Der Zug der Edlen - Rezeption im Horasreich

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Yramis
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Der Zug der Edlen - Rezeption im Horasreich

Beitrag von Yramis » 21.05.2013 12:48

Gibt es in irgendwelchen Werken eigentlich Aussagen dazu, wie der Zug der Edlen im Horasreich aufgenommen wurde?

Wurden die Teilnehmer als Helden verehrt, als Idealisten belächelt oder gar als Verräter betrachtet?

Wie steht es mit den Teilnehmern, die als Belohnung Lehen, Titel und Orden des Mittelreiches angenommen haben? Innerhalb einer Feudalgesellschaft ist so etwas ja nicht gerade unproblematisch.
Eine misslungene AT bedeutet nicht, daß man daneben geschlagen hat (WdS S. 59).

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Yggdrasil
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Re: Der Zug der Edlen - Rezeption im Horasreich

Beitrag von Yggdrasil » 21.05.2013 14:05

Im Netzt steht was von "großteils Junger Adeliger" die freiwillig nach Tobrien zogen.
Es ist anzunehmen, dass diese Freiwilligen durch ihre Jugend noch keine Vasallen waren, also noch nicht im Lehnseid standen.
Außerdem ist die Heerfahrt eine ritterliche Tugend, die einem künftigen Vasallen oder Lehnsmann/frau keinesfalls schlecht ansteht.

Lehen von zwei verschiedenen Fürsten zu verwalten stellt im Großen und Ganzen auch kein Problem da. Da wäre es allerdings wichtig zu wissen, mit welchen Rechten und Pflichten die jeweiligen Lehen verbunden sind.

Da sich ganz Aventurien einig ist, dass Borbarad ein böser, böser Mann ist, sehe ich momentan keinen Grund, warum die Teilnehmer dieses Zuges nicht als Helden verehrt werden sollten.

Yramis
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Re: Der Zug der Edlen - Rezeption im Horasreich

Beitrag von Yramis » 21.05.2013 14:53

Ich dachte zum Beispiel an Teucras de Solstono, der 1018 BF Signor von Solstono wurde und sich hinterher mit den Raulsschwertern in Gold auszeichnen ließ.

Oder Geron von Tikalen, der nach der Dämonenschlacht Reichsedler (Wildermark) ist und später höhere Würden im Horasreich anstrebt.

Im Vergleich dazu war die Eheschließung Romin Galahans mit der Kronprinzessin von Albernia anscheinend mit Kritik bedacht worden.
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Yggdrasil
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Re: Der Zug der Edlen - Rezeption im Horasreich

Beitrag von Yggdrasil » 21.05.2013 15:06

Wie gesagt stellen in einem Feudalsystem Herrschaftsübergreifende Lehen im Allgemeinen kein Problem da.
Auch Orden werden wohl im Allgemeinen als hohe Auszeichnung von allen anerkannt.
Soweit meine Meinung.

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Trebeta
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Re: Der Zug der Edlen - Rezeption im Horasreich

Beitrag von Trebeta » 27.05.2013 18:44

Über Geron von Tikalen findet sich in den Wikis etwas, er ist auch kein unwichtiger NSC für die Königsmacherkampagne. Allerdings hat er da erst einmal das Problem enterbt zu sein und unter Reichsacht zu stehen, weil man ihm bzw seiner Mutter, Nekromantie bzw Dämonenbündelei vorwirft.

Ganz allgemein hast du noch das Problem dass das Horasreich die "Borbaradkrise" irgendwie nie richtig tangiert hat, physisch wie psychisch. Überspitzt formuliert.

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Gorin
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Re: Der Zug der Edlen - Rezeption im Horasreich

Beitrag von Gorin » 27.05.2013 19:01

In einigen alten Bosparanischen Blättern gibt es Berichte zum Zug der Edlen, auch zur Rückkehr, die war, soweit ich mich erinnere, recht feierlich.
Davon abgesehen hatte das Horasreich ja auch reguläre Truppen zur Dämonenschlacht entsendet.
Man muss bei der ganzen Sache auch bedenken, dass im Süden des Horasreichs damals die Rote Keuche grassierte.

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Re: Der Zug der Edlen - Rezeption im Horasreich

Beitrag von Andras Marwolaeth » 27.05.2013 20:39

Für die teilnehmenden Edlen war das ein Kampf Gut gegen Böse, ein heroischer Kampf. Da sieht man nicht drauf, ob man für Brin oder Amene kämpft.

Für Amene war dieser Zug der Edlen eine schöne Geste, die in den Verhandlungen mit dem Mittelreich geholfen hat. Immerhin hat man ihr im Frieden von Weidleth die Kaiserwürde anerkannt.

Auszeichnungen von einem fremden Herrscher oder Lehen in anderen Landen anzunehmen, ist kein Problem, vor allem nicht, wenn man im Frieden miteinander lebt. Prominentestes Beispiel dürfte heutzutage Cusimo von Garlischgrötz sein, der im Horasreich Herzog Grangoriens und im Mittelreich Markgraf vom Windhag ist.

