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Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

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gralkor
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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von gralkor » 04.01.2013 21:07

@Cifer
es haben die anderen Leute schon viel drüber geschrieben, wollte dies nicht alles wiederholen.
Und die Geschmäcker sind verschieden.
Elburum ist in der alten Borbarads Erben-Box gut und schön (wenn auch sehr kurz) beschrieben worden.
Hier vorliegend sind ein paar interessante Persönlichkeiten der Schule vorgestellt, die Schule aber selbst sehr "klinisch" beschrieben. Man hätte aus Oron und der Schule absolute Highlights der Schwarzen Lande machen können, da hier der Mensch des Menschen größter Feind ist, und auch so dargestellt gehört hätte. Da sich aber entweder kein Autor getraut hat, ein wenig seine "dunklen" Gedanken auszurollen, oder es der Zensur zum Opfer gefallen ist, wurde daraus diese eher langweilige Akademie.

Ich sehe die "braunen" und "blauen" Bände jedoch eh' als reinen Fluff an, da die Werte meist entweder von Leuten zusammengewürfelt wurden, die keine Ahnung zu haben scheinen, jeglichen Sinn für Ausgeglichenheit vermissen lassen, oder einfach größenwahnsinnig zu sein scheinen (oder Werte im Vollrausch schreiben). Bei mir in der Gruppe gelten nur die Werte aus den Wege-Bänden.
---
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Mendorek
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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Mendorek » 06.01.2013 21:33

Kann man die Akademien eigentlich irgendwelchen Autoren konkret zuordnen oder ist das ein wichtiges Staatsgeheimnis? Weiß da jemand Bescheid?

Man entwickelt ja doch so seine Vorlieben für bestimmte Leute, das würde mich interessieren.

Ich finde den Band insgesamt noch okay. Mich stören die vielen Rechtschreibfehler. Die Magierakademien waren ja schon in den Vorgängerbänden oft völlig belanglos und überbeschrieben, das ist hier für mein Gefühl nicht ganz so schlimm geraten. Ausrutscher gibt es aber schon. Die Akademie in Oron fand ich zum Beispiel ziemlich underwhelming und seltsam enttäuschend. Und das liegt nicht daran, dass ich mich auf besonders viel Splatter gefreut hätte, oder etwas in der Art. Sie hätte einfach wahnsinnig interessant sein können und ist erstaunlich lahm und tüdelig geraten.

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Feyamius
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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Feyamius » 06.01.2013 22:21

Mendorek hat geschrieben:Kann man die Akademien eigentlich irgendwelchen Autoren konkret zuordnen oder ist das ein wichtiges Staatsgeheimnis?
Nicht, dass ich wüsste.
Mendorek hat geschrieben:Die Akademie in Oron fand ich zum Beispiel ziemlich underwhelming und seltsam enttäuschend.
Die (und der Lehrmeister Deveron Elgarstyn) ist von mir.
Zuletzt geändert von Feyamius am 06.01.2013 22:21, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Drakon di Gorfar » 06.01.2013 22:46

Mendorek hat geschrieben:Kann man die Akademien eigentlich irgendwelchen Autoren konkret zuordnen oder ist das ein wichtiges Staatsgeheimnis? Weiß da jemand Bescheid?
Grundsätzlich ist das kein Geheimnis, meine mich aber zu erinnern, dass einige Autoren das nicht so gern möchten.
Natürlich könnte jeder der mag, einfach seine Akademien nenne. Das Problem dabei ist aber, dass dann nach dem Ausschlussverfahren sehr schnell klar wäre, wer jeweils die anderen geschrieben hat.
Ich möchte daher eigentlich keinen Druck aufbauen, indem ich manche Urheberschaften veröffentliche.

Da es bei mir aber ohnehin durch Foren-Diskussionen bekannt ist:
Von mir sind Kuslik, Vinsalt, der allgemeine Lehrmeister-Teil und Xaviera Karsidian.
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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Lykas » 07.01.2013 08:54

Drakon di Gorfar hat geschrieben: Von mir sind Kuslik, Vinsalt, der allgemeine Lehrmeister-Teil und Xaviera Karsidian.
Xaviera Karsidian fand ich bei der Ankündigung schon interessant und bin von ihr begeistert ^^
Ich hoff das ich bald nen Schüler von ihr spielen kann :D

Zum restlichen Buch... einiges gefällt mir, anderes nicht, das was mir gefällt überwiegt ergo 4 Punkte
Zuletzt geändert von Lykas am 07.01.2013 08:55, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Keideran Labharion » 07.01.2013 09:31

Da man es schon länger in der wiki nachlesen kann: Ich zeichne mich für Rommilys und Kiranya von Kutaki verantwortlich.
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Cifer
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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Cifer » 07.01.2013 12:02

@Keideran
Da würden mich mal die Überlegungen hinter Rommilys interessieren. Hattest du so große Probleme mit der Prinzipientreue, wie ich dir attestiert habe? Und weshalb schon wieder inkonsequente Praioten bzw. Möchtegernpraioten?
Zuletzt geändert von Cifer am 07.01.2013 12:07, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Keideran Labharion » 08.01.2013 12:28

Hola Cifer!

Ich bin gerade anderweitig sehr eingespannt – darum bin ich zur Zeit auch so auffällig rar in den Foren. :-) Ich schreibe dir gerne dazu etwas, wenn wieder etwas Ruhe eingekehrt ist. Bis dahin werde ich mir auch noch einmal durchlesen, was ich im Detail geschrieben habe – ist nämlich schon etwas länger her, eine Auffrischung schadet mir da sicher nicht. :)

Arkane Grüße!
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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Aelyn » 08.01.2013 14:21

Ich gebe SoG 3 Punkte. Es ist ein ordentliches Buch mit einigen guten Ideen, hat mich aber auch nicht vom Hocker gehauen. Die übliche Kritikpunkte wie Rechtschreibprobleme oder offenkundige Bevorzugung/Antipathie gegen manche Akademie wurden ja bereits angesprochen. Trotzdem will ich nicht einfach 3 Punkte in den Raum stellen, also erläutere ich meine Meinung kurz anhand des Inhalts. Da sollte schnell klar werden, warum der Band von mir weder 1 noch 5 Punkte bekommt.

Al'Anfa
Als so inkompetent, wie in den Foren gesagt wurde, empfand ich die Akademie gar nicht. Genaugenommen ist sie einfach nur schlicht nicht besonders kompetent, was schon ein Unterschied ist. Aber hier wurde klar einiges an Potenzial verschenkt. Schade. Fazit: Geht so.

Bethana
Im Gegenzug fand ich Bethana auch nicht himmelschreiend überqualifiziert. Da ich aber allgemein nicht so viel für die Akademie übrig habe, können das andere wohl besser bewerten. Fazit: Ganz ok.

