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Efferd-Vademecum

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Olvir Albruch
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Efferd-Vademecum

Beitrag von Olvir Albruch » 20.07.2012 21:08

Dieser Thread ist zur Diskussion der Inhalte der im Juli 2012 erschienenen Spielhilfe Efferd-Vademecum.

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Efferd-Vademecum
Vielleicht hast du Erfahrungen mit mit der Spielhilfe gemacht, die du mit anderen Usern teilen möchtest, hast Tipps, Fragen oder Meinungen zum Band. Dieser Thread ist zur Sammlung dieser Informationen und Themen gedacht.

Darüber hinaus kann man in diesem Thread die Spielhilfe auch bewerten, um so eine grobe Orientierungshilfe für andere Nutzer zu bieten.

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Zuletzt geändert von Olvir Albruch am 24.07.2013 13:50, insgesamt 2-mal geändert.

gralkor
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Re: Efferd-Vademecum

Beitrag von gralkor » 22.07.2012 07:51

Das Vademecum ist, wie auch die beiden anderen bisher erschienenen Spielhilfen (Rondra und Hesinde) primär für den Spielergeweihten gedacht und bringt viel Hintergrundmaterial mit.
Sie ist ordentlich geschrieben, so dass man versteht, was der Autor der jeweiligen Texte ausdrücken möchte.
Es gibt keine gröberen Rechtschreibpatzer, die leider in den letzten Ulisses-Werken Standard waren, was sehr positiv auffällt.
Als negativ gibt es zwei Dinge zu bewerten:
1. zu wenige Choräle, die den alten Gott preisen
2. es wird im Regelteil auf das Rondra-Vademecum verwiesen, was ein unglücklicher Schachzug ist.

4 Punkte, mit erkennbarer Tendenz zur 5.

Wenn die anderen Vademecum auch diese Qualität beibehalten, wird die Serie einer der Höhepunkte. Rahja ist zwar wohl schon erschienen, aber noch nirgends bestellbar ;)

G.
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Dr. Arca
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Re: Efferd-Vademecum

Beitrag von Dr. Arca » 22.07.2012 15:29

Haben sie dort wenigstens mit dem Moralkodex aufgeräumt bzw. ihn besser erklärt, damit der Geweihte nicht im ersten Winter an Wärmeverlust stirbt und auch mal Brot essen kann (was ja auch nur mit Hilfe von Feuer hergestellt werden kann)?
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Cifer
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Re: Efferd-Vademecum

Beitrag von Cifer » 22.07.2012 23:04

Was für neue Liturgien sind enthalten?


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Cifer
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Re: Efferd-Vademecum

Beitrag von Cifer » 23.07.2012 01:05

Also weiterhin kein Wasseratem?

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Amat von Lowangen
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Re: Efferd-Vademecum

Beitrag von Amat von Lowangen » 14.08.2012 00:14

Alleine das Sinnbild "Sicher wie in Efferds Hand" ist ein so großartiger Ausdruck, dass sich das Büchlein damit seine soliden vier Punkte sichert. :)

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Radames
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Re: Efferd-Vademecum

Beitrag von Radames » 13.04.2013 13:55

Endlich kam ich dazu, das Efferd-Vademecum fertigzulesen. Naja, die Bilanz ist gemischt, um nicht zu sagen, es gibt fließende Übergänge zwischen Gut und Schlecht (okay, das war der obligatorische efferd'sche Wortwitz).

Auf der Haben-Seite steht die sinnvolle und kreative Verwendung des Mottos des Pariser Stadtwappens: fluctuat nec mergitur, auch wenn sie es beinahe falsch geschrieben haben, aber sprachlich ist es dennoch korrekt, vor allem umgangssprachlich. Ich mag dieses Motto, entsprechend sehe ich das als Pluspunkt.
Die etwas obskuren alten Efferd-Jünger in den Oasen der Khôm halte ich für eine gute Sache. Auch wenn in meinem Aventurien maximal 20 von denen existieren. wobei etwa 10 als Eremiten an einem Wasserloch leben, und nur die anderen 10 etwa so in die Sippe eingebunden sind, wie in der Geschichte beschrieben.
Das Verhältnis zu Feuer wird irgendwie nebenbei abgehandelt und man bedient sich Strohmann-Konstruktionen. Im Prinzip schaut es so aus, dass die Geweihten die Nase rümpfen über die Anzünder, die aber wichtige Tempeldiener sind. Die Kirhce wikt dadurch ziemlich scheinheilig.

Auf der Negativ-Seite steht die Geschichte von Azila und Ibn Ûshun. Gute Geschichte, gefällt mir auch. Was ich jedoch unglaublich schlecht finde ist, dass offenbar niemandem aufgefallen ist, dass Ibn "Sohn" heißt, aber mit Vater übersetzt wurde (was "Abu" wäre). Das ist nicht nur im Arabischen so, sondern auch in RA niedergeschrieben, sollte also bekannt sein, zumal es dort im Kapitel über die Sprache Tulamidya steht.
Auch die Liturgien sind ein Fehlschlag. Bekanntermaßen sind die Efferd-Geweihten ja nicht mit vielen effektiven Spieler-Liturgien gesegnet (für Schiffsbesatzungen mag das mit dem Salzwasser zu Süßwasser und dem Fischfang anders aussehen). Um sie etwas gamiger zu machen, also ihre Effektivität zu heben (was nötig wäre, denn stimmungstechnisch finde ich Efferdgeweihte eine super Figur in Runden zur See), wäre etwas mit Wasseratem sinnvoll gewesen, oder mit dem man die Luft ein paar Stunden anhalten kann (Wale, Tümmler udn Delphine lassen grüßen). So haben wir eine in eingeschränkten Situationen ganz praktische Liturgie zur Sicht in trübem Wasser und eine zur Austrocknung, die eine nette Anregung zum Anrufungssystem der Dunkeln Zeiten ist, die ich aber nicht in der heutigen Efferdkirche sehe. Conagas Ruf ist eher... naja.

