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Karmale Analyse, Shinxir

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Weynard
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Karmale Analyse, Shinxir

Beitrag von Weynard » 01.11.2017 14:30

Mindere Spoiler zu Brennen soll Bosparan

Moin.

Inspiriert durch den neuen Roman und die Diskussion um das Karmakorthäon spiele ich mit dem Gedanken, meine Gruppe mit einem Shinxir-Artefakt zu konfrontieren. Hier ist der Plan:

Die Gruppe befindet sich zurzeit auf Reisen in Khunchom, um dem persönlichen Plot unseres Wildermark-Barons nachzugehen. Teil der Belohnung wird es sein, dass die Helden dem Anführer einer Söldnereinheit das Leben retten und er für einige Monate die Dienste seiner Einheit weitgehend kostenfrei anbietet.

Diese Söldnereinheit ist zwar nur erfahren, dafür aber ungewöhnlich gut diszpliniert, Waffen und Rüstungen sind tiptop in Ordnung und die Ausrüstung ist einheitlich (womit sie vielen besser trainierten Einheiten gleicher Größe überlegen sein dürfte). Die Mitglieder erklären das einfach mit einem eigenen Kriegerethos und dass das irgendwie schon immer so war. Was die Söldner nicht wissen: Ihr Feldzeichen ist das in den dunklen Zeiten verloren gegangene Signum der Legio V Shinxiria und (immer noch) Shinxir geweiht.

Die Liturgie ist in Aventurien nicht mehr bekannt und beeinflusst bis zu 100 Mann (entspricht einer Bosparanischen Kohorte dieser Zeit). Es profitiert, wer Teil der Einheit des Standartenträgers ist (Rang egal, die Person muss aber als Teil der Gemeinschaft akzeptiert sein). Bei der konkreten Wirkung bin ich mir noch nicht sicher, aber ich denke, es wird auf Erleichterungen auf Selbstbeherrschung und Willenskraft von je 2 hinauslaufen.

Jedenfalls beeinflusst das Signum die Söldnereinheit im Sinne Shinxirs, der seine Chance wittert, Rondra endlich wieder gefährlich zu werden- und wo wäre das am ehesten möglich, wenn nicht in der Wildermark, in der sich Rondra und Kor ohnehin schon in den Flicken haben?

Mein Ziel ist (neben Hintergrundvermittlung und Schnitzeljagd für unsere Würfelfreaks), dass sich unsere Helden, speziell der Baron und unser Korgeweihter, mit dem Shinxirkult auseinandersetzen und womöglich in Erklärungsnot kommen oder eine Schwäche offenbaren. Die beiden sind nämlich vom AP-Stand dem Rest der Gruppe voraus und können durchaus mal einen kleinen Dämpfer vertragen.

Ich habe bereits anhand der Werte der Helden ausgewürfelt, was sie sich auch ohne Expertenmeinung zusammenreimen können. Sie werden zumindest darauf kommen, dass es sich um ein Bosparanisches Feldzeichen handelt. Ich werde es ihnen aber so in den Mund legen, dass sie zunächst von einer Nachbildung ausgehen (mal ehrlich- wer glaubt denn daran, ein 1400 Jahre altes Original in der Hand zu haben?)

Irgendwann werden die Helden aufgrund des ungewöhnlich disziplinierten Auftretens der Söldnereinheit aber vermutlich misstrauisch und das Signum analysieren lassen. Schließlich kennt man in der Wildermark ja seine Pappenheimer beziehungsweise will sie gerne kennen. Und spätestens wenn sie durch die Hornisse auf Shinxir kommen, wird auch eine karmale Analyse fällig werden.

Sowohl in Khunchom als auch in Perricum befinden sich sehr hochrangige Geweihte (Hesinde, Kor und Rondra), die zumindest die Symbolik sehr eindeutig Shinxir zuordnen können. Die Helden haben aufgrund ihrer Ressourcen (Geld, Baronstitel und frischer Ruhm) auch Zugang zu diesen Leuten.

