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Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

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Olvir Albruch
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Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Olvir Albruch » 07.12.2012 12:20

Dieser Thread ist zur Diskussion der Inhalte der im Dezember 2012 erschienenen Spielhilfe Stätten okkulter Geheimnisse.

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Stätten okkulter Geheimnisse
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Danilo von Sarauklis
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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Danilo von Sarauklis » 08.12.2012 23:44

Ich tue mich etwas schwer mit der Bewertung. Es ist kaum etwas wirklich misslungen (außer den Bildern vielleicht), aber Highlights sind auch dünn gesät.

Positiv aufgefallen ist mir die nette Ironie, dass die Akademie, die die potentiell effektivsten Spielerhelden für das Fantasy-SWAT-Team ausbildet, leider in Mendena steht und Helme Haffax zuarbeitet...

Negativ: Professionen mit bis zu 32 GP - muss das sein?

Insgesamt: Noch gut, 4 Punkte.

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Olvir Albruch
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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Olvir Albruch » 09.12.2012 01:45

Nach einem ersten Durchblättern des Bandes gefällt mir dieser sehr gut, und zwar auch deutlich besser als seine - ebenfalls guten - Vorgänger. Im Gegensatz zu diesen wirkt SoG auf mich lebendiger und ist überspitzt ausgedrückt nicht nur eine reine Sammlung von Fakten und Gebäudeplänen.

Was mir prinzipiell sehr gut gefällt, sind die neuen bzw. untergegangenen Akademien, also bspw. Mendena, Tuzak oder Ysilia.

Was mich hingegen sehr enttäuscht, sind die Illustrationen. Während die Porträts weitestgehend in Ordnung sind - wenn man von Skurrilitäten wie Harry Potter in Elburum (S. 37) oder einem recht jungen Puschinske absieht -, tauchen zwischendurch immer mal wieder Viertelseiter auf, die tw. nicht nur langweilig (wie in WdE), sondern mMn einfach schlecht sind.
Insgesamt stört mich der Trend hin zu den digitalen Zeichnungen, die wirken auf mich oft zu glatt und emotionslos.


Insgesamt bekommt der Band von mir richtig gute 4 Punkte, für 5 haut er mich einfach (noch) nicht vollends aus den Socken. Allerdings sollte ich dann wohl mal die anderen MASH gemessen an dieser hier abwerten...

MfG,
Olvir Albruch
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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Gorbalad » 09.12.2012 10:18

Olvir Albruch hat geschrieben:Skurrilitäten wie Harry Potter in Elburum (S. 35)
Meinst Du S. 37? Auf 35 ist bei mir ein Plan.

Ich fand die Bethana-Einheits-Pagenköpfe auf S. 24/25... lustig. An Harry Potter erinnerte mich eher S. 45 (Die Flure in Kuslik).

Gambana
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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Gambana » 09.12.2012 10:48

Ich habe sehr lange auf den dritten Teil gewartet, aber nun halte ich ihn seit Donnerstag in den Händen und habe mich durch den Akademiendschungel gekämpft. Mein erstes Fazit beim Durchblättern: Ein prallgefülltes Buch, mehr Umfang als Horte magischen Wissens, etwas weniger als Hallen arkaner Macht (208 Seiten, ab Seite 193 Werteanhang und Index), optisch besser als die beiden Vorgänger, doch dazu unten mehr. Außerdem kommt es ja auf den Inhalt an.
Ganz zu Beginn gibt es eine Übersichtkarte mit der Angabe, wo welche Akademie in den drei Bänden zu finden ist und zu welcher Gilde sie gehört.
Bislang habe ich mir Al’Anfa, Elburum und Lowangen durchgelesen, die restlichen Akademien nur überpflogen. Die Beschreibung folgt der Struktur der Vorgängerbände, soweit nichts Neues. Alle drei Akademien waren sehr lesenswert und man bekommt ein gutes Gefühl für sie. Besonders gelungen fand ich Lowangen und die Beziehung zwischen Oswyn und Elcarna.
Nach dem Abschnitt über die restlichen Akademien folgen die privaten Lehrmeister. Zu Beginn steht eine allgemeine Erläuterung, die auf die Probleme und den Unterricht der Scholaren eingeht. Es folgen dann alte wie neue Lehrmeister auf jeweils 2 bis 4 Seiten. Die Beschreibung ist ähnlich strukturiert wie bei den Akademien, aber etwas kürzer. So gibt es beispielsweise keinen Rundgang durch das Anwesen des Lehrmeisters und die Örtlichkeit ist nur kurz abgehandelt. Das geht meiner nach in Ordnung, aber Pläne zu den Behausungen wären noch besser gewesen. Etwas schade ist, dass die Qabalyim-Magier nur sehr kurz beschrieben werden, aber vermutlich sollten Dopplungen mit den Organisationenbänden vermieden werden.
Dafür gibt es von den Qabalyim und allen anderen Magierin Professionswerte im Anhang.
Die letzten Seiten füllt ein Index, der alle drei Magierakademienbände umfasst.

Im Gegensatz zu dem WoW-Cover sind die Innenillustrationen gut gelungen und vermitteln ein passendes Bild der Akademie. Erfreulich ist auch, dass die Zahl der neuen Illustrationen sehr hoch ist, ich habe nur ein oder zwei alte Bilder ausgemacht (im Vergleich zu HaM: Dort war so gut wie jedes Bild schon mal zu sehen).

Obwohl in letzter Zeit einige DSA-Bücher nicht durch besonders gutes Lektorat aufgefallen sind, sind mir verhältnismäßig wenig Fehler ins Auge gesprungen.

Fazit: Ein mehr als würdiger Abschluss der Reihe. Hallen arkaner Macht war der dickste und ausführlichste Band von MASH, den ich mit 5 Punkten bewerten würde. Horte magischen Wissens war leider etwas zu dünn und bot außer den Akademiebeschreibungen nichts Neues (also 4 Punkte). Stätten okkulter Geheimnisse hingegen hat mit dem Lehrmeister-Teil und einigen zusätzlichen Professionen einen größeren Mehrwert. Aus meiner Sicht 4,5 Punkte: Mathematisch und wegen der guten Aufmachung auf 5 gerundet.

Gulmond
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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Gulmond » 09.12.2012 11:05

SoM knüpft an den guten ersten Teil der Reihe an und ist mMn eine deutliche Steigerung zum äußerst langweiligen und dürren zweiten Band der Reihe.
Die Akademien werden in gewohnter Manier vorgestellt. Bei der Lektüre fallen einige Seltsamkeiten des aventurischen Akademiewesens auf, die die Autoren wohl nicht ausbügeln konnten.
Bei den Al'Anfanern fragte ich mich immer mal wieder, wie so eine korrupte Schule denn überhaupt kompetente Magier ausbilden kann. Irgendwie passt die Spezialisierung auf Seekampf und Leibwächter auch nicht so recht zur Ausrichtung der Universität. Die Mirhamer Forscher hätten da besser hinein gepasst. Aber das ist nunmal so festgelegt.

Kusliks Hogwarts war ja auch ganz nett, aber bei den winzigen Schülerzahlen kommen mir die "Flure" ein wenig zu groß vor. Aber eigentlich eine nette Idee.

So recht fand ich auch die Armut der Halle der Macht nicht wirklich glaubwürdig. Skrupellose Schwarzmagier haben eigentlich zu viele Möglichkeiten, um an Geld zu kommen.