So sind es starke 2 Punkte, für 3 hat es leider nicht gereicht.
Zuletzt geändert von Radames am 13.04.2013 14:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Efferd-Vademecum

Beitrag von Sibylla » 01.07.2015 10:20

Ich schließe mich der Meinung von Radames im Groben an, ich bin von dem Efferd-Vademecum nicht sonderlich begeistert. Es ist ein ordentliches Buch und hat ein paar ganz schöne, für mich neue Ideen, aber ich habe mehr erwartet. Daher von mir nur 3 Punkte.

Positiv sind mir ein paar Lieder & Gebete aufgefallen, die durchaus sehr stimmungsvoll sind und die im Spielfluss von dem Spieler des Geweihten sicher sehr gut zu verschiedenen (Efferd-entsprechenden) Gelegenheiten angestimmt werden können. Sowas mag ich sehr gerne, das sorgt für Atmosphäre am Spieltisch. Sehr schön finde ich auch, dass das Vademecum ein paar Vorurteile, die sich hartnäckig in meinen Runden über die Efferd-Geweihten haben, widerlegen konnte. Ich denke da an die Benutzung von Feuer :) Das Vademecum stellt heraus, dass in den heiligen Hallen der Tempel Feuer zwar natürlich verboten ist, die Geweihten es in profanen Räumlichkeiten aber durchaus zum Alltag benutzen können (S. 86 ff.)

Was mir sehr unangenehm aufgefallen ist, ist zum Einen das grässliche Vorwort, in dem der Autor ja wirklich jeden noch so klischeehaften Kalauer mitnehmen muss:
"Das Efferd-Vademecum stellt den Versuch dar, die Inseln an bekanntem Material zu Efferd und seiner Kirche zu einem Seebund zu verbinden. Hierbei wurden neue Inseln ebenso entdeckt wie alte... nun ja... versenkt. (...) " (S. 5)
Bitte entschuldigt, aber über diese ersten Zeilen kann ich mich einfach nur aufregen. Soll das nun eine ernsthafte Spielhilfe sein oder wollte Mark Günzel die Leser in eine Mischung von Lachen & Weinen treiben?

Desweiteren bin ich mir an ein paar Stellen nicht sicher, ob es sich um inhaltliche Fehler oder mangelndes Verständnis von mir handelt. Ein Beispiel gleich am Anfang:
"(...) Wir erheben uns nicht über die anderen Kulte und bezeichnen die Angelegenheiten schlicht, wie sie sind. Wir sind der alte Kult, und unser Herr ist der Alte Gott, jedoch der Ältere der Drei Brüer, wie die Brüder Efferd, Ingerimm und Firun in den alten Schriften genannt werden. Reden wir von dem jüngeren Bruder, so meinen wir Ingerimm, dies ist die rechte Sicht... (...)" (S. 8)
-> Ist Ingerimm nun in der Mythologie einer der älteren oder jüngeren Brüder?

Ein weiteres Beispiel:
Oben habe ich ja schon aufgeführt, dass auf S. 86 ff die Benutzung von Feuer Geweihten in bestimmten, begrenztem Maß erlaubt ist - eben nur in profanen, von den Heiligen Hallen deutlich angeschnittenen Räumlichkeiten. S. 140-141 geht der Autor erneut darauf ein, lamentiert jedoch für meinen Geschmack zu viel herum. Einerseits gibt es ein Feuerverbot, dann wieder gibt es Ausnahmen, dann wiederum ist es SL-Entscheid.
Für meinen Geschmack ist das eine zu verwirrende Handhabung mit einem sehr entscheidenen Charakteristika der Efferd-Kirche. Ja - im Endeffekt ist alles beim praktischen Spiel SL-Entscheid und "Alte Hasen" haben keine Probleme, ihre Richtlinien bei der Auslegung zu finden. Aber so, wie im Text Verwirrung aufgebaut wird, sehe ich insbesondere für neue Spieler, die noch nicht so leicht ihren Weg bei der Auslegung der Regeln und Darstellung eines Geweihten finden, viele Fragezeichen entstehen.

Solche Ungereimtheiten können vorkommen, sind aber nicht schön - erst recht nicht in einer Spielhilfe von dem kleinen und übersichtlichen Format, in dem die Vademecen erschienen sind.

Daher: Ist ein mittelmäßiges Buch, aus dem man sicher ein paar schöne Details und Inspirationen für ein stimmungsvolles Spiel ziehen kann, das war´s dann aber auch für mich.
LG,
Sibylla

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