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A30 Die Attentäter

Hier können DSA-Abenteuer bewertet und bereits bewertete Abenteuer eingesehen werden.

Wie hat dir das Abenteuer

sehr gut (5 Sterne)
20
18%
gut (4 Sterne)
29
26%
zufriedenstellend (3 Sterne)
23
21%
geht grad so (2 Sterne)
16
15%
schlecht (1 Stern)
22
20%
 
Abstimmungen insgesamt: 110

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Doc Sternau
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Beitrag von Doc Sternau » 29.01.2008 12:54

Ich kann Chris nur zustimmen. Ein Zauberzwang auf Spieler bereitet große Probleme. Man hat praktisch immer einen oder zwei Spieler in der Runde, die einen solchen Eingriff in ihren Charakter alles andere als lustig finden und sich entsprechend stark dagegen sträuben - womit man als Meister andauernd in die Zwangslage gerät zu sagen: Nein, dein Charakter macht die beschriebene Handlung jetzt nicht.
Der Frust wird größer und so weiter und so fort.

Allerdings muss ich auch sagen, dass ich Die Attentäter inzwischen mehrmals gespielt und geleitet habe und es sehr viel Spaß gemacht hat - vor allem, wenn sich die Spieler dann irgendwann auf ihre Mission einlassen. Meine Erfahrung ist, dass man sich mit der Heranführung an den Zauberzwang Zeit lassen sollte. Nicht sofort mit LeP-Abzug anfangen, sondern den Spielern gewünschte Aktionen durch Beschreibung schmackhaft machen.

Aus Nostalgie-Gründen und weil wir soviel Spaß an dem Abenteuer hatten, gebe ich mal 4 Punkte - die allerdings nicht vergleichbar mit modernen Abenteuern sind!

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Robak
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Beitrag von Robak » 29.01.2008 13:20

Also ich finde es ehrlich gesagt nicht gut wenn man Abenteuer mit einem Nostalgiebonus verhätschelt. Im Moment sind wir bei 3.2 Punkten und damit liegt das Abenteuer über Herz aus Eis obwohl es doch wohl klar schlechter ist.

Auch bei einem Crashtest bekommt ein Trabi keine guten Noten nur weil die Ansprüche als er zum ersten Mal gebaut wurde geringer waren.

Gruß Robak

Heldi
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Beitrag von Heldi » 29.01.2008 13:39

Da die Wertungskriterien des Gefallens nun einmal nicht klar, naturwissenschaftlich gemessen werden können, sondern sich beim Bewerter ein Stimmungsbild aus unterschiedlichsten Komponenten ergibt, die weder alle rational gewichtet noch alle an allgemein anerkannten Wertungstandards orientiert sind, weil wir solche Standards ja gar nicht haben, wird man Nostalgie ebenso als Wertungsfaktor zulassen können wie jeden anderen.

Mit Nostalgie ist ja auch viel mehr gemeint als das Alter des ABs. Es ist schließlich von seiner Thematik und seinem Ablauf ein Klassiker, d.h. ein Abenteuer gewesen, das einen bestimmten Teil aventurischer Geschichte einmal auf andere Art und Weise dargestellt hat und an dem die Helden sehr intim dabei sein konnten. Das AB hat eine Schlüsselrolle für nachfolgende Ereignisse und die weitere Geschichte entscheidend geprägt; für viele Spieler ist es spannend diese Wendepunkte der aventurischen Zeitgeschichte nachzuspielen.

Und Aussagen wie die folgende sind zudem schlicht sinnlos, wie es so "klar" wohl nach Meinung der Masse eben nicht zu sein scheint.
Im Moment sind wir bei 3.2 Punkten und damit liegt das Abenteuer über Herz aus Eis obwohl es doch wohl klar schlechter ist.
Genauso würde ich auch an die Bewertung heran gehen. Namaris hat das zu Beginn schon angedeutet. Natürlich würde niemand in diesem Stil jahrelang eine Kampagne spielen oder auch nur mehrere ABs spielen wollen. Das AB ist ja auch noch nichtmal sehr lang. Für den entsprechend anzusetzenden Spielzeitraum ist es daher ertragbar sich auf so eine Zugreise einzulassen und die Dinge hinten an zustellen, die normalerweise recht wichtig für eine gute Rollenspielrunde sind. In dieser kurzen Zeit kann das AB dann durchaus Spaß machen, wenn man sich darauf eingelassen hat, weil
Namaris hat geschrieben:Es macht das, was es macht, sehr gut.
Es ist wie oft im Leben und wie auch oft bei unserem Spiel. Von gewissen Dingen kann man nur begeistert sein, wenn man mit der entsprechenden Einstellung heran geht. Vlt. steht das stellvertretend für eine Reihe älterer DSA-Autoren, denn für den merkwürdigen Anfang von Karlis Jenseits des Lichts gilt ähnliches. Man kann diese Stellen für unglaubwürdig und zu speziell haben, aber wenn man das nicht tut und sich einlässt, dann kann man Spaß dabei haben.

