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DSA5 Spielberichte Hexenreigen (Teil 1)

Der Plot will es! Diskussionen und Anregungen zu offiziellen und inoffiziellen Abenteuern.
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Assaltaro
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Spielberichte Hexenreigen (Teil 1)

Beitrag von Assaltaro » 10.06.2017 23:56

Die beteiligten Helden
shanna hat geschrieben:Chianya Frenjarsdottir CH 14, 178cm, ca. 25 Jahre
Chianya.jpg
Die junge Frau mit den, je nach Lichteinfall braun, schwarz oder rot schimmernden halblangen Haaren und den eisgrauen Augen ist bekleidet mit einer Lederhose, leichten Lederstiefeln, Hemd und Krötenhaut. An ihrem Gürtel hängt ein Dolch und über ihrer Schulter hängt ein Lederrucksack, in dem sich ihre ganze Habe befindet. Bei näherer Betrachtung erscheint ihr Körper durch trainiert und sie wirkt, als wenn sie in der Natur zu Hause wäre. Wenn sie redet, ist man beeindruckt von dem lieblichen Klang ihrer Stimme, die allerdings einen deutlichen thorwalschen Akzent hat.
garulfgrimson hat geschrieben:Garulf Grimson, CH10

Knapp 2 Schritt groß und breitschultrig. Mittellange dunkelblonde Haare, die er meist offen trägt.
Er trägt robuste, wetterfeste Kleidung, bestehend aus halbhohen Lederstiefeln, einer Lederhose und einem einfachen Leinenband. Darüber trägt er eine Krötenhaut, ein wetterfester Umhang mit Kapuze soll vor Wind und Regen schützen.
An der rechten Seite trägt er einen reich verzierten Stab, der auch manchmal auf dem Rücken getragen wird. Auf dem Rücken trägt er dazu noch einen einfachen Rucksack, der von vielen Reisen gezeichnet ist.

Seine Passion für Sagen und Legenden, gerade aus Thorwal und aus dem Norden Aventuriens führen ihn immer wieder an interessante Orte, so dass er auf den Hesinde-Disputen ein gerne gesehener Gast ist.
Garulf_sigurd_by_athayar-d6jrggb.jpg
Lillisa hat geschrieben:Aussehen
Die Zyklopäerin hat einen athletischen Körperbau, ebenmäßige Züge und einen offenen und freundlichen Blick. Ihre Haut hat einen hellen bronzeton und im Gesicht sind ein paar einzelne Sommersprossen zu finden. Ihr Haar ist kastanienbraun etwas länger als Schulterlang und meist zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden. Sie trägt für gewöhnlich leichte, in grüntönen gehaltene Kleidung und dazu eine gut gearbeitete Lederrüstung. Neben einem langen Jagtspieß und einem Hirschfänger befinden sich zwei Bögen bei ihr, einer für kurze und einer für längere Distanzen, alle Waffen wirken als ob sie schon etwas älter, aber in gutem Zustand sind. Bei schlechtem Wetter holt sie aus ihrem Reiserucksack einen dunkelgrünen Wollumhang mit Kapuze hervor. An den Händen kann man einige feine Narben erkennen sowie an ihrem rechten Oberarm eine längere und sehr breite Narbe. Sie trägt nahezu immer eine Kette welche aus einer Bärenklaue und ein paar seiner Zähne geschaffen sein muss.
StipenTreublatt hat geschrieben:Elaria Bosvani, 1,65 Schritt

Eine unscheinbare Frau mit kurzen, schwarzen Haaren, in einigermaßen abgenutzter Reise- und Wildniskleidung, die neugierig ihre Umgebung beobachtet.
Am Gürtel trägt sie ein Haumesser, einen Dolch und eine Balestrina.
Eine kleine Umhängetasche enthält wohl weitere Ausrüstungsgegenstände.

Bei näherer Betrachtung fällt vielleicht ein kleines, hölzernes Amulett mit einem Eidechsenzeichen auf, das sie an einer einfachen Schnur um den Hals trägt.
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Re: [DSA5] Hexenreigen (Discord - 10. Juni, 4/5)

Beitrag von StipenTreublatt » 11.06.2017 09:09

Elaria Bosvani hat geschrieben: Liebes Reisetagebuch,

wo sind wir da nun wieder reingeraten? Ein übergeschnappter Hexenmeister, ein angeblich hilfloser Hexenzirkel, und vielleicht auch noch Dämonen? Dazu noch ein paar bestimmt wohlmeinende, aber anscheinend blutdürstige Reisende?

