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DSA4 Elfen und Sozialstatus

Allgemeines zu Aventurien, Myranor, Uthuria, Tharun und den anderen Spielewelten von Ulisses & Uhrwerk.
Märzhäsin
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Elfen und Sozialstatus

Beitrag von Märzhäsin » 27.09.2017 16:35

Hallo zusammen,

Mich beschäftigt eine bestimmte Sache die mir nicht mehr aus dem Kopf geht und zu der ich gerne eure Meinung hören würde.

Das Problem ist folgendes:

Bei der Kultur Elfische Siedlung ist ein SO-Maximum von 10 Punkten angegeben.

Des Weiteren sind für diese Kultur diverse Professionen verfügbar mit denen nicht nur ein hoher Sozialstatus erzielt, sondern sogar das Maximum ausgeschöpft werden kann:
Wege der Helden, Seite 77:

Professionen: Bewahrer, Former, Kämpfer,
Legen­densänger, Wildnisläufer, Zauberweber. Dazu
kommen an ‘menschlichen’ Professionen: Botenrei­-
ter, Fischer, Großwildjäger, Hirte, Karawanenführer,
Kundschafter, Prospektor (Kräutersammler), Schif­-
fer (Lotse), Schmuggler, Barde, Gaukler, Hofkünst­-
ler, Taugenichts, Bauer, Handwerker (Bogenbauer,
Edelsteinschlei­fer, Glasbläser, Goldschmied, Instru-­
mentenbauer, Sattler, Schneider, Schreiner, Stein­-
metz, Töpfer, Weber), Tierbändiger, Wundarzt. Für
die hier nicht aufgeführten magischen Professionen
sehen Sie bitte die Anmerkungen auf Seite 174.
Das heißt es lassen sich nach DSA 4.1 problemlos Auelfen erstellen die (ohne Adoptivkinder von Menschen zu sein) über einen hohen Sozialstatus und eine menschliche Profession verfügen.

Aber wie macht sich solch ein Sozialstatus und gesellschaftlicher Stand bei einer Dorfelfe oder Stadtelfe regeltechnisch und rollenspielerisch bemerkbar?

Das Problem ist ja das viele der Ansicht sind dass der Tralloper Knebelvertrag aus allen Elfen automatisch unmündiges und vogelfreies Gesindel macht dass sich auf keinerlei juristische Bürgerrechte berufen kann.

Aber es kann doch nicht sein dass beispielsweise ein daher gelaufener Lump mit einem Sozialstatus von 4 einem Auelfischen Hofkünst­ler mit einem Sozialstatus von 10 einfach so ins Gesicht spucken oder ihn verprügeln darf weil der Tralloper Knebelvertrag ihn entmündigt und seinen Sozialstatus außer Kraft setzt?

Wozu ist denn dann der Sozialstatus bei Elfen überhaupt gut? Und warum erlauben auch einige der aufgelisteten elfischen Professionen wie beispielsweise Wildnisläufer bei Siedlungselfen einen Sozialstatus von bis zu 10 Punkten? Nur zum Spaß für Leute die gerne die Zahl 10 sehen?

Was ist denn eine Wildnisläuferin mit einem Sozialstatus von 10 inneraventurisch? Eine Elfenprinzessin mit Wildniserfahrung? Irgendwie verwirrend weil Elfen egal ob verweltlicht oder nicht untereinander keine Hackordnung kennen. Und wie weist sich solch eine Wildnisläuferin aus? In Wege des Schwerts heißt es dass jeder den Sozialstatus eines anderen an Mimik, Gestik, Körperhaltung und Ausdrucksweise bemerkt. Gilt dass dann auch für die besagte Wildnisläuferin? Was unterscheidet sie nach den menschlichen Maßstäben von Alrik Freibauer und Ulrich von Falkenstein, dem Vogt des Barons von einer Wildnisläuferin die nur einen Sozialstatus von 3 aufweist?

Es gibt in mehreren mittelreichischen Städten ganze Viertel die aus leicht verweltlichten Elfen bestehen, ich kann mir nicht vorstellen dass das alles entmündigte Vogelfreie sein sollen nur weil irgend wann mal ein gewisser Asralion Sommertau auf die Schnapsidee gekommen ist sein Volk mit einem Knebelvertrag zu entmündigen.

Aber bevor hier jetzt der "Badoc ist Böse"-Reflex aktiviert wird möchte ich ganz dringend dazu sagen dass es mir nur um die Stellung von verweltlichten Elfen geht die zwar bei einigen Themen wie Geld, Besitz, Liebe, Tierhaltung, Milchkonsum und Zwölfgötterglaube die Weltsicht der Menschen übernommen haben aber sich ansonsten ihre elfische Kultur bewahrt haben und wirklich ganz liebe und süße Elfchen sind die niemals morden, stehlen oder betrügen würden.

Also denkt bitte daran und lasst uns nur von ganz lieben und braven Dorf- und Stadtelfchen und keinen kriminellen "Stressmachern" ausgehen.

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Ahnherr derer von und zu Durenald
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Elfen und Sozialstatus

Beitrag von Ahnherr derer von und zu Durenald » 27.09.2017 17:11

Der "Knebelvertrag" ist eine Überlebensgarantie der Elfenvölker.
Er gewährt den Elfen weitreichende Rechte, welche anderen Rassen (Zwerge, Orks, Goblins, Grolme, Necker u.v.m.) niemals zugestanden wurden.
Er ist ein weiterer Vorteil!

Die SO-Regeln sind noch verbugter als das ganze R/K/P-System.
... ich will doch nur spielen!

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Beitrag von Märzhäsin » 27.09.2017 17:38

Aber für Dorf- und Stadtelfen die sowieso die menschlichen Gesetze kennen bringt der Vertrag mehr Nachteile als Vorteile mit sich.

Aus juristischer Sicht keine richtige Person sondern mehr so etwas wie ein sprechendes Tier zu sein, dürfte doch für zivilisierte Stadtelfen äußerst herab würdigend und erniedrigend sein?

Auch einen Bogen haben zu dürfen ist kein wirkliches Privileg denn nach Herz des Reiches dürfen alle außer Unfreie auf Reisen Bögen mit sich führen.

Vielleicht muss man ihn dann nicht bei den Stadtwachen vorübergehend abgeben aber was soll man mit einem Bogen in der Stadt? Ein Bogen ist nur zum Jagen und zur Selbstverteidigung zu gebrauchen und auf einem Wochenmarkt sowieso fehl platziert.

Und wenn das SO-System so fehlerhaft ist, wieso schwören dann so viele DSA-Spieler drauf und betrachten es als das Nonplusultra um ihre geliebte mittelalterliche Standesgesellschaft zu simulieren?

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Ahnherr derer von und zu Durenald
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Elfen und Sozialstatus

Beitrag von Ahnherr derer von und zu Durenald » 27.09.2017 17:50

Der Vertrag bietet Elfen keinen Nachteil - nur Vorteile.

Du übersiehst dabei nämlich, daß die anderen von mir genannten Rassen ebenfalls nicht in die menschliche Zivilisation eingebunden sind, für sie aber kein schützendes Vertragswerk existiert.

