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DSA4 Schriftzeichen des Tulamidya vor den Geheiligten Glyphen von Unau ?

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Rabeneschen
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Schriftzeichen des Tulamidya vor den Geheiligten Glyphen von Unau ?

Beitrag von Rabeneschen » 28.09.2017 15:18

Hallo Allerseits,

habe mich kürzlich ein wenig mit Tulamidya beschäftigt, weil ich im DSA Larp einen Kababylothen & Universalgelehrten spiele,
und einiges an IT-Dokumenten etc verfassen möchte.
Da es unter Euch anscheinend einige Leute gibt die sich mit dem Thema Sprachen/Schriften auskennen und bewandert in den Quellenbüchern sind, wollte ich mal die Frage in die Runde stellen

Gibt es irgendwo offizielle/inofizielle Quellen/Fanprojekte etc. , die sich mit dem genauen Erscheinungsbild der Tulamidischen/Ur-Tulamidischen Schriften vor dem Auftauchen der Geheiligten Glyphen von Unau beschäftigen ?

In einer inofiziellen Spielhilfe "Tulamidya als Schrift" unter anderem von Stephanie von Ribbeck
habe ich folgendes gefunden.
Das Tulamidya hat eine eigene Schrift, oder vielmehr mehrere. Gegenwärtig wird Tulamidya
sowohl von Novadis als auch von zwölfgöttergläubigen Tulamiden in den „19 geheiligten
Glyphen von Unau“ geschrieben („tisa´ashra unavich“). Diese Schrift besteht nur aus Zeichen für
die Konsonanten und ist daher ziemlich schwer zu lesen, insbesondere für Mittelländer. Bis vor etwa
200 Jahren wurde Tulamidya in der klassischen tulamidischen Schrift devamhanadiya mit 56
Zeichen (Konsonanten, Vokale, Betonungs- und Satzzeichen) geschrieben, die heute weitgehend
aus der Mode ist und nur noch von Gelehrten und Traditionalisten sowie gelegentlich zum
Schreiben von Fremdwörtern und ausländischen Namen verwendet wird. In der Frühzeit der tulamidischen
Kultur war für die urtulamidische Sprache (mhanahzabân) eine komplizierte
Silbenschrift mit etwa dreihundert Zeichen in Gebrauch, die angneweshta (= Schrift nach zwergischer
Art), die die frühen Tulamiden von der zwergischen Angram-Schrift abgeleitet hatten, als die
Brillantzwerge im Rashtulswall lebten. Diese Sprache und Schrift beherrschen seit dem
Untergang des Diamantenen Sultanats nur noch sehr wenige Gelehrte, vor allem Magier und
Phexgeweihte.
Die Unauer Glyphen erinnern ja großteils an die arabische Schrift, mit - möglicherweise bilde ich mir das nur ein - einer kleinen Prise Devanagari (die Schrift mit der seit dem 7-11 Jh. Sanskrit und jetzt Hindi und andere indische Schriften geschrieben werden)
Zu den Schriftzeichen des devamhanadiya mit seinen 56 Zeichen, geschweige denn anderen, älteren Schriften z.B. des Urtulamidya habe ich keinerlei Aussagen/Quellen gefunden.
Ich persönlich würde mich eher an den Sprachen des indischen Schriftenkreises orientieren aber wollte mal gefragt haben :)


Aventurische Grüße,
Rabeneschen

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Schriftzeichen des Tulamidya vor den Geheiligten Glyphen von Unau ?

Beitrag von Hesindian Fuxfell » 28.09.2017 16:02

Ich finde die Informationen interessant bis fehlerhaft. Ich müsste noch mal extra nachschlagen, aber mein Wissensstand aus dem Kopf ist:
Novadi nutzen die geheiligten Glyphen
Zwölfgöttergläubige Tulamiden Tulamidya als Schrift. Auch aktuell.
Kann man zur Not per Kultur/Profession prüfen.
Und Ur-Tulamidya hat sich aus dem echsischen Chrmk und nicht aus Angram entwickelt.
Der dessen Name nicht getanzt werden darf.
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Schriftzeichen des Tulamidya vor den Geheiligten Glyphen von Unau ?

Beitrag von Gorbalad » 28.09.2017 16:10

@Hesindian Fuxfell hat ganz recht:
WdS S. 31; Tulamidya hat geschrieben:die verwendete Schrift des Khôm-Novadisch sind die 19 Lautzeichen, die als Geheiligte Glyphen von Unau bekannt sind, das Aranische verwendet die Kusliker Zeichen, das Mhanadisch-Balashidische die 56 Silbenzeichen des Tulamidya. Auch auf Maraskan hat sich ein eigener Dialekt des Tulamidya entwickelt, der üblicherweise die Kusliker Zeichen als Schrift verwendet.
Dort steht auch, dass die Sprache Ur-Tulamidya erst "5.000 Chrmk-Zeichen des Zelemja" (meint wohl Schrift: Zelemja), dann "300 Wort- und Silbenzeichen" (meint wohl: Schrift: Ur-Tulamidya) und zum Schluss "56 Silbenzeichen" (meint wohl: Schrift: Tulamidya) nutzte.

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Schriftzeichen des Tulamidya vor den Geheiligten Glyphen von Unau ?

Beitrag von Feuer! » 28.09.2017 16:37

Das Devanagari ist keine Konsonantenschrift, sondern eine Silbenschrift, würde also überhaupt nicht auf die Glyphen von Unau passen.

Bei "300 Wort- und Silbenzeichen" könnte ich mir eine Anlehnung an die ägyptischen Hieroglyphen vorstellen, die meines Wissens nach ebenfalls eine Mischschrift aus Wort- und Silbenzeichen war (und zumindest zur gleichen Sprachfamilie gehört wie das Arabische).
Carpe diem!

