Armatrutz, Das Rote Blut zum schwarzen Fell vs gezielter S

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Reak
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Armatrutz, Das Rote Blut zum schwarzen Fell vs gezielter S

Beitrag von Reak » 20.05.2017 17:47

Hallo zusammen,

hier mal eine kurze Frage, die sich schon aus dem Titel ableiten lässt:
Wenn (ohne Trefferzonensystem) ein Magier oder Korgeweihter mit Armatrutz oder Das Rote Blut zum schwarzen Fell seinen RS erhöht, ist dieser ja nicht "auf der Rüstung" sondern umgibt den Körper.
Wie verhält es sich hier mit gezielter stich?

Meines erachtens nach gäbe es zwei möglichkeiten.

AT+4+RS/2+Ansage ist die Ausgangsformel.

1. RS von Armatrutz einfach in die Formel mit einberechnen: AT+4+RS(=Rüstung+Armatrutz)/2+Ansage

oder eben:

2. RS nicht zum Malus hinzuzählen und nach genommenem treffer von den TP abziehen.
AT+4+RS/2+Ansage | beim Treffer TP-RS(von Armatrutz aber nicht der Rüstung)

Habe in den Büchern leider nichts genaues gefunden dazu.


Vielen Dank im Voraus.

nemthos
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Re: Armatrutz, Das Rote Blut zum schwarzen Fell vs gezielter

Beitrag von nemthos » 20.05.2017 18:09

Da du beim Gezielten Stich auf ne Schwachstelle in der Rüstung deines Gegners zielst, der Armatrutz und die Liturgie quasi ne stählerne Haut verpassen nutzt meine Gruppe Variante 2

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X76
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Re: Armatrutz, Das Rote Blut zum schwarzen Fell vs gezielter

Beitrag von X76 » 20.05.2017 20:40

Eigentlich sollte L1 die richtige Lösung sein, denn sowohl der Armatrutz als auch das Fell erhöhen den natürlichen RS, beim Armatrutz ist das sogar ausdrücklich genannt "stählerne Haut" die ihren natürlichen RS erhöht" (LCD).

Der natürliche RS wird beim GZ wie normale Rüstung behandelt und in Folge dessen ignoriert (WDS S. 62).

Leider gibt es beim Armatrutz plötzlich den Zusatz mit den Tieren und SP, welcher nicht zum natürlichen RS nach Regelwerk passt bzw. wird beim Fell überhaupt nicht spezifiziert.

RAW hätte man deshalb vermutlich den AT Malus in Höhe des RS und würde zumindest beim Armatrutz trotzdem geschützt werden (SP Klausel).

RAI sind beide vorgeschlagenen Lösungen besser als das! Wir verwenden L2, weil es eben kein natürlicher RS ist obwohl dies behauptet wird, sondern offensichtlich ein Kraftfeld. Tiere etc. mit natürlichem RS werden schließlich sehr wohl von Mücken etc. gepeinigt und sind nicht immun.

Sinnvoller wäre laut der Beschreibung echter natürlicher RS und somit L1.

Perfekt wird das Regelchaos durch den Todesstoß, welcher anders als der einfache GZ natürlichen RS plötzlich nicht mehr umgehen kann (WDS S. 65).

Typischer DSA Regelmurks! Inzwischen (DSA 5) hat man sich auch von diesem doofen System verabschiedet und der GZ macht einfach nur mehr TP (so wie ein Wuchtschlag)...

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Necromanzer
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Re: Armatrutz, Das Rote Blut zum schwarzen Fell vs gezielter

Beitrag von Necromanzer » 22.05.2017 16:38

X76 hat geschrieben:Typischer DSA Regelmurks! Inzwischen (DSA 5) hat man sich auch von diesem doofen System verabschiedet und der GZ macht einfach nur mehr TP (so wie ein Wuchtschlag)...
:6F: ... nicht ...


