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Authentische Jagdbeute und Lagerfeuerromantik

Allgemeines zu Aventurien, Myranor, Uthuria, Tharun und den anderen Spielewelten von Ulisses & Uhrwerk.
Märzhäsin
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Authentische Jagdbeute und Lagerfeuerromantik

Beitrag von Märzhäsin » 29.08.2017 13:32

Hallo liebe Community,

Ich hätte zwei Fragen bezüglich der authentischen Darstellung von umherstreifenden und freiberuflichen Jägern und Jägerinnen im offiziellen Kanon.

Welche Jagdbeute abseits der typischen Beute in Form von gewöhnlichen Säugetieren und Vögeln die man für ihr schmackhaftes Fleisch, ihr Fell oder ihre Federn jagt wäre für einen einzelnen Jäger oder eine Jägerin die mit einem Bogen, einem Schwert und einem Jagdmesser ausgestattet ist plausibel und logisch ohne das es zu sehr nach Angeberei klingt wenn er oder sie davon in einer Taverne erzählen würden?

Ich meine unter anderem auch Wesen und Kreaturen die zwar nicht genießbar sind und keinen wirtschaftlichen Nutzen besitzen aber aufgrund ihrer Gefährlichkeit und dem Schaden den sie an den braven Bürgen von Dörfern und Städten anrichten können gejagt werden müssen.

Wie ihr wisst bin ich in der praktischen Anwendung der Regeln noch ziemlich unerfahren auch wenn ich fast alle DSA 4.1-Publikationen gelesen habe.

Ich habe darum Probleme damit zu analysieren welche Wesen schwach genug sind damit sie ein einzelner Jäger oder eine Jägerin mit der oben beschriebenen Ausrüstung zur Strecke bringen kann wenn man davon ausgeht dass die betroffene Person eventuell noch zusätzlich über ein wenig Magie zur Unterstützung verfügt wie beispielsweise ein Magiedilettant oder eine Eulenhexe die ihren Fokus auf Waffen- und Naturtalente gerichtet hat und ihre Hexerei meistens nur zur Unterstützung ihrer Talente und Fähigkeiten benutzt.

Ich habe zwar die Wesen in Zoo-Botanica Aventurica gebüffelt aber ohne praktische Erfahrung mit der Anwendung der Regeln fällt es mir wirkliche extrem schwer einzuschätzen mit welchen von diesen Wesen ein einzelner Jäger oder eine Jägerin fertig werden würde. Und es ist wie gesagt wichtig das es im glaubhaften Rahmen gegenüber anderen Abenteurern bleibt und nicht wie Angeberei klingt.

Meine zweite Frage betrifft eine Idee zum Thema "Kochen am Lagerfeuer".

Weil ein Bratspieß ziemlich unhandlich ist und sich aufgrund seiner Länge und Form nicht mal besonders gut transportieren lässt wenn man über ein treues Pferd mit Satteltaschen verfügt ist mir gestern die Idee gekommen wie andere auf einen Charakter reagieren würden der beispielsweise ein Florett oder einen Degen als kompakten, praktischen und leicht transportierbaren Bratspieß zweckentfremdet.

Ich rede davon ein spezielles Florett oder einen Degen in der Satteltasche mit sich zu führen die nur zum Rösten und Braten am Lagerfeuer benutzt werden denn keiner meiner Charaktere ist besonders talentiert im Umgang mit Fechtwaffen.

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AngeliAter
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Authentische Jagdbeute und Lagerfeuerromantik

Beitrag von AngeliAter » 29.08.2017 14:39

Tjoa, was kann man alles erjagen?
Wenn du das Regelwerk mal ignoriest und dich an irdische Beispiele hälst, so ziemlich alles wo dein Jagdspeer durchgeht und mit einem Stoß töten könnte.
Dürfte dann so grob bei Elefanten, Blauwalen und großen Dinos aufhören.
Wenn du aber nach Regeln gehen würdest.. kommt auf die EPs deines Jägers drauf an und endet irgendwo beim Drachen (wenn man nur gut genug ausweichen könnte und feuerfest wäre).

Also Kurzform: alles, da muss nur die erzählte Geschichte drum herum glaubwürdig klingen (niemand wird es bezweifeln das man Elefanten in einer Grube töten könnte).


Was Waffen und grillen angeht.. jep, könnte man, man wird sie nur nebenbei kaputt machen (Stichwort: Härten). Macht die Waffe zwar härter aber die Elastität leidet darunter, sie bricht deutlich schneller.
Eine Lösung wäre ein günstiges Maultier (irgendwo bei 10 Dukaten) und dann einfach den Bratspieß drauf. Es gibt für Helden eigentlich kaum eine Ausrede, wieso die Gruppe nicht über ein Maultier verfügen könnte.
"Was ohne Beleg behauptet werden kann, kann auch ohne Beleg verworfen werden."
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BenjaminK
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Authentische Jagdbeute und Lagerfeuerromantik

Beitrag von BenjaminK » 29.08.2017 14:51

Beginnen wir mal hinten; Wenn ein Charakter die Kapazität hat, ein zusätzliches, sonst nutzloses Florett oder Degen mit sich zu führen, nur um am Lagerfeuer einen Bratspieß dabei zu haben, dann hat er auch die Kapazität, einen echten Bratspieß mitzuführen. Ist das Florett (übrigens total biegsam und hängt wohl eher durch...) sonst zu etwas Nutze, weil der Char damit kämpft, sollte es kein Vollblutkämpfer sein. Wie jeder Handwerker weiß der Kämpfer auch darum, dass sein Handwerkszeug sein täglich Brot ist und nicht für "Schmuh" verwendet werden sollte.

Für so ein paar Improvisationen taugt hier WdE. Da gibt es sogar Ideen, wie man was substitutieren kann bzw. Modifikatoren für Kochen mit einem Kochleder statt Topf *GG*

Was die Jagdbeute angeht....aiaiaiai. Heikles Thema. Wenn du die Ständegesellschaft und das Privileg des Adels auf die Jagd mit bespielst, ist der umherziehende Jäger, der in dem Gasthaus von dem Hirsch prahlt, den er gerade geschossen hat, kein Angeber, sondern Schwerverbrecher.

Wenn es Prestige sein soll, dann vielleicht ein Wildschwein, erlegt mit der Saufeder. Das täglich Brot macht aber eher das Eichhörnchen aus. Ansonsten stiehlt der Fuchs auch mal eine Gans oder ein Huhn aus dem Stall, aber als "Schädling" sollte man ihn in Aventurien vielleicht nicht bezeichnen :D da kommt dann sowas wie der Vielfraß, der Dachs mit ins Spiel. So als richtig ruhmreich und aventurisch würde ich sowas wie eine Sumpfranze einschätzen. Die kann man allein klein bekommen, wenn sie auch allein ist *G* am besten noch, wenn irgendwo ein Morgendornstrauch rumsteht, dann ist der Bezug zu Aventurien sehr groß.

Ein Jäger mit einem Schwert? So ein richtiges Schwert? Oder so ein kurzes, eher schon "langer Dolch", also Kurzschwert? Ein echtes Schwert trennt doch eigentlich den Jäger (SO5-7) von dem Schwertgesellen. Das Schwert als Statussymbol des herrschenden Adels etc., wenn man darauf Wert legt. Für das Ausnahmen des Wilds gibt es Jagdmesser. Wer dazu noch ein Schwert trägt, will kämpfen und muss auch den Umgang mit beigebracht bekommen haben. Wo hat der Jäger das gelernt? Wie kommt er mit seinem Lebensstil an ein (Lang)schwert, was mit ~18D immerhin 3-4 Monatsausgaben seines Lebensstil sind und dementsprechend auch hohe Kosten für Instandhaltung nach sich zieht? Dagegen wäre ein Eberfänger, ein Jagdmesser, ein Langdolch oder ein Beil nur ein Bruchteil an Kosten, hätte aber zusätzliche Nutzen. Mit den Dolchen kann man ausnehmen, mit der Axt kann man als Werkzeug noch irgendwas mit Holz machen, zB für einen Unterstand entasten oder sowas.

