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A 147.1 Firun wählt

Hier können DSA-Abenteuer bewertet und bereits bewertete Abenteuer eingesehen werden.
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Robak
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A 147.1 Firun wählt

Beitrag von Robak » 14.04.2008 13:08

Dieser Thread ist zur Bewertung und Diskussion der Inhalte des Abenteuers A147.1 Firun wählt von Michael Masberg vorgesehen, das 2006 im Band A 147 "Ehrenhändel" erschienen ist.

Bild

Vielleicht hast du Erfahrungen mit dem Abenteuer gemacht, die du mit anderen Usern teilen möchtest, hast Tipps oder Fragen oder möchtest einfach nur allgemein deine Meinung zum Abenteuer kundtun oder deine Bewertung begründen. Der Thread ist deshalb auch zur Diskussion des Abenteuers vorgesehen.

Ansonsten gilt:
Bitte nur dann abstimmen, wenn du das Abenteuer als Spieler oder Spielleiter erlebt oder es zumindest gelesen hast!
Wenn dies nicht der Fall ist, dann stimme bitte nicht ab. Vielleicht spielt ihr das Abenteuer in einigen Monaten und du möchtest dann abstimmen.

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Grund: Bildlink + Link auf Wiki korrigiert

Heldi
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Beitrag von Heldi » 14.04.2008 13:28

Beim Lesen empfand ich es als sehr bieder, den Waldteil als völlig unpassend, wiewohl ich die Idee eines Jagdwettkampf eigentlich im Ansatz sehr gut fand. Aber das hätte man viel deutlicher als harte Jagd und Probe Firuns darstellen müssen (mit entsprechenden Ausarbeitungen und Hilfestellungen im Abenteuer), statt die Helden im erstbesten dunklen Märchenwald wieder auf....... (ihr wisst schon)

Von mir gibt es 1,6 Punkte.

Svea
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Beitrag von Svea » 16.04.2008 11:03

Ich bewerte das Abenteuer mit der goldenen Mitte. Einerseits hatte es sehr schöne Szenen, anderseits solche, die überhaupt nicht funktionierten wie geplant.

Ablauf in meiner Gruppe:
Am Einstieg (obwohl sehr einfach aufgebaut) und am Fest ist nichts auszusetzen.
Einzig entstand ein schlechter Nachgeschmack als die Helden fragten, ob sie denn auf sich selber Wetten durften. Die Spieler erwarteten, dass sie in einem solchen Abenteuer gar nicht verlieren konnten. (Das mag auch daran liegen, dass diese Gruppe noch nie eine richtige Niederlage erlitten hat.)

Leider kam dann auch auf der Jagd selber keine Anspannung auf, dass sie dennoch verlieren könnten. Obwohl keine geeigneten Tiere gesichtet wurden und obwohl sie das Gerücht von Wulfmine hörten, streiften sie Siegesgewiss durch den Wald. Ob dies daran liegt, dass ich als Spielleiter versagt habe oder, dass das Abenteuer zu wenig Hilfestellung liefert, ist mir nicht ganz klar.

Um die Helden in die Brache zu locken habe ich zur Holzhammer-Methode zurückgegriffen, als ich merkte, dass kein Frust aufkam. Ich glaube nicht, dass eine Heldengruppe freiwillig in die Brache geht, nur weil sie einen Bären gesichtet haben.

Die Brache selbst war dann der Höhepunkt des Abenteuers, mit vielen spannenden Szenen. Besonders empfehlenswert ist der Auftritt der Leiche von Gyldana.

Nach dem Teil der Brache war die Jagd auf den Hirschen irgendwie nur noch nebensächlich und bestätigte das Vorurteil, dass die Helden schlussendlich ja doch noch gewinnen müssen.

Die "Gerichtsverhandlungen" auf dem Schloss erzielten auch nur bedingt die Wirkung, die vom Abenteuer vorgesehen war. Die letzte Intrige Wulfmins erzeugte keine Spannung. Das Wort einer Adeligen stand gegen das Wort einer anderen Adligen (in meiner Gruppe sogar gegen zwei Adelige). Auch hier gelang es nicht das Gefühl einer möglichen Niederlage zu erzeugen.

Fazit:
Schlussendlich ergab sich ein seltsames Gebilde, das wie aus zwei Abenteuer zusammengebastelt erscheint. Der Teil in der Brache könnte auch ziemlich unabhängig vom Rest des Abenteuers gespielt werden. Der Zusammenhang mit Firun war für meine Spieler nicht wirklich ersichtlich. Die eigentlichen Jagdteile des Abenteuers erschienen sehr nebensächlich. Es war für mich auch unmöglich zu entscheiden welcher der Helden sich am firungefälligsten verhalten hatte, um ihm dann den Hirsch als Belohnung zu präsentieren.

