JdF mit Anfängern und potentiell "ungeeigneten" Ch

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An' Theris
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JdF mit Anfängern und potentiell "ungeeigneten" Ch

Beitrag von An' Theris » 27.02.2008 08:29

Den Zwölfen zum Gruße,

Ich bin zur Zeit SL einer kleinen und relativ unerfahrenen DSA Gruppe. Wir hatten vor, bald das Jahr des Feuers zu spielen (es soll halt mal was großes, episches sein, was sich nicht mit der offiziellen Geschichtsschreibung beisst).

Nun ist das Problem, dass sowohl meine drei Spieler als auch ich sehr unerfahren sind; das fängt bei den Regeln an, geht über den immer in Vollplatte rumlaufenden Krieger, und endet damit, dass niemand von uns weiss, wer eigentlich zur Zeit politisch irgendwo das sagen hat (und wer mit wem Krieg hat oder so). Wichtige NSCs sind auch weitgehend unbekannt.

Nun stell ich mir also die Frage, wie krieg ich uns halbwegs fit (vom Hintergrundwissen her), so dass wir die Kampagne doch spielen können; möglichst ohne vorher noch allzu viel andere Kampagnen / Abenteuer zu spielen?


Ein anderes Problem sind die Charaktere die wir zur Zeit spielen. Wir haben uns mit 120GP neue Chars erstellt, und mit diesen erstmal 3 Millionen Dukaten gespielt, um ein wenig warm zu werden. Im zweiten Anlauf hat es dann sogar ohne Tote geklappt, dies zu beenden.
Die Charaktere sind im einzelnen (120GP + 5600 AP (600 aus 3MD, 5000 als Vorbereitung auf JdF):

Fähnrich (Honningen) : BK2 Kämpfer, Vollplatte, adelig, "so, ich hab meinen Waffenskill auf 18, und hab noch nen Haufen Kampf SFs gekauft, ich bin fertig" sein höchstes nicht-kampf Talent ist Kriegskunst auf 11. Charakterspiel = 0
Hintergrund = keiner
Kompatibilität = als Adeliger Mittelreichler wird er noch am wenigsten anecken (hoffe ich)

Druide (Drakonia, Erz) : hält sich bisher sehr zurück, hat nach 3MD seine Stäbefertigkeit auf 15 gebracht "damit der auch mal nützlich ist". Charakterspiel = meh; der Spieler scheint den Charakter nicht sonderlich zu mögen, weshalb er sich sehr im Hintergrund hält, und seine Aktionen sich häufig auf "ich folge den anderen" oder "---" ("ich sag nichts anderes, also folge ich den anderen >_>") beschränken.
Hintergrund = keiner
Kompatibilität = ein ungläubiger, ausländischer Druide, kein Bezug zum ML, kein lizensierter Magier; ich sehe Probleme

AuElf (Krieger) (aka Söldner mit Spitzen Ohren) : er kann Bogenschiesen. Und Bogenschiesen. Hab ich schon erwähnt das er Bogenschießen kann ? Ab und an zaubert er auch den Falkenauge Meisterschuss (um besser Bogenschiesen zu können) oder den Adlerschwinge Wolfsgestalt (Variante : Adler) um "mal scouten zu gehn" (O-Ton). Manchmal versucht er auch einen auf Grosskapitalist zu machen "ich geh in den Wald, besorg mir Holz und schnitze Bögen draus, dann montier ich nen paar billige Sehnen rein und verkauf sie als echte elfische Bögen".
Ausserdem kann er Bogenschiesen.
Charakterspiel : ein mittelmäßiger Söldner, ein grauenhafter Elf. Der Spieler spielt sonst nur den typischen Klischeesöldner vom Schlag "kann kämpfen, aber sonst nix", beim Elfen ists so ähnlich, er definiert sich dadurch, das er "Bögen auf 18" hat und auf nen FK Wert von ~28 kommt ("hey, ich treff eigentlich immer").
Hintergrund : hat seine Sippe verlassen um sich mal die Menschen anzuschauen (und im Anschluß an 3MD sofort nen Haufen AP verwendet um "elfische Weltsicht" loszuwerden)
Kompatibilität : ungläubiger, nicht lizensierter Zauberer, kein Mensch, kein Bezug zum ML oder irgendwelchen Menschen: ich sehe noch größere Probleme als mit dem Druiden