Ob die Gleichstellung mit unfreien Menschen (der Adelsgesellschaft unterworfen) für Elfen so erstrebenswert ist, sei hier mal offen gelassen. Der Vergleich zu "freien und ungebundenen Tieren" dürfte für die meisten Elfen sowieso nicht so "herabwürdigend" sein, wie es von Menschen verstanden wird.

... und wofür man in einer Stadt Waffen braucht wird in vielen Abenteuern ausführlich erklärt.
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LordShadowGizar
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Beitrag von LordShadowGizar » 27.09.2017 17:51

Dem Wahnwitz zum Gruße!

Man darf auch nicht vergessen das ein SO hoher Charakter der ein gewisses Ansehen genießt/genossen hat, sich diesen auch bewusst ist und dieses auch ausstrahlt.
Ein Elf ist sich seines könnens bewusst, und durch das Salersander der Sippe hat dieser auch einen direkten Bezug wo er in seiner Sippe steht.

Das der Elf mit SO 10 ausserhalb seiner Sippe nicht wirklich das Ansehen wie unter seines Gleichen geniest ist halt so... trifft aber auch auf Mittelländer im Horasreich, oder Horasier im Bornland zu...
Manch mal reicht es das eigene Dorf zu verlassen damit der SO merkbar an bedeutung verliert. Da hat der Ahnenherr auf jedenfall recht das das SO-System echt mist ist. Eben so das der Tralloper Vertrag ins 'Zivilisierten' Gebieten ein Spitzohr vor Mob und oder unwill von Magier/Handwerksgilden schützt und den Elfen zwar in seinen rechttechnischen Möglichkeiten wie Besitz und Rechtfähigkeit als unmündig deklariert, dafür den Elfen das leben als Elf schützt!!!!

Aber Charaktere können trotzdem eine Aura von 'Kompetenz' und/oder 'Stellung' verstrahlen, so das man immer noch genug eindruck auf NSC's schinden kann. Das ist aber dann Aufgabe der Spielleitung sowas durch die Welt wieder zu spiegeln und man sollte sich hier für unbedingt mit der Spielleitung kurzschalten wie das bei der läuft... nicht das man GP für nichts und wiedernichts ins Nirvana versenkt.

So long and thanks for all the Fish.

Stefan Fritsch
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LordShadowGizar
Diese Welt mit ihren Regeln ist wie Wachs in meinen Händen! Und mein Wahnwitz wird sie formen...

Andwari
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Elfen und Sozialstatus

Beitrag von Andwari » 27.09.2017 18:11

Vorneweg:
Der SO bezieht sich auf "Mittelaventurien", weswegen diverse Randkulturen (z.B. der Moha-Häuptling in seinem Dorf) auch massive Beschränkungen nach oben haben. Die Kosten sind absolut nicht "fair", schon weil man nur 0,5 GP für "Min-SO" im Professionspaket und für +1 in Varianten usw. zahlt aber 1,0 GP wenn man es so kauft. Diverse "harte" Spielregeln (z.B. bei sozialer Interaktion bei SO-Unterschieden und zu Kosten für Lebensstil) geben nur dann insgesamt keinen "Nachteil hoher SO" wenn man das an anderer Stelle als sehr wichtigen Parameter benutzt oder anderweitig kompensiert (kostenloser Lebensstil usw.)

-> Was soll ein SO 10 etwa bedeuten, wer hat den?
Man gehört damit zu einem ziemlich herausgehobenen Kreis einer gutsituierten Minderheit - etablierte zünftige Handwerksmeister, Niederadelige, Geweihte, Kaufleute und das enge Umfeld höherer Herrschaften - nur wenige Spezialisten werden die dafür nötigen Taler selbst erarbeiten, die meisten lassen arbeiten arbeiten oder beaufsichtigen. Eine derartig situierte Familie wird (Meisterschirm) etwa das 10-fache einer "einfachen" Familie haben, die die absolute Mehrheit (Kleinbauern, Manufakturarbeiter, allerlei Helfer, Knechte und dörfliche Handwerker) der Mittelaventurier stellt, also SO4-6.

Bezogen auf die Elfe wäre also ihr Status innerhalb ihres kleinen Dorfes relativ egal - wichtig ist dass sie da, wo sie ist üblicherweise als "SO 10" wahrgenommen werden soll.
Heißt, sie wird wohl in "besserer Gesellschaft" verkehren, die Jagdgesellschaft für den Baron organisieren, im horasischen Salon oder auf der weidenschen Burg nicht durch sonderbare Ansichten auffallen, sondern sich mit den dortigen Gepflogenheiten auskennen und die Typen am Stammtisch im Ratskeller als ihre Peer-Group ansehen. <=> schwierig ohne weitere Elemente, die genau das unterstützen. Sie müsste sich eben die Verhaltensweisen der "gehobenen Mittelschicht" angeeignet haben - nicht, wie der Elf im Wald sich "Könige" vorstellt, sondern wie sich Alrik Normal-Mittelaventurier solche "bessergestellten" vorstellt.

@Tralloper Vertrag
Der ist für "wilde" Elfen - nichts hält einen elfischen Handwerksmeister aus der Großstadt davon ab, sich das dortige Bürgerrecht erworben zu haben, brav seine Steuern zu zahlen, bei der Wehrübung teilzunehmen und die Feuerschutzabgabe zu zahlen und seine Meinung, wer den Sitz des verstorbenen Stadtrats kriegen soll, zu verbreiten.
Wenn der auf Reisen geht, hat er seine Nordlandbank-Wechsel, ein Empfehlungsschreiben der Zunft oder einen Schutzbrief des Provinzherrn und lässt natürlich seinen Diener ein Einzelzimmer für den Meister im Gasthof organisieren.

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Satinavian
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Elfen und Sozialstatus

Beitrag von Satinavian » 27.09.2017 18:18

Der Vertrag ist aus der Zeit Murak Horas und eigentlich gedacht für Elfen, die Ausländer sind. (Unantastbarkeit des Elfenreichs etc.)

Die Nachfolgestaaten wie das Mittelreich werden natürlich auch die Möglichkeit haben, Elfen zu Reichsbürgern zu machen. Die Städtischen Elfenhandwerker sind sicherlich Stadtbürger mit allen zusätzlichen Rechten und Pfklichten, die das mit sich bringt. Dazu gehört mit Sicherheit auch die Mündigkeit vor Gericht (welche ja Menschen ebenfalls nicht automatisch besitzen).

Und für Adlige Elfen gilt das mit Sicherheit erst recht.

Natürlich gehen mit Bürgerrechten auch Bürgerpflichten einher und die etwas abgelegener wohnenden Elfen haben Beides nicht, selbst wenn ihre Heimat im Reichsterritorium liegt. Wer keine Steuern zahlt und nicht zur Landwehr geht darf halt auch die Dinste des Gerichts nicht in Anspruch nehmen.

Märzhäsin
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Elfen und Sozialstatus

Beitrag von Märzhäsin » 27.09.2017 19:12

@Andwari und Satinavian: Vielen Dank, ihr habt mir zumindest schon mal ein Bisschen weiter geholfen und mir ein wenig Klarheit verschafft.

