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Rabenerbe/Rabenbund - möglicher Weise MI zur aktuellen Entwicklung Al`Anfas

Allgemeines zu Aventurien, Myranor, Uthuria, Tharun und den anderen Spielewelten von Ulisses & Uhrwerk.
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Ardor
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Rabenerbe/Rabenbund - möglicher Weise MI zur aktuellen Entwicklung Al`Anfas

Beitrag von Ardor » 20.10.2017 13:36

Liebes kollektives DSA-Wissen!

Im "Buch der Gesichter" :ijw: bin ich auf der "DSA-Seite" über folgenden Link gestoßen:

http://www.ulisses-spiele.de/neuigkeite ... er-alanfa/

Darin ist von einem geplanten Feldzug Al`Anfas gegen des Kemi-Reich die Rede.

Nachdem sich aus Zeitgründen die Aventurische Boten leider stapelweise ungelesen bei mir sammeln: kündigt sich in den Boten etwas in die Richtung an?

Von einer neuen Meridiana-Spielhilfe habe ich jetzt in den Ankündigungen nichts gefunden. Nur eine Südmeerspielhilfe, doch die dürfte sich ja eher wirklich um Uthuria-Kolonien/Inseln usw. drehen, wenn ich das richtig verstehe. Wenn es nämlich wirklich zu weiteren machtpolitischen Verschiebungen im Süden kommt hätte ich mit einem zeitnahen Erscheinen einer Regionalspielhilfe gerechnet, um den neuen Status Quo danach zu präsentieren.

Ich habe hier ein bisschen Angst, was dabei herauskommt. Wenn der Feldzug scheitert, wird Al`Anfa als größte Macht des Südens irgendwie endgültig zur Lachnummer. Wirklich ernst zunehmen ist es als Großmacht aber auch nicht mehr, wenn hier lediglich ein paar Meilen Dschungel erobert werden.

An eine großflächige Besetzung des Kemireichs glaub ich aber irgendwie auch nicht. Schließlich wird Ulisses ja dem Kemi-Briefspielprojekt nicht die schöne Spielwiese zerschlagen, oder?

Was meint Ihr? Hat jemand schon irgendwann/irgendwas/irgendwo darüber gelesen? War erwartet Ihr Euch hier? (Und ich will hier wirklich kein Kemi-Bashing provozieren sondern Eure Einschätzung bezüglich einer interessanten und auch hoffentlich bespielbaren Entwicklung herauskitzeln...).

Vielleicht gibt's auch ein paar kryptische Andeutungen von der lieben @Heike Wolf ? :wink:

Euer

Ardor

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Amaryllion
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Rabenerbe/Rabenbund - möglicher Weise MI zur aktuellen Entwicklung Al`Anfas

Beitrag von Amaryllion » 20.10.2017 16:35

Dass es einen Feldzug Al'Anfas gegen das Kemi-Reich geben würde, hat Markus Plötz iirc auf der Ratcon erwähnt.

Ich vermute, dass man den Al'Anfanern tatsächlich mal einen Triumph zukommen lässt. Wegnehmen wird man da kaum jemandem was - das Kemi-Briefspiel ist quasi seit Jahren tot, wenn ich mich jetzt nicht völlig vertue.

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Nagamasa
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Rabenerbe/Rabenbund - möglicher Weise MI zur aktuellen Entwicklung Al`Anfas

Beitrag von Nagamasa » 20.10.2017 17:13

Hallo Ardor

In der Tat kündigt sich seit einer Weile der ein Krieg mit dem Kemireich an, das es nun so lange brauchte bis er erscheint ist da schon fast etwas schade da die Grundidee aus dem Jahr 2011 stammt. Nichtsdestotrotz freue ich mich schon sehr darauf. Da Heike Wolf damit betraut wurde bin ich auf jeden Fall optimistisch.

