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G12 - Reich des Horas

Hier können Grundregelwerke, Regional- und Ergänzungsspielhilfen bewertet werden.

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Zornbold
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G12 - Reich des Horas

Beitrag von Zornbold » 11.08.2010 10:47

Dieser Thread ist zur Diskussion der Inhalte der im Juni 2010 erschienenen Spielhilfe Reich des Horas.
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Reich des Horas

Vielleicht hast du Erfahrungen mit der Spielhilfe gemacht, die du mit anderen Usern teilen möchtest, hast Tipps, Fragen oder Meinungen zum Band. Dieser Thread ist zur Sammlung dieser Informationen und Themen gedacht.

Darüber hinaus kann man in diesem Thread die Spielhilfe auch bewerten, um so eine grobe Orientierungshilfe für andere Nutzer zu bieten.

Bitte nur dann abstimmen, wenn du die Spielhilfe kennst!

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Re: G12 - Reich des Horas

Beitrag von Denderan Marajain » 11.08.2010 10:48

nicht gut, nicht schlecht also 3 Punkte

PS: Die Horas-3 Auge- Geschichte lassen wir mal außen vor

Heldi
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Re: G12 - Reich des Horas

Beitrag von Heldi » 11.08.2010 11:56

Meiner Meinung nach die bisher beste RSH seit Beginn der grünen Reihe. Ich gebe 5 Punkte. Das ist für mich afaik erst das dritte oder vierte Mal in allen Bewertungsforen zusammen. Und so gut finde ich die RSH auch!

Die RSH besorgt mit am Deutlichsten, was in den jüngeren RSH zu einer erfreulichen Tendenz wird. Es bringt nicht so viel, eine Region nur für den Moment des Erscheinens zu beschreiben, sondern man muss die nähere Entwicklung jedenfalls in Teilen vorweg nehmen, um die RSH zu einer spielbegleitenden Hilfe während der Spielzeit bis zu den nächsten größeren Veränderungen zu machen. RdH gelingt dies sehr gut, in dem es die Entwicklungen und Verfestigungen der horasischen Gesellschaft nach dem Thronfolgekrieg beschreibt, wenn sie das Erwachsenwerden des Horas, die Konflikte im Kronrat und der Stadt Vinsalt, mögliche Erfolge gegen die starke Parteiung des Namenlosen und viele ähnliche Entwicklungen knapp darstellt sowie Zwischenziele und abschussreife Personen und Organisationen benennt. Das ist von der Anlage her optimal gemacht und ein deutlicher Fortschritt im Vergleich zur AranienMI in LdES ("Hinter dem Schleier").

Das Setting des Horasreiches ist im Vergleich zur Vorgängerpublikation teilweise stark verändert worden. Durchweg positiv. Das Horasreich ist heute sowohl vielschichtiger als auch tiefgehender. Es bietet mehr Möglichkeiten für unterschiedliche Abenteuer, trotz der zivilisatorischen Errungenschaften hinreichend viele Gefahren auf und neben den Wegen. Es sorgt mit vielen verschiedenen Settings wie den jungen Republiken für unterschiedliche Spiel- und Hintergrundlagen, die in Aventurien bisher fehlten. Besonders positiv ist, dass die nervigen Bestandteile des hochadeligen Pomps (Perücken, Visitenkarten) gestrichen oder jedenfalls marginalisiert wurden. Nach meinem Eindruck hatte damit fast niemand Spaß am Spiel. Das neuere victorianische Setting ist hingegen etwas härter und spricht jedenfalls meine Phantasie und Spielfreude stärker an. Mit Ralman wurde zudem ein imho genialer NSC geschaffen, der das potential hat irgendwann zum beliebtesten NSC zu werden.

Ich habe daher fast nichts zu meckern. Ansprechen könnte man die durch das Mysterien/MI-System entstandenen ständigen Verweise, die nach meinem Eindruck in dieser RSH noch stärker vertreten sind. Die erschweren teilweise das Lesen und verringern damit das Lesevergnügen. Zugleich bin ich mir nicht sicher, ob dieses System dem durchschnittlichen RSH-Leser entspricht. Dieser ist vermutlich nicht nur Spieler oder nur Spielleiter, sondern sowohl als auch. Durch die Verweise gerät man aber hinten beim Lesen und Suchen zwangsläufig an andere MIs, die man vlt. noch nicht kennen wollte. Ich wüsste aber auch keine andere Methode, die nicht viel zu viel Papier verbraucht. Einzelheiten (3. Auge des Horas aka Ucurifunke) fließen dabei nicht in die Bewertung ein, da sie mir zwar tendenziel zu phatastisch sind, aber ich die weitere Entwicklung abwarten möchte. Die Perspektive auf die Splitter der Dämonenkrone finde ich jedenfalls gut.