Magier (Bethana) : "Nahkampf Zauberer", mein Charakter (ja, obwohl ich SL bin schlepp ich auch nen eigenen SC mit). Kann ich nicht viel zu sagen, definiert sich auch primär über seine Magischen und Kämpferischen Fähigkeiten, andererseits kann ich auch schlecht mit NSCs interagieren oder bei irgendwas helfen, weil ich ja dummerweise die richtigen Lösungen immer kenne.
Der Char wurde primär erstellt, um nen "richtigen" Magier dabei zu haben (*hust*Analys*hust*).
Charakterspiel : keines, bei uns gibts keinen Leerlauf, also auch keine Zeit fürs Charakterspiel, immer weiter, immer voran, wir haben eine Quest die gelöst werden muss.
Hintergrund : döööh
Kompatibilität : naja... Horasier ist evtl nicht so der Bringer, aber ohnehin irrelevant, da ich diesen Char definitiv nicht in JdF spielen werde, ich bin mir nichtmal sicher ob ich überhaupt einen Char mitschicken werde.


Naja, ein weiteres Problem, was jetzt nicht direkt mit JdF zu tun hat, mir aber grade so einfiel ist die Sache mit dem fehlenden Charakterspiel. Es sieht bei uns so aus :
Meisterinformation zu "3 Millionen Dukaten": Wir bekommen von der Vogtvikarin das erste Stückchen Papier um den Schrein des Rakull ausfindig zu machen.
Fähnrich : "Kann das einer von euch lesen?"
SL : Nein, keiner von euch kennt diese Sprache
Fähnrich : Ok, wir gehen zum Marktplatz, finden wir da jemand der uns weiterhelfen kann?
SL : Ja, nach kurzem suchen finden ihr einen Marktschreiber, der könnte euch evtl weiterhelfen
Druide : "Marktschreier? "hööört hööört"" *lacht* (Anmerkung : Baldurs Gate Refferenz
SL : SchreiBer, nicht Schreier...
Fähnrich : "Hallo, könnt ihr uns sagen was das hier für ne Schrift ist und uns das übersetzen?"
SL (Marktschreiber) : "Hm, ja, das ist *namedersprache*, glaube ich, ich bin mir aber nicht sicher"
Fähnrich : "Ok, kennt ihr jemanden, der das übersetzen könnte ?"
SL (Marktschreiber) : "Nicht direkt, aber evtl findet ihr im Hesinde Tempel jemanden, der euch weiterhelfen kann"
Fähnrich : "Ok, habt Dank." Ich geb ihm nen Silbertaler und wir gehen zum Hesinde Tempel.
SL : Am Tempel angelangt...
Fähnrich : seh ich irgendwo nen Geweihten in dem Tempel? Wenn ja sprech ich den direkt mal an

usw usf; wenn es keine direkte Aufgabe gibt existieren nur die beiden Aussagen "wir schlafen" (abends) und "wir warten bis was passiert"

Je mehr ich schreibe, desto mehr krieg ich die Verzweifelung, und desto mehr bemerke ich, dass der Beitrag evtl nicht so recht ins JdF Forum passt, allein, ich weiss nicht wo ich es sonst hinstellen soll.

Meine Fragen sind also kurzum : Macht es Sinn für uns mit JdF anzufangen ? Welche Charaktere sind tragbar, welche nicht ? Welche Charaktere würdet ihr empfehlen ? Wie kann ich dafür sorgen, dass das Rollenspiel ansich besser wird ? Soll ich weiterhin nen eigenen Charakter mit ins Rennen schicken ? Reichen 4 Level 11 Charaktere aus ? Woher kriegen meine Spieler (und ich) "auf die schnelle" relevantes Hintergrundwissen ?

