Auswirkungen von Borbarads Verschwinden (DSA3/1999)

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Grabstein
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Auswirkungen von Borbarads Verschwinden (DSA3/1999)

Beitrag von Grabstein » 10.04.2017 13:44

Da an anderer Stelle viewtopic.php?f=6&p=1668209#p1668209 die Auswirkungen der Kenntnis von Borbaradianer-Formeln und eine Wechselwirkung mit dem Verschwinden des Dämonenmeisters diskutiert werden, zitiere ich hier die entsprechenden Passagen aus dem Aventurischen Boten 77 von 1999:

Borbarads Todesfluch:
Die von vielen Magietheoretikern aufgrund der Erkenntnisse Karjunon Silberbraues und Robaks von Punin befürchteten Auswirkungen der schieren Kenntnis borbaradianischer Formeln (sowohl der "klassischen Sieben" als auch derjenigen, die aus diesen Modellen entwickelt wurden) sind eingetreten: Die Hellsichtskomponente hat die Studiosi aufgefunden, die Beherrschungskomponente hat versucht, sie an den - zu jenem Zeitpunkt schlagartig verschwindenden - Meister zu binden. Dieser letzte Zauber des Dämonenmeisters breitete sich nicht schlagartig, sondern mit endlicher Geschwindigkeit entlang der magischen Kraftlinien und von dort ausstrahlend aus, so daß die entferntesten Winkel Aventuriens spätestens zwei Monate nach seinem Verschwinden von der Wirkung des Fluchs betroffen werden.
Spieltechnisch heißt dies: Magisch aktive Helden mit aktiver Kenntnis in Borbaradianersprüchen laufen Gefahr, zu "dunklen Seite" hin manipuliert zu werdem oder, wenn sie dagegen geistigen Widerstand leisten, schweren körperlichen Schaden zu erleiden. Addieren sie zu diesem Zweck die positiven ZF aller dem Helden bekannten Borbaradianersprüche auf und zählen nochmals einen Punkt für ZF zwischen -5 und 0 hinzu. Teilen sie diese Summe durch 10. Zauber, die sich die Kenntnis der Borbaradianerformeln aus dem Gedächnis haben entfernen lassen (siehe Rohals Versprechen), müssen für die entsprechenden Zauber nur 1 Punkt addieren. Der so berechnete Wert ist der Borbaradianische Gefahrenwert (BG).
Wenn nun Borbarads letzter Zauber bei Opfer ankommt, bestehen drei Möglichkeiten. Zum einen kann das Opfer sich der Versuchung ergeben, zum Borbaradianismus zu konvertieren und entweder als Agent der Schwarzen Lande Unheil säen oder direkt in die Heptarchien auswandern. Zum anderen kann es die Zähne zusammenbeißen und die der Versuchung folgenden Schmerzen ertragen wollen; dies bedeutet, daß das Opfer so viele LP permanent verliert, wie der BG beträgt. Die dritte Möglichkeit ist schließlich, seinen Willen gegen den des Dämonenmeisters zu setzen, eine Selbstbeherrschungsprobe erschwert um den doppelten BG abzulegen und zu hoffen, daß diese gelingt. Bei gelingen erleidet das Opfer zwar immer noch permanenten Schaden, jedoch nur in Höhe des halben BG, bei Mißlingen verfällt es jedoch den borbaradianischen Verführungen. (Daß sie diese Wahl und das Resultat insgeheim mit Ihrem Meister durchspielen sollten, versteht sich von selbst...)

Gorbalad
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Re: Auswirkungen von Borbarads Verschwinden (DSA3/1999)

Beitrag von Gorbalad » 10.04.2017 14:34

Danke!

Ich hab das gleich mal auf [wiki]Borbaradianische Repräsentation[/wiki] eingetragen, damit man es in Zukunft wieder findet.

Grabstein
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Re: Auswirkungen von Borbarads Verschwinden (DSA3/1999)

Beitrag von Grabstein » 12.04.2017 12:40

Blitzschnell geschaltet, direkt an die Wiki zu denken, astrein. Ich konnte mich nur dunkel erinnern und musste echt lange suchen. Für alle, die in der betreffenden Zeit spielen, sind die Auswirkungen nicht ohne, und da ist der Link Gold wert!

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Losan
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Re: Auswirkungen von Borbarads Verschwinden (DSA3/1999)

Beitrag von Losan » 12.04.2017 15:59

Das ist ja noch DSA3. Ein DSA4-Held kippt da wohl ziemlich schnell tot um. :ijw:
Wie könnte man das vernünftig auf DSA4 konvertieren?
Angorax hat geschrieben:"Auch unpolitische Swafnirgeweihte zeigen sich an freien Walen interessiert..."
¯\_(ツ)_/¯

Grabstein
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Re: Auswirkungen von Borbarads Verschwinden (DSA3/1999)

Beitrag von Grabstein » 12.04.2017 18:02

Da musste ich beim Abtippen auch drüber nachdenken. Mein Vorschlag geht von zwei Vorgaben aus: Die LE bei DSA3 ist ungefähr doppelt so hoch wie bei DSA4 und die Proben sind bei DSA3 einfacher. Also BG ist: ZF addieren und durch 10 teilen, ZF von -5 bis 0 gibts nicht also weg. Den Lösch-Effekt würde ich genauso handhaben (+1).
Folge 1: Gleicher Effekt, der Held läuft über
Folge 2: Verliert ohne SB-Probe die Hälfte des BG an LE permanent.
Folge 3: Verliert bei Gelingen der SB-Probe ein Viertel an LE permanent.

