze.

Eine Kurzbogentruppe verballert in deinem Beispiel aber in 3 KR einen kompletten Wochensold. ;)

Aber Geld scheint ja ohnehin in jeder Gruppe einen anderen Wert zu haben.

Die Pfeile waren jetzt eher bei betuchten Spezialisten für "den einen Schuss" und nicht zum Dauerfeuer gedacht.

Welchen Wert hieltest du da für angemessener?
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Re: Projektile nach Schmiederegeln verbessern?

Beitrag von Ifram » 05.02.2011 01:31

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Re: Projektile nach Schmiederegeln verbessern?

Beitrag von Gial » 05.02.2011 01:47

Wenn man sich (wie ich) an der irdischen Realität bei so etwa allem außer Magie/Götter orientiert wäre ein Ignorieren (genauer stark reduzieren) von Kettenrüstung möglich (Unterzeug und Kleidung wirkt aber voll), eine leichte reduzierung von Plattenrüstung, etwas größere Reichweite und eben FK-Erleichterung durch gleichmäßigere Flugbahnen.

Also so in etwa:
- RS von Kettenteilen nur zu 1/4 anrechnen, RS von Plattenteilen nur zu 3/4 anrechnen
oder
- +20% Reichweite
und jeweils FK-Probe = FK-Probe * 3/4

Direkt TP ginge nur über die Spannkraft der Wurfarme und da könnte man höchstens noch beim Langbogen/Kriegsbogen überlegen ein klein wenig was zu machen (aber auf keinen Fall die 4TP die mit Zwergenspann bei Nahkampfwaffen drin sind). Die Pfeile sind für die kinetische Energie übrigens weniger ausschlaggebend als man meinen mag - schwere Pfeile sind nämlich einfach entsprechend langsamer weil sie nur durch die selbe Kraft beschleunigt werden können bei gleichen Wurfarmen. Praktischerweise gleicht sich das fast aus, so dass man i.d.R. die leichtesten Pfeile haben möchte, die stabil geschossen werden können (Spine), da schnell und leicht Reichweite und weniger Überhöhung (=weniger Fehleranfälligkeit) bedeuten sowie höhere Geschwindigkeit offensichtlich besser ist für bewegte Ziele.

=> Die Pfeile haben fast nur Einfluss aufs Treffen und auf die Penetrationsfähigkeit, nicht jedoch auf die Energie.

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Re: Projektile nach Schmiederegeln verbessern?

Beitrag von Sumaro » 05.02.2011 01:53

Wir haben die Verbesserung durch Schmiedekunst auch in die Waffenregeln aufgenommen. Also geflämmte Pfeile usw. sind möglich. Allerdings finde ich keine der obigen Antwort-Optionen zutreffend, daher beteilige ich mich mal nicht.
Sumaros kleine Schreibstube: Eure Ideen in Worte gefasst. Schaut rein!

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Re: Projektile nach Schmiederegeln verbessern?

Beitrag von Sandro Sonnenstrahl » 05.02.2011 02:13

Na der entstandene Schaden richtet sich aber auch danach, wie das Geschoss seine Energie an den Körper abgibt. Zumindest bei Patronen, macht die Architektur sehr viel aus.
Somit können "mehr Zacken" oder noch Schärfere Klingen schon Effekte haben, die für Massenware, aber nicht wirtschaftlich sind, im Vergleich zum Herstellungsaufwand.
Dass man kein Onehiter Aventurien möchte, hat ja ganz andere Gründe, wer bei jedem Treffer stirbt, traut sich in kein Abenteuer.
Auf der anderen Seite versauen einem die 2tp auch nicht den Plot.
Und ich finde Jost hat definitiv recht wenn er sagt, jede Nahkampfwaffe kann Unglaublich Verbessert werden, die Fernkampfwaffen aber nicht. Damit Begrenzt man die Entwicklung der darauf spezialisierten Charaktere, und da sehe ich eigentlich keinen Grund.

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Re: Projektile nach Schmiederegeln verbessern?