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Ve Das
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Beitrag von Ve Das » 29.01.2008 14:28

Als der Zauberbann von uns ablies, haben wir den Kaiser trotzdem getötet. Warum? Nun, wir mochten ihn einfach nicht und kamen uns vom Kaiser meh verarscht vor, als von dem Heini, der uns verzaubern lies(den wir danach nach einigen Nachforschungen auch aufgesucht haben. Er dachte wohl er geht drauf und das wäre er auch, hätte er uns nicht fürstlich entlohnt.). Alles in allem ein lustiges AB, setzt aber voraus, dass die Helden den Kaiser nicht für einen unhöflichen, unfähigen Trottel halten ohne den das Reich besser dran wäre und daran scheitert es mMn...

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Robak
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Beitrag von Robak » 29.01.2008 14:42

Es geht mir nicht darum Wertungskriterien vorzuschreiben.
Aber es wäre schon gut wenn jeder für sich bei verschiedenen Abenteuern nach ähnlichen Kriterien entscheidet ob er sie gut oder schlecht findet.
Ich finde es falsch wenn die Kriterien anders sind nur weil ein Abenteuer älter ist als ein anderes.

Gruß Robak

Niwor
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Beitrag von Niwor » 29.01.2008 15:24

Alles in allem ein lustiges AB, setzt aber voraus, dass die Helden den Kaiser nicht für einen unhöflichen, unfähigen Trottel halten ohne den das Reich besser dran wäre und daran scheitert es mMn...
...was doch auch der Autor explizit so schreibt.

@Robak:
Ich finde es falsch wenn die Kriterien anders sind nur weil ein Abenteuer älter ist als ein anderes.
Ich finde, die Kriterien muessen sogar anders sein, wenn die Abenteuer aus verschiedenen Epochen stammen. Wenn Du ein Gemaelde von Rembrand und ein Bild von Monet bewertest, werden auch dort andere Kriterien angelegt werden.

Heldi
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Beitrag von Heldi » 29.01.2008 16:24

Es geht mir nicht darum Wertungskriterien vorzuschreiben.
Doch. Denn Nostalgie (bzw. das, was hier mit dem Begriff "Nostalgiefaktor" alles einbezogen wird) ist ein Kriterium.

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Doc Sternau
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Beitrag von Doc Sternau » 29.01.2008 16:30

Hm, bin ich jetzt Schuld an der Wertungsdiskussion? :oops:

Da gibt man einmal einen Bonus - welcher Art auch immer - den andere sehr häufig in ihre Wertungen einbeziehen und schon ist man nicht mehr konsequent. :lol:

Also, wenn ich den Nostalgie- und Spaßbonus nicht gebe, dann wäre 'Die Attentäter' irgendwo zwischen 2 und 3 Punkten zu suchen - wahrscheinlich würde ich noch 3 Punkte geben aber auch nur deshalb, weil ich es schon sehr lange nicht mehr gelesen oder geleitet habe.

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Scoon
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Beitrag von Scoon » 29.01.2008 16:49

@Robak
Dein Einwand ist berechtigt, aber dann sollte man sich auch ein sinnvollen Wertungsbereich aussuchen. Ist es denn sinnvoll einen Trabi mit einem Ford Focus der neusten Generation zu vergleichen? Sicher nicht, denn das Ergebnis ist vorher klar. Jedes Auto das vor 1990 produziert wurde, wird in einem 2008er Test mies abschneiden. Jedes AB mit hoher Wahrscheinlichkeit auch.

Zordan von Bethanstrand
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Beitrag von Zordan von Bethanstrand » 29.01.2008 17:12

@Bewertungskriterien:

Ich kann ganz gut damit leben, dass es keine Bewertungskriterien gibt, weil ich die Kommentare aussagekräftiger finde. Man muss sich nur einer Konsequenz bewusst sein: Die Bewertungen sind ohne einheitliche Kriterien nicht vergleichbar.

Alle Rankings und Tabellen hier sind im Prinzip bedeutungslos, weil die Noten nicht vergleichbar sind. Sie sagen nicht aus, welches Abenteuer besser ist als ein anderes. Sie sagen höchstens aus, welches subjektiv mit selbstgewählten und wechselnden Kriterien bewertete Abenteuer eine gute Note bekommt - und welches eine schlechte. Damit sind aber Vergleich unmöglich - schon weil es dabei ganz entscheidend darauf ankommt, wer bewertet und was ihm gerade wichtig ist.