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Rabeneschen
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Schriftzeichen des Tulamidya vor den Geheiligten Glyphen von Unau ?

Beitrag von Rabeneschen » 28.09.2017 17:02

Gorbalad hat geschrieben:
28.09.2017 16:10
@Hesindian Fuxfell hat ganz recht:
WdS S. 31; Tulamidya hat geschrieben:die verwendete Schrift des Khôm-Novadisch sind die 19 Lautzeichen, die als Geheiligte Glyphen von Unau bekannt sind, das Aranische verwendet die Kusliker Zeichen, das Mhanadisch-Balashidische die 56 Silbenzeichen des Tulamidya. Auch auf Maraskan hat sich ein eigener Dialekt des Tulamidya entwickelt, der üblicherweise die Kusliker Zeichen als Schrift verwendet.
Dort steht auch, dass die Sprache Ur-Tulamidya erst "5.000 Chrmk-Zeichen des Zelemja" (meint wohl Schrift: Zelemja), dann "300 Wort- und Silbenzeichen" (meint wohl: Schrift: Ur-Tulamidya) und zum Schluss "56 Silbenzeichen" (meint wohl: Schrift: Tulamidya) nutzte.

Das ist jetzt mal ein AHA-Effekt. Es wird in dieser inoffiziellen Hilfe nämlich behauptet, dass diese erste Passage aus offiziellen Quellen stamme. :grübeln: :borbi:

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Schriftzeichen des Tulamidya vor den Geheiligten Glyphen von Unau ?

Beitrag von Gorbalad » 28.09.2017 17:03

Das kann ich nicht ausschließen. Wäre nicht der erste Widerspruch bei DSA.

Dingleberry
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Schriftzeichen des Tulamidya vor den Geheiligten Glyphen von Unau ?

Beitrag von Dingleberry » 28.09.2017 17:55

Das Abenteuer Bastrabuns Bann (in der Neuauflage) hat dazu folgendes zu sagen:
Wer die Verwendung des Kusliker Alphabets gewohnt ist, wir im Land der Ersten Sonne mit eingem Gewirr verschiedener Schriften konfrontiert: Zwar wird überall wo sich die Helden in diesem Abenteuer aufhalten, Tulamidya gesprochen (in mehr oder minder unterschiedlichen Varianten), doch die verwendete Schrift weicht je nach Landstrich ab: In Aranien wird mit den Kusliker Zeichen geschrieben; Mhanadisch-Baalashidischen mit den 56 Silbenzeichen des Tulamidy, währen in Khunchom beide Schriften auftreten. Im Bereich des Kalifats und Rastullahglaubens wird seit zweieinzhalb Jahrhunderten in den 19 geheiligten Glypen von Unau geschrieben.
Tauchen die Heldne in ältere Quellen ein, verstärkt sich das Problem: Das Ur-Tulamidya verwendete zu Anfang die 5.000 Wort- und Deutzeichen des Zelemja- später 300 Wort- und Silchenzeichen, bis es sich langsam dem Tulamidya annäherte.
Im selben Abenteuer wird auch Zelemya (Schrift) mit Chrmk gleich gesetzt.

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Beitrag von Hesindian Fuxfell » 28.09.2017 23:07

So, ich habe noch etwas gefunden. Im Land der ersten Sonne S.35f findet sich noch ein wenig was zur Schrift, u.a. auch die Anmerkung, dass im täglichen Schriftgebrauch (Urkunden, Verträge, Briefe) tatsächlich die Glyphen von Unau verbreiteter sind. In Literatur und Wissenschaft wird aber auf alle Fälle weiterhin die Tulamidya-Schrift verwendet.
Dort finden sich auch Schriftbeispiele des Tulamidya. Es hat starke Ähnlichektien mit Sanskrit, speziell Devanagari oder Gurmukhi, nur quasi auf den Kopf gestellt mit der Basislinie unten statt oben. Es gibt dann aber mehr oder minde feine Unterschiede zwischen verschiedenen Schriftstilen, was Details, gedrungenes oder verspieltes Schriftbild und so angeht.
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Beitrag von Rabeneschen » 29.09.2017 07:51

Hesindian Fuxfell hat geschrieben:
28.09.2017 23:07
So, ich habe noch etwas gefunden. Im Land der ersten Sonne S.35f findet sich noch ein wenig was zur Schrift, u.a. auch die Anmerkung, dass im täglichen Schriftgebrauch (Urkunden, Verträge, Briefe) tatsächlich die Glyphen von Unau verbreiteter sind. In Literatur und Wissenschaft wird aber auf alle Fälle weiterhin die Tulamidya-Schrift verwendet.
Dort finden sich auch Schriftbeispiele des Tulamidya. Es hat starke Ähnlichektien mit Sanskrit, speziell Devanagari oder Gurmukhi, nur quasi auf den Kopf gestellt mit der Basislinie unten statt oben. Es gibt dann aber mehr oder minde feine Unterschiede zwischen verschiedenen Schriftstilen, was Details, gedrungenes oder verspieltes Schriftbild und so angeht.
Supercool, das ist doch schon mal eine Menge interessanter Information.
Land der ersten Sonne, würde ich mir zulegen...wenn es grad nicht so schweineteuer wäre :rolleyes:

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Schriftzeichen des Tulamidya vor den Geheiligten Glyphen von Unau ?

Beitrag von Cifer » 29.09.2017 12:39

Rabeneschen hat geschrieben:
29.09.2017 07:51
Land der ersten Sonne, würde ich mir zulegen...wenn es grad nicht so schweineteuer wäre :rolleyes:
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