Lange überlegt habe ich, ob ich einen Hinweis von Robak aus der Bornland-Bewertung gelten lassen soll. Dieser ging dahin, dass das Lesen der RSH praktisch nicht möglich ist ohne Königsmacher-MI mitzubekommen. Und nicht nur an einzelnen Stellen, sondern durchgehend. Dieser Hinweis stimmt. Und es hört sich zunächst auch vlt. plausibel an, dass man die RSH daher als Spieler nicht nutzen kann und sie daher abgewertet werden muss.

Trotzdem ist eine Beeinflussung der Wertung dadurch in meinen Augen nicht gerechtfertigt. Die starke Veränderung und Beeinflussung der Region durch den Thronfolgekrieg ist vielmehr ein Bestandteil dieser Kampagne und des heutigen Settings, dass eben sehr gesellschaftsorientiert ist. Es gab wohl keine aventurische Entwicklung seit Entwicklung des Projekts fortlaufender aventurischer Geschichte, die so tiefgehende Einflüsse auf einen Kulturkreis genommen hat, ohne das man sie mit einem Schlagwort (Orks im Svelttal, Schwarze Lande) zusammenfassen kann. Durch den Thronfolgekrieg haben sich nicht nur die Herrschaftsverhältnisse geändert, sondern an allen Orten und Städten des Landes haben sich unterschiedliche Reaktionen auf diese Zeit ergeben, die nicht pauschal beschrieben werden können, sondern facettenreich sind. Eine so gesellschaftsbezogene Kampagne muss sich zwangsläufig in der für die Zeit NACH der Kampagne geschriebenen RSH fortsetzen. Eine andere Methode wäre technisch nicht möglich gewesen, da man nciht sowohl die Herrschaftsstrukturen in Belhanka vorher und nachher hätte beschreiben oder die Neuerungen nur in einem Kapital zusammenfassen können. Die RSH beschreibt eben die Veränderungen nach dem Thronfolgekrieg und dieser erklärt auch, warum es zu diesen Veränderungen kam. Die RSH hätte sonst die Zeit vor dem Krieg beschreiben müssen. Aber das wäre offenbar sinnlos gewesen. Für die Zeit vor dem Krieg oder Spieler der Kampagne ist daher die alte Box maßgeblich und es obliegt dann dem SL den Vorstellungsraum mit den auch in der Kampagne selbst gegebenen Hinweisen langsam zu dem heutigen Bild zu entwickeln.
Zuletzt geändert von Heldi am 11.08.2010 12:02, insgesamt 3-mal geändert.

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Radames
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Re: G12 - Reich des Horas

Beitrag von Radames » 11.08.2010 13:12

Eine sehr schöne SH, auf die wir ja auch lange genug gewartet haben. Gesamt habe ich eine hohe Meinung von RdH, mich stören jedoch immer noch 2-3 Punkte:
Verweise ins MI-Kapitel: Zu gefühlten 60% einfach nur falsch. Ist mir erst beim zweiten mal Durchlesen aufgefallen (weil das erste ein einfaches von-vorne-nach-hinten-Lesen war).
Regionalbeschreibungen irgendwie hatte ich das Gefühl, dass die Autoren, je weiter es nach Süden geht, immer weniger Lust an ihren Beschreibungen hatten. Sowas wirkt sich natürlich aufs Lesevrgnügen aus.
Im Kapitel über die Gesellschaftsschichten (S 37ff) hat man mMn die Abgrenzung Nobili/Patriziat widersprüchlich zu den Titeln und Adelsrängen (S 75ff) beschrieben. Da ist beispielsweise die Rede von "Nicht mehr zum Volk aber noch nciht zum Patriziat" gehörig, obwohl die Patrizier im Rang nicht per se über den übrigen Nobili stehen, sondern nach den anderen Beschreibungen eher einen (wenn auch häufigen) Sonderfall der Nobili darstellen. Ohne das jetzt weiter vertiefen zu wollen, finde ich diese Inkonsistenz etwas ärgerlich.