Die Powerups durch Viertelzauberer würde ich hier gar nicht mal als berechenbare Größe mit rein nehmen. Das sind entweder solche Talentschübe außerhalb der eigentlichen Konfrontation oder aber Würfeldreher, wenn doch mal was Schlimmes passiert. Diese gleich als Powerups mit einzuberechnen hieße ja, eine Konfrontation zu führen, die so schlecht ausgehen sollte, dass die Notrettung gezogen wird. Der Viertelzauberer wird mit Meisterhandwerken Heilkunde allein im Wald mehr anfangen können.
Bei allem, was eine magische Ausbildung hat, stellt sich mir die Frage, warum sie dann noch im Wald sind und ihre Fähigkeiten zur Jagdunterstützung einsetzen? Ich mein, würden sie sich dann nicht besser als Wildniskundiger, Großwildjäger etc. in einem Anstellungsverhältnis machen? Und wenn sie allein im Wald sind und jagen, warum dann für Ruhm und Ehre? Da geht es doch dann eher darum, dass mit möglichst wenig Aufwand eine möglichst gute Versorgung her gestellt wird...
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Svalja
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Beitrag von Svalja » 29.08.2017 15:21

Die Situation hängt schon ziemlich von der Region ab, in der man sich herumtreibt - an der Bernsteinbucht gibt's öfter Robbe als im Reichsforst - und außerdem weniger Adlige, die einen für Wilderei aufknüpfen wollen ... außer natürlich, man arbeitet für sie.
Wenn der Jäger sich aber um Jagdrecht wenig Gedanken machen muss, dann gilt das vermutlich ebenso für das Schlagen von Holz - und dann kann man sich eben ein Holzgestell mit Querstange bauen, um was über dem Feuer zu rösten - und eventuell einen Teil davon sogar später für den Unterstand weiterverwenden.
Neben Fleisch könnte der Jäger auch ein paar Eier einsammeln (nicht alle aus einem Nest, das mag Firun gar nicht), ein bisschen Angeln gehen oder sich gut genug mit Pflanzen auskennen, um auch Mal was vegetarisches mitzubringen.

Märzhäsin
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Beitrag von Märzhäsin » 29.08.2017 16:30

BenjaminK hat geschrieben:
29.08.2017 14:51
Wenn ein Charakter die Kapazität hat, ein zusätzliches, sonst nutzloses Florett oder Degen mit sich zu führen, nur um am Lagerfeuer einen Bratspieß dabei zu haben, dann hat er auch die Kapazität, einen echten Bratspieß mitzuführen.
Aber ein Florett oder ein Degen sind doch schmal, leicht und lassen sich gut transportieren, ein Bratspieß ist ziemlich schwer und sperrig?
BenjaminK hat geschrieben:
29.08.2017 14:51
So als richtig ruhmreich und aventurisch würde ich sowas wie eine Sumpfranze einschätzen. Die kann man allein klein bekommen, wenn sie auch allein ist
An eine Sumpfranze hatte ich auch bereits gedacht, es soll relativ eindrucksvoll sein und zeigen das sie eine ziemlich gute und talentierte Jägerin ist aber es soll auf keinen Fall wie eine unplausible Angeberei von ihrer Seite aus klingen, sondern wie etwas das ihr die meisten Leute die sich damit auskenne glauben würden.
BenjaminK hat geschrieben:
29.08.2017 14:51
Ein Jäger mit einem Schwert? So ein richtiges Schwert? Oder so ein kurzes, eher schon "langer Dolch", also Kurzschwert? Ein echtes Schwert trennt doch eigentlich den Jäger (SO5-7) von dem Schwertgesellen. Das Schwert als Statussymbol des herrschenden Adels etc., wenn man darauf Wert legt. Für das Ausnahmen des Wilds gibt es Jagdmesser. Wer dazu noch ein Schwert trägt, will kämpfen und muss auch den Umgang mit beigebracht bekommen haben. Wo hat der Jäger das gelernt? Wie kommt er mit seinem Lebensstil an ein (Lang)schwert, was mit ~18D immerhin 3-4 Monatsausgaben seines Lebensstil sind und dementsprechend auch hohe Kosten für Instandhaltung nach sich zieht? Dagegen wäre ein Eberfänger, ein Jagdmesser, ein Langdolch oder ein Beil nur ein Bruchteil an Kosten, hätte aber zusätzliche Nutzen.
Genau genommen handelt es sich um meine Auelfische Hexe die von einer verschwiegenen Schwester in Andergast als Pflegekind großgezogen wurde. Sie nutzt die Tarnidentität einer umherstreifenden und freiberuflichen Jägerin. Sie verfügt über einen Sozialstatus von 8, falls das relevant sein sollte. Bei dem Schwert handelt es sich um ein typisches andergaster Langschwert, also kein Meisterstück der Schmiedekunst. Sie hat es von ihrem Lehrmeister und Mentor geschenkt bekommen der ihr die Grundlagen im Umgang mit Schwertern und Bögen beigebracht hat und ihr zusätzlich viele Dinge lehrte die beim Überleben in der Wildnis sehr wichtig sind. Sie hat auch entsprechend hohe Schulden und Verpflichtungen gegenüber ihm. Zusätzlich hat sie immer einen Eberfänger und einen Bogen dabei.

Die Tarnidentität als Jägerin ist jedoch keineswegs nur eine praktische Tarnung für sie sondern auch eine Leidenschaft. Sie liebt die Jagd, die Natur und verehrt Firun.
Svalja hat geschrieben:
29.08.2017 15:21
Die Situation hängt schon ziemlich von der Region ab
Gehen wir am besten von Andergast, dem Mittelreich, dem Bornland und Thorwal aus, in anderen Regionen hält sie sich so gut wie nie auf.

Wir wäre es denn eigentlich mit Untoten wie Zombies und Ghule, wie realistisch ist das für eine einzelne Jägerin?

Bezüglich der Erfahrungen könnt ihr von einem Talentwert von 12 im Umgang mit Bögen und Schwertern ausgehen und von einem Talentwert von 10 im Umgang mit Dolchen.

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Cifer
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Beitrag von Cifer » 29.08.2017 17:09

BenjaminK hat geschrieben:
29.08.2017 14:51
Ein Jäger mit einem Schwert? So ein richtiges Schwert? Oder so ein kurzes, eher schon "langer Dolch", also Kurzschwert? Ein echtes Schwert trennt doch eigentlich den Jäger (SO5-7) von dem Schwertgesellen. Das Schwert als Statussymbol des herrschenden Adels etc., wenn man darauf Wert legt.
Das Schwert ist zwar nicht eben jägertypisch, aber standesrechtlich vollkommen unproblematisch. Adelsprivilegien gibt es nur auf Zweihänder und selbst die sind vielerorts schon am Wanken.
BenjaminK hat geschrieben:
29.08.2017 14:51
Wenn es Prestige sein soll, dann vielleicht ein Wildschwein, erlegt mit der Saufeder.
Wo wir grad bei Adelsprivilegien waren: Schwarzwild (aka Wildschweine) fallen ziemlich deutlich darunter.

Die Klassiker an nervigen Viechern sind in der Tat Sumpfranzen und (weiter südlich) Khoramsbestien. Untote treten in den genannten Ländern eigentlich nicht besonders häufig ohne Nekromanten auf, Ghule könnten aber durchaus interessant sein und zählen auch als hinreichende Landplage. Ein oder (mit Vorbereitung, Fallen und Fernkampf) zwei Ghule könnte eine einzelne Jägerin durchaus hinbekommen.
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Darjin
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Beitrag von Darjin » 29.08.2017 17:17

Wenn du Thorwal mal raus lässt, sind das alles feudale Strukturen wo der Adel auf seine Rechte und sein Eigentum (Das Land gehört dem Adel, der Wald steht auf dem Land, das Wild gehört zum Wald - so zumindest die unter Adeligen gängige Interpretation) pochen wird. Siehe allein die Kleiderordnung (besonders im Bornland) wo Leibeigene nicht mal Kaninchenfell tragen dürfen... (mit dem Langschwert kratzt sie in manchen Regionen schon sehr an den lokalen Kleiderordnungen - üblicherweise tragen dort Adelige/Ritter das Langschwert als Standeszeichen - allerdings könnte man sie böswilligerweise als fahrende Abenteurerin zum fahrenden Volk zählen, was wiederum außerhalb des 'normalen' Rechts steht ...auf jeden Fall viel Platz für Machtmissbrauch oder individuelle Interpretation des Rechts).

Ne Frage, die sich mir stellt: was zeichnet eine gute Jägerin aus? Dass sie auf der Fährte bleibt und ihrem Ziel über Wochen durch Wald, Eis und Schneesturm hinweg nachstellt - oder dass sie alleine einen möglichst starken Gegner überwindet. Ne Sumpfranze aufzuspüren wenn sie mal wo vorkommen dürfte nicht sonderlich schwer sein, da sie nicht besonders agil sind - sie kämpferisch zu überwinden hingegen schon.
Großwild (Bären, Wölfe, etc.) straffrei jagen dürfte sie wohl in fast allen Regionen Thorwals (wenn man die meckernden Nivesen mal außen vor lässt). Nördlich von Andergast schließt sich die Messergrassteppe und die Steppe zwischen Steineichenwald und nördlichem Steineichenwald an. Da könnten sich auch ein paar Steppenrinder rumtreiben, die bestimmt auch spannend zu bejagen sind. (außerdem ziemlich menschenverlassener und damit rechtsfreier Raum)

In den feudalen Gebieten würde ich an ihrer Stelle versuchen, bei längerem Verweilen in einer Gegend mich dem örtlichen Machthaber als Jägerin anzutragen (besonders wenn dieser kein eigenes Interesse an der Jagd hat und ihr deshalb viel freie Hand lassen würde) - oder einen Bogen um die Zivilisation machen und darauf achten, so niemanden auf die Füße zu treten.