In der Schüler würde das bedeuten, dass Thomas eine 2 bekommt, weil er viel richtiges sagt, Andreas eine 1, weil der Lehrer ihn schon lange kennt und Paul eine 5, weil er dem Lehrer einfach nicht sympathisch ist. Da weicht der Lehrer auch nur mal von den Kriterien ab... Vergleichbar sind die Noten jedenfalls nicht.

Konsequenz: Die Kommentare sind gut und bedeutsam, die Noten ein netter aber bedeutungsloser Joke - es sei denn, man will das gefühlte Klima erfassen!

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Doc Sternau
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Beitrag von Doc Sternau » 29.01.2008 17:54

Davon ab würde der Trabi von mir auch einen ordentlichen Nostalgiebonus bekommen, weil ich jahrelang einen gefahren habe - objektiv betrachtet ist es allerdings das schrottigste Auto, das ich kenne (wobei es bei ein paar Bewertungskriterien ganz klar die Nase vorn hätte, z.B. beim Do it yourself). :D

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Kerstion Lewe
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Beitrag von Kerstion Lewe » 29.01.2008 18:37

Ve Das hat geschrieben:Als der Zauberbann von uns ablies, haben wir den Kaiser trotzdem getötet. Warum? Nun, wir mochten ihn einfach nicht und kamen uns vom Kaiser meh verarscht vor, als von dem Heini, der uns verzaubern lies(den wir danach nach einigen Nachforschungen auch aufgesucht haben. Er dachte wohl er geht drauf und das wäre er auch, hätte er uns nicht fürstlich entlohnt.). Alles in allem ein lustiges AB, setzt aber voraus, dass die Helden den Kaiser nicht für einen unhöflichen, unfähigen Trottel halten ohne den das Reich besser dran wäre und daran scheitert es mMn...
:???: :???: :???:
Da frage ich mich natürlich, wie euer Meister das Wesen des Mittelreiches zu Euch transportiert hat??? Kaiser töten? Außer für einen eingeschworenen Todfeind des Reiches wäre das für jeden Helden jeden Standes undenkbar, ein Angriff auf Praios' gottgewollte Ordnung, gleichzusetzen mit sofortiger Verdammnis nach dem Tode.
(Okay, etwas überspitzt formuliert - aber der Kaiser ist halt nicht der Rädelsführer einer Goblinbande, den man mal eben um die Ecke bringt. Oder zumindest ist es nicht so gedacht.) :wink:

Die Motivation des Todes darauf aufzubauen, sich daran zu stören, was der Kaiser so treibt, ist natürlich gaaanz toll. Das Wesen und Denken eines Mittelreichers bzw. generell der Menschen Aventuriens gegenüber der herrschenden Klasse kommt da nicht so wirklich 'rüber.
:rolleyes:

Besonders wenn man anschließend vom Antagonisten Galotta, der aufgrund seiner Aktionen tausendmal mehr jeden Tod verdient hätte, Gold annimmt, damit man ihn leben läßt. :lol:

Offenbar eine sehr heroisch-aventurische Kampagne... :lol:

Aber lustiges Ende habt ihr euch da erspielt, läuft halt alles etwas anders als im offiziellen Aventurien. Wie man sieht, bin ich kein großer Fan davon... 8)

Athax Erbe
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Beitrag von Athax Erbe » 29.01.2008 19:54

Da frage ich mich natürlich, wie euer Meister das Wesen des Mittelreiches zu Euch transportiert hat??? Kaiser töten? Außer für einen eingeschworenen Todfeind des Reiches wäre das für jeden Helden jeden Standes undenkbar, ein Angriff auf Praios' gottgewollte Ordnung, gleichzusetzen mit sofortiger Verdammnis nach dem Tode.
(Okay, etwas überspitzt formuliert - aber der Kaiser ist halt nicht der Rädelsführer einer Goblinbande, den man mal eben um die Ecke bringt. Oder zumindest ist es nicht so gedacht.) :wink:
Das ist eben genau das Problem von diesem Abenteuer: Wenn man die Rolle des Kaisers und die Folgen eines Kaisermordes so konsequent dargestellt hat, wie Du es hier tust (und wie ich es zumindest nicht für sehr übertrieben halte), dann ist die logische (und für die mit Abstand meisten Charaktere auch rollengerechte) Konsequenz eigentlich: lieber gehe ich an den Folgen dieses Zaubers zugrunde (oder suche mir eine andere Möglichkeit des Ablebens), als tatsächlich den Kaiser zu töten....

Wenn diese Moralische Schranke erstmal gefallen ist (und das muss sie eben, um das Abenteuer spielen zu können), ist die Rolle des Kaisers unweigerlich entwertet...

