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Krieger, Krämer und Kultisten

Hier können Grundregelwerke, Regional- und Ergänzungsspielhilfen bewertet werden.

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Olvir Albruch
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Krieger, Krämer und Kultisten

Beitrag von Olvir Albruch » 08.03.2012 13:11

Dieser Thread ist zur Diskussion der Inhalte der im März 2012 erschienenen Spielhilfe Krieger, Krämer und Kultisten.

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Krieger, Krämer und Kultisten
Vielleicht hast du Erfahrungen mit mit der Spielhilfe gemacht, die du mit anderen Usern teilen möchtest, hast Tipps, Fragen oder Meinungen zum Band. Dieser Thread ist zur Sammlung dieser Informationen und Themen gedacht.

Darüber hinaus kann man in diesem Thread die Spielhilfe auch bewerten, um so eine grobe Orientierungshilfe für andere Nutzer zu bieten.

Bitte nur dann abstimmen, wenn du die Spielhilfe kennst!

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Glonf
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Re: Krieger, Krämer und Kultisten

Beitrag von Glonf » 09.03.2012 08:55

Bin am überlegen ob ich mir diese Spielhilfe zulegen soll. Ich warte einfach mal ein paar Bewertung ab!
MfG Glonf

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kilana
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Re: Krieger, Krämer und Kultisten

Beitrag von kilana » 09.03.2012 10:55

Ich habe den Band ebenfalls nicht, nur die Leseprobe, und stimme daher auch nicht ab. Ich Behaupte aber, dass das Buch vor allem für Einsteiger SLs seine Nützlichkeit hat und die haben in den meisten Fällen sowieso eine ellenlange Einkaufsliste, um nach und nach die wichtigsten Bände zu erwerben. Da stehen dann WdS oder die ZooBot einfach weiter oben.

Auch die Beschränkung auf das Mittelreich finde ich schade. Ich glaube, ein allgmeines Buch über ganz Aventuerien mit Hinweisen auf Besonderheiten bei den einzelnen Kulturen / Völkern bei den überall vertretenen Berufen und einigen Spezialfällen für die unterschiedlichen Regionen, wie z.B. die Amazonen, hätte mir besser gefallen. Wird mir jetzt im Buch NSCs der Tulamidenlande erzählt, dass die Bäuerin nicht zu Peraine, sondern zu Paranja betet und statt Kohl Hirse anbaut, oder bleiben die aventurienweit vertretenen Berufsklassen wie Stadtwächter und Schneider im Mittelreichband und alles andere sind nur Ergänzungen? (Was ja dann für eine Nicht MR-Region beinahe schon wieder den Besitz von zwei Bänden erfordern würde, wenn man generische NSCs abseits des Ferkinakriegers, des Achaz-Schmanen und der Sharisad haben möchte.)

Eisenbeiß
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Re: Krieger, Krämer und Kultisten

Beitrag von Eisenbeiß » 09.03.2012 12:50

Ohne es gelesen zu haben, beschleicht mich die Vermutung, dass es sich hierbei um Handelsherr und Kiepenkerl reloaded handelt, zumindest was den Sinn und Nutzen angeht. Ich lasse mich aber gern eines Besseren belehren. ;-)

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Danilo von Sarauklis
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Re: Krieger, Krämer und Kultisten

Beitrag von Danilo von Sarauklis » 09.03.2012 13:25

Eisenbeiß hat geschrieben:Ohne es gelesen zu haben, beschleicht mich die Vermutung, dass es sich hierbei um Handelsherr und Kiepenkerl reloaded handelt, zumindest was den Sinn und Nutzen angeht.
H&K hatte einen Sinn, nur keinen Nutzen.

CAA
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Re: Krieger, Krämer und Kultisten

Beitrag von CAA » 09.03.2012 13:39

Ich habe das Buch "nur" als PDF und kann dementsprechend nichts zu dem Einband sagen, welcher wenn ich mich recht entsinne neu gemacht werden musste...

Was man sich aus diesem Buch erhofft, ist denke ich recht Unterschiedlich. Inspirationshilfe für nen neuen Helden, für nen NSC, wegen den Bildern oder was weiss ich.... Letztendlich sollte man hierdrin finden was man sucht, wenn man weiss das man ein Buch in den Händen hält, wo nur Charaktere drin sind.

Die werte der Charaktere habe ich jetzt nicht näher betrachtet, weil diese, wenn der Charakte zum Einsatz kommt, eh von zuvielen Faktoren abhängt (wie erfahren soll er wirken? Wie mächtig ist die Helden-Gruppe? brauch ich überhaupt Werte oder wird der eh nie was "aktives" machen?)

Wenn man das Buch zum ersten mal aufmacht, sollte man vll sitzen. Den das aller erste Charakterbild (Adeptin) (oder genauer: das Gesicht) ist mMn. sehr schlecht gemacht. Später sind noch 2-3 andere Bilder die von der Qualität her deutlich unter dem Rest liegen. Aber ein stark überwiegender Teil der Bilder gefällt mir.

Der Namenlos-Geweihte hätte vll etwas weniger "Voldemort" sein können, aber nungut, irgendwas ist ja immer :ijw:


zum technischen...
die PDF ist 24mb groß, was voll i.o. ist für ein Dokument das immerhin 210 Seiten und quasi auf jeder 2ten Seite ein Bild hat.
Es lässt sich in dem Dokument via Strg+F suchen, was auch ziemlich zügig geht (wer die technischen Dokumente von SiWi kennt...)
Die Wassermarke ist unauffällig unten links auf den Seiten und fällt nicht weiter ins Auge, wenn man nicht explizit darauf achtet.
Leider ist das Inhaltsverzeichnis nicht verlinkt.