So viel zu den negativen Punkten. Die persönlichen Lehrmeister sind nett. Allein die Qabalya sind mir mittlerweile ärgerlich redundant. Die kennt man ja mittlerweile auch schon aus Verschworene Gemeinschaften etc.
Aber da man hier nicht viel Platz verschwendet hat, braucht es keinen Puktabzug.
Yol-Ghurmak und Mendena wurden interessant umgesetzt. Auch die Obskuromantie der Schatten ist netter Fluff. Allerdings ist die Inflation magischer Meuchler teils ein wenig hoch.

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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von ombo7 » 09.12.2012 11:09

Gefällt mir eigentlich sehr gut, der Band.

Aber (kein großer Kritikpunkt, evtl. hab ich es auch einfach übersehen):
In dem Obscuromantie-Kasten wird nirgends erklärt, was der Umbraporta ist, was ich schon als recht zentral für einen Zauber, der immerhin +7 vom Start weg bringt, ansehen würde.

Kann mir da jemand weiterhelfen? Danke schonmal!

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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Gorbalad » 09.12.2012 11:13

Da gibts einen Download mit 2 LC-artigen Seiten (Ecliptifactus und Umbraporta): http://www.ulisses-spiele.de/produkte/91/
Leider hat man die Gelegenheit nicht benutzt, um klarzustellen, ob beim Ecliptifactus der Schatten mit den Waffenlos-Werten des Magiers kämpft, mit der Schattenversion der gerade benutzten Waffe des Magiers oder mit normalen Waffen, die man ihm gibt (oder ganz anders).
Zuletzt geändert von Gorbalad am 09.12.2012 11:19, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von ombo7 » 09.12.2012 11:23

Gorbalad hat geschrieben:Da gibts einen Download mit 2 LC-artigen Seiten (Ecliptifactus und Umbraporta): http://www.ulisses-spiele.de/produkte/91/
Leider hat man die Gelegenheit nicht benutzt, um klarzustellen, ob beim Ecliptifactus der Schatten mit den Waffenlos-Werten des Magiers kämpft, mit der Schattenversion der gerade benutzten Waffe des Magiers oder mit normalen Waffen, die man ihm gibt (oder ganz anders).
Muss man erstmal wissen. Danke!

Das heißt dann aber andersrum, dass der Ecliptifactus in der Form, wie er im LC steht nicht mehr gesetzt ist?

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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Gorbalad » 09.12.2012 11:28

Gute Frage. Die bisherigen Varianten finden sich ja jetzt beim Umbraporto.
Eine Möglichkeit wäre es, zu erklären dass es alle 3 Zauber gibt. Dann muss man sich nur noch überlegen, wer welchen gelernt hat/lernt :)

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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Drakon di Gorfar » 09.12.2012 11:38

Gorbalad hat geschrieben:Gute Frage. Die bisherigen Varianten finden sich ja jetzt beim Umbraporto.
Eine Möglichkeit wäre es, zu erklären dass es alle 3 Zauber gibt. Dann muss man sich nur noch überlegen, wer welchen gelernt hat/lernt :)
Das haben wir im betreffenden Thread eigentlich bereits erklärt:
-Der alte Ecliptifactus ist der "undifferenzierte Mischmasch", den die meisten Gildenmagier kennen.
-Der im DLC vorgestellte Ecliptifactus ist die Version, welche die Obskuromanten kennen.
-Der Umbraporta ist gewissermaßen die 'andere Hälfte' der Schattenmagie.
Nur die Spezialisten (sprich: Traditionslinie der Obskuromanten weiß, dass es unterschiedliche Formeln gibt. Der Rest der Magier hält alle Schattenzauberei für mehr oder weniger das selbe.

Ergo:
Wenn jemand die Obskuromantie nicht kennt, ändert sich gar nix. (Also auch: Für Leute die den Band nicht haben, ändert sich nix).
Schattenspezialisten (=Obskuromanten) haben mehr Möglichkeiten, müssen dafür aber auch 2 Formeln lernen.
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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Feyamius » 09.12.2012 11:48

Da ist beim Kürzen des Bandes und beim zugehörigen Endlektorat leider was schief gelaufen, sodass die Zauber zwar gekürzt wurden, aber nicht alle Hinweise auf sie entfernt worden sind.

In den Obskuromantiekasten gehörte folgender Satz zur Erläuterung der beiden Zauber:
SoG 163 hat geschrieben:Überdies haben sich durch die intensive Beschäftigung mit den Grundlagen der Obskuromantie unterschiedliche Formeln herausgebildet, wo die restliche Zaubererwelt nur den ECLIPTIFACTUS kennt.
Wer übrigens nicht auf Zusatzregeln im Bonusmaterial von Quellenbänden steht, kann die Profession auch folgendermaßen umbauen und den UMBRAPORTA ignorieren:
SoG 193f. hat geschrieben:Ersetze in der Grundversion der Profession bei den Hauszaubern UMBRAPORTA +7 durch PANDAEMONIUM +7.
Ersetze bei Variante "Mystiker der Obskuromantie" bei den Hauszaubern PANDAEMONIUM +3 durch VERÄNDERUNG AUFHEBEN +3.
Dann empfehle ich zusätzlich die Zauberspezialisierungen des ECLIPTIFACTUS auf die Varianten Langer Schatten und Schattensprung.

Es wird bald noch umfangreicheres Bonusmaterial geben, bis dahin kann auch noch Kritik am neuen ECLIPTIFACTUS und UMBRAPORTA registriert, ausgewertet und gegebenenfalls eingebaut werden. ;)
Dass gewünscht wird, in der Zauberbeschreibung des E. deutlich zu machen, welche Kampfwerte genau der Schatten hat, ist registriert (ich gehe von den Werten der Waffe im Moment der Zauberwirkung aus).


Bye, Feyamius.
Zuletzt geändert von Feyamius am 09.12.2012 11:48, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Gorbalad » 09.12.2012 13:51

Feyamius hat geschrieben:Dass gewünscht wird, in der Zauberbeschreibung des E. deutlich zu machen, welche Kampfwerte genau der Schatten hat, ist registriert (ich gehe von den Werten der Waffe im Moment der Zauberwirkung aus).
Noch passender wäre vielleicht ein ZfP*-abhängiger Wert. Wieso soll der Schatten eines rostigen 1W+1-Kurzschwerts einen anderen Schaden machen als der eines mit 1W+6?

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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Feyamius » 09.12.2012 14:38

Wieos sollte der Schatten eines 2000-AP-Magiers mit AT 11 einen anderen Attackewert haben als der eines 7500-AP-Magiers mit AT 16?

Da kommen wir langsam in Argumentationssackgassen rein, wo man quasi nur noch "It's magic!" sagen kann und je nach Geschmackslage (und Balancing) regeln sollte. Die Werte zu übernehmen bietet sich eben auch an, weil es einfach ist.
Zuletzt geändert von Feyamius am 09.12.2012 14:39, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Gulmond » 09.12.2012 20:13

Gut gefallen hat mir, dass man Bethana auch mit ordentlichen Latifundien ausgestattet hat. Das fehlt mir bei den anderen alten Akademien. In einer feudalen Welt ist Land die Münze, mit der man bezahlt. Und alte Akademien sollten einfach Besitz angesammelt haben. Das würde Punin und Co auch finanziell unabhängiger und damit glaubwürdiger in ihrer Elfenbein-Forscherei machen.