Das ausserhalb der Brache kein "spannendes Abenteuer" entstand mag auch sehr Gruppenspezifisch sein und/oder an schlechter Meisterleistung liegen. Mir ist es jedenfalls nicht gelungen die beiden Teile in einen tieferen Zusammenhang zu bringen, der auch für die Spieler ersichtlich ist. Somit hat der Teil in der Brache den Rest des Abenteuers ziemlich überschattet. Vielleicht wären zwei unabhängige Abenteuer besser gewesen.

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Rogal von Dorn
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Beitrag von Rogal von Dorn » 16.04.2008 12:57

Bei uns hat die Jagd damals sehr gut funktioniert. Meine Helden waren gut aufgelegt und haben sich voller Eifer auf das firunsche eingelassen...

...zudem ergab scih auch eine wunderbar spannende Jagd mit dem immer wieder entwischenden Hirschen.


Die Brache auch, aber das Brachenfinale mit dem bösen "Endgegner" hingegen nicht wirklich...

Nach den Panik und Gruselszenen der Brache war so ein Kampffinale etwas zu viel denke ich.

Die Gerichtsverhandlung musste ich stark abkürzen bzw. wegnehmen - hatte aber auch Adlige in der Gruppe.

Zusätzlich hatten meine helden jedoch dafür am Fest vor der Jagd viel Spass und ich konnte die beiden (ziemlich gut ausgearbeiteten) adligen Konkurentinnen gut darstellen.


Alles in allem ein nettes Abenteuer - und der mitspielende Ritter Leodan Firufalk von Ehrenstein (einer meiner Mitspieler) freut sich nochimmer über das Tiergewand und das Training im Lanzenreiten das er nehmen konnte.

Fazit - ein Gut vom Baron von Dorn 8)


Rondra zum Gruße

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JR
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Beitrag von JR » 24.05.2008 07:59

Ein ganz nettes Abenteuer mit interessanten Meisterpersonen, das durch die entsprechende Darstellung der Brache enorm gewinnen kann. Es erscheint mir deutlich gefährlicher und kampflastiger als das durchschnittliche DSA-Abenteuer - allerdings glaube ich, dass die Gerichtsverhandlung als Ende enorm frusten kann.

Keideran Labharion
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Beitrag von Keideran Labharion » 30.05.2008 15:47

Als Autor interessieren mich Erfahrungsberichte natürlich brennend, vor allem, was funktioniert und was nicht. Ich selbst habe das Abenteuer zweimal geleitet, einmal auf der RatCon und dann in meiner privaten Runde.

Mit dem finalen Finale bin ich übrigens selbst nicht so richtig zufrieden, vor allem rückblickend hätte mir sicherlich was Besseres einfallen können. :wink: Vor allem wäre es sicherlich spannender gewesen, das Finale offener zu gestalten. Learning by doing ...

Aber es freut mich auch zu lesen, dass die Charaktere angekommen sind und es auch genug Szenen gibt, die Spaß machen.

Shihayazad
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Re:

Beitrag von Shihayazad » 07.04.2009 18:45

Keideran Labharion hat geschrieben:Mit dem finalen Finale bin ich übrigens selbst nicht so richtig zufrieden, vor allem rückblickend hätte mir sicherlich was Besseres einfallen können. :wink:
Ich werde es in Kürze leiten, wie würdest du es denn heute machen? ;)

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Luzifel
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Re: A 147.1 Firun wählt

Beitrag von Luzifel » 07.06.2009 12:52

Hab das Abenteuer letzte Woche geleitet mit einer recht frischen Heldengruppe und die mal richtig gefordert bei den Kämpfen. Einer der Spieler meinte im Finale ob er schonmal ein Total-Party-Kill-Schild malen soll ^^ Endlich mal spannende Kämpfe also ;)

Die Gruppenzusammenführung hat wunderbar dank der Räubergruppe funktioniert. Räubergruppen mit Namen sind aber auch viel besser als die üblichen namen- und gesichtslosen Schergen, die sonst zusammengefaltet werden ^^

Das Fest lief gut ab. Die Kleine mit der grünen Haarsträhne wurde sofort ins Herz geschlossen als sie auftrat und lieferte später eine super Motivation sie zu retten ("DER TYP IST SOO TOT!", um mal meine Spieler zu zitieren). Die Szenenangebote auf dem Fest und die Beschreibungen hab ich ausgiebig ausgeschlachtet und der Höhepunkt waren die Auftritte der Gruppensharizad und die kranke Geschichte um Harkola (geile Figur übrigens) nach der sich alle dachten, dass der Dichter zu Recht aus dem Horasreich geworfen wurde ^^