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Beitrag von StipenTreublatt » 29.01.2008 20:10

Zordan von Bethanstrand hat geschrieben:In der Schüler würde das bedeuten, dass Thomas eine 2 bekommt, weil er viel richtiges sagt, Andreas eine 1, weil der Lehrer ihn schon lange kennt und Paul eine 5, weil er dem Lehrer einfach nicht sympathisch ist. Da weicht der Lehrer auch nur mal von den Kriterien ab... Vergleichbar sind die Noten jedenfalls nicht.
Das sind z.B. die ominösen 'mündlichen Noten' auch nicht. Oder Noten für Deutschaufsätze.

Trotzdem werden sie gegeben.
Und wenn man mal einen Blick in die Rangliste wirft sieht man recht deutlich dass die Abenteuer-Bewertungen funktionieren. Die Masse an Stimmen macht es eben.

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JR
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Beitrag von JR » 29.01.2008 20:28

Zordan von Bethanstrand hat geschrieben: Konsequenz: Die Kommentare sind gut und bedeutsam, die Noten ein netter aber bedeutungsloser Joke - es sei denn, man will das gefühlte Klima erfassen!
Na, so würde ich das dann doch nicht sagen (nun gut, ich verschwende auch eine gehörige Menge Zeit für die Auswertung).

Ich denke vielmehr, die Noten geben eine gewisse Tendenz an.

Und sei es nur, dass DSAler jeden %$§#! gut finden, wenn er mit Nptnstsf zu tun hat :lol:

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Doc Sternau
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Beitrag von Doc Sternau » 29.01.2008 20:34

@Kerstion Lewe: Naja, du hast da glaube ich ein sehr Mittelreich-zentriertes Aventurienbild. Den Kaiser umzubringen ist zwar nicht unbedingt die schlaueste Sache, die man machen kann, trotzdem gibt es einen ganzen Haufen Nicht-Mittelreicher (und auch Mittelreicher), die Hal bei guter Gelegenheit einen Kopf kürzer machen würden.

Und auch Zwöfgöttertreue können problemlos eine Motivation finden: Hals Vergöttlichung - die letzte Kaiserin, die sowas gemacht hat, war Hela Horas und welches Schicksal die genommen hat, ist hinlänglich bekannt.

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Beitrag von Athax Erbe » 29.01.2008 20:47

@Doc : Naja, ich würde eher sagen, dass es vielleicht viele Gründe geben mag, den Kaiser Hal abzulehen aber doch nicht gleich umzubringen... (Auch wenn die Tötung eines Menschen für viele Spieler so selbstverständlich scheint, dass sie selbst beim ersten mal keinerlei Gewissensnöte ausspielen, sondern einfach darüber hinweg gehen, so sehe ich doch auch in Aventurien (bzw. "beim Normalaventurier")noch eine gewisse Hemmschwelle diesbezüglich...)

Außerdem sehe ich den Kaiser in Aventurien tatsächlich als eine eher "überderische" Gestalt, das Kaisertum funktioniert nunmal so. Da mag vielleicht ein König oder ein Herzog den Kaiser als "Mensch" sehen, weil er vom Stade her nicht ganz so weit unter ihm steht, aber für einen Niederadligen (oder gar einen Bürgerlichen) ist der Kaiser sicherlich den Göttern näher als den Menschen...

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Hane
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Beitrag von Hane » 29.01.2008 21:06

Kerstion Lewe hat geschrieben:Da frage ich mich natürlich, wie euer Meister das Wesen des Mittelreiches zu Euch transportiert hat??? Kaiser töten? Außer für einen eingeschworenen Todfeind des Reiches wäre das für jeden Helden jeden Standes undenkbar, ein Angriff auf Praios' gottgewollte Ordnung, gleichzusetzen mit sofortiger Verdammnis nach dem Tode.
Die praiosgefällige Ordnung war die männliche Erbfolge. Man hat in dem Moment also eine Betrügerin und Frevlerin wider Praios Ordnung vor sich.

Mich störte an dem Ende, dass die Spielerfiguren überleben. Sie haben es mit Meisterfiguren zu tun, die skrupellos genug sind, ein ganzes Reich zu betrügen, eine Riesenintrige anzuzetteln. Und die sollen dann das Leben einiger dahergelaufener Attentäter verschonen, die die ganze Sache auffliegen lassen können?

Das Abenteuer hat schon sein humoristischen Momente aber im Großen und Ganzen kommt es mir wie eine Gängelei der Spieler vor.

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Beitrag von Zordan von Bethanstrand » 29.01.2008 22:23

@JR

Ich gebe zu, dass Ganze etwas überspitzt formuliert zu haben, aber letztendlich widersprichst du mir ja nicht unbedingt. Natürlich sind Tendenzen erkennbar, aber was wer mag lese ich lieber aus den Kommentaren ab. Gerade der Nostalgiebonuspunkt hebt viele Abenteuer um 0.5 Punkte (beliebig geschätzt nach oben). Welches Abenteuer ist denn nun aber "besser": DSA2-AB mit 2.9 Punkten oder DSA4-AB mit 2.7 Punkten? Da ist viel Interpretationsraum.