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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Cifer » 10.12.2012 01:09

Tjoa... es ist eingetroffen und durchgelesen. Insofern, auf zum Bericht:

Das Buch folgt dem Format der Vorgänger. Das Anfangskapitel von HaM entfällt natürlich, es geht gleich nach dem Vorwort mit den Akademien los, die sich auf gut 140 Seiten erstrecken. Danach kommen die privaten Lehrmeister zum Zug, erst in einer allgemeinen Beschreibung, dann mit spezifischen Beispiellehrmeistern und schließlich deren Werten.

Begonnen wird gleich einmal mit Al'Anfa. Und damit kommen wir auch IMO zum Tiefpunkt des Bandes: Diese Akademie kann nach der Beschreibung einfach gar nichts. Historische Spitzenleistungen hat sie explizit keine vorzuweisen und im Vergleich zu den anderen Fakultäten der Universität schneidet sie auch eher mäßig ab - wie man später erfährt, wäre um ein Haar die Magie an die medizinische Fakultät angegliedert worden. In der Krankenstation behilft man sich laut Buch auch lieber mit mundanen Mitteln und verwendet Magie nur für Notfälle - wie passt das zu den eitlen Al'Anfanern, die ganz sicher nicht von Narben begeistert sind? Besondere Bücher sind zwar verfügbar, stehen aber allesamt nicht in der Fakultätsbibliothek, sondern gehören Privatpersonen oder anderen Fakultäten. In der Abschlussprüfung soll der Candidatus vergiftete Nahrung mittels KLARUM PURUM entgiften. Vermutlich besteht hier der Trick darin, zu erkennen, dass der ABVENENUM vielleicht passender wäre...
Dass der Dekan seinen Posten eher über sein diplomatisches Geschick als über seine fachlichen Fähigkeiten erhalten hat, ist akzeptabel, aber was das restliche Personal angeht, muss man sich doch ein wenig wundern:
-der Illusionist im Lehrstab ist größenwahnsinnig und paranoid, inklusive einer eingebildeten Verschwörung durch den Großen Theatralo
-die Sekretärin des Dekans sieht zwar lecker aus, kann aber kaum lesen und schreiben und spricht nur gebrochenes Brabaci (kann sich der Kerl keine Lustsklavin leisten?)
-die Fakultätssekretärin ist wesentlich kompetenter, aber dafür auch eine Spionin
-der Chefalchimist versucht jede Kooperation mit der alchimistischen Fakultät zu vermeiden
-und zu guter letzt hat der Prodekan des Seekriegsstudiengangs ausgeprägte Meeresangst
Dazu kommt dann noch ein Kasten "Dämonenbeschwörung und Boronsglaube", in dem erklärt wird, dass die Boronkirche zwar ein Beschwörungsverbot durchsetzen wollte, dies jedoch nicht gegen den Widerstand der Granden geschafft hat. Magier dürfen "zu Forschungszwecken" weiterhin Dämonen beschwören, wobei aber allen klar ist, dass die Invocatios auch völlig praktisch eingesetzt werden. Tja... es gibt ja noch nicht genug entkernte Kirchen, die ihre Forderungen nicht durchsetzen können. Und was hat so eine Staatskirche in einer Theokratie schon zu sagen? Dabei wäre es gerade hier so einfach gewesen, nicht einen faulen "Don't ask, don't tell"-Kompromiss auszuhandeln, mit dem sich die Kirche geschlagen gibt, sondern als Konsequenz der Sklavenhaltermentalität festzulegen, dass die al'anfanische Boronkirche einfach nichts gegen beherrschte Dämonen einzuwenden hat, genau wie sie nicht gegen Novadis auf den Plantagen wettern.
A propos Boronkirche: Die Kellergeschosse der Akademie sind nicht zu betreten, weil dort wohl irgendein magischer Unfall Meisterinformationen: in Zusammenhang mit einem alten V'Sar-Ritualplatz, der sich unter der Schule befindet, geschehen ist und massig Totengeister herumspuken, man sich aber nicht die Blöße geben möchte, bei der Kirche um Hilfe zu bitten.
Was war noch? Ach ja, Salpikon Suevertin. Zeitweise war ich mir nicht ganz sicher, ob ich nicht gerade einen Artikel über Mirham las, denn die wohl häufigstgenannte Person des ganzen Kapitels ist, ja, Savertin, der überhaupt den größten Gönner und Könner der Akademie darstellt.
Dass man übrigens Fernzauberei lernt, indem man Holzstücken mit Zielen darauf auf's Meer hinaustreiben lässt, um sie per Ignifaxius abzuschießen, hat man sich "von den erfahrenen Zauberern aus Bethana abgeschaut" - denn Al'Anfa hat ja keine erfahrenen Zauberer.
Wenn das das Neue, Erfolgreiche Al'Anfa ist, dann gute Nacht, schwarze Perle. Das sieht mir eher nach der Darstellung der Akademie aus, wie sie in einer horasischen Komödie vorkommen würde.

Tut mir leid für den Rant, aber das musste grad mal raus.

Gehen wir also weiter zu... den Erfahrenen Zauberern aus Bethana. Bethana ist alles, was Al'Anfa nicht ist, nämlich toll. Bethana ist beliebt, Bethana ist kompetent, Bethana ist kultiviert, Bethana sind die Magier mit dem Zahnpastawerbungslächeln. Bethana hat sich der Grauen Gilde angeschlossen, weil ihnen die Weiße zu sehr auf den Lehenseid als Reichsakademie gepocht hat. Und wenn man wie im Szenariovorschlag etwas aus der Akademie stehlen soll und dabei schon trotz der "fast hundert (angehenden) Kampfmagier und ihren loyalen Untertanen" nicht erwischt wird, dann kann Meisterinformationen: "Optional [...] die Helden ein lächelnd meditierender Landor Gerrano [Spektabilität] in ihrem Quartier erwarten, um sie zur Rede zu stellen." Weil die Bethanier eben so Erfahren sind.

Ok, tut mir leid für den zweiten Rant. Wenn man die Schwächen der al'anfanischen und die Stärken der bethanischen Magier zusammennehmen, durch zwei teilen und gleichmäßig verteilen würde, kämen IMO zwei glaubwürdige Akademien raus. So haben wir hingegen zwei Karikaturen, einmal ins negative und einmal ins positive.