Elburum
Eigentlich ganz nett. Musste sehr lachen über die "besondere Achtung des Codex Albyricus". Mehr ist aber auch nicht im Gedächtnis geblieben. Fazit: Ganz ok.

Kuslik
Netter Versuch, eine der unbeliebtesten Magiesparten durch Anleihen bei Harry Potter aufzupeppen. Leider sind die Anleihen für meinen Geschmack so deutlich, dass ich sie nur schwerlich ernst nehmen kann. Viel schlimmer ist aber dieser eine Lehrmeister (siehe unten). Fazit: Geht so.

Lowangen
Ein gutes Beispiel für eine Akademie, die ich bisher nicht mochte und die mir durch die Beschreibung sympathischer wurde. Nicht einwandfrei, aber alles in allem gut und mit schicken, passenden Bildern versehen. Fazit: Top.

Mendena
Interessantes Konzept und gar nicht so unspieltauglich, wie man zunächst meinen möchte. Mich stört es persönlich nicht, dass die finstere Seite zur Abwechslung mal kompetente Leute ausbildet. Wer weiß, was nach Haffax' Ende aus Mendena wird? Fazit: Top.

Norburg
Fand und finde ich nur mäßig interessant; Heilung und Pazifismus sind einfach nicht so meins. Schön ist aber der Aspekt der "Rächer Ysilias", das gibt guten Konfliktstoff und der Akademie mehr Relevanz. Fazit: Ganz ok.

Punin
Auf die Akademie hatte ich mich gefreut und bin ein wenig enttäuscht. Punin ist DAS Abziehbild einer verschrobenen Magierakademie und gerade dafür war es mir irgendwie nicht klischeehaft genug. Warum unterrichtet ausgerechnet hier eine halbnackte notgeile Halbelfe? Fazit: Ganz ok.

Rommilys
Der Versuch, den Konflikt der Akademie darzustellen, muss man loben, auch wenn es einfach nicht ganz gelingen will. Der Giftschrank war ganz interessant, aber letztlich hat mich das Bild auf S. 102 zu sehr irritiert, um Rommilys toll zu finden. Was für asfalothische Verformungen hat dieser nackte Junge da am Bauch?! Fazit: Geht so.

Tuzak
Keine Wertung. Nicht gelesen. Hat mich nicht interessiert, ich gebe es zu.

Vinsalt
Von dieser Akademie blieb mir vor allem der geniale Bodenplan in Erinnerung. Saugeile Auditorien, so hab ich mir echte Akademien immer vorgestellt. Ansonsten selbes Problem wie Norburg: Heilmagie ist einfach nicht so spannend. Fazit: Ganz ok.

Yol-Ghurmak
Schwierig. Einerseits etwas over-the-top, andererseits braucht die finstere Seite auch einen richtig finsteren Ort. Jede Skala braucht ihre Endstücke- dafür ist Yol-Ghurmak prima. Beim Sternenturm bin ich aber immer noch verwirrt: laut Text ist er 270 Schritt hoch, im Bild sind aber allein die nicht abgebildeten Teile insgesamt 480 Schritt. Was hab ich da falsch verstanden? Fazit: Gut.

Ysilia
Du armes Ysilia! Schön beschrieben, aber wenig spektakulär und leider auch etwas kurz. Fazit: Ganz ok.

Soweit zu den Akademien. Wie man sieht, finde ich die meisten Dinge ganz nett, aber nicht toll oder grauenhaft. Trotzdem noch ein paar Worte zu den Lehrmeistern, denn die gehören ja auch dazu:

Allgemeiner Teil
Völlig in Ordnung. Informativ, nützlich, spielrelevant. So dürften Infos in DSA-Büchern gerne öfters herüberkommen.

Deveron Elgarstyn
Fand ich zuerst total cool, aber mit jedem weiteren Lesen nahm die Begeisterung ab. Der Typ ist für mich einfach viel zu gewollt cool und finster und fancy und überhaupt. Fällt mir einfach schwer, ihn und seine Schüler ernstzunehmen, weil es so wirkt, als wolle da jemand einfach auf Teufel komm raus supercool sein. Nicht mein Ding.
Die Zauberaufspaltung und Neugestaltung mit dem ganzen Rattenschwanz, der da dran hängt, ist ebenso keine gute Idee gewesen.

Karasuk
Echt in Ordnung, daran habe ich nichts auszusetzen. Aber findet noch jemand, dass Murak di Zeforika in einem DSA-Film offenbar ganz gut von Uwe Ochsenknecht gespielt werden könnte?

Khelbara
Gefällt mir. Vor allem der Akupunkturteil ist ganz interessant, ebenso wie die Tatsache, dass man einen bereits in Abenteuern aufgetretenen NSC als Lehrmeister haben kann.

Kiranya
War bisher meine Favoritin unter den wenigen Lehrmeistern und ist nach wie vor gut. Gerade ihr Bild ist klasse: zeigt viel Charakter!

Salamandersteine
Nicht gelesen. Verständigungszauberei interessiert mich leider nicht.

Luminoff&Morcalino
Zuckerbäckermagier! Und noch dazu welche, die eigentlich ganz abenteuertauglich sind! Find ich gut und spielbar.

Qabalyim
Zu viele verschiedene Geschmacksrichtungen auf zu wenig Seiten. Klar, dass man hier auf AgF und VG verweist, aber doof ist es trotzdem, hin und her blättern zu müssen. Zumal die Quintessenz ja eh "geheimniskrämerische Tulamiden" zu sein scheint...

Rafim Bey
Kannte ich bereits aus Abenteuern, war aber vom Bild begeistert. Ein echter tulamidischer Potentat mit allem drum und dran. Gut!

Sefira
Endlich eine Chimärologin! Und noch dazu eine mit einer schicken Hintergrundgeschichte und passendem Bild. Einzig nervig finde ich, dass bei den Werten offenbar der Titel vermurkst wurde ("Schüler der Sefiras"), sodass man jetzt überall in Foren liest, die Dame hieße Sefiras mit s am Ende.

Sargentillian
Aus Fluffgründen sicherlich eine schicke Idee, die auch gut ins Horasreich passt, aber als Spielercharakter reizt mich das nicht.

Sevastana
Hatte ich mir immer anders vorgestellt, sowohl vom Charakter als auch vom Aussehen her. Sie wirkt wie eine übellaunige Borongeweihte mit Verstopfung.

Xaviera
Ja. Hm. Abgesehen davon, dass ein Magier mit Analys HZ ohne Odem irgendwie sinnfrei ist, erschließt sich mir auch die Spielbarkeit eines Magiers mit einer Kiste voll gebundener Ritualgegenstände nicht. Den Kram braucht doch eh fast keiner, aber alles auf einmal?