Die Jagd war sehr frustrierend für die Spieler, da sie bei mir nicht so dreist sind zu glauben, dass sie immer gewinnen - und tatsächlich würden sie das nicht, wenn sie sich dumm anstellen. Die Jagdszenen selbst habe ich kurz gehalten, da ich keinen Plan hab wie man sowas spannend macht - hoffentlich erlebe ich sowas mal bei Gelegenheit, damit ich das an meinen Spieltisch verfrachten kann ^^

Die Helden waren zwar nicht allzuglücklich in die Brache zu müssen wegen dem Bären aber verzweifelte Zeiten erfordern verzweifelte Mittel, also sind hinterher und haben den Köder geschluckt. Die tote "Jägerin" hab ich noch sehr krass ausgeschmückt, so dass allen sofort bewusst war, dass es jetzt fies wird und als sie dann trotz meisterlicher Orientierung des Jägers nichtmal ihren eigenen Spuren nach Draußen folgen konnten, kam langsam Angst auf und dann hab ich die ganzen dystopischen Szenen im Abenteuer abgefeuert und sogar noch ausgebaut. Hab selten erlebt, dass Spieler Angst haben, aber es hat mal funktioniert bei dem Abenteuer ^^ Ein Höhepunkt war übrigens, das Kultistendorf, dass alle richtig irritiert hat.. Super ^^

Die Begegnung mit Harkola und dem Hetzer war dann auch ziemlich extrem, da die Charas versucht haben das Monster umzulegen und das nicht geklappt hat und dann der Kampf gegen 14 Krähen (lame), 3 Waldwölfe (lame) und die 2 Kampfhunde (MEIN GOTT HABEN DIE DEN GRUPPENKRIEGER ZERLEGT!!) sowie den Hetzer selbst war sehr spannend und Harkola selbst hat eine sehr düstere Spannung aufgebaut, so dass sogar irgendwann die Frage mit dem Total-Party-Kill-Schild kam - hat also super funktioniert bei mir, um den ganzen Angststress der Brache abzubauen und so Spielerfrust zu bewältigen.

Auf dem Weg raus empfand man den Hirsch zurecht als mögliche Belohnung Firuns weil man das Angebot des Waldmonsters ausgeschlagen hatte und außerdem tapfer durch die Brache kam. Auch diese Jagd habe ich nur beschrieben als relativ schwer und hart und dann schleppte man sich mit der Leiche der "Jägerin", dem Schwert des HEtzers und dem riesigen Hirsch zurück zum Junkergut wo dann die versammelte Mannschaft mit der Klage saß, und alle Gesichtszüge der Spieler und Charas entgleisten. Der Thorwaler KRieger war ingame so sauer, dass er von den Wachen niedergeschlagen werden musste. ^^
Die Beweise die sie mitgeschleppt hatten konnte man so oder so drehen und ohne Adligen abgesehen von der Ritterin war alles dann Mau. Die Kompetenzritterin hat dann irgendwann ein Göttinenurteil verlangt und alles verlief nach Plan mit dem Zurückziehen der Klage und allem. Der Schwertgeselle hat im Anschluss im Duell die böse Junkerin gefaltet und war damit sehr glücklich ^^

Alles in allem hätte ich dem gespielten Abenteuer 5 von 5 gegeben - nach dem Buch kriegt es immernoch 4 von 5 und ein großes Lob an den Autor, da ich kranken Scheiß wie die Geschichte des Horasiers um Harkola ja sehr zu schätzen weiß und weil das Abenteuer einfach mal schön gestrickt ist und gerade am Schluss Wendungen hat, die den Spielern die Gesichter entgleisen lassen ^^


Grüße, Luzifel der jetzt gleich Wählen geht ^^


PS: Hab das Abenteuer vor das Jahr des Feuers verlegt und Barnhelm von Rabenmund schlichtweg durch den Firun-Fan und Lebemann Orsino von Falkenhag ersetzt. Da sie noch am JdF vorbeischlittern werden, passt das auch ganz gut ^^

Anyamir
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Re: A 147.1 Firun wählt

Beitrag von Anyamir » 14.11.2009 12:55

Vorbildlich ist der Umgang mit der Gleichberechtigung: Entgegen allen Rollenklischees sind es hier zwei Frauen, die sich um eine männliche Zicke streiten. Und das durchaus glaubwürdig und plausibel! Insofern ist für die richtige Motivation der Helden gesorgt.

Das Abenteuer ist allerdings insgesamt nichts Besonderes: Fest und Jagd wirken etwas uninspiriert, die Brache hatten wir auch schon in ähnlicher Form. Es wird eine Ingame-Geschichte erzählt, die natürlich Plotrelevanz besitzt. Dass das Ganze funktionieren kann, zeigen obige Rezensionen. Bei mir springt der Funke aber nicht über, weshalb ich auch kaum Lust verspüre, es zu leiten.

