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DSA4 Elfen und Sozialstatus

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Satinavian
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Elfen und Sozialstatus

Beitrag von Satinavian » 29.09.2017 07:55

Ja, sie hatten es vergessen, ziemlich schnell gesagt, dass es nachgereicht wird und dies auch irgendwann getan.

Märzhäsin
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Elfen und Sozialstatus

Beitrag von Märzhäsin » 30.09.2017 02:43

Für alle die es eventuell interessiert:

Dank einer sehr großzügigen Gönnerin bin ich nun in den Besitz des Buchs Aus Licht und Traum gelangt.

Ich habe natürlich sofort mit der Recherche begonnen und weiß nun wie der Hase läuft.

Bei elfischen Dörfern gelten je nach Ort sehr unterschiedliche juristische Regelungen.

Gemäß Seite 84 gilt für manche elfische Ortschaften der Tralloper Vertrag während andere Elfendörfern einem Landesherrn unterstellt sind.

Diese Dörfer zahlen ihrem Landesherrn Tribute in Form von Wild, Fisch, Obst, Honig und anderen Naturalien.

Soll ich das so verstehen dass diese Elfen dann über das Jagdprivileg verfügen und legal jagen dürfen?

Da steht übrigens auch dass die benachbarten menschlichen Bauern dieses zusätzliche Warenangebot dass durch die Elfen entsteht sehr zu schätzen wissen während sie den Bürgern der umliegenden Städte ein Dorn im Auge sind.

Ist das nicht widersprüchlich? Die Städter könnten doch ebenfalls von den freundlichen und zivilisierten Elfen profitieren.

Auf der gleichen Seite steht außerdem dass eine Elfe das Bürgerrecht einer Stadt durch Verdienste, die Heirat in eine Bürgerfamilie oder aus eigenem Vermögen erwerben kann, in diesem Fall verliert der Tralloper Vertrag gegenüber der betroffenen Elfe seine Gültigkeit.

Seht ihr? Mein Bauchgefühl und mein gesunder Menschenverstand haben mir die ganze Zeit gesagt dass der Tralloper Vertrag nur für wilde Elfen und nicht für zivilisierte Stadtelfen gilt aber viele wollten mir nicht glauben.

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Eadee
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Elfen und Sozialstatus

Beitrag von Eadee » 30.09.2017 08:17

Ja, große Teile des Tralloper Vertrages betreffen einen nicht mehr sobald man sich selbstständig auf ihn beruft.

Der Tralloper Vertrag soll dazu dienen kulturelle Missverständnisse glimpflich abzuhandeln statt sie eskalieren zu lassen. Dh er gilt in weiten Teilen nur für Elfen "die es nicht besser wissen".
Er regelt, dass eine Elfe die unwissentlich gegen das Besitzrecht (einen Apfel am Markt gegessen ohne zu zahlen), Jagdrecht oder die guten Sitten (sich aus ihrer Tierform auf dem Marktplatz zurück in Elfenformm verwandelt, splitterfasernackt) verstoßen hat, nicht bestraft wird, sondern über die menschlichen Gesetze aufgeklärt wird und dass man sie ziehen lässt.
Beruft sich eine Elfe nach solche einem Vergehen selbst auf den Tralloper Vertrag, so wird klar dass sie genau wusste dass dieses Verhalten in der menschlichen Kultur nicht geduldet wird (sonst wüsste sie ja nichts vom Tralloper Vertrag). Damit ist sie dann voll straffähig und wird verurteilt wie jeder andere.

Das andere widerum ist das Privileg einen Elfenbogen führen zu dürfen, auch in der Stadt. Dabei handelt es sich eher um ein Zugeständnis an die elfische Kultur und dieses Recht verwirkt ein Elf nicht wenn er über die tralloper Verträge aufgeklärt wird. Eine Elfensippe die jedoch schon seit Generationen unter Menschen wohnt, könnte unabhängig von den Tralloper Verträgen mit den menschlichen Herrschern der Stadt eine Vereinbarung getroffen haben dass sie in der Stadt keine Bögen führen (brauchen sie ja nicht und da sie ums Eck wohnen können sie ihren Bogen ja auch einfach daheim lassen ohne dass er verloren geht) und im Gegenzug erhalten die Elfen dann die erlaubnis ihre Waren uneingeschränkt zu handeln, selbst wenn dies normalerweise das Privileg einer bestimmten Zunft oder Gilde wäre.