Verzeiht den viel zu langen Post, ich mach jetzt Schluss, würde mich über alle Antworten freuen;

gehabt euch wohl,
An' Theris

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Scoon
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Beitrag von Scoon » 27.02.2008 15:26

Ich rate davon ab dieses AB zu spielen. Warum? Das hat mehrere Gründe. Das AB zieht einen gewissen Teil seiner Spannung daraus, dass man es mit Größen aus der aventurischen Geschichte zu tun hat. Kennt man diese nicht, geht etwas verloren. Zudem ist gerade das Charakter auspielen eine wichtige Ebene in diesem AB. Das scheint nicht gerade eure Stärke zu sein. Das AB ist nicht sehr Spielerfreundlich. Sprich eine ganze Menge Railroading und z.T. recht widersprüchliche Aktionen. Es ist nit einfach dies zu spielen, wenn man auf glaubwürdige SCs setzt. Als Meister denke ich benötigst Du eine ganze Menge Improvisationserfahrung, da mir der Band nicht so dick schien, dass all zu viel zum Setting ausgearbeitet wurde (da mag ich mich irren). Zudem benötigt ihr wesentlich stärkere SCs. Ich habe in einer Gruppe mitgespielt, die ich für zu schwach für das AB hielt und die war größer und erfahrener als eure.

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Luzifel
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Beitrag von Luzifel » 27.02.2008 16:39

Hm.. Fit-Machen mit Hintergrundwissen.. Da hab ich doch irgendwo dieses Dosier über das Mittelreich und die nähere Geschichte gefunden..

Hier kann man schonmal ne Menge zum JdF finden:
http://www.wolkenturm.de/index.php?page ... folder=jdf

Und hier ist das Dosier zu finden:
http://www.wolkenturm.de/dl/abt_jdf_sid ... ossier.zip


Grüße, Mr. Luzifel..


PS: LAss es bleiben das mit deiner Gruppe spielen zu wollen. Man braucht als Meister sehr viel Erfahrung um das vernünftig über die Bühne zu bringen und muss aus verschiedenen Gründen im Normalfall sehr viel modifizieren.
PPS: Versucht es mal mit der Neubearbeitung der Sieben Gezeichneten, wenn ihr was episches wollt.. Die sind gut aufbereitet und auch ausgereift und mit zahllosen Tips und Zusatzmaterial versehen..

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Battlegonzo
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Beitrag von Battlegonzo » 28.02.2008 00:58

ich rate auch davon ab JdF zu meistern/spielen, gerade wenn man nicht so erfahren (Hintergrund / Regeln) ist.

Kommentar: habe es schon gespielt und meistere bald in einer anderen Gruppe (bin das gerade am vorbereiten/umschreiben)

Begründung:

Hält man sich relativ genau ans Abenteuer (gerade JdF und AdA) so sind dort soviele logische brüche / fehler / ungereimtheiten / hintergrundlücken, sinnlose nebenquests, kommentarlose auftritte, usw. daß man sich viel zu lange mit sowas aufhält anstatt der "haupthandlung" zu folgen.
Selbst wenn man relativ Kampflastig spielt wird es schnell "langweilig" weil man die motivation hinter den kämpfen garnicht durchblickt.

Habe das selbst (leider) erfahren müssen, daß wenn meister und spieler nicht sooo fit sind (hintergrund, regeln, etc) und niemand da ist ders erklären kann (bei uns gab es wenigstens welche die den hintergrund hatten) dauert das ewig (deutlich mehr als 50 spieltermine) udn fällt meist unmotiviert vom himmel.

Wenn du etwas im Zusammenhang mit dem JdF spielen willst schau dir mal das Szenario "Fesseln der Angst" (zu finden auf Wolkenturm glaub ich). Außerdem gibt es auch noch weitere "offizielle" Parallelabenteuer, aber dazu kann bestimmt ein anderer hier mehr posten...

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Na'rat
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Re: JdF mit Anfängern und potentiell "ungeeigneten"

Beitrag von Na'rat » 29.02.2008 00:34

An' Theris hat geschrieben: Ich bin zur Zeit SL einer kleinen und relativ unerfahrenen DSA Gruppe. Wir hatten vor, bald das Jahr des Feuers zu spielen (es soll halt mal was großes, episches sein, was sich nicht mit der offiziellen Geschichtsschreibung beisst).
Würde es seinen lassen. Habe gerade einen Abend Schlacht in den Wolken hinter mir und sind selbst ohne Wagenrennen und Wurfwaffen und bei Regelkenntnis gerade mal bei der Hälfte des Turniers.