Aber der Reihe nach... eigentlich war ich ja auf der Suche nach ein paar sogenannten "Rittern alten Schlags", diese kuriosen Nordmenschen, die in einer eisernen Ganzkörperrüstung auf riesigen Pferden durch die Gegend reiten und meinen, damit Probleme lösen zu können. Nebenbei halte ich natürlich auch immer Ausschau nach interessanten Orten und Gegebenheiten, über die ich berichten kann (die Universität in Methumis zahlt schließlich gut für solche Dinge!), und so war mein Interesse natürlich geweckt, als in diesem kleinen Dörfchen, dessen Namen ich jetzt gar nicht gefragt habe (hoffentlich ist es nicht namenlos!), die Bauern sich seltsam verhalten haben.
Auch die anderen Reisenden im Gasthaus zeigten sich an den Hintergründen interessiert, und so spendierten wir einem gesprächigen Mann ein paar Bier, bis er uns von einem Hexenmeister berichtete, der angeblich mit Dämonen im Bunde steht. Außerdem sei diese eine junge Rothaarige auch eine Hexe (rote Haare sehen ja so hübsch aus!). Die Zyklopäerin, deren Namen ich gerade vergessen habe (klang kompliziert), hat die junge Frau dann auch gleich gefragt, ob sie eine Hexe sei - was diese nicht abstritt, und uns anbot, uns am nächsten Morgen am Brunnen zu treffen.

Vielleicht sollte ich noch ein paar Worte zu meinen neuen Bekanntschaften verlieren.
Da ist zuerst einmal diese Zyklopäerin, mit der offensichtlich etwas nicht stimmt, hat sie es sich doch als höchstes Ziel in ihrem Leben gesetzt, einen Drachen zu ermorden. Zudem berauscht sie sich anscheinend gerne mit Pilzen - vielleicht hilft ihr das ja, zu vergessen, wie barbarisch ihre Ziele sind?
Dann gibt es da noch diese thorwalsche Bardin, die ihr Instrument nicht spielen, aber dafür singen wollte. Oh, die Zyklopäerin hat eine Flöte und kann spielen. Und die Bardin hat Angst vor kleinen Spinnen, oder so. Ob ich ihr sagen soll, dass es in den Dschungeln des Südens auch menschengroße Spinnen gibt?
Sie hat auch noch ihren Freund dabei, der sich bei jedem Türrahmen ducken muss (der Arme!). Angeblich kann er zaubern, er hat auch so einen Stab dabei, aber ich habe da noch nichts gesehen. Dafür ist er auf einen verschimmelten Baum geklettert (Igitt!).
Und zuletzt folgt uns da noch so eine missmutige Gestalt, angeblich ein horasischer Söldner, der die letzten Monate darauf gewartet hat, dass in diesem kleinen Dorf jemand vorbeikommt, der ihn anheuern will. Bin mir nicht sicher, ob man ihm trauen kann, er benimmt sich reichlich seltsam.

Oh, mein Essen ist fertig. Ich schreibe später weiter.
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Re: Spielberichte Hexenreigen (Teil 1)

Beitrag von Lillisa » 11.06.2017 20:33

Abenteuerbericht zu Hexenreigen

16.Praios 1035 BF

Nach einem langen sonnigen Sommertag trafen die zwei Thorwaler Chianya und Garwulf, die Zyklopäerin Desophea und die Horasierin Elaria am späten Nachmittag im Dorf Wirselheim im Mittelreich nacheinander ein. Sie alle waren müde von der Reise und dem warmen Tag und so beschloss jeder Reisende für sich das örtliche Gasthaus aufzusuchen und dort ein Bett für die Nacht sowie eine ordentliche Mahlzeit zu bekommen. Bei einem feuchtfröhlichen Kennenlerngespräch mit anschließendem Gesang und Musik beschlossen die neuen Freunde der doch recht gedrückten Stimmung in der Kneipe auf den Grund zu gehen – nicht ohne vorher noch den Söldner Draco kennenzulernen, welcher schon seit längerem nach einem interessanten und lukrativem Auftrag aus war.