Weil die RSH ansonsten wirklich gut geworden ist, gibts 4 Punkte.
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Aldare
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Re: G12 - Reich des Horas

Beitrag von Aldare » 11.08.2010 13:14

Die Spielhilfe schwankt zwischen den Polen "schön zu lesen, aber letztlich völlig unwichtig" (z.B: Staatsaufbau im Horasreich), "sehr spritzig zund inspirativ" (z.B. Geheimgesellschaften) und "bleischwer bishin zur Unerträglichkeit" (z.B: Städte, Mode).

Ich gebe gute drei Punkte.

rillenmanni
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Re: G12 - Reich des Horas

Beitrag von rillenmanni » 11.08.2010 13:31

Hi Aldare,

das ist kein Angriff, ich habe nur ein Muster festgestellt: Du scheinst ein grundsätzliches Problem mit den Stadtbeschreibungen in den RSH zu haben: Gareth, Norburg, Horasreich ...

Eröffne doch eine neue Diskussion und stelle dort vor, was Dir nicht gefällt, und wie eine ordentliche Stadtbeschreibung auszusehen habe. Das fände ich klasse.

Judas
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Re: G12 - Reich des Horas

Beitrag von Judas » 11.08.2010 16:17

Ich habe der Spielhilfe 3 Punkte gegeben und kopiere der Einfachheit wegen, was ich vor einiger Zeit im Alveran-Forum als Bewertung geschrieben habe:
Ich habe die Spielhilfe heute auch endlich durchgelesen und muss sagen, dass sie handwerklich zu den besten gehört. Was die Qualität angeht, etwas woran man sich auch bei anderen Spielhilfen und Veröffentlichungen orientieren sollte.

Inhaltlich bin ich mit der Spielhilfe aber nicht so zufrieden. Dabei war es sicher eine der schwierigsten Aufgaben der letzten Jahre, hier die alte Spielhilfe aufzugreifen und all die Wünsche, die es gibt, aufzugreifen.

Dazu einige Punkte, wobei das nicht abschließend ist und die allgemeine inhaltliche Unzufriedenheit ausdrücken soll. Auch bei mir herrscht, wie bisher bei kaum einer anderen Spielhilfe, das Gefühl vor, dass man hier die perfekte und allen anderen überlegene Region hat.

Da ist etwa, wenn auch gegenüber dem Botenartikel deutlich entschärft, die Rolle der Patriarchen. Ich finde das ist noch immer ein zu starker Bruch mit dem bisherigen Horasreich, zumindest dem Bild das ich hatte. Und starke, gar absolute Familienoberhäupter kann es überall geben. Ich sehe da auch nicht so den Nutzen, warum es im Horasreich nun so sein muss oder soll.

Mir gefällt auch nicht der starke Bruch mit dem alten Adelssystem. Der Krieg zeigt Folgen, was auch nur logisch ist, aber in dieser Weise ist er mir zu hart. Das dabei auf einmal das Patriziat schon immer stark war und nun wieder stärker in den Vordergrund tritt, finde ich einen zu harten Bruch mit dem Horasreich, wie es bisher beschrieben wurde. In diesem Zusammenhang finde ich auch das starke Betonen der Söldner, die schon immer wichtig gewesen sein, schwer mit meinem bisherigen Bild in Einklange zu bringen (das es dann auf einmal neue Ränge und Einheitsarten in der Armee gibt, ist in diesem Zusammenhang ein weiteres Details).

Schön bei der Königsmacherkampagne gewundert hatte ich mich auf einmal im Adel weit verbreitete Kenntnisse in klassischen Kämpfertugenden. Wenn es da in Spielhilfe heißt, dass viele der schweren Reiter sich nicht hinter den Rittern in Weiden und Garetien verstecken müssen, dann komme ich ins Staunen. Zumindest mein Bild des Horasreiches war da immer ein anderes.

Auch eine Setzung der Scheidung, die schon lange möglich sein soll, finde ich als klaren Bruch der bisherigen Traditionen in den 'Kernlanden' Aventuriens eher schlecht. In diesem Zusammenhang gehöre ich sicher zu den wenigen, die es auch schlecht finden, dass die Traviakirche beim Eheschluss und der Frage des Erben keine wichtige Rolle spielt.

