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G4 - Angroschs Kinder

Hier können Grundregelwerke, Regional- und Ergänzungsspielhilfen bewertet werden.
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Olvir Albruch
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G4 - Angroschs Kinder

Beitrag von Olvir Albruch » 12.05.2010 07:31

Dieser Thread ist zur Diskussion der Inhalte der im März 2005 erschienenen und mittlerweile überarbeiteten Spielhilfe (2. Auflage 2008, 3. Auflage 2010) Angroschs Kinder.

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Angroschs Kinder
Vielleicht hast du Erfahrungen mit der Spielhilfe gemacht, die du mit anderen Usern teilen möchtest, hast Tipps, Fragen oder Meinungen zum Band. Dieser Thread ist zur Sammlung dieser Informationen und Themen gedacht.

Darüber hinaus kann man in diesem Thread die Spielhilfe auch bewerten, um so eine grobe Orientierungshilfe für andere Nutzer zu bieten.

Bitte nur dann abstimmen, wenn du die Spielhilfe kennst!

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Whyme
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Re: G4 - Angroschs Kinder

Beitrag von Whyme » 12.05.2010 08:16

4 Punkte von mir für die RSH. Sie ist auf dem gleichen hohen Standard wie die ganze Reihe, aber es fehlt wieder dies eine besondere Hihlight, dass sie darüber heraushebt.

LG
Whyme
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und der, an dem Du weißt, wofür.

Disaster
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Re: G4 - Angroschs Kinder

Beitrag von Disaster » 12.05.2010 11:23

Im Prinzip eine gute Spielhilfe, dennoch habe ich ein paar kleine Kritikpunkte.

Zunächst etwas am Rande: es wäre vielleicht sinnvoller gewesen, die beiden Spielhifen der Tulamiden nacheinander zu produzieren. Die Zwerge (und Elfen) sind irgendwie etwas fremdkörperartig, trennen eine sinnvolle Aufteilung und wären als eine andere Reihe (eine V wie Völkerreihe) besser gewesen.

Zudem ist das Buch etwas dünn, es hätte gerne noch ein wenig mehr sein können.

Die Beschreibung der einzelen Völker ist sehr lesenswert, ebenso die Geschichte.

Was nicht unbedingt hätte rein kommen müssen sind die Archetypen, die wären vielleicht als Download besser gewesen und hätten Platz gespart. Vielleicht wäre es doch passender gewesen, lieber einige zwergische Professionen mehr aufzuführen (wie etwa Zwergenkrieger- oder Söldner, die sich deutlich vom Durchschnitt unterschieden).

Gulmond
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Re: G4 - Angroschs Kinder

Beitrag von Gulmond » 12.05.2010 13:12

Die Spielhilfe ist OK, aber ziemlich langweilig. Der Mehrwert gegenüber "Dunkle Städte" hält sich in Grenzen. ALs RSH hätte man sich hier auch gut der "Landschaft" widmen können, sprich den Zwergenstädten und Höhlensystemen. Ein guter Teil von Katakomben&Kavernen hätte hier hinein gepasst.

Sineijdan ar Asjawell
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Re: G4 - Angroschs Kinder

Beitrag von Sineijdan ar Asjawell » 13.05.2010 14:13

Ich habe ziemlich lange gebraucht, bis ich mit der Spielhilfe warm geworden bin. Unter dem Strich gefällt sie mir aber mittlerweile doch recht gut und ich blättere gerne darin herum.

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Arlisin
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Re: G4 - Angroschs Kinder

Beitrag von Arlisin » 23.05.2010 22:21

Ich mag die Spielhilfe gerne.
Hat Spass gemacht sie zu lesen aber da´ich keinen Bezug zu Zwergen hab les ich inzwischen quasi gar nicht mehr dadrin was aber natürlich nicht die Spielhilfe Schuld ist.
4 von 5

Athax Erbe
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Re: G4 - Angroschs Kinder

Beitrag von Athax Erbe » 01.06.2010 23:04

Die Geschichte der Zwerge ist - wie schon in der alten Dunkle Städte lichte Wälder Box - sehr schön geschrieben. Auch die Beschreibungen der Zwergenvölker, ihrer Lebensweise Baukunst usw. gefällt mir wirklich gut. Alles in allem mMn eine der besten Spielhilfen - 5 Punkte von mir.