Wegen dem Inhaltsverzeichnis und der geschätzten Handvoll "minderer" Bilder gebe ich dem Dokument insgesamt ein "gut".
Zuletzt geändert von CAA am 09.03.2012 13:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Gambana
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Re: Krieger, Krämer und Kultisten

Beitrag von Gambana » 09.03.2012 13:49

Ich hatte keinen großen Erwartungen an den Band.

Einige der Bilder sind nicht so gut wie erhofft, ein großer Teil jedoch sehr fein. :)

Das Drumgerum ist ebenfalls ganz nett. Der Band ist nicht notwendig, aber eine nette Inspirationsquelle. Die Kurzgeschichten sind teilweise recht gut gelungen, andere Geschmackssache.

Ich würde mich vor allem darüber freuen, wenn es auch einen Band geben würde, wo die Regionen abseits des Mittelreiches dargestellt würden. Da habe ich nämlich mehr Schwierigkeiten als beim typischen Mittelreich.

Rechtschreibfehler sind mir nur wenige aufgefallen, in dieser Hinsicht eines der besseren DSA-Bücher.

Ich schwanke zwischen 4 und 5 Punkten.

Edit: Ich schließe mich CAA Urteil an.
Zuletzt geändert von Gambana am 09.03.2012 13:50, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Krieger, Krämer und Kultisten

Beitrag von Olvir Albruch » 09.03.2012 14:23

CAA hat geschrieben:Leider ist das Inhaltsverzeichnis nicht verlinkt.
Ist notiert und weitergegeben.
Da die ganze PDF-Geschichte noch relatives Neuland ist, sind solche Posts hilfreich. Und dann trudeln vielleicht auch nach und nach neue Features ein... ;)

MfG,
Olvir Albruch
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Elerion
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Re: Krieger, Krämer und Kultisten

Beitrag von Elerion » 09.03.2012 19:33

Ich hab das Ding gerade aus der Packstation geholt und der Ersteindruck... Wow!!!!

Große Klasse, durchweg koloriert und die Bilder finde ich alle gelungen mit ganz wenigen Ausnahmen... Also Endlich mal ein Regelwerk bei dem ich auch weis warum ich dafür soviel bezahlt habe :)

Die nächsten Tage werde ich es mir mal näher anschauen und mich mehr mit beschäftigen... Aber erstmal!! Suuuper...

Im Moment 5 Sterne... mal abwarten. Abstimmen tue ich später... ;)

mfg
Elerion
Zuletzt geändert von Elerion am 09.03.2012 19:35, insgesamt 1-mal geändert.

Marius Seebach
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Re: Krieger, Krämer und Kultisten

Beitrag von Marius Seebach » 09.03.2012 22:58

Aufmachung hui, Inhalt pfui würde ich sagen.

Meine persönlichen Erwartungen an die Beschreibung eines generischen NCS zur Wiederverwendung:
  • Beschreibung der Aufgaben des NSC-Typs (Räuber, Wirt, Krämer, etc.)
  • Pro NSC-Typ jeweils zwei bis drei Varianten (freundlicher Wirt, schmieriger Wirt, etc.)
  • Jeweils kurze Beschreibung des Charakters (Hintergrund, Aussehen und Verhalten)
  • Jeweils Tipps zur Darstellung durch den Spielleiter
  • Weitere Tipps für weitere Varianten, typische Charaktereigenschaften
  • Wertekästen (möglichst Variabel)
Der Band beschreibt jedoch immer nur genau einen Vertreter jeden NSC-Typs. Also genau einen Wirt, einen Praios-Geweihten, etc. Und das macht er höchst unglücklich jeweils durch eine Kurzgeschichte. Für den Einsatz am Spieltisch ist der Band damit komplett ungeeignet, da ich mir nicht die Zeit nehmen kann mir die Charaktereigenschaften des beschriebenen NSC aus der Kurzgeschichte zu destillieren. Das ist in jedem Abenteuerband besser gelöst. Im Grunde genommen ist der Band zu 80% eine Kurzgeschichtensammlung. Das mag beim ersten Lesen ganz nett sein, ist beim Einsatz aber zu 100% unpraktikabel.

Das erinnert mich an die absurde Einleitung des Abenteurs Stromaufwärts:
Erfahrene DSA-Spielleiter erwarten vermutlich, an dieser Stelle eine kurze Zusammenfassung des Abenteuers zu finden, doch diesmal haben wir auf den gewohnten knappen Abriß verzichtet. [...] Als Spielleiter sollten Sie sich schon die Mühe machen, das Abenteuer vor Spielbeginn wie eine Kurzgeschichte zu lesen.
Die Werte der NSC sind optisch wenig ansprechend aufbereitet und von geringer Übersichtlichkeit. Außerdem lassen sie Flexibilität vermissen. Zwar gibt es jeweils Werteerweiterungen für erfahrene Exemplare und Veteranen, aber Varianten der Werte gibt es nicht. Insbesondere bei möglichen Gegnern hätte ich mir verschiedene Varianten gewünscht. Der Räuber kämpft z.B. mit einer Holzfälleraxt/Streitaxt. Gibt es auch mal Räuber die einen Knüppel tragen? Oder einen Bogen?