Sowohl der Armatrutz als auch die Korliturgie geben mMn einen natürlichen Rüstungsschutz (ähnlich wie ihn Orks, Goblins und Tiere auch haben).
Dieser wird NICHT in die Erschwernis vom gezielten Stich eingerechnet, aber als Wert vom Schaden abgezogen.
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Andwari
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Re: Armatrutz, Das Rote Blut zum schwarzen Fell vs gezielter

Beitrag von Andwari » 24.05.2017 11:20

Der Effekt des Zaubers Armatrutz ist wie ein natürlicher Rüstungsschutz und verhält sich damit in allem wie eine normale Rüstung mit BE=0. So steht es explizit in der Zauberbeschreibung. Die einzige davon abweichende Sonderregelung sind eben die beim Armatrutz genannten Regeln gegen Tierangriffe - auch den Liturgieeffekt des dSFddRB (nach WdG) sehe ich genau so.

Also bitte keine spezial-Interpretationen (das wäre beim GS eben das Abziehen vom Ergebnis statt der nur um ½ erhöhten Schwierigkeit). Beim GS (S.62 WdS) steht explizit dabei, dass natürliche Rüstung genau wie normale Rüstung behandelt wird - und Armatrutz-Effekt ist nach seiner Beschreibung eine solche 'natürliche' Rüstung.
@X76: Wäre "Kraftfeld, dessen Effekt absolut deckungsgleich mit natürlichem RS sein soll" nicht näher dran? Ich hätte kein Problem mit einem magischen Armatrutz-Kraftfeld, das als Strukturverstärkung der obersten Hautschichten wirkt.

Wer Armatrutz vom GS-Schaden abzieht, kann dasselbe auch mit derselben Begründung vom Fulminictus-Schaden machen - der ist nämlich auch nur ein Rüstungs-ignorierender Schadenszauber.

Fazit:
Zustimmung, dass DSA da ziemlichen Regelmurks fabriziert. Für den GS ist Variante 1. diejenige, die nicht noch mehr verdreht und damit die bessere.

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Re: Armatrutz, Das Rote Blut zum schwarzen Fell vs gezielter

Beitrag von Hesindian Fuxfell » 24.05.2017 11:37

X76 hat geschrieben: Sinnvoller wäre laut der Beschreibung echter natürlicher RS und somit L1.
Warum wäre das sinnvoller? Der andere Teil ist mMn schlüssiger: Ein Armatrutz (oder die Liturgie) erschaffen einen übernatürlichen Schutz, der flächendeckend ohne Schwachstelle wirkt. Wie man den umgehen sollte ist also mehr als fraglich.
Also eher L2.

Die Regeln bei Tieren bestehen auch nur, weil diese im Normalfall nicht an allen Stellen gleich dicke Haut/Schuppen/Fell haben. Ein Armatrutz hingegen schützt mMn sogar das Auge und den geöffneten Mund.

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Re: Armatrutz, Das Rote Blut zum schwarzen Fell vs gezielter

Beitrag von X76 » 24.05.2017 12:19

Hesindian Fuxfell hat geschrieben:Die Regeln bei Tieren bestehen auch nur, weil diese im Normalfall nicht an allen Stellen gleich dicke Haut/Schuppen/Fell haben.
Ein Mensch oder anderes Wesen, dessen natürlicher RS verstärkt wird, hat natürlich genauso Schwachstellen. Wäre die Haut wirklich überall wie ein Panzer könnte er sich sicherlich nicht mehr normal bewegen.

Das der Armatrutz eben durch den Zusatz eher wie eine Art "Kraftfeld" wirkt und dadurch wirklich überall schützt, ist ja genau das Problem. Er sollte einfach natürlich sein und dann stimmt
Necromanzer hat geschrieben:Sowohl der Armatrutz als auch die Korliturgie geben mMn einen natürlichen Rüstungsschutz (ähnlich wie ihn Orks, Goblins und Tiere auch haben).
Dieser wird NICHT in die Erschwernis vom gezielten Stich eingerechnet, aber als Wert vom Schaden abgezogen.
nicht, sondern es gilt das was in der ziterten Regel in WDS "sind automatisch Schadenspunkte auch gegen natürlichen RS" steht.