Beitrag von Jeordam » 05.02.2011 02:15

Abstimmen wird für mich ein bisschen schwierig. Einerseits ist das absolut korrekt so, man sollte aus einem hohen Bogenbauwert seinen Nutzen ziehen können, und ein paar TP mehr sind nur gerecht, andererseits hast du momentan deinen Kriegspfeileffekt u. ä. ohne Aufschlag eingerechnet.
Wenn jetzt z. B. der Kriegspfeileffekt sagen wir mal einen 7er Aufschlag bringt, dann sind wir beieinander. Die anderen Pfeilsorten halt entsprechend.

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Gial
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Re: Projektile nach Schmiederegeln verbessern?

Beitrag von Gial » 05.02.2011 03:52

Sandro Sonnenstrahl hat geschrieben:Na der entstandene Schaden richtet sich aber auch danach, wie das Geschoss seine Energie an den Körper abgibt. Zumindest bei Patronen, macht die Architektur sehr viel aus.
Stimmt, großkalibrige Projektile aus Handfeuerwaffen haben auch die Energie um Stumpf zu wirken. Hätte ein Pfeil mit seiner niedrigen Energie keine Spitze um glatt durchzustechen würde er nur blaue Flecken verursachen. Während es beim Pfeil darum geht überhaupt tief einzudringen hat man bei Feuerwaffen oft eher das Problem durch Weichziele durchzuschießen ohne genug Schaden anzurichten (ein glatter Durchschuss ist aber auch vergleichbar mit dem Pfeiltreffer wobei der Pfeil ggf. sogar die verletzten Blutgefäße noch abschließt da er steckt).

Wenn wir in der Sporthalle ohne Fangnetz schießen geht ab und an mal ein Pfeil an der Scheibe vorbei und selbst die Compoundschützen bekommen in die Tribüne hinter der Scheibe nur kleine Dellen und Farbschäden, die Pfeile gehen aber nicht in das Material (müsste mal schauen aus was die Tribüne ist - denke Pressholz und Furnier). Mit meinem Recurve (33 lbs, das ist schon fast mit einem Langbogen vergleichbar dank modernem Material mit sehr viel besserer Energieabgabe) punktiere ich nur wenige mm Blech, auch dort pikt nur die Spitze an und der Pfeil prallt ab.

Die Gefährlichkeit von Pfeilen wird massiv überschätzt. Elsevier hat eine Studie (2005) aus Westindien mit 70 Opfern von Pfeiltreffern von denen nur drei gestorben sind: einer an Infektionen, einer an einem inneren Geschwühr (also wohl nicht ordentlich alles vom Pfeil oder Knochenabsplitterungen entfernt) und einer an multiplem Organversagen. Alle anderen konnten mit einer mittleren Behandlungsdauer von 11 Stunden! (nein nicht OP-Dauer sondern Aufenthalt im Krankenhaus) erfolgreich behandelt entlassen werden.

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Re: Projektile nach Schmiederegeln verbessern?

Beitrag von Jost Perisen » 05.02.2011 10:07

@Jerodam
Der Kriegspfeileffekt ist eingerechnet.
Normale Kriegspfeile +2 gehärtete Kriegspfeile +4.
WDS Feuer und Eisen.



Die Idee die Reichweite zu verbessern statt den Schaden zu erhöhen finde ich gut.
Anstatt 1/2/3 Schaden besser 10/20/30 % mehr Reichweite. Dabei wird zwar in gewissen Schwellenbereichen ebenfalls der Schaden erhöht aber dieser Effekt ist nur passiver Natur und erhöht nicht den maximal Schaden.

CM
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Re: Projektile nach Schmiederegeln verbessern?

Beitrag von CM » 05.02.2011 10:48

Naja, wenn man Jagdspitzen nimmt (also solche mit richtigen Klingen, nicht Trainingspfeile) und einen vernünftig starken Bogen (man erinnere sich daran, dass die Bogenschützen im Mittelalter verwachsene Knochen hatten, weil sie schon in jungen Jahren mit sehr starken Bogen trainiert haben) den ich bei 100lb ansetzen würde (das war der stärkste Langbogen der bei uns im Verein geschossen wurde, und das war ein Hobbyschütze) dann geht damit einiges.