Wie würde es denn mit einem kleinen elfischen Dorf aussehen dass aus ungefähr 30 auelfischen Freibauern, Müllern, Hirten und Fischern mit einem Sozialstatus von 7 besteht und die bereit sind Steuern an den Lehnsherrn zu zahlen oder notfalls einen Teil von ihrem Gemüse, ihrem Getreide, ihrer Wolle und ihren Fischen an ihn abzugeben wenn sie es mal nicht schaffen sollten ihn in Silbertalern zu bezahlen?

Dürften die dann auch Bürgerrechte erwerben?

Und falls ja, wie würde dann die jeweilige Bescheinigung aussehen die sie von ihrem Lehnsherrn als Bestätigung für die erworbenen Rechte erhalten um sich unterwegs ausweisen zu können dass sie zivilisierte Dorfelfen sind und keine vogelfreien Wilden?

Leta
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Elfen und Sozialstatus

Beitrag von Leta » 27.09.2017 21:49

Märzhäsin hat geschrieben:
27.09.2017 19:12
Wie würde es denn mit einem kleinen elfischen Dorf aussehen dass aus ungefähr 30 auelfischen Freibauern, Müllern, Hirten und Fischern mit einem Sozialstatus von 7 besteht und die bereit sind Steuern an den Lehnsherrn zu zahlen oder notfalls einen Teil von ihrem Gemüse, ihrem Getreide, ihrer Wolle und ihren Fischen an ihn abzugeben wenn sie es mal nicht schaffen sollten ihn in Silbertalern zu bezahlen?
Kein Bauer bezahlt in Silbertalern. Die Steuern werden in der Regel in Naturalien beglichen.
Märzhäsin hat geschrieben:
27.09.2017 19:12
Dürften die dann auch Bürgerrechte erwerben?
Erstens ist ein "Dorf" mit 30 Einwohnern schon extrem winzig. Zum anderen bekommen Einwohner eines solchen Hofes keine Bürgerrechte egal ob es Elfen, Menschen, Zwerge oder sonst etwas sind. Weil es, wenn überhaupt, ein Dorf ist und "Bürger" eine Stadt impliziert.

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Ahnherr derer von und zu Durenald
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Elfen und Sozialstatus

Beitrag von Ahnherr derer von und zu Durenald » 27.09.2017 21:53

Vielleicht auch nochmal der Hinweis, daß man in Aventurien mit irdischem Rechtsverständnis nicht weit kommt. Man vergesse bitte nie, daß ein Ehrenwort einer Person von Stand und Ansehen ein Beweis ist.
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Andwari
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Elfen und Sozialstatus

Beitrag von Andwari » 27.09.2017 22:13

Bürgerrechte ist eigentlich was für "Stadt" - weil nur Städte groß und einflußreich genug sind, die gegenüber dem evtl. missliebigen Nachbaradeligen auch durchzusetzen. Der Mensch im Dorf (und auch der Bürger in der Stadt) hat seine "Rechte" nur so weit, wie Mächtigere oder Interessengruppen die gewährleisten, weil es sonst mehr Ärger gibt als nutzt.
Die SO8-Freibäuerin stellt sich nicht nur mit dem Dorfverwalter sondern auch der Dorfgeweihten, dem Getreidehändler, dem Schmied, der Wirtin und dem Steuerpächter des Barons gut = sie hat dadurch Status und lokal Einfluss - wenn die SO2-Tagelöhnerin was mit ihrem Sohn anfängt und sie da etwas handgreiflich überreagiert, kann sie das (mit deutlichem SO-Unterschied) auch zu einem ähnlich fiesen Ausgang hinbiegen, wie wenn sie selbst gegen jemanden mit SO13+ schlicht jede Auseinandersetzung "verliert".

Generell ist es schwierig, einen solchen SO außerhalb der eigenen Gemeinschaft darzustellen - neben Geld, Dienern, guter Kleidung können da auch regional und überregional tätige "Organisationen" helfen. Wenn der reisende zünftige Handwerker in jedem Ort notfalls etwas Unterstützung aktivieren könnte, ist das schon was.

Aber ja, ein menschlicher Graf/Baron freut sich sicher auch über ein Dorf voll Untertanen, die halt Elfen sind - das Verhältnis zwischen Elfengemeinschaften und Menschen wird DSA-offiziell sehr wenig beleuchtet und meist wohl davon ausgegangen, dass die Elfen irgendwo so zurückgezogen leben, dass sich niemand die Mühe macht, sich für sie zu interessieren. Da ist ein Dorf mit "Vertrag" mit dem örtlichen Herrscher schon sehr viel besser bzgl. Integration in die dortige Gesellschaft/Wertvorstellungen. Die DSA-Macher haben sich vmtl. deutlich weniger "menschlich zivilisierte" Elfen vorgestellt. Für seit tausend Jahren zwischen Menschen lebende Auelfen finde ich eine "integriertere Gemeinschaft" sinnvoll - auch wenn da vllt. noch Vorbehalte bestehen, z.B. beim Thema "Gottlosigkeit" o.ä.

In einem Dorf von 100-300 Einwohnern (evtl. mit umliegenden Gehöften) kann man mehrere Personen mit SO7-8 (= die aufgrund ihrer Stellung beim Nachbar-Marktort und beim Baron so gelten) unterbringen - nach oben wird es dünner, ein einzelner adeliger/nichtadeliger Dorfverwalter, aka Ritter oder Junker kann höher gehen (8-12).

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Elfen und Sozialstatus

Beitrag von smarrthrinn » 27.09.2017 22:26

https://de.wikipedia.org/wiki/Freibauer_(Mittelalter)

Der Eintrag ist zwar recht kurz, aber gerade deswegen ziemlich eindeutig. Vor allem der Satz: "Die Freibauern waren meist die wohlhabendsten und wichtigsten Personen des Dorfes." impliziert, dass es kein Dorf mit 30 elfischen Freibauern geben kann. Es gibt vielleicht grad mal einen, wenn überhaupt. Also eine einzige Person mit SO 7, die meisten anderen Dorfbewohner haben weniger, da sie meist Leibeigene sind.

Elfen sind von der Leibeigenschaft normalerweise ausgenommen, aber einen SO von 7 erreichen sie in einer mittelreichischen oder andergastischen, dörflichen Gemeinschaft trotzdem nie. Denn selbst wenn die Menschen in der Umgebung die Elfen als gleich betrachten, bleibt es bei SO 4-6, da außer dem Großbauern keiner SO 7 hat. Gerade in Andergast hat selbst der Junker oder Ritter kaum mehr (Die Profession "Ritter des alten Schlages" fängt bei SO 7 an). Einzig der Dorfgeweihte (meist Perraine oder Travia) kommt da noch heran.

Jedenfalls nicht, wenn man sich mehr oder weniger an das offizielle Aventurien und die Feudalherrschaft hält.

