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Abenteurer-Belohnungen allgemein

Allgemeines zu Aventurien, Myranor, Uthuria, Tharun und den anderen Spielewelten von Ulisses & Uhrwerk.
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der Doc
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Abenteurer-Belohnungen allgemein

Beitrag von der Doc » 30.01.2017 03:04

Hallo!

Ich meistere gerade eine Runde in den Schwarzen Splittern. und will meiner Runde nurn konkrete Belohnungen geben. Das Spiel mit ihnen macht einfach Spass und ist seitdem wir uns von einem schwierigen Spieler getrennt haben auch total entspannt geworden. Also wollte ich als Meiter mal nett sein. Ich weißjetzt schon ich werd´s bereuen. :devil:

Die Gruppe besteht aus einem Vinsalter Krieger und späteren Nandusgeweihten Strategem.
- einer rondrageweihten Amazone
- einer Andergaster Kampfmagierin
- einem Perainegeweihten Bornländer
Gespielt wird: Wenn Kinderaugen staunen und dannach Der letzte Schwur des Sultans. Velleicht auch noch der Unersättliche.

In welche Richtung würden die Geschenke gehen eurer Meinung nach? Was habt ihr so verschenkt?

Ich dachte mir wir könnten hier auch gern einen Allgemeinthread aufmachen, denn Belohnungen udn ihre Wirkungen sind im deutschen DSA grauenhaft wenig beschrieben im Vergleich z.B. zum amerikanischen DnD. D.h. wenn ihr Lust hat :lol:

Das Standard: +1 Amazonensäbel wollte ich jedenfalls nicht bringen. Ich hatte vor, einen (eventuellen) Verlobten zu bringen - nur ist der NPC leider verstorben.

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Cherrie
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Re: Abenteurer-Belohnungen allgemein

Beitrag von Cherrie » 30.01.2017 09:09

Ich persönlich würde die Belohnungen nie direkt auf die Helden abstimmen. Sprich: Zwerg findet ein Kettenhemd +1, Krieger ein Schwert +2, Magier eine Mütze +3 und Geweihter eine goldene Gans +4 oder so Zeug. Das wäre MIR zu billig ;)

Belohnungen liegen in meinen Spielen nicht passend zu den Helden rum. Sondern nach Sinn und Verstand, wo sie halt liegen. Wo sie früher mal gebraucht und benutzt wurden. Wer sie erschaffen hat. Schließlich wurden sie nicht erst in dem Moment erzeugt, wo die Heldengruppe die letzte Kiste öffnet.

Von daher schenke der Gruppe etwas durchaus Sinnvolles, was aber eben NICHT auf den einzelnen zugeschnitten ist. Verwenden kann und sollte man es natürlich trotzdem. Wie gesagt, was "Sinnvolles".
Z.B. könnte es ein Artefakt geben, was heilt. Was Türen und Schlösser öffnet/verschließt. Was Leute unsichtbar macht. Was Dämonen blendet oder bannt oder schadet. Was die nächtliche Regeneration erhöht, permanent oder einmalig (quasi als Kraftfutter). Es darf etwas sein, was ein Magier auch so schafft, vorausgesetzt man hat ihn dabei. Aber was halt auch Nichtmagier nutzen können. Etwas zur Kommunikation untereinander, eine Art "magisches Telefon" ;) Oder ein Gefallen, den jemand Wichtiges den Helden schuldet.
Und auch nicht ein Gegenstand pro Held. Eher einen für die Gruppe.

Und auf keinen Fall eine Reihe an Gegenständen (= Anzahl der Helden) präsentieren, wo jeder schon beim ersten draufschauen weiß, was für wen ist ;)

Andwari
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Re: Abenteurer-Belohnungen allgemein

Beitrag von Andwari » 30.01.2017 10:55

Der SL füllt die Schatzkiste und beschreibt den dankbaren NSC-Papa der geretteten Prinzessin. Also hat der auch weitgehende Möglichkeiten, Belohnungen "logisch" und "passend" zu machen.