Der besagte Kollege war auch schon erfolgreich auf Bogenjagd (in Frankreich wimre, in D ist es verboten) wohingegen ein schwacher Bogen (um 50lb) mit den normal verwendeten Pfeilen nichtmal durch den Pelz eines Wildschweins kommt (wir habens getestet).

Und wenn da ne ordentliche Spitze mit Klinge in den Körper geht, dann reißt es schon Löcher und Verletzt Organe, da stirbt man dann auch mal eher dran.

Und mich hat es an den DSA Regeln durchaus gestört, dass man als Fernkämpfer nicht viel machen kann. Ich spiel momentan nen Zwerg mit sehr guten Schmiede, Bogenbau, Mechanik und Feinmechanikkentnissen, und kann eben nicht mehr rausholen als FK+2, wohingegen ich den Nahkämpfern Waffen mit +3TP -5BF hinleg. :(

Gruß

CM

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Re: Projektile nach Schmiederegeln verbessern?

Beitrag von Gial » 05.02.2011 12:42

Es ist davon auszugehen, dass die Verletzten in Indien im Wesentlichen nicht auf Sport, sondern Jagd zurückzuführen sind - ich würde den indischen Jägern weiterhin nicht unterstellen, unfähig bei der Wahl halbwegs geeigneter Pfeile und Bögen zu sein...

Wie Du richtig schreibst ist der Unterschied ob es überhaupt zu einer schweren Verletzung kommt. Das ist doch ein erheblicher Unterschied zum Schwert wo ein ungerüstetes Opfer gar nicht gut aussieht. Und dann ist die Spitze mit Schneide (üblich für Jagd) wieder genau die, vor der bereits ein Kettenhemd sicher schützt - gegen Rüstungen sollte nämlich gerade wieder eine dünne Spitze ohne Schneide gewählt werden, die aber wieder nur einen kleinen Stich nach sich zieht falls sie durch kommt (insbesondere kann dieser Pfeil kaum weiter als die Spitze eindringen, da diese dünner ist als der Schaft und der Übergang niemals durch eine Rüstung kommt).

Es gibt schon Gründe warum sich Feuerwaffen so schnell (relativ, vgl. den ungleich höheren Logistikaufwand für die Beschaffung) durchgesetzt haben - eben die kinetische Energie (die Zerfetzen von Gewebe erlaubt).

Wenn man es vom Balancing der Handwerkstalente her sieht wäre natürlich Handlungsbedarf.
Zuletzt geändert von Gial am 05.02.2011 12:58, insgesamt 3-mal geändert.

CM
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Re: Projektile nach Schmiederegeln verbessern?

Beitrag von CM » 05.02.2011 13:11

Nuhja, die Pfeile die ich bisher in Indien gesehen habe hatten eher dünne Spitzen, verglichen mit den Jagdspitzen die meine Leute hier schießen, aber ich war bisher auch nur in Süd- und Nordostindien unterwegs, im Westen kenn ich ich da zugegebenermassen nicht so aus.

Und das eine moderne Feuerwaffe einem Pfeil bei weitem überlegen ist steht ja ausser Frage. Eine andere Frage wäre eben ncoh, ob gezielt versucht wurde, die Menschen zu töten, oder ob es zufallstreffer waren, denn ein Arm-, Bein- Hand-, oder Fußtreffer ist schon nicht mehr wirklich tödlich, aber das eben auch bei einer Schußwaffe nicht unbedingt.

Aber mal von aller Realität weg ist DSA eben ein Spiel und es ist bei DSA okay, wenn ich einem ungerüsteten mehrfach mein Schwert in den Leib rammen muss, bevor der sich merklich beeinträchtigt fühlt, das sieht real auch anders aus.