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Elfen und Sozialstatus

Beitrag von Märzhäsin » 28.09.2017 00:22

Andwari hat geschrieben:
27.09.2017 22:13
Die DSA-Macher haben sich vmtl. deutlich weniger "menschlich zivilisierte" Elfen vorgestellt. Für seit tausend Jahren zwischen Menschen lebende Auelfen finde ich eine "integriertere Gemeinschaft" sinnvoll - auch wenn da vllt. noch Vorbehalte bestehen
Nun ja, es gibt ja angeblich sogar einige Beispiele für solche Gemeinschaften in Aus Licht und Traum aber leider habe ich diesen Regionalband nicht.
smarrthrinn hat geschrieben:
27.09.2017 22:26
Elfen sind von der Leibeigenschaft normalerweise ausgenommen, aber einen SO von 7 erreichen sie in einer mittelreichischen oder andergastischen, dörflichen Gemeinschaft trotzdem nie.
Und weshalb verfügt die Kultur "Elfische Siedlung" dann über ein SO-Maximum von 10 Punkten? Völker die als primitiv und wild gelten wie Mohas oder diverse Babarenkulturen haben nur einen maximalen SO von 4 oder höchstens 6.

Außerdem spricht die Liste der regelkonformen Professionen dieser Kultur für sich. Da sind viele Professionen dabei die entweder ebenfalls einen Sozialstatus von 10 Punkten zulassen oder sogar erst bei einem SO von 7 anfangen.
smarrthrinn hat geschrieben:
27.09.2017 22:26
Die Freibauern waren meist die wohlhabendsten und wichtigsten Personen des Dorfes.
Nicht in Aventurien:
Wege der Helden, Seite 145:

Die überwiegende Mehrheit der Aventuri-
er lebt auf dem Lande, und von diesen sind
etwa im Mittelreich vier Fünftel Leibeigene,
die einen Großteil dessen, was sie der Scholle
abtrotzen, an den Lehnsherrn abführen oder
gleich als Knecht oder Magd Dienst am Her-
renhof tun. Doch auch die schmale Schicht
der Freibauern besitzt oft nicht mehr als ihre
persönliche Freiheit
– von den Erntehelfern
und Feldsklaven ganz zu schweigen. Schon
deutlich besser gestellt sind viele Viehzüchter
und Winzer oder gar die Gutsherren, letztere
entweder Großpächter oder gar einen Schritt
unter dem Adelsstand.
Und zur allgemeinen Info: Meine Frage bitte nicht auf meine ursprünglichen Charakterkonzepte beziehen. Ich habe mich sowohl von Andergast als auch vom Konzept eines Findelkinds komplett verabschiedet.

Ich habe nun Auelfen aus zivilisierten und verweltlichten Sippen im Fokus die bei einigen Themen wie Geld, Besitz, Liebe, Tierhaltung, Milchkonsum und Zwölfgötterglaube die Weltsicht der Menschen übernommen haben aber sich ansonsten ihre auelfische Kultur bewahrt haben.

Aber das nur nebenbei, vergesst bitte alle das ursprüngliche Konzept von dem elfischen Findelkind aus Andergast.

Das war eine der dümmsten Ideen die ich je hatte. Wenn man eine Auelfe möchte die als kultiviertes und zartes Püppchen rüberkommt das kaum etwas mit den wilden und raubtierhaften Waldelfen aus den Salamandersteinen gemeinsam hat ist Andergast ein denkbar schlechter und äußerst unkultivierter Ort.

Am besten ich mache einfach eine Hofkünstlerin mit maximalem Sozialstatus aus ihr. Dann hat sich das mit nörgelnden Gardisten bezüglich ihres Langschwerts und das Problem mit den Jagdprivilegien endgültig erledigt.

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Elfen und Sozialstatus

Beitrag von Ahnherr derer von und zu Durenald » 28.09.2017 00:35

Märzhäsin hat geschrieben:
28.09.2017 00:22
Und weshalb verfügt die Kultur "Elfische Siedlung" dann über ein SO-Maximum von 10 Punkten? Völker die als primitiv und wild gelten wie Mohas oder diverse Babarenkulturen haben nur einen maximalen SO von 4 oder höchstens 6.

Außerdem spricht die Liste der regelkonformen Professionen dieser Kultur für sich. Da sind viele Professionen dabei die entweder ebenfalls einen Sozialstatus von 10 Punkten zulassen oder sogar erst bei einem SO von 7 anfangen.
Wie bereits erwähnt, die SO-Regeln sind mist!
Am Besten behandelt man sie wie "elementare Gewalten" - ersatzlos streichen.
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Beitrag von Märzhäsin » 28.09.2017 00:54

Ahnherr derer von und zu Durenald hat geschrieben:
28.09.2017 00:35
Am Besten behandelt man sie wie "elementare Gewalten" - ersatzlos streichen.
Wenn man sie RAW nach Wege des Schwerts behandelt finde ich sie eigentlich brauchbar.

Und so leicht gebe ich nicht auf. Jetzt so kurz vor meinem Ziel lasse ich mir meinen Wunsch nicht durch das teilweise widersprüchliche SO-System und Fehlinterpretierungen des Tralloper Vertrags nicht kaputt machen, juristisch ein sprechendes Tier und ein vogelfreier Lump zu sein mag für Waldelfen toll sein aber nicht für zivilisierte und städtische Auelfen.

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X76
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Elfen und Sozialstatus

Beitrag von X76 » 28.09.2017 01:47

Trallopervertrag und Lex Zwergia, aber auch andere Verträge z.B. der Codex bei den Magiern stellen den kleinsten gemeinsamen Nenner dar und nicht etwa das obere Ende. Natürlich gibt es unzählige weitere Abmachungen, Traditionsrechte, lokale Besonderheiten usw. und Beispiele dazu finden sich in diversen Werken, ebenso wie oft amüsante oder bestürzende Einzelfälle gelebten Rechtes. Das gilt natürlich auch für den ganz normalen menschlichen Reisenden - man kann nie sicher sein, welche Recht hinter der nächsten Grenze (Baronie, Stadt...) gilt (dafür gibt es das Talent Rechtskunde).

Letztendlich machen Benehmen, Abstammung, Kleidung, Kontakte usw. (kurz SO) in Aventurien Leute aus und das gilt natürlich auch für Elfen.

Das man den feinen Herren mit den spitzen Ohren für einen dreckigen Wildfang hält, ist praktisch ausgeschlossen und alleine die Tatsache, dass es sogar Hochadelige Elfen im Reich gibt, zeigt deutlich das ein Elf nicht automatisch ein unmündiges Tier ist.

Außerdem gibt es die Siedlungskultur nur dort, wo es relevant große Sippen gibt die mit Menschen zusammen leben und dort gilt natürlich auch der unverfälschte SO. Das der in der Menschenwelt hoch respektierte Elf, nicht unbedingt einen hohen Status hat, wenn er in die Salamandersteine zu seinen wilden Brüdern geht sollte ebenso klar sein. Denn natürlich erkennen auch sie, dass sie keinen der ihren vor sich haben und zwar an Benehmen, Abstammung, Kleidung... :wink:

Natürlich kann ein geschickter Stadtelf durchaus auf Wild machen und so die "Grundrechte" ausnutzen, wenn sie gerade vorteilhaft sind (z.B. für Streuner und Taugenichts der Siedlungselfen sehr passend) "vortäuschen eines falschen Standes".