Kommen wir also zu Nummer drei. Ich würde jetzt auf ein Ende der Schmerzen hoffen, wenn es sich hierbei nicht um die Akademie zu Elburum handeln würde, bei der sowas einfach nicht drin ist. Dafür sind die Schmerzen tatsächlich mal rein ingame - outgame ist die Akademie interessant geschrieben. Auf das eigentlich zu kurze Bestehen der Akademie wird ebenso eingegangen (es gab sowohl schon fast fertig ausgebildete Lehrlinge, die dort noch ihren letzten Schliff erhielten, als auch Lehrmeister, die bei der Zerstörung flohen, ihre Schüler mitnahmen und zuende ausbildeten) wie auf die Frage, warum die Hexe Dimiona im magierfeindlichen Ex-Aranien eigentlich eine Magierschule gründete.
Natürlich wird die Geisteshaltung beleuchtet. Diese ist interessanterweise gar nicht so stark belkelelgläubig - die meisten Lehrmeister haben entweder einfach so ihrem a-religiösen Sadismus gefrönt oder waren tatsächlich erfreut über die wegfallenden Schranken, die einer effektiven Forschung im Weg standen. Der von der Obrigkeit geforderte Belkeleldienst wird dabei auf viele ohnehin "notwendige" Handlungen draufgeflanscht, die halt noch ein wenig grausamer zelebriert werden als üblich. Ebenso werden die Probleme aufgezeigt, unter denen die nie über ihre Gründerjahre hinausgekommene Schule litt, beispielsweise die zwar räumlich große Bibliothek, die aber zu großen Teilen aus leeren Regalen besteht, so dass man ein Zweitstudium tatsächlich schon mit der Abschrift eines nahezu beliebigen Buches bezahlen kann. Definitiv also mal ein Fall, in dem auch die Bösen unter Logistikproblemen leiden. Abgerundet wird das noch durch einen Überblick über die erforschten Gebiete: Todesalchimie (Verwendung von Leichenteilen als alchimistische Substitute), Nadelsetzen (wahlweise mit gewöhnlichen Nadeln oder Dornrosenstacheln), Krankheitsbehandlung, permanente Mnemosynthese (als Möglichkeit der Wissensübertragung) und magische Schönheitschirurgie. Bei den NSCs gibt es übrigens auch einen, den man später an einer anderen Akademie nochmal (mit merkwürdigen Lücken in der Vita, aber dafür tollen neuen Heilfähigkeiten) wiederfindet...
Die Spektabilität Maryan di Shumir wird als Schreibtischtäterin in bester Banalität-des-Bösen-Manier charakterisiert, die sich am Codex Albyricus festklammert - denn wenn man zur Folter das richtige Gewand trägt, kann's ja so schlimm nicht sein. Dazu passt auch ihr Portrait der Marke Graue Maus besser als die xte oronische Domina.

Weiter geht's mit der Halle der Antimagie zu Kuslik, der man ein nettes Mini-Hogwarts-Gimmick verpasst hat, weil es dort auch vier Flure gibt, in die die wenigen Scholaren aufgeteilt werden: einer pro Jahr pro Flur. Natürlich ist auch diese Akademie hochherrschaftlich und angesehen, aber im Vergleich zu Bethana hat man hier IMO gerade durch die Intriganz mehr verborgene Ecken und Kanten eingebaut, die man hinter dem schönen Schein entdecken kann - selbst Meisterinformationen: das vermutete Liebespaar aus diplomatischer Spektabilität und kampfmagietheoretischem Wunderkind im Lehrkörper hasst sich eigentlich abgrundtief.

Schwenken wir nun um zur Halle der Macht zu Lowangen. Diese gehört meines Erachtens auf jeden Fall zu den interessanten Akademien des Bandes, weil der Kontrast der auf eherne Selbstbeherrschung achtenden Puschinske-Schülern zu den hedonistischen Fasarern sehr schön herausgearbeitet wird. Gerade der die Schule seit ihrer Gründung begleitende Puschinske wird gut beleuchtet, so dass zumindest ich ein Interesse an der bisher für mich farblos gebliebenen Irgendwie-böser-Schwarzmagier Gestalt und ihren Intrigen entwickeln konnte, die sich tatsächlich in quasi jede Richtung erstrecken - Lowangen ist zwar weit ab von jeglichen anderen schwarzen Akademien und von rohalistischen und weißen Konkurrenten umgeben (der betreffende Abschnitt heißt "Auf verlorenem Posten?"), streckt aber Fühler nach Andergast, zu den bisher savertinschen Schatten, in die Schattenlande und sogar nach Perricum aus.

Thema Schattenlande: Eine der komplett neuen Akademien ist Mendena, die Kriegsakademie von Haffax. Und gleichzeitig mein absolutes Highlight in dem Band. Mendena ist die S&S, wie sie sein sollte - kein verschwenderisches Ignifaxius-Gefunzel (tatsächlich haben nur zwei der vier Ausbildungsvarianten überhaupt Schadenszauber), sondern taktischer und strategischer Magieeinsatz: Aufklärung mittels Adlerschwinge, Karteneinprägen per Memorans, Gardianum gegen Feindzauberei, ein klein wenig Hellsicht und Beherrschung für Verhöre und massenhaft Unterstützungszauberei für die Kämpfer. Ein wenig merkwürdig an den Werten ist das Fehlen des Odem Arcanum sowie die mangelhaften Beschwörungsfähigkeiten der Invokator-Variante - wobei der Lehrkörper auch offiziell gespalten ist, was Dämonologie angeht. Man müsste sich zudem mal die Sprüche anschauen, da finden sich doch einige recht heftige und seltene darunter, bei denen andere Magier gerade in der Kombination ins Sabbern geraten. Da Haffax allerdings über mittlerweile wohl vier Akademien drübergerauscht ist (Tuzak, Ysilia, Elburum, altes Mendena+Privatschatz von Xeraan), ist auch verständlich, dass sein Personal sich da das beste rausgepickt hat.
Inhaltlich ist die Akademie zwar relativ verlässlich gegenüber Haffax, denkt aber auch schon darüber nach, wie sie eventuell von späteren Machthabern anerkannt werden könnte, inklusive eines Offizierskreises, bei dem sich Haffax meiner Meinung nach so gegen den 20. Praios mal dringend um stabile Eichenmöbel sorgen sollte.
Fazit: Wenn sie nicht auf der falschen Seite stünden, wäre das definitiv eine der abenteuertauglichsten Akademien überhaupt, aber auch so ist sie von den schattenländischen Akademien noch am spielbarsten und dank des starken Supportgedanken wird der Magier zwar relativ mächtig, nutzt diese Macht aber idealerweise, um seine Mitspieler zu unterstützen statt sie zu ersetzen, was sogar dem Geist der Schule entspricht.

180° Kehrtwende: Pazifistische Heilmagier aus Norburg. Hier hat man es IMO geschafft, ein paar interessante Gesichtszüge in das ansonsten eher klischeehafte Bäumchenkuschlertum zu bringen - erstens ist nämlich mit dem strengen Pazifismus keineswegs jeder Norburger einverstanden (besonders die aufgenommenen Ysilianer haben für ihren Geschmack genug die Wange hingehalten) und zweitens hat die Halle des Lebens noch ein Dunkles Geheimnis (tm) - Meisterinformationen: eine der herausragendsten Spektabilitäten war von der Methodik her eher ein Vordenker Elburums und wurde von seinen Untergebenen vergiftet. Ansonsten sind die Norburger ziemliche Gutmenschen, die (insbesondere Kämpfer aller Art) lieber mundan als magisch heilen, jeden zur Behandlung annehmen und auch eher nach den Möglichkeiten des Patienten als nach der erbrachten Leistung berechnen.