Hier gibt es ein paar Anregungen wie man das fehlende Hintergrundwissen der Spieler aufmöbeln kann.
http://www.dsa4forum.de/viewtopic.php?t=6012
An' Theris hat geschrieben: Ein anderes Problem sind die Charaktere die wir zur Zeit spielen. Wir haben uns mit 120GP neue Chars erstellt, und mit diesen erstmal 3 Millionen Dukaten gespielt, um ein wenig warm zu werden. Im zweiten Anlauf hat es dann sogar ohne Tote geklappt, dies zu beenden.
Die Charaktere sind im einzelnen (120GP + 5600 AP (600 aus 3MD, 5000 als Vorbereitung auf JdF):
Zu wenig, auch wenn das AB 6000 vorschlägt,
An' Theris hat geschrieben: Fähnrich (Honningen) : BK2 Kämpfer, Vollplatte, adelig, "so, ich hab meinen Waffenskill auf 18, und hab noch nen Haufen Kampf SFs gekauft, ich bin fertig" sein höchstes nicht-kampf Talent ist Kriegskunst auf 11. Charakterspiel = 0
Hintergrund = keiner
Kompatibilität = als Adeliger Mittelreichler wird er noch am wenigsten anecken (hoffe ich)
Wenn er die SF nicht einsetzen kann ist der erledigt. Das Jahr des Feuers lebt vom Charakterspiel und nicht davon das sich die SC's schulterzuckend dem nächsten Plot zuwenden.
An' Theris hat geschrieben: Druide (Drakonia, Erz) : hält sich bisher sehr zurück, hat nach 3MD seine Stäbefertigkeit auf 15 gebracht "damit der auch mal nützlich ist".
Dann ist der Magier auch eher am Arsch, Magier definieren sich bei ihren Fertigkeiten über magische Fertigkeiten. Als Ungläubiger kann es bei den Greifen richtig finster werden und sollte es auch damit die Viecher Charakter bekommen.
An' Theris hat geschrieben: AuElf (Krieger) (aka Söldner mit Spitzen Ohren) : er kann Bogenschiesen. Und Bogenschiesen. Hab ich schon erwähnt das er Bogenschießen kann ? Ab und an zaubert er auch den Falkenauge Meisterschuss (um besser Bogenschiesen zu können) oder den Adlerschwinge Wolfsgestalt (Variante : Adler) um "mal scouten zu gehn" (O-Ton). Manchmal versucht er auch einen auf Grosskapitalist zu machen "ich geh in den Wald, besorg mir Holz und schnitze Bögen draus, dann montier ich nen paar billige Sehnen rein und verkauf sie als echte elfische Bögen".
Ausserdem kann er Bogenschiesen.
Charakterspiel : ein mittelmäßiger Söldner, ein grauenhafter Elf. Der Spieler spielt sonst nur den typischen Klischeesöldner vom Schlag "kann kämpfen, aber sonst nix", beim Elfen ists so ähnlich, er definiert sich dadurch, das er "Bögen auf 18" hat und auf nen FK Wert von ~28 kommt ("hey, ich treff eigentlich immer").
Hintergrund : hat seine Sippe verlassen um sich mal die Menschen anzuschauen (und im Anschluß an 3MD sofort nen Haufen AP verwendet um "elfische Weltsicht" loszuwerden)
Kompatibilität : ungläubiger, nicht lizensierter Zauberer, kein Mensch, kein Bezug zum ML oder irgendwelchen Menschen: ich sehe noch größere Probleme als mit dem Druiden
Sehe ich auch so.
An' Theris hat geschrieben: Magier (Bethana) : "Nahkampf Zauberer", mein Charakter (ja, obwohl ich SL bin schlepp ich auch nen eigenen SC mit).
Siehe Druide.
An' Theris hat geschrieben: Meine Fragen sind also kurzum : Macht es Sinn für uns mit JdF anzufangen ?
Eher nicht. Wir sind mit einer ganz neuen Runde und ein paar vorbereitenden AB's gestartet.
Verbindungen und Sympathien zum Mittelreich sollten die Charaktere mitbringen, hoffähig müssen sie sein und vorzugsweise, bei mir zwingend, zwölfgöttergläubig.
An' Theris hat geschrieben:Wie kann ich dafür sorgen, dass das Rollenspiel ansich besser wird ?
Andere Runde suchen? Sich mal in diversen Foren umtun.
An' Theris hat geschrieben: Soll ich weiterhin nen eigenen Charakter mit ins Rennen schicken ?
Besser nicht.
An' Theris hat geschrieben: Reichen 4 Level 11 Charaktere aus ?
Eher nicht. Nicht wenn die Spieler die Regeln nicht kennen.

