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DSA5 Frage zur Waffenherstellung

Von A wie Attacke bis Z wie Zeughaus: Alles über Schlachten, Scharmützel und den Waffengang.
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Green
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Frage zur Waffenherstellung

Beitrag von Green » 12.10.2017 23:48

Es ist ja möglich, mithilfe der Sonderfertigkeit Waffenbau Modifikationen an Waffen vorzunehmen, wie z.B. AT+1, wenn man diese schmiedet.
Jetzt frage ich mich, ob man dazu die Waffe komplett neu aus dem Boden stampfen muss, oder ob man auch etwa eine alte Waffe teilweise recyclen kann.

Ich mach zur Veranschaulichung mal ein Beispiel:
mein Charakter mit Waffenbau führt einen ganz ordinären Speer, und hat nicht sonderlich viel Kohle, um sich das Material für einen neuen Speer zu kaufen. Jetzt hat er sich aber von einem Baum einen langen, geraden Ast abgesägt, womit er schon einmal einen Stil hätte. Könnte er jetzt die Spitze vom alten Speer abbmontieren, und daraus zusammen mit dem Ast einen "neuen" Speer zimmern, der dann in der Herstellung den Modifikator AT+1 bekäme? Oder müsste vorher er auch eine komplett neue Spitze schmieden?

Kurzgefragt: Ab wann gilt eine Waffe als neu? Kann auf eine Waffe aus recycletem Material ein Modifikator angewendet werden?

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Farmelon
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Frage zur Waffenherstellung

Beitrag von Farmelon » 13.10.2017 00:03

Sonderfertigkeit Waffenbau spricht für DSA5, ist das korrekt?

Zu DSA5 kann ich leider nichts sagen, außer das ein passendes Themenattribut dir helfen würde solche Fragen zu vermeiden. :wink:
Zu DSA5 können andere sicher mehr beisteuern.

Nachtrag:
Okay, entweder ich war blind oder du hast es nachgetragen. Dann sorry, kann leider nicht helfen. :)

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vanDyck
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Frage zur Waffenherstellung

Beitrag von vanDyck » 13.10.2017 09:10

Ohne jetzt Ahnung von den DSA 5 Regeln zu haben versuchs ich erstmal mit ein bisschen (hoffentlich^^) gesundem Menschenverstand. Zu den Regeln äußert sich dann hoffentlich noch jemand mit Ahnung davon.
Einen frisch geschnittenen Ast als Schaft zu verwenden würd ich höchstens als improvisierte Reparatur gelten lassen mit schlechteren Werten. Holz sollte man trocknen bevor man was von Dauer daraus herstellen will. Wird aber geeignetes Holz verwendet und der Holzanteil der Waffe macht den größeren Teil aus was beim Speer ja gegeben ist würde ich eine Verbesserung der Werte nur über einen neuen Schaft zumindest in einem gewissen Rahmen durchaus zulassen. Für eine TP - Erhöhung sollte dann aber auch an der Spitze gearbeitet werden.

Dalamaar
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Frage zur Waffenherstellung

Beitrag von Dalamaar » 13.10.2017 09:41

Soweit ich das auf Regelseite im Kopf habe, gibt es da keine Aussage. Dort wird immer davon ausgegangen, dass eine Waffe von 0 gebaut wird. Du müsstest dementsprechend mit deinem Meister sprechen und gesunden Menschenverstand nutzen.

Ich als Meister würde zum Beispiel beim Austausch des Schaftes AT/PA-Modifikationen zulassen, da dieser das Handling maßgeblich beeinflusst. Wie vanDyck gesagt hat, wäre TP eher mit der Spitze verbunden. Und was er zum frischen Holz sagt, stimmt auch. Wie die Modifikation dann auf Probenseite aussieht, steht nochmal auf einem anderen Blatt.