Desophea ging also zu einem der Gäste der schon einiges Intus hatte und befragte ihn bezüglich der Niedergeschlagenheit im Dorf. Nach ein paar Bierchen mehr rückte er letztlich mit der Sprache heraus: Ein finsterer Kerl namens „Corax“ habe sich des Dorfes bemächtigt und angeblich den Dorfältesten höchst selbst in eine Maus verwandelt – nun hat er sich in der in der alten Mühle die dem Vorsteher zuletzt gehört hat niedergelassen und wirkt von dort aus finstere Magien und Flüche die das ganze Dorf in Geißelhaft halten. Für mehr Informationen sollten sie eine junge Hexe mit rotem Haar befragen die ebenfalls im Gasthaus zugegen war. Dies tat die Gruppe sogleich, wurde jedoch von ihr angewiesen sie am nächsten Morgen am Dorfbrunnen zu treffen. „Erst dann“, so sagte sie: „Können wir uns unbeobachtet unterhalten.“

Am darauffolgenden Morgen traf sich also die Gruppe mit der jungen Hexe Alevtia die sie zunächst vom Dorf weg, ein Stück in den Wald führte ehe sie sich mit ihnen unterhielt. Dort erfuhren die Helden das Corax selbst ein Hexer ist und vor einigen Monaten zu ihrem Hexenzirkel stieß und schnell die Führerschaft an sich riss. Nach ihren Angaben stünde er wohl mit irgendeiner finsteren Macht in Kontakt von der er auch einen Großteil seiner Macht bezog. Mehr konnte sie ihnen auch nicht sagen und verwies die Freunde die ehemalige Zirkelführerin Satunya aufzusuchen die etwas tiefer im Wald lebt. Die Gefährten beschlossen daraufhin zunächst den Schlafsaal in dem sie übernachtet haben gründlich von ihren Rückständen wie Haare und ähnlichem zu befreien (man kann ja nie wissen…) anschließend begaben sie sich zur Hexe wobei sie den gesamten Weg von einem Raben verfolgt wurden.


Fortsetzung folgt...
Fallen ist weder gefährlich noch eine Schande. Liegen bleiben ist beides.

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Re: [DSA5] Hexenreigen (Discord - 10. Juni, 4/5)

Beitrag von StipenTreublatt » 12.06.2017 18:44

Elaria Bosvani hat geschrieben: Liebes Reisetagebuch,

wo war ich stehen geblieben? Hatte ich die rothaarige Hexe schon erwähnt? Also, die hat am nächsten Morgen - diesen Morgen - auf uns am Brunnen gewartet, mit einer absolut niedlichen Katze, die sich von mir sogar füttern ließ! Danach ist sie mit uns in den Wald - ich war ja etwas skeptisch, da es ja hieß, da wären Dämonen, aber ich dachte mir eben, dass die anderen mir im Zweifelsfall einen ausreichenden Vorsprung verschaffen würden. Schnell laufen kann ich ja, wie meine bisherigen Expeditionen gezeigt haben!

Auf jeden Fall, im Wald hat die Hexe uns dann noch mehr berichtet über den Hexenmeister und die ganze Situation. Erstaunlicherweise waren die anderen sofort bereit, allein aufgrund dieser Erzählung Köpfe rollen zu lassen! Mein Vorschlag, doch erst einmal mit dem Mann zu reden, wurde rundheraus abgelehnt; wie ich schon schrieb, anscheinend bin ich hier in Gesellschaft einiger blutdürstiger Gesellen, TSA bewahre!

Immerhin konnte ich die anderen davon überzeugen, vielleicht doch erst mehr Informationen zu sammeln. Die junge Hexe verwies uns dazu an die ehemalige Zirkelführerin und beschrieb uns den Weg zu der Höhle dieser Frau.
Ich denke, im Folgenden haben meine Reisegefährten meine Erfahrungen bei der Wegsuche durch unbekanntes Gelände zu schätzen gelernt; würden sie doch meine Gedanken bezüglich dem Thema Gewalt genauso ernst nehmen!
Auf dem Weg zur Höhle bemerkte ich einen großen Raben, der uns offensichtlich beobachtete. Die anderen raunten gleich von "bösen Omen" und ähnlichem, ich halte das für abergläubischen Unsinn.
Anscheinend folge der Rabe uns dann auch noch zur Höhle, erzählten mir die anderen später, ich selbst habe darauf nicht geachtet, weil ich damit beschäftigt war, den Weg zu suchen.