Ich hatte mich auch eine stärke Anbindung der Ardariten an die Kirche gewünscht. Mit der Spielhilfe bestätigt sich leider mein Bild, dass sie weniger als Teil der Kirche, sondern mehr als reines Element der Region gesehen werden (etwas was ich mit Aldare und der Hesindekirche ganz ähnlich sehe). Dabei haben sie eine Dominanz, die den eigentlichen Schwertbund verdrängen. Etwas was so noch nicht einmal für Weiden und die mächtigen Rhodensteiner gilt.

Auch Schade finde ich die Entwicklung der Praioskirche. Ich für meinen Teil brauche die neue Strömung nicht und finde sie auch zu schnell, zu dominant.

Ich hätte mir auch weniger Güldenlandbezüge gewünscht. Ich bin da eher konservativ und möchte DSA spielen und nicht viel mit Myranor zu tun haben. Wenn ich entsprechende Kulte haben möchte, dann spiele ich Myranor. Daher empfinde ich z.B. auch den Geheimbund der Myrmidonen als überflüssig.

Zuletzt ist dann auch der Horas zu nennen, den ich als zu mächtig empfinde. Etwas weniger wäre hier m.E. mehr gewesen.

Alles in allem handwerklich eine gute Spielhilfe, von der ich mir aber andere Entwicklungen erhofft habe.

Algorton
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Re: G12 - Reich des Horas

Beitrag von Algorton » 12.08.2010 12:10

Meiner Meinung nach mit die beste Spielhilfe! 5 Punkte!

Anhand des folgenden Zitates sehe ich wieder einmal deutlich, wie sehr die Meinungen doch auseinanderdriften können...
Ich habe die Spielhilfe heute auch endlich durchgelesen und muss sagen, dass sie handwerklich zu den besten gehört. Was die Qualität angeht, etwas woran man sich auch bei anderen Spielhilfen und Veröffentlichungen orientieren sollte.

Inhaltlich bin ich mit der Spielhilfe aber nicht so zufrieden. Dabei war es sicher eine der schwierigsten Aufgaben der letzten Jahre, hier die alte Spielhilfe aufzugreifen und all die Wünsche, die es gibt, aufzugreifen.

Dazu einige Punkte, wobei das nicht abschließend ist und die allgemeine inhaltliche Unzufriedenheit ausdrücken soll. Auch bei mir herrscht, wie bisher bei kaum einer anderen Spielhilfe, das Gefühl vor, dass man hier die perfekte und allen anderen überlegene Region hat.

Da ist etwa, wenn auch gegenüber dem Botenartikel deutlich entschärft, die Rolle der Patriarchen. Ich finde das ist noch immer ein zu starker Bruch mit dem bisherigen Horasreich, zumindest dem Bild das ich hatte. Und starke, gar absolute Familienoberhäupter kann es überall geben. Ich sehe da auch nicht so den Nutzen, warum es im Horasreich nun so sein muss oder soll.

Mir gefällt auch nicht der starke Bruch mit dem alten Adelssystem. Der Krieg zeigt Folgen, was auch nur logisch ist, aber in dieser Weise ist er mir zu hart. Das dabei auf einmal das Patriziat schon immer stark war und nun wieder stärker in den Vordergrund tritt, finde ich einen zu harten Bruch mit dem Horasreich, wie es bisher beschrieben wurde. In diesem Zusammenhang finde ich auch das starke Betonen der Söldner, die schon immer wichtig gewesen sein, schwer mit meinem bisherigen Bild in Einklange zu bringen (das es dann auf einmal neue Ränge und Einheitsarten in der Armee gibt, ist in diesem Zusammenhang ein weiteres Details).

Schön bei der Königsmacherkampagne gewundert hatte ich mich auf einmal im Adel weit verbreitete Kenntnisse in klassischen Kämpfertugenden. Wenn es da in Spielhilfe heißt, dass viele der schweren Reiter sich nicht hinter den Rittern in Weiden und Garetien verstecken müssen, dann komme ich ins Staunen. Zumindest mein Bild des Horasreiches war da immer ein anderes.

Auch eine Setzung der Scheidung, die schon lange möglich sein soll, finde ich als klaren Bruch der bisherigen Traditionen in den 'Kernlanden' Aventuriens eher schlecht. In diesem Zusammenhang gehöre ich sicher zu den wenigen, die es auch schlecht finden, dass die Traviakirche beim Eheschluss und der Frage des Erben keine wichtige Rolle spielt.