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Kami-Izumi
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Beitrag von Kami-Izumi » 29.02.2008 13:33

1) Die Charakterstufe kann ausreichen, wenn du als SL ein wenig entschärfst.

2) Man sollte niemals nie sagen, aber NOCH würde ich an deiner Stelle das AB auf keinen Fall Anfangen. Wenn die Helden/Spieler die größe und wichtigkeit des Konflikts nicht begreift, an dem geht die gesamte Spannung vorbei. Ich empfehle dir und deinen Spielern, euch zu überlegen, ob ihr gern Charaktere spielen wollt, die gut ins AB passen. Dies wären Soldaten, Söldner, Ritter, Krieger, Praios-, Rondra-, Kor-, Borongeweihte bzw Anhänger von Laienorden dieser Kirchen, KGIA-Agenten (KGIA-Kasierlich Garethische Informations Agentur), Weißmagier (Antimagie, Schaden, Hellsicht, Heilung), Graumagier (Eigenschaften, Einfluss, Elementar, Objekt), Schwarzmagier (Dämonologie, Beherrschung), aber auch Adelige des Mittelreiches oder Darpatien bieten sich super an. Die wären perfekt (als Beispiel: meine Gruppe besteht aus gew. Bannstrahler, Magier (Riva/Gareth), Ritter aus Weiden mit starkem Mittelreichbezug, Golgarith). Meine Spieler habe ich mit knapp 6.5k AP ins Rennen geschickt, und trotzdem lagen sie mindestens 3 mal im Sterben. Da muss man aufpassen. Setzt euch hin und lest zusammen die BEschreibungen der Kirchen, Orden, des Rittertums, die Vor-/Nachteile der Professionen, die Zauber aus dem Liber Cantiones. Wenn ihr Interesse entwickelt, dann lass deine Spieler entsprechend den Tips aus dem Standardregelwerk zur Charaktererschaffung/Hintergrund eine Story für das bisherige Leben der Helden ausdenken. Es reicht ja der typische Standard, muss ja nichts aussergewöhnliches sein. So dass die Helden erstmal etwas Tiefe bekommen. Wenn deine Spieler sich zusammen die Helden gemacht haben, und du eine Gruppe zusammenhast, die zum AB passt, dann fang leicht an und lass die Helden sich auf einer Standardqueste kennenlernen. Spielt doch ein paar kleine Vorabenteuer, die die Helden näher an manche Adlige des Mittelreiches binden. Wichtig wäre dabei, das Reich und die Kaiserfamilie als "gut" rüberzubringen. Dann wirkt das AB einfach viel besser. Lass eine Räuberbande auf einem Landsitz (zB Retogau, östlich von Gareth, geht am Ende von JDF Meisterinformation zu "JDF": an die Helden) auftauchen, die aufgrund der zur Grenze abgestellten Kaiserlichen Soldaten ein Problem sind. Lass die Helden danach den Adligen (ein Freund der Familie von Gareth, Bekannter von Königin Rohaja und Reichsregentin Emer am besten, kannst du dir frei ausdenken, vielleicht ein altgedienter Haudegen, der mittlerweile zu alt ist seinen Harnisch und 2-Händer zu tragen, aber mit dem Schwert immer noch alles fertigmacht, weil er schon vorher weiß was die Gegner vorhaben im Kampf) zur Grenze eskortieren, um dort zu seinen Soldaten zu stoßen. Die Helden bleiben dabei und erleben eine kleine Grenzschlacht gegen eine Gruppe von freien Untoten Razzazors. Dafür solltest du die Regeln/den Hintergrund zu Untoten und Paktierern kennen (Regelband MGS). Dann begleiten die Helden den Adligen und Vertrauten des Kaiserhauses zurück und feiern erstmal, lernen die Leute und Soldaten kennen. Dann wird dem Adligen ein teures, erbeutetes, unbekannterweise dämonisch Beseeltes Schwert geklaut. Mach eine kleine Detektivstory, in der zum Beispiel ein Agent und ein Praiosgeweihter vorkommen, die sich bei ihren ermittlungen gegenseitig behindern und um Kompetenzen streiten, am Ende aber Hand in Hand agieren. Der Dieb verübt mit der Waffe einen Anschlag auf den Adligen. Der Dieb ist der Sohn des ehemaligen Trägers der Waffe, den der Adlige aus Retogau in der 3ten Dämonenschlacht besiegte. Er hat Rache für seinen "ermordeten" Vater geschworen, ohne zu wissen, dass dieser schon ein Blakharazpaktierer war. Das Schwert ist ein Seelenschwert (heist das so?! Siehe Paktgeschenke von BLK-Paktierern ind MGS! Ganz wichtig) und der Plan des Erzdämons ist es, das er die Seele des Sohnes gewinnt (durch seinen Pakt) und die des Ritters (die Seele eines Helden der so gut wie auf dem Weg ins göttliche Paradies ist, gewonnen durch den Tod mit dem Seelenschwert) auch noch obendrauf haben möchte. Der Agent kann das ja zusammen mit den helden rausfinden, den Praioten aufsuchen, und zusammen verhindern sie das Attentat. Ob sie den Paktierer gleich killen, oder ob sie ihm helfen seinen Pakt zu brechen, sei ihnen überlassen. Der Praiot kann sich nciht entscheiden, der Agent hat kein Recht Gericht zu halten, der Ritter ist ggf noch schwer verwundet und nicht ansprechbar. Wenn die Helden vorhaben ihm zu helfen, lassen sie sie dafür von Bannstrahlern nachher ausgiebeig befragt und der Paktiererrei bzw. als Dämonensympathisanten bezichtigt werden, was durch den Richtspruch einer weisen Praioshochgeweihten der Illuminata Lanzenschärfer(oder wars Lanzenschäfter?!) gelöst wird, die die Helden zum Verdruss der Bannstrahler freispricht. Ggf auch auftreten von Dexter Nemrod, Reichsgroßgeheimrat als weltlicher Richter, der natürlich auch auf Seiten der Helden ist. Anschließend sollte man nochmal den alten Ritter besuchen, und nochmal ausgiebig feiern. Ist dies alles geschehen, dann haben die Helden Kontakte und sicherlich auch Sympathien geschlossen. Dann würde ich mit dem Kurz-AB "Bis auf die Knochen" aus dem Boten 107 zu spielen. Das ist echt super und bringt die Helden schließlich noch näher ans Kaiserhaus. Dann hat nach bestehen dieses AB's und dem großen Verdienst am Reich die Regentin, auch motiviert durch ihre Tochter (die sich an die Helden, die ihren Adligen unterstützt haben) die sich an die Namen der Helden erinnert, die Idee, die Helden zum Turnier nach Gareth einzuladen. Somit fängst du an mit JDF.