Vom praxisnahen Norburg hinauf in den (wörtlichen) Elfenbeinturm: Punin. In Punin sind mit Sirdon Kosmaar wieder die noch theoretischeren Theoretiker an der Macht. Es wird auf die zwei Ausbildungsrichtungen der nüchternen Observatoren und der geradezu aufregenden Invokatoren eingegangen ("aufregenden" gilt dabei explizit nur im Vergleich zu ersterer Version - der Puniner Beschwörer ist im Vergleich zum Brabaker immernoch der absolute Langweiler) und die wunderschöne Bigotterie bezüglich anderer Zaubertraditionen beschrieben: Wenn ein Bericht über ein magisches Phänomen von einer Hexe oder einem Elfen stammt, dann existiert dieses Phänomen erstmal nicht. Und sollte irgendwann mal ein Magier diesem Bericht nachgehen, dabei feststellen, dass da was dran ist und darüber ein Paper verfassen, dann ist das selbstverständlich die alleinige Entdeckung eben dieses Magiers. Zusammen mit Kosmaars Vorurteilen gegenüber hochgeborenen Scholaren und der allgemeinen und noch näher ausgeführten Weltfremdheit macht das Punin meines Erachtens zu einem sehr interessanten Spielort.

Bleiben wir im Mittelreich und wechseln die Gilde, kommen wir zu Rommilys. Rommilys ist eine an sich ganz interessante Akademie, die aber doch ziemlich unter einem Problem leidet: Spitzel mit Wahrheitsliebe sind irgendwie doof. Deswegen hat man hier auch das Gefühl, dass der Autor in jedem dritten Satz "Kauf die blöde Prinzipientreue weg!" sagen möchte. Und insofern hat die Spektabilität Praiodane Werckenfels zwar auch gute Kontakte zur Praioskirche, dehnt aber selbst gern mal das Gesetz, was als Resultat wieder zu inkonsistenten Praioten führt - sie selbst wird von ihrem geweihten Neffen gedeckt, bei dem auch mit keiner Silbe erwähnt wird, dass er sich dafür eventuell Ärger mit Kirchenoberen einhandeln könnte.
Und in der Tat ist auch ein Abenteuervorschlag der, dass die Helden unter falschen Verdacht geraten und mit der Akademie als Verfolger ihre Unschuld beweisen müssen, denn, wie der Text nochmal explizit erwähnt: Eine Unschuldsvermutung gibt es aventurisch nicht. Da mag man ihm noch zustimmen, doch dass in einer solchen Situation nicht die beste Idee einfach wäre, sich festnehmen zu lassen und per Hellsichtsmagie zumindest die Akademie von der eigenen Unschuld zu überzeugen, will nicht in den Kopf.
Schade, damit hat man hier mal wieder ein paar einerseits engstirnige, andererseits aber auf ihre eigenen Prinzipien pfeifenden Gestalten im Umkreis der Praioskirche mehr.

Und nun zu den Typen, die vor ein paar Jahren noch von Rommilys aus unter Beobachtung standen: Tuzak. Die Akademie ist auch wieder ganz interessant geschrieben, gerade unter dem Gesichtspunkt der Maraskanisierung und des späteren Spektabilitätensterbens. Was daran eher merkwürdig erscheint: Als Maraskan erobert wurde und die Schule nur knapp ihrer Auflösung entging, wurde sie unter starke Kontrollen gestellt. Dabei wurden vom Lehrplan "Hexen-, Schelmen-, Druiden-, und Borbaradianersprüche [...] gestrichen und die Dämonologie auf die Theorie beschränkt". Bitte woher hatten die vorher Sprüche aus vier Fremdrepräsentationen? Und wieso gab es an einer maraskanischen Schule praktische Dämonologie?
Schönes Kuriosum am Rande: Von der Adlerschwinge-Gestalt eines Nachtwindes wird wegen sonst drohender starker Selbstmordgedanken abgeraten.

Zurück auf's Festland, ungefähr gleicher Breitengrad, aber andere Seite des Kontinents: Vinsalt. Das anatomische Institut ist quasi die Privatpatientenversion von Norburg. Hier wird geheilt, wer es sich leisten kann. Und auch hier hat man düstere Geheimnisse, denn einerseits finden sich im Giftschrank das eine oder andere Buch, das nicht einmal dort stehen sollte, andererseits liegt man im ständigen Clinch mit der Boronkirche (der eskalieren könnte, wenn bekannt würde, dass an den Seziertischen regelmäßig Geister exorziert werden müssen) und zum dritten findet sich hier auch der oben erwähnte Herr mit dem pikanten Zweitstudium im Osten wieder.

A propos Osten: Yol-Ghurmak. Yol-Ghurmak ist Schwarze Lande auf Steroiden. Nix mit Imagekampagne Schattenlande, mit Risikoabwägung oder Vorsicht, in Yol-Ghurmak wird beschworen, was nicht bei drei auf dem Dämonenbaum ist. Am besten ein Zant zum auf-den-Arm-nehmen-und-streicheln, während man "Nein, Herr Sturmfels - ich erwarte von Ihnen, dass Sie sterben!" sagt. Der Großteil des Lehrkörpers hat einen Pakt und brennt eher schneller als langsamer durch die Kreise und im Zentrum des niederhöllischen Chaos auf Dere steht kein geringerer als... Tante Balphi. Jup, genau das Bild wurde verwendet. Wie war das mit der Wiederverwendung von Artwork? Naja, Kontinuität und so... Seine Lieblingsschülerin Mactana folgt mit ihrem (Nicht-)Bekleidungsstil dann wieder den traditionellen Superschurkinnen, aber vielleicht reicht ja das agrimothische Feuer zum Wärmen aus.
Hier wird das Fantasylevel deutlich nach oben gefahren - zusammen mit den Türmen der Akademie, die die Eckpunkte eines großen Heptagramms bilden und desöfteren mal für Großbeschwörungen von Dämonen umgeordnet werden.
Die Versorgung mit schuldfrei umschnetzelbaren Schurken für die nächsten 10 Jahre ist jedenfalls gesichert.

Chrononautos: Von Yol-Ghurmak zu Ysilia. Die möchte man eigentlich nur in den Arm nehmen und drücken. Im Ogersturm nahezu ausgelöscht, beim Wiederaufbau im ehemaligen herzöglichen Stall gelandet, den Akademieschatz Invercano von Kuslik geklaut bekommen, vor dem Gildenrat bloß eine Rüge als Strafe erreicht, nach quasi-Obstruktion durch die Weiße Gilde in den Folgejahren knapp nicht den Sprung in die Graue geschafft und kaum dass der letzte Stein in Ysilia gemauert war von Borbarads Horden gefrühstückt.
Ansonsten sind die nach dem Ogerzug stark praktisch veranlagten Ysilianer gut spielbar, wenn man grad keinen Andergaster oder Lowangener zocken möchte, aber partout nicht auch nur in der Nähe des Elfenbeinturms landen will.

Und das waren auch schon die Akademien. Nun kommt der Teil über die Lehrmeister, der mit einer allgemeinen Betrachtung "Was ist ein magischer Lehrmeister?", "Wer darf sowas eigentlich?" und "Wie verläuft so eine Lehre?" beginnt. Sowohl hier als auch bei den einzelnen Lehrmeistern wird zudem darauf eingegangen, womit sich ein Magier nach seiner Ausbildung eigentlich seinen Turm finanziert. Das Kapitel weiß auf jeden Fall zu gefallen, hat aber auch einen Pferdefuß: Im Kasten "Ein Zweitstudium bei einem privaten Lehrmeister?" (Kurzform: Lehren ja, regeltechnisches Zweitstudium nein) wird nebenbei eröffnet, dass ein Lehrmeister innerhalb eines Monats Lehrzeit einem Charakter einen neuen Hauszauber beibringen kann. Kostenpunkt sind 10facher Aktivierungsfaktor und zumindest bei einem B-Spruch ohne sonstige Merkmalskenntnisse lohnt sich das durchaus, wenn man plant, ihn über die 13 hinaus zu heben oder ihn gar durch die Zauberwerkstatt zu jagen. Wie problematisch das ganze insgesamt ist, müsste man mal genauer überlegen - es erscheint mir aber rein vom kostentechnischen keinen Sinn zu machen, dass die Kosten vom Aktivierungsfaktor abhängen, denn die eingesparten AP bleiben ja relativ konstant.
EDIT: Siehe Nachtrag!
EDIT 2: Doch nicht siehe Nachtrag!