Etwas universell Brauchbares wie ein Heilartefakt ist sicher überall wertgeschätzt (und damit erst zweite Wahl) - während speziellere Dinge halt ihre Abnehmer brauchen. Gerade der dankbare Herrscher kann da genau so denken und eben versuchen, "passende" Geschenke zu geben. Besonders bei "wertvollen" Diensten würde es lange dauern, ähnlich wertvolle Dinge neu anfertigen zu lassen = es wird das verwendet, was da ist.

Man muss mMn aufpassen, dass diejenigen Helden, die nicht primär mit Premium-Waffen und Magiebüchern rumlaufen, dabei nicht zu kurz kommen = genau die sollten ggf. das besonders wertvolle Stück kriegen. Also im Beispiel: Was kriegt ein Peraine-Geweihter aus dem Bornland - gerade in Tulamidistan können da lustige Dinge rauskommen.

Ich würde mir als Einzel-Belohnung (wenn der Magier ein Magiebuch kriegt ...) explizit das Heilzeug verkneifen (außer der sucht schon lange nach einem besonderen Operationsbesteck o.ä) - weil das ist eine Gruppenbelohnung, es wird dem Heiler vmtl. wenig extra-Screentime oder IT-Dankbarkeit entgegengebracht, nur weil der den magischen Heildingsbums einsetzt.

Je nach Umfang der Verdienste geben Herrscher auch Statussymbole - Ringe, Kleidung, Pferde, Waffen. Jeweils erkennbar als solche Gabe, möglichst an Leute, die diese nicht aus Geldmangel direkt beim Pfandleiher versetzen. Diese Statussymbole müssen auch direkt (überwiegend positive) Reaktionen der Umwelt hervorrufen, sonst sind sie wertlos. Wenn ein Herrscher glaubt, mit dem 50-Dukaten-Helm und dem 50-Dukaten-Buch zwei sehr passende Geschenke für die ersten zwei Helden gefunden zu haben, wird er für den Dritten wohl mehr als 50 Dukaten ausgeben, wenn ihm da eben nix einfällt und er die generische Edelsteinkette liefert. Eben weil er weiß, dass die beiden obigen Geschenke "passen". Ich unterstelle dabei, dass man nix davon ständig auf dem Wochenmarkt kriegt - also für den 50-Dukaten-Helm erst mal ein passender Schmied gefunden werden müsste, der als vielbeschäftigter Spezialist dann länger arbeitet, nachdem die Warteliste abgearbeitet oder ein Premium-Platz darauf erworben wurde.

Gerade fortgeschrittene Helden finden in Schatzkisten, Schurken-Schlafgemächern und Drachenhorten viel wertvollen "Plunder" - d.h. wertvolle Dinge, die sie aber überwiegend nicht selbst verwenden werden. Aber man kann da immer noch "nette" Dinge einstreuen, die vllt. wertgeschätzt werden. Wenn der Streuner demnächst am Lagerfeuer aus wappenverziertem Silbergeschirr isst, werden seine Kumpels ihm das schon auf seinen Anteil anrechnen.

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Gubblinus
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Re: Abenteurer-Belohnungen allgemein

Beitrag von Gubblinus » 30.01.2017 11:15

Ich vergebe Belohnungen je nachdem wie sie im Abenteuer vorkommen:
Gefundene Schätze im klassischen Dungeoncrawl richten sich nicht nach den Helden, sondern nach dem wo es gefunden wurde (man wird schlicht in einer Zwergenbinge kaum was finden was einem Magier beim Zaubern hilft).