Bei einigen NSC steht ein Kasten "Kampfverhalten". Z.B. beim Ritter oder Schwarzmagier. Grundsätzlich halte ich das für eine tolle Idee, die aber nicht konsequent umgesetzt wurde. Der Kasten fehlt bei vielen anderen NSC wie Magier, Schwertgeselle, etc.

Jeder NSC wird um recht ausführliche Abenteuervorschläge ergänzt. Inwzischen wird ja kein Blumentopf in Abenturien mehr ohne Abenteuervorschläge beschrieben. Die Vorschläge sind ganz nett, ich hätte aber gut und gerne auf sie verzichtet, wenn die Beschreibungen der NSC dafür ausführlicher und variantenreicher gewesen wären.

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Kalamaios
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Re: Krieger, Krämer und Kultisten

Beitrag von Kalamaios » 12.03.2012 15:47

Optisch der beste Farbband, den es bei DSA gibt. Inhaltlich Geschmackssache. Einige der Kurzgeschichten sind ganz nett, andere hingegen recht belanglos. Das Lektorat hat dieses Mal recht gut funktioniert, mir sind kaum störenden Fehler aufgefallen.

Alles in allem ein schöner Band, den man aber nicht braucht.

Elerion
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Re: Krieger, Krämer und Kultisten

Beitrag von Elerion » 13.03.2012 20:06

Kalamaios hat geschrieben: Alles in allem ein schöner Band, den man aber nicht braucht.
Unterschreib ich vollkommen.

Ich denke er hilft durchaus weiter, gibt Anregungen und Hilfestellungen. Ich denke mir war es das Geld wert. Auch wenn mir ein Zeichner nicht so gefällt.. weis nicht wer das mit den schmalen Figuren und langen Gesichern ist... aber das ist nicht so mein Fall. Egal... viele andere Bilder sind super.

Wenn ich einen Räuber mit einer anderen Waffe will bekommt er halt eine andere Waffe ;)

Ahja... ich hab 4 Sterne vergeben.

mfg
Zuletzt geändert von Elerion am 13.03.2012 20:08, insgesamt 1-mal geändert.

Gulmond
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Re: Krieger, Krämer und Kultisten

Beitrag von Gulmond » 14.03.2012 09:31

Das ist keine Spielhilfe. Statt verschiedener Variationen eines Themas (Praiosgeweihter, Krieger...) zu liefern, wird Platz mit belanglosen Kurzgeschichten verschwendet.

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Dietrad
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Re: Krieger, Krämer und Kultisten

Beitrag von Dietrad » 14.03.2012 12:32

Man muss zugeben, Bilder und Texte sind schön! Die Aufmachung zieht den Leser in den Bann, man hat große Lust beim Durchblättern (Gruß an Zwart und Zwartina :wink: ), die Bilder haben Charme und verbreiten Freude, ich mag es sehr. Das Buch ist ein tolles Lesebuch, mit vielen kurzen Geschichten und schönen Bildern. Das ist der Wert dieses Buches, der auch nicht unterschätzt werden sollte.

Was das brauchen angeht: Brauchen tut man wirklich nur das Basisbuch, und ab gehts. Was man "braucht" hängt ab, von dem was man will - vom Zweck. Wer Tränke und artefakte stark einsetzen möchte, der braucht (vielleicht) WdA, einem der keine artefakte haben will, der braucht WdA eben überhaupt nicht. Wer eine reichhaltige Personenlandschaft will, wer Anregungen für Menschen und andere in Aventurien will, wer eher nach dem erlebnis von Fremden strebt, als Orcs zu knüppeln, für den ist KKK zumindest empfehlenswert.

Bedauerlich wird es erst wenn man überlegt, dass dieses Buch noch mehr hätte sein können. Es enthält nämlich 60 NSC, leider ziemlich konkrete, also eigentlich 60 Personen, die einmal benutzt unbrauchbar werden. Motive, Ressourcen u.ä. können aus den kurzen Geschichten heraus entschlüsselt werden, aber leider immer nur für die eine grade beschriebene Person

Der kleine Wertekasten, der ist dann wieder benutzbar, hat dann aber wieder wenig mit Bild und text zu tun und bietet keine Werte, die diese Person schnell zum universell einsetzbaren NSC machen, schon allein wegen der Formatstruktur bzw. hätt man sich die vorhanden auch relativ schnell selber aus dem Ärmel schütteln können. Zumal dann so oder so die anderen Bücher konsultiert werden müssen, denn wer hat denn wirklich ALLE SFs, Liturgien etc. drauf.?

Da hat jemand 60 Charaktere generiert, das ist schon eine brauchbare Sache, da kann man drauf zugreifen, wenn man schnell einen typischen Praiot braucht. Nur sind die Figuren in dem Buch dann auch wirklich typisch? Braucht man diese Werte? Ist nicht eher so, wenn man einen NSC einsetzen will und für den Werte braucht, man diese auswählt, für Spiel und Gruppe anpasst, wenn der Charakter eine tragende Rolle bekommen soll? Ist die präsentierte Rolle dann auch in meinen Abenteuer überhaupt sinnvoll? Für den zweifelhaften Nachschlagecharakter finde ich den Preis zu hoch. Auch schmälert es den eigentlichen wert des Buches wieder: Benutzt man das Bild aus dem Buch, ist es weg! Einmal eingesetzt, kommt ja genau diese Person nie wieder vor.