Wäre der Armatrutz also wie in seiner Beschreibung eine schlichte Verbesserung des natürlichen RS, denn gäbe es diesen Beitrag überhaupt nicht. Der Fall wäre nämlich eindeutig: es ist natürlicher RS, natürlicher RS wird beim GZ ignoriert (allerdings auch als Erschwernis eingerechnet, schließlich handelt es sich um RS).

Handelt es sich wirklich um eine Veränderung der Haut, müsste der Zauber meiner Meinung nach auch das Merkmal Form haben. Der Zauber hat aber Eigenschaften und Element (Erz) und das deutet darauf hin, dass man keinen natürlichen RS sondern eher so etwas wie ein Kraftfeld bekommt (welches dann wohl auch beim Stich ins Auge und Mund schützt).

Zauberbeschreibung und Crunch passen nicht zusammen!

Beim Fell fehlt jegliche Festlegung, aber es liegt nahe das auch dieser lediglich den natürlichen RS erhöht. Auch bei anderen Zaubern ist völlig unklar, um was für einen übernatürlichen Schutz es sich handelt. Spätestens beim Eiseskälte (LCD S. 78) steht man beispielsweise schon wieder vor der Frage V1 oder V2 oder was ganz anderes? Hier auch noch in Kombination mit einem Armatrutz möglich...

Man hat eben wild durcheinander geworfen und außerdem eine Regelung für Kraftfelder komplett vergessen. Entsprechend müsste die von mir genannte und ungünstigste Variante für den GZ gelten: Erschwernis (da RS und die Probe ist um RS erschwert) und trotzdem voller übernatürlicher RS (da überall gleich geschützt). Fair wäre das natürlich nicht!

In DSA 4 den Zusatz mit den SP bei Tieren zu ignorieren und ihn einfach als natürlichen RS (wie in der Zauberbeschreibung genannt) zu behandeln, ist deshalb sinnvoll und löst Folgeprobleme (z.B. GZ, TS) automatisch und damit ist man dann bei L1.

Aktuell ist er aber kein natürlicher RS (sollte es aber besser sein!) und deshalb ist L2 auch die korrekte Wahl für eine RAI Lösung. Es ist ein Schutz der überall gleich stark wirkt und kann deshalb nicht umgangen werden.

Also sollte L1 sein, ist jedoch L3 und wird aber aus Fairness mit L2 gelöst. Für richtige Kraftfeldzauber wie den Eiseskälte natürlich auch L2.

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Re: Armatrutz, Das Rote Blut zum schwarzen Fell vs gezielter

Beitrag von Andwari » 24.05.2017 13:24

@Hesindian
Magie und auch Götter(diener)wirken sind mMn in einer Fantasywelt nicht "übernatürlich" sondern "natürlich". Aventurien ist voller Magie und in jedem Dorf hockt ein mirakelnder Götterdiener.

Warum sollte ein Armatrutz inhärent "perfekt" sein? Nur weil er aus "Magie" geformt wurde?

Elementtheoretisch ist Magie auch nur ein Element - und zwar das, dessen Struktur durch Madas Frevel einen ordentlichen Knacks in Richtung chaotisch bekam. Klar, würden wir darüber reden, "Magie in Reinform" oder "Erz in Reinform" zu manipulieren, dann sollte da was ziemlich perfektes rauskommen. Tun wir aber nicht. Wir zapfen in der Dritten Ebene und nicht in der Zweiten irgendeine Kraftquelle an, hauen dreimal mit dem großen Formhammer das Ding fix in eine Struktur, so dass das irgendwie passt und keine größeren Fetzen raushängen. Da Ganze hält sowieso nur ein paar Minuten und verflüchtigt sich dann, weil wir mickrige Sterbliche sind, die mit Bauklötzen spielen.
=> Jeder Manifesto ist vmtl. perfekter als das, was hier zum Zweck gemacht wird, einen ziemlich wenig Erz- und Kraftaffinen lebendigen Körper irgendwie schützend zu umhüllen.