Oder sie spielt knallhart die Spitzohren-Karte aus, behauptet sie als Elfe wusste nicht, dass sie dem Herren Baron den wunderschönen Neunender nicht vor der Nase hätte weg schießen dürften und kommt damit das erste mal zähneknirschend durch nachdem ein belesener Herr in diesen sogenannten Tralloper Verträgen nachgeschaut hat.... verdammtes Elfenpack! - und das nächste mal ist sie schon weitergezogen.
„Man muß uns, glaube ich, nie so viel Verachtung zeigen, wie wir verdienen.“
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Cifer
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Beitrag von Cifer » 29.08.2017 17:57

Darjin hat geschrieben:
29.08.2017 17:17
(mit dem Langschwert kratzt sie in manchen Regionen schon sehr an den lokalen Kleiderordnungen - üblicherweise tragen dort Adelige/Ritter das Langschwert als Standeszeichen - allerdings könnte man sie böswilligerweise als fahrende Abenteurerin zum fahrenden Volk zählen, was wiederum außerhalb des 'normalen' Rechts steht ...auf jeden Fall viel Platz für Machtmissbrauch oder individuelle Interpretation des Rechts).
Da das hier schon zum zweiten Mal aufkommt: Nein. Das Schwert mag zwar so ein bisschen Standeszeichencharakter haben, ist aber im Großteil Aventuriens absolut, wirklich, wirklich, ehrlich nicht privilegiert.
Herz des Reiches, S. 43 hat geschrieben:Freie: Bis auf Standeszeichen von Geweihten, Magiern und Adligen [...] ist Freien jede Waffe erlaubt. [...] Ein Freibauer besitzt beispielsweise Kurzbogen, [...] Schwert, Speer, Streitaxt, Streitkolben, Morgenstern, Stabschleuder oder Glefe [...].
In Thorwal existiert nichtmal eine Ständeordnung, nur in Nostergast sieht es anders aus - da gibt es in der Tat ein Verbot von Klingenwaffen über Kurzschwertgröße.
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Märzhäsin
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Beitrag von Märzhäsin » 29.08.2017 18:06

Cifer hat geschrieben:
29.08.2017 17:57
Da das hier schon zum zweiten Mal aufkommt: Nein. Das Schwert mag zwar so ein bisschen Standeszeichencharakter haben, ist aber im Großteil Aventuriens absolut, wirklich, wirklich, ehrlich nicht privilegiert.

Herz des Reiches, S. 43 hat geschrieben:
Freie: Bis auf Standeszeichen von Geweihten, Magiern und Adligen [...] ist Freien jede Waffe erlaubt. [...] Ein Freibauer besitzt beispielsweise Kurzbogen, [...] Schwert, Speer, Streitaxt, Streitkolben, Morgenstern, Stabschleuder oder Glefe [...].

In Thorwal existiert nichtmal eine Ständeordnung, nur in Nostergast sieht es anders aus - da gibt es in der Tat ein Verbot von Klingenwaffen über Kurzschwertgröße.
Dann sollte es doch bei einer Auelfischen Hexe mit einem Sozialstatus von 8 bei der es sich um eine freie Bürgerin der Stadt Teshkal handelt eigentlich kein Problem sein wenn sie im Mittelreich ähnlich wie die meisten verweltlichten Elfen als Jägerin und Kundschafterin mit einem Langschwert, einen Kurzbogen und einem Eberfänger rumäuft, richtig?

Ich möchte mich übrigens für eure bisherigen Ratschläge ganz herzlich bedanken.

Wie sieht es eigentlich mit Vampiren und Lykanthropen aus? Ich denke die sind für eine einzelne Jägerin mit den von mir genannten Talentwerten trotz "Zauberklinge Geisterspeer" deutlich eine Nummer zu groß, oder?

Andwari
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Beitrag von Andwari » 29.08.2017 18:18

Zum Kochen:
Als "Bratspieß" kann auch ein in zwei gegabelte Äste gelegter Stock dienen - warum so kompliziert, da eine Klinge möglicherweise zu verschandeln? Dieser Bratspieß muss nicht mal mitgenommen werden, der wächst auch am nächsten Lagerplatz wieder (oder lehnt unweit der alten Feuerstelle an einem Baum)

Bedarf an Jägern, die irgendwelche gefährlichen oder schädlichen Tiere töten, hat man nur im Umfeld von Siedlungen oder an wichtigen Straßen. Ein Jagd-Spezialist würde nur dort und so lange gebraucht, bis man halt die Schäden durch z.B. Wildschweine, hungrige Wölfe o.ä. im Griff hat. Das ist ggf. ein Job für Adelige, das zu organisieren.

Mein Aventurien hat ziemlich viel "Wildnis" dazwischen, d.h. es wäre eine Schapsidee, alle Wölfe in der Grafschaft zu bejagen und damit die Gefahr insgesamt niedrig zu halten = das wäre viel zu aufwändig, man müsste dazu in all die "wilden" Ecken rein, wo kaum ein Aventurier je hinkommt - dass es die gibt, folgt aus der extrem niedrigen Bevölkerungsdichte.

Einem einzelnen Tier meilenweit hinterherlaufen? Das fällt wohl eher unter die Kapitel "Drachenjagd" oder andere Großwildjagd (Schlinger, Tatzelwurm, honigverliebter Firunsbär, etc.). Der "Schädlingsbekämpfer" findet hingegen seine Beute wohl eher nahe am Problem-Acker und muss vllt. sicherstellen, dass die Ferkel auch gleich in den Topf kommen - weil der Auftraggeber eine längerfristige Problemlösung will.

@Rechtsstatus
Ein Jäger ohne gesellschaftliche Anbindung, ohne Lobby (selbst wenn es nur ein Firunkirchen-Jagdfest-Teilnahmezeichen ist) der sich evtl. in Konflikt mit der örtlichen Obrigkeit begeben will = ganz dumme Idee.
"Frei" sein bedeutet, der Baron, dem ich gerade ans Bein pinkle, kann ziemlich willkürlich mit mir machen was ihm passt - er nennt das "Freigericht" und bis das nach seinen Terminvorstellungen tagt, konfisziert er erst mal die Waffe und lässt den Verbrecher in ein relativ dunkles Loch wegsperren. Jemand mit SO 4-6 hat da ziemlich schlechte Karten, wenn nicht gerade seine Lobbygruppe parat steht. Den Freibauern in seinem Dorf runtermachen ist was anderes und schwieriger als den fremden Handwerksgesellen mit demselben SO - der kann nur hoffen, dass sich ein freundlicher Handwerksmeister o.ä. für das interessiert, was da abgeht.

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Beitrag von Cifer » 29.08.2017 19:11

Märzhäsin hat geschrieben:
29.08.2017 18:06
Wie sieht es eigentlich mit Vampiren und Lykanthropen aus? Ich denke die sind für eine einzelne Jägerin mit den von mir genannten Talentwerten trotz "Zauberklinge Geisterspeer" deutlich eine Nummer zu groß, oder?
Ja, eine Anfangsheldin fällt für die eher unter den Begriff "Zwischenmahlzeit".
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Beitrag von Märzhäsin » 29.08.2017 19:41

Andwari hat geschrieben:
29.08.2017 18:18
Als "Bratspieß" kann auch ein in zwei gegabelte Äste gelegter Stock dienen - warum so kompliziert, da eine Klinge möglicherweise zu verschandeln? Dieser Bratspieß muss nicht mal mitgenommen werden, der wächst auch am nächsten Lagerplatz wieder (oder lehnt unweit der alten Feuerstelle an einem Baum)
Das wäre in der Tat eine kluge Alternative zum zweckentfremdeten Degen oder Florett, aber müsste man bei solch einer Konstruktion nicht befürchten dass sie aufgrund der Hitze weg schmort oder sogar Feuer fängt?
Andwari hat geschrieben:
29.08.2017 18:18
Ein Jagd-Spezialist würde nur dort und so lange gebraucht, bis man halt die Schäden durch z.B. Wildschweine, hungrige Wölfe o.ä. im Griff hat.
Das trifft sich ja eigentlich gut weil sie ja eine Person ist die in den von mir genannten Regionen umherstreift und immer dorthin geht wo sie gerade gebracht wird.
Andwari hat geschrieben:
29.08.2017 18:18
Einem einzelnen Tier meilenweit hinterherlaufen? Das fällt wohl eher unter die Kapitel "Drachenjagd" oder andere Großwildjagd (Schlinger, Tatzelwurm, honigverliebter Firunsbär, etc.)
Ich denke Drachen, Schlinger und Tatzelwürmer sind wohl für ihre Verhältnisse und Möglichkeiten deutlich zu übertreiben um aus rationaler Sicht unter ihre Beute zu fallen.

Aber bestimmte Bärenarten sollten sich im Bereich des Machbaren für sie befinden, was meint ihr?

Bis jetzt tendiere ich zu Hirschen, Rehen, Wildschweinen, Fasanen, Rebhühnern und Wildgänsen als gewöhnliche Beute und wenn die Bezahlung stimmt und es die Situation erfordert: Bären, Sumpfranzen und Guhle.
Cifer hat geschrieben:
29.08.2017 19:11
Märzhäsin hat geschrieben: ↑
29.08.2017 18:06
Wie sieht es eigentlich mit Vampiren und Lykanthropen aus? Ich denke die sind für eine einzelne Jägerin mit den von mir genannten Talentwerten trotz "Zauberklinge Geisterspeer" deutlich eine Nummer zu groß, oder?