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Wurm
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Re: G4 - Angroschs Kinder

Beitrag von Wurm » 13.06.2010 00:24

Nun, als Zwergenfan natürlich ein Muss. Dennoch es fehlt mir die ansonsten doch übliche Detailtreue. Insbesondere wenn man eine zwergeninterne (nur Zwergenhelden) Kampagne vorbereitet sind die Infos zu wichtigen Alltäglichkeiten zu spärlich.
(Wie messen Zwerge die Tageszeit? Gibt es Schichten? Oder schlafen alle zur selben Zeit? Wenn ja, warum? Wie beeinflusst das das Leben unter Tage? Wie alltäglich sind die Oberflächenberufe (Bauer, Holzfäller)? Gibt es eine zwergische Unterschicht? Was macht die? Wie ist allgemein der Alltag in einer Binge? Irgendwie scheint es nur anerkannte Berufe zu geben. Was macht einen gesellschaftlichen Abstieg aus? Morde gibt es wohl so gut wie nicht. Was ist mit Eigentumsdelikten? Ist denn alles Friede, Freude, Eierkuchen da unten? Wie alltäglich sind menschliche Händler? Wie gewöhnt ist die gängige Zwergenfamilie an Oberweltwaren? Usw.)

Ansonsten ist der Band schon gelungen. Leider aber zu knapp. Weil mich das ärgert würde ich nur 3 Punkte geben. Das was drinsteht ist jedoch durchaus 4 bis 5 wert...
Ich ringe mich zu 4 Punkten durch. Es ist in Summe schon ein guter Band.

Wurm

Anyamir
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Re: G4 - Angroschs Kinder

Beitrag von Anyamir » 13.06.2010 21:22

Gute Fragen! Genau das, was mich auch immer gestört hat.

Zudem ist der Mehrwert zum Vorgänger nicht so hoch wie etwa bei "Aus Licht und Traum". Dennoch eine schöne Spielhilfe, die ein gewisses wohliges Gefühl verursacht, welches mir 4 Punkte wert ist.

Korva
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Re: G4 - Angroschs Kinder

Beitrag von Korva » 26.06.2010 12:13

Ja, das sind gute Fragen. Ich hätte mir auch mehr Details gewünscht. Trotzdem: 4 Punkte, denn der Band hat es geschafft, mich für Zwerge durchaus zu begeistern.

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Damal
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Re: G4 - Angroschs Kinder

Beitrag von Damal » 10.11.2011 14:00

Bis jetzt, mein einziges Regionalbuch und ich bin größtenteils, sehr zufrieden. (Hab aber schon in anderen reingeblättert) Es bietet einem viele Details über das zwergische Leben ohne so sehr ins Detail zu gehen, dass es Langweilig wird. Von daher verstehe ich Wurms Meinung nicht, da viele (nicht alle) Alltagssituationen im Buch drin stehen. (Ein Zwergentag läuft unabhängig von der Sonne ab; Ansehen von Oberflächenarbeiter und kaum Delikte innerhalb der Städte) Man hätte noch mehr ins Detail gehen können, aber ich bin zufrieden.

Was ich Inhaltlich für mich zu schwach ausgefallen war waren Zwerge in der Menschenwelt. Es steht zwar, dass Zwerge durchaus einen Teil ihres Lebens in der Menschenwelt verbrigen. Aber was ist mit den Zwergen die in gemischten Städten leben. (Angbar, Ferdok, Zwerch) Woher kommen diese Zwerge leben die Ambosszwerge in Menschenhäusern oder in Höhlen oder machen sie es sich nicht richtig gemütlich, da sie nie (in zwergischen Maßstäben) lange in der Stadt wohnen. Dort hätte man konkreter werden müssen.