---

So. Nun zu den Punkten, in denen ich mir nicht sicher bin:

Regeltechnisch gibt es keine Liturgie für diese Analyse. Die dafür nötige Variante der Seelenprüfung wurde in DSA 5 gekillt und Aura der Form gibt es noch nicht wieder. Ich würde den Geweihten hier einfach eine entsprechende Befähigung zugestehen und die Analyse trotzdem gelingen lassen. OBJECTOVOCO ist auch so ein Ding, das ich mir noch anschauen muss, da die Helden in Khunchom mit der Drachenei-Akademie zu tun haben.

Rechtlich wird die Rondrakirche sicherlich darauf bestehen, dass das Signum vernichtet wird. Dafür ist m.E. nicht einmal erforderlich, dass es analysiert wird. Die Symbolik (Hornisse, Shinxiria-Legion) würde m.E. auch bei profanen Nachbildungen ausreichen. Allein, dieses Feldzeichen bei der Rückreise offen durch die Straßen Perricums zu tragen, dürfte für alle Beteiligten hochgradig gefährlich sein. Von der gewaltigen Welle, die durchs Dorf geht, wenn das Horasreich von der Sache erfahren sollte, will ich gar nicht erst anfangen. Moment, war das mit der Welle in Perricum jetzt unsensibel? Na, egal.

Der Korkult wird das Ding zwar interessiert begutachten, die Söldner aber vermutlich ziehen lassen, da es sich aus deren Sicht schlicht um zukünftige Gegner guter Kämpfe oder gar mögliche Verbündete handeln kann.

Die Draconiter hingegen würde es wohl direkt einziehen, ausgiebig untersuchen und dann erstmal unter Verschluss halten.

Daher ziehe ich es vor, die Helden schon in Khunchom auf die Shinxirsymbolik aufmerksam zu machen, damit sie einen großen Bogen um Perricum machen und womöglich sogar über Beilunk und Altzoll zurückreisen. Den folgenden Konflikt würde ich dann in aller Ruhe daheim in Zweimühlen abwickeln. Gut möglich, dass die Helden beschließen, die Söldner aufgrund des Risikos nicht mitzunehmen, aber da der Baron Phexie ist, bin ich guter Dinge.

Fallen euch noch Dinge auf, die ich nicht bedacht habe?

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Na'rat
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Karmale Analyse, Shinxir

Beitrag von Na'rat » 01.11.2017 14:52

Ein paar lose Gedanken:

Feldzeichen braucht es nur bei einer großen Feldschlacht, wo sie als Orientierung und Signalgeber dienen. Kleine Einheiten haben schlicht keinen Bedarf bedarf dafür. Die ganzen schönen Formationstaktiken funktionieren auch nur mit mehr als 100 Leuten. Ein -2 ist dann auch nicht wirklich etwas was merkbare Auswirkungen hat, auf strategischem Niveau vielleicht, aber nicht wenn sich auf diesem kleinen taktischem.

Einheitliche Ausrüstung ist ja auch gut und schön. Aber schon mal überlegt, was das kostet und wie man Nachschub organisiert?

Näher liegt, dass man auf der Dämonenbrache, die ja kürzlich ziemlich umgewühlt wurde, auf so eine Standarte trifft. Einer der Kriegsherren in der Mark hat sich das Ding unter den Nagel gerissen und als Talisman behalten.

Wie soll die Auseinandersetzung mit einem seit über 1.000 Jahre toten Kult erfolgen, wenn man weit, weit entfernt von den ehemaligen Zentren des Kult sitzt? Kann einer der Charaktere Imperiale Zeichen lesen? Ansonsten sollte nur Experten bekannt sein, was die Charaktere da mit sich rumschleppen. Allen voran natürlich die Experten in Rondra- und Praioskirche.