Ja, eine Anfangsheldin fällt für die eher unter den Begriff "Zwischenmahlzeit".
Das dachte ich mir bereits.

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Beitrag von Cifer » 29.08.2017 19:49

Märzhäsin hat geschrieben:
29.08.2017 19:41
Das wäre in der Tat eine kluge Alternative zum zweckentfremdeten Degen oder Florett, aber müsste man bei solch einer Konstruktion nicht befürchten dass sie aufgrund der Hitze weg schmort oder sogar Feuer fängt?
Nö - letztendlich verbrennt der Holzspieß auch nicht viel einfacher als das Grillgut. Solange also letzteres kein Feuer fängt, geht's auch dem Spieß soweit gut.
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Beitrag von Andwari » 29.08.2017 20:49

Das Holz im Inneren eines brutzelnden Bratens hält das aus. Das Stück, das am Ende des Bratens rausguckt, ist etwas gefährdet - aber alles beherrschbar. Man kann auch Teig (Stockbrot), Fisch (Steckerlfisch) usw. auf Holzstäben grillen.
Aber: Meistens ist die Form eines erlegten Tieres so, dass man das sowieso besser vorher in Stücke schneidet - dann ist es wesentlich schneller fertig. Den ganzen Ochsen am Spieß zu grillen ist Show - nicht unbedingt praktisch. Ein angemessen kleiner Topf ist eine feine Sache, damit kann man viel mehr machen.

@Hirsche usw.
Die "normale" Beute klingt zu gut um wahr zu sein - das sind genau die Tiere, die gut schmecken, großteils eben dem Bauern keine Probleme machen und auch deshalb zu "privilegiertem" Wild wurden. Ein Jagdverbot auf Hirsche ist gesellschaftlich viel leichter durchzusetzen als eines auf Karnikel oder Wildschweine, wenn die ständig auf dem Rübenacker o.ä. vorbeischauen.
Solche Tiere mitten in der Wildnis zu schießen, interessiert natürlich niemanden - deshalb heißt es ja Wildnis. Aber sobald man mit dem restlichen Hirsch oder auch nur seinem Fell, Geweih usw. im Dorf auftaucht, das an den Wirt oder Gerber verkaufen will ... gibt es Stress.
Irdisch haben sich die Jagdprivilegien insbesondere da etabliert, wo quasi "Überbevölkerung" war und die Obrigkeit mit diesem "Fleisch-Privileg" halt wirklich einen Vorteil hatte. Aventurisch machen einige Anleihen aus dem irdischen Mittelalter wenig Sinn - z.B. Holznutzungsbeschränkungen - wenn man das Motiv aufrechterhalten will, sind aber Hirsche wohl das letzte Tier, das einfach so zum Abschuss durch Jedermann freigegeben wird.
Ein Hirsch (80-150 kg) ist auch was die nötigen Jagdwaffen angeht eine andere Hausnummer als ein Reh (12-35 kg).


@Normalo-Jäger
Der fest angestellte Jagdaufseher oder Dorf-Fleischbelieferer ist hier vmtl. weniger gefragt. Wenn man in Aventurien etwas weiter nördlich schaut, gibt es dort große, fast menschenleere Gebiete - und in Reichweite sind Handelswege und sogar größere Städte (Lowangen, Riva, Norburg, Uhdenberg) wo man sich komplett regenerieren und ausrüsten kann. Das kann gut zu einem Pelzjäger o.ä. passen - ganz nach einem frühen Wildwest-Vorbild. Wenn der Trapper darauf versteht, kann er nach einigen Wochen in der Wildnis auch mit seinem Boot aus dem Jagdrevier nicht nur Felle, sondern auch säckeweise Trockenfleisch liefern.
Wenn man einem Grafen in Mittelaventurien davon erzählt, erkennt der vllt. das Potential: So ein Jäger arbeitet vmtl. effektiver als einer, der immer wieder vom Dorf aus startet. Und er ist wohl leichter zu kontrollieren, denn er liefert viel auf einmal und lässt nicht ständig auf dem Nachhauseweg Hasen o.ä. verschwinden - und er kauft größere Mengen Salz, seine Sachen usw. = man merkt, wenn er wieder mal da ist.

Denderajida_von_Tuzak
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Authentische Jagdbeute und Lagerfeuerromantik

Beitrag von Denderajida_von_Tuzak » 29.08.2017 22:14

1. Ein Beil (Werkzeug) ist für einen Wildnischaracter sinnvoller als ein Florett, und damit kann man bspw. einen fünf Finger dicken Jungbaum umhauen, der als Spieß für ein Wildschwein erfahrungsgemäß gut brauchbar ist. (siehe auch Andwaris post).

2. Die relevanteste Jagdbeute dürfte neben Kleinwild, Wildschweinen und Wölfen zweibeinige Beute sein: Goblins fallen in Andergast glaube ich eher unter Schädlinge, und bei Orks beschwert sich vermutlich auch niemand. Ob Auerochsen, Waldlöwen u.ä. auch unter Adelsprivilegien fallen, weiß ich nicht.

3. Trophäen können deine Erzählungen natürlich untermauern. Das Geweih des letzten 20enders ist eher unpraktisch für die reisende Jägerin. Aber eine Kette aus Keiler-Hauern, Goblin-Eckzähnen und Sumpfranzenohren, ein Packsattel mit aus Auerochsenhörnern gefertigtem Tragegestell oder ein entsprechendes Jagdhorn, ein Umhang aus Waldlöwenfell etc. machen was her und sind gleichzeitig auch ganz hilfreich (oder zumindest nicht hinderlich).

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Ahnherr derer von und zu Durenald
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Authentische Jagdbeute und Lagerfeuerromantik

Beitrag von Ahnherr derer von und zu Durenald » 30.08.2017 00:30

Cifer hat geschrieben:
29.08.2017 19:11
Märzhäsin hat geschrieben:
29.08.2017 18:06
Wie sieht es eigentlich mit Vampiren und Lykanthropen aus? Ich denke die sind für eine einzelne Jägerin mit den von mir genannten Talentwerten trotz "Zauberklinge Geisterspeer" deutlich eine Nummer zu groß, oder?
Ja, eine Anfangsheldin fällt für die eher unter den Begriff "Zwischenmahlzeit".
Viel mir da gerade so ein:
Bild
... ich will doch nur spielen!

Märzhäsin
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Beitrag von Märzhäsin » 30.08.2017 02:34

Wie sieht es eigentlich mit Harpyien aus, wären die ebenfalls eine plausible Beute für meine Jägerin oder zu stark und gefährlich?
Denderajida_von_Tuzak hat geschrieben:
29.08.2017 22:14
Trophäen können deine Erzählungen natürlich untermauern. Das Geweih des letzten 20enders ist eher unpraktisch für die reisende Jägerin. Aber eine Kette aus Keiler-Hauern, Goblin-Eckzähnen und Sumpfranzenohren, ein Packsattel mit aus Auerochsenhörnern gefertigtem Tragegestell oder ein entsprechendes Jagdhorn, ein Umhang aus Waldlöwenfell etc. machen was her und sind gleichzeitig auch ganz hilfreich (oder zumindest nicht hinderlich).
Das sind ausgezeichnete Ideen! :)

Weiß jemand wie es aus juristischer Sicht aussehen würde im Mittelreich als Auelfische Hexe mit einem Sozialstatus von 8 mit einem selbst genähten Kapuzenumhang aus Waldlöwenfell herumzulaufen?

GrisGris
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Beitrag von GrisGris » 30.08.2017 03:16

Angrenzend an Andergast hast du mit dem Svelltland und dem Orkland Möglichkeiten als freischaffender Jäger ohne Einschränkungen gut Geld zu machen. Das Svelltland setzt geradezu auf Pioniere ohne einer Adelsstruktur, die einem dies und das vorschreibt (früher mit Ausnahme Tiefhusens), die die Schätze des Umlands ohne Restriktion bergen und somit eine Grundlage für Kaufleute und Exportwaren schaffen. Vorkommen von Metallen mögen ja von einer Stadt für sich beansprucht werden (wie bei der Mine in Finsterkamm bei Lowangen), aber als besetzter Landstrich hängt das eher von lokalen Arrangements ab. Beispielsweise könnte man sich mit einem ([halb]orkischen) Vermittler über regelmäßige Kupferabgaben bei einem Tairachschamanen das Vorrecht erkaufen in einem bestimmten Landstrich (zumindest von Orks) ungestört jagen zu gehen oder das Metall gleich direkt gewinnbringend gegen Gold eintauschen, wobei spitze Ohren da einem wohl ziemlich einen Strich durch die Rechnung machen. Andererseits mag man auch von Renos wildem Haufen als Jäger angeworben werden das weite Svelltland für geringe Abgaben mit kaum merklicher Kontrolle von wildem Getier zu befreien, oder aber man trifft gleich ein Arrangement mit dem Ablegern des Handeslhaus Stoerrebrandt in Riva oder Lowangen. Zwar liegt deren Augenmerk heutzutage hauptsächlich beim Sternenregen, aber bei gewinnbringendem Pelzhandel werden sie wohl auch nicht nein sagen... Man bewegt sich also in einer Wildnis, aber eben unweit von Städten und Siedlungen, wo man daraus Gewinn erzielen kann, wobei die dortigen Händler eben nicht fragen werden wo der Pelz herkommt. Der Mangel an monarchistischer Struktur ist insofern Vorteil, andererseits sollte der Jäger darauf bedacht sein anderen Parteien, die aus den bejagten Landstrichen Profit erzielen (Orksippen, Wegelagerer, Rebellen, Druiden- oder Hexenzirkel, Au- oder Steppenelfensiedlungen), entweder aus dem Weg zu gehen, oder besser noch, über diplomatische Verhandlungswege eine Win Win Situation herzustellen. Rückendeckung von eine der in Klammern genannten Parteien kann sich als äußerst nützlich erweisen. Dies gilt übrigens auch für den Steineichenwald im Norden Andergasts.

