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Wir sind durch!

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Feyangola
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Beitrag von Feyangola » 24.07.2017 11:23

Sechs Jahre, über 100 Sitzungen und knapp 1000 Stunden reine Spielzeit hat es gedauert: Unsere Gezeichneten haben die finale Konfrontation mit Borbarad erlebt und den Rausch der Ewigkeit über ihn kommen lassen. :borbi :)

Nachdem sich ab Siebenstreich nach jahrelangem Spielen eine schleichende Kampagnenmüdigkeit bemerkbar gemacht hatte, war das Finale wieder voll von Höhepunkten und uns wurde zunehmend angst und bange bei dem Gedanken, dass es bald vorbei sein würde... Die Dritte Dämonenschlacht wurde dann mit dem alten (modifizierten) Brettspiel als Strategiekarte zusätzlich veranschaulicht, während wir drei Heldengruppen in die Schlacht führten: Gezeichnete, eine Agenten-Zweitgruppe und eine Gruppe eingezogener Landwehr (wie immer gilt Skyvaheris Gruppe ein riesiger Dank für die vielfachen Inspirationen! :)).

Die finale Konfrontation wurde dann vor allem erzählerisch abgehandelt und nur entscheidende Dinge wurden ausgewürfelt. Viele Freunde der Helden opferten sich auf dem letzten Ausfall gegen den Beschwörungshügel, um den Kampf der Gezeichneten gegen den Dämonenmeister zu ermöglichen. Als der 1. Gezeichnete sich in der Duellglobule mit Borbarad sofort entschloss, eine gigantische letzte Druidenrache einzuleiten, flossen die ersten Tränen... während ihre Körper zerfetzt wurden, siegte die Gemeinschaft der Gezeichneten schließlich gegen den Dämonenmeister.

Ich weiß noch nicht, wie ich damit klarkommen soll, aber ich bedanke mich vielmals bei meinen Spielern, ohne die diese Kampagne nichts gewesen wäre. Im Gegenteil war sie das großartigste RPG-Erlebnis, das ich jemals hatte.

Wie geht es denen, die die G7 ebenfalls vollendet haben: Seid ihr in dauerhafte Melancholie verfallen? Oder wart ihr froh, als ihr durch wart? Und habt ihr Tipps, wie man die Zeit danach überstehen kann? ;-)

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Sumaro
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Beitrag von Sumaro » 24.07.2017 11:37

Man kann sie ja nochmal anders spielen. Habe die G7 insgesamt vier mal geleitet, dreimal abgeschlossen, zusammen haben wir vielleicht 6 Jahre in vier Durchgängen verbracht und jedes Mal eine Menge Spaß mit unterschiedlichen Konstellationen gehabt. Von daher, einfach weiterspielen und bei gemeinsamen Abenden kann man ja nostalgisch darauf zurückschauen. Aber große Momente gibt es auch ohne G7 noch viele weitere.
Sumaros kleine Schreibstube: Eure Ideen in Worte gefasst. Schaut rein!

Nimmerland
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Beitrag von Nimmerland » 24.07.2017 11:52

Glückwunsch auf jeden Fall. In vielerlei Hinsicht ist die G7 die Mutter aller Abenteuer.
Ich selbst hab' Sie noch nie gespielt und auch nicht wirklich Lust drauf - mir wirkt das, was ich so mitbekommen habe vom Plot immer irgendwie zu schicksalhaft konstruiert und zu festgelegt.

Mein kleiner Bruder - zu dem Zeitpunkt DSA-Neuling - hat mich mal gefragt, ob ich nicht spontan die G7 für ihn und ein paar andere spontane Mitspieler leiten möchte. Ich hab' das erst für einen Witz gehalten und ihm dann gesagt, dass sie da gerade einen großen Teil ihrer Lebenszeit der nächsten Jahre verplanen:)
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a.k.a.: Liam Kornblum von Donnerbach, Irabella Zornbold, Quin Buchweiz der Kurbelnde, Sajalan ben Cherek

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Beitrag von Skyvaheri » 27.07.2017 09:59

Glückwunsch und Gratulation für's Durchhalten! Willkommen im Club derjenigen, die die G7 "durchgestanden" haben. :) Ihr habt ähnliche viele Stunden daran gespielt wie wir. :) Auch in der Zeit - allerdings hatten wir viel mehr Spieltermine, da wir ja wöchentlich spielen.

In ein Loch gefallen sind wir nicht, da wir schon während der G7 mal pausiert haben und unsere Drachenchronik-Runde mit einigen Vorgeschichten begonnen haben.

Ich als SL war froh "es geschafft" zu haben, ohne dass kurz vor Ende noch ein Spieler absprang - das hat derjenige dann direkt danach gemacht - aber hey, fertig zu Ende spielen und dann sagen "ich höre auf" - voll in Ordnung in meinen Augen.
Ich war als SL danach erstmal auf eine lange Pause vom SL aus - und ziemlich leer was Motivation und Ideen betrifft. Ich werde sicher auch nie wieder so viel Aufwand in eine Kampagne stecken wie in unsere G7 Runde. Das lässt mein übriges Leben auch einfach nicht mehr zu.