Karmale Analyse ist bockschwer bis schlicht unmöglich. Die Experten dafür sitzen in Auraleth, die haben besseres zu tun und kassieren den Schweinkram ein, wenn sie es rausbekommen. Wie eigentlich alle anderen hochrangige Geweihte.

Wie soll das Horasreich - außer durch seine quasi Personalunion mit der Hesindekirche - davon erfahren? Wie will man verhindern, dass die Horasier diese tollen Söldner schlicht abwirbt?

Beilunk ist übrigens eine noch schlechtere Alternative zur Anreise - wenn jeder Hinz und Kunz das Feldzeichen zuordnen kann, so ein Rondrianer muss sich an Gesetze halten in Beilunk ist die erzreaktionäre Praioskirche das Gesetz.

Ganz wichtig, wo willst du damit hin? So eine Standarte macht noch lange keinen Sommer.

Weynard
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Karmale Analyse, Shinxir

Beitrag von Weynard » 01.11.2017 15:23

Na'rat hat geschrieben:
01.11.2017 14:52
Feldzeichen braucht es nur bei einer großen Feldschlacht, wo sie als Orientierung und Signalgeber dienen. Kleine Einheiten haben schlicht keinen Bedarf bedarf dafür. Die ganzen schönen Formationstaktiken funktionieren auch nur mit mehr als 100 Leuten.
Ist schon klar- aber das heißt ja nicht, dass irgendwelche Söldner das Teil nicht irgendwann mal gefunden haben und es seitdem nutzen, um ihre Professionalität zu unterstreichen- ohne zu wissen, was sie da mit sich herumschleppen. Macht halt mehr Eindruck, wenn man als Söldner schon halbwegs geradeausmarschieren und dann noch so was vorwegtragen kann.
Na'rat hat geschrieben:
01.11.2017 14:52
Ein -2 ist dann auch nicht wirklich etwas was merkbare Auswirkungen hat, auf strategischem Niveau vielleicht, aber nicht wenn sich auf diesem kleinen taktischem.
Ja, da bin ich mir halt echt noch unsicher. Es würde den einzelnen Soldaten zumindest helfen, ihre Stellung zu halten, wenn sie berannt werden. Kriegskunst passt für mich nur auf die Offiziere. Einen reinen MU-Bonus sehe ich eher bei Rondra, KK eher bei Kor. KO? Erhöhte Formationsboni?
Na'rat hat geschrieben:
01.11.2017 14:52
Einheitliche Ausrüstung ist ja auch gut und schön. Aber schon mal überlegt, was das kostet und wie man Nachschub organisiert?


Das dürfte in den Tulamidenlanden nicht das Megaproblem sein. Wer hin und wieder mit seinem glänzenden Auftreten einen Auftrag bei diesem oder jenem großen Namen abgreifen kann (und sei es nur, um bei Paraden schön auszusehen), der sollte seine bestehende Ausrüstung schon bezahlen können. Schlägt sich halt in einem höheren Sold nieder.
Na'rat hat geschrieben:
01.11.2017 14:52
Näher liegt, dass man auf der Dämonenbrache, die ja kürzlich ziemlich umgewühlt wurde, auf so eine Standarte trifft. Einer der Kriegsherren in der Mark hat sich das Ding unter den Nagel gerissen und als Talisman behalten.