Am Ende noch drei Gedanken, die mir beim lesen durch den Kopf schossen:

1. Magister Glacerian in Kuslik ist eine echte Mary Sue. Der ist sooo intelligent, sportlich, toll, jeder will ihn haben, er scheucht all diese faulen Magierlehrlinge... Kann mir nicht helfen, aber bei mir hat er akuten Brechreiz ausgelöst.

2. Einige der Bilder sind mir zu pornös (und dabei lasse ich das WoW-artige Cover sogar außer Betracht!) Ich habe nichts gegen Brüste, aber bei manchen Bildern scheinen sie Selbstzweck zu sein. Man vergleiche einfach mal das Bild von Madalena aus Punin mit Amalia aus Lowangen. Letztere ist ebenfalls gut bestückt, aber es passt zu ihr und ihre Kleidung zum Auftreten als Magierin. Madalena dagegen wirkt auf mich nur nuttig.

3. Die Möglichkeit der freien Zauberzusammenstellung bei einigen Lehrmeisterprofessionen ist super. Zum einen wird die Vielfalt dadurch realistischer abgebildet, zum anderen macht basteln vielen Leuten Spaß. Außerdem schärfen weniger Zauber das Profil des Charakters, was ich in den DZ zu schätzen gelernt habe.

Endfazit:
Wer schon MASH 1+2 hat, kommt um 3 nicht herum. Unglücklich wird man mit dem Band wohl auch nicht, selbst wenn es an manchen Stellen hakt. Er ist informativ und vervollständigt eine Informationssammlung. Dafür lohnt er sich.
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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Doc Sternau » 08.01.2013 16:29

Da man das auch gut im Wiki schauen kann: Lowangen ist von Lena Kalupner und mir.

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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Drakon di Gorfar » 08.01.2013 17:03

Aelyn hat geschrieben: Kuslik
Netter Versuch, eine der unbeliebtesten Magiesparten durch Anleihen bei Harry Potter aufzupeppen. Leider sind die Anleihen für meinen Geschmack so deutlich, dass ich sie nur schwerlich ernst nehmen kann.
Nur mal kurz zu dem Hogwarts-Vorwurf, der (aus naheliegenden Gründen) jetzt schon häufiger aufkam: Tatsächlich hatte ich bei den Fluren mehr die amerikanischen Verbindugnshäuser (Kappa Gamma Phi und so) als Vorbild genommen. Erst als Konzept und Kasten fertig waren, sind mir die Hogwarts-Parallelen aufgefallen.
Allerdings halte ich sie immer noch für äußerst oberflächlich. Hogwarts ist doch eher unpolitisch und die Entscheidung für einen Turm dort nich mit einer politischen Parteiung oder Mächtegruppe verbunden (höchstens ein wenig bei Slytherin), auch Alumni-Netzwerke und ähnliches sehe ich im HP-Universum weniger.
Kurz: Wenn man mir Ideenklau vorwirft, dann bitte mit den richtigen Quellen ;-)

Ich bin eigentlich immer noch ziemlich zufrieden mit der Akademie.
Interessanterweise galten meine Bedenken eher anderen Aspekten, die bislang noch gar nicht kritisiert wurden: Ich hatte eher gedacht, dass die Akademie für viele eine zu detaillierte Kenntnis der horasischen Mächtegruppen vorraussetzt und dies aufgrund der verbreiteten Liebfeldphobei in der Spielerschaft daher bemängelt wird.
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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Asacrion » 08.01.2013 17:53

Mit Kuslik bin ich sogar sehr zufrieden! Den Bezug zu Hogwarts sehe ich nur bedingt. Ich habe bereits zwei Magier aus dieser Akademie gespielt und saß beim ersten Mal dem Denkfehler auf, dass in Kuslik tolle Antimagier oder gar Hofmagier wie in Gareth ausgebildet würden. Fakt ist, dass man mehrere hundert bis tausend AP in einen Kusliker stecken muss, um aus ihm einen wirklich guten Antimagier zu machen. Nein, die Halle der Antimagie ist von den WdH-Werten her genau das, was in SoG steht: ein Ort, an dem magiebegabte, adlige Schnösel zu vollendeten Gentlemen erzogen werden. Als ich den Text las, hatte ich auch eher eine Art Oxbridge aus dem 19./Anfang 20. Jahrhundert vor Augen (bestes Beispiel: die Ruderwettbewerbe). Das angelsächsische Wettbewerbsdenken und das zukunftweisende Netzwerken wurden gut eingebaut. Gleich nach dem Lesen habe ich mir einen weiteren Kusliker erstellt!

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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Drakon di Gorfar » 08.01.2013 19:14

@Asacrion: Sehr schön, exakt so wie von dir rezipiert war die Beschreibung gedacht.

Ich darf übrigens mitteilen, dass der Mendena-Text von Martin John stammt.
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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Cifer » 08.01.2013 19:37

@Drakon
Interessanterweise galten meine Bedenken eher anderen Aspekten, die bislang noch gar nicht kritisiert wurden: Ich hatte eher gedacht, dass die Akademie für viele eine zu detaillierte Kenntnis der horasischen Mächtegruppen vorraussetzt und dies aufgrund der verbreiteten Liebfeldphobei in der Spielerschaft daher bemängelt wird.
Das macht die Akademie für mich in der ihr gebührenden Tiefe unbespielbar, aber nicht objektiv schlecht. Wenn man Intrigenspiele mit in die Runde einbringen möchte, braucht man entsprechend ausgearbeitete Fraktionen.

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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Aelyn » 08.01.2013 21:22

Drakon di Gorfar hat geschrieben: Kurz: Wenn man mir Ideenklau vorwirft, dann bitte mit den richtigen Quellen ;-)

Ich bin eigentlich immer noch ziemlich zufrieden mit der Akademie.
Interessanterweise galten meine Bedenken eher anderen Aspekten, die bislang noch gar nicht kritisiert wurden: Ich hatte eher gedacht, dass die Akademie für viele eine zu detaillierte Kenntnis der horasischen Mächtegruppen vorraussetzt und dies aufgrund der verbreiteten Liebfeldphobei in der Spielerschaft daher bemängelt wird.
Ideenklau ist ein hartes Wort. Ich schrieb ja auch "Anleihen". Jetzt wo du es erklärst, sehe ich auch die Parallelen zu Verbindungshäusern etc., aber für das typische Fantasy-Nutzer-Auge sieht es zuerst nach Hogwarts aus. Und das macht es für mich eher unbenutzbar, weil meine Spielgruppe darüber vermutlich bestenfalls schmunzelt, es aber vermutlich nicht ernst nehmen wird. Unerträglich furchtbar fand ich den Teil aber nicht.