Trotzdem: Für eine Einführung in die garethische Adelsgesellschaft und deren Treiben und Probleme ist das AB gut geeignet. Außerdem bietet es Abwechslung, spannende Momente und lässt sich leicht in eine laufende Kampagne integrieren. Insgesamt gute drei Punkte. Ehrenhändel ist somit für mich überraschenderweise die erste mir bekannte Anthologie, die keinen Ausfall zu verzeichnen hat (und das, obwohl mir die zugehörige RSH nicht besonders gefallen hat). Kauf-/Spielempfehlung!
Zuletzt geändert von Anyamir am 22.01.2012 10:39, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: A 147.1 Firun wählt

Beitrag von Lumak » 26.11.2009 11:59

Ich hab das AB für meine Bornlandgruppe umgemodelt. Eigentlich hab ich nur Harkola verwendet, aber es waren recht gute Anregungen dabei, wie es auf einer adeligen Jagd zugehen könnte. Die Geschichte von Harkola hat dabei ziemlich gut eingeschlagen :)
Zufällig war für meine Gruppe die anschließende Verhandlung samt Götterurteil genau richtig, da sich die Gruppe mit falschen Namen unter das Adelsvolk gemischt hat (sie wollten im Laufe der Jagd eine Verschwörung rund um den Wappenkönig ausforschen).
Alles in allem eine schöne Jagd :)

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Re: A 147.1 Firun wählt

Beitrag von Praiokles » 05.08.2010 15:03

Wie ich finde es gutes, schöne sund solides Abenteuer. Die Einstiegsmotivation fand ich nicht optimal, vielleicht sollte man das etwas Überarbeiten. Die Brache und die Intrige fand ich gelungen, dazu schöne Abwechslung (Reise/Höfisches/Jagd/Übernatürliches). Meiner Gruppe hat es Spaß gemacht, auch wenn wir eigentlich keine günstigen Charactere für eine Jagd dabei hatten, wobei das der Motivation und der Erklärung in die Brache zu gehen geholfen hat.

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Re: A 147.1 Firun wählt

Beitrag von Na'rat » 05.08.2010 15:22

Schwierig, das Thema war an sich sehr nett, alles schön ritterlich. Nur stinkt die Truppe der Antagonistin geradezu nach Schergen (Elf, Zwerg, komischer Kautz) und die Sache hebt sich mit Tiergewand, dämonisches Irgendwas dann sehr deutlich vom ritterlichen Setting ab.

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Re: A 147.1 Firun wählt

Beitrag von Hanfmann » 02.03.2011 13:19

Ich fand das Abenteuer eigentlich ganz gut (4).
Ich habe es als Auftaktabenteuer zu Simyala verwendet und mit dem ersten Abenteuer dort verwoben (Reichsforst statt Brauche, etc.). Die entsprechenden Hintergründe und Personen bekommen so noch ein paar interessante Facetten.
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ladidadi
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Re: A 147.1 Firun wählt

Beitrag von ladidadi » 04.11.2011 15:12

Habe das Abenteuer gestern als SL fertig gespielt. Es hat mir sehr gut gefallen. Ich habe eine Reihe von Dingen an meine Spielgruppe angepasst (das tue ich immer), aber die Story hat gut gefallen. Von mir gibt es 4 Punkte. Ein paar Anmerkungen:

- Den Einstieg fand ich fast etwas zu typisch (man kämpft gemeinsam mit einem NSC gegen Räuber). Habe ich auf meine Gruppe angepasst und eine Spielerheldin als alte Bekannte aus Akademie-Zeiten von Kedia von Sturmfels gesetzt, die per Brief eingeladen und um Hilfe gebeten wird.
- Marbos polarisiert ziemlich. Meine Gruppe wollte Kedia ausreden, so einen Larifari zu heiraten. Damit sollte man rechnen. Es ist als Mann rollenspielerisch recht schwer, eine in einen Schönling verliebte Kriegerin darzustellen, ohne albern zu wirken ;)
- Bei der Jagd am Anfang ist etwas kritisch, dass gesetzt ist, dass man nichts findet. Wenn man, wie vom Autor angeregt, die Regeln für die Jagd schon verwendet, sollten die Helden auch eine faire Chance kriegen, etwas zu finden.
- Ich habe das Verfolgen des Bären in die Brache auch dadurch ersetzt, dass Herdan gesichtet wird, wie er mit Lidda in die Brache reitet.
- Das Spiel in der Brache sollte man gut vorbereiten bzw. sich viele Ideen brainstormen. Das ist immerhin eine DER unheimlichen Orte in Aventurien, da sollte man schon einige Geschütze auffahren. Die Geisterlegionen und Moorleichen haben ganz gut funktioniert.
- Vistella die Firungeweihte kann im Gespräch am Anfang mitteilen, dass sie eher nach Gefährlichkeit entscheiden wird, welche Beute die bessere ist. nach der Brache kriegt man nun aber einen Hirsch als DIE Beute vorgesetzt. Klar, das ist eine tolle Trophäe, auch die Werte von dem Tier taugen was, aber so richtig konnte ich mich mit Hirsch als firungefälliger Beute nicht anfreunden. Meine Vorschlag: Entweder ganz profan einen riesigen Keiler oder mit einem weiteren Fantasy-Element mal einen Baumdrachen.