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Uli
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Frage zur Waffenherstellung

Beitrag von Uli » 13.10.2017 13:24

Streich einfach die Materialkosten und würfele die Modikation des Speers dann als reguläre Erschaffung einer verbesserten Waffe. :)

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X76
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Frage zur Waffenherstellung

Beitrag von X76 » 15.10.2017 13:01

Die Waffenwerte, die Herstellung, die Kosten und natürlich auch die Modifikationen und Beschädigungen usw. sind abstrakt. Es wird nie genau festgelegt, wo z.B. eine Waffe beschädigt wurde oder durch welche Maßnahmen sich die TP erhöhen etc. Außerdem beziehen sich die Regeln pauschal auf alle Waffen (es wird nicht großartig unterschieden zwischen Waffen auf viel Metall, solchen ohne oder irgendwas dazwischen, nicht zwischen Knüppel und Schwert usw.).

Natürlich könnte man hier deutlich feiner unterscheiden, aber sinnvoll ist so viel Kleinteiligkeit meiner Meinung nach nur in einer speziellen Kampagne (z.B. wenn die Helden in der Einöde gestrandet sind und man mit fast nichts ums nackte Überleben kämpft - Knappheit als wichtiges Spielelement).

Generell lohnt sich Recycling eigentlich nur bei unbrauchbaren Waffen. Funktionstüchtige Waffen sind als Gebrauchtware viel wertvoller als das Material aus dem sie bestehen. Anstatt ein Schwert einzuschmelzen, sollte man es verkaufen und kann dann das Material für eine neue Waffe kaufen und hat noch Geld übrig, denn im Waffenwert steckt natürlich eine Wertschöpfung (Arbeitszeit des Schmiedes, Verbrauchsmaterial, Schmiede, Steuern usw.) -> Schwert muss mehr Wert sein als das Material. Eine Gebrauchtwaffe ist fast immer weniger Wert als Neuware und natürlich zahlt ein Wiederverkäufer (z.B. Waffenhändler, Pfandleiher, Hehler) deutlich weniger als den Preis für den die Waffe später über den Ladentisch geht (-> davon lebt der gute Mann!).

Wenn ihr also einen Verkaufswert für die alte Waffe festlegen wollt, sollte diese über dem Materialwert, aber erheblich unter dem Weiterverkaufspreis liegen (z.B. 10% [+ggf. feilschen] über Materialwert dürfte passend sein, da so noch genug für den Händler bleibt).

Höchstens bei sehr seltenen Materialien (z.B. magisches Erz) oder Ladenhütern (veraltete Waffen, Waffen die in einer Region nicht gekauft werden etc.) könnte das Recycling brauchbarer Waffen interessant sein. Im ersten Fall weil man für Geld kaum an Ersatzmaterial kommt, im zweiten Fall weil die Waffe praktisch keinen Mehrwert zum Material besitzt.

Da man wohl nicht alles Wiederverwerten kann, würde man beim Recycling sicher weniger heraus bekommen, als für die Herstellung einer neuen Waffe nötig ist (man hat Material im Wert unter den ursprünglichen Materialkosten). Auch hier bieten sich die o.g. 10% an, da wohl vor allem billig Teile (Holz, Leder, Horn etc.) betroffen sind.

Anders ausgedrückt: man müsste noch etwas Geld investieren, um aus einer alten Waffe eine neue, bessere Waffe zu machen.

Über den Geldwert zu gehen, erlaubt es "universell" und fair zu bleiben. Das ist außer im Rahmen besonderer Abenteuer (s.o.) mMn besser, als sich bei jeder Waffe einzeln zu überlegen ob, wie, was und wie viel...

"Alt gegen neu" (wie schon von anderen vorgeschlagen) ist zwar nicht so genau, aber sofern ihr nicht am laufenden Band Waffen besser schmiedet, zu Waffenhändler mutiert, Gegner ausplündert, um massenhaft Waffen "upzugraden" etc. ist der einfache Ansatz aber meiner Meinung nach auch Ok.

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