Bei Belohnungen allerdings die von mächtigen Personen kommen, oder den Auftraggebern gehe ich durchaus auf die Helden ein, weil das würde der dankbare Herrscher eventuell auch tun. Je nach Dankbarkeit sind das dann unterschiedliche Dinge.
Orden sind bei mir sehr beliebt (oder ähnliche Dinge, Siegelringe, Amulette etc), sie kosten den Herrscher nicht die Welt, haben meistens einen nicht üblen Geldwert, und wären auch irdisch das erste was man verliehen bekommt. Gefolgt (oder gleichzeitig) von Ehrentiteln, Gastrecht in den Häusern des Herrschers, die Erlaubnis Hofhandwerker "zu benutzen" etc. (quasi die Helden auf die Ebene von höfischen Günstlingen heben) oder Baurecht, bzw Bürgerrecht.
Erst danach werden explizit Belohnungen auch angefertigt, dies geht aber meist mit einem mehrwöchigen oder monatigen Aufenthalt auf der Burg/Schloss/Festung/whatever mit Feierlichkeiten etc. einher (schließlich wollen die Belohnungen ja auch gefertigt werden). Da sind dann Dinge dabei die eben persönlich zugeschnitten sind, ein eigens angefertigtes Schwert mit Insignien zB. Bei mir haben Herrscher nicht einfach so +2 Schwerter herumliegen die an niemanden vergeben sind und nur drauf warten dass jemand vorbeikommt, sowas wird in der Regel bei mir neu angefertigt. Auf der gleichen Stufe sehe ich das Überlassen guter Diener des Herrn (wenn also der Herr zum Beispiel den 2ten Koch den er hat den Helden überlässt).
Und dann gäbe es eben noch die Möglichkeit ein altes Erbstück oder ähnliches zu verleihen (eben das +2 Schwert des Großvaters), dies lädt die Helden quasi in die Familie mit ein, und ist daher wirklich nur bei sehr sehr außergewöhnlichen Dingen die dann wohl auch ein wochenlanges Fest bedingen. Auf der gleichen Stufe findet sich das Verheiraten mit verdienten Dienern oder entfernteren Angehörigen (muss ja nicht immer gleich die Tochter des Kaisers sein :) )

Faras Damion
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Re: Abenteurer-Belohnungen allgemein

Beitrag von Faras Damion » 30.01.2017 11:22

Für allgemeine Ideen empfehle ich den DORP-Podcast zum Thema (ab 26:45):

http://www.podcast.de/episode/237596091 ... llenspiel/


Eine gute Übersicht gab es auch im Aventurischer Bote 157
http://de.wiki-aventurica.de/wiki/Der_L ... ollenspiel

@Cherrie:
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Baal Zephon
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Re: Abenteurer-Belohnungen allgemein

Beitrag von Baal Zephon » 30.01.2017 11:24

Privilegien wären ja auch was, ein Ritterschlag oder ein netter Orden, aber dann bitte nachher drauf eingehen. In der G7 wurde mein Char zwar mit Ehrungen und Orden überhäuft, es hat ihn aber trotzdem jeder weiterhin als dreckigen Söldner Angesehen und überraschenderweise kann man sich auch vom silbern bis goldenen Greifen am Band nichts kaufen wenn man das Zeug nicht versetzt... Sprich Lametta ohne Sinn und Zweck. Mein anderer Charakter wiederum hat als Al'anfaner(!) Schwarzmagier (!!) in Weiden&Donnerbach (!!!) defacto über all freie Kost und Logis, ist angesehenes Mitglied des Adelsclubs (wurde zum Edlen Ernannt) und ist nicht nur auf jeder Burg gern gesehen, sondern hat auch Zugriff auf die Bleikammern des Donnertempels und die grauen Stäbe würden gar Lehrmeister Stellen. Bei dem Charakter ist halt die rollenspielerische Entlohnung dabei, Geld ist uninteressant, weil er die Welt mit gestalten darf. Zugegeben, der Charakter hat den hausregelmäßig geschaffenen Vorteil Reich, was ihm halt seine 50 Dukaten fixum Taschengeld einbringt... Aber da macht es dann Spaß mit Geld rum zu schmeißen und auch zu leben wie man es sich vorstellt.
Da macht man schon mal was aus Herzensgüte weil man kann.
Also, wenn viele Rollenspielerische Incentives kommen und die Spieler das merken, bringt auch die Ehrung was. Man muss dann halt aufpassen auf zukünftige Abenteuer die die Helden von Beginn an als Arme Würstchen und Idioten darstellen, denen von der Umgebung regelmäßig Steine in den Weg gelegt werden.
Gern dürfen sie dann auch mal aufgrund ihres Status in einem Abenteuer schneller/einfacher voran kommen... Zb. In dem man ihren Wort gleich glaubt und nen duzend Gardisten sofern vorhanden mit schickt und den "Bosskampf" damit erleichtert

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AngeliAter
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Re: Abenteurer-Belohnungen allgemein

Beitrag von AngeliAter » 30.01.2017 14:04

Ich würde davon absehen jeden Helden was passendes zu geben.
Das mag zwar in AD&D zum Spielkonzept gehören aber eher nicht zu DSA.