Den Adligen würde ich viel und gut über das Reich erzählen lassen. So manch langer Abend am Kamin eignet sich toll für Erzählungen aus der guten alten Zeit vor Borbarad. Nimm ein geschichtsbuch des mittelreiches zur Hand, zum Bsp aus HdR, und erzähle die Ereignisse ein wenig nach. Erwähne vor allem die Kaiser (Reto, Hal) und danach die Reichregenten immer wieder (Brin, Emer). Erwähne ihre guten taten, und die Bösen, die sie immer wieder abwehren mussten (vor allem die Heptarchen Galotta, Rhazzazor, Haffax, Xeraan). Zu diesen Personen findest du auch sehr viel im Wiki-Aventurica. Somit macht ihr eine Geschichstunde und spielt eine gute vorbereitung, die sicherlich reicht, um das wichtigste zu verstehen...

Hoffe ich konnte helfen, hab schon Wunde Finger!

MFG,

der Kami

Mordekai
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Registriert: 27.11.2007 21:19

Beitrag von Mordekai » 29.02.2008 14:09

Übergib den Spielern auf jeden Fall vorher das Mittelreich-Dossier, war eine sehr große Hilfe, v.a. um in AdA durch den Wust an politischen NSCs zu kommen und damit die Spieler die jüngere Geschichte des Reiches kennen.
Und ich kann mich nur anschließen: Bis auf die Knochen ist der perfekte Einstieg in die Kampagne.

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