Zu mündlichen Noten:
Die werden vom Gesetz her und soweit ich das für die mir bekannten Lehrer sagen kann, nicht mal nach Aussehen und mal nach Bekanntheit gegeben. Problematisch sind Schulnoten, weil mehrere Bewertungsebenen in einer Note zusammengefasst werden müssen: Beurteilung nach objektiven Kriterien (wie oft hat sich der Schüler gemeldet, wie richtig waren die Antworten, wie sehr wurden Lernprozesse gefördert...), im Vergleich zur Gruppe und im Einklang mit der schulischen, persönlichen Entwicklung. Dazu kommen dann noch x andere Aspekte. Aber die Regeln sollten für alle gleich sein. Das ist hier ja nachlesbar nicht der Fall. Daher die Kritik an den Zahlen - aber wie JR schon schrieb - Tendenzen lassen sich ablesen.

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Beitrag von Lythana » 30.01.2008 00:48

@Chris

Damit beklagst du aber weniger den Zauberzwang, als das strikte Drehbuch des Abenteuers, das die SCs nach dem Wunsch des Autors einschränkt und ihnen nur wenig Luft läßt, respektive den SL stetig dazu zwingt, den Spielern in die Parade zu fahren und die Handlung aufs Gleis zu zwingen, damit alles auf die gewünschte, unzweifelhaft überraschende Pointe zuläuft. Zauberzwang als Einstieg und Rahmen kann schon funktionieren, wenn man danach mehr Spielraum lässt.

Am besten gefällt mir an dem Abenteuer, dass es den Spielern über Jahre gelungen ist, das große Geheimnis zu wahren. Hut ab, Community.

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Beitrag von Mythraelis » 30.01.2008 08:42

Zu den Bewertungskriterien:
Das mit der Nostalgie, die ich auch gern mal heranzitiere, finde ich nicht verkehrt.

Ich halte es daher wie einige andere Vorredner wichtig, dass jeder der Punkte abgibt, einen Kommentar dazu schreibt. Weil das ist für mich dann eventuell ein Grund AB auch als Meister mal anzufangen, was ich noch nicht kenne. Ich sehe das hier auch als Spielempfehlung an. Und da zählt für mich auf einer Skala von 1-10 der Kommentar in die 10er Region und die Punktwertung tendiert gegen 1. (1-unwichtig, 10 wichtig).

Aber das ist meine persönliche Sichtweise, ich würde nicht wollne, dass ihr deswegen euer Bewertungssystem ändert owai.

lg an alle
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Beitrag von Myr-Varnion » 30.01.2008 09:30

Man darf nicht vergessen, dass im Erscheinungsjahr DER Kaiser tatsächlich noch der unumstritten mächtigste Mann Aventuriens war und auch entsprechend dargestellt wurde. Gerade mit dem Wechsel vom alten Ausbau-Spiel zum Land des Schwarzen Auges wurde dieser mächtige Mann ja auch plötzlich nicht mehr als Reichszugrunderichter sondern als strahlender Herrscher beschrieben.

Heute wäre das ganz anders: stellt Euch vor, das Abenteur zielte auf Rohaja ab. Die Helden wären nur Baustein eines Planes in einem grauen Aventurien.

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Beitrag von Kerstion Lewe » 30.01.2008 12:50

Athax Erbe hat geschrieben: Das ist eben genau das Problem von diesem Abenteuer: Wenn man die Rolle des Kaisers und die Folgen eines Kaisermordes so konsequent dargestellt hat, wie Du es hier tust (und wie ich es zumindest nicht für sehr übertrieben halte), dann ist die logische (und für die mit Abstand meisten Charaktere auch rollengerechte) Konsequenz eigentlich: lieber gehe ich an den Folgen dieses Zaubers zugrunde (oder suche mir eine andere Möglichkeit des Ablebens), als tatsächlich den Kaiser zu töten....
Das stelle ich gar nicht in Frage, definitiv eine Hürde. Schön übrigens, daß Du die Rolle des Kaisers ähnlich siehst. :)
Athax Erbe hat geschrieben: Wenn diese Moralische Schranke erstmal gefallen ist (und das muss sie eben, um das Abenteuer spielen zu können), ist die Rolle des Kaisers unweigerlich entwertet...
Da dies jedoch durch einen Beherrschungszauber ausgelöst ist, der auf den Geist Einfluß nimmt, verhält es sich imho nicht wie Du beschreibst. Vielmehr geht die moralische Schranke wieder jhoch, sobald der Zauber von den Helden abfällt. Aber das ist sicher Auslegungssache - bei mir habe ich zu eindringlichen Beschreibungen ihrer Gefühle davor und danach gegriffen, um es den Spielern deutlich zu machen.
Doc Sternau hat geschrieben: @Kerstion Lewe: Naja, du hast da glaube ich ein sehr Mittelreich-zentriertes Aventurienbild. Den Kaiser umzubringen ist zwar nicht unbedingt die schlaueste Sache, die man machen kann, trotzdem gibt es einen ganzen Haufen Nicht-Mittelreicher (und auch Mittelreicher), die Hal bei guter Gelegenheit einen Kopf kürzer machen würden..
MR-zentriertes Aventurienbild: Gebe ich Dir recht.
Ich gehe bei meiner Betrachtungsweise jedoch eher vom irdisch-mittelalterlichen Kaiserbild aus, an das MR angelehnt ist. Das Mittelalter definiert sich quasi über die Frage: "Was ist ein Kaiser?" Imho ist es also unzulässig, über die Position eines starken Kaisers (der Hal damals war), zu diskutieren. Siehe auch Myr-Varnions Kommentar.
Ein Kaiser mit vielen Feinden allerdings, fast am Rande eines Beinahe-Bürgerkrieg (Szenario: Rohaja-Selindian), in diesem Szenario würde ich Dir zustimmen. Aber Hal zu der Zeit damals war eher eine Ikone als ein lebendiger Mensch, ein Attentat auf ihn sollte somit in sehr sehr weite Ferne im Geiste eines Mittelreichers rücken.
@Athax: diesen Punkt hast Du bereis auführlich angeführt, wenn ich Dich richtig verstanden habe.