Sky
Alle Infos zu Sky's DC bzw. Ex-G7-Runde gibt es hier:

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McBaine
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Beitrag von McBaine » 27.07.2017 12:08

Wir haben die G7 zu DSA 3 Zeiten durchgespielt und sind im moment dabei mit teilweise anderer Besetzung die DSA 4 Version mit dem Zusatzmaterial (und leicht veränderten/ersetzten Zeichen) zu spielen (wir werden heute Abend wohl mit dem Prolog Staub und Sterne fertig).

Für unsere Gruppe war es damals auch unvergesslich, gerade das Finale und der Weg dahin. Gerade weil wir auch 2-3 Jahre gespielt hatten und es eine so tolle Kampagne war haben wir immer gerne daran zurück gedacht und entschlossen uns jetzt für eine zweite Runde (wenn auch nur 2 Spieler von damals nochmal dabei sind und der Rest die Kampagne zum ersten mal erlebt).

Thorgrimma
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Beitrag von Thorgrimma » 27.07.2017 23:23

Danke für die schöne Schilderung des Endes... da werden bei mir wehmütige Gedanken wach. Eine Agenten- und eine Landwehrtruppe da zu haben ist sicher toll, aber wir waren mit einer Magiertruppe und einer Borbaradianergruppe auch gut bedient. :)

Bei uns war erst mal große Trauer angesagt, auch wenn das Ende genauso episch war wie bei euch. Es hatte nur ein Held überlebt, aber dem Spieler nutzte das nicht viel, denn er wusste, dass sein Held ohne die anderen auch nicht mehr spielbar ist. Für mich war der Tod meines Helden, und dass ich diesen Char nie mehr verkörpern kann furchtbar - er wurde ja ein weiterer Teil von mir, hatte seine eigene Persönlichkeit, ich konnte da ganz eigens denken und handeln. Ich habe tatsächlich eine Woche lang geheult (und schäme mich nicht dafür). Einer unserer Spielerinnen ging es ganz ähnlich.

Viel geholfen hat mir in dieser Woche tatsächlich, nochmal die Bücher über den Schwertkönig zu lesen (bzw. das zweite das erste Mal, vorher war es ja verboten). Ich habe diese Bücher und den Charakter von Raidri danach viel besser verstanden und konnte nochmal die ganze Kampagne ein bisschen Revue passieren lassen. Auch andere Bücher, z.B. jene über Tarlisin von Borbra waren dazu ganz gut. Ja, alles nochmal zu konsumieren, um die Kampagne auch aus anderen Blickwinkeln zu sehen, kann helfen (zumindest mir). Und ich musste natürlich ganz viel in dem Forum hier zur Kampagne lesen und schreiben :)

Die anderen Spieler hatten erst einmal Angst, dass die Gruppe jetzt nicht mehr bestehen wird und alles auseinandergehen könnte. Unser Meister hatte erst auch mal keine Lust, sofort wieder mit etwas anderem zu meistern. Allerdings haben wir uns - nach einem zwischenspiel mit einem anderen Meister, das leider wegen dessen Zeitmangel scheiterte - nun mit dem Jahr des Feuers doch noch in eine neue Kampagne gestürzt, mit anderen Helden, die aber gleich auf einem viel höheren Epiklevel gestartet sind.

Letzenendes bin ich deswegen auch 3 Jahre danach immer noch melancholisch, denke aber auch unglaublich gerne zurück an die vielen grandiosen Momente.

Meiner Meinung nach entkommt man einer dauerhaften Melancholie nur, wenn man sich wieder auf neue Helden und neue Kampagnen einlässt. Man wird merken, dass die auch toll sind und dass auch andere Abenteuer etwas zu bieten haben. ich dachte ja, ich werde nie wieder so tief in einen Charakter einsteigen wie in meinen G7-Helden und nie wieder so spannende Dinge erleben. Das war natürlich völliger Schwachsinn. Ich habe aus dem Gefühl heraus, nicht auch noch seine ganze Familie durch seinen Tod zu verlieren, einfach seine Tochter zu spielen begonnen (auch so ein Trick, falls ihr wie wir ein Umfeld aus Familie und Freunden hattet, das sehr stark bespielt wurde, und bei dem ihr unbedingt wissen wollt, wie es weiter geht!). Ich würde mal sagen, nach 1 Jahr spielen war ich schon genauso in ihr drin, wie in ihm. Und die Abenteuer, u.a. auch einen Teil von Jahr des Feuers, die sie erlebt, sind, wenn man ihr Alter betrachtet, sogar noch epischer als seine. Allerdings hilft mir dabei extrem, dass ständig Bezüge zu alten Freunden usw. da sind und ich auch immer wieder mal rückblickend etwas über damals nicht verstandene Vorfälle erfahre.

Ich glaube, den anderen geht es mit ihren Jahr des Feuers Helden ähnlich, sie scheinen jedenfalls schon ziemlich in denen drin zu sein.