Am meisten stört mich aber das bescheidene Kartenmaterial. Während ich in anderen Regionalbändern farbige Karten und mehrere Städte gesehen hab, gibt es nur eine Karte von Xorlosch und eine sehr Grobe Karte, wo die Zwergenreiche liegen. Es ist zwar schwieriger eine Karte zu Zwergischen Städten zu machen, da sie zusätzlich noch in die Tiefe gehen. Trotzdem wäre es gut, wenn man wenigstens eine Karte von einer zweiten Stadt gekriegt hätte. Auch eine Oberflächenkarte wo die Eingänge zu den Stollen eingezeichnet sind, wäre schöner, als diese grobe Karte von den Zwergenreichen. Zur Not hätte man auch Karten von Angbar, dem Ferdoker Zwergenviertel oder vielleicht einem Hügelzwergischen Dorf machen können. So hat dieses Regionalband einen großen Nachteil, gegenüber den anderen Regionalbändern.

Weil das Buch aber Spaß macht beim Durchlesen und eines der günstigsten ist, habe ich 4 Sterne vergeben.

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Rabenwald
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Re: G4 - Angroschs Kinder

Beitrag von Rabenwald » 10.11.2011 17:24

Hoi und Guude,
Die RSH war unter anderem meiner erste DSA-Lektüre (sammt Grund-Box) und ich muss sagen sie ihren Reiz für mich nicht verloren hat (Manche sagen, es sei für mich wie in einem Familien-Album zu blättern :I ) Ich muss mich jedoch meinem Vorschreiber anschliessen, ich hätte eine oder zwei weitere Stadtpläne schon recht nett gefunden.

Dennoch 4 Sterne von mir

Beste Grüße
Rabenwald

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Der Rattenpilz-Koch
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Re: G4 - Angroschs Kinder

Beitrag von Der Rattenpilz-Koch » 10.11.2011 17:38

Als Zwergenfan natürlich mein Lieblingsspielhilfe: 5Punkte
Beliebigen dummen Spruch einfügen.

Kusch!
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Re: G4 - Angroschs Kinder

Beitrag von Kusch! » 12.11.2011 00:38

Ich schließe mich eigentlich größtenteils Wurms Ansichten an.
4 Punkte.
Was mir zusätzlich zu seinen Ausführungen über das fehlende Leben unter der Erde noch fehlt ist eine stichhaltige Begründung für die Zwergenwaffen, oder besser eine Erweiterung der selben [die Diskussion gab es hier mal und hat in diesem Thread nix verloren, ich will als Erklärung nur sagen "Versucht mal in einem engen Durchgang mit einer Axt oder einem Hammer auszuholen"]

Zusätzlich noch stimme ich Damal bei dem Punkt zu bezüglich des Kartenmaterials, hier wären ein paar mehr Exemplare und ein paar Kleinigkeiten nett gewesen.

Aber wie gesagt.. alles in allem ist es ein guter Band. Also 4 von 5 Punkten.

Dahrling
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Re: G4 - Angroschs Kinder

Beitrag von Dahrling » 15.12.2011 00:31

Auch mir deutlich zu wenig Details. Ob es nun zum normalen Zwergenleben ist oder um Werte Spezialfälle wie die auch sonst nirgends beschriebenen 8-eckigen Zwergenschilde geht... Irgendwo fehlt etwas.

Zudem widerspricht es zumindest an einer Stelle dem WdH. (AK S.142 - "Zwergennase: Alle Zwerge haben[..]")
Immer 100 GP für Eigenschaften

Meistere: DC, Grautannzyklus
Spiele: G7, Phili, priv. Kampange

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Clandestinus
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Re: G4 - Angroschs Kinder

Beitrag von Clandestinus » 21.12.2011 05:44

Wäre es angebracht an dieser Stelle zu fragen, was sich seit der ersten Auflage verändert hat?
In anderen Threads klang es so, als sei da einiges nicht unerheblich abgeändert worden...