https://rezensionen.nandurion.de/2011/1 ... eridianas/

Mit der Kampagne Rabenblut haben sich einige Dinge in Al Anfa verändert.
Unter dem Oderin du Metuant herrscht ein Innenpolitischer Frieden, welcher sich vor allem auf die militärische Macht des schwarzen Generals und auf die Fana als langsam wichtiger werdende Schicht gründet. Die Granden und die Boronkirche sind entmachtet, bleiben aber ein wichtiger Faktor.
Zwar arbeiten einige Granden gegen ihn, andere sind jedoch durchaus mit ihm ein Zweckbündnis eingegangen.
Der Patriarch ist zwar weiterhin das nominelle Oberhaupt der Stadt, die weltliche Macht hat er allerdings abgetreten und sein oberstes Ziel ist seine Tochter Amira seine Nachfolge antreten zu lassen, da es auch innerhalb der Boronkirche Fraktionen gibt die gegen ihn Intrigen spinnen.
Es herrscht also Frieden unter einem vor allem militärisch sehr Fähigen Herrscher, aber Oderin ist kein Politiker er ist durch und durch ein Mann des Militär. Schon einmal wurde er als Teil eines Triumvirates ins Exil abgeschoben und das hat er nicht vergessen.
Für seine Innenpolitische Legitimation setzt er auf die Fanas die ihn sehr verehren und auf außenpolitische Erfolge des Imperiums.
Außenpolitisch bemühte sich der schwarze General deswegen darum die Situation nach der Seeschlacht von Phrygaios für das Imperium zu verbessern. Eine Niederlage wie die Intervention im Krieg der Drachen kann sich Al Anfa auch nicht leisten. Daher wurde Verwaltung, Heer und Flotte reorganisiert und die verschiedenen Stützpunkte des Imperiums ausgebaut.
Mit der Goldenen Allianz und dem Kalifat stehen dem Imperium mächtige Nachbarn gegenüber die nur auf eine Schwäche warten allerdings ist Al Anfa kein leichtes Ziel, da es eine militärische Großmacht darstellt.
Zudem ist Al Anfa Vorreiter im uthurischen Handel und auch wenn bereits das Horasreich und Brabak Kolonien erworben haben besitzen die Al Anfaner dort einen gewaltigen Vorsprung.(Ihre Kolonie existiert bereits seit 1027)
Die Kolonien anderer Mächte konnten zwar nicht verhindert werden, aber diese werden oft überfallen, von Krankheit geplagt usw.
Wirklichen Profit zieht momentan also nur das Imperium aus dem Uthuriahandel.
Zudem wird Rhônda IX. Setepen die Schwester der amtierenden Königin von Al Anfa in ihrem Thronanspruch unterstützt und führt bereits erste Gefechte.
Oderin du Metuant verzichtete sogar auf das Amt des obersten Richters um den militärischen Befehl der alanfanischen Boron-orden zu erhalten.
Das Problem des Kemireiches ist zudem, dass es von Hungerunruhen erschüttert wurde und es Missstimmung innerhalb der Goldenen Allianz bezüglich des Kemireiches gibt. Dazu kommt das der brabaker Prinz seine Frau die Nisut des Kemireiches verdächtigt eine Affäre zu haben und das die Corvikaner eine radikale Boronsekte Anschläge auf horasische Würdenträger verüben.
Dazu kommt das das Horasreich sich im Kemireich weniger als Schutz- sondern eher als Besatzungsmacht gebärdet.

Das mit der Eroberung des Kemireiches nur etwas Dschungel erobert werden würde würde ich nicht so unterschreiben. Mit der Eroberung des Kemireiches wäre Al Anfa auf Dauer de Facto die Hegemonialmacht im Süden. Sylla, Port Corrad, Selem und Mirham werden von Al Anfa besetzt, Chorhop ist seit 1038 Mitglied der Schwarzen Allianz, Mengbilla ist zwar nicht mehr Teil des Bündnisses da es auf Druck des Horasreiches austreten musste, aber innoffiziell besteht das Bündnis weiter.
Brabak wäre der einzige Staat der Al Anfa offen feindlich gegenübersteht.

Das Kemireich würde nach alanfansicher Besetzung nicht untergehen, der größte Teil der Kemi dürfte zwar unter der Herrschaft Rhondas zu Vasallen des Imperiums werden, sodass das Setting nicht völlig zerstört wird. Die Nisut Ela hat sowieso seltsame Träume von Uthuria, daher gehe ich sowieso von einem Exodus aus. Dieser würde das Setting nach Uthuria verlegen und Al Anfa bekäme viel aber auch nicht alles was es im Kemireich zu holen gibt.