Ebenso wie z.B. die grundsätzlichen magischen Freiheiten eines Gildenmagiers in Havena beschnitten werden, gibt es mit Sicherheit auch Regelungen die z.B. den Status almadanischer Elfen (z.B. Landbesitz, Stadtrechte) in ihrem Siedlungsgebiet verfeinern.

Aber auch abseits der Elfenhochburgen kann man durchaus zwischen dem SO3 und dem SO 10 Elfen unterscheiden. Ähnlich wie bei ausländischen oder allgemein fremden Persönlichkeiten gilt natürlich auch hier, dass man als solcher selten Rechte und Status einfordern kann (man hat meistens keine Rechte, selbst ausländische Adelige haben nur minimale Grundrechte), aber natürlich wird i.d.R. so viel gewährt wie es gute Sitten und Bräuche "Etikette" verlangen.

Unter diesen Gesichtspunkt unterscheidet sich der SO 10 elfische Meisterinstrumentbauer, auch nicht von seinem tulamidischen SO 10 Händlerkollegen oder dem SO 10 Schwertgesellen aus Al Anfa oder dem SO 10 Hetmannsohn aus Thorwal auf Reisen. Wobei der individuelle SO natürlich je nach Region und lokalen Umständen durchaus verschieden stark federn lassen kann. Auch SF wie Kulturkunde bzw. die kulturelle Verwandtschaft spielen ebenso eine Rolle (u.a. für die Probenmodifikation, aber auch Akzeptanz), wie nicht zu Letzt das Benehmen des Reisenden...

Wer "nach was aussieht" ist in der Regel auch jemand und wird auch so behandelt und nach je mehr man aussieht, desto vorsichtiger geht man mit so jemanden auch um. Man kann ja nie genau wissen, ob der einem vielleicht wirklich Ärger machen kann... - Status kommt schließlich nicht aus dem Nichts.

Hoher SO und Elfen ist auf keinen Fall ein Widerspruch. Aber wie bei jedem anderen ist der SO natürlich an entsprechende Umstände "Status verpflichtetet" gekoppelt. Entsprechend hat
Märzhäsin hat geschrieben:
27.09.2017 16:35
Was ist denn eine Wildnisläuferin mit einem Sozialstatus von 10 inneraventurisch? Eine Elfenprinzessin mit Wildniserfahrung?
wohl eine sehr angesehene Postion innerhalb der Gesellschaft. Vielleicht ist sie die Jagdmeisterin des lokalen Herrschers, ein hochdekorierter Kundschafterveteran aus Maraskan oder eine Schützenkönigin? Sie könnte jedoch genauso gut eine erfolgreiche Schätzjägerin oder Entdeckerin sein, die als gemachte Elfe von Abenteuern heim gekehrt ist (auch wenn sie sich wohl nie als eines davon bezeichnen würde, das sind eben menschliche Begrifflichkeiten)...

SO 10 als Max. ist vermutlich auch kein Zufall, sondern gezielt gewählt da er bei anderen "nicht reichischen" Kulturen etc. auch oft das Max. darstellt, das man an "Internationaler Bedeutung" üblicherweise erreichen kann. Dies wiederum soll den Spielern wohl als Orientierungshilfe dienen, denn wenn z.B.der König von Andergast kaum den SO eines mittelreichischen Grafen erreicht, dann hat auch ein andergastischer Ritter (Handelsmagnat, Kichenvorstand etc.) einen relativen SO dazu (und ist deshalb z.B. auf 12 begrenzt).

Als Mitglied einer elfischen Sippe kommt man also in der Regel nicht in die höheren Bereiche der reichen Oberschicht, weil Benehmen, Abstammung, Kleidung, Kontakte usw. eben nicht genug hergeben und sollte man ein Wildelf sein, ist der SO noch deutlich weiter unten begrenzt.

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Satinavian
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Elfen und Sozialstatus

Beitrag von Satinavian » 28.09.2017 08:28

Märzhäsin hat geschrieben:
28.09.2017 00:22
Und weshalb verfügt die Kultur "Elfische Siedlung" dann über ein SO-Maximum von 10 Punkten? Völker die als primitiv und wild gelten wie Mohas oder diverse Babarenkulturen haben nur einen maximalen SO von 4 oder höchstens 6.
Elfen gelten zwar mancherorts als wild, aber nicht unbedingt als primitiv. Auch solltest du nicht vergessen, dass 10 das Maximum und nicht das Minimum ist oder auch nur der Durchschnitt.

Über "elfische Siedlung" werden nunmal auch die größeren Elfenenklaven in Städten wie Punin und Lowangen abgebildet. Künstlerviertel voll mit elfischem Kunsthandwerk, oft mit das beste und teuerste, was man in der Stadt kaufen kann. Sieh dir mal Professionen wie "Edelhandwerker" oder "Hofkünstler" an. Former oder Legendensänger aus den Elfenenklaven haben genau die gleiche gesellschaftliche Rolle (nur mit Magie, Schöhnheit, Alterslosigkeit und einem Hauch Exotik)

Wenn du aber raus aus Punin auf irgendein abgelegenes Dorf gehst und eher normale Landwirtschaft betreibst, gar größtenteils zur Selbstversorgung, sinken die Möglichkeiten, damit zur aventurischen Oderschicht zu gehören, deutlich. Das liegt aber weniger am Elfsein. Ein Bauer ist halt ein Bauer, auch wenn er spitze Ohren hat. Dazu ist die elfische Gesellschaft ziemlich egalitär, ein Elfendorf wird also keine Großbauern mit zahlreichen elfischen Knechten haben. Die klassische ländliche Oberschicht fällt also eher weg. Typische Elfen solch eines Dorfes dürften SO 4-6 haben. Sind ja schließlich keine Hörigen. Besonders angesehene Elfen dürften drüber liegen, das ist aber eher nichts für Jungspunde. Auch drüber liegen könnten Leute aus dem Dorf, die viel von dem Kontakt mit der Außenwelt übernehmen und deshalb vom Rest Aventuriens als Ansprechspartner des Dorfes wahrgenommen werden (Umgang mit Lehnsherren oder derjenige Elf, der beim Tauschahndel immer Feilschen muss)
Am besten ich mache einfach eine Hofkünstlerin mit maximalem Sozialstatus aus ihr. Dann hat sich das mit nörgelnden Gardisten bezüglich ihres Langschwerts und das Problem mit den Jagdprivilegien endgültig erledigt.
Ja, ich habe auch schon elfische Hofkünstler gespielt. Funktioniert gut.

Nimm aber die Formerprofession, nicht die Hofkünstlerprofession. Former dürfen einige wichtige Handwerkszauber wählen, die generischen Siedlungselfen mit Menschenprofession nicht zur Auswahl stehen. Auch bekommen Former 2 Meisterhandwerke automatisch und mindestens eines sollte ja ein elfischer Hofkünstler sowieso haben.
Märzhäsin hat geschrieben:
28.09.2017 00:54
Wenn man sie RAW nach Wege des Schwerts behandelt finde ich sie eigentlich brauchbar.
Raw haben sie das Problem, dass sie eigentlich immer Erschwernisse für Unterschiede austeilen und es zwar viel besser ist, einen mittleren statt niedrigen SO zu haben, es aber nicht unbedingt was bringt, noch höher zu gehen, da man sich dann plötzlich Erschwernisse mit dem Großteil der Bevölkerung einfängt, weil man die Wege der einfachen Leute nicht mehr versteht. Das zu den Kosten des SO an sich und den höheren Unterhaltskosten.