Ansonsten: Daumen hoch!
Fighting dragons in my mind just for kicks
DM says you're gonna die,roll a D6

Thargunitoth
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Re: A 147.1 Firun wählt

Beitrag von Thargunitoth » 21.01.2012 13:26

Ich empfand das Abenteuer als ziemlich schlecht. Der Plot war in großen Teilen vorgegeben, die Jagd war durchstilisiert, der Teil in der Dämonenbrache typisches railroading, wobei die Pseudowahlmöglichkeiten von Harkula das nur unterstrichen, das Auftauchen des Hirschs das nächste Klischee und die letztendlichen Anschuldigungen einfach nur haltlos, weil halbtote SCs die fast verblutend von der Jagd zurückkommen sicherlich keine Pakte geschlossen haben.

1 Punkt.
Zuletzt geändert von Thargunitoth am 21.01.2012 13:28, insgesamt 1-mal geändert.
RIP: Katalonienthread :-(

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Marbrit Telpers
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Re: A 147.1 Firun wählt

Beitrag von Marbrit Telpers » 01.07.2012 11:24

(Cool, mein erster Post!)

Also, ich habe das Abenteuer gestern zu Ende geleitet und habe ihm 4 Punkte gegeben.
Ich empfand die NSC als gut ausgearbeitet, so dass es schnell gelingt, bei den SC die erwünschten Reaktionen auszulösen.
Die Schwachstellen/Schwierigkeiten sehe ich darin, zunächst bei der Jagd die Enttäuschung über den mangelhaften Jagderfolg herauszuarbeiten, ohne Langeweile aufkommen zu lassen. Schlüsselerlebnis war hier, dass ich die SC längere Zeit die Spur eines Hirschen verfolgen liess, bis kurz vor Erfolg ein Schäfer seine Schafherde über die Spur geführt hatte- der Schäfer hätte wohl nicht gedacht, dass er heute noch von einer Thorwalerin durchgeschüttelt würde :)
Eine weitere Schwachstelle sehe ich, wie viele hier, in der Verfolgung des Bären in die Brache. Hat bei mir gut geklappt, aber ich kann mir vorstellen, dass man da Probleme bekommen kann.
Diese Schwächen werden aber wiederum durch die Brache und das fantastische Wesen Harkola ausgeglichen. Durch die Bardengeschichte während des Banketts gab es ein gewisses Mitleid für Harkola, welches durch dessen Grausamkeit zu noch größerer Abscheu durch die SC führte.
Das Ende habe ich in zwei Stellen abgeändert, was ich irgendwie passender fand und auch gut funktionierte: Ich liess den grossen Hirsch am Ende wirklich als Geschenk Firuns erscheinen, indem es sich den Helden quasi als Beute "hingab". Das machte ich teils gezwungen, weil die SC schon sehr verhauen waren, aber es gefiel mir auch gut, weil der Aspekt der Belohnung für gutes Verhalten deutlich wurde.
Da ich es schön fand, in der Gegend um Gareth eine Erzfeindin aufzubauen, änderte ich das Ende auch etwas ab, indem Wulfmin kaltblütig auf ein zweites Gottesurteil eingeht, weil sie denkt, sie hätte mit ihrem überlegenen rhetorischen Können bei der Auslegung eines Gottesurteils Vorteile.
Kurz zusammengefasst: Das Gottesurteil führt bei Wulfmin zu entstellenden Erfrierungen im Gesicht und die SC haben eine Feindin fürs Leben.

Also: Uns hat es viel Spass gemacht und ich finde das Abenteuer empfehlenswert. Deshalb 4 Sterne.