Oder haben wir schon irgendwo eine Ausarbeitung der Unterschiede? Blick ja nichtmal mehr bei den Regelwerken durch...
Mal Wiki fragen :censored:
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Olvir Albruch
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Re: G4 - Angroschs Kinder

Beitrag von Olvir Albruch » 21.12.2011 11:38

Wenn ich mich nicht irre, sind in den späteren Auflagen die Karten aus der Kartentasche in eine Druckvorlage transformiert. :(

MfG,
Olvir Albruch
Leitet gerade:
  • Schatten im Zwielicht (79 Std.)

player8472
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Re: G4 - Angroschs Kinder

Beitrag von player8472 » 05.01.2012 12:09

Diese Spielhilfe ist ein Witz.

Wenn man schon 1:1 aus altem Regelwerk kopiert, so sollte man weningstens alles aus dem Fluff übernehmen und nicht noch Passagen streichen.


Mehr habe ich zu dieser SH nicht zu sagen.
Eine Frechheit mir Geld abzuknöpfen was ich in besser aus DSA3 Regelwerk schon hatte.

HerrFugbaum
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Re: G4 - Angroschs Kinder

Beitrag von HerrFugbaum » 22.11.2013 13:04

Eine gute RSH, wenn auch wie bereits oben erwähnt einige relevante Antworten auf Fragen, die das Leben ohne die Sonne betreffen, fehlen. Die Zeichnungen haben mir eigentlich auch ganz gut gefallen, bis auf das Titelbild, was meiner Meinung eins der hässlichsten der modernen Cover ist. Tragen die alle Kayal? Gibt es so wenige Zwergenfrauen, dass die meisten Zwerge als Transvestiten leben? So sieht das Cover zumindest aus, davon hab ich aber nichts in der RSH gefunden :D

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zaknitsch
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Re: G4 - Angroschs Kinder

Beitrag von zaknitsch » 25.11.2013 13:11

Absoluter Durchschnitt würde ich sagen. Keine besonderen Abweichungen nach oben oder nach unten. Habe wenn ich darin lese immer das Gefühl: "Joa, so sind Zwerge halt." Da fehlt irgendwie der Funke, der Angroschs Feuer entfachen lässt.

Mehr Detailtiefe zum Leben der Zwerge hätte aus der durchschnitlichen RSH meiner Meinung nach schnell eine gute RSH gemacht. Dann noch etwas mehr zu den Zwergen in menschlichen Siedungen und wir hätten eine sehr gute RSH. So leider nur 3 Punkte.

Ganz grob kann man mMn den kompletten Inhalt der Box auf:
Es gibt 4 Zwergenvölker (der Rest ist uninteressant, da nicht weiter ausgearbeitet)
Sie sind klein und anders.
Beten zu Angrosch und sind stolz drauf
Sie lieben Stein, Zahlen, Bier und ihre Ahnen.
Ich hasse Menschen, Tiere und Pflanzen. - Steine sind Ok.

Merry
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Re: G4 - Angroschs Kinder

Beitrag von Merry » 15.02.2014 07:36

'Sicher ist: Es gibt ebenso wenig 'den' Zwerg, wie es 'den' Menschen gibt', sagt das Vorwort; das soll herausgestellt werden. Und das ist meiner Ansicht nach prächtig misslungen. Und wenn die Autoren wirklich den Zwergen 'über die Schulter zu schauen versucht', 'sie bei ihren Festen und im Kreis der Familie beobachtet, ihren Mythen, Märchen und Legenden gelauscht und aus ihrem Kochtopf stibitzt', 'an der Esse zur Seite gestanden und beim Planen ihrer Höhlen zugesehen' (kurz: sich mit dem zwergischen Alltag befasst) hätten, dann hätte aus der Spielhilfe vielleicht auch mehr werden können.