Wir haben in DSA eine Kultur in der Waffen, Pferde und Titel wertvoll sind, dementsprechend würde es auch Sinn ergeben wenn Adlige auch mal ein besonderes Schwert im Schatz haben und dieses als Belohnung verschenken. Aber warum dieser Adlige jetzt für den Magier ein verzaubertes Zauberbuch beschafft haben sollte?
Würde also bei mir so aussehen, das es ein besonderes Teil gibt welches der Auftragsgeber sinnvollerweise besitzen könnte (und ja, ein Buch mit Zaubern könnte tatsächtlich mal einen Vorfahren gehört haben und liegt seitdem im Bücherschrank herum) und dazu dann Geld oder bei besonderen Verdiensten Titel.
Aber wie Baal Zephon schon meinte, ein Titel muss zumindest in der Gegend einen Wert haben.

Für mich als Spieler wäre das auch nicht so störend wenn diesmal der Gruppenkämpfer ein tolles Schwert erhalten hat und sonst niemand was. Ein tolles Schwert macht auch mir das Leben leichter, dafür muss ich es nicht einmal besitzen. Auch kann ich meinen SL´s soweit vertrauen das sie nicht nur ihre Lieblinge haben welche alles erhalten sondern das immer wieder was abfällt, was nicht zwingend beim Krieger aufgehoben sein muss.

Und für mich persönlich stellen magische Belohnungen wie ein Fliegering jetzt auch kein vermehrt "Held X kann mehr glänzen" dar sondern eher sogar eine verminderung der screentime da ja nun keine längere Beschreibung mehr statt findet wie man den Berg hoch kommt sondern auf ein "Ich flieg da hoch" verkürzt wird.
"Was ohne Beleg behauptet werden kann, kann auch ohne Beleg verworfen werden."
Christopher Hitchens

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Gubblinus
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Re: Abenteurer-Belohnungen allgemein

Beitrag von Gubblinus » 30.01.2017 14:36

Ehrlich gesagt seh ich eher Bücher in der Bibliothek eines Herrschers die er hergeben könnte, als ein gutes Schwert, dass er genausogut schon in den letzten 2 Jahren in Verwendung gehabt haben könnte.
Bei guten Waffen ist für mich halt immer die Frage: Warum wurde das bis jetzt nicht eingesetzt, und wenn er es halt "nur" an den Hauptmann seiner Wache gegeben hat? Und der wird ers jetzt auch nicht wieder wegnehmen wenns nicht wirklich wichtig ist.
Mir kommen ungenützte Superwaffen im Besitz von Menschen die eigentlich selbst, oder ihre Untertanen, diese Waffen gut gebrauchen könnten, immer ein bisschen seltsam vor. Und andersherum gibt man das Erbstück des Opas nicht einfach so her, da braucht man schon wirklich triftige Gründe. Bleiben also nur die "relativ neuwertigen" gut geschmiedeten Schwerter, und bei denen kann ich mir nicht vorstellen dass die nicht schon in Verwendung wären.
Wer einen Hofmagier (oder Hofgelehrte hat) hat wohl auch eine Bibliothek wo sich das eine oder andere wertvolle Buch finden lässt. So wie in Deutschland so manche Firma auch ein Privatmuseum mit Gutenberg-Bibel hat. (zumindest nach eigenen Angaben, gesehen hab ichs nicht)

Titel müssen natürlich etwas wert sein, bei mir steigt auch mit Ehrentiteln (je nach schon vorhandenem Sozialstatus) auch gleich der Sozialstatus mit. Und natürlich wird der Ehrentitel (oder der Orden) in der Region erkannt. Wenn er verliehen wurde durch Herrscher die überregional bekannt sind, wird er dort (zumindest unter gebildeteren Kreisen) ebenfalls erkannt, die ungebildeten zollen Respekt einfach weil man ja doch wem wichtigen gegenüber stehen könnte.
Sonst sind solche Ehrentitel, oder Orden, natürlich sinnlos wenn sie niemand erkennt oder drauf reagiert.