Die Zyklopäerin entschied sich, an der Höhle angekommen, dazu, nicht hineinzugehen; anscheinend ist ihr in engen Räumen unwohl. Kann ich nicht verstehen, in Höhlen und Kavernen findet man doch oft die interessantesten Dinge!
Die alte Hexe war erstaunlich nett und versorgte uns sofort mit ihrer (leckeren!) Pilzsuppe, bevor sie uns noch mehr über die Situation erzählte.
Auch mir erschien die Geschichte danach deutlich glaubwürdiger, vor allem dadurch, dass die Hexe uns bat, den Mann nicht einfach umzubringen, sondern nur von seinen dunklen Plänen abzubringen.
Natürlich raunten ein paar der anderen sofort, dass es ja doch nötig sein könnte, ihn umzubringen. Wie kann man nur so heiß auf den Gedanken sein, einen Menschen zu ermorden?!
Wie auch immer, um uns dabei zu unterstützen, den Hexer auf eine "sanfte" Weise auszuschalten, versprach uns die Hexe, etwas zu brauen, das ihn ins Reich der Träume schicken soll; dazu fehle ihr aber noch ein Fisch, den wir aus einem nahen Weiher ziehen sollten. Gleichzeitig bräuchten wir aber auch noch ein paar Feenpilze, die in einem großen Pilzwald in der Nähe wachsen würden.
Ich erklärte mich sofort zum Pilzesammeln bereit, da ich davon ausging, dass die Nordleute deutlich geschickter beim Fischefangen sein würden. Und tatsächlich meinten die beiden, dass sie den Fisch angeln würden. Der seltsame Söldner schloss sich ihnen an, womit es an der Zyklopäerin und mir liegen würde, die Pilze zu pflücken.
Nach einer (wirklich) kurzen Verabschiedung von der Hexe machten wir uns also auf den Weg.

Auf dem Weg zu der Wegkreuzung, an der wir uns von den Anglern trennen würden, bemerkten wir auch noch den bereits genannten verschimmelten Baum, der laut den Hexen etwas mit dem Hexenmeister zu tun haben sollte.
Der Magier fand dies so faszinierend, dass er den Baum sofort hochkletterte, und ganz oben in den Zweigen eine Art Gedicht fand, das anscheinend auf den Hexer zurückgeht, und, so es denn wirklich von ihm ist, deutlich zeigt, dass dieser Mann ein wirkliches Problem mit seinen Aggressionen hat.
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Re: [DSA5] Hexenreigen (Discord - 10. Juni, 4/5)