@X76
Merkmal Eigenschaften wäre doch genau das, was wir für eine Strukturverstärkung des Körpers brauchen. Der natürliche RS ist für mich eine Eigenschaft - genau wie MR (Psychostabilis), Ausdauer (Movimento), Geschwindigkeit (Axxeleratus), die 8 Eigenschaften (Attributo). Aber eigentlich will ich in diese Zuordnung, die vmtl. für DSA4 schneller vorgenommen wurde als wir schon drüber nachgedacht haben, nicht allzu viel reininterpretieren. Gerade die Doppelung "Elemente" vs. "andere Merkmale" ist ziemlich anstrengend - eigentlich decken 6+1 Elemente alles (!) ab.

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Re: Armatrutz, Das Rote Blut zum schwarzen Fell vs gezielter

Beitrag von Hesindian Fuxfell » 24.05.2017 13:35

Andwari hat geschrieben: Warum sollte ein Armatrutz inhärent "perfekt" sein? Nur weil er aus "Magie" geformt wurde?
Es muss ja nicht perfekt sein, aber müssen erkennbare Lücken vorhanden sein? Für mich ist hier das Problem: Der Nutzer des GZ kann bei einer Rüstung/Kleidung sehr gut sehen, an welcher Stelle Lücken sind. Bei einem Tier kann ein entsprechend Kundiger auch die Schwachstellen ausmachen, ok.
Aber wer soll wie die Schwachstelle des jeweiligen Armatrutz ausmachen? Erstmal ne Probe auf Odem, um den Panzer auf Schwachstellen abzuklopfen? Oder lassen wir das Glück entscheiden? Und was ist, wenn die Lücke genau dort ist, wo die Rüstung keine lässt?
Man sieht halt nicht, wo die Lücke im Armatrutz ist und kann also auch nicht so agieren, als wüsste man es.

Deshalb würde ich bei einer übernatürlichen (und ja, Magie und Liturgie sehe ich auch in einer Fantasywelt als übernatürlich an, weil es nicht jeder einfach so (lernen) kann) Rüstung den Schutz nicht in den GZ-Modi einflissen lassen sondern die SP verringern.

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Re: Armatrutz, Das Rote Blut zum schwarzen Fell vs gezielter

Beitrag von X76 » 24.05.2017 14:42

Hesindian Fuxfell hat geschrieben:Bei einem Tier kann ein entsprechend Kundiger auch die Schwachstellen ausmachen, ok.
Ein Mensch hat keine Schwachstellen? Der GZ visiert ja nicht nur ein ungeschützte Stelle, sondern auch empfindliche Punkte an und unabhängig von einer "Stahlhaut" sind das wohl die, die man bei einem Ungerüsteten angreifen würde.

Wo liegen beispielsweise die verletzlichen Punkte bei einem Schwarzpelz der auch eine natürliche Ganzkörperrüstung besitzt und dessen RS man sehr wohl mit einem GZ umgehen kann? Warum sind diese Stellen nicht auch "richtig" geschützt?

Spieltechnisch hat man eben einen Mischmasch aus "empfindlich" und "Panzerung", was zu Problemen führt, wenn eines davon aus der vorgesehenen Reihenfolge herausgenommen wird (die WS Reduzierung als Folge der RS Umgehung).

Effektiv ist der Schutz so höher als er auf Grund des RS sein sollte und das System funktioniert nicht mehr gut.

