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DSA5 Stillstand - 1040 BF das längste Jahr?

Allgemeines zu Aventurien, Myranor, Uthuria, Tharun und den anderen Spielewelten von Ulisses & Uhrwerk.
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Teferi
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Stillstand - 1040 BF das längste Jahr?

Beitrag von Teferi » 06.10.2017 04:49

Zu Beginn der DSA 5 Kampagne war eine der besten Sachen welche "versprochen" oder "angekündigt" wurde;
dass man Aventurien mehr Weißflächen geben wolle - indem das Verhältnis Inneraventurischen Foranschreitens der Zeit zum Außeraventurischen beschleunigt wird. Den Gedanken, grobporiger an die aventurische live-Berichterstattung ranzugehen und so auch mehr Freiraum für Metaplotentwicklungen im längerfristigen Rahmen zu haben fand ich geil.

Realweltlich stecken wir aber seit dem Aventurischen Boten 174 (Dezember 2015) im Jahr 1040 BF fest.
Heute lud ich mir den Aventurischen boten 185 herunter. (Oktober 2017),

Trügt mich der Eindruck,

oder hat sich das Voranschreiten der aventurischen Geschichte im Gegenteil sogar (krass) verlangsamt?
Bis dato nämlich war das Verhältnis 1 : 1 , mit einem irdischen Jahr grob entsprechend einem inneraventurischen,
mich dünkt, wir schreiten nurmehr halb so schnell voran, und sind schon bei 2 irdischen für 1 inneraventurisches Jahr

LG

Teferi

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Amaryllion
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Stillstand - 1040 BF das längste Jahr?

Beitrag von Amaryllion » 06.10.2017 17:05

Ich glaube dieser Eindruck stammt daher, dass schon sehr früh Inhalte (Abenteuer) für das Jahr 1040 veröffentlicht wurden, obwohl das Jahr nach der normalen Zeitschiene noch gar nicht erreicht war (2015 = 1038 BF).

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Curthan Mercatio
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Stillstand - 1040 BF das längste Jahr?

Beitrag von Curthan Mercatio » 06.10.2017 17:20

Und wir können auch nicht wissen, ob der nächste AvBo dann nicht ins Jahr 1042 springt, weil dort dann die nächsten Abenteuer spielen...
Ilaris - die Ritualzauberer kommen!

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Losan
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Stillstand - 1040 BF das längste Jahr?

Beitrag von Losan » 06.10.2017 23:53

Jetzt mal ganz ehrlich: Wundert's dich wirklich?
Angorax hat geschrieben:"Auch unpolitische Swafnirgeweihte zeigen sich an freien Walen interessiert..."
¯\_(ツ)_/¯

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Herr der Welt
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Stillstand - 1040 BF das längste Jahr?

Beitrag von Herr der Welt » 07.10.2017 12:41

DSA5 wollte mit einem runden Datum einsteigen. Da bot sich 1040 BF an schon allein, weil die ganzen DSA4-Rest-Plots bis spätestens dahin als aufgelöst betrachtet werden konnten. Einige oder viele Szenarien aus der Splitterdämmerung waren schon zeitlich flexibel spielbar (im Vergleich zu anderen Metaplot-Abenteuern). Zudem hatte man ein Stichdatum für die ersten Regionalspielhilfen. Ein gewisser Zeitsprung ist sinnvoll, wenn man eine Entwicklung bzw. einen neuen relevanten Stand beschreiben will. Im Wesentlichen sehe ich die Gründe für den 1040er-Sprung hiermit erschöpft - und folglich auch kein (auch für mich wünschenswertes) beschleunigtes Erzähltempo als neuer Standard. Das langsame Nachrücken auf das Jahr 1040 BF - ganz im bekanntes Turnus - spricht eher dagegen.

Nun sucht man die Ereignishaftigkeit der jüngeren Botenberichte schon mit einigen Mühen. Es mag ein persönliches Empfinden sein, aber gefühlt passiert in Aventurien gerade nicht besonders viel. Dieser Art impulshafte Entwicklung von Update zu Update ist zwar nichts Neues, wurde aber - gefühlt - noch vor geraumer Zeit stärker von den Aventruischen Boten abgefedert. Ich meine damit Einschübe wie etwa der horasisch-al'anfanische Krieg mit der Superseeschlacht abseits des mittels offiziellen Abenteuern bespielbaren Aventuriens (für den Spieltisch kann man das bei Bedarf ja dennoch nutzen). Kurz gesagt fühlt sich der Hintergrund etwas weniger lebendig an, wenn man das (DSA-)Schlagwort des lebendigen Hintergrunds gebrauchen möchte.