Beitrag von StipenTreublatt » 14.06.2017 13:36

Elaria Bosvani hat geschrieben: Kurz darauf trennten wir uns dann, und dank meiner kompetenten Führung (sowie den weit sichtbaren Riesenpilzen - vielleicht sollte ich kurz darauf hinweisen, dass ich noch nie von Pilzen gehört habe, die Baumgröße erreichen?! Dem Rest erschien das wohl nicht außergewöhnlich...) erreichten wir kurz darauf den Pilzwald, wo die Zyklopäerin und ich sich ans Pilzesammeln machten.
Nachdem ich schon ein paar Pilze herausgerupft hatte (die sich allerdings jedes Mal als die Falschen herausstellten), zeigte mir die Jägerin zu meinem Schrecken einen Pilz mit Augen, der mit ihr sprach (woraufhin auch einige andere Pilze die "Augen" öffneten). Dieser sprechende Pilz bot uns daraufhin die gewünschten Feenpilze an, sowie noch ein paar Regenbogenfarbene, von denen die Zyklopäerin sofort einen probierte... und daraufhin offensichtlich die ganze Welt sehr bunt wahrnahm (und sehr viel Unsinn erzählte).
Ich führte sie also geduldig wieder zu den anderen, denen sie sofort auch einige Regenbogenpilze anbot - die zwei Thorwaler zögerten nicht lange. Der Magier schien nicht beeinflusst zu werden, aber die Frau benahm sich daraufhin genauso seltsam...
Mit arg strapazierten Nerven führte ich die Gruppe (die Zyklopäerin an der Hand) zurück zur Hexe, die die Pilzwirkung auf meine Bitte hin wieder wegzauberte.
Da die anderen immerhin den Fisch gefangen hatte, braute uns die Hexe den Trank, und wir entschieden, am nächsten Tag den Weg zur alten Mühle (wo der Hexenmeister lebt) anzutreten (anscheinend ist er nachts mächtiger, oder so).
Dennoch wollten die anderen die Mühle bereits heute schon mal auskundschaften, und so führte ich sie abseits der Wege (nach der Wegbeschreibung der Hexe) Richtung Mühle.
Auf dem Weg begegnete uns aber wieder ein Rabe, und da die alte Hexe uns mittlerweile bestätigt hatten, dass der Hexenmeister einen Raben als Vertrautentier hat, beschlossen die anderen sofort, das arme Tier abzuschießen.
Dieser Entschluss wurde ihnen wohl auch dadurch erleichtert, als dass der Rabe plötzlich zum Angriff überging. Die Details sind mir nicht mehr präsent (ich war etwas geschockt ob des plötzlichen Gewaltausbruchs), aber die Sache endete damit, dass der Rabe schwer verletzt davonflog.

An der Mühle angekommen ließ ich die anderen mein Fernglas benutzen, und während sie schon am Pläne schmieden waren, dämmerte ich leicht vor mich hin.
Irgendwie sind wir dann auch wieder ins Dorf zurückgekehrt, wo ich todmüde auf mein Nachtlager fiel und sofort schlief.
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Re: Spielberichte Hexenreigen (Teil 1)

Beitrag von Lillisa » 18.06.2017 13:58

Danke fürs fertigschreiben =D Wenn ihr wollt mach ich den neutral formulierten Bericht noch zuende ansonsten finde ich die Beschreibungen im Tagebuch sehr gelungen ^.^

Eine Ergänzung noch - der Spruch vom Ast:

Sprich dreifach die Flüche auf den Hexenreigen, deine Mittel
dazu sollst du niemandem zeigen.
Zur Mitternacht wird der Fluch sie zerdrücken, denn im
Mondschein kann nichts deinen Worten entrücken.
Zieh dreifach den Kreis aus Macht um dein Haus, dies liefert
die Feinde zum Fluche dir aus.
Nutz dreifach den Pfad weithin bis zur Quelle, von dort
strömt dir die Macht zu auf magischer Welle.
Lassen Madas Fesseln nach, so sprich deine Flüche aus Zorn
und Hass.
Schlingt Phex sie enger, zu Madas Pein, so sollen voll Neid
gesprochen sie sein.
Wenn Mada gänzlich gefangen in Nacht, herablassend
murmle sie mit Hohn in der Sprach.
Achte den Vollmond und sei bereit, denn für Rache im Zauber
ist nun die Zeit.
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Re: Spielberichte Hexenreigen (Teil 1)

Beitrag von StipenTreublatt » 01.07.2017 14:10

Elaria Bosvani hat geschrieben: Liebes Reisetagebuch,

mir ist gerade etwas langweilig hier in der Höhle der Alten, deswegen schreibe ich Dir jetzt schon mal die Ereignisse des heutigen Tages, auch wenn dieser sich noch nicht dem Ende zuneigt.

Und zwar mussten wir heute morgen beim Aufstehen feststellen, dass sowohl die Zyklopäerin als auch der Söldner sich anscheinend aus dem Staub gemacht haben. Ob sie ihre Zuneigung zueinander entdeckt haben, oder die Sache einfach schon selbst in die Hand nehmen wollten, sich aber im Wald verlaufen haben, oder von dem Hexer verzaubert wurden, werden wir wohl so schnell nicht erfahren... jedenfalls waren und bleiben sie vorerst verschwunden.