Das horasische Intrigenspiel dagegen fand ich ziemlich gut, wers mag bekommt alles was er braucht und wer nicht, der muss ja nicht ins Horasreich.

Wirklich geärgert hat mich nur dieser supertolle Jungmagus, was für einen Zweck hat der? Das zu tun, für das man jedem Spielermagier "PG!!1elf" zubrüllen würde?
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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Drakon di Gorfar » 08.01.2013 23:24

Aelyn hat geschrieben: Ideenklau ist ein hartes Wort. Ich schrieb ja auch "Anleihen".
Ja, hatte ich bewusst etwas überzeichnet, hab ich aber auch nicht krumm genommen. Der Vorwurf kam halt oft. :-)
Wirklich geärgert hat mich nur dieser supertolle Jungmagus, was für einen Zweck hat der? Das zu tun, für das man jedem Spielermagier "PG!!1elf" zubrüllen würde?
Ah, ok. Ja der Glacerian polarisiert sicher.
Ich hab mit dieser Figur ein paar Aspekte deutlich machen wollen:
-Dieses Wunderkind ist für die Kusliker quasi ein lebendes Prestigeobjekt: Selbst für ein Lehrgebiet, das nicht dem Schwerpunkt der Akademie entspricht (für das bisschen Ignifax würde auch ein 08/15-Kampfmagier ausreichen, für den waffenlosen Kampf ohnehin) holt man sich eine absolute Koryphäe.
-Es zeigt das Selbstverständnis der Kusliker im Umgang mit anderen Akademien: Bethana will den? Was zahlen die? Wir bieten ihm das Doppelte und geben ihm weniger Lehrverpflichtung sowie optimale Forschungsmöglichkeiten.
-Er ist ein Gegenpol zur Spektabilität: Sie aus der Oberschicht, über Verbindungen an den Posten gekommen und vor allem eine meisterhafte Intrigantin. Er aus einfachen Verhältnissen, aber fachlich brillant, zwischen all den Adelssöhnchen eher fremd und wischt daher mit ihnen den Boden auf - was ihm angesichts einflussreicher Eltern sicher nicht immer zum Vorteil gereicht.
-Er ist ein Kampfmagier, der auch tatsächlich ein Kämpfer, also körperlich fit ist. Zum PG-Vorwurf: Ich hab ihn mal spaßeshalber generiert und er kann die beschriebenen Dinge sehr gut, hat aber ein eher schmales Begabungsprofil. Ich halte durchaus einen Char für plausibel, der gut kämpfen kann, sowie ein exzellenter Theoretiker (v.a. auf dem Gebiet der Kampfmagie) ist. Er kann halt sonst nicht viel.
-Kuslik hat als Akademiegarde einen Trupp ODL-Gardisten, die brauchten mMn einen entsprechenden Kommandeur. Warum überhaupt ODL-Gardisten? Naja wir hatten in HaM 29 geschrieben "manchmal erfüllen bei grauen Akademien Mitglieder der Grauen Garden des ODL diese Aufgabe" haben das aber bei keiner grauen Schule auch mal explizit geschrieben. Da wollte ich hier mal für Konsistenz innerhalb der Spielhilfenreihe sorgen.

Das waren so etwa die Gründ für die Konstruktion der Figur des Glacerian. Man hätte diese Aspekte sicher auch anders zeigen können und es mag sein, dass er Mary Sueig rüberkommt, aber ich kann definitv verneinen, dass er ein SC von mir oder anderen ist, was man bei manchen Mary Sues vielleicht denkt.
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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Keideran Labharion » 11.01.2013 12:21

Hola!

So, jetzt habe ich etwas Luft. :)
Aelyn hat geschrieben:Kiranya
War bisher meine Favoritin unter den wenigen Lehrmeistern und ist nach wie vor gut. Gerade ihr Bild ist klasse: zeigt viel Charakter!
Danke! Ich mag sie sehr und das Bild ist echt gut geworden – bin äußerst zufrieden mit der Zeichnung. Mehr als bei –
Aelyn hat geschrieben:Rommilys
... aber letztlich hat mich das Bild auf S. 102 zu sehr irritiert, um Rommilys toll zu finden. Was für asfalothische Verformungen hat dieser nackte Junge da am Bauch?!
Das habe ich mich zwar nicht gefragt, es war eher das Motiv an sich, was mich irritiert hat. Nicht immer trifft das Ergebnis die Vorstellungen des Autors und manchmal muss man zusätzlich damit leben, dass irgendjemand zwischen Abgabe der Illu-Beschreibung und Auftragsvergabe an den Zeichner die Entscheidung trifft, dass etwas anderes angebrachter ist. Meinen Humor trifft der spätpubertäre Witz des Zeichnung (Hellsichtsmagierin beobachtet mit dem PENETRIZZEL einen muskulösen Jüngling beim Baden, hihi) jedenfalls nicht. Ist auch nicht das Bild, das ich von der Akademie vermitteln wollte.

Womit ich dann bei Cifer wäre.

Rommilyser Magier habe ich immer schon als latent shizophrene Charaktere wahrgenommen – magische, praiostreue Spitzel mit (erst durch späteres Regelwerk) gesetzter Wahrheitsliebe als Prinzipientreue, die gleichzeitig dem Schutz des Mittelreichs verpflichtet sind. Natürlich kommt es da zu Interessenkonflikten, mal freundlich ausgedrückt. :wink: Sie aber als “ein paar einerseits engstirnige, andererseits aber auf ihre eigenen Prinzipien pfeifenden Gestalten im Umkreis der Praioskirche” zu pauschalisieren, war nicht meine Absicht und, so finde ich, dies gibt der Text auch nicht her.

Der Reiz der Rommilyser besteht für mich darin, dass jeder Magier – Meisterperson wie Held – einen Weg finden muss (und kann), damit umzugehen. Dort liegt die rollenspielerische Herausforderung, die ich in knappen Worten zu formulieren versucht habe. Man muss ja nur schauen, welche Meisterpersonen in den letzten Jahrzehnten gesetzt wurden, die aus Rommilys kommen – und eine Arela Weißblatt und ein Hauce von Radoleth ticken anders als eine Praiodane Werckenfels und noch anders als eine Elini von Mersingen, die aber allesamt aus dem selben Stall stammen. Den Rommilyser Archetypus gibt es nicht, am ehesten bewegt er sich in der Mitte des Spektrums zwischen abgebrühten Spitzel und rechtschaffender Weißmagierin.

Zudem kann Rommilys – und das war auch eine Designentscheidung – eine Lücke füllen, die der Tod von Dexter Nemrod und der Niedergang der alten KGIA hinterlassen hat; wenn auch nicht mit demselben Format. Dies und das damit verbundene Dilemma will das Zitat von Killgorn auf Seite 107 auf den Punkt bringen.