Andererseits ist man noch längst nicht überall im Jahre 1040 BF angekommen. Auf den Ist-Zustand der ehemals Schwarzen Lande werden wir wohl noch eine Weile warten müssen, da die Tobrien-Spielhilfe noch nicht in Aussicht ist - und die letzten Kampagnenbände keine entsprechenden Anhanginformationen lieferten. Begänne man nun im zentralen Mittelreich bis 1045 BF zu springen, vergrößerte das die Beschreibungsdiskrepanz entweder zeitlich oder regional, denn, was auch immer in Tobrien seit 1040 BF genau los ist, man könnte es in Gareth 1045 BF nicht beachten. Im Ergebnis hätte man ein (noch) stärkeres Aventurien der Regionen.

Schließlich stehen auch (offenbar) begrenzte Produktionskapazitäten einerseits und ein Konzept, das eine wahre Unzahl an Publikationen vorsieht, andererseits einer Beschleunigung der Erzählung im Wege, denn eine höhere Dichte an Ereignisrelevanz durch Zeitsprünge - wenn nicht einfach nur längeren Leerlauf will - kostet mehr Kraft. Angesichts langjährig brachliegender Plots zu gewissen DSA4-Zeiten und teilweise (noch immer) hemmungslos überalteter NSC möchte man sich womöglich nicht (erneut) zu viel aufhalsen, das dann wieder nur jahrelang aufgeschoben werden kann.
DIe Alternative wäre mehr Mut zur (ERzähl-)Lücke bzw. eine stärkere Konzentration auf große Staffelpunkte. Ich sehe aber nicht im Ansatz, dass das bei irgendwem auf dem planerischen Schirm stehen könnte.


Ich persönlich bin mit allen DSA-Gruppen geradeso an der 1030er-Marke angekommen und weiß eine Menge verschiedener, tendenziell langwieriger Kampagnen (von einem möglichen erneuten G7-Durchlauf ganz abgesehen) vor mir, so dass das zeitliche Entwicklungsproblem an der Grenze aventurischer Erzählgegenwart mich nur am Rande interessiert. Die langfristigen Probleme, dass man kaum mal zehn Jahre Ruhe haben kann, ohne dass sich die Leute irdisch - sicher zu Recht (mache ich ja auch) - beschweren, dass nichts passiert, oder darüber, dass ein TNBT das nächste jagt - sicher auch nicht zu Unrecht (mache ich ja auch), bleiben allerdings unaufgelöst.

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Stillstand - 1040 BF das längste Jahr?

Beitrag von Andwari » 07.10.2017 13:59

Dass die nicht-zentralen Gegenden nur sehr sporadisch mal geupdated werden, kann man nicht nur der aktuellen DSA-Mannschaft anlasten - z.T. ist das einfach seit 20-25 Jahren fast gar nix passiert.

Bei den Herrschern - die sehr oft zu Beginn der "lebendigen Geschichte" sehr jung waren, mag das noch funktionieren - sind halt jetzt alles gesetzte Herrschaften, während man im MR 3½ Gegnerationen der von Gareth und ihrer Umgebung erleben durfte (einige Protagonisten wie Helme Haffax, Dexter Nemrod, Answin, Waldemar sind eher als Retos Buddies gestartet, denn als Berater des "jungen" Hal). Doch über die Kinder und Enkel der ganzen, jetzt z.T. sehr lange regierenden wichtigen Personen der Randgebiete weiß man noch gar nix - außer dass da eben nicht viel passiert sein kann:

Was macht Prinz Stipen? Ist die Regierung von Mengbilla (vmtl. dienstälteste überhaupt) weiter stabil? Ist König Mirzion III. schon Urgroßvater?

Wenn ich 1000 in irgendwelchen Funktionen beschriebene Personen habe, muss ich jedes Jahr 40 davon durch um im Schnitt 25 Jahre jüngere Nachfolger ersetzen - sonst vergreist meine Welt. Sind meine Nachfolger nur 10 Jahre jünger, muss ich jährlich 100 Wechsel vornehmen.