P.S.: Da ich seit 1995 kein DSA mehr gespielt habe und dies mein erstes Abenteuer seitdem war, wäre ich über Kritik an meinen Änderungen und ob diese mit dem heutigen Bild von Aventurien zusammenpassen, dankbar!
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Re: A 147.1 Firun wählt

Beitrag von Dr. Arca » 03.07.2012 09:41

Nun ja, das Abenteuer schwächelt in ein paar Punkten, besonderen Anlaß zum Streit gab allerdings ein bestimmter Punkt - dadurch wurde das Abenteuer wesentlich abgekürzt (auf 1 (!) Stunde).
Der Schönling kann sich ja offenbar nicht entscheiden, aber es wurde ihm eine entscheidende Frage gestellt - ob er als Adliger denn Kinder will, um seine Blutlinie weiterzuführen.
Anschließend wurde er darauf hingewiesen, daß eine der beteiligten Damen die vierzig schon überschritten hat und daß Kinder, selbst bei vorhandener Heilmagie, bei Frauen in dem Alter ein Risiko darstellen (ist ja feudales Mittelalter).
Danach gabs keine Jagd zur Entscheidungsfindung mehr.
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Re: A 147.1 Firun wählt

Beitrag von Marbrit Telpers » 03.07.2012 11:04

Dr. Arca hat geschrieben:aber es wurde ihm eine entscheidende Frage gestellt - ob er als Adliger denn Kinder will, um seine Blutlinie weiterzuführen.
Da stellt sich die juristische Frage, ob im Mittelreich die Weitergabe eines Titels an adoptierte Nachkommen möglich ist. Das war ja im irdischen Kontext nicht unüblich, bzw. die Anerkennung eines Nachkommen des Adligen und einer nicht-adligen Mutter.
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Re: A 147.1 Firun wählt

Beitrag von Herr der Welt » 15.07.2012 10:47

Da stellt sich die juristische Frage, ob im Mittelreich die Weitergabe eines Titels an adoptierte Nachkommen möglich ist.
Ja, ist es. Siehe HdR 25.

Ich kenne zwar das Abenteuer nicht, würde aber sagen, dass das Alter für die Entscheidungsfindung nicht von so großem Wert sein sollte als bspw. das Ansehen der Frau.
Und ob man von Risikoschwangerschaften aus Altersgründen weiß, wage ich zu bezweifeln, selbst wenn man sicher die Kraft der Jugend in der Hinsicht höher schätzen mag.

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Re: A 147.1 Firun wählt

Beitrag von Zordan Fuxfell » 05.08.2013 08:28

Kann über das Gesamtabenteuer kein abschließendes Urteil bilden, da ich nur Teile für ein anderes Abenteuer verwertet habe.
Habe nur die Jagd und den Brachenteil übernommen, aber geographisch verschoben.

Auf die Jagd an sich waren die Helden sehr heiß drauf, insbesondere der Waidmann der Gruppe war Feuer und Flamme.
Der "Trick" mit dem Bären hat sehr gut funktioniert, auch der Leichnam Gyldanas und die pervertierte Natur sorgten für ein entsprechendes Schaudern.

Problematisch ist bei mir vor allem ein Punkt:

Nachdem die Helden den Wald verlassen haben, sind sie wie gescriptet auf den Kronenhirsch gestoßen. Die Helden gingen jedoch davon aus, dass dies ein Angebot Harkolas sei, da diese die Helden ja ebenfalls verführen wollte. Also haben sie den Hirsch verscheucht.
Nun weiß ich noch nicht, wie die Helden doch noch ein prachtvolles/gefährliches Tier erlegen sollen, ohne dass es zu gerailroaded wirkt und sie es nicht schon wieder verscheuchen wollen (Angriff eines Waldlöwen?)

Jemand grobe Ideen?

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Hanfmann
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Re: A 147.1 Firun wählt

Beitrag von Hanfmann » 05.08.2013 08:34

Falscher Thread dafür, lieber einen neuen aufmachen. (Scheitern lassen? War schließlich ihre eigene Entscheidung)
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Re: A 147.1 Firun wählt

Beitrag von gralkor » 05.08.2013 08:46

Habe das Abenteuer vor Kurzem mit einer relativ neuen Gruppe geleitet, da ich den Jäger der Gruppe mal wieder etwas stärker in den Mittelpunkt rücken wollte.

Grundsätzlich bietet das Abenteuer für alle etwas.
Es ist ordentlich geschrieben, bietet neben dem Railroading, dass dieses Abenteuer prägt, sehr viele Möglichkeiten, den roten Faden zu dehnen, biegen und zu verknoten, ohne ihn zum Reißen zu bringen.
Nach klassischem Horror in der Dämonenbrache und der abgekämpften Jagd, die zur Erlegung des Hirsches führte, war gerade der Twist am Ende des Abenteuers für alle Beteiligten eine wirklich schöne Abwechslung.