In meinen Augen war es schon immer so, dass das ’Reinweiße‘ andere Akademien – gerade die beiden Garether, aber auch Elenvina – immer schon besser bedient haben als Rommilys, deren Akademie vor allem durch den Interessenkonflikt charakterisiert wird.

Soweit meine Hintergedanken.

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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Sumaro » 11.01.2013 14:13

@ Keideran

Erst einmal vielen Dank für deine Stellungnahme. Bei mir bleibt allerdings die Frage, wieso man nicht die Prinzipientreue der Rommilyser mit dem Band aufgeweicht oder abgeschafft hat. Ich meine, der Band enthält zahlreiche neue Sonderregeln, Werte und Akademieveränderungen. Wieso nicht bei den bestehenden Akademien auch einen Schritt nach vorne tun und z.B. Rommilys zu einer Schule machen die in der Tat sowohl den abgebrühten Geheimagenten, als auch den praiosgläubigen Weißmagier hergibt ohne den Widerspruch der Prinzipientreue zum zwingenden Thema für jedes Konzept zu machen.
Ein einfaches "Dem Spieler eines Rommilyser Magiers steht es offen die Prinzipientreue der Wahrheitsliebe durch folgende Vorsätze zu ersetzen: ..." hätte ja schon viel Spannung rausgenommen und dennoch alle Türen offen gehalten.
Sumaros kleine Schreibstube: Eure Ideen in Worte gefasst. Schaut rein!

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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Cifer » 11.01.2013 15:20

@Keideran
Danke für die Erklärung. Ganz ehrlich, ich habe ja nichts gegen die Akademie und ihre Leiterin als informelle Nachfolger Dexter Nemrods, die Schizophrenie ist auf jeden Fall da. Nur hätte man an dieser Stelle IMO konsequent sein und die Akademie dann ganz aus dem Kreis des Lichtes verbannen sollen, ohne "in den Augen der Praioskirche: 'Ein Vorbild für andere Akademien und leuchtendes Fanal am Rande der Schattenlande'" zu sein. Aus Sicht der Praioten würde ich zumindest eine Organisation immer auch an ihrem Kopf beurteilen und dort fault es aus praiotischer Perspektive ganz gewaltig, wenn Spektabilität Werckenfels bei ihren Aktionen kein Problem hat, "Gesetze und Vorschriften zu dehnen, solange es der Sache dient". Dass sie dabei noch ihren Hauspraioten korrumpiert hat, macht es noch schlimmer.
Wenn das in der Form keine Konsequenzen hat (-> Anshag Werckenfels zur Mission in Yetiland versetzt, Praiodane als Spektabilität abgesägt), lässt das die Praioskirche, diesen Haufen von ausgezeichneten Menschenkennern, eben mal wieder auf dem weißen Auge blind erscheinen. Dazu kommt dann noch der Szenariovorschlag, der Werckenfels offenbar als so starrsinnig begreift, dass sie lieber die Helden unschuldig einlocht, als ihnen mit ihren Fähigkeiten fix in die Köpfe zu schauen und die Wahrheit festzustellen. Daraus entstand dann bei mir das Urteil "einerseits engstirnig, andererseits auf die eigenen Prinzipien pfeifend".

Das Konzept mit der Dexter-Nachfolge funktioniert IMO am besten, wenn es um eine Unterfraktion gegangen wäre, die so handelt, ähnlich den Rächern Ysilias in Norburg. Denen gegenüber hätte dann auch die Spektabilität widerwillig ein Auge zudrücken können, weil sie die Notwendigkeit dafür einsieht.
Alternativ könnte man auch alles so lassen, wie es ist, aber eben die Meinung der Kirche abändern: "Ein Fanal der Rechtschaffenheit, über das uns jedoch in jüngster Zeit beunruhigende Dinge zu Ohren gekommen sind. Vielleicht sollten wir demnächst den Sacerdos zu Konsultationen einbestellen..."


Ähnlich habe ich mich schon beim zweiten Band über Elenvina geärgert, die sich als weiße Beherrscher nicht etwa auf harte Beherrschungsmagie gegen Untertanen und Feinde ihres Herren beschränken ("Imperavi: Berichte mir, wo euer Rädelsführer ist!"), sondern sich auch per Bannbaladin in die Diplomatie einmischen, also Adlige von Praios' Gnaden mit Magie in ihren Entscheidungen beeinflussen, um einem "höheren Wohl" zu dienen, das sie augenscheinlich besser als die Adligen erkennen. Wo war da grad noch der Unterschied zu Puschinskes angestrebter Magokratie?
Zuletzt geändert von Cifer am 11.01.2013 16:20, insgesamt 3-mal geändert.

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Robak
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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Robak » 11.01.2013 16:51

Rommilys fand ich nicht schlecht, aber man hätte das "Geheimdienstakademie vs. Praiosgefällig"-Problem auch anders lösen können.
Die einfachste Lösung ist bei Geheimdienst einen Inlands- statt eines Auslangsgeheimdienst als Vorbild zu nehmen. Was der Unterschied sein soll? Nun die Personen eines Auslandsgeheimdienstes müssen im verborgenen arbeiten und alle anlügen da sie sich der Herrschaft des Staates in dem sie arbeiten entziehen wollen. Personen eines Inlandsgeheimdienstes arbeiten für den Staat in dem sie sich befinden.
Wo der CIA-Agent lügen muss ("Ne ich such nicht Bin-Laden. Ich impfe nur Kinder.") kann der FBI-Agent* einfach sagen "Werter Herr Polizeichef, aus Gründen der Nationalen Sicherheit kann ich ihnen hierüber keine Informationen erteilen. Bei Beschwerden wenden sie sich an ...".

Der Mitarbeiter des Auslandsgeheimdienstes (Spion) muss sich sehr phexgefällig verhalten. Im Gegenzug muss er aber nicht übermäßig vertrauenswürdig/Loyal sein, da die Informationen vom Spion zum Geheimdienst fließen. Man wird also auch Spionen einsetzen denen man nicht wirklich vertraut solange sie relevante Informationen liefern.
Im Inlandsgeheimdienst hingegen haben die Mitarbeiter Zugang zu vielen sensiblen Informationen. Es ist dringend nötig, dass die Mitarbeiter loyal sind und sich nicht einfach kaufen lassen oder ihre eigenen Interessen über die des Staate stellen.

In diesem Inlandsgeheimdienst ist enorm viel Platz für Praiosgefällige Hellsichtsmagier. Nicht für den Undercover Einsatz in Yol'Gurmark sondern beim Aufrechterhalten der Inneren Sicherheit, der Jagd nach Paktierern und Gegenagenten, der Loyalitätsprüfung verdächtiger Personen, der magischen Durchleuchtung zweifelhafter Subjekte, der Überprüfung von Stigmata, der Überprüfung des Chefs der Kaiserlichen Silbermienen.
In all diesen Fällen sind Phexianische Tugenden eher irrelevant. Fähigkeiten in der Hellsichtsmagie sind extrem nützlich und Loyalität zum Reich absolut unabdingbar.