Normalerweise mag ich den Geschichtsteil der Regionalspielhilfen, gewürzt mit Karten und was es sonst noch immer alles dabei hat. Der sich auf 19 Seiten erstreckende Teil in 'Angroschs Kinder', der gut ein Achtel (!) der ganzen Spielhilfe ausmacht, ist aber ziemlich ermüdend gewesen. Die üblichen kurzen grauen Kästen gehen auch gerne mal über eine halbe Seite, es gibt keinerlei Karten, nur ein paar größtenteils nichtssagende Bilder dienen der Auflockerung.
Obendrein leidet der Geschichtsteil (und später auch so manch anderer Abschnitt) darunter, dass man (ich jedenfalls) sich schwer tut, sich zu merken, was der Urvater eines jeden Stammes Angrosch übergab oder was dessen Nachfahren unternahmen / taten. Wenn also plötzlich von den 'verfluchten Kindern Aboralms' gesprochen wird, dann frage ich mich, was die denn nochmal getan haben, dass sie denn als verflucht bezeichnet werden. Versuche ich nun aber dahinter zu kommen, kann ich zwar im Index nach Aboralm suchen, aber auch das hilft nur bedingt, wenn es gar nicht ebenjener Stammvaters war, der die Untat beging.

Was im Geschichtsteil schon beginnt, setzt sich auch in den folgenden Abschnitten fort: gefühlt die Hälfte der folgenden Teile besteht stets aus Ingame-Texten. Das ist an sich ja nichts Verwerfliches, kann man doch sehr nette Gags einbauen, oder auch mal etwas Interessantes darstellen. Dazu werden die hier aber irgendwie so gar nicht genutzt.
Direkt auf die Geschichte folgend, ist von diversen bedeutenden Zwergen der Geschichte zu lesen. Während aus den heutigen vier bedeutenden Zwergenkulturen immerhin je zwei Namen genannt sind, bieten die Altvorderen scheinbar nur Organa. Ein bisschen dürftig, insbesondere, da ausschließlich ein Ingame-Text über sie Auskunft gibt. Von den zweieinhalb Seiten voller Ahnen ist bei mir irgendwie nicht viel hängengeblieben.

Das Vorwort verspricht dem Leser vor allem den sich nun auf wiederum 19 Seiten anschließenden zweiten großen Teil: Wesen und Kultur der Angroschim. Und hier wird in der Tat das abgearbeitet, was genannt worden ist. Aber egal, was die Zwerge tun, Drachen töten, Kinder zeugen, etwas aufschreiben, es handelt sich um einen Dienst an Angrosch.
Achja, Zwerge müssen sich die Kante geben, denn Wasser trinken kommt nicht in Frage. Das löscht ja den Lebensfunken, den Angrosch ihnen einpflanzte.
Nur mit dem Gott eine ganze (oder regeltechnisch deutlich mehr) Kultur erklären zu wollen, ist schon etwas mager. Fehlte da ein bisschen Kreativität?

Ähnlich geht es im nächsten Teil weiter: Kunst und Handwerk, wozu auch Kriegskunst, Siedlungsbau, Geld und einen heben gezählt werden. Diese 20 Seiten hätten wundervoll zu dem Teil davor gepasst, vor allem, da den Autoren selbst ja irgendwie auch nicht ganz klar gewesen zu sein scheint, unter welche Überschrift man die Einzelthemen nun stellen soll.
Neben der Aussage, dass alles irgendwie mit dem Dienst an Angrosch zu tun hat, birgt dieser Abschnitt aber auch nicht viel. Jeder Zwerg ist ein Allrounder, tut aber am häufigsten das, was er am besten kann. Und warum? Na, so dient er Angrosch am besten.