Die Zeichen stehen nicht schlecht für Al Anfa aber bei den Intrigen der Granden könnte es auch zu unvorhergesehenen Verwerfungen kommen. Immerhin könnte der Eine oder Andere durch die Sabotage der Kriegsbemühungen sich eine bessere Position gegenüber Oderin zu verschaffen und den General dazu zu verleiten ihnen mehr Konzessionen zu geben.
Rezzan Zornbrecht plant Oderin zu entmachten, vermutlich nach Art der Zornbrecht mit Intrigen die in Gewalt enden.
Goldo Paligan plant das Selbe zielt aber eher darauf ab ins Spiel einzusteigen wenn Oderin nach einem Nachfolger sucht.
Shantalla Karinor hat eine Liebesaffäre mit der horasischen Botschafterin und könnte damit auch eine wichtige Rolle spielen.

Nachlesbar ist dies in den Boten ab 154, dem verlinkten Artikel und dem Abenteuern Rabenblut sowie An Fremden Gestaden(was Uthuria betrifft).

Ich persönlich hoffe das Oderin, mein Lieblings-NSC im Süden, das Kemireich erobern und sich an der Macht halten kann bis er einen würdigen Erben hat.
Al Anfa braucht einen Erfolg um ernst genommen zu werden und die Kemi als Vasall sind da kein großes Opfer.
Zudem ergibt sich im besetzten Kemireich eine Menge interessanter Abenteueraufhänger. Dabei können Erkundungen im Dschungel, Siedlungsbemühungen oder Auseinandersetzungen mit Widerstandskämpfern im Fokus stehen. Alleine die Verteilungskämpfe der Kriegsbeute unter den verschiedenen Fraktionen könnte schon ein Abenteuer füllen.
Zudem ist ein von Al Anfa dominierter Süden keineswegs Langweilig, da die politischen Spiele innerhalb Al Anfas keinesfalls Stasis aufkommen lassen werden. Eher glaube ich das ein Kemireich unter Rhonda vielleicht als Figur wie Kleopatra die Intrigen in Al Anfa bereichern könnte.

Heike Wolf
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Beitrag von Heike Wolf » 21.10.2017 13:40

Dem ist kaum noch etwas hinzuzufügen. Bis auf Rezzan Zornbrecht vielleicht. Der hat zwar langfristig das Ziel, Oderin zu beseitigen, mittelfristig muss er seine Position innerhalb seines Hauses aber erst einmal festigen und die Scherben zusammenkehren/ vergessen machen, die Nareb in "Rabenblut" hinterlassen hat. Und da die anderen Häuser die Zornbrecht nicht erst seit "Rabenblut" mit einer gewissen Skepsis betrachten, muss er sich vorerst mit den Umständen arrangieren. Vorerst! :Maske:

Um Oderins Pläne, die damit verbundenen Möglichkeiten und Probleme, Amirs (und Borons) Rolle dabei, Rezzan Zornbrecht und den guten Goldo geht es jetzt in "Rabenerbe" und "Rabenbund" :)

Die Kampagne schreibe ich übrigens nicht alleine, sondern zusammen mit Armin Abele, der ja DER Kemi-Experte ist, und Anja Jäcke.

Ardor
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Beitrag von Ardor » 23.10.2017 10:08

@Nagamasa vielen, vielen Dank für den Link und die Erläuterung!

Kleine Anmerkung zu meinem Ursprungspost:
Nagamasa hat geschrieben:
20.10.2017 17:13
Das mit der Eroberung des Kemireiches nur etwas Dschungel erobert werden würde würde ich nicht so unterschreiben.
Das würde ich auch nicht so unterschreiben und das habe ich auch so nicht gemeint - war wohl etwas missverständlich formuliert. Ich wollte damit sagen, dass nur eine umfangreiche bzw. (fast) vollständige Besetzung des Kemi-Reiches durch Al`Anfas wirklich ein angemessener Erfolg wäre und eine lediglich leichte Grenzverschiebung (also der Gewinn einiger Meilen Dschungel) genau so wie der Erhalt des Status Quo eine weitere unrühmliche Niederlage wäre, die den Nimbus Al `Anfas als "Imperium des Südens" endgültig beseitigen würde.