Das ist aber kein Grund, den SO über Bord zu werfen. Gerade Spiel mit Standesunterschieden macht ja auch Spaß. Man muss hier einfach als SL seine NSCs standesgemäß handeln lassen, Privilegien beachten und dergleichen.

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Beitrag von LordShadowGizar » 28.09.2017 09:21

+1 an Satinavian von mir.
Besonders bezüglich dem Former als Hofkünstler. Man soll ne Büste machen? Metamorpho Felsenform läst diese aus Stein oder Metall wachsen, ganz ohne das lästige herum Dängeln...
Bilder von unglaublicher Schönheit malen? Ein Meisterhandwerk/Melodie der Kunstfertigkeit angeschmissen und los gehts! Ich frage mich ob der Former auch mit Meisterhandwerk/Melodie der Kunstfertigkeit das Talent Schriftlicher Ausdruck für Poesie und so boosten darf... hmmmm. Einzig der Haselbusch ist für nen Handwerker nicht ganz soooooo super in seiner Funktionsweise, aber immer noch nett. Und Musizieren/Singen bringen Elfen mit entsprechender R/K/P für Hofkünstler so oder so mit. :wobble:

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Beitrag von Andwari » 28.09.2017 12:12

@SO-max
Die Macher von WdH haben da vmtl. sehr viel weniger über den Einzelfall nachgedacht: MR und benachbarte zivilisierte Kulturen kriegen Max. 13, akzeptierte Randkulturen 10, "Wilde" deutlich weniger. Fertig.

Man kann sich relativ leicht einzelne Typen mit recht hohem SO "bei den Randkulturen" vorstellen - der elfischstämmige Großhändler für Bauschwaren kann in Punin leicht zweistelligen SO haben.

Schwierig wird die Kombination aus Berufen, die "normalerweise" in einem bestimmten Bereich liegen und wie stark das reduziert wird, wenn derjenige graduell sozial inkompatibel (Randkultur, Wilde) ist. Dass der Elfengroßhändler nie beim Stammtisch so lange bleibt, bis die alkoholkatalysierten Absprachen gemacht werden und vllt. auch beim Götterdienst kneift, sollte eigentlich deutliche Limitierungen hervorrufen.
Eine randgruppenspezifische Profession wie Wildnisläufer einfach so auf "unbeschränkten" SO (bis 13) zu setzen, finde ich schlicht einen Fehler - Elfische Siedlung geht bis 10, da könnte man Beispiele für besonders geschätzte Hofkünstler, Edelhandwerker, (Bogenbauer) o.ä. finden - der Wildnisläufer ist gerade da keine "normale" Profession, der gehört eigentlich in Elfensippen, die noch stärker SO-beschränkt sind (7-8).

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Beitrag von Tilim » 28.09.2017 12:42

Donnerbach (eine regeltechnische elfische Siedlung) hat eine Einwohnerzahl von über 2000 und davon sind über 500 Elfen. Das ist eine "normale" Stadt.
Ich stelle mir Elfen in elfischen Siedlungen immer etwas vor wie San Francisco in den 70er Jahren. Dort kann es alles mögliche geben.
Und der, in der Stadt sowohl von Elfen und Menschen angesehene, Legendensänger/ Diplomat/ Mensch-Elfen Vermittler welcher sich extra mit menschlichen Verhaltensweisen beschäftigt, kann auch einen SO von 10 erreichen. Vielleicht sitzt er sogar im Stadtrat um die (eigenartigen) Bedürfnisse der Elfen im Dorf zu vertreten.

Der Elf in den elfischen Siedlungen ist kein "wilder" Elf sondern ein zivilisiertes Wesen mit einer eigenartigen Kultur. Warum sollte man dort keinen hohen Rang einnehmen können?
Es gibt Leute hier im Forum die sich vehement gegen solche Elfen wehren aber nicht alle Elfen sind harmoniesüchtige Wilde ohne Anpassungsfähigkeit.

Ich glaube schon, dass sich die Dorfelfen ihre Kultur erhalten (ich könnte mir so etwas wie ein vierteljährliches Salasandra-Fest vorstellen in dem alle Elfen zusammen kommen und die Menschen zumindest zugucken und ggf. mit musizieren) aber alles im allen sind elfische Siedlungen sehr nahe an Menschensiedlungen.
Vielleicht wird einfach viel mehr getauscht und Geld ist zwar überall akzeptiert wird aber 30% weniger oft benutzt als in anderen Städten.
Vielleicht gibt es eine andere/keine Nachtruhe weil irgendwelche Elfen dauernd um Mitternacht singen wollen.
Vielleicht ist Magie dort für jeden Menschen etwas völlig natürliches (viel mehr als in Städten mit großen Magierakademien) weil man mit einem gebrochenen Knochen einfach mal bei seinem Nachbar Navarion "klingelt" und dieser mit etwas Magie und Gesagt den Knochen per Balsam richtet.
Vielleicht grüßen sich die Menschen dort anders.
Vielleicht wird der Rondratempel nicht mit Löwen sondern mit einem Luchs versehen.
Vielleicht sind einfach alle etwas entspannter und freundlicher. Es wird mehr der Kunst und dem Genuss gefröhnt.
Vielleicht ist nicht harte Arbeit die angesehene Eigenschaft sondern Muße (wie bei den alten Griechen).
All das ist eine andere Kultur und leicht andere Lebensweise. Trotzdem findet man sich als Außenstehender in einer elfischen Siedlung vielleicht schneller zurecht als im komplizierten Horasreich.

Ich glaube nicht, dass in einem Dorf mit 30 Menschen/ Elfen irgendjemand einen SO von 10 hat und der Durchschnitt eher 5 ist.
Ein Wildnissläufer mit SO 10 wäre bei mir ein eleganter Elf mit viel Erfahrung und Menschenkenntnis/ Etikette in einer großen Stadt. Jemand der sich in der Stadt und im Wald auskennt. Vielleicht besitzt er die beste Metzgerei der Stadt oder ist Regelmäßig mit den Firun/Ifirn Geweihten auf der Pirsch. Vielleicht wollen alle Kinder mal so werden wie er weil er bei der großen Missernte 10 Jahre zuvor das halbe Dorf allein ernährt hat und eine Zielscheibe/ Tier auf 200m Zielgenau trifft.
Zuletzt geändert von Tilim am 28.09.2017 13:14, insgesamt 3-mal geändert.
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Beitrag von Jadoran » 28.09.2017 13:05

Der SO ist eine (durchaus hilfreiche) Krücke, mit einer gewissen Mittelreichzentrierung im Blick, man sollte ihn nie isoliert betrachten.