Das ist zwar immer noch ziemlich finster, aber mMn für Borbarads letzte Aktion passend.

Andwari
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Re: Auswirkungen von Borbarads Verschwinden (DSA3/1999)

Beitrag von Andwari » 12.04.2017 18:48

Keinen Alarmismus bitte:
Jemand, der in den borbaradianischen Formeln eine ZfW-Summe 70 hat, wäre nach DSA3 schon ein Vorzeige-Borbaradianismus-Experte. Mehr als 100 dürfte auch für hochstufigste Helden absolut utopisch sein.

=> Ein BG-Wert von 7-10 ist extrem hoch, einer von 3-7 wohl eher für hochstufige Helden, die alles lernten was man so findet, wahrscheinlich.

Die ersten beiden Varianten sind ja eher langweilig - also Variante 3.

Da dürfte der Stufe 18-Magier in DSA3 eher weniger Probleme haben, auch eine saftige einstellige Erschwernis in einer Selbstbeherrschungsprobe zu schaffen. Die geht zwar (damals) auf MU/KK/KK was für Magier ja nicht so toll klingt.
Aber der Stufe18-Magier hat eine Eigenschafts-Summe von 92 oder höher (je nach Freisteigerungen) auf 7 Eigenschaften, da ist auch für KK was abgefallen. Und Selbstbeherrschung war schon damals ein sehr sehr wichtiges Talent.

Der mittelmäßig erfahrene Zauberer, der die ganze Borbaradkrise nur am Rande miterlebt hat, ist viel eher gefährdet. Der "Todesfluch" kommt ja parallel mit Borbarads 'Niederlage' = der Konvent zu Punin ist zwei Jahre her. Wer da noch unbeschwert "Schwarz und Rot" zaubert, hat den Knall echt nicht gehört.

LeP Verlust permanent
sind in DSA4 viel gravierender als in DSA3, wo ich einfach bei der nächsten Stufensteigerung etwas anders AsP/LeP-Zuwachs verteile. In DSA4 kosten sie die nächsthöheren Werte an AP für zugekaufte LeP, was halt bei erfahrenen Charis (die sich paar LeP schon zugekauft haben) halt schon mal viele hundert AP sein können - oder irgendwann ganz unmöglich. Deshalb kommt permanenter LeP-Verlust in DSA4 ja auch vergleichsweise selten vor.

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hexe
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Re: Auswirkungen von Borbarads Verschwinden (DSA3/1999)

Beitrag von hexe » 12.04.2017 22:27

ZfW-Summe geteilt durch Konstitution!

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Taliesin Sandstroem
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Re: Auswirkungen von Borbarads Verschwinden (DSA3/1999)

Beitrag von Taliesin Sandstroem » 13.04.2017 10:01

Witzig, dass nach der Setzung vor allem Mirham und Fasar (Beherrschung) massive Probleme mit ihren Abgängern haben dürften. Beides Schulen, in denen Borbaradianerformeln fest verankert waren, auch wenn ihre jeweiligen Spektabilitäten erklärte Gegner des Borbaradianismus sind. Wohl dem, der da in die gereinigten Formeln investiert hat.

Das verkommene Brabak dagegen ist fein raus, da hat man brav alles in gildenmagischer Repräsentation vorliegen...

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Re: Auswirkungen von Borbarads Verschwinden (DSA3/1999)

Beitrag von Armleuchter die Assel » 13.04.2017 17:35

Zu Fall 1:
Wenn ich mich richtig erinnere ist der klassische "Borbaradianismus" in DSA4 das Resultat eines Minderpaktes.

Vor dem Hintergrund eines möglichen permanenten LEP Verlustes nach DSA4 Regeln ist hier ein "temporärer" Minderpakt eine echte Alternative.

Die Grundschwierigkeit dem Fluch (Pakt) zu widerstehen, würde ich in DSA4 gar nicht an eine alte DSA3 Berechnung (Summe aller ZFW/10...) binden, sondern direkt bei der Erschwernis für den Paktbruch "Minderpakt" belassen.

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Satinavian
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Re: Auswirkungen von Borbarads Verschwinden (DSA3/1999)

Beitrag von Satinavian » 13.04.2017 18:32

Brabak hatte einen ganzen Lehrstuhl für Borbaradianerformeln. Dieses Ding ist ja überhaupt der Grund, dass die gildenmagischen Varianten (in Mirham) entwickelt wurden. Ich gehe davon aus, dass es gerade Brabak damals ziemlich übel erwischt haben dürfte und dass die deshalb ihen Lehrplan so deutlich umgestellt haben.

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