@Heike Wolf : Vielen Dank für die Ergänzung. Wenn Armin Abele mitarbeitet ist ja auch gewährleistet, dass das Kemi-Flair erhalten bleibt. An der Stelle möchte ich Dir auch mal ein großes Lob aussprechen! Ich finde es gut, das sich in Al`Anfa was tut und was ich bisher von Deinem Beitrag so gelesen habe (ich habe DARÜBER gelesen, "Rabenblut" liegt leider noch am riesigen ungelesen-Stapel, da wir noch ein paar Jahrzehnte ingame haben, bis das in unserer Spielrunde relevant wird...) gefällt mir ganz gut, in welche Richtung das geht. Eine quasi-Niederlage, die zu Hause als Sieg verkauf wurde (Khom-Krieg) und eine schwere Niederlage nach schwerer Einschätzung (Seeschlacht von Phyrgaios) und weiterhin der Status Quo des komplexen Machtgefüges Al`Anfas wären auch nicht nachvollziehbar.

Ich bin übrigens kein Kemi-Hater. Ich finde es nur Schade, das dort seit Einführung durch Retcon im Vorfeld des Khomkrieges nichts bespielbares passiert ist. Kemi-Reich samt Jahrtausendealten Hintergrund aufgeploppt, Kriegserklärung an Hot-Alem, Kriegserklärung durch Al`Anfa. Niederlage wegen Entführung der Prinzessinen, Besetzung und Guerilla-Krieg, Peri und Nahmea töten Tar Honak (möglicher Weise), Goldene Allianz gegründet, Thronstreitigkeiten zwischen Peris Töchter - alles nur in Boten und Quellenbändern abgehandelt ohne das zu irgend einem Zeitpunkt ein Abenteuer im Kemireich statfindet. Nicht mal Vorschläge für eigene Szenarios finden sich irgendwo in offiziellen Quellen. Da finde ich ein besetztes und bespieltes Kemi-Reich schon spannender und freue mich auf das Kommende (auch wenn ich das frühestens in meiner Pension bespielen werden, bei der Geschwindigkeit unserer Spielrunde ;-) )

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Beitrag von Nagamasa » 23.10.2017 13:37

Gerade bei Rezzan Zornbrecht frage ich mich wie er seine politische Position verbessern will. Narebs Scherbenhaufen ist doch schon ziemlich groß. Ich glaube das er zu klug ist um noch einmal ein Bündnis mit Dagon Lolonna zu versuchen oder wenn er es tut dann unter anderen Vorsätzen als Nareb Zornbrecht.
Zudem hat ja vor allem Goldo Paligan aus dem Handel mit Uthuria profitiert und seine wirtschaftliche Position weiter ausgebaut.
Die einfachste Methode für Rezzan wäre natürlich eine Heirat in eines der anderen Grandenhäuser um so politische Bündnisse zu schließen.
Generell sieht es ja so aus als würden in Al Anfa vielleicht bald durch die eine oder andere Hochzeit die Weichen für die Zukunft gestellt werden.
Zwei der besonders interessanten Charaktere welche sich in der Zukunft möglicherweise um Goldos Erbe streiten könnten wären Esmeraldo und Amato Paligan die auch noch Ledig sind. Dazu kommt auch noch Alena Karinor die rechte Hand von Oderin welche ebenfalls unverheiratet ist. Amira scheidet wohl aus immerhin hat sie sich ja in Lucan Queseda verguckt und Machtpolitisch ist er wohl keine Option.

@Heike Wolf
Ich weiß das das Haus Ulfhart in offiziellen Publikationen nicht mehr zu erwähnt wird, aber rein theoretisch müsste man auch mit ihnen rechnen oder? :)
Viel Spaß beim schreiben.
Ich werde es mir das fertige Buch auf jeden Fall ansehen.

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Sumaro
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Beitrag von Sumaro » 23.10.2017 17:41

Ich würde mir ja ein neues Power-Couple wünschen. Irschan und Amir hatten da gutes Potential, mir hat die Ambivalenz gefallen. Vielleicht lässt sich ja mit Amato etwas ähnliches einbringen. Wobei ich aktuell nicht einmal weiß, wie dessen Darstellung gesehen wird. In Sand und Blut hatte er ja mit Vittorio jemand durchaus ambitionierten, dessen Eigenarten er in Teilen ja übernommen hat. Vielleicht ergibt sich ja wieder etwas verruchtes für Al'Anfa. Denn das Verhältnis von Irschan und Amir war ja durchaus anrüchig und anstößig aus mehreren Perspektiven. Und sowas bereichert Al'Anfa durchaus.