Das Verfahren (zu dem bei einem Gildenmagier auch noch die Gilde hinzugezogen werden sollte, was bei Weißmagiern noch kein Problem ist, weil Gareth ja gleich um die Ecke ist, aber gerade Schwarzmagier lange schmoren lässt ;) dito Geweihte) hat dann noch einmal genauso lange wie der Rest des Abenteuers gedauert.

Was hat mir insgesamt gut gefallen?
Das Abenteuer war mal "etwas Anderes"
Unerwartete Wendungen
Railroading so gut verpackt, dass es nicht auffällt, wenn man sich etwas Mühe gibt
ordentlich lektoriert (oder von Anfang an sehr gut)
ordentliche Grafiken (mit Ausnahmen)

Was hat mir nicht gefallen?
Railroading (wenn auch gut verpackt)
Wenig Infos, wie man das Gerichtsverfahren ausspielen könnte.
Das Finale mit dem Gerichtsverfahren wirkt nach Original nicht aventurisch und würde nur bei bürgerlichen und mundanen Helden funktionieren.

Von mir 4 gute Punkte, Michaels Abenteuer sind positive Ausnahmen aus dem grauen Einerlei der Abenteuer, die unter der Ägide von Ulisses erschienen sind (wo die unterirdischsten Abenteuer erschienen sind, gegen die die Jugendsünden wie das Schiff der verlorenen Seelen oder Borbarads Fluch wie Highlights wirken)
Für 5 Punkte haben mir ein paar Infos gefehlt, aber es war knapp

G.
---
Wir suchen noch Mitspieler in Halle/Saale und Umgebung

Brynjar
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Re: A 147.1 Firun wählt

Beitrag von Brynjar » 08.08.2015 00:50

Hallo miteinander,

ich habe das Szenario in einer 2er-Kampagne gespielt, also mit einer einzigen Spielerin. Von mir hat das Abenteuer

4 Sterne


erhalten. Es war spannend, überraschend, hatte viele verschiedene Elemente zu bieten und ließ sich sehr gut in die Kampagne einbauen. Es war ein schönes Abenteuer mit einem schönen Einstieg.
Einen Stern weniger bekommt es, weil es ein paar Zwangsläufigkeiten hat, die ich nicht so gut finde. Darunter fällt für mich vor allem dieses Narrativ, dass die Charaktere gerade beim Halbdämon auftauchen als der Hetzer auch dort ist. Das war für mich nur eine Option.
Kleines Minus: Die Bösen sehen gleich aus wie die Bösen.. ich meine Herdan der Hetzer, Fleisch und Blut... auch das Alter von Wulfmin: alte Frau heiratet Jüngling? Will er keine Kinder? Finde ich sehr unpassend in Adelskreisen.


Meine Veränderungen:

- Kedias Werben um Marbos setzte bei mir viel früher ein, war schon in den Adelskreisen Thema. Kedia war bei mir eine Verwandte eines Freundes der Heldin, so dass die Bitte zur Jagd nicht überraschend oder kurzfristig kam.

- Wulfmin war bei mir deutlich jünger und war sozusagen die passende Partie, während Kedia eher der weidsche "Trampel" war. Bei war auch Marbos Vater noch die bestimmende Figur, der anscheinend lieber Wulfmin haben würde. So war bei mir Marbos Idee mit dem Götterurteil auch ein Kniff überhaupt eine Wahl zu haben.

- Bei mir wurden die Helden nicht zu Harkola geführt mit irgendwelchen Spuren. Vielmehr gibt es bei mir einen kleinen Kult um das Wesen und die Heldin samt Freunden wurde von einer Anhängerin aufgelesen. Diese ehemalige Heilerin hatte sich vor Jahren in der Brache verlaufen und war von Harkola gerettet worden.

- Harkola war für mich ein Mittler, kein reiner Bösewicht. Ich habe ihn das so ausdrücken lassen, als die Charaktere ihm vorwarfen Opfer zu verlangen: "Der Wald ist gierig, der Wald würde sie alle verschlingen, ich opfere ihm die einen, aber rette die Anderen." Sprich er sieht sich als Mittler zwischen der schwarzen Eiche und der Menschenwelt. So war das Wesen gleich unheimlich, aber nicht eindeutig böse.

Meine Tipps:
- Baut die Geschichte von Harkola dringend früher auf. Wenn ihr das Märchen in dem Szenario erzählt, dann weiß jede(r) sofort woraufs hinausläuft.