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Re: Abenteurer-Belohnungen allgemein

Beitrag von Gorbalad » 30.01.2017 14:45

Zauberbücher spendiert doch normalerweise eher der besiegte Schwarzmagier, und nicht der Auftraggeber - zumindest kenn' ich das so.

(Besondere) Waffen gibt's entweder als Beute, oder als frisch geschmiedet als Präsent dankbarer Zwerge...

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Re: Abenteurer-Belohnungen allgemein

Beitrag von Druide Orlan » 30.01.2017 16:58

Also bei uns wollten sie die Zauberbücher vom Schwarzmagier nicht haben. Vielleicht, weil da auch immer eins bei war, das der Schwarzmagier mit "nicht öffnen" und einem dicken Riemen verschlossen hat :ijw:
Dagegen gab es öfter mal die Erlaubnis, sich in der Bibliothek des Herschers ein Buch abzuschreiben. Das dauert zwar ein wenig, aber auf das Zwergenschwert muss man ja auch ein paar Monate warten.

- Als Geschenk eignet sich gerne eine magische Kleinigkeit, zB eine Pfeife, die sich per Zauberzeichen selbst anzündet, ect. Oder für den Strategen eine Mappe, die sich nur von ihm öffenen lässt. Aber es darf nicht inflationär werden, sonst ist der Effekt dahin.
- Dann gibt es Standardgeschenk, die die Chars verbessern. zB unzerstörbare Armschienen für die Amazone (incl. Gardianum?). Die sind in der Regel eher langweilig.
- Ein anderer schöner Typ von Geschenken, sind solche, die den Charakter des Helden beeinflussen können. Wenn der Perainegeweihte den Geruchssinn eines Wolfes bekommt, kann er einerseits noch besser kochen, andererseits auch Fährten lesen und bekommt vielleicht sogar tierische Wesenszüge. Oder die Kampfmagierin wird Träger einer heiligen Waffe und damit Champion eines unbekannten(?) Gottes. Die Vergabe dieser "Zeichen" sollte man mit den Spielern vorher klären, können aber sehr bereichernd sein.

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Re: Abenteurer-Belohnungen allgemein

Beitrag von Eadee » 30.01.2017 17:20

Also magische Artefakte als Belohnung von Auftraggeberseite finde ich eigentlich nur in den Tulamidenlanden (vor allem Khunchom) passend.
Dort wäre auch "Ein Wunsch von einem Dschinn des Elements deiner Wahl" eine schöne Belohnung.

Im Mittelreich vor allem Gold, Titel, Ehrungen, Reittiere aus der Hauseigenen Zucht, die Erlaubnis beim höfischen Waffenschmied eine Waffe/Rüstung in Auftrag zu geben (je nach Leistung auch mit Preisnachlass oder gar umsonst).
Wenn der Sozialstatus des Helden passt dann bietet man auch gerne mal die Hand der eigenen Tochter als Belohnung.

Magische Artefakte und Bücher sind aber (bei mir) nichts was der durchschnittliche Adlige herumliegen hat.
Und pAsP haben bei mir aber auch einen deutlich höheren Geldwert als offiziell, nämlich einen welcher es dem Artefaktmagier erlaubt seinen Lebensstil zu halten (gerechnet mit 8 Stunden Arbeitstag) die Zeit die er für die Artefaktherstellung UND für die Meditationsübungen zum Rückkauf des pAsP benötigt. Zusätzlich noch Materialkosten und dann die eigentliche Entlohnung für den Zauber selbst damit der Magier auch plus macht statt minus. Will man dann kein Artefakt aus dem "Katalog" für das die Artefaktthesis schon fertig ist, sondern etwas anderes, dann muss die Zeit zur Erstellung der Artefaktthesis natürlich auch noch mit bezahlt werden.
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Cavia
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Re: Abenteurer-Belohnungen allgemein

Beitrag von Cavia » 30.01.2017 20:17

Ich würde da vor allem unterscheiden in Dinge, die man im Abenteuer so erbeuten kann und Dinge, die den Helden als Lohn geschenkt werden. Wenn ein einflussreicher Adliger oder hochrangiges Kirchenmitglied der Gruppe sehr dankbar ist, mag es durchaus sein, dass er sich Gedanken macht, um jedem der SC ein passendes Geschenk zu überreichen.