Ich wäre dafür, beim Bognern eben auch etwas mehr machen zu lassen, zumindest von sehr fähigen Bognern, denn wofür sonst das Talent weiter steigern. Sie haben ja auch versucht, die Zauber daraufhin zu ändern, dass man möglichst bessere Effekte bei mehr ZfP* erzielt, warum das Haupttalent eines Bogners so verkümmern lassen?

Gruß

CM

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Re: Projektile nach Schmiederegeln verbessern?

Beitrag von Sandro Sonnenstrahl » 05.02.2011 13:37

Die Energie eines Schwerthiebes ist auch limitiert, durch die Kraft des Trägers. Auch der beste Schmied kann die Energie nicht erhöhen. Und dennoch gibt es (in der DSA Realität) Schwerter die mehr Schaden machen. Wenn man einrechnet, dass Nahkämpfer, magisch gepimpt, durch TP/KK ihren Schaden noch mal deutlich erhöhen können, wo ist der Bogen den man eben nur mit KK25 spannen kann dafür ~500s Weit Schießt und 1w+10 Schaden macht? den zumindest müsste man nach der Wds Logik bauen können.

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Re: Projektile nach Schmiederegeln verbessern?

Beitrag von IngoIntensiv » 05.02.2011 13:42

@ Sandro, das sehe ich genauso. Es müßte die Möglichkeit geben, Reichweite und Schaden durch Anheben der mindestnötigen KK zu erhöhen. Wenn Alrik Baumstark sich einen KK25 Bogen anfertigen läßt, sollte das deutlich Auswirkungen auf Reichweite und Schaden haben. Genauso sollte es möglich sein, für Alricilian Sesselfurz einen KK 8 Bogen zu bauen.

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Re: Projektile nach Schmiederegeln verbessern?

Beitrag von Xosch » 05.02.2011 13:50

Also irgendwie verstehe ich die Aufregung nicht...

Ja, Nahkampfwaffen kann man verbessern... und?
Ich denke Bögen und Armbrüste sind auch so schon gut genug. Für jede Gelegenheit gibt es den Pfeil/Bolzen der Wahl.
Sicher ist es realistisch wenn man den Schaden erhöht und dann wesentlich mehr beim Opfer anrichtet. Ob nun Onehit oder nicht. Aber wenn wir hier realistischer werden müssen wir das auch bei den Nahkampfwaffen. Wenn ich jemandem mit einem Arbach eins über die Rübe ziehe ist der mindestens Ohnmächtig wenn nicht gar Tod. Das DSA-Kampfsystem ist nun mal nicht so realistisch das jeder Schuss oder Hieb direkt tödlich ist. Zum Glück will ich meinen.

Und was das Argument angeht das man Nahkampfwaffen magisch verbessern kann... Pfeile und Bolzen doch genau so! Pfeil des... ist ja wohl auch nicht zu verachten. Und wenn jemand unbedingt seinen Bogen magisch machen will soll er n Artefkat mit mehreren Ladungen des Adlerauges draus machen.
Geht es hier aber um das verletzten von Dämonen etc. ist das nun mal das Problem von Verbrauchsgütern. Und das sind Pfeile und Bolzen nun mal.

Letztlich gibt es gute wie schlechte Waffen, egal ob Nah- oder Fernkampf. Wenn ich mit ner Gandrascharmbrust schieße ist es fast egal wie viel Schaden die macht... der Gegner wird mindestens umgenietet.

aber wenn wir wirklich alles realistischer haben wollen das jeder Pfeil tödlich ist dann müssen wir demnächst auch zwischen Hieb- und Stichschaden unterscheiden. Denn wenn ich mit nem dicken Hammer auf ne Platte haue verbeule ich die und nehme dem Gegner die Luft zum Atmen. Trägt er hingegen Kette behaupte ich das er den selben Schaden bekommt aber dadurch das die Rüstung beweglich ist, kann er zumindest weiter kämpfen. Alles in allem wird es dann realistischer aber ist die Frage ob wir das wirklich wollen.

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Re: Projektile nach Schmiederegeln verbessern?