Etwa zur Mitte des Bandes beginnen nun die Beschreibungen der einzelnen Kulturen der Zwerge. Den 'Großen Vier' werden hier zwischen drei und vier Seiten gewidmet. Viel zu wenig! Ist Zwerg jetzt doch einfach Zwerg? Wenn ihr schon nicht jeden Zwerg individualisieren könnt, wie ihr es eigentlich wollt, dann macht das doch wenigstens bei den einzelnen Kulturen! In anderen Spielhilfen widmet man den Novadi knapp 40, (und eigtl. noch deutlich mehr, wenn man sich den ganzen Band durchliest), den Thorwalern quasi 100 Seiten. Warum bekommen die einzelnen Kulturen der Zwerge nur drei‽
Immerhin kann ich anmerken, dass diese paar Seiten gut gefüllt sind, denn hier hätte die Stärke des Bandes liegen können / sollen / müssen.
Besser noch ist das, was als 'Seltsame Zwergenvölker' deklariert ist. Hier tummeln sich auf gut fünf Seiten einige interessante Kulturen und Nicht-Kulturen. Die Brobim nehmen dabei mit zweieinhalb Seiten die Hälfte ein. Auch dürftig für eine spielbare Kultur (die aber wohl niemand spielt). Sehr gut fand ich die Teile zu den Finsterkammzwergen und den Roten Zwergen. Die hätte ich gerne weiter beleuchtet gesehen. Und die Finsterkammzwerge kann man sicher auch gut zur spielbaren Kultur erheben. Sie hätte sicher deutlich mehr Freunde als die Brobim.

Hier schließen sich nun weitere zweieinhalb Seiten Zwerge fern der Heimat an. Das wird am Ende aber noch mal alles aufgegriffen. Dieser Teil hätte sich gut in den letzten Teil integrieren lassen, sollte aber wohl als mehr oder minder gute Überleitung zum nächsten Block dienen (hat diesen Sinn aber aus einem Grund, den ich unten anführe, überhaupt nicht erfüllen können).

Es folgt nämlich eine Aufzählung all jener Ländereien, in der Zwerge siedeln, und das sind nicht nur die Bergkönigreiche, wie man auf (schon wieder (zwergische Zahlenmystik eben)) 19 Seiten zu lesen und lernen gezwungen ist. Auch wenn es dort nur 50 Zwerge hat, so muss die Stadt als potentiell bedeutend doch erwähnt werden.
Etwas mehr als sechs Seiten nimmt dabei die Beschreibung Xorloschs ein und bildet damit die einzige Stadtbeschreibung, die ihren Namen verdient.

Teil Nummer 6 (acht Seiten) stellen bedeutende Meisterpersonenzwerge dar. Hier kann ich nicht groß meckern. Ist im Großen und Ganzen gut geworden und es sind einige interessante Persönlichkeiten aller Art dabei. Ein bisschen merkwürdig ist, dass für eine einzige Person eine ganze Kategorie ('Krieger') geschaffen wurde, aber allzu schlimm ist das nun nicht.

Die Mysteria et Arcana bilden den vorletzten großen Abschnitt. Viel versprechen kann man sich davon aber schon mal nicht, wenn sie mit 'Untote Grolme im Amboss-Gebirge' beginnen. Meine Güte! Sonst so gar keine Ideen? Der Rest ist dann aber ein wenig besser. Was mich störte, ist jedoch, dass im ganzen Band immer mal wieder erwähnt wird, dass die Zwerge die Technik der Armbrust schon so lange besitzen und dass sie von Angrosch gegeben ist, doch erst in den Mysteria et Arcana wird nun eine Urarmbrust mit Namen erwähnt, von der vorher noch kein Wort gesprochen worden ist.
Außerdem stellt sich mir die Frage, was 'Zwerge als Auftraggeber' und vor allem die Geoden in den Mysteria et Arcana verloren haben. Bezüglich der ersteren muss ich wohl kaum Argumente anführen, warum ich das unsinnig finde, letztere dagegen mögen vielleicht sowohl ein Mysterium sein als auch so manches mit Magie zu schaffen haben, bilden aber dennoch einen nicht so unwichtigen Teil in der zwergischen Kultur (trennen Zwillingsseelen, was einem mehrfach erzählt wird). Warum sind sie also nicht schon weiter vorne genannt?
Zieht man von den knapp acht Seiten Mysteria et Arcana also die Auftraggeber und die Geoden ab, bleiben nur noch fünf Seiten.