Doc Sternau hat geschrieben: Und auch Zwöfgöttertreue können problemlos eine Motivation finden: Hals Vergöttlichung - die letzte Kaiserin, die sowas gemacht hat, war Hela Horas und welches Schicksal die genommen hat, ist hinlänglich bekannt.
Der Meinung mag man sein, Doc, aber Mord kommt für die meisten der Zwölfgöttertreuen sowieso nicht in Betracht. Praios würde eher einen Rechtsprozeß anstreben, Rondrianer würden einen offenen Schlagabtausch bevorzugen, Kor möglicherweise nicht (kenne ich nicht so gut), Phex ist eher gegen Gewalt, von den meisten anderen Göttern mal ganz zu schweigen. Ich denke nicht, daß Hals Vergöttlichung allein ein Argument wäre, Hal zu töten auf solch hinterlistige Meuchel-Weise.

Wenn er wie Hela-Horas jedoch am laufenden Meter Dämonen beschworen und Tausende umgebracht hätte, dann sähe die Sache sicher anders aus. Hat er aber nicht, statt dessen ist relativ klar gewesen, daß es ein Versuch war, seine Position weiter auszubauen (beeinflußt durch einen hinterlistigen Ratgeber). Immerhin wird er im Jahre 35Hal (bzw. "heute") als "Friedenskaiser" bezeichnet. In diesem Titel spiegelt sich die Einstellung der Bevölkerung des MR eher wider.

Hane hat geschrieben:Die praiosgefällige Ordnung war die männliche Erbfolge. Man hat in dem Moment also eine Betrügerin und Frevlerin wider Praios Ordnung vor sich.
Bei extremen Ordnungsverfechtern soll DAS zum Mord führen? Nicht stark genug. Die Inquisition rufen, das vielleicht. Aber das Unrtecht durch Umgehung der Instanzen mit eigenem Unrecht wieder gut machen? Glaube ich nicht.
Hane hat geschrieben:Mich störte an dem Ende, dass die Spielerfiguren überleben. Sie haben es mit Meisterfiguren zu tun, die skrupellos genug sind, ein ganzes Reich zu betrügen, eine Riesenintrige anzuzetteln. Und die sollen dann das Leben einiger dahergelaufener Attentäter verschonen, die die ganze Sache auffliegen lassen können?
Allerdings, das ist auch ein Punkt, der mich stört. Unrealistisch, aber wir sind ja in einem heroic-Fantasy-Setting. :wink:
Lythana hat geschrieben: Am besten gefällt mir an dem Abenteuer, dass es den Spielern über Jahre gelungen ist, das große Geheimnis zu wahren. Hut ab, Community.
Das hat mich ebenfalls am meisten beeindruckt. Finde ich super! 8)

Minual
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Beitrag von Minual » 30.01.2008 16:05

Das war unser erstes AB in meiner aktuellen Gruppe und mein erstes DSA-AB überhaupt.
Ich fand es sehr gelungen und sehe von meinem jetzigen Wissensstand keine größeren Mängel.