In der Hinsicht: Es gibt auch noch etwas nach Borbarad, was es zu erleben und entdecken gilt :)

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Beitrag von Engor » 28.07.2017 00:34

Herzlichen Glückwunsch, die Kampagne durchzuspielen ist etwas ganz besonderes. Das wird für mich wohl immer der Höhepunkt meines Rollenspielerdaseins bleiben. Das braucht einfach Jahre, vor allem, wenn man auch noch die vielen Seitenstränge erleben möchte, damals hatte ja auch gefühlt jeder Band, der nicht direkt zur Kampagne einen Zusatz "spielt im Umfeld der Ereignisse um Borbarads Rückkehr". Sprich, man konnte sich dem gar nicht entziehen.
Bei uns hat damals im Anschluss tatsächlich die große Melancholie eingesetzt. Das hat sich wirklich ein wenig wie ausgebrannt sein (auf Rollenspieler-Ebene wohlgemerkt) angefühlt, nachdem man jahrelang auf diese eine Ziel hingearbeitet hat. Wir haben dann zwar nochmal versucht, mit einer neuen Gruppe anzufangen, das ist dann aber schnell zuende gegangen. Zu allem Pech war dann auch noch ausgerechnet "Tal der Finsternis" für viele Jahre das letzte Abenteuer, das ist so mies, dass es einem echt den Rest geben kann. Wir haben uns damals ganz real die Frage gestellt, ob da jetzt nochmal was kommen kann, was das noch toppen könnte. Und das schien doch sehr fraglich.
Außerdem hat die G7 das damals vertraute Aventurien doch einigermaßen auf den Kopf gestellt. "Borbarads Erben" ist zwar eine verdammt coole Box, mit der damit verbundenen Veränderung der Atmosphäre konnte ich mich aber nicht anfreunden. Bei mir hat es dann fast 10 Jahre gedauert, um wieder zurückzukommen, unter anderem durch die Soloreihe um die "Schwarze Eiche" habe ich mich dann aber wieder davon überzeugen lassen, dass Aventurien längst noch nicht auserzählt ist. Allerdings wird es sehr schwer werden - zumindest in meiner subjektiven Wahrnehmung - noch einmal ein Ereignis/eine Kampagne so intensiv mitzuerleben.

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Beitrag von Feyangola » 30.07.2017 23:07

Danke für die vielen Antworten und Zusprüche! :) Also, die G7 noch einmal zu spielen kommt für uns nicht in Frage. Ich schätze, das wird noch 10 bis 20 Jahre dauern, bis wir dazu wieder Lust hätten. ;-)

Wir haben uns entschieden, unsere persönliche Spielwelt mit vielen gewonnenen Freunden, Familien und Feinden weiterzuspielen und 5 Jahre in die Zukunft zu springen. Wir werden aber nicht das Jahr des Feuers, sondern mit einigen Vorbereitungsabenteuern die Wildermark-Kampagne ansteuern und im Anschluss daran vielleicht noch die Splitterdämmerungs-Bände. Einer unserer bisherigen Spieler übernimmt den SL-Posten und ich werde es genießen, mal wieder Spieler und Held zu sein (auch wenn es sicherlich bald wieder in den Fingern juckt - wer einmal die Macht gehabt hat... ;-)).

Ich hoffe, wir sehen uns in den anderen Teil-Foren wieder - und jeder, der dies liest und noch in der Kampagne steckt: Genießt es, solange ihr könnt, und lasst euch nie entmutigen!

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Beitrag von Nightcrawler » 02.11.2017 15:56

Nächsten Nikolaus wären es volle 8 Jahre gewesen, die vergangen sind, seit wir mit AoE Nikolaus 2009 begonnen haben. Am letzten WE haben wir in der 3. Dämonenschlacht den Sieg über Borbarad in einem epischen Finale erreicht (nachdem wir im Oktober an jedem WE zwischen 1-3 Tage gespielt haben, um die 3. Dämonenschlacht angemessen und zügig zu spielen).
Es waren 1533 Spielstunden und 38 Minuten (nicht ganz exakt, da ich nicht immer die Quatschzeiten minutengenau erwischte, aber ziemlich), und in dieser Zeit stecken auch 1:1 und Nebenepisoden. Das begleitende Tagebuch, von der Knappin begonnen, der Ritterin fortgeführt und von der 1. Gezeichneten beendet, ist (einzeilig mit nicht großzügigem Rand) über 2220 Wordeiten lang und hat zu schreiben Pie mal Daumen grob so lange gedauert, wie die Kampagne zu spielen.


Ich bin froh, sie geschafft zu haben, ich bin stolz drauf, und traurig bin ich auch, dass diese Kampagne vorbei ist.
Es werden andere SC kommen und andere AB, aber meinen Hauptcharakter habe ich seit Ende 2022 gespielt und das ist eine sehr lange Zeit, um zu vermissen, sie (voraussichtlich) wieder zu spielen.
DAS *Avatar* ist ein Enduriumschwert. *g*

Unsere 7G ab AoE 1533,38 h (gekürztes SiZ & Siebenstreich) - beendet!

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Beitrag von Skyvaheri » 02.11.2017 21:23

Gratulation! Willkommen im Club der "wir haben die G7 geschafft-Veteranen"! :6F: :cookie:

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