Aber auf zu den einzelnen Lehrmeistern.

Zunächst hätten wir da Deveron Elgarstyn, einen Obskuromanten, also einen Magier, der mit Schatten zaubert und ein größeres Arsenal entsprechend modifizierter Zauber beherrscht. Der Typ ist zudem noch Mitglied und mittlerweile sogar Anführer des gleichnamigen Meuchlerbundes. Über die augenscheinlich fehlenden Zauber wurde ja schon was gesagt - ich finde es nicht sonderlich schlimm, sie in PDF-Form kostenlos nachgeliefert zu bekommen. Schmunzeln musste ich allerdings über seine Kurzbeschreibung: "Deveron Elgarstyn (*993 BF, wallendes dunkles Haar und Bart, sehniger Körper unter weiter Kutte, mysteriös [Hervorhebung durch mich])." Zudem ist das endlich mal ein Lehrmeister, der per Nuntiovolo die vergebenen Verpflichtungen auch einfordern kann.
Je nachdem wie das PDF ausfällt klingt der Lehrmeister jedenfalls durchaus interessant, auch wenn ich eine neue Schwemme an ultrakewlen Meuchlern befürchte...

Weiter in der chromatisch herausgeforderten Magie geht's mit dem Beschwörerkreis des Karasuk, also den Überresten des Warunker Nekromantenrates. Und Überreste sind hier wörtlich zu nehmen, denn auch hier sieht man, dass den Bösen keineswegs alles in den Schoß fällt, bis sie Kontakt mit den Helden haben - die Bibliothek ist deutlich geschrumpft und um überhaupt über die Runden zu kommen ist man auf Paraphernalienverkauf nach Yol-Ghurmak angewiesen.
Übrigens findet sich hier auch die Schneck- äh, Dame vom Einband: Satyana, Botin des Todes. Sie ist tatsächlich explizit unempfindlich gegen Kälte. Na, das wollen wir mal gelten lassen.

Und wo's so schön ist bleiben wir doch gleich in der finsteren Ecke mit Khelbara ay Baburia, einer Heilmagierin, die das Licht gesehen hat und jetzt in Zusammenarbeit mit einer Qabalya und der Tsakirche versucht, etwas gutes mit ihrem Leben anzustellen. Möchte jemand raten, in welcher belkelelgeführten Heptarchie ihr dunkles Geheimnis in Form ihres Ausbildungsortes liegt? Genau. Liest sich jedenfalls recht angenehm, zumal man hier mal eine tatsächlich lautere schwarzmagische Heilerin vor sich hat, die keinen weißen Hintergrund braucht, um gutes zu tun. Ihr langfristiges Ziel ist eine Anerkennung durch die Schwarze Gilde und eine Begnadigung durch die aranische Herrschaft. Gerade in einer Schleierfall-Gruppe könnte ich mir einen Schüler sehr gut vorstellen, der mit wachsendem Grauen mitbekommt, dass Oron noch nicht ganz so tot wie angenommen ist.

Und damit verlassen wir die schwarze Magie: Kiranya von Kutaki ist die schon bekannte Metamagierin, die sich allerdings mit Punin unter Kosmaar überworfen hat und vom Typus her in Richtung einfach lebende Philosophin geht. Hm.

Luminoff und Morcalino gehören auf jeden Fall nicht zu den Asketen - die Ausbildung unter dem Namen "Kulinarische Köstlichkeiten" bringt die Extrema des Powerniveaus bei zusammen: Hier hat man die Gelegenheit, einen gildenmagischen Zuckerbäcker zu spielen. Allein das Konzept ist schon einfach genial und lässt sich in einer Lowpowerkampagne meiner Meinung nach schön unterbringen, wenn es doch unbedingt ein Gildenmagier sein muss.

Danach wird's bunt: Die Qabalyim werden in einem Abschnitt abgehandelt, der immer mal wieder verschiedene aufgreift (auf zweieinhalb Seiten behandelt werden die Erben der Gräber, die Töchter Niobaras, die Nachtwinde und die Ilaristen). Die Wertesätze sind nach Qabalya getrennt, folgen aber auch intern nochmal einem Baukastenprinzip, da man es hier ja mit mehreren Lehrern pro Fraktion zu tun hat. Für Hintergrunde wird primär auf die Organisationsbände verwiesen.

Weiter im tulamidischen Raum geht es mit dem schon bekannten Rafim Bey. Im Prinzip gibt's nichts großartig neues über ihn, aber es ist schön, den nicht abgrundtief bösen Dämonologen weiter ausgearbeitet zu sehen.

Nach dem grauen Beschwörer rutschen wir nun wieder in die Schwärze ab zu Sefira Alchadid, einer selemischen Chimärologin, die sich in der Tradition der Magiermoghule sieht. Sie gehört auf jeden Fall zu den interessanteren Gestalten, zumal sie keineswegs als Klischeeschurkin auftritt und Pakte ablehnt. Hier werden auch einige ihrer Kreationen erwähnt, darunter Dinge, die eher in Richtung "sinnvolle moderne Gentechnik" als "Ich frage mich, was wohl dabei rauskommt...?" gehen wie den Vielobstbaum. An der Krone ihrer Schöpfung, dem "beinahe idealen Nutztier", muss sie allerdings noch arbeiten - als sie versuchte, Vögel in ihre Nerzkuhsau reinzukreuzen, verdarb leider bisher die Milch.
Achtung an alle Allergiker: Dieses Kapitel kann Spuren von Eulen enthalten.

Mit einem Sprung in der Gesinnungsskala geht es dann weiter mit Septimo Sargentilians Spiegelwelten. Septimo ist Spezialist für Glasherstellung, es handelt sich hier also wieder um einen Handwerksmagier, diesmal mit Fachrichtung Objektmagie und offensichtlichem Fokus auf die Kristallkugel.

Hinaus auf's Meer geht es dann mit der ebenfalls schon bekannten Sevastana Gevendar, die zwar vom Eigensinn zwischen grauer und schwarzer Gilde angesiedelt ist, aber trotzdem(?) eine ziemlich angenehme Persönlichkeit ist. Sie bildet klassische defensive Bordmagier aus. Merkwürdig an der Beschreibung: Sie hat einen Hass auf's Horasreich, der an der einen Stelle mit einer Ablehnung für eine Stelle als Bordmaga für eine Güldenlandexpedition, an einer andern aber mit einer horasischen Intrige um einen untreuen Verlobten einer guten Freundin begründet wird. Multiple Choice Past?