Mir gefällt ehrlich gesagt die militärische Diktatur nicht so wirklich. Oderin ist Haffax 2.0 für den Süden und bringt eigentlich nicht mehr an den Tisch als dieser auch. Mir gefällt ein starkes Militär, die Idee des Triumvirats ebenso, aber Al'Anfa muss eben mehr werden als Militärherrschaft. Ich würde mir eine gleichwertige Stellung von Grandenhäusern, Militär und Boronkirche wünschen, denn Oderin ist schon ne coole Sau (allein wegen dem Namen, nicht wegen seinen Aktionen, darin bestechen die wenigsten DSA-NSC), aber eben in der Tat kein Herrscher. Amir bietet dies auch nicht (wiewohl er ohnehin gefühlt im ewigen Schlaf ruht, so wie alles in Al'Anfa) und die Granden selbst kriegen es aufgrund der Streitigkeiten eh nicht gewuppt.

Abseits davon müsste man Al'Anfa ohnehin mal landmäßig vergrößern, denn ansonsten fragt man sich wirklich zu recht, woher denn da unten bitte die ganzen Söldlinge und Soldaten kommen sollen und auch die ganzen SKlaven, die den Anschein erwecken als wäre die Hälfte aller Waldmenschen versklavt worden.

Nun, das ist wohl zu viel verlangt. Aber man könnte Amato einen weiteren Vittorio an die Seite stellen. Das fände ich gut. Wie gesagt, ich traue Irschan und Amir wirklich hinterher *seufz*
Sumaros kleine Schreibstube: Eure Ideen in Worte gefasst. Schaut rein!

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Nagamasa
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Beitrag von Nagamasa » 24.10.2017 10:13

Amato war in Rabenblut vor allem das Gewissen im Rat der Zwölf. Als Beispiel wäre hier aufzuführen das er sich gegen den Einsatz der Basaltfaust gegen die Fana ausgesprochen hat. Auch hat er versucht die Schlägerbanden von Nareb Zornbrecht die sich aus ehemaligen Gladiatoren rekrutieren von der Straße zu schaffen indem er eine Gladiatorensteuer in den Rat einbringt.
Unter den Fana hat er auch weiterhin einen guten Ruf. In der Regierung von Oderin ist er der Sprecher der Granden weswegen einige Versuchen über ihn Einfluss auf die Geschicke des Imperiums zu nehmen. Auch trägt Amato nicht jede Entscheidung Oderins widerspruchslos mit.(AB 151)
Zudem ist er laut in den Dschungeln Meridianas wegen seinem Nahtod nicht länger an Rauschmitteln, Liebesbeziehungen oder anderen Vergnügungen interessiert. Aus dieser Erfahrung zieht er auch seine Ruhe und seine Furchtlosigkeit vor dem Tod. Wenn ich mir jemand an Amatos Seite vorstellen kann dann am ehesten eine Beziehung aus politischen Gründen. Vielleicht ändert sich das aber auch noch einmal.

Die Militärdiktatur in Al Anfa gefällt mir vor allem da sie in das moralisch ambivalente Setting besser passt als in die Schwarzen Lande, wo vieles gleich auf den dämonischen Overkill hinausläuft. Gerade nach Haffax Ende finde ich es schön das das Setting noch da ist.
Ich gebe dir aber sehr recht wenn du sagst das es nicht das einzige ist durch das sich Al Anfa ausmachen sollte. So gerne ich Oderin mag nicht alle Fäden müssen bei ihm zusammenlaufen. Ich denke einige Schritte dahin sind schon unternommen worden.
Gegen die Granden als wirtschaftliches Rückgrat der Stadt oder die Boronkirche lässt sich dauerhaft keine Politik machen.
Ein gutes Beispiel ist auch das Oderin die Rolle als Oberster Richter aufgegeben hat um sich die militärischen Boronorden für den kommenden Krieg zu sichern oder das er gemeinsame Sache mit Goldo Paligan in der Uthuriafrage gemacht hat. Das Selbe gilt allerdings für das Militär.
Ich denke das Problem das ich besonders verstehe deswegen kritisch sehe ist die Uniformität zu der militärische Diktaturen tendieren und die nicht so recht nach Al Anfa passen will.