- Meine "Gruppe" hatte eine gute Idee das Opfer bei Harkola zu retten, die gut dazu passte, dass es eine Kampagne ist: Da sie die Stärke Harkolas nicht einschätzen konnten und nicht klar war, ob das Mädchen zu retten wäre, wollten sie einen Kampf vermeiden. Deshalb schlugen sie Herdan einen Handel vor: Kedia würde das Werben aufgeben, so muss er das Mädchen nicht opfern.
Ich fand das war eine sehr noble Tat von Kedia und sehr ritterlich. Wulfmin hat dadurch gewonnen, die Helden mussten ihren Triumph mitansehen und sie ist als Bösewicht für die Zukunft im Rennen. ;-)

Wie sagte meine Spielerin:
"Ein schönes Szenario für Zwischendurch, aber nichts, woran man sich noch Jahre erinnert." Für ein Abenteuer wäre das kein gutes Zeugnis, aber für ein Szenario hätte sie auch 4 Stern gegeben.

gruß
Brynjar

Yali ben Yussuf
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Re: A 147.1 Firun wählt

Beitrag von Yali ben Yussuf » 28.02.2017 12:04

Der Eine zum Gruße!

Ein rundum schönes Abenteuer, hat Spaß gemacht. Es werden die Bereiche Kampf, Gesellschaft und Horror abgedeckt. Natürlich ist es relativ linear verfasst, ich finde aber, das passt in diesem Fall sehr gut. (Generell bin ich niemand, der "Railroading" oder "Sandboxing" verurteilt, es kommt ganz auf die Gruppe und das Abenteuer an.)
Einen fahlen Geschmack hinterließ einzig das Ende: meine Gruppe kam mehr tot als lebendig wieder am Schloss an (so sollte es ja bestenfalls sein) und hatte wenig Energie, sich noch den Vorwürfen entgegenzustellen. Sie wollten sich schleunigst ausruhen und so verlief das Ganze recht kurz und unspektakulär. Immerhin schlug unser Magier vor, doch einen Praiosgeweihten herbeizuholen, um die Wahrheit herauszufinden. Somit konnte die Firungeweihte dies aufgreifen und ein Orakel vorschlagen. Sonst hätten allein die NSC die Szene aufgelst, was wohl extrem unbefriedigend gewesen wäre.

Insgesamt aber sonst wenig Kritik, daher 4 Punkte.

ledaeth
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Beitrag von ledaeth » 04.09.2017 17:17

4 Sterne von mir als Spielleiter.

- Das Kennenlernen Kedias lief problemlos. Da vor der Abreise nach Uilstein auch noch ein Abenteuer in Gareth zu bewältigen war, wirkte es auch nicht überstürzt oder gezwungen. Kedia wartete in Gareth auf die Helden und suchte solange (erfolglos, überraschenderweise) weitere Helfer.
- Adelsfest und Gesindefest (und das Umschalten zwischen beiden) brachten eine Menge Spaß. Die Gruppe war halb-halb aufgeteilt und hatte sich hinterher einiges zu erzählen.
- Die frustrierende Jagd verlief bei uns noch frustrierender, denn die Niedrig-SO-Helden waren der Ansicht, dass sie auf einer Adelsjagd eh nichts zu melden hätten und lieferten null Input, während die Hoch-SO-Helden nichts vom Jagen verstanden. Im Endeffekt stand Kedia mehr oder weniger alleine da und es gab nicht einmal einen Versuch, etwas Angemessenes zu erjagen (den ich dann hätte scheitern lassen können).
- In der Brache hingegen lief es äußerst stimmungsvoll ab. Als die Helden auf den (großartigen!) Harkola trafen, waren sie schon so eingeschüchtert, dass sie nicht einmal versuchten, ihm etwas anzuhaben. Stattdessen bot unsere Druidin ihm einen späteren Gefallen, wenn er die Kleine laufen ließe. Und so haben wir nun eine Druidin in unserer Mitte, die einem mächtigen Geschöpf, über dessen Wesen und Gesinnung so gut wie nichts bekannt ist, einen nicht näher bestimmten oder auch nur eingegrenzten Gefallen schuldet ... Hehehe ... Stoff für Angst und schlaflose Nächte auf ihrer Seite, und ein herrlicher Aufhänger für spätere Abenteuer für mich.
- Den Hirsch fand ich danach so unglaublich kitschig und unpassend, dass ich ihn ersatzlos gestrichen habe.
- Anklage und Verhandlung liefen ebenfalls sehr zäh und da Harkola der eigentliche Höhepunkt war, brachten die Spieler kaum noch Kraft oder auch nur Verständnis auf, sich angemessen zu verteidigen.

Alles in allem also sehr schöne Stimmungsmomente, während die Railroading-Passagen hoffnungslos versagten.
Aber vielleicht sagt das mehr über unsere Runde aus als über das Abenteuer. XD
Denn wie ein sehr weiser Mann einmal sagte "Da, wo du hingehst, da bist du dann."

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