Mir war das ganz recht, die Beiden waren eh die Blutdürstigsten der Gruppe. So sind wir eben zu dritt zur Alten Mühle aufgebrochen, die beiden Nordleute unter meiner Führung. Dort angekommen, haben wir uns im Schutz des Waldes herangeschlichen und mit einem der Pilze den Schutzkreisen aus schlechten Pilzen unterbrochen - beim weiteren Heranschleichen übersahen die beiden Nordleute aber die paar im Weg herumliegenden Äste und machten einen Riesenlärm, sodass sie sich dazu entschieden, einfach anzulopfen.
Der Hexer, der daraufhin aus dem Fenster schaute, sah eigentlich gar nicht so böse aus, aber wir waren trotzdem vorsichtig. Die Nordfrau erklärte ihm, dass wir uns verlaufen hätten, und den Pilzwald suchen würden.
Als der Hexer uns daraufhin den Weg zu dem Pilzwald wies, bat ich ihn, ob wir nicht hereinkommen und etwas ausruhen könnten - wir würden ihm auch von unserem Proviant etwas abgeben! Er erklärte sich einverstanden, und so begegneten wir uns in seinem Wohnraum, der ziemlich hübsch tulamidisch eingerichtet war (es muss ein Vermögen gekostet haben, diese Sachen hier in den Norden schaffen zu lassen!).

Daraufhin begann ein nettes Versteckspiel, aus dem wir deutlich als Sieger hervorgingen: Er versuchte uns über Tee und Bier Schlafmittel zu verabreichen, und wir, besser gesagt ich, ihm über den Proviant.
Der Nord-Magier war wieder mal völlig unbeeindruckt von jeglichen Beimischungen in seiner Nahrung, und ich verzichtete darauf, von dem Tee zu trinken, mit der (zutreffenden!) Begründung, dass ich einfaches Wasser bevorzuge (das ich aus meinem eigenen Wasserschlauch trank).

Nach einigen Wortwechsel, bei dem uns der Mann auch über die Hexen ausfragte, besser gesagt, was wir bei der Alten gemacht hätten (was ich, einigermaßen zutreffend, damit beantwortete, dass die Hexen uns seltsame Geschichten über jemanden erzählt hätten, der dem Dorf schaden wolle, wir dies aber nicht wirklich glauben würden), griff er endlich zum von mir mit dem Schlaftrunk der Hexe präparierten Proviant und kostete vorsichtig. Während die Nordfrau, die begeistert von Tee und Bier getrunken hatte, fast schon mit dem Kopf auf der Tischplatte aufschlug, wurde der Hexer auch deutlich müder, und meinte plötzlich, er wolle in sein Bett. Ich bot ihm an, ihn zu stützen, was er zuerst ablehnte, aber sich dann doch nicht mehr allzusehr wehrte, als er auf dem Weg zur Treppe fast stürzte.

So führte ich den benommenen Hexer also zu dem Raum, in dem angeblich sein Schlaflager war - dort hockte aber nur der Rabe inmitten seines Nestes, und in einer Ecke lag ein Haufen Stroh, auf das der Hexer dann gebettet werden wollte.
Der Rabe, der kurz darauf heranhüpfte, bekam von mir rasch auch ein Stück von dem Proviant angeboten und schlief auf der Stelle ein, nachdem er den Fehler gemacht hatte, dies anzunehmen.

Da der Hexer nun also ausgeschaltet war, machte sich der Nordmann daran, ihn in ein Bettlaken einzurollen und so transportfertig zu machen, während ich den armen, verletzten Raben vorsichtig einpackte.

Dem Nordmann gelang es kurz darauf sogar wieder, die Nordfrau aufzuwecken, die mir dann ihrerseits dabei half, eine verschlossene Truhe im wirklichen Schlafzimmer des Hexers zu öffnen. Darin befanden sich aber nur ein paar Goldmünzen, die wir alle drei sicherheitshalber an uns nahmen - nicht dass während seiner Abwesenheit noch irgendwelche Banditen hier vorbeikommen und den armen Hexer einfach ausrauben!

Der große Nordmann hat daraufhin den eingerollten Hexer (unter meiner Führung) zur alten Hexe geschleppt, mit der wir gerade vorhin das weitere Vorgehen besprochen haben. Letztlich haben wir uns darauf geeinigt, dass die Alte nach Trallop fliegt, um dort einen Praioten anzufordern, der die ganze Sache aufarbeiten soll.