Jap, liegt näher, stimmt. Das lässt sich auch problemlos ändern- nur, wo ein Söldnerführer sowas gefunden hat, wohin er damit zog und wie lange er schon dort ist, ist ja schlussendlich egal, Hauptsache, die Helden treffen auf ihn. In die Wildermark will der Hauptmann ja vielleicht so oder so. Das Geschäft läuft da erwartungsgemäß bestimmt besser, als gerade in Khunchom mit nem Hornissenwappen Auftraggeber zu suchen.
Na'rat hat geschrieben:
01.11.2017 14:52
Wie soll die Auseinandersetzung mit einem seit über 1.000 Jahre toten Kult erfolgen, wenn man weit, weit entfernt von den ehemaligen Zentren des Kult sitzt? Kann einer der Charaktere Imperiale Zeichen lesen? Ansonsten sollte nur Experten bekannt sein, was die Charaktere da mit sich rumschleppen. Allen voran natürlich die Experten in Rondra- und Praioskirche.
Wenn man einen ersten Verdacht hat, ließe sich durchaus mal vorsichtig nachfragen. Je nachdem, wie man es anstellt, lässt sich da sicher Zugang zu der einen oder anderen Bibliothek verschaffen. Man muss ja nicht gleich haarklein erzählen, was man nicht alles vermutet. Die Helden haben bereits Kontakte zu den Draconitern in Perricum, den Bannstrahlern in Auraleth und den Rondrianern (dummerweise nur denen in Wehrheim, aber guuut...)
Na'rat hat geschrieben:
01.11.2017 14:52
Karmale Analyse ist bockschwer bis schlicht unmöglich. Die Experten dafür sitzen in Auraleth, die haben besseres zu tun und kassieren den Schweinkram ein, wenn sie es rausbekommen. Wie eigentlich alle anderen hochrangige Geweihte.
Ja. Ich gehe auch nicht davon aus, dass die Helden allzu schnell auf diesen Trichter kommen und die Story mit der Nachbildung erstmal schlucken. Dass sie sich dann vielleicht für die Sache interessieren und dann, wenn das Signum unglücklicherweise mal irgendwann einen Zant touchiert (oder dieser Zant seltsamerweise ganz genau auf den Zeichenträger voll abfährt und die Helden völlig vergisst), auf einmal ein paar sehr unangenehme Fragen aufkommen.
Na'rat hat geschrieben:
01.11.2017 14:52
Wie soll das Horasreich - außer durch seine quasi Personalunion mit der Hesindekirche - davon erfahren? Wie will man verhindern, dass die Horasier diese tollen Söldner schlicht abwirbt?
War nur ein blödes Gedankenspiel. Aber WENN rauskommen sollte, dass die Rondrianer in Perricum das Originalsignum der Shinxiria konfisziert und kommentarlos vernichtet haben, obwohl es doch ein wichtiges Relikt horasischer Kultur ist und eigentlich ins Museum gehört blablub... uiuiui. Wer dann mal noch die Story mit der Shinxirweihe glaubt.
Na'rat hat geschrieben:
01.11.2017 14:52
Beilunk ist übrigens eine noch schlechtere Alternative zur Anreise - wenn jeder Hinz und Kunz das Feldzeichen zuordnen kann, so ein Rondrianer muss sich an Gesetze halten in Beilunk ist die erzreaktionäre Praioskirche das Gesetz.
Es geht ja in Perricum nicht einfach um Hinz und Kunz, sondern um die ganzen Ronnies, die thematisch deutlich näher dran sind als die Praioten. Du sagtest ja schon, dass das Ganze recht obskures Wissen ist.
Na'rat hat geschrieben:
01.11.2017 14:52
Ganz wichtig, wo willst du damit hin? So eine Standarte macht noch lange keinen Sommer.
Kommt drauf an, was du meinst. Die Helden werden mit dem Teil bestimmt nicht auf Riesenhornissen nach Alveran reiten und Mutti von den Zinnen holen, wenn du das meinst. Ich rechne tatsächlich damit, dass die Standarte früher oder später auf Betreiben der Helden in Perricum vernichtet wird, würde das nur gern etwas hinauszögern, um zu sehen, ob das Thema Shinxir bei der Gruppe greift oder nicht. Gut, man könnte jetzt sagen, dass es dann auch ein weniger mächtiges Relikt sein kann, aber ich finde, das Signum passt als Objekt ganz gut zum Gott.