Mit Romin Galahan ist das eine andere Sache. Fürstin Kusmina Galahan missglückte 1019 BF ein Staatsstreich und damit war das Haus Galahan im Horasreich unten durch.
Zuletzt geändert von Andras Marwolaeth am 27.05.2013 20:39, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Der Zug der Edlen - Rezeption im Horasreich

Beitrag von Nova » 28.05.2013 04:00

Yramis hat geschrieben: Wie steht es mit den Teilnehmern, die als Belohnung Lehen, Titel und Orden des Mittelreiches angenommen haben? Innerhalb einer Feudalgesellschaft ist so etwas ja nicht gerade unproblematisch.
Doch, gerade da ist dies völlig unproblematisch, weitaus weniger problematisch als dies in modernen Gesellschaften wäre.
Yramis hat geschrieben: Im Vergleich dazu war die Eheschließung Romin Galahans mit der Kronprinzessin von Albernia anscheinend mit Kritik bedacht worden.
Eheschließungen sind immer Politik, und zwar im Besonderen Bündnispolitik. Das ist dann in der Tat auch etwas Anderes.

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Re: Der Zug der Edlen - Rezeption im Horasreich

Beitrag von Asacrion » 28.05.2013 09:33

Vielleicht sollte man noch erwähnen, dass kaum einer der Edlen wirklich wieder daheim "angekommen" ist. Im Grunde sind das alles irgendwie kaputte Menschen mit massiven Kriegstraumata: rastlose Gestalten, die Schrecken jenseits der Vorstellungskraft gesehen haben, die in der Heimat nur abstrakt wahrgenommen werden können. Viele blieben im Kriegs-/Söldnergeschäft.
In "Hinter dem Thron" steht etwas zu diesen Veteranen.

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Re: Der Zug der Edlen - Rezeption im Horasreich

Beitrag von Robak » 28.05.2013 11:36

Man sollte nicht vergessen, dass die Mehrheit der Edlen nie wieder horasischen Boden betreten hat. Wer Glück hat liegt tot in tobrischer Erde. Wer Pech hat steht untot auf ihr.

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Re: Der Zug der Edlen - Rezeption im Horasreich

Beitrag von Yramis » 09.06.2013 10:41

Ich habe heute einen Artikel im Bosparanischen Blatt gefunden ("Siegreich gegen das Heptasignum").

Klar wird, daß der Kronkonvent den Zug der Edlen nicht unterstützt wollte (Efferd 2512). Abschliessend wird gesagt (Zug der Edlen - wohin?), daß die Teilnehmer bestenfalls stillschweigende Anerkennung im Horasreich erhielten - siehe auch 8. Rondra 2514.

Auch die Ereignisse um dem 21. Ingerimm 2513 zeigen deutlich, daß selbst die Teilnehmer sich im Klaren sind, daß ihr Treueeid gegenüber Brin problematisch war - und daß er nicht ohne weiteres auf Emer übertragen werden kann.

Die horasischen Briefspieler haben sich also durchaus Gedanken darüber gemacht, daß es für horasische Edle nicht unproblematisch war, dem König von Garethien und Reichsbehüter des Mittelreiches einen Treueeid zu schwören ...

@Asacrion: Mir geht es ja gerade um zwei der Zurückgekehrten.

Und es geht nicht um irgendeinen Orden, sondern einen Orden, der nach dem Mann benannt ist, der dem Horasreich/Lieblichen Feld die größte Schmach zugefügt hat (Ich weiss nicht, wie weit ein Politiker im EU-Ostblock heute mit einem Stalinorden käme, in unseren aufgeklärteren Zeiten. Oder ein BVB-Spieler, der zum Training im Schalke Trikot kommt)

Der Wikipediaartikel http://de.wikipedia.org/wiki/Mehrfachvasallit%C3%A4t zur Mehrfachvasallität beschreibt eben die dahinter stehende Problematik. Die Einordnung, ob das "normal" war oder eine "Entartung", ist wohl nicht einheitlich getroffen.
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Re: Der Zug der Edlen - Rezeption im Horasreich

Beitrag von Drognar » 09.06.2013 11:35

Man sollte aber nicht vergessen, das auch reguläre Horasische Truppen anwensend waren.

Horasisches Leib-Eliteregiment Horasgarde und Horasisches Elitegarderegiment Silem-Horas.

Es ist also dennoch anzunehmen das die eigenen Truppen eine gewisse Ehrung erfahren haben und da kann man dann auch problemlos den Zug der Edlen unterbringen.
<--- Sumaro Fanboy!

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Re: Der Zug der Edlen - Rezeption im Horasreich

Beitrag von Yramis » 09.06.2013 19:15

Die regulären Truppen waren nur zur 3. Dämonenschlacht da, und werden auch bei ihrer Rückkehr geehrt, während das wohl explizit nicht für die Teilnehmer des Zugs der Edlen galt (Praios und 8. Rondra 2514 in der obengenannten Zusammenfassung http://www.vinsalt.de/Blatt/bb82.htm)
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Re: Der Zug der Edlen - Rezeption im Horasreich

Beitrag von Trebeta » 10.06.2013 19:30

Haben sie denn wirklich einen Treueeid auf Brin geschworen? So wie ich das im Kopf habe, haben sich die Edlen ihm nur für den Krieg als Befehlshaber unterstellt. Oder geht es dir da um zu Reichsedlen ernannte? Falls jene Auserwählten tatsächlich einen "Lehenseid" ablegen mussten, so dürfte das unproblematischer sein als bei dem guten Herzog Cusimo.

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