Und so sitzen wir nun in der Höhle der Alten, passen auf den Hexer auf (naja, die zwei Nordleute zumindest), und warten geduldig auf die Rückkehr der Alten.
Zumindest haben wir genug leckere Suppe hier noch im Kessel, aber mir ist doch etwas langweilig.

Selbst der Rabe, den wir in einen passenden Käfig gesteckt haben, schläft immer noch.

Naja, ich denke, ich gehe etwas nach draußen, mich umschauen. Die Höhle hat außer einigen Zutaten (viele davon irgendwelche halbvergammelten Überreste von Tieren) nicht viel zu bieten.
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Re: Spielberichte Hexenreigen (Teil 1)

Beitrag von StipenTreublatt » 05.07.2017 13:07

Elaria Bosvani hat geschrieben: Liebes Reisetagebuch,

nur schnell in aller Kürze vor dem Schlafengehen:

Gestern - nein, heute morgen, nach dem Aufstehen, ist die Alte dann wieder auf ihrem Besen zurückgekehrt und hat angekündigt, dass ein Praiosgeweihter auf dem Weg ist, der in zwei Tagen eintreffen dürfte.

Da die Alte uns versichert hat, auf den Hexer aufpassen zu können (sie hat übrigens gestern noch so... Wurzeln oder Ranken wachsen lassen, die ihn festhalten), sind wir noch mal in die Mühle, um diese zu plü... untersuchen.
Tatsächlich sind uns dabei noch ein paar Wertsachen in die Hände gefallen, die wir sorgfältig verwahren werden. Weiterhin fanden wir aber auch Beweise für das schändliche Treiben des Hexers, Phiolen voller Blut und ähnliches. Wir haben dies an Ort und Stelle gelassen und werden es dem Praioten übergeben.

Auf dem Rückweg führte ich die anderen dann noch an dem Baumhaus der dritten Hexe im Bunde vorbei, die wir bisher gar nicht gesehen hatten (deren Wohnort mir aber die Alte freundlicherweise verraten hatte).
Sie war nicht so aufgeschlossen wie die anderen beiden, und ihre Wohnung, hoch in einem Baum, auch nicht sehr einladend - gab es doch für uns Nicht-Fliegende keine Möglichkeit, auf einfache Weise dort hinaufzugelanden (die Hexe konnte dort übrigens einfach hinaufspringen, hätte man ihr vom Körperbau her gar nicht zugetraut).

Meine freundlichen Rufe wurden von ihr jedoch bald beantwortet, und sie gesellte sich kurz zu uns, um uns ein paar Fragen zu beantworten. Sie muss wohl gerade an etwas Wichtigem gearbeitet haben, denn sie beendete die Unterhaltung bald, jedoch nicht, ohne mir vorher einen hübschen Hasenpelz verkauft zu haben (den sie selbst bearbeitet hat! Ich besitze jetzt also einen Pelz aus echter Hexenfertigung!).

Nach einem kurzen Besuch im Dorf bei der Rothaarigen (diese Haare!) quartierten wir uns wieder im Dorf ein.

Morgen, spätestens übermorgen, soll der Praiot eintreffen. Ich bin gespannt.

-----


Liebes Reisetagebuch,

Dörfer sind im Allgemeinen schon recht langweilig. Jedenfalls sitze ich gerade an einem Lagerfeuer mit meinen Reisegefährten, zu denen derzeit auch ein Praiot und sein Gehilfe, sowie ein eingeschnürter Hexer und sein Rabe im Käfig gehört.

Wir sind auf dem Weg nach Trallop. (Seit meinem letzten Eintrag sind zwei Tage vergangen).

Der Rabe kann übrigens sprechen! Ein sehr nettes Tier, eigentlich, wenn man bedenkt, dass er zu diesem durchgeknallten Hexer gehört, der es als sein Lebensziel ansah, ein paar ungewaschene Bauern zu beherrschen...
Jedenfalls habe ich mit dem Raben jetzt schon einige nette Gespräche geführt.
Ich wüsste ja zu gerne, was mit ihm geschehen wird...
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