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Re: Armatrutz, Das Rote Blut zum schwarzen Fell vs gezielter

Beitrag von Hesindian Fuxfell » 24.05.2017 14:47

X76 hat geschrieben:
Hesindian Fuxfell hat geschrieben:Bei einem Tier kann ein entsprechend Kundiger auch die Schwachstellen ausmachen, ok.
Ein Mensch hat keine Schwachstellen? Der GZ visiert ja nicht nur ein ungeschützte Stelle, sondern auch empfindliche Punkte an und unabhängig von einer "Stahlhaut" sind das wohl die, die man bei einem Ungerüsteten angreifen würde.

Wo liegen beispielsweise die verletzlichen Punkte bei einem Schwarzpelz der auch eine natürliche Ganzkörperrüstung besitzt und dessen RS man sehr wohl mit einem GZ umgehen kann? Warum sind diese Stellen nicht auch "richtig" geschützt?
Ich würde den Mischmasch damit umgehen, dass ich beim GZ nur die Umgehung der Rüstung ansetze (deshalb erschwert und keine Rüstung auf den Schaden anzurechnen). Bei einem Ork/Achaz müsste der Kämpfer also auch eine entsprechende Probe (Anatomie, erschwert ohne den Ork-/Achaz-kennenden Hintergrund) bestehen, ehe er auch den natürlichen Rüstungsschutz umgehen kann.

Für die empfindlichen Stellen (welche ja auch überlicherweise die am besten geschützten sein sollten) gibt es dann den Todesstoß. Ignoriert nicht die Rüstung, macht aber höheren (kritischeren) Schaden.

Aber das ist reine Interpretationssache und nicht voll durch RAW abgedeckt, dass weiss ich.

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Re: Armatrutz, Das Rote Blut zum schwarzen Fell vs gezielter

Beitrag von Necromanzer » 24.05.2017 21:07

Hesindian Fuxfell hat geschrieben:... gibt es dann den Todesstoß. Ignoriert nicht die Rüstung, macht aber höheren (kritischeren) Schaden.
Nach DSA 5 oder DSA 4.1? Weil nach DSA 4.1 macht der Todesstoß nicht höheren Schaden, er verursacht doch nur noch eine weitere Wunde (also 3, wenn man die Wundschwelle knackt.)

Edith für oben: anscheinend darf man beim Todesstoß Wuchtschlagansagen machen, selbst mit Waffen, die keinen Wuchtschlag können UND Funfact: der Todesstoß umgeht KEINEN natürlichen RS :lol:


Ansonsten denke ich, man kann allgemein festhalten, dass anscheinend laut Regeln Armatrutz, Korliturgie etc. wohl per GZ umgehbar sind, wie auch ein natürlicher RS aus Fell, Schuppen etc.
Dann müsste ja auch rein theoretisch die Rondra-Rüstung aus der Liturgie (RS 12 BE 0) auch per GZ umgehbar sein.

Nach meinem Empfinden ist das ziemlicher Blödsinn und ich denke, jede Gruppe sollte bei diesem auftretendem Problem darüber sprechen, diskutieren und für sich eine Setzung festlegen.

Geschriebene Regeln ersetzen nicht das Gehirn oder den gesunden Menschenverstand und im Endeffekt...
@Reak falls du den Thread überhaupt noch liest: spielt ihr DSA 4.1 in eurer Gruppe?
Macht ab was ihr wollt, der DSA 4.1 'Support' ist eh eingestellt und niemand wird euch wegen eurer Entscheidung 'anzeigen' ;-)
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Re: Armatrutz, Das Rote Blut zum schwarzen Fell vs gezielter

Beitrag von Angorax » 27.05.2017 23:10

Eine Anmerkung zu
Hesindian Fuxfell hat geschrieben:Für die empfindlichen Stellen (welche ja auch überlicherweise die am besten geschützten sein sollten)
Das sollte so sein, kann es aber kaum sein. Rüstung für Gelenke ist oftmals weniger allumfassend, wie dies bei normalerweise unbewegten Teilen der Fall ist. Nehmen wir die Schulter: die sollte möglichst frei beweglich sein. Leider muss durch diesen relativ kleinen Durchmesser des Arms - klein etwa im Vergleich zum Brustkorb - auch noch eine Menge Blut durch -> große Arterie. Das Gelenk ist empfindlicher als ein durchgehender Knochen etc.