Zur eigentlichen Fragestellung: für wirkliches Angeben wäre der kriegerische Ork wohl ein Klassiker, eine einzelne Harpyie, eine Sumpfranze, ein Eber und dergleichen sind ebenso wohl angemessene Gegner. Natürlich kann der Jäger auch etwas schwindeln. Wenn er mit dem Fell des Säbelzahntigers im svelltschen Sternsucherdorf aufkreuzt, wird er den Bewohnern nicht unter die Nase reiben, dass dieser bereits von einem Wollnashorn schwer verletzt wurde und das Wundfieber an ihm nagte. Vor einem solchen Hintergrund mag selbst so manche für eine Einzelperson unüberwindliche Bestie für einen jungen Jäger nur eine kleine Herausforderung sein, zumal für ihn die bare Münze womöglich mehr zählt als der firunsche Jagdgedanke, und er vielleicht auf hinterhältige Fallen, Giftpfeile oder -köder setzt, um beispielsweise an das begehrte Waldlöwenfell zu kommen...

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Beitrag von BenjaminK » 30.08.2017 08:49

Cifer hat geschrieben:
29.08.2017 17:57
Da das hier schon zum zweiten Mal aufkommt: Nein. Das Schwert mag zwar so ein bisschen Standeszeichencharakter haben, ist aber im Großteil Aventuriens absolut, wirklich, wirklich, ehrlich nicht privilegiert.
Ein Statussymbol ist bei weitem etwas anderes, als ein Standesprivileg. Ja, der normale Freie _darf_ ein Schwert führen, weil es nicht als privilegiert (also quasi nur mit Sondererlaubnis zu verwendende) Waffe gilt. Zweihänder ist privilegiert und damit nichtmal tragbar, schon klar. Dennoch ist doch das Schwert das Zeichen für Herrscher, sei es nun die zeremonielle Version wie ein Krönungsschwert oder ein pures Statussymbol, weil ein Schwert teuer ist, nicht schnell mal improvisiert werden kann und der geübte Umgang auch echtes Training braucht. Analog _darf_ ich heutzutage natürlich eine S-Klasse (nichtmal von Brabus aus dem Tuning *G*) fahren als normaler Bürger, dennoch bleibt das Auto ein Statussymbol der Firmenchefs, Börsenmakler, etc. also unserem Geldadel. Das 'Dürfen' spielt da, genau wie beim Schwert, die untergeordnete Rolle.
Ein bisschen rührt das natürlich aus dem irdischen, wenn von einem Stand, der arbeitet (Bauern&Knechte), einem Stand, der betet (Klerus) und einem Stand, der Kriege führt (Adel). Ein Beil, ein Dolch, ein Flegel, ein Bogen etc. können abseits des Kampfes ein Werkzeug sein bzw. sind erstmal Werkzeug, bevor man sie im Kampf einsetzt. Ein Schwert wurde nur zum Kampf gemacht, d.h. diejenigen, die Kriege führen, brauchen Schwerter und diejenigen, die arbeiten, brauchen Werkzeuge. Ein Arbeiter, der mit Waffe rumrennt, wird also (bei mir) komisch angeguckt. Insbesondere in Nostergast, wo es ja anscheinend ein explizites Verbot gibt? (Hätte jetzt spontan nicht vom Verbot gewusst, nur die Skepsis dort mehr zur Geltung gebracht *g*)
Märzhäsin hat geschrieben:
29.08.2017 16:30
Aber ein Florett oder ein Degen sind doch schmal, leicht und lassen sich gut transportieren, ein Bratspieß ist ziemlich schwer und sperrig?
Mmmh. Schnell mal auf Amazon geschaut, wie groß/schwer so ein Grillspieß ist: ca. 80cm und 350g. Selbst mit etwas mehr Material, weil weniger technische Berechnung da drin steckt, sind wir immer noch in der gleichen Größenordnung, wie eine Fechtwaffe. Übrigens auch von der Form her; Eine relativ dünne Metallstange, vorne angespitzt, hinten mit Griff....die Beschreibung passt auf Degen, Florett und Grillspieß *G* also bleib ich dabei... wer eine zusätzliche Fechtwaffe irgendwo verstaut und transportiert bekommt, bekommt auch einen Grill- oder Bratspieß genau so gut verstaut und transportiert.

Schwarzwild fällt auch unter Jagdprivilegien, ist schon klar. Gegenüber dem Wildschwein als Schädling auf Ackern (der vielleicht sogar auch das Land des ansässigen Jagdprivilegierten ist und der die Früchte auch haben will...) gibt es aber beim Hirsch außer Ruhm, Ehre und Hunger keinen Jagdgrund.

Was die Rechte der freien Bürgerin der Stadt Teshkal angeht....ein weites Feld :) Erstmal abklären, ob ihr dieses Feld überhaupt bespielen wollt. Wenn ja, dann gilt im Mittelreich der Tralloper Vertrag. Da steht sinngemäß drin, dass Elfen ihren Elfenbogen behalten dürfen und einmal gegen geltendes Menschenrecht verstoßen und werden nur verwarnt. Und salopp gesagt; Sobald sie so verweltlicht sind, dass sie sich selbst auf den Tralloper Vertrag berufen, dürfen sie sich nicht mehr auf den Tralloper Vertrag berufen *G*
Dieser wurde allerdings, wenn ich das richtig zusammen bekomme, während der Zeit (31 v.BF.) von Andergasts Unabhängigkeit (854 v.BF) abgeschlossen und erhielt daher keine Gültigkeit in Andergast. Somit bleibt die andergaster Auelfe eine normale Andergasterin und kann sich auf Nichts berufen, außer dem, was auch jede andere könnte.
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Beitrag von der.maekkel » 30.08.2017 10:17

Zu den rechtlichen Sachen wurde schon einges gesagt; Wenn man nicht ordentlicher bestellter Jäger der örtlichen Herrschaft ist, dann ist Jagen in den Bannforsten in der Regel Wildererei und damit ein Schwerverbrechen. (Deshalb ist es so ein ungeheures Privileg von Elfen, die vom Jagdverbot im Mittelreich ausgenommen sind.) Insbesondere die Wildreichen Gebiete (Wälder und Auen) sind ja meist Bannforste.

Man kann davon ausgehen das die meisten Jäger (und viele Bauern) tatsächlich sich dem Fallenstellen hauptsächlich Jagdmethode bedienen um Kleinwild zu fangen. Es ist recht effizient und sollten man "wildern" auch unauffälliger. Das Jagen von Großwild ist eine recht gefährliche Tätigkeit und in den meisten zivilisierten Gebieten teils unter Todesstrafe verboten..

Kochen:
Bratspieß - Da man zur Selbstversorgung eh meist Kleinwild oder Fische fängt, kann der Bratspeiß auch einfach aus Holz improvisiert werden. Bratspieße aus Metall sind eher was für den heimischen Kamin. Ein teures Florett als Bratspeiß zu Mißbrauchen wird dies eher zestören und mit seiner Länge von gut einem Schritt ist es auch nicht wirklich handlicher als ein Bratspieß.
Großwild ist auch anderweitig von Nachteil, wenn man nicht in Gesellschaft Jagd, hat man kaum eine Möglichkeit seine Beute zu transportieren. Rehe wiegen zwischen 10-30 Kilo. Wölfe 20-60 Kilo. Das ordentliche Zerlegen dauert seine Zeit.

Für Magiedilletanten kommt am ehesten ein Movimento (Hetzjagd - Solange das Tier Verfolgung bis man es mit dem Speer oder Messer töten kann) Mit Hexenkrallen könnte man auch Kleinwild töten und zeteilen wenn man kein Messer hat, Falkenauge (Pirschjagd mit Speer oder Bogen).

"Gefährliche" Jagdbeute: Im Grunde alle Schädlinge für Bauern und Hirten: Füchse, Wildschweine, Wölfe, Waldlöwen, Waldspinnen, Goblins.
Aber hier würde meist eine Bürgerschaft ihren Herrn informieren und vermutlich dieser sogar selbst eine Jagd anführen.

