Die richtige Bekleidung beim Zaubern - nur für GM?

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Advocatus Diaboli
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Die richtige Bekleidung beim Zaubern - nur für GM?

Beitrag von Advocatus Diaboli » 02.07.2016 18:09

Angeregt durch diesen Thread zum Schuhwerk (http://dsaforum.de/viewtopic.php?f=3&t=37079) wüsste ich gerne mal von euch...

Würdet ihr sagen, dass die Erleichterungen für Gildenmagier durch die im Codex beschriebenen Gewänder
a) nur für GM gelten
b) nur für Zauber in GM-Rep. gelten
oder
c) für alle Magiewirker gelten?

Ich weiß, dass zumindest Druiden und Geoden da auch ihre eigenen Tricks kennen. Aber mich interessiert, unter welchen Umständen oder ob überhaupt ein Druide/Geode/Hexer/Schelm/Elf von z.B. dem Beschwörergewand profitieren kann?
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Cifer
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Re: Die richtige Bekleidung beim Zaubern - nur für GM?

Beitrag von Cifer » 02.07.2016 18:33

Ich würde prinzipiell davon ausgehen, dass jede Tradition ihre eigenen Tricks hat, um äquivalente Effekte zu erzielen. Diese sehe ich weniger an die Sprüche sondern eher an die Nutzer gebunden, wenn sie nicht sogar traditionsübergreifend funktionieren (würden).
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Mimj
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Re: Die richtige Bekleidung beim Zaubern - nur für GM?

Beitrag von Mimj » 02.07.2016 18:47

also ich würde sagen die Erleichterungen gelten sicher für Zauber von Gildenmagiern in gildenmagischer Repräsentation, für Zauber anderer Repräsentationen in ihrer Repräsentation sicher nicht, die haben dafür eigene Gewänder.

Bei Zaubern von Gildenmagiern in anderer Repräsentation und bei Zaubern von Nicht Gildenmagiern in deren Repräsentation bin ich mir gerade unschlüssig...

Denderajida_von_Tuzak
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Re: Die richtige Bekleidung beim Zaubern - nur für GM?

Beitrag von Denderajida_von_Tuzak » 02.07.2016 18:49

Die im Codex Albyricus angegebenen Gewänder gelten sicher nur für Gildenmagier (vielleicht noch für Gildenmagisch geprägte Borbaradianer und Scharlatane). Ist ja ein Regelwerk von Gildenmagier für Gildenmagier.

Druiden und Geoden führen meines Wissens nach Beschwörungen und ähnliche Rituale am liebsten nackt aus (dürfte dann den entsprechenden Bonus geben). Bei Schamanen gibt es auch entsprechende Beschwörungsgewänder, -masken, -körpermalereien etc. - die entsprechen sicher nicht dem Design das der CA vorschreibt, erfüllen ihren Zweck aber auch. Für Hexen würde ich vermuten, dass das Festgewand, das zu Hexenfesten angelegt wird, ähnlich funktioniert; evtl. haben die aber auch eigene Beschwörungskleider.

Etwas so ritualisiertes wie passende Gewänder finde ich für Schelme dagegen unpassend.

Leta
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Re: Die richtige Bekleidung beim Zaubern - nur für GM?

Beitrag von Leta » 02.07.2016 19:02

Lies mal WdZ Seite 14 rechts unten.
Das gilt schon für alle...

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Advocatus Diaboli
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Re: Die richtige Bekleidung beim Zaubern - nur für GM?

Beitrag von Advocatus Diaboli » 02.07.2016 20:21

Ich hab diese Stelle schon gelesen. Ich finde die aber sehr undeutlich. Es wird immerhin gesagt, dass jede Tradition ihre eigenen Gewänder hat. Außerdem steht da nicht, dass alle entdeckt hätten, in welcher Kleidung sich was leichter zaubert. Da steht:
WdZ 14 hat geschrieben:Jede magische Tradition hat im Laufe ihrer Jahrhunderte langen Entwicklung besondere Kopplungen zwischen Kleidung und gewissen Formalismen und Vorstellungen hergestellt.
Aber wie kann man eine solche Verbindung von Kleidung und Magie herstellen?
Mögliche Antwort: durch langsam wachsende Überzeugung, dass es funktioniert, welche zum Placeboeffekt führt, dass es funktioniert.

Diese Antwort gefällt mir eig. nicht sonderlich. Ich finde nicht, dass sie nach Aventurien passt. Aber diese Antwort würde dazu passen, dass Olporter Magier die Erleichterungen durch richtige Kleiderwahl nicht nutzen können, weil sie es wichtiger finden, warm genug angezogen zu sein. Sprich, sie glauben nicht dran...?
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Re: Die richtige Bekleidung beim Zaubern - nur für GM?