Für weiße Hellsichts- und Beherrschungsmagier gibt es auch enorm viel Abenteuerpotential sobald man davon ausgeht dass die Helden nicht dahergelaufene Straßenstrolche sind die gegen den Willen der Obrigkeit den Fall X aufklären wollen. Nein man muss die Helden nur mal als gesuchte Fachleute betrachten die mit der Aufklärung des Falles betraut sind. Gerade dann ist Vertrauenswürdigkeit alles.
Kein Regent wird einem Lowanger Beherrscher vertrauen. Der Herrscher muss immer befürchten das der Lowanger bei einer höheren Angebot die Seite wechselt. Deshalb würde kein Graf einen Lowanger Beherrscher einstellen um seinen untergebenen auf die Finger zu schauen. Wenn der Lowanger entdeckt, dass der Verwalter der Silbermiene Silber im Wert von 5000 Dukaten unterschlagen hat wird er das nämlich nicht melden sondern vom Verwalter die Hälfte des Geldes erpressen. Da lohnt es sich einen moralisch integren Weißmagier verpflichtet zu haben, der dem Reich (also dem Herrscher) verpflichtet ist und der für seine unbedingte Wahrheitsliebe bekannt ist. Auf dieser Basis hätte man vielfälltige Aufgaben für einen Wahrheitslieben Geheimdienstmagier schaffen können. Man hätte sich nur vom "James Bond in geheimer Mission ihrer Majestät"-Bild lösen müssen.

Leider sind die Weißmagier häufig die Stiefkinder der Autoren. Schwarzmagier sein ist immer irgendwie cool und die moralischen Abgründe und das ethisch verwerfliche am Verhalten werden von Spieler und Autor gerne ausgeblendet. Die Weißmagier wirken hingegen bieder und langweilig und deshalb werden sie nicht gemocht. Gerne vergessen wird dabei dass in einem plausiblen Aventurien die Schwarzmagier für die meisten Aufträge nicht Vertrauenswürdig genug sind. Im bespielten Aventurien bekommen die Helden den Job weil ihre Spieler sich zum Rollenspiel treffen. Ganz egal ob der Gjalskerländer Maulwurftierkrieger mit Lowanger Schwarzmagier und Ferkina besessenem nun geeignet sind das Reich zu retten.

Insofern: Es ist schade das die Möglichkeiten vertrauenswürdiger im Auftrag der Obrigkeit agierender Weißmagier nicht ausgeschöpft sondern diese stattdessen in graue und dunkelgraue Richtung verbogen wurden.

Gruß Robak

*Ich weiß, das FBI ist kein Geheimdienst im engeren Sinne

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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Grinder » 11.01.2013 17:44

Gute Ideen zum Einsatz von Weißmagiern, auch wenn die Eingangsfolgerung bzgl. Inlands- und Auslandsgeheimdienst irgendwie nicht ganz stimmig sind.
These things are romanticized, but in the end they're only colorful lies.

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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Seguleh » 11.01.2013 18:15

Positiv: Ich fand alle Bände recht gut, die Privaten Lehrmeister und die bösen Akademien fand ich ordentlich umgesetzt.

negativ: irgendwie fand ich das Papier... komisch, aber das gibt keinen Abzug, wollte nur erwähnt haben das mich das am Anfang irritiert hat. Dazu sind soagr mir Legasteneleniker recht viele Fehler aufgefallen.
Inhaltlich haben mir ein paar dinge gefehlt. Al'Anfa fand ich für so eine Megaakademie etwas langweilig und unspektakülar. Durch die anderen Fakultäten und die Boronkirche und natürlich die Pestbeule selbst hatte ich da etwas mehr erwartet.
Yol hätte etwas mehr Fokus auf die Agrimoth Golems legen können (oder findet man die in anderen Publikationen?). Dafür sind die Dämonischen Elementarzauber eine gute Idee.

Zwischen 4 und 5 Sterne, allerdings überflutet mich dieser Band nicht unbedingt mit spielbaren Ideen für Helden, ein paar kleine Fehler und dinge die ich vermisse... trotzdem teils sehr gut.... trotzdem 4,4->4

Ps: Ohne eine Diskussion enfachen zu wollen, bei DSA5 könnte man Akad. Ausb. Magier streichen, während des Lesens dieses Bandes kam mir der Vorteil irgendwie ungerecht vor, und irgendwie sind Private Lehrmeister dennoch sauteuer.

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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Keideran Labharion » 11.01.2013 18:58

Hola!

Ich finde die Kritik an der Akademie durchaus nachvollziehbar, würde sie aber nicht eng fassen. :)

Zur Regelmodifikation:
Ich finde das ewige Nachjustieren persönlich ungeheuer lästig – vor allem in den Auswüchsen, die mittlerweile entstanden sind (und zu denen ich mitunter auch recht unbedacht beigetragen habe :oops:) –, deswegen versuche ich es zu vermeiden. Daher mein Versuch, etwas zu bieten, was einen Interpretationsspielraum bietet, die bisherigen Setzungen anzuwenden. Zumal nichts gegen die absolute praiostreue und göttergefällige – und coole! – Weißmagierin aus Rommilys spricht, die ihre Einsätze in den Schattenlanden hatte oder Missstände an Adelshöfen aufdeckt. Die ist ebenso (in der Beschreibung) drin wie der Typus, der versucht ein Ideal zu erreichen und daran scheitert, und jener, der auf die Ideale pfeift (und sich vermutlich teuer regeltechnisch aus der Prinzipientreue herauskauft, was die etwas schnöde Regelumsetzung eines rollenspielerisch interessanten Konfliktes ist). Persönlich finde ich, dass der moralische Konflikt das ist, was einen Magier aus Rommilys interessant macht.