Und schließlich wird das Kapitel abgeschlossen von Xaviera Karsidian, einer Objektmagierin, die neben etwas Artefaktmagie vor allem auf die Nutzung der Traditionsartefakte ausgelegt ist, weswegen man auch gleich mit Stab, Schwert, Kugel und Schale beginnt. Auf jeden Fall ein interessantes Konzept, bei dem man schauen müsste, ob die damit möglichen Effekte wirklich breit genug gefächert sind, um ein sinnvolles Abenteuerleben zu ermöglichen - angesichts der niedrigen Aktivierungskosten kann man auf jeden Fall wesentlich häufiger Zauber benutzen als sonst, wenn man denn mal eine passende Wirkung dabei hat...

Das Buch endet dann mit einer Liste aller neu eingeführten Professionen mit Werten und, Freude oh Freude, einem Index aller drei Bücher!

Insofern beende ich auch mein Geschwafel mit einem Fazit:
-es sind einige sehr coole Akademien und Lehrmeister im Buch enthalten (Mendena, potentiell Elgarstyn je nach PDF-Inhalt, Lowangen, Punin, Sefira)
-es ist einiges an Grütze enthalten (Al'Anfa, Bethana, teilweise Rommilys)
-das allgemeine Kapitel über die privaten Lehrmeister ist gut geschrieben und enthält vor allem auch klare Antworten zu praktischen Fragen, die für Spieler von Lehrmeistern oder ihren Schülern wichtig sein können (Zulassung, Finanzierung, rechtlicher Status)
-Lektorat... geht so. Es sind Fehler drin, aber nach dem Amazonentext des ersten Orga-Bandes schreckt mich nichts mehr
-die Illustrationen sind abgesehen von Tante Balphi durchweg akzeptabel bis gut, auch wenn man sich über den Kleidungsbedarf von Schwarzmagiern streiten kann
-es gibt keine aventurischen Heilmagier ohne dunkles Geheimnis

Die Ausfälle sind zu verschmerzen (auch wenn ich mich besonders auf Al'Anfa gefreut hatte), insofern: knappe 4/5.


Nachtrag mit Dank an Farmelon und Herr der Welt:
Beim Hauszauberlernen ist nun doch von Aktivierungskosten die Rede, Kommando zurück, alles ist toll (außer dass die Formel immernoch keinen Sinn macht, weil die Ersparnis konstant ist)
Zuletzt geändert von Cifer am 14.12.2012 12:26, insgesamt 8-mal geändert.

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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Kuanor » 10.12.2012 03:28

Wenn Elburum so im Buch steht, wie es hier wiedergegeben wird, haben sich die vielen Wünsche-Sammelthreads in diversen Foren zu dem Thema ja ausgezahlt. :)
Mit seinem alten Char DSA ohne grünen Lebensbalken überm Kopf erleben?
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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Feyamius » 10.12.2012 10:10

Cifer hat geschrieben:Schmunzeln musste ich allerdings über seine Kurzbeschreibung: "Deveron Elgarstyn (*993 BF, wallendes dunkles Haar und Bart, sehniger Körper unter weiter Kutte, mysteriös [Hervorhebung durch mich])."
*mitschmunzel* ... jaaa, ich weiß. :oops: Ich hab mir so den Kopf darüber zerbrochen, welches nicht-ganz-so-platte Adjektiv stattdessen hier stehen könnte, aber ich wollte es so plakativ - und "dunkle Aura" wäre nicht wirklich besser gewesen, oder? ;)
Zuletzt geändert von Feyamius am 10.12.2012 10:11, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Drakon di Gorfar » 10.12.2012 15:15

@Cifer: Auch wenn ich als Bandautor naturgemäß ein paar Dinge etwas anders sehe:
Vielen Dank, so wünsche ich mir ein Feedback/eine Bewertung!
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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Denderan Marajain » 10.12.2012 17:46

Und was genau siehst du anders?

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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Cifer » 10.12.2012 18:41

@Feyamius
*mitschmunzel* ... jaaa, ich weiß. :oops: Ich hab mir so den Kopf darüber zerbrochen, welches nicht-ganz-so-platte Adjektiv stattdessen hier stehen könnte, aber ich wollte es so plakativ - und "dunkle Aura" wäre nicht wirklich besser gewesen, oder? ;)
Sagen wir, es bewegt sich auf einem ähnlichen Level. :wink:
Insofern bist du jetzt schuld daran, dass ich mir Elgarstyn als Megamind vorstelle, der seine Auftritte präzise choreographiert, sicherstellt, dass stets ein Barde mit seinem Leitmotiv in der Nähe ist, und seine Schüler instruiert, wann der DUNKELHEIT für den größten dramatischen Effekt fallenzulassen ist. :lol:

@Drakon
@Cifer: Auch wenn ich als Bandautor naturgemäß ein paar Dinge etwas anders sehe:
Da würde mich interessieren, wo das der Fall ist - ich habe den Band ja auch erst ein paar Tage, kann also schon sein, dass ich stellenweise ungerechtfertigt geurteilt habe (gerade bei Bethana könnte ich mir vorstellen, dass ich nach der Al'Anfaner Enttäuschung nicht in Gänze sachlich war :wink: )

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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Argelion22 » 10.12.2012 19:58

Ich möchte - ganz abseits der inhaltlichen Diskussion - mal auf die sehr hohe Zahl an Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehlern hinweisen. Ich habe gerade mal die Details zur Akademie von Bethana durchgelesen und komme auf 27 Fehler auf diesen Seiten! Was genau läuft da schief? Gibt es kein funktionierendes Lektorat, das auch Relativsätze erkennt? Wie erklären sich derartige Fehlermengen? Und falls das der Punkt ist: Ich würde Ulisses auch gerne beim Durchlesen behilflich sein, falls gewünscht... :ijw: ;-)

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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Gorbalad » 10.12.2012 20:01

Trag' die Fehler doch bitte auf Stätten okkulter Geheimnisse/Inoffizielle Errata ein, damit sie in zukünftigen Auflagen korrigiert werden können.

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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Drakon di Gorfar » 10.12.2012 21:00

Cifer hat geschrieben: @Drakon
@Cifer: Auch wenn ich als Bandautor naturgemäß ein paar Dinge etwas anders sehe:
Da würde mich interessieren, wo das der Fall ist - ich habe den Band ja auch erst ein paar Tage, kann also schon sein, dass ich stellenweise ungerechtfertigt geurteilt habe (gerade bei Bethana könnte ich mir vorstellen, dass ich nach der Al'Anfaner Enttäuschung nicht in Gänze sachlich war :wink: )
Dann würde ich dich bitten, vielleicht gerade Bethana doch noch mal eine Chance zu geben, denn ich bin mit der Akademie eigentlich ziemlich zufrieden (auch wenn sie nicht von mir ist *g*).

Bei Al'Anfa sehe ich tatsächlich auch selbst ein paar Probleme, die liegen z.T. aber auch schon in alten Setzungen begründet, die wir nicht komplett brechen wollten.

Wenn ich demnächst ein bisschen mehr Zeit habe, versuche ich ausführlicher zu deinen Wertungen Stellung zu nehmen.
Argelion22 hat geschrieben:Ich möchte - ganz abseits der inhaltlichen Diskussion - mal auf die sehr hohe Zahl an Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehlern hinweisen. Ich habe gerade mal die Details zur Akademie von Bethana durchgelesen und komme auf 27 Fehler auf diesen Seiten! Was genau läuft da schief? Gibt es kein funktionierendes Lektorat, das auch Relativsätze erkennt? Wie erklären sich derartige Fehlermengen? Und falls das der Punkt ist: Ich würde Ulisses auch gerne beim Durchlesen behilflich sein, falls gewünscht... :ijw: ;-)
Wie ich bereits im Ulisses-Forum gesagt habe: Leider hat es unsere letzte Korrekturstufe wegen einer ungünstigen Verkettung von Umständen nicht mehr rechtzeitig zum Drucker geschafft bzw. es wurde nicht die noch nachkorrigierte Datei gedruckt.
Daniel und ich haben tatsächlich noch eine ganze Ladung von Rechtschreibfehlern eleminiert...zu haben geglaubt.
Ich hab die Liste auf dem Rechner, evtl. pfleg ich sie auch mal in Wiki ein.