Die existierenden Vereinbarungen von Elfensippen unter Menschen sind wohl so vielfältig wie die Sippen selbst. Das einzig einheitliche sind die Tralloper Verträge (Und der CA, welcher Elfen verbietet mit magischen Dienstleistungen Geld zu verdienen, immerhin sind sie ja nicht lizensierte Magiebegabte).
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BenjaminK
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Elfen und Sozialstatus

Beitrag von BenjaminK » 16.10.2017 13:01

Märzhäsin hat geschrieben:
30.09.2017 02:43
Ist das nicht widersprüchlich?
Nein, das ist nicht widersprüchlich und die Elfen haben auch nicht automatisch Jagdprivilegien im eigentlichen Sinne. Die Tralloper Verträge gelten flächig und nicht für Ortschaften, nur können sich gut vernetzte und seit Generationen verweltlichte und gesellschaftlich eingebundene Elfen schlecht darauf berufen. Wenn man es mit Regeln untersetzen will, dann sind Elfen, die ihrem Landesherrn Tribute zahlen nicht mehr weltfremd für Adelsherrschaft und die Tralloper Verträge brauchen für die Anwendung eben die komplette elfische Weltsicht. Für den Landesherrn ergibt es aber eine Win-Win-Situation; Die Elfen ersparen ihm den Wildhüter, kontrollieren den Bestand, überjagen nicht etc. und er bekommt auch noch Abgaben von ihnen in Form von uA Wild.
Zurück zum vermeintlichen Widerspruch: Die Städter dürfen nicht jagen, sonst werden sie empfindlich bestraft. Die Elfen tun es und werden nicht belangt. Die Bauern nebendran können ihren Tauschhandel betreiben und Äpfel gegen Wildbret tauschen, weil die Elfen das mit sich machen lassen. Aber da die Elfen dort nur zum Eigengebrauch jagen bzw. gerade so viel, wie sie und ihre Gemeinschaft (wozu die Bauern gehören in diesem Falle), überhaupt brauchen, bleibt auch kein Export mehr übrig. Niemand profitiert also davon, außer eben dem Landesherrn und den dort wohnenden Bauern.
Märzhäsin hat geschrieben:
30.09.2017 02:43
Seht ihr? Mein Bauchgefühl und mein gesunder Menschenverstand haben mir die ganze Zeit gesagt dass der Tralloper Vertrag nur für wilde Elfen und nicht für zivilisierte Stadtelfen gilt aber viele wollten mir nicht glauben.
Die Verträge gelten für alle Elfen, egal ob zivilisiert oder wild. Das Problem ist aber nicht die Gültigkeit, sondern die Durchsetzung. In dem Moment, in dem ein Elf selbst die Durchsetzung fordert, hat er genügend von Rechtsprechung verstanden, um wie ein normales Mitglied der Gesellschaft behandelt zu werden. Eine Elfe, die am Tor der Wache sagt, dass dieser Bogen aber Teil ihrer Seele ist und sie sich selbst nicht irgendwo einschließen lassen kann, darf den Bogen mit rein nehmen. Eine Elfe, die sagt, dass der Tralloper Vertrag ihr gestattet.... geht ohne Bogen hinein oder bleibt draußen. Dabei ist es völlig egal, wenn es eine städtische Elfe ist, die sehr gut um die Tralloper Verträge bescheid weiss, und dennoch von Seelenteilen spricht.

Zu deinem SO-Problem:
Ja, manche Professionen haben eine weite SO-Spannweite. Genau so haben aber auch wir heute, irdisch, bei einer Profession eine Spannbreite. Nimm dir den "Kaufmann", der von einem Verkäufer im Secondhandladen, über den angestellten Buchhalter in einer Sanitärfirma, bis hin zum Finanzvorstand eines börsennotierten DAX-Unternehmens geht. Das sind alles Leute mit Profession "Kaufmann", dennoch reicht ihr "SO" von 5 bis 15.
Du versuchst gerade allerdings den Finanzvorstand in den Secondhandladen zu transportieren und zu sagen "Wieso? Im Laden arbeiten Kaufleute und Kaufleute können SO15 haben!".
SO10 fordert 50 Dukaten monatliche Lebenshaltungskosten und der Lebensstil ist reichlich. Klar kann es einen Elfen aus einer Siedlung geben, der es genau dorthin geschafft hat, aber dann ist er eben auch genau so besonders. Aus dem Kaufmann im Secondhandladen ist der Buchhalter in der Sanitärfirma geworden.
Der SO7 gehört schon zu den bürgerlichen Geschichten, d.h. der Elf wäre gesetzt und vernetzt, wie ein Bürger der Stadt. Natürlich fragt man sich, wo diese 30 "Städter" her kommen, wenn es keine Stadt gibt, sondern nur ein Dorf. Der eine Elf, der SO7 hat, ist dagegen gar kein Problem, denn der kann für die Gemeinschaft oder für einen Teil der Gemeinschaft sprechen. Selbst wenn die Gemeinschaft an sich keine Hackordnung kennt, wird die andere Gesellschaft diesen Sprecher der Gemeinschaft für höher einstufen, als die anderen.
Leitet gerade;
G7-Gruppe 166h
MR-Gruppe 640h

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