Ich hatte mich auch eine stärke Anbindung der Ardariten an die Kirche gewünscht. Mit der Spielhilfe bestätigt sich leider mein Bild, dass sie weniger als Teil der Kirche, sondern mehr als reines Element der Region gesehen werden (etwas was ich mit Aldare und der Hesindekirche ganz ähnlich sehe). Dabei haben sie eine Dominanz, die den eigentlichen Schwertbund verdrängen. Etwas was so noch nicht einmal für Weiden und die mächtigen Rhodensteiner gilt.

Auch Schade finde ich die Entwicklung der Praioskirche. Ich für meinen Teil brauche die neue Strömung nicht und finde sie auch zu schnell, zu dominant.

Ich hätte mir auch weniger Güldenlandbezüge gewünscht. Ich bin da eher konservativ und möchte DSA spielen und nicht viel mit Myranor zu tun haben. Wenn ich entsprechende Kulte haben möchte, dann spiele ich Myranor. Daher empfinde ich z.B. auch den Geheimbund der Myrmidonen als überflüssig.

Zuletzt ist dann auch der Horas zu nennen, den ich als zu mächtig empfinde. Etwas weniger wäre hier m.E. mehr gewesen.
... Das die Spielhilfe handwerklich zu den besten gehört - volle Zustimmung.
Bei allen anderen Punkten bin ich genau anderer Meinung.
Zuletzt geändert von Algorton am 12.08.2010 12:22, insgesamt 3-mal geändert.

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Re: G12 - Reich des Horas

Beitrag von Gulmond » 12.08.2010 12:28

Ich denke, eine gute Spielhilfe mit einer markanten Schwäche.

Sie verzichtet fast vollkommen darauf, die Schwächen des Horasreichs zu konkretisieren. Es ist nicht so, das sie nicht dargestellt werden. Sie werden nur nicht auf den Punkt gebracht.

Zum Beispiel hat das neue Menschenbild des Horasreichs auch eine klare Kehrseite. Wer Individualität und persönlichen Genius hoch schätzt, erschafft eine Gesellschaft, in der erstaunliche Aufstiege möglich sind.
Er schafft aber auch eine Gesellschaft, in der Gier und Skrupellosigkeit herrschen. Der geniale Aufsteiger darf praktisch alle Mittel einsetzen um die Entfaltung seiner Individualität zu ermöglichen. Moral und Anstand sind nur Hürden, die zu überwinden sind.
Aber wo sind die horasischen Borgias?

Ein anderes Beispiel wäre der Palastkomplex von Horasia. Irdische Herrscher mussten sich für solche Prunkkomplexe auch mal tief verschulden

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Re: G12 - Reich des Horas

Beitrag von Gartosch » 12.08.2010 22:20

Eine sehr gute Spielhilfe, inhaltlich 5 Punkte.

Aber ich ziehe einen Punkt wegen der Kartentasche hinten ab. Die ist so überfüllt mit Karten, dass man das Buch, nachdem man es ausgepackt hat, nicht mehr richtig schließen kann, ohne die Karten zu knicken. Eine zweite Tasche vor wäre sehr gut gewesen.

Gruß Gartosch

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Re: G12 - Reich des Horas

Beitrag von Korgash » 13.08.2010 06:58

Das ist ja nun wirklich ein Luxusproblem oder?

Zementiert eigentlich nur meine 5 Punkte Wertung, zu der ich beizeiten noch mehr schreiben werde.
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Re: G12 - Reich des Horas

Beitrag von Varana » 13.08.2010 11:16

Eine zweite Tasche vor wäre sehr gut gewesen.
Wieviel hättest du zusätzlich bezahlt, ohne einen Punkt abzuziehen? :D

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Re: G12 - Reich des Horas

Beitrag von Feyamius » 13.08.2010 12:04

"Hilfe, es sind zu viele Karten dabei!"
Das ist nicht dein Ernst, oder? :censored:

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Radames
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Re: G12 - Reich des Horas

Beitrag von Radames » 13.08.2010 12:22

Gib eine beschichtete Karten am weitesten oben hin. Die knickt nicht und schützt die anderen.
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Re: G12 - Reich des Horas

Beitrag von Gartosch » 14.08.2010 10:17

Wie gesagt, der Inhalt ist Top, die Karten auch. Aber dadurch, dass die Tasche so überfüllt war, waren schon beim Öffnen zwei der Karten dermaßen verknickt, dass ich es umtauschen musste. Das zweite Exemplar war ohne Knicke, aber transportieren muss ich die Karten dennoch extra.