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Beitrag von Andwari » 30.08.2017 10:48

SO 8
Das ist für jemanden, der durch die Wildnis streift, richtig hoch - siehe die Angaben beim "Jäger" (SO 3-7) im WdH. Der Jäger dort verdient genau wie der städtische Rattenfänger (SO 1-4) sein Geld mit Schädllingsbekämpfung und Fleischlieferung. Der adelige Großwildjäger (den es in Andergast für WdH-Helden nicht gibt) hat seinen evtl. viel höheren SO nicht, weil er jagt, sondern weil er sich das teure Hobby leisten kann und später bei Likör im Salon der Comtessa davon nette Geschichten erzählt.

Wer mehr SO will, muss irgendwie Umgang mit höheren Kreisen pflegen. Gerade im ländlichen Umfeld sind halt nur die Kumpels der Junkerin (SO11) in der Preisklasse für ca. SO 8: ihr Gutsverwalter, der Dorfgeweihte, der Müllermeister ... alles respektable Leute mit viel Connections und einer z.T. herrschafts-unterstützenden Aufgabe.

=> Wie erreicht das jemand, der oft im Nieselregen am Lagerfeuer im Matsch hockt, d.h. wie viel muss derjenige überkompensieren, wenn er mal in Gesellschaft ist, damit man ihn auf eine Stufe mit dem Schmiede-Altgesellen (der dem Ratsherrn die Werkstatt am Laufen hält) oder dem Dorfgeweihten stellt?

Ein solcher freischaffender Jagdspezialist müsste im MR auf jeden Fall versuchen mit der Baronin oder dem Junker über sein Engagement zu verhandeln, aber sicher nicht mit dem Dorfbüttel (SO 6). Am Feiertag steht so eine wichtige Person in angemessener
Kleidung weit vorne beim Gottesdienst und die anderen Zuschauer, die beim Spendenaufruf genau schauen, wem es wie gut geht (und wie viel Silber da klimpert), werden auch nicht enttäuscht.
Dafür braucht man Geld - und um ordentlich Geld zu verdienen braucht man im MR vmtl. einen gräflichen Jagdauftrag (der das Jagdprivileg so weit abschwächt, dass es nicht wegen jedem Rehbock Stress gibt), eine Fell-Handelsgenehmigung für sämtliche besseren Qualitäten und eine feste Fleisch-Abnahmestelle. Bei allen anderen lässt sich die Obrigkeit ordentlich mit Steuern/Abgaben das abbezahlen, was eigentlich ihr Privileg ist - also wird auch diese Jägerin ordentlich löhnen müssen.

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Beitrag von Baal Zephon » 30.08.2017 11:31

Also das mit dem Schwert ist echt kein Problem, haben Zentraleuropäische Landsknechte schon im Spätmittelalter gelöst: "Das ist doch kein Schwert, das ist bloß ein (langes)Messer" :wink:

Ansonsten kann man meiner Ansicht nach für Jäger durchaus auch einen Baumdrachen als Beute angeben. Der fällt auch mehr unter Schädling als alles andere, und auch durchaus fette Beute.

Der Hohe SO... ich weiß nicht wieso man sich darüber aufregt... Jäger ist nur dass was die Werte wiedergibt, reisende Abenteurer sollten in Aventurien je nach Auslegung durchaus verbreitet sein mMn.

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Beitrag von Eadee » 30.08.2017 11:41

Disclaimer: habe aus Zeitgründen nicht den gesamten Thread gelesen, sorry falls ich hier was doppele.

Als andergaster Jägerin würde ich einfach mal damit prahlen wie ich in Nostria gewildert habe und die Trophäe dann dem andergastischen Adel zum Geschenk gemacht hat. Dann darf es auch mal der Hirsch sein, denn man erntet von den Andergastern eher Schulterklopfen als Anklagen.

Außerhalb von Andergast sollte man davon natürlich nicht davon prahlen, denn da werden die örtlichen Adeligen wohl befürchten dass man auch bei ihnen zu wildern beginnt, selbst wenn es keine Erbfeindschaft wie zu Nostria gibt.

Ansonsten ist natürlich das oberste Prahlobjekt das eigenhändige Erlegen eines Firunsbären, was ja die Firungeweihten tun um sich zu beweisen. Wenn man nicht ganz so dick auftragen will hat man eben einen kleineren Bären erlegt, welcher im Land für Ärger gesorgt hat. Da gilt es eher darauf zu achten "wie" wurde der Bär erlegt um zu bestimmen wie beeindruckend das ganze wirkt.
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Beitrag von BenjaminK » 30.08.2017 12:54

Baal Zephon hat geschrieben:
30.08.2017 11:31
Also das mit dem Schwert ist echt kein Problem, haben Zentraleuropäische Landsknechte schon im Spätmittelalter gelöst: "Das ist doch kein Schwert, das ist bloß ein (langes)Messer"
Landsknechte sind Truppen, ausgebildet, aus dem Spätmittelalter etc. pp. Die sind das Vorbild für den Typus Söldner, der mit Andergaster oder Zweihänder und Küraß unterwegs ist. Also da kommt es nun wirklich nicht darauf an, ob ein Landsknecht mit einem (Lang)Schwert anstatt eines (Kurz)Schwerts den Eindruck erweckt, doch eigentlich zum kämpfenden Volk zu gehören :D

Das Gesamtbild stimmt für mich nicht. Wer mir Kriegsgerät umher zieht, der gehört zum kriegerischen Volk. Und wer sich dann doch als "umherziehende Jägerin" vorstellt, macht sich verdächtig. Wer sich als "umherziehende Jägerin" vorstellt, aber Manieren, Wortschatz, Kleidungsdetails etc. wie ein Bastardsohn eines niederen Adeligen oder eines wohl gesitteten Handwerkers besitzt, der wirkt auch verdächtig. Völlig unabhängig davon ist irgend eine Erlaubnis, dies und jenes zu tun oder zu lassen oder eine eloquente Argumentation warum dies oder jenes getan oder gelassen werden darf.
Eadee hat geschrieben:
30.08.2017 11:41
Als andergaster Jägerin würde ich einfach mal damit prahlen wie ich in Nostria gewildert habe und die Trophäe dann dem andergastischen Adel zum Geschenk gemacht hat. Dann darf es auch mal der Hirsch sein, denn man erntet von den Andergastern eher Schulterklopfen als Anklagen.
Die Idee, sich die Erbfeindschaft zu Nutze zu machen, ist toll! :) Darauf bin ich gar nicht gekommen, macht aber total Sinn :)
(und dass man den gewilderten Hirsch aus Nostria in Andergast präsentiert, erfüllt ja wiederum den "schnell wieder weg"-Gedanken *g*)
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Beitrag von Märzhäsin » 30.08.2017 18:58

Andwari hat geschrieben:
30.08.2017 10:48
SO 8
Das ist für jemanden, der durch die Wildnis streift, richtig hoch - siehe die Angaben beim "Jäger" (SO 3-7) im WdH. Der Jäger dort verdient genau wie der städtische Rattenfänger (SO 1-4) sein Geld mit Schädllingsbekämpfung und Fleischlieferung. Der adelige Großwildjäger (den es in Andergast für WdH-Helden nicht gibt) hat seinen evtl. viel höheren SO nicht, weil er jagt, sondern weil er sich das teure Hobby leisten kann und später bei Likör im Salon der Comtessa davon nette Geschichten erzählt.

Wer mehr SO will, muss irgendwie Umgang mit höheren Kreisen pflegen. Gerade im ländlichen Umfeld sind halt nur die Kumpels der Junkerin (SO11) in der Preisklasse für ca. SO 8: ihr Gutsverwalter, der Dorfgeweihte, der Müllermeister ... alles respektable Leute mit viel Connections und einer z.T. herrschafts-unterstützenden Aufgabe.

=> Wie erreicht das jemand, der oft im Nieselregen am Lagerfeuer im Matsch hockt, d.h. wie viel muss derjenige überkompensieren, wenn er mal in Gesellschaft ist, damit man ihn auf eine Stufe mit dem Schmiede-Altgesellen (der dem Ratsherrn die Werkstatt am Laufen hält) oder dem Dorfgeweihten stellt?
Wir sprechen ja nicht von einer "richtigen Jägerin" sondern von meiner Auelfischen Hexe die diese Profession zur Tarnung nutzt und damit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen möchte weil sie sowieso für ihr Leben gerne jagt und in der Natur unterwegs ist.

Sie hat einen Sozialstatus von 8 der nicht nur nach Wege der Helden absolut legitim für eine Hexe ist, sondern ich liefere wie bei allen Charakterkonzepten die ich mir jemals ausgedacht habe einen plausiblen Grund dafür.

Sie ist wie gesagt das Pflegekind der verschwiegenen Schwester und Viehzüchterin Traviane Haubeiler (Sozialstatus 8) und des Freibauern und Winzers Sumudor Eichinger (ebenfalls Sozialstatus 8)

Ich habe mir den Sozialstatus auf ehrliche Art mit GP gekauft und finde es plausibel wenn man den Sozialstatus seiner Pflegeeltern aufweist.