Denderajida_von_Tuzak
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Karmale Analyse, Shinxir

Beitrag von Denderajida_von_Tuzak » 01.11.2017 21:43

1. Eigentlich coole Idee. Finde es plausibler, dass das im Tulamidischen im Umfeld irgendeines Insektenkultes überlebt hat... auch wenn das in der Dämonenbrache schon auch möglich ist... wobei ich es nicht so plausibel finde, dass das da über 1000 Jahre lang unberührt rum lag.

2. Vorschlag für einen Wirkmechanismus: gib, ähnlich der Aktion "Taktik", allen in der Einheit einen Ini-Bonus von TaP*/3 oder TaP*/4 einer Kriegskunst-Probe des Anführers... Besonders effektiv, wenn die Einheit durch "Formationsparade" gegenhält, oder die Schwelle zum PA-Bonus knackt...

3. Die Imperiale Rondrakirche hat meines Wissens nach möglichst alle Spuren/Hinweise auf die Existenz Shinxirs getilgt. Und Perricum war damals nur ein Nebentempel, weitab vom Schuss. Wenn es irgendwo in der Rondrakirche noch Dokumente gibt, die was über Shinxir aussagen, dürften die in Arivor oder sogar in Andergast liegen, oder im tulamidischen Siedlungsraum...

4. Da in meinem Aventurien niemand in Perricum bzw. dem östlichen MR was von Shinxir weiß, würde die erste Vermutung einer Kult-zuordnung in Richtung Mishkara oder Mokosha gehen... Und wenn der Dämonische Einfluss ausgeschlossen und ein karmaler bestätigt wurde, sollte kaum ein Einwand bestehen, das Ding zu verwenden. Mokosha ist ja als norbardische Gottheit geduldet... und ehrlich: kann ein Rondrageweihter eine stilisierte Hornisse von einer stilisierten Biene unterscheiden? wahrscheinlich nicht...

Weynard
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Karmale Analyse, Shinxir

Beitrag von Weynard » 01.11.2017 23:01

Denderajida_von_Tuzak hat geschrieben:
01.11.2017 21:43
1. Eigentlich coole Idee. Finde es plausibler, dass das im Tulamidischen im Umfeld irgendeines Insektenkultes überlebt hat... auch wenn das in der Dämonenbrache schon auch möglich ist... wobei ich es nicht so plausibel finde, dass das da über 1000 Jahre lang unberührt rum lag.

2. Vorschlag für einen Wirkmechanismus: gib, ähnlich der Aktion "Taktik", allen in der Einheit einen Ini-Bonus von TaP*/3 oder TaP*/4 einer Kriegskunst-Probe des Anführers... Besonders effektiv, wenn die Einheit durch "Formationsparade" gegenhält, oder die Schwelle zum PA-Bonus knackt...

3. Die Imperiale Rondrakirche hat meines Wissens nach möglichst alle Spuren/Hinweise auf die Existenz Shinxirs getilgt. Und Perricum war damals nur ein Nebentempel, weitab vom Schuss. Wenn es irgendwo in der Rondrakirche noch Dokumente gibt, die was über Shinxir aussagen, dürften die in Arivor oder sogar in Andergast liegen, oder im tulamidischen Siedlungsraum...

4. Da in meinem Aventurien niemand in Perricum bzw. dem östlichen MR was von Shinxir weiß, würde die erste Vermutung einer Kult-zuordnung in Richtung Mishkara oder Mokosha gehen... Und wenn der Dämonische Einfluss ausgeschlossen und ein karmaler bestätigt wurde, sollte kaum ein Einwand bestehen, das Ding zu verwenden. Mokosha ist ja als norbardische Gottheit geduldet... und ehrlich: kann ein Rondrageweihter eine stilisierte Hornisse von einer stilisierten Biene unterscheiden? wahrscheinlich nicht...
1. Die tulamidische Toleranz war auch ein Gesichtspunkt, warum ich die Einheit in Khunchom angesiedelt habe (Einziges Problem: Skorpionkriege). Wie gesagt, Söldnereinheiten können ja zum Glück fast überall auftauchen. Gesetzt habe ich bisher nur, dass die Söldner irgendwann in den Besitz des Signums gelangt sind. Wenn sie einmal wussten, was es bedeutete, haben sie es nach diversen plötzlichen Führungswechseln wohl vergessen. Mir schwebt z.B. auch ein spontanes, shinxirgefälliges Wettrennen einiger Söldner am Kortempel Khunchoms vor, dass die Helden zufällig miterleben können. So gibt es dann hinterher einen größeren Aha-Effekt bzw. man kennt die Leute schon vom sehen. Sowas passt m.E. in das relativ friedliche Khunchom noch besser als in der Wildermark.