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Stillstand - 1040 BF das längste Jahr?

Beitrag von Farmelon » 07.10.2017 14:27

Wurde die zeitliche Bindung des AvBo nicht eh gelöst mit Beginn von DSA5 oder kurz nach Beginn? Mir ist da so als wär da mal was gewesen, weil die Redax flexibler damit umgehen wollte, weniger Zeitdruck in der Botenzeitlinie, so das auch mal spannende oder wichtige Artikel in einem Boten erscheinen können welche eigentlich schon ein paar Monate älter oder ein paar Monate in der Zukunft liegen. Das heißt da könnte jederzeit noch was nachkommen. Und auch das man für verschiedene Regionen auch aktuelle Artikel mit verschiedenen Jahreszahlen bringen kann da man da keiner festen Bindung mehr unterworfen ist, was Zeitsprünge vereinfacht da man nach- oder vorarbeiten kann.

Quelle hab ich leider nicht parat, hab das Damals nicht weiter verfolgt.

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Stillstand - 1040 BF das längste Jahr?

Beitrag von Herr der Welt » 11.10.2017 08:54

Ich glaube, diese Aussage (der nicht mehr zwingenden zeitlichen Bindung in der bisherigen Form) - ich meine sie auch vernommen zu haben - ist für den Thread als Grundlage anzunehmen, umfasst also das, was im ersten Beitrag als (nicht grundlos in Anführungsstriche gesetzt) versprochen/angekündigt bezeichnet wird.

Im Ergebnis muss man aber nicht schneller erzählen. Man kann zu beliebigen Zeitpunkten - sinnigerweise etwa mit Erscheinen neuer Spielhilfen/Weltbeschreibungen - beliebig vorgreifen, wird das aber (aus diversen genannten Gründen) nicht allzu weit tun. Ansonsten wird sich, so meine Erwartung, nicht viel (mehr als bislang) tun.
Wenn ich 1000 in irgendwelchen Funktionen beschriebene Personen habe, muss ich jedes Jahr 40 davon durch um im Schnitt 25 Jahre jüngere Nachfolger ersetzen - sonst vergreist meine Welt. Sind meine Nachfolger nur 10 Jahre jünger, muss ich jährlich 100 Wechsel vornehmen.
Die meisten namhaften NSC weisen keine sonderlich starke Profilierung auf. Da genügt ein Namensregister mit einem Mini-Portfolio an relevanten Eigenschaften. Selbst große Nummern wie ein Jast Gorsam oder Dexter Nemrod sind grundsätzlich eher Typen als wirkliche Charaktere. Auf die nächste Kategorie (z.B. die Führungsriege von Mengbillah) trifft das erstrecht zu. Insofern ist die NSC-Verwaltung gar nicht mal so schwer. Man tut sich nur schwer, weil auch Restposten namhaft vergeben werden müssen. Solange irgendwelche Barone von Briefspielern gesittet werden, ist das kein Problem. Es wird nur ein Problem, wenn das nicht mehr der Fall und der Baron als Aktenzeichen fraglos weitergeführt anstatt freigegeben wird.
Wenn man nicht die Kapazitäten hat, einen ganzen Kontinent verdichtet (weiter-)erzählen können, muss man an den richtigen Stellen Lücken lassen anstatt Erzählbausteine fortzuschleppen und dabei vergilben zu lassen.

Man muss entscheiden: Will man kleinschrittig, aber dafür mäßig Interessantes erzählen, will man kleinschrittig erzählen und ständig Großes passieren lassen oder will man in Abständen Großes erzählen und nimmt dafür auch größere Sprünge und Erzähllücken in Kauf. Bislang finde ich nur die ersten beiden Optionen vor. Eine (auch hier geäußerte) Hoffnung auf die Ankündigung hin scheint mir eher in Richtung der dritten Option zu gehen.

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Beitrag von Gorbalad » 11.10.2017 09:12

Laut Zeitrechnung#Irdische Umrechnung haben wir heute je nach Methode:
Rohalstag, 13. Travia 1040 BF (Jahreszeiten-Methode)
Praiostag, 14. Peraine 1040 BF (Jahreswechsel-Methode)

Die früher erschienenen Dinge (z.B. der oben genannte 174er-Bote im Dezember 2015) zu 1040 BF waren also eigentlich vorzeitig.

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