Dicker Orkpelz/dicke Haut und Achazschuppen müssen notgedrungen analog funktionieren.
Heißt die Umgehung des natürlichen RS dann nicht, dass dieser seltsamerweise global vorhanden und völlig undifferenziert ist, bis ein Gezieltstecher kommt?
Bei Manchen Wesen ist ja dann wieder unterschiedlicher RS angegeben für Bauch, Rücken etc. Aber ich glaube, die sind üblicherweise groß/sehr groß...
Die oben getätigten Aussagen stimmen nicht zwangsläufig mit der Meinung des Verfassers überein.

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Re: Armatrutz, Das Rote Blut zum schwarzen Fell vs gezielter

Beitrag von Hesindian Fuxfell » 29.05.2017 10:02

Necromanzer hat geschrieben:Weil nach DSA 4.1 macht der Todesstoß nicht höheren Schaden, er verursacht doch nur noch eine weitere Wunde (also 3, wenn man die Wundschwelle knackt.)
Deshalb die Klammer. War mir nicht mehr sicher, ob es einfach mehr Schaden oder kritischerer (mehr Wunden) war.
Angorax hat geschrieben:Das sollte so sein, kann es aber kaum sein. Rüstung für Gelenke ist oftmals weniger allumfassend, wie dies bei normalerweise unbewegten Teilen der Fall ist. Nehmen wir die Schulter: die sollte möglichst frei beweglich sein.
Gelenke sind an sich schon relativ kleine Zielpunkte und meist in stärkerer Bewegung als der Körper selbst. Und gerade die Schultern kann man relativ gut schützen, ohne die Bewegungsfreiheit für den Kämpfer zu stark einzuschränken.
Mit empfindlichen Stellen meinte ich eher Waffenarm an sich, Kopf, Organe. Die sind meist gut durch Rüstung geschützt.
In wie weit hilft hier eigentlich das Zonensystem, wenn man beim gezielten Stich noch die Zone mit der niedrigsten RS raussuchen kann? Oder bringt das noch nen zusätzlichen Malus ein? Hab gerade nix hier zum Nachschlagen...
Angorax hat geschrieben:Dicker Orkpelz/dicke Haut und Achazschuppen müssen notgedrungen analog funktionieren.
Heißt die Umgehung des natürlichen RS dann nicht, dass dieser seltsamerweise global vorhanden und völlig undifferenziert ist, bis ein Gezieltstecher kommt?
Erstens sind das nicht viele Punkte nRS (vergleichbare schwere Lederkleidung ist an Gelenken auch nicht wirklich dünner, muss sie auch nicht).
Zum anderen sehe ich das Schuppenkleid/den dichten Pelz als recht flächendeckend an. Mit einem ungezielten Schlag ist die Wahrscheinlichkeit dann doch mehr als gering, gerade eine weniger geschützte Stelle zu treffen.
Angorax hat geschrieben:Bei Manchen Wesen ist ja dann wieder unterschiedlicher RS angegeben für Bauch, Rücken etc. Aber ich glaube, die sind üblicherweise groß/sehr groß...
Das sind auch Wesen, die meist auf mehr als 1-2 Punkte nRS kommen und eine Differenzierung also sinnvoller erscheint.