Al Anfa war interessanterweise trotzdem am stärksten wenn sich eine Führungsfigur zeigt und die Grandenschicht sich nicht gegenseitig umgebracht hat. Ein Symbol das nach Innen und Außen wirkt. Bal Honak herrschte durch sein Charisma, Tar Honak durch seine Strenge, Walkir Zornbrecht durch nackte Gewalt und Oderin du Metuant als personifiziertes Militär der das Imperium an die erste Stelle stellt.
Amir ist sehr interessant da ihm das Triumvirat ja mehr oder weniger nicht freiwillig eingefallen ist. Er und Irschan haben sehr viel Zeit und Energie darauf verwendet um die anderen Mitglieder des Triumvirates kalt zu stellen. Amir Honak hatte als Erbe von Tar Honak viel zu beweisen und wollte die wichtige Stellung der Boronkirche durch eine starke Position im Staat erhalten. Irschan unterstelle ich reines Machtbewusstsein. Im Rat der Zwölf war oft Irschan der der sich eher in die politischen Spiele eingemischt hat während Amir sich oft seiner Meinung enthielt und beinahe präsidial oder entrückt über den Entscheidungen stand. Ich glaube letzteres hat mit dazu geführt das er sich aus der Tagespolitik verabschiedet hat. Er hat erkannt das er so anstelle der intriganten Geweihtenschaft das Bild der zurück gezogenen Priester projiziert für die der Glaube und nicht allein die Politik an der Spitze steht.

Für mich sind es die verschiedenen Zweige(Militär, Granden und Kirche) die um Einfluss wetteifern und je nach Zeit und Umständen hat der Eine einen Vorsprung gegenüber den Anderen. Doch an der Spitze zu stehen ist riskant da das bedeutet das man sich selbst eine Zielscheibe für alle Intrigen macht.

Ein ähnliches Paar wie Irschan und Amir ist vermutlich nicht einfach zu reproduzieren aber wir sollten Yasmina Honak nicht vergessen. Sie hätte durchaus ein ähnliches Potenzial wie ihr "Onkel" :)

Heike Wolf
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Beitrag von Heike Wolf » 25.10.2017 08:46

Der Gedanke bei "Rabenblut" war nie, eine 08/15-Militärdiktatur zu generieren. Im Gegenteil, Oderin bringt in das Machtgefüge Al'Anfas lediglich einen weiteren Aspekt ein, denn letztendlich kann er nicht ohne die Granden, die (nicht nur mit ihrem persönlichen Besitz, sondern vor allem auch mit ihrem Einfluss und ihrem Klientelsystem) das wirtschaftliche Rückgrat der Stadt bilden. Sprich: Würde er die Granden gänzlich entmachten/ enteignen, würde alles zusammenbrechen, da er aus dem Nichts nichts herbeizaubern kann, was sie so ohne Weiteres ersetzen könnte. Natürlich hat Oderin derzeit formal die Macht, und natürlich kommen die Granden nicht an ihm vorbei. Aber er kommt umgekehrt ebenso wenig an den Granden vorbei. Er arbeitet zwar daran, Fana aufzubauen, deren Loyalität vor allem ihm gilt (ein klassisches Mittel, das Herrscher immer gerne anwenden, wenn sie es mit einer mächtigen, alteingesessenen und oppositionellen Führungsschicht zu tun haben), aber solange die Granden im Saft stehen, ist das keine echte Alternative zu den Silberbergern.

Was Amato angeht - seine Nahtoderfahrung hat ihn sehr geprägt, aber er ist deshalb nicht gefühlslos. In "Rabengeflüster" ist es Reto, der ihn durchaus berührt. Allerdings weiß er auch, dass gerade Goldo Liebschaften nutzen könnte, um ihn zu erpressen und "auf Kurs" zu bringen, sodass er sich in den vergangenen Jahren davon bewusst ferngehalten hat. Das bedeutet nicht, dass er damit (privat) glücklich wäre. Politisch hat er sich in den vergangenen Jahren langsam/halbwegs von Goldo emanzipiert - als Mitglied von Oderins "Kleinem Rat" ist er durchaus einflussreich, auch wenn er seine Rolle innerhalb des Machtgefüges noch nicht endgültig gefunden hat. Gerade weil er nach seiner Nahtoderfahrung und seine Nähe zu Marbo auf vieles einen anderen Blick hat als die übrigen Granden und weder an dem orgastischen Treiben, noch an den alltäglichen Ränkespielchen viel Gefallen findet, ist er unter Seinesgleichen eine Art Außenseiter und Sonderling - und gleichzeitig ein enger Vertrauter sowohl Oderins als auch Amirs und damit nicht zu übergehen. Dennoch sitzt er irgendwie zwischen allen Stühlen.
Ich bin gespannt, wie euch am Ende Amatos Entwicklung in "Rabenerbe" und "Rabenbund" gefällt - er ist einer der wichtigsten Protagonisten in der Geschichte :)