Ich versteh wirklich nicht wo das Problem liegt.

Ein Freibauer hat einen SO 3–8, ein Winzer einen SO 2–8, eine verschwiegene Schwester einen SO 3–8 und eine Viehzüchterin sogar einen SO 3–10.

Sogar "wilde Auelfen" können einen Sozialstatus von bis zu 10 Punkten aufweisen. Deutlich höher als mein andergaster Findelkind.

Mit der Tätigkeit (nicht der Profession) einer freiberuflichen und herumreisenden Jägerin als Tarnidentität hatte ich mir ehrlich gesagt vorgestellt dass sie für die Bewohner von Dörfern und Kleinstädten oder den niederen Adel Schädlinge und Kreaturen jagt die für die gefährlich werden können. Eine verschwiegene Schwester die regelmäßig gegen einige Silbertaler beispielsweise Wildschweine, Goblins, Sumpfranzen, Harpyien und Vielfraße jagt. Sie soll keine reine Fleisch- und Pelzlieferantin für Köche und Händler sein auch wenn sie für diese Zwecke ebenfalls manchmal jagen soll.

Es kann doch aus juristischer Sicht nicht so extrem schwer sein solch einer Tätigkeit mit einem Sozialstatus von 8 nachzugehen, warum hat die Redaktion sonst entsprechende Professionen und Tätigkeiten auf die diese Beschreibung zutrifft in die Bücher geschrieben?

Und hat irgend jemand eine Idee wie es rechtlich mit einem Kapuzenumhang aus Waldlöwenfell aussieht, bei kaltem und schlechten Wetter würde ich sie gerne einen als Statussymbol tragen lassen damit potenzielle Auftraggeber sehen das sie nicht nur irgend ein zartes Püppchen ist, wie ihr Aussehen vermuten lassen könnte sondern etwas auf dem Kasten hat und ihre angebotenen Dienstleistungen keine Prahlerei sind.

Sonst beschweren sich am Ende wieder viele Leute über PMs bei mir wenn ich es einfach so in meine Charakterbeschreibung schreibe ohne das es jemand im Forum als legitim absegnet. :(
Eadee hat geschrieben:
30.08.2017 11:41
Als andergaster Jägerin würde ich einfach mal damit prahlen wie ich in Nostria gewildert habe und die Trophäe dann dem andergastischen Adel zum Geschenk gemacht hat. Dann darf es auch mal der Hirsch sein, denn man erntet von den Andergastern eher Schulterklopfen als Anklagen.
Ebenfalls eine sehr gute Idee!
BenjaminK hat geschrieben:
30.08.2017 12:54
Das Gesamtbild stimmt für mich nicht. Wer mir Kriegsgerät umher zieht, der gehört zum kriegerischen Volk. Und wer sich dann doch als "umherziehende Jägerin" vorstellt, macht sich verdächtig. Wer sich als "umherziehende Jägerin" vorstellt, aber Manieren, Wortschatz, Kleidungsdetails etc. wie ein Bastardsohn eines niederen Adeligen oder eines wohl gesitteten Handwerkers besitzt, der wirkt auch verdächtig.
Milena ist eine Auelfe die in Menschenkleidung herumläuft und mit einem andergaster Akzent plappert, da sind denke ich der legale Besitz eines Langschwerts und ihre (für ländliche Verhältnisse) vornehmen Manieren eher eine Nebensächlichkeit. Bei Milena stimmt von Geburt an das Gesamtbild nicht und bei ihr wird auch nie das Gesamtbild stimmen egal wie sehr sich das Mädel anstrengt. Sie ist eine tragische Figur die von einer Identitätskrise und einer starken inneren Zerrissenheit geplagt wird. Sie ist kulturell entwurzelt und befindet sich auf einem Selbstfindungstrip.

Es gehört für sie zum Alltag dass sie vielen Leute seltsam finden, sie kennt es nicht anders. Aber seltsam zu sein ist noch lange kein Grund jemanden in ein Verlies zu sperren oder an einen Strick zu hängen, gerade im liberalen Mittelreich nicht. Vielleicht ist es ja sogar ihr Sozialstatus der sie einige male davor bewahrt hat.

Aber gerade das macht sie zu einer guten verschwiegenen Schwester. Wer sich nicht verdächtig machen möchte sollte manchmal in Erwägung ziehen durch das größte Tor in die Stadt hinein zu marschieren, wenn ihr versteht was ich meine.

Ich möchte mich nochmals für alle bisherigen Beiträge von euch bedanken, ich habe nun zumindest schon einmal ein Gefühl dafür bekommen bei welchen Tieren, Wesen und Kreaturen es sich um realistische und plausible Jagdbeute für die Tarnidentität meiner verschwiegenen Schwester handelt.

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Beitrag von Farmelon » 30.08.2017 19:28

Nur mal ganz kurz, anderes haben andre schon angesprochen.

Waldlöwenfellkapuzenumhänge sind eine gaaaaanz böse Idee.

Die meisten Kirchen reagieren sehr empfindlich darauf, was mit ihren heiligen Tieren getan wird. Ein erjagter Waldlöwe dürfte ordentlich Probleme geben. Ein im ehrenvollen Zweikampf, also Nahkampf mit Dolch oder Schwert ohne Pfeil und Bogen oder Armbrust, ohne Wurfwaffe, bekämpfter und besiegter Waldlöwe würde stattdessen in Ordnung gehen.

Also bekommt sie entweder so richtig Ärger mit mindestens der Rondrakirche, oder sie lügt sich durch und zählt als ziemlich gute Kämpferin die höchst wahrscheinlich auch noch rondragläubig ist.

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Authentische Jagdbeute und Lagerfeuerromantik

Beitrag von Darjin » 30.08.2017 19:30

Letztlich wird die gute solange sie sich nur als "reisende Jägerin" ausgibt auch nur das Ansehen und den Sozialstatus einer reisenden Jägerin haben. Stellt sie sich hingegen als Winzerin und Viehzüchterin mit entsprechenden Beziehungen als Erbe ihrer (Zieh-) Eltern vor, kann sie auch auf ihren vollen SO zurückgreifen. (Für den Umgang mit einfachem Dorfvolk ist SO 6 oder 7 wahrscheinlich eh angenehmer als SO8).
SO ist letztendlich auch nur ein sehr abstraktes Produkt was einem Orientierungshilfe sein soll (bspw. beim Hochstapeln, beim Ermitteln des Startkapitals oder der üblichen Lebenshaltungskosten, generell beim Umgang mit anderen Personen und besonders mit Personen anderen Ranges, etc.). Ich würde das etwas entspannter sehen und erst recht nicht versuchen, inneraventurisch-"juristisch" (geht es nur mir so, dass sich das Nackenhaar bei diesem Wort sträubt?) irgend etwas mit ihrem SO zu begründen - bestenfalls mit ihrem Stand, und der ist wohl"freie Bürgerin aus Teshkal". Die DSA-Regeln und Mechanismen sind möglichst allgemeingültig geschrieben (auch wenn es immer viel zu viele Sonderszenarien hat) - die Welt Aventurien entwickelt sich aber immer mehr zu einer Welt, wo nicht Frage ist, welches Recht gilt, sondern eher, wer die Macht hat sein Recht vor Ort umzusetzen. Grundsätzlich kriegt jeder für seinen SO entsprechend Startkapital, aber wieviel der SO dann in der jeweiligen Situation im Spiel hinterher wert ist, hängt immer von vielen Faktoren ab (fremde Kultur/fehlende Kulturkunde, Benehmen/Kleidung des Helden, Vorbehalte der Gegenseite, etc.)

Als Freie hat sie also grundsätzlich das Recht, ein Langschwert zu führen. Ob man ihr das als Ausländerin ohne Lobby anerkennt ist etwas anderes. Wenn ich als Meister im hintersten Bornland einen arschigen Lokaladeligen brauche, der die Helden ins Verließ schmeißt, dann wird dieser das Langschwert als Amtanmassung, Hochstapelei und letztlich Rütteln an der Praiosgefälligen Ordnung interpretieren. Aber selbst ohne Langschwert würde man bei jeder Heldengruppe immer irgendwelche Vorwände finden können.
Würde das jemand in etwas zivilisierteren Städten mit starker Bürgerschaft versuchen (Festum reicht da schon, von Gareth, Punin oder Vinsalt ganz zu schweigen), würde sie wahrscheinlich selbst ohne jemanden näher zu kennen schnell umfangreichen Beistand haben und solch eine Aktion für den arschigen Lokaladeligen schnell einen ordentlichen Rückstoß haben....
„Man muß uns, glaube ich, nie so viel Verachtung zeigen, wie wir verdienen.“
Michel de Montaigne (1533-1592)

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Beitrag von Andwari » 30.08.2017 20:18

@SO
"ehrlich gekauft" ist eine Sache beim SO. Die Ausreißerin aus Gutem Hause (SO 8) wird allerdings relativ schnell im SO abrutschen, wenn sie nicht entsprechend auftritt .