Also danke für dien Angebot, evtl. kommt man in Zukunft tatsächlich darauf zurück. Hier war es ein anderes Problem.
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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Gulmond » 10.12.2012 21:17

Drakon di Gorfar hat geschrieben:[

Dann würde ich dich bitten, vielleicht gerade Bethana doch noch mal eine Chance zu geben, denn ich bin mit der Akademie eigentlich ziemlich zufrieden (auch wenn sie nicht von mir ist *g*).
Die Beschreibung war vielleicht ein wenig reißerisch, aber es stimmt schon. Bethana kommt zu gut weg. Es ist sinnvoll, wenn Bethana reich ist und sogar ein ganzes Stadtviertel kontrolliert. Es ist aber bescheuert, wenn das eine Besonderheit von Bethana sein soll und andere alte Akademien dagegen abstinken.
Bis vor kurzen war Bethana noch ein alterwürdige, aber verschlafene Kleinstadt.
Bei Al'Anfa sehe ich tatsächlich auch selbst ein paar Probleme, die liegen z.T. aber auch schon in alten Setzungen begründet, die wir nicht komplett brechen wollten.
Leider hat man es aber auch nicht besser gemacht. Es wirkt immer noch wie ein Fremdkörper im Universitätsbetrieb. Und jetzt ist es auch noch von Korruption zerfressen. Nur zeigt sich dieser Fluff nirgends in den Werten.


Rechtschreibfehler: Wie oft wurden jetzt eigentlich schon bei verbugten DSA-Produkten die fehlerbehaftete Version zum Drucker getragen? Das habe ich jetzt schon so oft gelesen. :rolleyes:

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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Elwin Treublatt » 10.12.2012 21:28

Drakon di Gorfar hat geschrieben: eine ganze Ladung von Rechtschreibfehlern eleminiert.
:wink:

Davon abgesehen: ich bin schon ein wenig neugierig, wie die diversen eher uninteressanten Akademien wie Norburg oder Kuslik abgeschnitten haben, denn das haben schon die vergangenen beiden Bände gezeigt, dass die Mauerblümchen aufblühten, während die "Publikumslieblinge" tendenziell einen schweren Stand hatten.

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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Feyamius » 10.12.2012 21:39

Elwin Treublatt hat geschrieben:
Drakon di Gorfar hat geschrieben: eine ganze Ladung von Rechtschreibfehlern eleminiert.
:wink:
Das ist auch ein Gesetz der Kommunikation: Schreibe von Fehlern, und du machst im gleichen Satz mindestens einen selbst. Beschwer' dich über die schlechte Aussprache von jemandem, und du verhaspelst dich in genau diesem Satz.

Geht nicht anders. So sind die Regeln, ich hab sie nicht gemacht.

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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Cifer » 10.12.2012 22:08

@Drakon
Dann würde ich dich bitten, vielleicht gerade Bethana doch noch mal eine Chance zu geben, denn ich bin mit der Akademie eigentlich ziemlich zufrieden (auch wenn sie nicht von mir ist *g*).
Werd ich auf jeden Fall die Tage mal tun.
Bei Al'Anfa sehe ich tatsächlich auch selbst ein paar Probleme, die liegen z.T. aber auch schon in alten Setzungen begründet, die wir nicht komplett brechen wollten.
War nicht der Sinn an Oderins Machtübernahme, dass man alte Köpfe abschneiden kann? So hat Oderin als arkane Unterstützung einen Seekriegszweig mit einem meeresängstlichen Prodekan... Wenn der Schwarze General dann sieht, was Haffax sich mal eben fix so aufgebaut hat, dann fängt der doch an zu weinen!

(Ah, ganz vergessen: Mit dem GEDANKENBILDER ist Haffax jetzt auch der vermutlich einzige aventurische Feldherr, der effektiv auf Funker zurückgreifen kann. So ganz langsam glaub ich, dass er bei seiner "Schicksalsschlacht" wirklich Chancen hätte...)



A propos "vergessen": Weitere Highlights sind natürlich wieder die exemplarischen Lehrstunden. Die schönsten darunter sind IMO
Lowangen: "Vorlesungen: Eiserner Wille I - Angst tötet den Geist"
Lowangen: "RESPONDAMI - Gute Fragen, schlechte Fragen"
Punin: "Das Kaltental-Paradox: Die Veränderung eines magischen Phänomens durch die Analyse desselben" :censored:
Tuzak: "Komparative Diskusdiskurse in den Schriften der Präzendajianisten"
Vinsalt: "Praxisseminar: Sag ihm, was er hören will - Vom Umgang mit Patienten"
(von der gleichen Akademie hätte ich eigentlich noch "Korrekte Diagnose für Logenmitglieder - Jeder Patient lügt" erwartet)
Ysilia: "Statik für Aufgeweckte - Die Mauer muss weg"
Elgarstyn: "Triff ins Schwarze: Zielübungen mit dem Borndorn"
Luminoff & Morcalino: "Elfische Eispaläste als Torten nachgebaut"
Septimo: "Reflexionen für's Leben: Reflectimago-Artefakte"

Zudem wird in Yol-Ghurmak bisher erfolglos versucht, Galottas Dune-Armatrutz zu verbessern.
Zuletzt geändert von Cifer am 10.12.2012 22:09, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Drakon di Gorfar » 10.12.2012 22:12

Feyamius hat geschrieben:
Elwin Treublatt hat geschrieben:
Drakon di Gorfar hat geschrieben: eine ganze Ladung von Rechtschreibfehlern eleminiert.
:wink:
Das ist auch ein Gesetz der Kommunikation: Schreibe von Fehlern, und du machst im gleichen Satz mindestens einen selbst. Beschwer' dich über die schlechte Aussprache von jemandem, und du verhaspelst dich in genau diesem Satz.

Geht nicht anders. So sind die Regeln, ich hab sie nicht gemacht.
:-P
Elwin Treublatt hat geschrieben: Davon abgesehen: ich bin schon ein wenig neugierig, wie die diversen eher uninteressanten Akademien wie Norburg oder Kuslik abgeschnitten haben, denn das haben schon die vergangenen beiden Bände gezeigt, dass die Mauerblümchen aufblühten, während die "Publikumslieblinge" tendenziell einen schweren Stand hatten.
Dann bin ich gespannt auf dein Urteil
Drakon, der Zeilenschmied - mein Autorenblog: DSA, Splittermond und anderes

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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Gulmond » 10.12.2012 22:15

Cifer hat geschrieben:

(von der gleichen Akademie hätte ich eigentlich noch "Korrekte Diagnose für Logenmitglieder - Jeder Patient lügt" erwartet)
Ja, die Nita guckt auch schon wie der Hugh Laurie.
Glacerian btw an Jonathan Rhys Meyers.

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