Und die Ulfarts ... offiziell können sie gerade keine Rolle mehr spielen, weil man dann in das Spiel diverser privater Runden eingreifen würde und man nicht erst versprechen kann "He, hier gibt es ein Grandenhaus, das könnt ihr bespielen" und dann mit "Haus Ulfart macht aber das und das. Wie, bei euch nicht? Pech gehabt ..." kommen kann. Für die Kemi-Kampagne haben wir durchaus im Blick, dass man die Abenteuer auch mit Ulfart-Granden spielen kann. Und in "Rabenbund" werden sie wenigstens genannt - was meine Testleserin, die gerade bei mir "Rabenblut" spielt, sehr gefreut hat ("Oh, wir werden auch erwähnt!" :lol:).

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Beitrag von Bluthandel » 26.10.2017 16:46

Heike Wolf hat geschrieben:
25.10.2017 08:46
Und die Ulfarts ... offiziell können sie gerade keine Rolle mehr spielen, weil man dann in das Spiel diverser privater Runden eingreifen würde und man nicht erst versprechen kann "He, hier gibt es ein Grandenhaus, das könnt ihr bespielen" und dann mit "Haus Ulfart macht aber das und das. Wie, bei euch nicht? Pech gehabt ..." kommen kann. Für die Kemi-Kampagne haben wir durchaus im Blick, dass man die Abenteuer auch mit Ulfart-Granden spielen kann. Und in "Rabenbund" werden sie wenigstens genannt - was meine Testleserin, die gerade bei mir "Rabenblut" spielt, sehr gefreut hat ("Oh, wir werden auch erwähnt!" :lol:).
:cheer:
Es wäre sicher nett, in der kommenden Kampagne einen Kasten oder eine Seite einzubauen, die dem Meister Vorschläge liefert, wie das Haus Ulfhart in die Kampagne besonders stimmungsvoll integriert werden könnte, so man z. B. zuvor "Rabenblut" gespielt hat.
Meistere~Gefängnis der Jahre, Der Unersättliche, Weiden 645 BF, Brabak Akademie-OneShot
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Beitrag von Laske Hjalkason » 28.10.2017 14:35

Gibt's was Neues aus dem Haus Wilmaan? Hab einen Magier als Sohn von Dragan. Hätte nie geplant, das Dragan der Grande wird. Hab extra die Ehe meines Magiers annulliert, da er jetzt plötzlich Grandensöhnchen ist und eine bessere Partie gesucht werden muß. Vielleicht hast Du ja Vorschläge in welche Familie ich ihn reinheirate.
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Beitrag von Heike Wolf » 29.10.2017 14:13

Die Wilmaan kommen in den Romanen leider nur als namentliche Erwähnungen vor. Es sind letztenlich leider doch zu viele Familien, um sie alle aktiven Anteil an den Geschehnissen haben zu lassen - das würde die Geschichte zu sehr zerfasern. Ursprünglich hatten Anja Jäcke und ich 2004 etwas zu Sannah Wilmaan vor, aber das ist leider auf der Strecke geblieben. Dabei ist gerade dieses Haus sehr spannend, aber eher aufgrund seiner internen Dynamik :)
Einheiraten ... puh, das hängt ganz davon ab, wie sich ein Char politisch positionieren will. Im Einverständnis mit der Familie oder die Konfrontation suchend, weil die allgemeine Familienpolitik nicht passt ... eher ein Risiko oder eine sichere Bank, ob man eine Gattin haben will, die selbst eher Hai oder Hering ist ... Karinor ist im Grunde nie verkehrt, die schwimmen immer irgendwie oben ;) Alle anderen - das hängt sehr von den persönlichen Zielen ab.

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Beitrag von Laske Hjalkason » 01.11.2017 10:47

nun ich bin davon ausgegangen, das mein Magier nicht besonders Mitspracherecht hat. das ist eine politische Heirat und da entscheidet die Familie. Aber Haus Karinor ist doch mal ein Wort. Solange es nicht Zornbrecht ist :lol:

Edit sagt:
Wie alt ist eigentlich Sylvana Druidanya, die eine Magierin im Haus Karinor?
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