@Cifer:
Praiodane absägen? Nein! Dafür ist sie letztlich zu lässig. Sie ist mir sogar echt ans Herz gewachsen. Was ihren Neffen angeht: Er ist in einer Zeit in die Stellung gekommen, als die Praioskirche andere Probleme hatte und zudem in Rommilys nicht mehr so stark war. Ich sehe ihn als Figur, die durchaus nicht zementiert ist und deren Zukunft nicht rosig sein muss. Vielleicht sollte er sich wirklich schonmal warme Sachen zum Anziehen besrogen. :wink:

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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Sumaro » 11.01.2013 19:30

Keideran Labharion hat geschrieben:Persönlich finde ich, dass der moralische Konflikt das ist, was einen Magier aus Rommilys interessant macht.
Es spricht mMn nichts gegen einen Weißmagier mit moralischen Konflikten, wenn man diesen denn spielen wollte. Aber einen Spieler dazu zu "zwingen" regelmäßig einen Aufschlag von +10 auf seine Proben wegen moralischem Zwiespalt (regeltechnisch gebrochener Prinzipientreue) zu ertragen ist dann wieder etwas anderes. Eine schlichte optionale, alternative Prinzipientreue und schon wäre Raum für alles gewesen. Ich weiß nicht, wie man an einer Stelle in diesem Band neue Regeln, neue Zauber, neue Professionen usw. einbauen kann, aber dann vor einem Zweizeiler zugunsten der Spielbarkeit, des Hintergrunds und der Darstellung einer beschriebenen Akademie zurückschreckt. Das ist ein bisschen so als wenn man bewusst nicht die einfachste Lösung wählen wollte. Ich meine, das Diktat der Regeln in drei Bänden ist doch lange gebrochen. Wieso diesen Umstand dann nicht wenigstens einmal sinnvoll nutzen? Ich habe das Gefühl, wenn es darum geht, dass ein Autor etwas gutes und sinnvolles beitragen kann, es aber nicht getan hat, zieht man sich auf diese Position zurück, während andere Autoren im gleichen Band munter Sonderregeln erstellen um coole Schattenzauberei zu erlauben. Sorry, aber ich versteh es nicht.
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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Keideran Labharion » 11.01.2013 20:09

Hola Sumaro!

Na ja, nun zwinge ich erst einmal niemanden zu etwas. Die Prinzipientreue ist eine Setzung des Regelwerks, die ich zudem nie als Problem wahrgenommen habe – was aber sicherlich auch daran liegt, dass mein Fokus nicht auf der Regelmechanik liegt, was recht weit verbreitet bekannt sein dürfte.

Wäre es mir als tiefgreifende Problematik (die ich so tatsächlich nicht sehe!) bewusst gewesen, hätte ich sicherlich etwas Gutes und Sinnvolles beigetragen. Ich ziehe mich da auch gar nicht auf eine Position zurück – und überhaupt nicht aus Bequemlichkeit –, ich bewerte die Dinge nur anders. Andere Autoren bewerten gleiche oder andere Dinge auch wieder anders und wählen andere Lösungen. Das ist die Natur der Sache. Andererseits haben sich die anderen Autoren und die Bandredaktion den Text durchgelesen und niemandem ist es als Missstand aufgefallen. Was wiederum keine Entschuldigung ist, sondern bloß eine Tatsachenfeststellung. :wink:

Was mir dann fremd ist, ist, eine – im Vergleich – Kleinigkeit hoch aufzuhängen. Nichts ist schließlich einfacher, als einen Nachteil gleichwertig auszutauschen, wenn man es anders möchte. Meiner Ansicht nach, braucht das ein Buch dem Spieler auch nicht zwingend vorzukauen.

Um Missstimmigkeiten vorzubeugen: Ich akzeptiere es als Kritik vollkommen, dass dir da ein, zwei Worte zur Regelmechanik fehlen, dir mir einfach nicht eingefallen sind. Was die Wahrnehmung und Auseinandersetzung des Regelwerks angeht, liegen wir allerdings auch weit auseinander, aber das ist vollkommen legitim. :) Da habe ich aus deinen Augen sicherlich berechtigt geschlampt und hätte vergleichsweise leicht einen Beitrag leisten können, die Akademie für dich runder zu präsentieren. Da für mich (sic!) die Aufgabe eines Quellenbandes aber eher in der Auseinandersetzung mit dem Hintergrund und nicht mit den Regeln liegt, hatte ich das nicht im Fokus.

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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Sumaro » 11.01.2013 20:23

@ Keideran

Ich finde es toll, dass du mit der Kritik umgehst. Es war auch nicht so gegen dich gerichtet und ich persönlich hänge mich an der Kleinigkeit auch nicht auf. Es ist nur so, dass mir auffällt wie leicht Unstimmigkeiten zwischen Hintergrund und Regelwerk manchmal ausgeräumt werden könnten und dann aber es eben aus unverständlichen Gründen in einem passenden Werk nicht gemacht wird. Ich für mich persönlich habe diesen Akademienband auch nicht gebraucht um die Rommilyser Akademie für mich zu gestalten, aber ich denke eben, dass man solche Ungereimtheiten wirklich mal leicht auswetzen könnte, wenn man einfach mal anpackt und wenn es dann nicht getan wird, ärgert es mich schon etwas.

Also vielen Dank für deine Erklärung. Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal, dass man Hintergrund und Regeln näher zusammenbringt, denn auch das kann in einer Hintergrundbeschreibung geleistet werden, wenn man wirklich keine Regeln ändern wollte.
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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Curial » 09.02.2013 21:26

Ich habe den Band seid einigen Tagen von einem Freund und muss (ohne die Vorgänger zu kennen) sagen, dass er mir sehr gut gefällt. Gerade die "bösen" Akademien, Bethana und Rommilys haben mir sehr gut gefallen.
Etwas schwach ist meiner Meinung nach Punin, das extrem langweilig wirken, obwohl es auf eine der interessantesten Vergangenheiten zurückblicken. Viele Themen, zum Beispiel die vielen finstren Magier, die dort lebten und herrschten, werden zwar angeschnitten, aber ihr Vermächtnis wird nie wirklich beschrieben. Und der Szenario-Vorschlag klingt irgendwie nach einem Witz.
Damit habe ich jetzt das gemacht, wofür mich meine Deutschlehrerin immer gescholten hat :-), ich habe mehr Platz für die negativen Punkte eingeräumt, mit diesen geendet und dem Band trotzdem eine gute Wertung (4 Punkte) gegeben.

Für Magierspieler und Meister wirklich zu empfehlen, obwohl die besten Akademien entweder "pöse" oder kaputt sind...
Gruß Curial/Iliricon

Die Eskapaden meiner Spieler:
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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Madalena » 12.02.2013 02:33

Ich habe das Werk bisher nur teilweise gelesen, aber bislang habe ich einen sehr guten Eindruck. Sehr interessant, wieder viele Anregungen für die Ausgestaltung von Spielermagiern und für Abenteuergestaltung, plus ein paar neue Professionen. Im Übrigen stören mich Rechtschreibung und Lektorak eigentlich kaum, soo extrem schlimm wie manche sagen fand ich es nicht, da kann ich ganz gut drüber hinweg lesen. Klar fallen mir Fehler auf, aber ich halte nichts davon mich da aus Prinzip aufzuregen.