Dinge, an die ich mich so erinnern kann in unserer Runde:

- Waffen oder Rüstungen für die Kämpfer, entweder schon vorhanden oder halt "eine (persönliche) Waffe nach Wahl aus der Schmiede von XY"
- Thesen von seltenen Zaubern für Magier
- Orden natürlich, sowohl weltliche als auch sowas wie den Rebenring der Rahjakirche oder magische Auszeichnungen
- Aufnahme in bestimmte Organisationen z. B. Angebot eines Akoluthenstatus in einer Kirche, Aufnahme in einen besonderen Orden (jeweils als Angebot, ob der SC es dann machen wollte, blieb ihm überlassen)
- Reittiere oder Streitwagen
- Adelstitel oder andere Privilegien (Jagdrecht oder dergleichen)
- Wohnraum jedweder Art, ob Villa auf dem Land, Stadthaus mit Personal in Gareth usw
- Leibrenten (also X Dukaten im Monat, eignet sich natürlich für reiche Auftraggeber wie das Handelshaus Störrebrandt)
- Anfragen auf z. B. einen zeitlich begrenzten Lehrmeisterposten an einer Akademie, aber auch z. B. die Anfrage, einen Vortrag zu halten, z. B. bei der Gesellschaft der Avesfreunde, auf dem nächsten thorwaler Hesindedisput oder ähnliches
- Möglichkeit, die Erkenntnisse des Abenteuers zu publizieren (in entsprechenden Fachzeitschriften)
- Ehrentitel (Magister ehrenhalber oder dergleichen)
- offizielle Belobigungen von hochrangigster Stelle, z. B. vom Kaiserhaus, vom Oberhaupt der Magiergilde usw.
- vorzeitiges Aufrücken in einen höheren Rang, z. B. vom Adeptus Minor zu Maior, vom Fähnrich zum Hauptmann usw.
- zum Helden passende Artefakte gehen natürlich auch mal, man sollte es vielleicht nicht übertreiben
- ebenso natürlich Verbindungen, die in Zukunft wieder angespielt werden können
- erlernen von Berufsgeheimnissen (oder falls man damit spielt, SF, bzw. halt günstigere Lehrmeister usw)
- Bücher, vor allem für Magier

Wie schon gesagt wurde: Die Belohnungen sollten dann schon auch möglichst noch eine Rolle spielen. Wenn die Helden alle nen Orden kriegen, aber das keinen jemals mehr interessiert, isses doof. Wenn sie ein Haus kriegen, obwohl sie alle weiter auf Abenteuer rennen wollen, isses auch eher doof. Und zu berücksichtigen ist natürlich auch, wer die Belohnung verteilt. Wenns das Schwert der Schwerter oder ein Staatsoberhaupt persönlich ist, kann man da so ziemlich alles machen, bei nem kleinen Adligen eher nicht. Außerdem würde ich versuchen, nicht zu schnell zu viel rauszuhauen, damit nicht die Gruppe viel zu schnell wie zu "satt" ist.

Meiner Meinung nach muss auch nicht jeder Held etwas Gleiches oder Gleichwertiges bekommen. In unserer Königsmacherrunde bekam z. B. (zwischendurch, nicht am Ende der Kampagne, ich glaub es war nach dem Ende von Band 1) der adlige Schwertgeselle die Erhebung vom Esquirio zum Caballero, der CCC-Magier die Beförderung vom Inspektor zum Visitator und die beiden Nicht-Horasier bekamen ein magisches Artefakt bzw. eine zum Wohnen zugesprochene Villa. Also alles sehr unterschiedliche Sachen, aber es passte jeweils und es waren auch alle zufrieden damit.
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Andwari
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Re: Abenteurer-Belohnungen allgemein