2. Leider spielen wir DSA 5, ich weiß leider nicht, welche die Kampfwerte im Vergleich zu früher stärker oder schwächer geworden sind. Einen Bonus analog zur SF "Anführer", der die ATPA-Werte verbessert, möchte ich eigentlich vermeiden. Er würde die Truppe zwar stärker machen, aber nicht unbedingt effizienter im Kampf, was Disziplin und Durchhaltewillen angeht.

3. Ich denke durchaus, dass man in Perricum weiß, wer Shinxir war. Schließlich handelt es sich inzwischen um den Haupttempel der Rondrakirche (bzw. demnächst nicht mehr, aber das ist ja erstmal Nebensache). Den größten historischen Widersacher Rondras außer Praios zu kennen, traue ich Rondrahochgeweihten doch noch zu. Es muss sich ja nicht um Originaldokumente handeln- vielleicht ist es auch einfach ein altes Flugblatt, dass Novizen vor der Ketzerei dieses oder jenes obskuren Shinxirkultes warnt und das als Lesezeichen seinen Weg ins Archiv gefunden hat.

4. Als ich das Heldenwissen ausgewürfelt habe, habe ich in der Regel auch zunächst Mokoscha (und teilweise sogar den Skorpionkriegen, einer unserer Helden ist aus Khunchom) den Vorzug vor Shinxir gegeben. Da aber unsere Helden alle dumm wie Brot sind, hat nur eine einzige Heldin überhaupt ein Wissenstalent bestanden. Das hat sie aber gut genug bestanden, um über den Umweg Mokoscha in Kombination mit dem "HPQB" und ihren Bosparanokenntnissen auf Shinxir zu kommen. Ich gehe nämlich einfach mal davon aus, dass Magier Bosparano zumindest teilweise aus alten Schriften lernen, die eben auch von den Legionen handeln. Der zweite Held, der darauf kommt, ist unser Korgeweihter- aber nicht, weil er das irgendwie im Tempel gelernt hätte, sondern nur, weil er ursprünglich von der Kriegerakademie Elenvina kommt, wo es anscheinend mal einen Exkurs zum Formationskampf der Legionen gab. Glücklicherweise sind diese beiden Helden OT verhindert und nicht mit in Khunchom. Der Teil der Gruppe vor Ort wird also keinen blassen Schimmer haben.

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Beitrag von Laske Hjalkason » 05.11.2017 13:38

Nun Shinxir ist doch eher zuständig für Taktik und Formation. Ich würde von daher für die Standarte eher eine Erleichterung und einen Bonus auf Kriegskunstproben geben.

Das Setting mit der Söldnereinheit finde ich allerdings sehr passend und spannend. Schwieriger ist die Frage inwieweit die Söldner selbst darüber Bescheid wissen. Eine Idee, die ich hatte, war ob man das Banner der Standarte nicht vielleicht umgefärbt hat zu einem anderen Symbol als der offensichtlichen Hornisse.
Vielleicht ist darauf ja das Kriegsgerät Hornissse. Oder etwas in Anlehnung zu Rondra? Tigermücke?
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Beitrag von Weynard » 06.11.2017 18:19

Laske Hjalkason hat geschrieben:
05.11.2017 13:38
Nun Shinxir ist doch eher zuständig für Taktik und Formation. Ich würde von daher für die Standarte eher eine Erleichterung und einen Bonus auf Kriegskunstproben geben.