Positiv mag klingen, dass das Aventurienbild erweitert werden mag. Ich finde ja auch, dass Bilder und Texte hübsch anzusehen sind. Neue Perspektiven und Anregungen bietet der Band wirklich, grade bei der Praiotin habe ich das Gefühl, der Autor wollte Klischees aufbrechen und einen neuen Typ präsentieren. Für Spieler die ihre Freude am Rollenspiel grade aus Charakterspoiel, Erlebnisspiel beziehen, ein Aventurien zum eintauchen wollen, für die ist das Buch eine tolle Erfahrung! Nachteil wiederum: Es ist ein anderer Typ Praiospriester, aber eben nur einer. Eine Reihe von Kurzcharakteristiken hätten das gleiche Ziel erreicht und sogar mehr. Da es auch nur eine Geschichte ist, stellt sich das Problem ein, dass in Zukunft hier die vorlage für ein neues Klischee gelegt wird. Welche Klischees sollen eigentlich aufgebrochen werden? Diejenigen, die einst gesetzt wurden - man könnte auch sagen: DSA beschäftigt sich mit sich selbst.

Andererseits finde ich es etwas befremdlich, dass erst diese Bildersammlung kommen musste um einigen Spielern ihre Spielwelt zu bereichern. Nach einer ganzen Batterie von Texten, Spielhilfen, leidlich bemühten irdischen Anleihen, können erst diese Bilder das Kopfkino entscheidend erweitern? Ich bleibe bei der Praiotin, weil diese in der Leseprobe zu sehen war, un im "Durchgeblättert"-Video besprochen wurde: Vom Ornat gab es schon Bilder, auch wenn diese Sonnenkappe wirklich toll ist, auch Frauen, auch jungen Frauen steht die Laufbahn des Priesters offen. Kirche und Lehre sind weit bekannt, so sind HÄrte zu sich selbst, Demut und Buße hohe Tugenden im Praioskult, und trotzdem schafft dieses Bild einer jungen hübschen Blondine eine Überraschung? Wenn das die Leistung dieses Buches ist, viele Rollenspielrunden da draußen aus ihrem eindimensionalen Aventurienbild zu befreien, dann nur mehr davon!

Edit: Ach ja: Je nach verwendungszweck, ob Immerions oder Simulationsgerichtet, schwankt der Band zwischen top und weniger top. Daher geben ich 3 sterne.
Zuletzt geändert von Dietrad am 14.03.2012 12:45, insgesamt 3-mal geändert.

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Re: Krieger, Krämer und Kultisten

Beitrag von Thorias7 » 22.03.2012 17:01

Ich finde die Idee, Texte und Aufmachung des Buches Top. Auch wenn mir nicht alle Bilder gefallen (bäuerin -.-) sind die meisten wunder,wunderschön.

Mir ist Grade aufgefallen... wer kommt auf die Idee VETERANEN-BARONIN KL 11 zu verpassen?
Ansonsten super, 5 punkte mit leichten minus

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Kami-Izumi
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Re: Krieger, Krämer und Kultisten

Beitrag von Kami-Izumi » 23.03.2012 10:21

Pro:
-Fluff-Texte bieten Inspiration der verschiedenen Archetypen
-Werte auf den ersten Blick ganz okay, mit den verschiedenen Erfahrungsstufen ganz brauchbar
-Umfang: von der Bäuerin über Stadtwache bishin zum Namenlosen Diener alles dabei was man für den Abenteueralltag so brauchen kann als Meister
-kurze Beschreibung des Kampfverhaltens
-Szenariovorschläge


Contra:
-Bilder: ständig wechselnde Techniken (mal digital ausgeleuchtet, mal normal gezeichnet) Stile (mal realistisch, mal comichaft) und Qualität (von ok bis *OMFG.WÜRG*)
-Preis für das Gebotene, vor allem die Zeichnungen, einfach übertrieben meiner Meinung nach
-Übersichtlichkeit mancher Werte nicht optimal
-Nicht jeder Char hat alle Angaben (Kampfverhalten zB)

Soviel erstmal zur Objektiven Auflistung der Dinge die mir nach erstem Durchblättern so einfallen.

Aber was mich stört ist einfach das Bauchgefühl, Geld verschwendet zu haben. Ich habe mich geärgert das Buch gekauft zu haben. Vor allem weil da wirklich keine Zeichnung bei ist, die ich rausholen würde um zu sagen: hier schau mal, stark oder? Direkt die erste Zeichnung hat mir schon die Kinnlade runtergehen lassen, aber nicht vor Freude, sondern vor Entsetzen. Da sind Kettenhemden eher Ringelpanzer (also quasi nebeneinander gesetzte Ringe auf einem braunen Hintergrund anstatt ineinander verwobene die sich selbst tragen), die billig anmutende digitale Ausleuchtung (oder wie auch immer man das nennt wenn man da quasi Lichtquellen auf die Zeichnung wirft) und oft schlicht die Qualität der Zeichnungen. Hinzu kommt, dass ich ehrlich gesagt inhaltlich was anderes erwartet hatte. Gut, das ist mein Fehler. Auch die Zeichnungen mögen anderen Gefallen, mir leider überhaupt gar nicht, zumal ich in Zeiten von deviant&elfwood keine 3 Minuten brauche um mal eben ein wirklich geniales Bild irgend eines erdachten NSC's zu suchen und mal eben im Browser zu zeigen. Anhand meiner Reflektion oben bei Pro/Con mag jeder entscheiden was er selber vom Band hält, ich habe ihm 1 Punkt gegeben, weil er mich weder begeistert noch ein Must-Have ist und sonst keinerlei Informationsgehalt bietet. Der Punkt geht nur an die Qualität des Drucks&Buchs im allgemeinen und an die Arbeitserleichterung die es einem als Meister bieten kann, wenn man wirklich detaillierte Werte für einen Schankwirt braucht oder sich selbst nicht die "Mühe" machen will einen solchen SC mit Tools zusammenzuklicken in 2 Minuten...