Von dem, was ich gelesen habe, möchte ich dann (unbeschadet vom hervorragenden Gesamteindruck) punktuelle Kritik üben:

Das Problem der Sexualisierung der Frauen in dem Band wurde ja teilweise schon angesprochen. Ich meine, klar DSA ist ein Fantasy-Spiel, und sinnliche Schönheiten oder gefährliche Vamps hier und da sind durchaus reizvoll. In diesem Band haben wir allerdings gleich eine ganze Reihe von attraktiven, freizügigen Frauen, darunter eine halbnackte Halbelfenmagierin ausgerechnet im prüden Punin, und eine Xaviera, die ihre Schüler(innen) ins Bett zerrt, ob die wollen oder nicht, und vieles anderes mehr. Alles im Einzelfall durchaus ok, aber im Gesamtbild etwas too much. In diesem Kontext finde ich es auch verwunderlich, dass die Töchter Niobaras als "Sternkundige, Kurtisanen oder Schreiberinnen" arbeiten. Wtf? Wieso ausgerechnet Kurtisanen? Wenn das vereinzelt vorkommt - kein Problem, aber wieso sollte das systematisch der Fall sein? Und wenn, dann bitte mit einer Begründung (z.B. à la "Auf diese Weise kann man gut Beziehungen zu Reichen und Mächtigen knüpfen und an Geheimnisse kommen"), aber nicht einfach so kontextfrei in den Raum gestellt (auch die Beschreibung der Qabalya in VG schreibt ja nichts davon). Ähnlich mit den Schülern der Khelbara: Betören +3, gutaussehend und herausragendes Aussehen als empfohlene Vorteile. Aber warum? Wo deckt sich das mit der Beschreibung der Lehrmeisterin und ihrer Ausbildung? Für mich wirkt das so, als hätte man den Belkelel-/Elburum-Hintergrund der Lehrmeisterin verwursten wollen und wusste nicht so recht, wie. In beiden Fällen hätte man in der Beschreibung auch mal sagen können, was man sich dabei gedacht hat. Andererseits muss man positiv vermerken, dass bei der Schule der Schmerzen der offensichtlichen Verlockung der Sexualisierung nicht nachgegangen wurde. Um es noch mal zusammen zu fassen: NSCs und Hintergründe können gerne auch mal einen sexy Anstrich haben - aber bitte nicht überall und immer.

Zur Ausbildung bei Xaviera Kasidian noch, ganz unabhängig von dem Sex-Thema: Warum haben die denn bitte ein Bannschwert? Klar, damit sind alle Traditionsartefakte abgedeckt. Aber was machen die Schüler damit? Von Beschwörungen, Herbeirufungen und Austreibungen haben sie keine Ahnung, also fällt der offensichtliche Verwendungszweck flach. Bleibt nur noch die Benutzung als Waffe - mTP und unzerbrechlich ist nicht zu verachten. Aber die gleichen Vorteile bietet auch der Magierstab, zumal nach Beschreibung und Werten die Schüler Xavieras im Stabfechten geschult werden, nicht jedoch in anderen Kampftechniken. Zusammen fassend ist das Bannschwert also ein ziemlich nutzloser Gimmick, bei dem sich mir auch inneraventurisch die Frage stellt: Warum?
(insgesamt finde ich Xaviera als Lehrmeisterin allerdings ziemlich interessant)

Ansonsten finde ich die Beschreibung der verschiedenen Lehrmeister ein wenig unübersichtlich in Bezug auf die Reihenfolge. Es ist alphabetisch geordnet, allerdings nicht inhaltlich (ich hätte es zumindest bevorzugt, wenn die Qabalyim entweder am Anfang oder am Ende, aber nicht mittendrin, gestanden hätten, weil sie ja schon etwas anders sind als die übrigen Lehrmeister). Das wäre nicht weiter tragisch, wenn die einzelnen Lehrmeister wenigstens im Inhaltsverzeichnis gelistet wären, aber dort werden über 30 Seiten ohne Unterpunkte als "Aventurische Lehrmeister" geführt. Das hat mir schon ein paar Minuten an lästigen Blättereien eingebrockt.

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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Cifer » 12.02.2013 10:46

Das Problem der Sexualisierung der Frauen in dem Band wurde ja teilweise schon angesprochen. Ich meine, klar DSA ist ein Fantasy-Spiel, und sinnliche Schönheiten oder gefährliche Vamps hier und da sind durchaus reizvoll. In diesem Band haben wir allerdings gleich eine ganze Reihe von attraktiven, freizügigen Frauen, darunter eine halbnackte Halbelfenmagierin ausgerechnet im prüden Punin, und eine Xaviera, die ihre Schüler(innen) ins Bett zerrt, ob die wollen oder nicht, und vieles anderes mehr.
Xaviera empfinde ich in der Hinsicht eher als Gegenbeispiel, da im Text ja gerade deutlich gemacht wird, dass mittlerweile die meisten Schüler nicht mehr wollen. Sie ist nicht die 90-60-90 Verführerin, vor der jeder und jede dahinschmilzt - sie glaubt nur, es immernoch zu sein. Was bleibt, ist die alternde Diva, deren Aktivitäten unter moderner Betrachtung eher in Richtung Verletzung des Lehrer-Schüler-Verhältnisses, sexuelle Belästigung/Nötigung und Kindesmissbrauch gehen. Das ist wesentlich düsterer, als plumpe Sexualisierung es normalerweise ist...

Das Bannschwert fällt wohl wirklich unter "gotta catch them all" - aber entweder an den Pentagramma ranzukommen oder einem Gruppenmitglied die Klinge mal auszuleihen ist ja auch nicht gerade kompliziert.
Zuletzt geändert von Cifer am 12.02.2013 10:54, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Q10 - Stätten okkulter Geheimnisse

Beitrag von Madalena » 12.02.2013 12:50

Cifer hat geschrieben:Xaviera empfinde ich in der Hinsicht eher als Gegenbeispiel, [...]
Ich fand es nur auffällig dass fast in jeder Akademie (bzw. Lehrmeister) irgendwo was sexuelles versteckt ist. Allerdings hast du Recht, Xaviera ist tatsächlich nicht wirklich der schlimme Fall, bzw. sogar mal eine ganz interessante Idee.
Das Bannschwert fällt wohl wirklich unter "gotta catch them all" - aber entweder an den Pentagramma ranzukommen oder einem Gruppenmitglied die Klinge mal auszuleihen ist ja auch nicht gerade kompliziert.
Naja, mal eben etwas Pentagramma machen ist aber nicht so. Beim Dämonen austreiben gibt es Profis oder Leute, die es gar nicht können, der Rest stirbt schnell aus. Und ein Artefakt dabei zu haben, nur um es dann anderen in die Hand zu drücken, klingt für mich etwas blöd. Der Magier ist ja nicht das Sozialamt. :wink:

Gab es nicht eigentlich auch mal irgendwann eine Regelung, dass man nur 3 Artefakte mit sich führen kann?

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