Das Setting mit der Söldnereinheit finde ich allerdings sehr passend und spannend. Schwieriger ist die Frage inwieweit die Söldner selbst darüber Bescheid wissen. Eine Idee, die ich hatte, war ob man das Banner der Standarte nicht vielleicht umgefärbt hat zu einem anderen Symbol als der offensichtlichen Hornisse.
Vielleicht ist darauf ja das Kriegsgerät Hornissse. Oder etwas in Anlehnung zu Rondra? Tigermücke?
Hmm, du hast schon recht... vielleicht generelle Erleichterungen von 2 (3?) auf alle relevanten Proben (Körperbeherrrschung, Willenskraft, Selbstbeherrschung, Kraftakt, Kriegskunst)? Allerdings habe ich inzwischen im alten DSA4-Quellenband sogar die relevante Stelle gefunden. Dort ist von telepathischen Fähigkeiten die Rede- was für Kommandanten im Schlachtenlärm natürlich überaus nützlich und stimmig ist.

Die Söldner wissen (inzwischen) nichts mehr darüber. Umarbeiten lässt sich das metall nicht, wenn es geweiht ist (schließlich ist es dann unzerstörbar) und bosparanische Feldzeichen hatten meines Wissens kein Banner, das man hätte färben können. Trotzdem danke für die Idee, vielleicht haben die ja einfach was "drangebastelt" :)

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Beitrag von Salix » 07.11.2017 18:36

Weynard hat geschrieben:
06.11.2017 18:19
Umarbeiten lässt sich das metall nicht, wenn es geweiht ist (schließlich ist es dann unzerstörbar)...
Geweihte Gegenstände sind nicht unzerstörbar. Allerdings dürfte durch eine Umarbeitung die Weihe verfliegen.

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Beitrag von Gorbalad » 07.11.2017 20:43

Das kommt auf die benutzten Regelwerke an, siehe Objektweihe.

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Beitrag von Freibierbauch » 07.11.2017 23:39

In der zweiten Auflage des Liber Liturgiums war der Gegenstand zwar wieder unzerstörbar, das wurde aber schon wieder wegerratiert. http://de.wiki-aventurica.de/wiki/Liber ... lle_Errata
Dementsprechend sind geweihte Gegenstände weder im aktuellen WdG noch LL unzerstörbar.

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Beitrag von Gorbalad » 08.11.2017 08:40

Ganz so eindeutig ist das nun auch wieder nicht, da die Angabe fehlt, auf welche Auflage des LL sich die Errata beziehen.
Es werden z.B. die Werte der Schwertseele, die in der 2. Auflage ja bereits enthalten sind, erwähnt.

Unterm Strich muss man sich halt einfach mit der eigenen Gruppe einigen, wie man das handhaben will.

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Beitrag von Laske Hjalkason » 08.11.2017 09:41

Mal davon ausgegangen Gegenstände werden durch die Weihe nicht mehr unzerstörbar. Welche Möglichkeiten hat man als Geweihter einen Gegenstand unzerstörbar zu machen?
Reden wir hier nur von der Objektweihe? Ich meine damit ist diese Standarte eh nicht herstellbar. Sie hat z.B. eine permanente Wirkung.

Ich begrüße es ehrlich gesagt das man wegerratiert hat, das geweihte Gegenstände automatisch unzerstörbar sind. Man hat das ja auch bei den magischen Artefakten gemacht, allerdings kann man da die Unzerstörbarkeit wieder als Option nehmen. Das vermisse ich bei den karmalen Artefakten. Ich meine es gibt doch ein ganzen Haufen karmale Artefakte, von denen einige doch bestimmt unzerstörbar sind. Wie sonst haben einige davon so lange gehalten?
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