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Re: Armatrutz, Das Rote Blut zum schwarzen Fell vs gezielter

Beitrag von Andwari » 29.05.2017 10:46

@Necromanzer
Mit "göttlichem Willen" zu argumentieren (Rondra-Rüstung) führt mMn zu nix. Warum hat die exakt "RS12" angegeben, wenn doch eigentlich "unendlicher RS, der Heroe erfüllt sein Schicksal" gemeint wäre. Bei nicht-allmächtigen Göttern kann man wunderbar argumentieren, dass unvollkommene Lösungen für sie halt kosmisch betrachtet einfacher sind und deshalb gewählt werden = es tauchen nicht ständig Avatare auf Dere auf, manchmal träumt auch nur Alrik Kleinheld eine Aufgabe.

@Hesindian, Körperzonen
Einzelne Körperzonen im Nahkampf anzugreifen heißt in DSA4.1 "Gezielter Schlag" (WdS S.108 und Tabelle S.107) und ist ggf. mit dem anderen Manöver "Gezielter Stich", das keine solche Festlegung hat, kombinierbar.

Ja klar, "Gezielter Schlag" hat eine Manövererschwernis - ob die generell glücklich gewählt ist, ist eine andere Frage. Bei der Kombination von Gezielter Schlag + Gezielter Stich gibt es sogar Synergien auf die Gesamt-Erschwernis, quasi wg. doppelt "gezielt", nämlich nur halbe Zuschläge für den Gezielten Schlag und nicht nochmal +2 drauf wie sonst.

DSA hat als Regelwerk da mal wieder Schwächen: Weil der Gezielte Stich weiter vorne, ohne explizite Berücksichtigung des Zonenmodells beschrieben ist, kann man sowohl argumentieren (es steht afaik nirgendwo explizit), dass für das Gesamt-Manöver als Kombi
- der Zonen-RS der mit Gezieltem Schlag anvisierten Stelle, oder
- der gRS des Gegners
zu berücksichtigen wäre.
"logisch" wäre beides, denn ein Gegner der ohne Helm aber mit massiver Bein/-Torsopanzerung rumläuft, kann seine Verteidigungsbemühungen stärker auf seinen Kopf konzentrieren - er hat ja dicke Beinpanzerung, da wird schon wenig durchkommen. DSA berücksichtigt so was selten, da sind auch Schildkämpfer passiver als welche, die nix in der linken Hand haben, d.h. der Effekt des Schildes, die Hauptwaffe für offensive Aktionen "frei zu machen" wird völlig ignoriert.

Die Kombination von GS und Gezieltem Schlag ist mMn effektiv - man zahlt für "Kopf" nur
+4 für Gezielter Stich
+ 0 (nicht +2, wie sonst beim Gezielten Schlag, als Sonderregel für die Kombi mit GS)
+4/2 (halbiert, Sonderregel für Kombi mit GS) für Kopf aus Gezielter Schlag
+ ggf. Rüstung (s.o.) und Schild wie beim Gezielten Stich.
=> Die zusätzlichen "nur" +2 im Vergleich zum irgendwo hinzielenden Gezielten Stich werden es oft wert sein, gerade bei Wundauswirkungen von Mehrfachwunden im Zonensystem.

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Re: Armatrutz, Das Rote Blut zum schwarzen Fell vs gezielter

Beitrag von Necromanzer » 29.05.2017 18:54

Andwari hat geschrieben:@Necromanzer
Mit "göttlichem Willen" zu argumentieren (Rondra-Rüstung) führt mMn zu nix. Warum hat die exakt "RS12" angegeben, wenn doch eigentlich "unendlicher RS, der Heroe erfüllt sein Schicksal" gemeint wäre. Bei nicht-allmächtigen Göttern kann man wunderbar argumentieren, dass unvollkommene Lösungen für sie halt kosmisch betrachtet einfacher sind und deshalb gewählt werden = es tauchen nicht ständig Avatare auf Dere auf, manchmal träumt auch nur Alrik Kleinheld eine Aufgabe.
Entschuldige bitte, aber was genau willst du mir damit jetzt sagen?
Die Argumentation mit Liturgien in diesem Thread führt zu nichts?
Weil im Threadtitel nicht auch eine Liturgie als Beispiel genannt wird bzw. Teil der Frage war?