Beitrag von Andwari » 30.01.2017 22:16

@Neu angefertigt oder Schatzkammer?
Ich würde den überwiegenden Teil von Belohnungen als etwas deklarieren, das sich schon in der Schatzkammer des Mächtigen befand. Denn das bietet einige Vorteile:
- man spart die nicht unerhebliche Zeit, die es braucht irgendwas anzufertigen
- Bargeld sollte immer eher Mangelware sein, Adelige rechnen eher in Land, Abgabenanteilen und Rechten, und für Handelsherren ist es ein Phex-Frevel, mehr zu bunkern als man als Liquiditätsreserve braucht. Bargeld transportiert am Wenigsten an Emotionen.
- der Gönner muss nicht unbedingt auf Heller und Kreuzer wissen, was er da rausgibt, er vermeidet praktisch jede Diskussion, wem er wie wertvoll gedankt hat. Dem Ritter 200 Taler in die Hand zu drücken und dem Schwertgesellen 125 stellt eine exakte Bewertung dar - die leicht mal falsch sein kann.
- man kann schadlos jede Menge "Gimmicks" einbauen, die bei frisch bestellten Werken sonderbar und ggf. ein Mangel wären. Ist halt so.
- man braucht die Helden nicht vorher fragen. Ihnen heimlich einen neuen Brustpanzer machen zu lassen, wäre viel peinlicher als den samt Vorgeschichte zu schenken ... wenn der Held voll auf Kettenhemd abfährt.

Ich sehe kaum etwas, das sich nicht über generationenlange Sammelleidenschaft einer großen Adelsfamilie in einer Schatzkammer eingefunden haben kann. Gerade bei Waffen sollte immer was "extra" da sein, denn es stehen nicht ständig alle möglichen Kämpfer unter Waffen. Vllt. hat beim letzten Kriegszug der Gardehauptmann das Kriegsinstrument geführt - aber es kann durchaus eine Waffe des Herrn sein und wenn er die verschenkt, muss halt beim nächsten Mal eine andere genommen werden. Wenn der aktuelle Gardehauptmann kleiner gewachsen als sein Vorgänger ist und lieber mit Anderthalbhänder statt Zweihänder kämpft, hat man direkt was über. Waffen sind auch Statussymbole, ein Herrscher der keine Drittgarnitur Rüstung für die Tochter und das ein oder andere Geschenk-Schwert hat, klingt für mich sonderbar. Waffen lagern sich einfacher als der lebende Anteil der Regimenter. Natürlich sprechen wir hier von Mächtigen, die noch nicht alles Tafelsilber verpfänden mussten und nicht nach neuesten Trends jedes Stückchen Besitz zu produktivem Kapital machen wollen.

@Orden
Orden sind etwas für ehrenwerte Leute, deren Grundbedürfnisse anderweitig gedeckt sind. Wer kriegt denn normalerweise Orden:
1. Offiziere = die sind üblicherweise adelig oder konnten sich da mit Geld und Mut entsprechend etablieren.
2. Treue eigene "Beamte" = ebenfalls aus einer Schicht Niederadel, Ratsherren, klerikale Berater
3. Befreundete Herrscher und deren Diplomaten = dieselbe Klientel.
=> Da hat eigentlich ein mittelloser Held selbst mit SO7 nix verloren. Irdisch gab es bis zur französischen Revolution für normale Soldaten eben keine Orden - sondern erst "nix" und später "Ehrenmedaillen" - so lange Orden auch noch eine Art "Clubmitgliedschaft" bedeuten sollen, muss man die Zahl kurioser Ordensträger streng begrenzen. Ein Vorzeige-Mohaprinz geht, aber mehr als drei Thorwaler lassen die restlichen Grafen und Ritter am Wert des Ordens zweifeln.

der Doc
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Re: Abenteurer-Belohnungen allgemein

Beitrag von der Doc » 02.02.2017 03:25

Danke für die vielen schnellen Antworten.

Natürlich gibt es bei mir quest- und auftragspassende Belohnungen. Nur heißt das halt auch, da ich Aventurien gut kenne: Es gibt fast überall alles zu holen.