Das Auftreten und der Umgang eines Aventuriers bestimmt besonders in der Fremde seinen wahrgenommenen SO. Der Ritter zu Pferde, der mit seinem Knappen, einem Leibdiener und einem Herold unterwegs ist, wird ganz anders wahrgenommen, als wenn er in verbeulter Rüstung und in Begleitung eines abgerissenen Typens mit Wurfmessersammlung und einer hübschen aber etwas unseriös aussehenden jungen Frau mit hinterherlaufender Katze durchs Tor marschiert. Selbst wenn beide Ritter regelkonform mit SO 10 generiert wurden, wird letzterer Schwierigkeiten haben, das auch zu vermitteln.

Innerhalb seines Dorfes (wo er mit weitem Abstand die wichtigste Person ist) hat der normal erfahrene Mohaschamane einen SO von 14+. In Gareth (wo er nur ein sonderbar bemalter Ausländer ist) hat er wahrscheinlich einen von bestenfalls 5. in Al'Anfa (Wo man prinzipiell weiss, was er darstellt), so er Klamotten trägt, Geld hat und so aussieht, als könne man ihm beides nicht einfach so wegnehmen, tendenziell einen von 6 bis 7.

Dito beim Elfen. Ein sauber gekleideter, gepflegter Zauberweber/Former, der die örtlichen Sitten gut genug kennt um nicht gleich Ärger zu verursachen, wirkt ganz anders als ein etwas wild aussehender Waldläufer, der auch noch mit einem frisch geschossenen Reh über die Schulter durchs Tor läuft.

Man darf den SO halt nicht einfach nur isoliert nehmen. Wer SO 7 darstellen will, muss auch entsprechende Talente auf einem Minimumstandard bringen (meist Etikette oder Gassenwissen)

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Beitrag von Märzhäsin » 28.09.2017 13:20

Andwari hat geschrieben:
28.09.2017 12:12
Eine randgruppenspezifische Profession wie Wildnisläufer einfach so auf "unbeschränkten" SO (bis 13) zu setzen, finde ich schlicht einen Fehler - Elfische Siedlung geht bis 10, da könnte man Beispiele für besonders geschätzte Hofkünstler, Edelhandwerker, (Bogenbauer) o.ä. finden - der Wildnisläufer ist gerade da keine "normale" Profession, der gehört eigentlich in Elfensippen, die noch stärker SO-beschränkt sind (7-8).
Da gebe ich dir Recht aber das war ja auch nie meine Absicht.

Mir ist es sehr wichtig dass alles regelkonform ist und ich würde darum auch nie solche Obergrenzen überschreiten.

Ich hatte nur zum besseren Verständnis nach dem Beispiel mit der Wildnisläuferin gefragt um mir besser vorstellen zu können um was für eine Person es sich eine Wildnisläuferin aus der Kultur elfische Siedlung mit maximalem Sozialstatus innerhalb von Aventurien handelt und das hast du ja auch sehr gut erklärt.

Das Hofkünstler-Konzept gefällt mir bereits sehr gut. Was mich auch noch reizen würde wären Prospektor (Kräutersammler) oder Schif­fer (Lotse).

Hat jemand eine Idee wie man bei diesen beiden Professionen bezüglich des Hintergrunds das jeweilige SO Maximum dieser Professionen oder zumindest einen SO von 7 bei einer Auelfe rechtfertigen könnte? Es soll ja alles stimmig zusammenpassen und dörfliche Umgebungen genügen ja scheinbar nicht um solch einen gesellschaftlichen Stand zu rechtfertigen.
Tilim hat geschrieben:
28.09.2017 12:42
Es gibt Leute hier im Forum die sich vehement gegen solche Elfen wehren aber nicht alle Elfen sind harmoniesüchtige Wilde ohne Anpassungsfähigkeit.
Genau das ist der entscheidende Punkt. Außerdem gibt es in den offiziellen DSA-Publikationen genügend Beispiele für zivilisierte Elfen die in Städten leben und die regeltechnische Kultur "elfische Siedlung" ist dazu gedacht um zivilisierte Elfen aus Dörfern oder Städten darzustellen die den Umgang mit Menschen gewohnt sind. Das sieht man schon alleine daran das Siedlungselfen im Gegensatz zu Elfen aus wilden Sippen nicht automatisch weltfremd gegenüber den Themen Adel, Hierarchie, Geld, Besitz und Eigentum sind. Außerdem kann man bei elfischen Siedlungen auch noch zusätzlich für 5 GP das Paket "Verweltlicht" dazukaufen wodurch die elfische Weltsicht verschwindet und als Ausgleich die magischen Fähigkeiten sinken.

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Beitrag von Andwari » 28.09.2017 13:55

"Hofkünstler" - ist doch genau die Richtung für "nach oben unbegrenzt", das kommt schließlich nicht von Bauernhof. Also: irgendwelche Hochadeligen finden die Kunst von genau den Typen gerade hip, die entsprechenden Künstler werden hofiert, herumgezeigt, man hat so was heute.

Alternativ immer gut: Der kleine Fürstensohn in seinem rosa Kleidchen spinnt halt nicht auf Einhörner sonder auf Elfen - also muss eine Elfen-Spielkameradin her - wenn das Ganze auf dem Sommer-Jagdschlösschen stattfindet, muss man dafür nicht mal in die Stadt.

@Elfische Siedlungen
Das ist eigentlich nicht der eine Elf in Khunchom, sondern massiv elfen-beeinflusste Siedlungen wie Donnerbach, Kvirasim, das abgelegene almadanische "Elfendorf" - oder das "Künstlerviertel" Rote Flucht in Lowangen, über das dann im Detail ebenso wenig geschrieben ist wie über Puniner Elfen = eigentlich waren das nach WdH alles noch "elfische-Weltsicht-Elfen" - denn "verweltlicht" wurde erst mit ALuT "erfunden".

Wie man das für sein DSA anpasst, sollte man mal in der Gruppe darüber reden - Da ist von den DSA-Machern sehr viel Bedürfnis, in Aventurien "andere" Elfen haben zu wollen (im Vergleich zu Vorbildern/Konkurrenzsystemen) vermischt worden mit einerseits einem allzu positiven Elfenbild in der dummen rückständigen Bevölkerung - die von Elfen eigentlich nur magische Schauergeschichten, Diebstahl und Pfeilbeschuss im Wäldchen kennt - und andererseits dann doch wieder Vorbehalte auf beiden Seiten, die sich bei wöchentlichem Treffen im Wirtshaus über 200 Jahre eigentlich nicht halten dürften.

Gerade bei Elfen werden z.T. von Seiten der Mitspieler echt krasse Anforderungen formuliert, an die sich dann bitte die Elfenspieler buchstabengetreu halten sollen - und aus Regelwerkssicht ist dabei die (hier nicht relevante) elfische Weltsicht der Supergau: 30 GP für nix, denn dass man Elfen wie Elfen spielt, ist ja sowieso klar, oder? Das gibt dann noch zusätzliches "du musst aber"-Druckpotential.