Für den eiligen Leser: erstmal 1 Punkt, ggf muss ich den Band auch erstmal sacken lassen und er wird mit der Zeit besser...

@edit:
Ich schrieb oben mal, dass da "wirklich keine Zeichnung bei ist, die ich rausholen würde" um sie zu zeigen. Das stimmt so definitiv nicht. Nach dem ich den Band Sacken gelassen habe und erneut durchblätterte, fand ich einige(!) sehr geile Zeichnungen, die ich jederzeit rausholen würde. zB. erwähnte Hure und andere. Wirlich klasse. Es bleibt gerade bei bei einigen Zeichnungen auf die ich mich gefreut habe ein bitterer Beigeschmack, weil die wirklich gar nicht gehen. Wollte die Aussage nur korrigieren. Der Rest bleibt eigentlich bestehen, bis auf das ich aufgrund einiger tollen Zeichnungen die Wertung auf zwei Punkte anhebe.
Zuletzt geändert von Kami-Izumi am 02.04.2012 09:46, insgesamt 3-mal geändert.

Senebles
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Re: Krieger, Krämer und Kultisten

Beitrag von Senebles » 23.03.2012 15:31

Thorias7 hat geschrieben:Mir ist Grade aufgefallen... wer kommt auf die Idee VETERANEN-BARONIN KL 11 zu verpassen?
Weil man Baron aufgrund Abstammung und nicht Qualifikation aufgrund wird.
Zuletzt geändert von Senebles am 23.03.2012 15:32, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Krieger, Krämer und Kultisten

Beitrag von Radames » 23.03.2012 16:51

Abstammung ist in der Adelsgesellschaft eine Qualifikation für sich ;) Und man kann als in Wissensdingen nicht allzu heller Adliger schon weit kommen, wenn man einen guten Hofmarschall oder Kämmerer hat.
Ra'andrat Akhbar!

Beitrag kann Spuren von Meisterinformationen: enthalten.
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Re: Krieger, Krämer und Kultisten

Beitrag von Olvir Albruch » 24.03.2012 16:20

Könnt ihr dieses total strange Thema, das nichts mit K3 zu tun hat, vielleicht irgendwo anders weiter diskutieren? :P

MfG,
Olvir Albruch
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Feyamius
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Re: Krieger, Krämer und Kultisten

Beitrag von Feyamius » 24.03.2012 16:20

Robak hat geschrieben:Ingame werden Aventurier aber nicht generiert sondern geboren und durch ihr Leben geprägt.
Ist ein NSC Ingame Erbe eines Adelshauses mit entsprechendem Besitz, so ist es recht wahrscheinlich, dass er eine exzellente Ausbildung erhält und sein Potential voll entfalten kann.
Hingegen hat ein NSC aus einem Elendsviertel gute Chancen niedrigen SO, dauerhafte körperliche Einschränkungen und schlechte Ausbildung zu verbinden.

Die Generierung von blinden NSC-Bettlern mit dem DSA Generierungssystem führt nur dazu diese völlig unplausibel mit Vorteilen zu stopfen wie eine französische Stopfgans.
Gleichzeitig führt die Generierung von hochadeligen NSC-Rittern mit dem DSA Generierungssystem dazu diese total verkrüppelt sind.
Beides ist für NSCs nicht sonderlich sinnvoll.
...und für SCs ebenfalls fragwürdig. ;)

Ansonsten Zustimmung.
Olvir Albruch hat geschrieben:Könnt ihr dieses total strange Thema, das nichts mit K3 zu tun hat, vielleicht irgendwo anders weiter diskutieren?
Es geht doch um KKK, und zwar in der Hinsicht, ob es sinnvoll ist/war, die enthaltenen NSCs mit den originalen Generierungsregeln zu erstellen.
Zuletzt geändert von Feyamius am 24.03.2012 16:22, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Krieger, Krämer und Kultisten

Beitrag von Olvir Albruch » 24.03.2012 17:32

Feyamius hat geschrieben:
Olvir Albruch hat geschrieben:Könnt ihr dieses total strange Thema, das nichts mit K3 zu tun hat, vielleicht irgendwo anders weiter diskutieren?
Es geht doch um KKK, und zwar in der Hinsicht, ob es sinnvoll ist/war, die enthaltenen NSCs mit den originalen Generierungsregeln zu erstellen.
Sind sie das denn überhaupt? Ich bin mir da nicht so sicher...
Denn wenn nicht, IST dieses Thema hier fehl am Platz.

Abgesehen davon gibt es zig Threads hier im Forum, die sich bereits mit der Frage "NSCs generieren oder nur hinschreiben" auseinandergesetzt haben, sodass ich nicht weiß, ob dieser Bewertungs-Thread damit auch noch vollgemüllt werden muss.