'Zwerge als Spielercharaktere' heißt der letzte Teil. Er fasst zusammen (gleitet aber ein bisschen in Klischees ab), gibt Gründe dafür, warum ein Zwerg in die Welt hinausziehen könnte, und bietet 'Was denken Angroschim über …'. Jeder Kulturbeschreibung war so etwas schon beigelegt, allerdings in Minimalausmaßen. Hier ist nun wieder Zwerg gleich Zwerg, es gibt keine bedeutenden kulturellen Unterschiede. Weshalb steht nicht bei jeder Kultur, was deren Angehörige denn so denken? Ausführlich!
Immerhin 'Die Angroschim in den Augen der …' ist gut gemacht.
An die obligatorischen Professionsvarianten schließen sich nun Archetypen an. Ganze sechs Seiten. Ich habe keine Ahnung, wer das braucht und will. Sollte wohl Platz besetzen, denn noch kürzer als die traurigen 148 Seiten sollte es dann wohl doch nicht werden.
Abschließend wird auf regeltechnische Besonderheiten eingegangen, die Zusatzregeln für Zwerge schön geordnet aufgeführt. Danke dafür!



Kleinkram:

Lückenfüller war wohl auch diese in Kleinstteile geteilte Kurzgeschichte um einen Abenteurerzwerg, die sich im ganzen Band finden ließ. Schon vor dem Vorwort befand sich etwas ähnliches (eine Ingame-Szene um einen verstorbenen (anderen) Abenteurerzwerg). Ist sicher Geschmackssache, ob so etwas gefällt. Ich hätte beides nicht benötigt. Und einmal zerstört so ein Kurzgeschichtenteil auch den zu schaffen versuchten Übergang zwischen zwei Kapiteln.

Fürchterliches Lektorat! Meine Güte, dass so etwas in den Druck gehen darf…
Da findet man teils sehr merkwürdig unpassende Wörter, mal fehlen Buchstaben, die Grammatik ist manchmal derartig daneben, dass Sätze kaum noch Sinn ergeben…
Obendrauf kommt dann noch der Verzicht auf den Genitiv zugunsten des Dativs oder ein Durcheinander des Akkusativs (mal ist es 'Zwerg', mal ist es 'Zwergen').

Was macht das halbe Impressum dort am untersten Rand der letzten Seite vor dem Index?

Viele Karten hat es irgendwie auch nicht, was?


Ich musste mächtig überlegen, ob ich dem Band wirklich die Höchststrafe verpassen soll, gebe nun aber wirklich nun 1 Punkt. Das einzige, was die Regionalspielhilfe mehr oder weniger erfüllen kann, ist, dass sie mich dazu inspiriert hat, mal zu schauen, wie sich ein Finsterkammzwerg spielen ließe. Nach der Lektüre habe ich aber weder Lust in Xorlosch oder einem der anderen Bergkönigreiche (die 20 anderen genannten Städte wird man wohl ohnehin mal besuchen) zu spielen, noch kam so richtig viel Zwergenflair rüber.
Waren die Ansprüche, Zwerge so ganz anders als Menschen darzustellen, zu hoch, dass da so ein Murks bei herauskam? Und werden die Kulturen nur so kurz dargestellt, weil man sich keinem irdischen Vorbild bedienen kann?

War noch was?
Achja, Zwerge singen Irish Folk-Songs, etwa 'Whiskey in the Jar'. (S.68)

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