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Beitrag von Tilim » 28.09.2017 16:15

Ich hoffe ich streife nicht zu weit vom Thema ab, aber für mich ist die Elfische Weltsicht nichts anderes als eine sehr spezielle "Unfähigkeit für ...".
Der Nachteil wie er auf dem Bogen steht, hat für mich erst mal nur den crunch der in WdH steht. Ob mein Elf jetzt aber auf "Superharmonie" macht oder eher pragmatisch an die Sache geht, hat was mit dem Konzept des Charakters zu tun und gar nichts mit diesem Nachteil.
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Beitrag von Lorlilto » 28.09.2017 16:39

Märzhäsin hat geschrieben:
28.09.2017 13:20
Was mich auch noch reizen würde wären Prospektor (Kräutersammler) oder Schif­fer (Lotse).
Hat jemand eine Idee wie man bei diesen beiden Professionen bezüglich des Hintergrunds das jeweilige SO Maximum dieser Professionen oder zumindest einen SO von 7 bei einer Auelfe rechtfertigen könnte?
Prospektor (Kräutersammler): Die Elfe könnte Hauptlieferantin (bezüglich Kräutern) für einen Puniner Hofalchimisten, Medicus oder Alchemica-Händler sein. Das tut sie entweder zugunsten ihrer Sippe oder auf eigene Rechnung, angesichts der menschlichen Profession ist sie vermutlich so verweltlicht, daß sie das auch gegen Geld macht und nicht im Tauschhandel. Und nach einer mehrtägigen Tour in ein entlegeneres Gebiet, von der sie mit großer Ausbeute und auch einigen seltenen Kräutern zurück gekommen ist, kann sie auch mal bei der Magierakademie ein gutes Geschäft machen. Auf dem Rückweg zum Elfenviertel macht sie daher noch einen Abstecher zu einem Schmuckhändler bei dem sie einen einfachen aber hübschen Edelstein ersteht, von dem sie weiß, daß ihr Liebhaber/ihr Bruder/ihre beste Freundin den gerne in einem Schmuckstück verarbeiten möchte.

Schiffer (Lotse): Vielleicht in Havena im Hafen tätig (komme ich drauf, weil es in Albernia Elfen gibt und mWn vor dem Hafen die untergegangene Altstadt mit diversen Untiefen aufwarten dürfte). An die Geruchsbelastung im Hafen mag sie sich zwar nicht so recht gewöhnen, aber sobald sie draußen auf dem Wasser ist, ist die Welt wieder in Ordnung. In der Lotsengilde ist sie recht beliebt, weil man sie immer zu den "schwieriger Fall"-Kapitänen schicken kann, die entweder wegen des exotischen Erscheinungsbildes oder des Bannbaladins der Elfe alle handzahm werden. Und seit sie neulich mit der Hilfe eines vorausschwimmenden Delphins (Hilfreiche Tatze) ein Schiff bei starkem Sturm an allen Untiefen vorbei in den Hafen gebracht hat, verstummen auch die letzten Vorwürfe der Art "Gottlose Elfen an Bord bringen Unglück". Und von dem Bonus den ihr die dankbaren Seefahrer anschließend ausgezahlt haben, hat ihre Sippe sich irgendwas gekauft, daß sie nicht selbst herstellen aber grade gebrauchen können.

Allgemein denke ich, daß solche Elfen eine solide berufliche Rolle in der menschlichen Gesellschaft einnehmen können (was der SO 7 darstellt), aber privat ist es in der eigenen Sippe doch am schönsten (wo der SO dann auch quasi keine Rolle spielt, denn es tragen halt alle zum Leben der Sippe auf ihre Art bei). Zu einer Entfremdung von der eigenen Sippe könnte es kommen, wenn die Elfe mit der Zeit "zu viele" menschliche Angewohnheiten übernimmt, die Lotsin zum Beispiel irgendwann rumflucht wie eine Seefrau und abends lieber noch auf ein Bier in die Hafenkneipe geht, statt Zeit mit der Sippe zu verbringen.
Tilim hat geschrieben:
28.09.2017 12:42
Donnerbach (eine regeltechnische elfische Siedlung)
Bin mir nicht sicher, wie du das gemeint/verstanden hast, aber nicht Donnerbach ist eine Elfische Siedlung, sondern das Elfenviertel außerhalb der Stadt/Palisade. Die Stadt selbst ist zwar Treffpunkt und für die Elfen Handelsplatz, aber das Privatleben und vor allem die Erziehung und damit die kulturelle Prägung läuft mehrheitlich getrennt. Selbst die Waldelfen-Sippen leben dort räumlich getrennt von den Auelfen. Natürlich gibt es Interaktion zwischen diesen Kulturen und dadurch auch Austausch und Wandel, aber es gibt auch unüberwindbare Unterschiede. Ich glaube z.B. nicht, daß Elfen gerne "Zuschauer" beim Salasandra haben, da es sich dabei ja um eine sehr intime Interaktion handelt (gegen die Sex geradezu distanziert und unpersönlich wirkt). Aber zum gemeinsamen Musizieren sind freundliche Menschen natürlich jederzeit eingeladen, dafür brauchen die Elfen keinen Termin im Kalender. Ansonsten passen mMn viele der Szenen, die du zum Zusammenleben von Menschen und Elfen vorschlägst.

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Beitrag von Märzhäsin » 28.09.2017 18:34

Andwari hat geschrieben:
28.09.2017 13:55
eigentlich waren das nach WdH alles noch "elfische-Weltsicht-Elfen" - denn "verweltlicht" wurde erst mit ALuT "erfunden"
Bedeutet dass die zusätzliche Option "Verweltlicht" die man bei der Kultur elfische Siedlung für 5GP dazukaufen kann wurde erst in späteren Ausgaben von Wege der Helden ergänzt? Ich habe nur die dritte Ausgabe, welche scheinbar die neuste ist.

@Lorlilto: Vielen Dank für die beiden ausgezeichneten Ideen. :)

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Beitrag von vanDyck » 28.09.2017 19:17

Ja das ist so zumindest in der 1. Auflage von WdH, da stehen auf WDH. 76,77 bei Kultur Elfische Siedlung folgende Varianten:

-Südliche Mittellande (Almada, Garethien)
-Großstadt (Lowangen, Punin)
-Firnelfisch beeinflusste Siedlung (Olport, Kaemonmund)
-waldelfisch beeinflusste Siedlung (Donnerbach, Gerasim, Kvirasim)

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Beitrag von LordShadowGizar » 28.09.2017 20:16

Öhmmm war ALuT nicht vorher da... so DSA 4.0? Und WdH DSA 4.1? Wundert mich wenn es im WdH der ersten Auflage sich nicht drin finden würde, es aber schon in meinen ALuT Erstauflage 2006 von Fanpro drin ist...

So long... usw
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Beitrag von Gorbalad » 28.09.2017 20:32

Wie üblich weiß sowas das Wiki:
Aus Licht und Traum erschien am 13. April 2006
Wege der Helden erschien am 30. Juli 2007

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Beitrag von Märzhäsin » 28.09.2017 21:41

Gorbalad hat geschrieben:
28.09.2017 20:32
Wie üblich weiß sowas das Wiki
Ich weiß, aber ich habe eben nur die dritte Auflage von Wege der Helden die 2010 erschienen ist und in der gibt es die Variante "Verweltlicht" die aber regeltechnisch ein wenig anders umgesetzt wurde als in Aus Licht und Traum in der diese Variante noch eine optionale Expertenregel war die nicht an die Kultur "elfische Siedlung" gebunden war.

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