MfG,
Olvir Albruch
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Ehny
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Re: Krieger, Krämer und Kultisten

Beitrag von Ehny » 24.03.2012 22:02

Ein Band, dem ich keine neutrale Note geben kann, da ich durchaus sein Anliegen sehe und sehe, dass das erfüllt wurde. Daraus schließend müsste ich eine sehr gute Note geben. Auf der anderen Seite stehe ich da, blättere das Ding in meinem Lieblingsrollenspielladen durch und denke mir: wozu? Sinnloser geht es nun wirklich nicht. Damit wäre ich bei der schlechtesten Note, was dem Band aber auch Unrecht tun würde.

Was der Band in keinem Fall ist, ist universell einsetzbar. Ich kann einen NSC mit der jeweiligen Kurzgeschichte als Hintergrund einmal verwenden und das war es dann. Brauche ich so etwas, wenn ich ein großes Sammelsurium an NSC bereits habe? Finde ich da nicht eine Kriegerin, einen Bettler usw.? Eigentlich ja und damit erfüllt der Band zumindest nicht wirklich das, was er mal angekündigt hatte: generische Figuren für das Mittelreich. Das sind keine generischen Figuren, sondern sehr konkrete Meisterpersonen (eben durch ihren Hintergrund in Form der Kurzgeschichte), nur halt beliebig positionierbar. Ich sehe auch nicht, dass sich das Buch an DSA-Einsteiger richten soll, die da Inspirationen für Charaktere oder ein freies Spiel ziehen sollen. Dazu ist eine "Luxus-Edition" durchaus schon einmal der falsche Name. Damit bleibt bei mir die Frage, wem das nützen soll, außer dem Sammeltrieb.

Was die Bilder angeht: nicht mein Geschmack und das führe ich nicht als Kriterium an, weil es halt Geschmackssache ist. Ich mag weder Farbe in Büchern, noch diesen Stil, weshalb für mich persönlich damit auch der optische Reiz nicht da ist. Sehr wohl sehe ich aber, dass die Zeichnungen großenteils gut bis sehr gut sind und nichts einfach so hingeschludert ist (oder zumindest so aussieht ;-)). Das ist ein Pluspunkt.

Für mich persönlich ist das Buch also so nützlich, wie ein Würfel ohne Augen. Schön, dass sich einer die Mühe gemacht hat ihn zu formen, aber einen Bedarf habe ich daran nicht. Trotzdem ist es insgesamt gut gemacht...und damit ist es für mich bis auf weiteres unmöglich da eine gerechtfertigte Note zu vergeben.

@NSC-Gebastel: In meiner Runde haben wir uns irgendwann für NSC darüber geeinigt, dass 0/0/0 Kombis einen sehr viel kleineren GP-Pool bekommen. Der Gedanke dahinter war, dass jemand, der einfach mal am unteren Ende der Nahrungskette vor sich hinvegetiert einfach nicht tausend Vorteile haben kann, weil der ja sonst wohl nicht mehr dort wäre (außer er hat Pechmagnet). Da laut WdH NSC eh eher einen kleinen Pool haben sollen, widerspricht das noch nicht einmal den Regeln. Was die emotionalen Krüppelritterbarone angeht: also, wenn ich mich unter den NSC Aventuriens so umsehe? Das sind schon alles emotionale Krüppelritterbarone und viele von denen sind noch vor DSA4 so gekrüppelt worden. Gleiches gilt für Magier ;-).

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Robak
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Re: Krieger, Krämer und Kultisten

Beitrag von Robak » 25.03.2012 16:18

Nachricht der Moderation

Ich habe schweren Herzens die Diskussion über NSC-Werte hierhin ausgegliedert, da das von mehreren Personen gewünscht wurde.
Ich halbe es aber für problematisch aus einem Bewertungsthread zu einer NSC-Spielhilfe die Kritik an als unpassend empfundenen NSC-Werte zu entfernen und so den Eindruck zu erwecken die Meinungen zum Band wären positiver als sie nun durch die Auslagerung erscheinen.
Ich persönlich halte die Generierung der NSCs dieses Produktes mit den SC Generierungsregeln für einen schweren Fehler dieser Publikation.

Gruß Robak
Zuletzt geändert von Robak am 26.03.2012 12:45, insgesamt 2-mal geändert.

Twister23
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Re: Krieger, Krämer und Kultisten

Beitrag von Twister23 » 25.03.2012 22:37

Wobei es halt wieder die Spielergruppe gibt, denen die Verwendung dieser Regeln auch bei NSCs wichtig ist.

So oder so, eine Gruppe wird meckern :)

Gorbalad
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Re: Krieger, Krämer und Kultisten

Beitrag von Gorbalad » 26.03.2012 09:22

Robak hat geschrieben:Die Generierung von blinden NSC-Bettlern mit dem DSA Generierungssystem führt nur dazu diese völlig unplausibel mit Vorteilen zu stopfen wie eine französische Stopfgans.
Nicht notwendigerweise:
WdH S. 13 hat geschrieben:Übrige Generierungspunkte verfallen, und umgekehrt ist es natürlich nicht möglich, mehr GP auszugeben, als auf dem Konto sind.
(Hervorhebung durch mich)
Man kann also ganz locker mit R/K/P für 0/0/0, dem Eigenschafts-Minimum laut Profession, Nachteilen für 50 GP und keinem einzigen Vorteil generieren.

Auch die Helden-Software erlaubt dieses Vorgehen.