Beitrag von Gial » 05.02.2011 13:57

Richtig, mit schwereren Wurfarmen kann man auch die TP erhöhen - einem Bogen mit KK-Bonus würde ich mich als SL nicht verweigern. Ein Schwächling kann so einen Bogen übrigens auch schießen nur halt mit weniger Auszug=Energie.

So in etwa 11/3 bis 16/2 würde ich als SL zulassen. Genau genommen muss man beim Bogen noch ein Maximum angeben (eben den Vollauszug). Evtl. sollte die FK-Probe pro Schwelle ein oder zwei Punkte schwerer werden.

@Xosch: Das mit den verbeulten Rüstungen ist ein Mythos. Überleg Dir mal was passiert wenn Du mit einem schweren Hammer auf ein Stahlblech haust - nicht viel außer ein vibrierendes Handgelenk. Da ist rein gar nichts dran. Allerdings geben Metalle gerne mal relativ Elastisch Stöße weiter, so dass der Schaden durch Wucht auch mal hinter der Platte ankommen kann.
Zuletzt geändert von Gial am 05.02.2011 13:59, insgesamt 1-mal geändert.

temotshin
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Re: Projektile nach Schmiederegeln verbessern?

Beitrag von temotshin » 05.02.2011 14:08

Bei einer Kettenrüstung hat man ganz andere Probleme. Denn wenn man davon getrofft wird, so nimmt der Kettenpanzer natürlich Energie des Schlages. Aber im Universum geht keine Energie verloren. Daher darf man sich das wie einen Erdbeben vorstellen. Es gibt eine Erschütterung im Zentrum des Schlages. Das tut einmal weh. Dann kommt die Welle und wenn diese Welle durch das Kettenhemd geht, dann geht diese Welle um. Es ist dadurch möglich, dass durch diese Welle Schultern ausgekugelt werden können, da ja einiges an Energie dann an den Schultern mit einem Schlag zieht. Es gibt einfach zu viele mögliche Konsequenzen durch die Rüstungen, die man einbeziehen könnte. Das ist kein Grund gleich offizielle optionale Regeln daraus zu machen. Ich finde die Pfeile, so wie ich sie bisher kennengelernt habe, ebenfalls stark genug. Man muss ja auch nicht immer versuchen, zum High End zu kommen. Es gibt ja nicht nur den Schwertmeister der einen unaussprechlich langen Namen hat mit einem magischen Schwert, dass man sich praktisch nicht leisten kann, sondern auch den Bogenbauer der hintersten Provinz als Helden. Ich finde man muss nicht immer weiter in die Superlative gehen. Wer das Spiel darauf auslegt, was sein gutes Recht ist, kann das selbst regeln, aber für den Durchschnittsverbrauch finde ich es einfach unpassend. Sonst ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis ein Meuchelmörder kommt mit einem solchen Pfeil, den sonst der Held in der Sehne hat und ihn hinterrücks erschießt mit einem Pfeil und es keine Rettungschance mehr gibt. Denn was für die Helden gilt, gilt dann auch für die Feinde. So würde ich jedenfalls das Spiel auslegen. Das Heldenleben ist kein Wunschkonzert. :devil:

Vll
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Re: Projektile nach Schmiederegeln verbessern?

Beitrag von Vll » 05.02.2011 19:30

Ich würde bei Bögen eine TP Erhöhung durch Verwendung von besonders gutem/seltenem Material zulassen - allerdings gekoppelt an eine höhere KK Anforderung und nur +1 TP.

Die Pfeile haben dort primär die Aufgabe den Widerstand zu verringern/umgehen.

Das käme vielleicht auch dem Handwerk Bogenbau entgegen. Man sollte nicht vergessen, dass der Spielspaß im Vordergrund steht und es sicherlich ernüchternd wäre mit beispielsweise einem TAW 8 im Bogenbau bereits das Maximum an Qualität herstellen zu können.

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Ifram
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Re: Projektile nach Schmiederegeln verbessern?

Beitrag von Ifram » 05.02.2011 20:05

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Zuletzt geändert von Ifram am 19.02.2013 22:20, insgesamt 1-mal geändert.

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