Natürlich lieber so, als wenn weniger oder gar keine Karten dabei wären, aber trotzdem ist es so nicht optimal.

@Varana: Nichts, da ich finde, dass so eine Kleinigtkeit hätte bedacht werden können.

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Re: G12 - Reich des Horas

Beitrag von Varana » 14.08.2010 10:38

Dann wird die Lehre draus sein, demnächst weniger Karten zu machen.
Für lau gibt's die Tasche schließlich nicht.
Zuletzt geändert von Varana am 14.08.2010 10:38, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: G12 - Reich des Horas

Beitrag von Whyme » 14.08.2010 12:25

Ich habe der RSH volle 5 Punkte gegeben. Meiner Meinung nach ist sie die beste bisher erschienene Regional-Spielhilfe.

Die RSH beschreibt das Horasreich mit all seinen Besonderheiten sehr anschauelich und detailgetreu ohne dabei langweilig zu werden. Vor allem die Komplexität der Gesellschaft ist sehr gut dargestellt. Die Beschreibungen der einzelen Städte ist sehr gut gelungen, insgesamt eine Runde Sache.

Und dann gibt es da noch ein paar Punkte, die ich gegenüber den anderen RSHs als deutliche Verbesserung empfinde:
- die NSCs stehen bei dern Städten, so entfällt das langwierige Blättern, wenn man mehr über einen NSC aus einer Stadt wissen will.
- dazu gibt es eine Übersicht über alle NSCS, sortier nach bestimmten Themen. In dieser sind - eine weitere Verbesserung - auch NSCs aufgelistet, die zwar zum Horasreich gehören aber in einem anderen Band beschrieben werden.
- Die Mysteria & Arcana sind nach Epochen unterteilt, bei denen auch gleichzeitig angegeben ist, wie hoch die Probenaufschläge z.B. auf Geschichtswissen sind um etwas aus dieser Periode zu wissen. Das ist für den Spielleiter echt hilfreich, vor allem für Abenteuer mit historischem Hintergrund
- Bei einigen Mysteria & Arcana der aktuellen Zeit finden sich Ausblicke auf die Zukunft. Das ist für mich die stärkste Neuerung, weil die RSH damit nicht nur einen Jetzt-Zustand zeigt sondern auch zukünftige Entwicklungen erahnen lässt und das ist gerade für Fans der Region ein echtes Leckerli.

Kommen wir damit zum einzigen Schwachpunkt: Das Horasreich war für mich immer ziemlich Low Fantasy. Wo andere Regionen ihre Exotik aus Dschinnen, Elfen oder Feenwelten zogen war es im Horasreich die Mantel & Degengesellschaft. Das hat sich nun geänder. Jetzt sitzen zwei der wohl mächtigsten magischen Wesen Deres im Horasreich. Allerdings finde ich die Andeutungen aus der RSH, in welche Richtung das ganze geht, sehr interesant, daher werte ich das nicht negativ sondern lasse mich überraschen.

LG
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Re: G12 - Reich des Horas

Beitrag von Heldi » 14.08.2010 14:55

Man muss bezgl. der "High Fantasy" durch den Horas aber auch bedenken, dass sie hier sehr abstrakt ist, da sie eigentlich nur den Spielern bekannt ist, in den nächsten Jahren nicht erkennbar genutzt werden wird und auch später eher ein erzählerisches Element sein wird als ein solches, welches außerhalb bestimmter Einzelereignisse eine Bedeutung für die Region hat. Erstmal ist der Ucurifunke nicht mehr als eine große Prophezeiung...

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Re: G12 - Reich des Horas

Beitrag von Whyme » 15.08.2010 08:53

Alles richtig, Heldi. Aber ich bewerte ja auch als Spieler die RSH. :wink: Und so negativ habe ich den Punkt ja nun auch nicht angesetzt.

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Re: G12 - Reich des Horas

Beitrag von Heldi » 15.08.2010 12:07

Ok, ich verstehe. Ich schrieb das nur, weil mich "High Fantasy" umso mehr stört, je präsenter sie im täglichen Leben meiner Charaktere ist. Gerade deshalb war das fliegende Raumschiff für mich der totale Overkill, während ich mit dem Horas besser leben kann.