Athax Erbe
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Beitrag von Athax Erbe » 30.01.2008 18:25

Da dies jedoch durch einen Beherrschungszauber ausgelöst ist, der auf den Geist Einfluß nimmt, verhält es sich imho nicht wie Du beschreibst. Vielmehr geht die moralische Schranke wieder jhoch, sobald der Zauber von den Helden abfällt. Aber das ist sicher Auslegungssache - bei mir habe ich zu eindringlichen Beschreibungen ihrer Gefühle davor und danach gegriffen, um es den Spielern deutlich zu machen.
Ja, das könnte tatsächlich als Erklärung funktionieren.
Leider jedoch vermutlich nur bei den Helden, nicht bei den Spielern, denn wenn die Rolle des Kaisers so gesehen wird wie von uns beiden, dann führt das in der Anfangsphase des Abenteuers nahezu unweigerlich zu ausgiebigen Diskussionen, ob es denn nun vertretbar ist dem Zwang nachzugeben/den Kaiser zu töten oder eben nicht.
Wenn diese Diskussion zu dem Ende kommt, das ein Fortführen des Abenteuers ermöglicht, sind nicht nur die Helden, sondern eben auch die Spieler letzten Endes bereit den Kaiser zu töten. Für die Helden kann das mit der Beeinflussung die letztlich endet wieder gutmachen, aber die Haltung der Spieler dürfte sich bleibend verändert haben... (war jedenfalls bei uns so)
Gerade deswegen war ich auch wirklich erschüttert über Brins Tod, denn in ihm sah ich Jemanden, der tatsächlich aufgrund seiner Persönlichkeit die "Kaiserwürde" wiederherstellen konnte (was eben von allen anderen Kaisern/Kandidaten der letzten Zeit keiner kann/konnte; selbst Reto nicht, und erst recht nicht Rohaja...)

Wie auch immer, trotz dieser Probleme sehe ich das Abenteuer immernoch eher positiv, und was die "Geheimhaltung" durch die Spielerschaft angeht kann ich meinen Vorrednern nur zustimmen, wirklich beeindruckend. Vielleicht ist es auch dieser Flair des großen Geheimnisses bzw. das Gefühl zum Kreis der Eingeweihten zu gehören, das mich dieses Abenteuer über die Jahre so positiv sehen ließ...

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Olvir Albruch
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Beitrag von Olvir Albruch » 02.06.2008 12:54

Nunja, gestern haben wir das AB beendet, ging bei uns insgesamt recht schnell, wir haben vll 10-15 Stunden gespielt.

Interessanter Weise haben meine Spieler dem Railroading in fast allen Punkten perfekt in die Hände gespielt:
Den Magischen Zwang (tm) bspw. legten sie am Anfang gar als etwas positives aus, dass ihnen den Weg in die richtige Richtung weisen will!:censored:

Die Passage in Gareth habe ich komplett gestrichen, indem die Helden einfach schon vorher aus einem aventurischen Boten von der kaiserlichen Reise ins Bornland erfahren haben.

Bis dahin lief auch alles ganz gut, irgendwann begannen sie zu begreifen, wie sehr der Zwang an ihnen nagt.
Verdammt spaßig war auch ihre gesamte Tarnung um auf den Ball zu kommen:
Schließlich standen auf der Gästeliste des Majordomus Stoltin Gureinzig (so ein geiler NSC!:lol: ) der Weibel Berniald "Stahlbart" Sohn des Bengram mit seinem elfischen Herold, einem al'anfanischen Leibwächter und nem Leibmagus aus Mirham.
Alles in allem zwar nicht sonderlich plausibel, doch wollte ich den Helden zumindest an dieser Stelle mal nen Erfolg mit eigenen Mitteln gönnen.

Auch auf die Idee dem Kaiser in seinen Gemächern aufzulauern, kamen sie recht bald, wobei hier aber dann vermutlich auch dem letzten Spieler auffiel, dass ja wirklich fast alles vorgegeben ist in diesem Abenteuer.

Als es dann schließlich zum Attentat kam, war ich vermutlich nervöser als meine Spieler und irgendwie fiel bei ihnen die große Erstaunung aus...
Und wieder einmal merkt man, dass viele Abenteuer nur ihre volle Wirkung entfalten, wenn man sich mit Aventurien gut auskennt.

Insgesamt fand ich das Abenteuer nicht schlecht, doch gab es abgesehen von wenigen Ausnahmen nicht viel, was die Spieler (eigenständig) tun können, auch der Ball kann für gewöhnlich nicht viel Begeisterung wecken, da so etwas für die Spieler eher ermüdend ist.

Konzentriert man sich auf wenige NSCs, die den Helden dann auch ein wenig auf den Sack gehen, bspw. der nervige Majordomus oder die beleibte Baronin, die die Finger nicht vom Magus lassen konnte, bekommt man durchaus ein wenig Leben in die Bude, ansonsten ist das Abenteuer tatsächlich nur Durchschnitt.
Doch allein auf Grund der Pointe sollte man es gespielt haben!;)

Von mir gibt es 3 Punkte, aber das auch nur auf Grund des genialen Endes und dem großartigen Schlossplan.