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Robak
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Re: Krieger, Krämer und Kultisten

Beitrag von Robak » 26.03.2012 12:48

Nachricht der Moderation

Auslagerungen sind keine Bitte an Nutzer die Auslagerung zu ignorieren damit wir Mods endlich was zu tun haben!

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Battlegonzo
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Re: Krieger, Krämer und Kultisten

Beitrag von Battlegonzo » 27.03.2012 11:42

Hi,

erstmal ich finde den Band sowohl schön gemacht als auch inhaltlich nützlich, daher hab ich eine gute Note gegeben.

@Aufmachung/Handwerkliches:
Vollfarbdruck, schöne und neue (!) Bilder, der Text gut zu lesen, wenn mal jeder DSA Band für das Geld so schön wär.

@Inhalt
Wie Regionalbeschreibungen auch ist das ein Hintergrundband, nur daß er sich nicht auf "das allgemeine Flair in der Region Weiden oder im Südquartier in Gareth" sondern auf einen ganz konkreten, handelnden, "lebenden" NSC bezieht. Dort wo die Regionalbände aufhören, indem sie z.b. beim Garether Südquartier so allgemeinplätze wie "hier und da liegt eine Leiche im stinkenden Rinnsal des Straßengrabens" beschränken, gibt es hier richtig was fürs Kopfkino, das nicht nur irgendwie im Hintergrund ist sondern mal ein Spotlight hat. "Ein Bettler der am Straßenrand sitzt" bleibt den Spielern vermutlich nicht so in Erinnerung, wie der Bettler "der sich mit einigen Straßenkindern in einer Pfütze um ein paar dorthingeworfene Silbertaler prügelt und dann mit leuchtenden Augen lachend seine Beute davonträgt." Symbolisch an diesen Figuren aufgehängt gewinnt Aventurien für mich "Tiefe", und das finde ich wiederum richtig gut.

Viele Leute hier bemängeln den Nutzen am Spieltisch, doch mal im ernst, wenn man als Meister am Tisch in nem Hintergrundband blättern muss um nachzuschauen welche "Atmosphäre" in dieser konkreten Situation herrscht, hat man doch sowieso schon nen Fehler beim Vorbereiten gemacht.
Das Buch ist für mich eine Bereicherung, weil es eben beim Vorbereiten hilft, indem es für mich durch diese beschriebenen NSCs ein tieferes Eintauchen in Aventurien ermöglicht. Zudem gibt es etliche Abenteuerideen woraus sich recht einfach Nebenquesten bauen lassen.

Das Buch ist aber auch hilfreich als Spieler. Denn Pen and Paper ist -denke ich - auch viel "Kopfkino" und genau dafür ist das Buch finde ich eine gute Hilfe, denn es wird immer Dinge geben die der Meister nicht beschreibt, die aber trotzdem irgendwie ausgefüllt werden.

Wer natürlich nicht soviel Wert auf Kopfkino legt für den ist das Buch dann auch weniger sinnvoll. Trotzdem denke ich daß so ganz ohne Kopfkino niemand P&P Rollenspiel betreibt.

@Veteran/Wertediskussion
Ich sehe das nicht so eng, das sind für mich Beispielwerte, und es sind nicht irgendwelche NSCs sondern halt "Abenteueraufhänger-NSCs". Und wenn sie einem nicht passen dann macht mans halt anders.

Aelyn
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Re: Krieger, Krämer und Kultisten

Beitrag von Aelyn » 27.03.2012 14:57

Über den Nutzen des Buches lässt sich offenbar trefflich streiten, daher gebe ich dazu keine Bewertung ab. Es hat mir bereits einmal fünf Minuten Vorbereitungszeit erspart, aber ob das den Preis wert ist, darf bezweifelt werden.

Viel interessanter finde ich die Frage der Optik. Wer auf farbige, glänzende Rollenspielwerke steht (was offenbar neuerdings fast jeder ist), wird hier wohl auf seine Kosten kommen. Ich persönlich bevorzuge den schwarz/weißen Stil der übrigen DSA-Bücher, ich mag das quietschbunte, glatte Papier einfach nicht. Am Layout an sich gibts aber wenig zu meckern.

Die Bilder sind auch so eine Sache: Einige sind echt gut (die Scharlatanin, die Baronin, die Hure) und fördern das Kopfkino. Aber alle Bilder eines bestimmten Künstlers (keine Ahnung wer, es war keine Signatur erkennbar) sind leider durchweg furchtbar. Ich möchte den Künstler nicht beleidigen, aber die Schneiderin und Co. haben alle den selben geisterhaften, leeren Gesichtsausdruck. Genaugenommen haben sie alle das selbe Gesicht, sie sehen aus wie erschrockene Leichen. Sorry, aber das geht gar nicht. Bitte keine solchen Bilder mehr.

Von mir keine Punktwertung, da ich es schwer finde, zwischen dem realen Nutzen für mich und dem potenziellen Nutzen für andere zu differenzieren.
Now that the warm fuzzy part is over we can get back to the ritual dismemberments. Oh wait, it's not Tuesday is it?

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Re: Krieger, Krämer und Kultisten

Beitrag von Keideran Labharion » 03.04.2012 00:21

Hola!

Es ist nicht einfach, diesen Band locker aus der Hüfte zu bewerten.

Das Layout: toll!

Der Nutzen: … tja.