Bsp.:Eine Gruppe, die durch die wilden Wälder des Bornlandes streift kann nach SL & Spielergeschmack schließlich alte magische Artefakte von Goblins, Elfen, Riesländern, Orks, Menschen&Zwergen finden. Aber halt auch nur ne alte Schaufel. Ich wäre immer für einen Satz Kniebundhosen. Das kann man immer gebrauchen. :lol: :lol:

Es ist schon krass wie kreativ ihr seit & wart und wie wenig ich bisher da erlebt habe. Beispiel: EIn Meister gab iwie extrem viele Alchemika, besonders nützlich für die Magier - aber halt keine passenden Waffen, Beförderungen, Waffenmeister etc. Ein anderer hat meinen Char durch eine Charhölle geschickt(mächtiger Fluch, ständig nur sauschwere Gegner, niederlage am Abenteuerende...) - das Einzige was wir alle bekammen: Viel Geld(500 Dukaten für 2 Abenteuer mein Char). Der Char war reichstreu und hatte Schulden. :rolleyes:

Was ich damit sagen will: Danke für eure Kreativität und das Sehen, dass es auch anders geht. :wink:

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Trym
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Re: Abenteurer-Belohnungen allgemein

Beitrag von Trym » 23.02.2017 11:30

Bei allen Geschenken und Belohnungen muss man immer das Machtgefüge im Hinterkopf haben. Wie schnell möchte ich, dass meine Helden superreich werden und sich alles an Ausrüstung, SF, Tränken etc. leisten können.
Wir haben einen relativ großen Spielerpool mit zumeist einer oder zwei laufenden Kampagnen. Dazwischen werden Oneshots für die Spieler angeboten, die gerade nicht in den Kampagnen mitspielen oder besonders viel Freizeit haben. Daraus folgt, dass wir häufig wechselnde Spielleiter und Charaktere haben. Somit kann nicht jede(r) SL auf alle möglichen Gimmicks vorbereitet sein.
Deshalb bevorzuge ich als Belohnung nette Kleinigkeiten, aber nichts, was in bestimmten Situationen ganze Schlüsselszenen lösen könnte.
So erinnere ich mich an den Skelettoger, der es trotz nicht gerade kampfstarker Truppe kaum aus dem Erdboden geschafft hat, dank eines mächtigen Boronartefakts, das jegliche Untoten im Umkreis für x-Kampfrunden lähmt.
Ich persönlich verteile immer mal wieder den "Immertreffenden Wurfdolch" ganz normale Werte, blos trifft er solange das Ziel in Sicht ist. Dadurch, dass ein Wurfdolch ja nun nicht die Welt an Schaden macht nicht gar zu mächtig, kann aber auch manchmal sehr stilvoll eingesetzt werden.
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Andwari
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Re: Abenteurer-Belohnungen allgemein

Beitrag von Andwari » 23.02.2017 19:21

@Trym
Vieles was Abenteurer so abstauben können, macht sie mMn nicht "reich" sondern nur zu Abenteurern mit guten Arbeitsmitteln. So lange sich keiner von denen zur Ruhe setzt und das nicht mehr benötigte Kettenhemd gegen Dukaten tauscht, ist relativ egal, wie viel das nominell wert ist. Problematisch wird es da erst, wenn das "noch bessere" Kettenhemd verfügbar wird und man das alte nicht in Zahlung geben muss, sondern das sich in Dukaten verwandelt. Selbst beim "Ruhestand" kann man oft den Abenteurer überzeugen, die Ausrüstung eben nicht zu verscherbeln, sondern in die Kiste zu packen, die Neffe Frodo vllt. irgendwann brauchen kann.

Abenteurer sind sowieso meist relativ beschränkt, was die Möglichkeit angeht, "Reichtum" mitzuführen. Bei 'netten Kleinigkeiten' - ohne gleichzeitig eine gewisse finanzielle Basis zu haben - ist mMn die Gefahr groß, dass irgendwann der arbeitende Abenteurer den ganzen Kram gegen gutes Handwerkszeug tauschen will, statt immer noch mit dem Äquivalent eines Baumarkt-Akkuschraubers zu werkeln. Welcher Held investiert denn vor dem Schwert +1 ins Dauerabo beim Immanspiel, besseres Essen als nötig, die schön gebundene Komplettausgabe von "Prinz Eisenschwerts Abenteuern" usw.?

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