Beitrag von Dahrling » 02.07.2016 21:48

Die Antwort passt super nach Aventurien, wo "verhüttetes Metall" eine 12er Erschwernis für Druiden bringt - auch nur auf Basis des Glaubens.

Am Anfang war es vllt. etwas wie eine "feste Gewohnheit", bei der der Kleidungswechsel damit verbunden war, sich geistig richtig darauf einzustellen. Stück für Stück automatisierte sich das Ganze dann bis es zum funktionierenden Glauben wurde.
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Re: Die richtige Bekleidung beim Zaubern - nur für GM?

Beitrag von Advocatus Diaboli » 02.07.2016 21:56

Touché.

Also alles Glaubenssache?
Dann nutzt das Beschwörungsgewand der Magier keinem Druiden und ein Gildenmagier hat nichts davon, sich mit schamanischen Luola das Gesicht zu bemalen, egal in welcher Repräsentation die beiden gerade zaubern?
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Re: Die richtige Bekleidung beim Zaubern - nur für GM?

Beitrag von Dahrling » 02.07.2016 22:04

Richtig, aber da die Liste nicht abschließend ist kannst du mit deiner Gruppe abstimmen, dass deine Hexe, wenn sie einen bestimmten Kräutertee vorher getrunken hat einen Bonus bekommt.

Persönlich finde ich allerdings, dass Hexen vom Hintergrund her bei sowas nichts bekommen sollten, da sie zu emotional zaubern und dieser Bonus übers "in Stimmung" bringen abgedeckt ist - auch wenn das indirekt natürlich eine weitere Schwächung der Rep. ist.

Es macht für mich wenig Sinn, dass sie sowas "ausgearbeitet" hätten.
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Re: Die richtige Bekleidung beim Zaubern - nur für GM?

Beitrag von Advocatus Diaboli » 03.07.2016 00:04

Wie du sagst, wäre es eine weitere Schwächung der Rep., Hexen das nicht zuzugestehen.
Ja, Hexen bekommen durch Stimmung schon Boni (oder auch Mali), aber das gehört halt zu der Repräsentation dazu, GM haben dafür ihre halbierten Modis bei spontanen Modifikationen.

Und wenn Schamanen und Druiden sowas haben, warum dann nicht auch Hexen? :)
Gerade bei Flüchen fände ich es sehr passend, wenn Hexen sich dafür zurecht machen würden, besonderen Schmuck aus Knochen oder so anlegen, besondere Kleidung tragen oder sich vllt. nackt ausziehen, wie Druiden beim Beschwören. :D

Geht natürlich dann nur beim Fluchen in kalter Wut. Spricht man Flüche direkt im lodernden Zorn, hat man keine Zeit, sich nochmal um- (oder aus)zuziehen.
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Re: Die richtige Bekleidung beim Zaubern - nur für GM?

Beitrag von Cifer » 03.07.2016 00:31

Speziell bei Hexen wäre passender Schmuck (vielleicht auch eine nach bestimmten Mustern gesteckte und geflochtene Frisur, damit man nicht binnen dreißig Sekunden das unterstützte Merkmal austauschen kann?) auch meine Idee gewesen.
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Re: Die richtige Bekleidung beim Zaubern - nur für GM?

Beitrag von Leta » 03.07.2016 00:36

Die Vorteile sind keine Einbildung/Placebo. Das ganze beruht auf Sympathetik. Das ist ein Prinzip das in der aventurischen Magie Realität ist.

Das die einzelnen Repräsentationen hier eventuell komplett unterschiedliche Herangehensweisen gefunden haben ist nur normal bei einem solchen breiten Thema.

Die einen mögen Erz und die Unbeweglichkeit dieses Elements mit Steinen an einer Kette darstellen die anderen verwenden Esel Leder (Esel=störrisch)...

@Hexenflüche hier muss klar das Merkmal beachtet werden. Dieses ist bei den einzelnen Flüchen unterschiedlich und damit gibt es keine generelle "Kleidung-zum-Fluchen".

Andwari
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Re: Die richtige Bekleidung beim Zaubern - nur für GM?