Bleiben wir beim Layout. Vielleicht bin ich Purist, aber ich brauche eigentlich nicht wirklich Farbbände und verfalle deswegen nicht zu umgehenden Begeisterungsstürmen, wenn ein Produkt in Farbe angeboten wird. Die Drakensang-Printprodukte haben mich etwa in ihrer Farblichkeit nicht unbedingt überzeugt. Anders hier: Die Komposition ist geschmackvoll gewählt, ohne in bonbonfarbene Hintergründe zu verfallen. Auch die Kolorierung der Zeichnungen ist überwiegend gelungen.

Illustrationen sind immer eine Geschmackfrage, ich komme mit dem leicht comichaften Stil wunderbar klar. Leider halten nicht alle Illus die gleiche Qualität; wie schon mehrfach angemerkt, sehen ein paar Meisterpersonen eher aus, als würden sie aus The Walking Dead oder Marvel Zombies stammen oder wären Ergänzungsmaterial zu Von Toten und Untoten. Mitunter finde ich den leicht morbiden Stil sogar toll (etwa bei der Wundärztin), dann ist er wieder daneben und die leidenden Gesichter (etwa der Schneiderin oder des Soldaten) überzeugen mich auch nicht.

Aber die anderen tollen Illus entschädigen das, da gab es in anderen Publikationen schon mehr und größere Ausfälle. Ich bin übrigens ein ganz großer Freund vom Schmied, das ist alte Yüce-Schule (inkl. Schnauzbart und Flügelhelm). :ijw:

Nun zum ‘Tja’, dem Inhalt. Es ist schwer für mich, den Nutzen des Bandes für andere Spielleiter zu beurteilen. Für mich scheint er mir keine große Hilfe. Lebendige Meisterpersonen am Spieltisch on the fly zu improvisieren ist eine große Leidenschaft von mir. Außerdem sind mir – nach einem ersten Überfliegen und Druchblättern – die vorgestellten Personen zu generisch. Ich liebe ja Klischees, aber für einen Klischee-Hirten, –Schmied oder –Schließer brauche ich keine Spielhilfe, die schüttel ich ohne viel Nachdenken aus dem Ärmel. Hier hätte ich mir speziellere, einzigartigere Meisterpersonen gewünscht, gerne auch mehrere Varianten und Hintergründe für die einzelnen Typen.

Ähnliches gilt übrigens auch für die Abenteuervorschläge, die mir ebenfalls sehr generisch scheinen.

Ich kann mir vorstellen, dass zudem eine Abhandlung zur allgemeine Darstellung von Meisterpersonen im Anhang dem unerfahrenen Spielleiter ebenfalls hilfreich gewesen wäre.

Zu den Werten kann ich nicht viel sagen, die werden bei uns am Spieltisch ebenfalls nach Nutzen, Hintergrund und gesunden Menschenverstand improvisiert. Daher will ich hier keine Wertung vornehmen.

Einen Nutzen hat der Band für mich aber dennoch: In jüngerer Zeit habe ich wiederholt Runden für Einsteiger geleitet. Als Sammlung von Archetypen für unerfahrene Spieler mag sich der Band beweisen. Durchblättern, schauen, was man spielen will, ein wenig im Hintergrund einlesen – während der Meister die Spielwerte auf den Bogen überträgt – und loslegen. Hier ist die Farblichkeit sicherlich auch ein Anreiz, so hat jeder gleich ein stimmiges Charakterportrait.

Ihn mit 1 (schlecht) oder 2 (geht grad so) Punkte zu bewerten, würde dem Band nicht gerecht werden, für 4 (gut) oder mehr Punkte hat der Band für mich (sic!) nicht ausreichend Nutzen am Spieltisch. Daher 3 Punkte für Aufmachung, rundes Gesamtbild und als potentielle Archetypen-Sammlung für Neuspieler.
»Nothing is static, everything is falling apart.«
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Re: Krieger, Krämer und Kultisten

Beitrag von gralkor » 17.04.2012 06:51

KKK ist das schlechteste Machwerk, welches ich je mit DSA-Logo in der Hand hielt.
Mag böse klingen, ist jedoch die Wahrheit.
Der erste Band, wo ich wirklich bereut habe, dafür Geld rausgeworfen zu haben.
Hätte ich die 35 Euro einem Straßenpenner in die Hand gedrückt, hätte ich wenigstens einen glücklich gemacht.

Die Bilder sind zwischen absolut hässlich (Söldnerin, Streunerin, Adeptin, um mal drei Beispiele zu nennen) und angemessen (Streuner, Wildnisläuferin)

Die Texte sind zwischen absolut unbrauchbar und nicht nutzbar.
Die blassen Bilder werden durch noch blassere Texte flankiert.

Als Aprilscherz wäre das Buch ok gewesen, als "wichtig eingestufter Quellenband" ist es eine Beleidigung für die Spielwelt.

Die Werte der Meisterpersonen sind zusammengewürfelt und zeigen, dass die "Erschaffer" offensichtlich keine Ahnung von Regeln haben.
(beim ersten Durchlesen sind mir krasse Fehler aufgefallen, die 2001 verschmerzbar gewesen wären, im Jahre 2012 jedoch unverzeihlich!

Als Ersatz für "von Rang und Namen" gedacht, als Beleidigung der Spieler rausgebracht, und die Autoren lachen jeden aus, der so blöd ist, das Machwerk zu kaufen.

Ich habe bisher in _JEDEM_ Band wenigstens etwas Lesenswertes gefunden.
Dieses Buch hatte nichts davon.
G.
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