Oder lese ich einfach nur nicht richtig? :???:
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Re: Armatrutz, Das Rote Blut zum schwarzen Fell vs gezielter

Beitrag von Andwari » 29.05.2017 19:52

@Necromanzer
Man könnte das Rufen göttlicher Talismane - zu dem auch die Wundersame Rüstung gehört - einfach als DSA-Regelaltlast ansehen. Dieser ältere Mechanismus hat es in DSA4.x geschafft und jetzt machen z.T. eben Geweihte ihren Schutz selbst (u.a. Kor) und es gibt auch noch die gerufenen "Artefakte".

Das göttliche Artefakt "Wundersame Rüstung" ist viel mächtiger als wenn ein Geweihter sein Sprüchlein sagt - die Liturgie (Grad V) ruft sie ja nur herbei, ihre restlichen Eigenschaften sind göttliches Produkt in der 3ten Sphäre.
=> Für die Frage "warum ist göttliches Zeug nicht perfekt" tut man sich also schwerer als bei der einfachen Liturgie.

Da sage ich dem Kor-Spieler, dass es an ihm liegt, dass er nur 4 Punkte RS kriegt (und maximal 8), weil seine mickrige menschengemachte Liturgie halt nicht mehr hergibt.

Die Argumentation gegen Rondra ist schwieriger - weil ihr sollte ja wohl auch eine Rüstung mit RS 24 oder RS 240 statt "nur" RS 12 möglich sein, in der 3ten Sphäre zu deponieren?!

Und genau gegen die Annahme, DSA-Götter könnten das alles und sollten es tun, muss man argumentieren. Im Fall der Wundersamen Rüstung ist es völlig unnötig, der zusätzlich eine "GS wirkt nicht" Klausel zu geben - weil der sie tragende Held auch mit 666 regeltechnischen Wunden aus GS-Angriffen trotzdem weiterkämpfen kann und halt nur hinterher Hackfleisch ist, der Teil ist der deutlich mächtigere im Text zu der Rüstung. Ein RS von 12 reicht vmtl. für Rondras Zwecke aus, evtl. wäre mehr halt kosmologisch teurer? Müssen wir mMn nicht beantworten, weil der die Rüstung tragende Held sowieso extrem gut geschützt wird (RS12/BE0 liegt nicht tagtäglich am Wegesrand) und die Duracellhäschen-Klausel zum Weitertrommeln hat.

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Beitrag von Armleuchter die Assel » 04.08.2017 15:16

Ich tendiere zu 2.
2. RS nicht zum Malus hinzuzählen und nach genommenem treffer von den TP abziehen.
AT+4+RS/2+Ansage | beim Treffer TP-RS(von Armatrutz aber nicht der Rüstung)


Der Aufschlag in der Formel ist meines Erachtens dazu da die optisch Sichtbare Rüstung zu umgehen und bei Erfolg Schaden zu verursachen,
der an der RS vorbeigeht. Bei Variante 1 würde allerdings der zusätzliche RS die reine AT-Probe erschweren, das wäre Quatsch.
Mal ein Beispiel (zur Veranschaulichung übertriebene Werte) für beide Fälle.
1. Zwei Kämpfer mit Kürass, einer hat einen Armatrutz mit RS 10. Angesagter GS auf den Arm (RS 0).
AT+4+(0+10)/2+Ansage.
Dem anderen Kämpfer wird das "Treffen" um 5 erschwert, obwohl am arm nur eine Unsichtbare Rüstung vorliegt.

2. At+4+RS/2+Ansage ...und bei Erfolg wird vom Schaden 10 RS abgezogen.
Klingt für mich logischer.

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