Beitrag von Andwari » 03.07.2016 01:14

Ich finde die Antwort relativ einfach:
Bei Gildenmagiern ist der Kleidungs-Effekt teilweise im Detail regeltechnisch beschrieben. Das gibt dem Spieler des Gildenmagiers quasi die Garantie, dass es genau so funktioniert, er kann das einschätzen und seinen SL notfals mit "steht aber im WdZ S.999" festnageln. Da der Spieler die für ihn relevanten Passagen kennt und der Gildenmagier-Chari sie kennen muss (ist schließlich Gesetz, nicht im falschen Gewand rumzulaufen) wird sich da auch der Chari selten vertun (solange der Spieler es auf dem Schirm hat, was Powergamer definitionsgemäß haben, das Wissen bringt ja auch was). Gegebenenfalls kann der Spieler sagen "ich öffne meinen Kleiderschrank und ziehe die für diesen Zauber passende Kleidung an" - der SL muss gegen geschriebene Regeln an-argumentieren um ihm nicht den vollen vordefinierten Bonus zuzugestehen.

Der Spieler einer anderen Vollzauberertradition ist in einer deutlich schwächeren Position, denn (von einzelnen Ausnahmen abgesehen) ist halt nicht beschrieben, welche Kleidung wobei wie viel bringt. Der muss immer erst das "ob" und dann das "wieviel" klären.

Ganz klar, in einem halbwegs fair gestalteten Regelwerk (!) sollten alle Vollzauberer diese Möglichkeiten in ähnlcih wertvollem Umfang haben, oder das halt anderweitig kompensieren oder insgesamt als "stärker oder schwächer" deklariert werden.

Für andere Traditionen ist es ziemlicher Mumpitz, zu erwarten dass sie für ihre Zauber in ihrer Repräsentation irgendwelche Gildenmagier-Klamotten anziehen. Und das werden die allermeisten Zauber sein, es sei denn die eigene Repräsentation ist so schlecht, dass man mit (Mag) um erschwert lernen und nur eingeschränkt SpoModden trotzdem noch gut fährt. Ganz abgesehen davon kann man dem in Magierrobe auftretenden Naturzauberer anderweitig am Zeug flicken - der kriegt zwar seinen Zauber hin, aber direkt danach wird er wegen Standesvortäuschung usw. angeschwärzt.

@Hexenzauber
Für Helden sind beide Methoden doch ziemliche Mogelpackungen. Die Situation, dass man seinen entscheidenden Schlag ordentlich planen kann und das auch noch funktioniert, ist vmtl. echt selten bzw. senkt das sowieso die Herausforderung. Dafür "in kaltem Zorn" noch Boni zu geben - die wegen der eher kurzen Wirkungsdauer konfrontations-relevanter Zauber sowieso nur auf ein beschränktes Spektrum (v.a. Flüche) zutreffen, ist kein wirklicher Bonus.
Das in Stimmung bringen der anderen Varietät verlangt auch genau die Aktionen, die man in einer laufenden Konfrontation nicht hat. Sich gegen die Orkbande in Stimmung bringen, die man noch nicht bemerkt hat, weil sie erst da hinten lauern, ist leider unmöglich. Vorlaufzeit in solchen Situationen muss knapp sein, angenommen wir hätten 2 KR bevor es losgeht, dann bufft sich währenddessen der Magier deutlich effektiver, der Schütze schießt schon mal wen tot, der Kämpfer holt die dicke Waffe raus = alles mMn mehr als der "lodernd wütende" Hexen-Bonus, den sie auf welche für sie typischen kampfrelevanten Zauber einsetzt?
In vielen anderen Situationen kollidiert "lodernde Wut" mit der Hexen-typischen Heimlichkeit.

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Re: Die richtige Bekleidung beim Zaubern - nur für GM?

Beitrag von ottoantimon » 04.07.2016 22:02

In unserer Gruppe haben wir die Erleichterungen durch passende Kleidung für alle Zauber gestrichen. Einzige Ausnahme sind Beschwöhrungen. Die Gründe dafür waren, dass die Roben, so wie sie beschrieben sind einfach bescheuert aussehen (bei mir hat das bei der widderkappe aufgehört, wer bin ich denn, Tim the Enchanter? :D), außerdem kam einfach die Frage auf, warum ein horasischer Illusionsmagier, eine thorwalischer Wetterzauberer, und ein thulamidischer Mogul sich nach KLeidungsvorschriften richten sollten, die anscheinend für das Mittelreich entworfen würden. Ganz abgesehen davon, dass alle Repräsentationen eine ähnliche chance auf die Erleichterung erhalten sollten.
Außerdem warum sollte gerade die Kleidung so einen großen Einfluss auf den Zaubervorgang haben, wenn nicht einmal andere variabeln sich in irgendeiner Weise bemerkbar machen. Ort und Zeit würde ich eine deutlich höhere Bedeutung zumessen als der Unterwäsche ^^
Deswegen kommt das auch nur zum tragen, wenn auch alle anderen Variabeln wirken. Also alles was mit der Beschwöhrung zu tun hat. Invocatio, Elementare, Nekromantie, Chimärologie und Golembau.

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