MfG,
Olvir Albruch

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Alrik_der_Erste
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Beitrag von Alrik_der_Erste » 20.08.2008 02:59

Wir haben das Abenteuer vor einiger Zeit gespielt, zwei Spieler kannten die Auflösung schon, zwei nicht (einer davon war ich).

Man muss sagen, dass da ziemlich viel an den Haaren herbei gezogen ist - unser Meister hatte Glück, dass wir alle das verzauberte Schriftstück von selbst angefasst haben. Sonst wäre es wohl schwer geworden, dass durch sechs oder sieben Charakterhände gleiten zu lassen. Zum Glück wurde die Gareth-Episode auch weggelassen - unsere Gruppe war hochrangig genug (ein Baron, der Rest Junker, eine Rittmeisterin der raulschen Armee) und dem Haus Gareth gut genug bekannt, um in Ilmenstein problemlos reinzukommen.

Auch haben wir Hal nicht in der Badewanne angetroffen, sondern in seinem Bett. Als mir die...biologische Unzulänglichkeit ;)... des Kaisers beschrieben wurde war mein aller erster Gedanke "Okay, der KGIA weiß, dass wir verzaubert sind und hat mittels Illusionszauber den Beherrschungszauber gebrochen", das habe ich auch laut ausgesprochen. wenn Hal einfach auf dieser Schiene mit geschwommen wäre, wäre sein Geheimnis gewahrt gewesen und er hätte friedlich weiter regieren können. Hätte nur die Auflösung völlig zerschossen. Man darf als Spieler an der Stelle also nicht sehr kreativ sein bzw. bestraft sich damit selbst, wenn man die Auflösung deswegen nicht erzählt bekommt.

Warum Hal uns nach dem fehlgeschlagenen Attentat dann seine Lebensgeschichte erzählt und wir völlig straffrei ausgingen und nicht vorsichtshalber in den Kerker geworfen wurden (oder einen starken memorabili falsifir abbekommen haben), bleibt wohl auch ein Geheimnis der KGIA.

Fazit: Die Auflösung ist super, aber wenn wir ehrlich sind, ist das ein besserer Roman denn ein AB. Oder aber man muss die Story komplett umkremplen und nur die Auflösung behalten - man muss den Kaiser ja nicht gleich töten wollen, um an das Geheimnis zu kommen. Vielleicht wäre es sinnvoller, einer hochrangigen Gruppe wie der unseren nicht lieber einen Leibwächterjob auf dem weg nach Ilmenstein zuschustert. Muss ja gar nciht für Hal darselbst sein, kann ja auch für einen Mätressen SKH sein und man gerät irgendwie zufällig in eine intime Situation oder sowas. Jedenfalls ein AB, was ich als Meister gründlich umgebaut hätte: 2 Sterne.

Andromaxus
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Re:

Beitrag von Andromaxus » 19.10.2011 23:17

Kerstion Lewe hat geschrieben:
Hane hat geschrieben:Die praiosgefällige Ordnung war die männliche Erbfolge. Man hat in dem Moment also eine Betrügerin und Frevlerin wider Praios Ordnung vor sich.
Bei extremen Ordnungsverfechtern soll DAS zum Mord führen? Nicht stark genug. Die Inquisition rufen, das vielleicht. Aber das Unrtecht durch Umgehung der Instanzen mit eigenem Unrecht wieder gut machen? Glaube ich nicht.
Ok. Nehmen wir also an, dass die Helden lediglich Hals Geheimnis aufdecken und eine Gerichtsverhandlung anstreben. Die Folge wäre, dass Hal und Alara wegen Hochverat geköpft werden. Brin wird nach Al'Anfa verbannt (Es gibt keinen Beweis, dass er Retos Sohn ist und Bastarde erben eh nicht). Answin von Rabenmund landet auf dem Thron. Ist diese Lösung besser?

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Olvir Albruch
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Beitrag von Olvir Albruch » 20.10.2011 07:26

Andromaxus hat geschrieben:Answin von Rabenmund landet auf dem Thron. Ist diese Lösung besser?
Ja, auf jeden Fall! :lol:

MfG,
Olvir Albruch
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Re: Re:

Beitrag von Andromaxus » 20.10.2011 11:06

Olvir Albruch hat geschrieben:
Andromaxus hat geschrieben:Answin von Rabenmund landet auf dem Thron. Ist diese Lösung besser?
Ja, auf jeden Fall! :lol:
Damit könntest du sogar Recht haben. Ohne die Wirren der Answinkrise wäre das Reich sicherlich besser auf den Einfall der Orks und auf die Wiederkehr Borbarads vorbereitet gewesen. Obwohl in diesem Fall die Möglichkeit bestanden hätte, dass Albernia Unabhängigkeit angestrebt hätte.

Eigentlich hatte ich mit "besser" gemeint: "Bringt die kanonische geschichtsschreibung nicht völlig durcheinander."

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