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Re: G12 - Reich des Horas

Beitrag von Arlisin » 06.09.2010 01:06

Rundum gelungen. Nah an der Perfektion wenn ich ehrlich bin. Würde mir generell mehr Hinweise zur zukünftigen Bedeutung mancher Meisterpersonen wünschen (sprich: dürfen sie sterben oder werden sie im offiziellen Aventurien noch eine Rolle spielen) so wie es bei den Namenlosenanhängern gemacht wurde.
Ansonsten nichts auszusetzen auch wenn ich die neue Aufteilung gewöhnungsbedürftig (letztlich aber gleichwertig zur vorherigen)fand.
5 von 5 für eine erneut sehr gute Spielhilfe.

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Re: G12 - Reich des Horas

Beitrag von Dajin ibn sharif al'Alan » 06.09.2010 09:49

Hiho

Soweit die ganze Sache mal überflogen.
Das Buch scheint mir sehr gut gelungen, auch wenn ich kein RdH Spieler bin :wink: , tut das ja kein Abbruch.
Ein paar wenige Texte sind ein wenig langweilig, aber das allein würde kein Abzug rechtfertigen,
Ich ziehe aber einen Punkt ab für die, für mich, Unsäglichkeit, Generierungsaspekte in eine Regionalspielhilfe zu packen (die Prviligien die man sich für GP kaufen kann)
So etwas hat da drin nichts zu suchen.
Mal abgesehen davon das ich es als merkwürdig empfinde weitere Heldengenerierungsvorteile zu erschaffen die nur Regionsbezogen sind.
Deswegen nur Vier Punkte

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Re: G12 - Reich des Horas

Beitrag von Kerstion Lewe » 13.09.2010 19:57

Gibt es irgendwo eine Karte mit den Baroniengrenzen (à la HdR oder SdR)? Oder fehlt die in meinem Band?

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Re: G12 - Reich des Horas

Beitrag von Feyamius » 13.09.2010 20:14

Die gibt's nicht mehr, weil frei bespiel- und änderbar bei "Grenzstreitigkeiten".

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Re: G12 - Reich des Horas

Beitrag von Kerstion Lewe » 13.09.2010 20:49

Nicht mal Dominien etc., Regionsnamen? Finde ich schwach.

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Re: G12 - Reich des Horas

Beitrag von Feyamius » 13.09.2010 21:30

Doch, das schon, glaube ich. Vielleicht nicht auf der Karte, sondern im Buch.

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Re: G12 - Reich des Horas

Beitrag von Kerstion Lewe » 13.09.2010 21:53

Auf S. 9 gibt es etwas, das aber das Horasreich nur äußerst grob in 7 Regionen mit zugehörigen Städten (ohne Ortsnamen) gliedert. Also diese Karte ist wirklich nicht die große Offenbarung.
Wenn ich zuvor extra noch eine politische Karte zum Quellenbuch organisieren, downloaden oder selbst erstellen muss, fehlt eindeutig etwas.

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Re: G12 - Reich des Horas

Beitrag von Whyme » 13.09.2010 22:05

Und wenn diese Karte nach nem Jahr wieder veraltet ist, fühlen sich die Spieler verarscht weil die RSH schon wieder veraltet ist.

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Re: G12 - Reich des Horas

Beitrag von Kerstion Lewe » 13.09.2010 22:55

Kann sein, aber mir ist eine Karte mit der Aufschrift "Politische Verhältnisse 1032 BF" lieber als ein schwammiges Etwas. In der Regionalbeschreibung selbst wird ständig Bezug auf die Regionen genommen, aber man muss suchen, bis man den genauen Standort hat, und dann auch nur so ungefähr...
Ich orientiere mich heute noch an der politischen Weltkarte aus dem Jahre 30 Hal von Anno Tuk, auch wenn die Verhältnisse sich stark geändert haben, besonders in den schwarzen Landen. Da sind Reiche vergangen und Grenzen haben sich verschoben. Trotzdem ist es als erste Übersicht gut, man weiß ja, dass danach noch etwas kam.
Meines Erachtens eine der besseren Ideen aus HdR und SdR, das auf Baroniengröße herunterzubrechen.

Gulmond
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Re: G12 - Reich des Horas

Beitrag von Gulmond » 13.09.2010 23:09

Wozu brauchst du die Angaben? Man erkennt dadurch doch nur, wie schlecht die SImulation ist.

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