Selbst "Hexe" zu sein, hilft da praktisch gar nicht weiter - sie will das ja geheim halten, weil "verschwiegene Schwesternschaft". Wenn ihre Tätigkeit nur bettelarmen Kleinbauern zu Gute kommt und sie selbst aussieht wie gerade aus dem Busch gekrochen, ist das eben nicht ein angemessenes Leben für SO 8.

Wenn man den SO überhaupt nutzt, ist mMn dabei so was wie "Startkapital" das Unwichtigste dabei. Es geht darum, ob man in der Taverne nur das saure Rattenfleisch angeboten kriegt, ob man von Dritten nur als Anhängsel einer höhergestellten Person wahrgenommen wird, wie gut die jedes mal angebotene Bezahlung sein wird. Der Dorfälteste kann ihr für vier Wochen Arbeit halt nur viel weniger anbieten als es der Baron könnte. Sie muss zum Baron, wenn ihre Bezahlung nicht sehr kläglich sein soll. Häute und Fleisch nicht verkaufen zu können ist eine massive finanzielle Einbuße. Wenn sie mal erfolgreich z.B. ein fast erwachsenes Wildschwein erwischt (oder gleich die halbe Rotte?) sind das ein paar Dutzend Kilo Fleisch, die relativ schnell verbraucht werden müssen.
Ich hatte weiter oben geschrieben, dass sie in "zivilisierten" Gegenden vmtl. eine Art "Jagderlaubnis" brauchen wird. Dafür braucht man eben einen erhöhten SO, denn Gesindel mit dem Rehbock auf dem Rücken wird einfach ohne viele Fragen hingerichtet und man glaubt nur der Jägerin mit ordentlicher Ausrüstung, zivilisiertem Benehmen und evtl. einem Schriftstück, dass sie das darf. Wer daher kommt wie der letzte Heckenpenner, kriegt so eine Erlaubnis nicht - sie soll damit immerhin quasi in Stellvertretung des Grafen oder Barons jagen, denn die sind eigentlich genau dafür zuständig, das Dorf vor Wolfsrudeln, Goblinhorden und Wildschweinrotten zu schützen.

Wer aufgrund seines Berufs, Umfeldes, Kenntnisse, Verbindungen usw. einen SO von X hat, wird auch das entsprechende Einkommen dafür verdienen können. Das anders zu machen würde ganz schnell zu einem Nachteil durch den gekauften Vorteil "höherer SO" führen.

@Darjin
Festum ist eine der größten Städte des Kontinents und spielt gerade mit dem Gegensatz zum umliegenden Land. Dass sich die Festumer Bürgerschaft darum reisst, für irgendwelche Fremden gegen den Adel anzustinken, wäre mir neu. Dafür wird man wohl schon entweder ein echtes Festumer Bürgerrecht, ein bezahltes Schutzversprechen der dortigen Händler, die Fürsprache irgendwelcher Lobbygruppen o.ä. brauchen.
Das kann ein Abenteurer alles erspielen oder wird einem berühmten Held quasi obendrauf gegeben - aber das funktioniert mMn genau dann nicht, wenn sich ein Chari extrem "obrigkeitsscheu" verhält, d.h. immer nur mit freundlichen, unwichtigen Dörflern verkehren will. Die Festumer Bürger zahlen für ihre Freiheiten einen Haufen Geld an die Stadtkasse - der in Argumente wie eine schöne Stadtmauer, ein stehendes Heer, Einfluss auf diverse Bronnjaren, Handelsmacht und städtische Selbstdarstellung investiert wird. Warum jemanden für lau in den Club lassen?

Darjin
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Authentische Jagdbeute und Lagerfeuerromantik

Beitrag von Darjin » 30.08.2017 20:31

@Andwari mir ist bewusst, dass Festum nach Khunchom, Al'anfa und Gareth wahrscheinlich die viertgrößte Stadt des Kontinents ist - aber sie war die "nähste" Stadt für das Beispiel mit dem bornischen Landadeligen, wo ich mir wegen einer starken Bürgerschaft sicher war. Vallusa oder Neersand wäre wahrscheinlich ähnlich gut gegangen. Mir ging es auch nicht darum, dass gleich die ganzen Festumer Bürgerschaft sich vor die Fremde stellt, sondern dass wenn die Anklage in Festum erhoben wird, wird die Bürgerschaft darüber urteilen wollen. Sie ist die Herrin Festums und nicht dieser "Brückenbaron". Und als Richterin wird die Stadt Festum ganz schnell feststellen, dass eine Freie das Recht hat, ein Langschwert zu führen. Die einzige Frage wird hier sein, ob sie wirklich eine Freie ist. (Da Stadtluft bekanntlich frei macht ist das aber auch nur eine Frage der Zeit.) Im Großen und Ganzen also eine Lapalie im Vergleich einer Anklage wegen Rütteln an der praiosgefälligen Ordnung mit einem willkürlichen Landadeligen als Richter, Ankläger und vermutlich auch noch Henker in einem.
„Man muß uns, glaube ich, nie so viel Verachtung zeigen, wie wir verdienen.“
Michel de Montaigne (1533-1592)

Märzhäsin
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Authentische Jagdbeute und Lagerfeuerromantik

Beitrag von Märzhäsin » 30.08.2017 21:00

Farmelon hat geschrieben:
30.08.2017 19:28
Also bekommt sie entweder so richtig Ärger mit mindestens der Rondrakirche, oder sie lügt sich durch und zählt als ziemlich gute Kämpferin die höchst wahrscheinlich auch noch rondragläubig ist.
Vielen Dank für die Stellungnahme. Und wie würde es gegenüber gewöhnlichen Bewohner von Dörfern und Kleinstädten aussehen oder um jemand vom niederen Adel zu treffen und es dann zu besonderen Anlässe als Statussymbol zu tragen? Es soll ja keine Alltagsklamotte sein, dafür ist solch ein wertvolles Kleidungsstück sowieso zu schade. Ich hatte mir gedacht dass der Waldlöwe bereits sehr schwer durch den Kampf mit einem Bären verwundet war und große Qualen gelitten hat. Als sie ihn entdeckte gab sie ihm mit ihrem Schwert den Gandenstoß. Zuerst hatte sie einfach nur Mitleid und strich traurig über das Fell des toten Tieres bis ihr plötzlich einfiel dass sein Tod nicht umsonst gewesen sein müsste und sie aus dem Fell einen silberweißen Kapuzenumhang nähen könnte um ihn zu besonderen Anlässen als Statussymbol zu tragen.

Wäre ein Kapuzenumhang aus dem Fell eines Firunsbären weniger problematisch wenn sie sowieso Firun verehrt und diese Bären als eine Art Initiationsritus gejagt werden?

Oder gibt es sonst irgend etwas warmes weißes, graues oder silberweißes woraus man gut einen schicken Kapuzenumhang machen könnte und bei dem die allermeisten Spielleiter sich nicht beschweren würden? Abgesehen von Schneehasen, sie würde aus solchen Beweggründen keine Hasen jagen weil sie zu ihren Lieblingstieren gehören.
Darjin hat geschrieben:
30.08.2017 19:30
inneraventurisch-"juristisch" (geht es nur mir so, dass sich das Nackenhaar bei diesem Wort sträubt?)
Mir geht es genauso aber mir ist kein besserer Begriff eingefallen.

@Andwari: Ich weiß ja dass du nichts von mir, meinen Ideen und meinen Charakterkonzepten hältst aber bei dir wirkt die Darstellung von Aventurien immer so extrem streng, kompliziert und bürokratisch.

Ich eröffne diese Threads weil ich Zugeständnisse an meine vielen Kritiker machen und mich versöhnen möchte und anstelle der Auflistungen von hunderten Kleinigkeiten und Möglichkeiten wie Milena am schnellsten im Kerker, am Strick oder auf dem Scheiterhaufen landet, würde ich mir Tipps und Ratschläge wünschen wie sich ihre Tarnidentität gemäß des offiziellen Kanon so umsetzen lässt dass sie mir als Spielerin Spaß macht und sich möglichst wenige Spielleiter daran stöhren.

Ich brauche keine Begründungen weswegen sie nicht jagen kann, darf oder soll sondern Ratschläge wie ich es hin bekomme dass sie jagen kann. Wenn es von der Redaktion nicht gewünscht wäre gäbe es keine Jäger, Grenzjäger, Kopfgeldjäger oder Großwildjäger innerhalb des Sozialstatus von Milena.

Milena will ja keinen Stress machen oder irgend welchen Adligen ans Bein pinkeln, das habe ich schon oft genug geschrieben, die will einfach nur ihrer Leidenschaft der Jagd nachgehen und anderen auf ihren Reisen helfen.

Sie ist eine von den Guten, keine Verbrecherin und kein weiblicher Robin Hood. Auch wenn sie ein wenig skeptisch gegenüber Autoritäten eingestellt ist heißt das nicht das sie zu dumm ist um Kompromisse einzugehen oder zu wissen dass es vom Vorteil sein kann sich mit den Obrigkeiten gut zu stellen.

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